„Wie zum Geier bekommst Du das Eigelb in eine Ravioli? Und wie bleibt das Eigelb beim Kochen flüssig?“ waren die wohl meist gestellten Fragen des Abends.

Eigentlich ist das ganz einfach: Mit etwas Fummelei und ein paar Tricks lassen sich schöne Eigelb-Ravioli herstellen, die Kochzeit entscheidet über den Gargrad des Eis.

  • Langsam arbeiten. Diese Art Handwerk erfordert Ruhe und Geduld.
  • Du brauchst dafür ein Ravioli-Brett (Affiliate-Link). Ich habe sehr gute Erfahrungen mit beschichteten Varianten gemacht, weil der Nudelteig daran kaum haftet.
  • Das Ravioli-Brett solltest Du vor dem Gebrauch mit Mehl bestäuben. Das verhindert zusätzlich, dass die Nudeln kleben bleiben und sich nicht lösen lassen.
  • Die Teigbahnen dünn ausrollen. Untypisch für Ravioli solltest Du für diese Variante den Teig so dünn ausrollen wie möglich. Warum? Die Gardauer im Wasser wird dadurch geringer, das Eigelb bleibt flüssig.
  • Langsam arbeiten.
  • Die fertigen Ravioli setzt Du auf ein Blech, das Du zuvor mit Grieß bestreut hast. Der Grieß fällt beim Kochen von den Nudeln ab, Mehl würde daran kleben bleiben und den Geschmack verfälschen.
  • Langs….Du weisst schon.

Die Ravioli selbst serviere ich sehr puristisch. Ich stelle etwas braune Butter her, die mit wenig (schwarzem) Trüffel und Salz aromatisiert ist. Darin wende ich die Nudeln und bestreue sie lediglich mit mehr Trüffel, Pfeffer, Parmesan, Zitronenschalen und etwas Petersilie. Fertig.

Das Gericht selbst ist ein sehr einfaches Essen, wird durch den Trüffel aber relativ teuer und benötigt für die Herstellung der Ravioli auch etwas Zeit. Dem gegenüber steht ein exquisiter, geradliniger Genuss. Etwas Besonderes.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Eigelb-Ravioli mit TrüffelbutterRezept

Dauer: Ca. 90 Minuten

Zutaten (für 4 Personen):

Für den Nudelteig diesem Rezept (#4) folgen

  • 10 Eier
  • 1 schwarzer Trüffel
  • 100 g Butter
  • Frischer Parmesan
  • 1 Zitrone
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Hinweis: Die angegebene Ei-Menge sollte für 4 Ravioli pro Person reichen. Der Nudelteig reicht für etwa 30 bis 40 Ravioli. Übrigen Nudelteig kannst Du eingefrieren.

1 Den Nudelteig nach Anleitung herstellen.

2 Das Eigelb vom Eiweiß trennen.

3 Den Nudelteig mit einer Nudelmaschine in dünne Bahnen ausrollen. Eine Bahn auf ein Raviolibrett legen und in jede Kuhle etwas Eigelb träufeln. Eine zweite Teigbahn darauf legen und mit einem Nudelholz festrollen. Die Ravioli aus der Form lösen.

Tipp: Damit die Ravioli gelingen und nicht kleben bleiben, nutze ich ein beschichtetes Raviolibrett und bemehle dieses vor der Benutzung.

4 Für die Trüffelbutter die Butter langsam erhitzen, bis sie zu duften beginnt. Etwas Trüffel in die Butter hobeln und bei schwacher Hitze ziehen lassen. Ein wenig salzen.

5 Den Parmesan hobeln und die Schale der Zitrone abreiben. Die Petersilie fein hacken.

6 Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Salzen. Die Ravioli exakt 60 Sekunden darin kochen und sofort entnehmen. Mit der Butter vermengen und in Tellern anrichten. Mit Parmesan, schwarzem Pfeffer, Petersilie und Zitronenschalen bestreuen. Ggf. etwas salzen.