Bärlauchcrèmesuppe

Aufgemerkt, die Bärlauch-Saison ist schon gestartet! Durch den milden Winter sind die Wälder bereits voll mit kleinen Bärlauch-Wiesen, die nur darauf warten, abgeerntet zu werden.

Wenn Ihr selbst sammeln wollt, dann bietet sich ein Waldspaziergang an. Vorzugsweise wächst der Bärlauch dort an schattigen, leicht feuchten Plätzen. Wer sammelt, sollte die Pflanze aber eindeutig und zweifelsfrei identifizieren können: Die Blätter ähneln stark denen der hochgiftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen.

[sws_green_box box_size=“600″] Update: Antje hat in den Kommentaren völlig zurecht darauf hingewiesen, dass „die Bärlauchflächen auf keinen Fall darauf warten, abgeerntet zu werden und immer nur so viel entnommen werden sollte, wie in der eigenen Küche haushaltsüblich verwendet werden kann“. Antje, vielen Dank für den Hinweis – Du hast natürlich völlig Recht! Wir wollen auch in Zukunft noch lange wilden Bärlauch in unseren Wäldern finden.[/sws_green_box]

Am liebsten mache ich aus Bärlauch crèmige Suppen, die intensiv schmecken und nicht schüchtern um die natürliche Schärfe des Bärlauchs herumlavieren. Deshalb seid gewarnt: Dieses Suppen-Rezept ist recht intensiv. Wenn Ihr den Bärlauch-Geschmack lieber dezenter habt, so nehmt weniger Bärlauch-Sauerrahm, um die Suppe zu aromatisieren. Der Sauerrahm ist im Kühlschrank 2-3 Tage haltbar und eignet sich auch wunderbar als Brotaufstrich.

Was Ihr sonst noch so mit Bärlauch machen könnt:

  • Bärlauch kann gut konserviert und eingefroren werden
  • Bärlauch eignet sich hervorragend für die Herstellung von Pesto oder Dips
  • Besonders lecker: Bärlauch-Kräuterbutter. Ich vermische Butter mit Bärlauch-Püree und friere die Butterrollen ein. Die Grillsaison kann kommen!
  • Bärlauch-Ricotta: Fertigen Ricotta mit fein gehacktem Bärlauch vermischen
  • Auch lecker: Bärlauch-Öl. Dafür einfach gutes Rapsöl einige Wochen mit Bärlauchblättern aromatisieren

Die Bärlauchcrèmesuppe stammt von Johanna Maier aus ihrem gleichnamigen Kochbuch. Besonders gut an diesem Rezept gefällt mir die Basis: Die Mischung aus Geflügelfond, Weißwein und Noilly Prat passt einfach wunderbar zusammen und gibt der Suppe eine sehr aromatische Basis. Wer Alkoholgeschmack in Gerichten nicht so gerne mag, der wird sich mit dieser Suppe wohl nicht gut anfreunden. Die Suppe ist ein sehr kräftiges Geschmackserlebnis, weswegen ich dringend empfehle, ein Stück gutes, frisches Bauernbrot bereit zu halten, um die aufgeregten Geschmacksknospen ein wenig zu beruhigen.

Anstelle des Bärlauch-Sauerrahms kann zur Aromatisierung dieser Suppen-Basis natürlich eine Reihe anderer Kräuter-Pürees benutzt werden. Basilikum, Sauerampfer oder Kerbel funktionieren ebenfalls – am besten mit etwas reduzierter Beigabe von Noilly Prat.

So muss der Frühling schmecken!

Bärlauchcrèmesuppe

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten für die Bärlauchcrèmesuppe (Für 3-4 Personen):

  • 3 Schalotten
  • 4 EL Butter
  • 120 ml Weißwein
  • 100 ml Noilly Prat
  • 600 ml Geflügelbrühe
  • 250 ml Sahne
  • 60 ml Milch
  • Etwas Zitronensaft
  • 1 kleine Handvoll Bärlauch
  • 1 kleine Handvoll Petersilie
  • 100 g Sauerrahm
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Schalotten schälen und fein hacken. In der Butter glasig dünsten und mit dem Weißwein und dem Noilly Prat ablöschen, aufkochen und um die Hälfte reduzieren lassen. Mit Geflügelbrühe aufgießen und aufkochen, etwas reduzieren lassen.

2 Derweil den Bärlauch, die Petersilie und den Sauerrahm in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Kühlen.

3 Die Hitze der Suppe etwas reduzieren und die Sahne zugeben. Auf die gewünschte Konsistenz reduzieren lassen, Hitze reduzieren. Die Suppe darf nicht mehr kochen! Dann 2-3 Löffel des Bärlauch-Sauerrahms in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer aufschäumen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Milch erhitzen und aufschäumen. Suppe in einem Teller anrichten und den Milchschaum unter die Suppe ziehen.

Quelle: Kochbuch Johanna Maier, Collection Rolf Heyne

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