Focaccia 2.0

Wer gerne bäckt und den Duft von selbst gemachtem Brot in der eigenen Wohnung liebt, der sollte heute genauer hinsehen: Ich war von dieser Focaccia unheimlich begeistert. Die Nachahmung ist sehr empfehlenswert!

Vor über drei Jahren hatte ich schon einmal ein Focaccia-Rezept veröffentlicht, von dem ich dachte, dass es gut sei. Heute würde ich mich nicht mehr trauen, dieses Rezept auf den Blog zu stellen, nachdem ich aus dem fantastischen Kochbuch „Die Venezianische Küche“ – erschienen im Christian Verlag – dieses Focaccia-Rezept ausprobiert hatte. Mittlerweile geht es mir mit einigen Rezepten so, die ich in den ersten beiden Jahren des Blogs veröffentlichte: Ein Neuanstrich für die eine oder andere Kreation ist definitiv notwendig…

Das Focaccia-Rezept lieferte mir ein wunderbares Stück Brot, eine unglaubliche Krume, eine noch unglaublichere Lockerheit. Das Brot direkt aus dem Ofen noch lauwarm mit den Händen zu brechen und anschließend zu verzehren war eine einzige Freude.

In den Rahmen der venezianischen Woche passt das Weißbrot perfekt: Die meisten cichèti werden auf einem Crostini serviert. Auch wenn die meisten bacari sich heute nicht mehr die Mühe machen, das Brot für die Crostini selbst herzustellen – ich stelle mir gerne vor, wie die Inhaber morgens in der kleinen Küche eines bacaro stehen, auf den sich langsam verziehenden Nebel auf einem Seitenkanal des Canal Grande sehen und die Tagesration Focaccia in die Steinöfen schieben. Die Qualität der cichèti würde es sicherlich nur noch erhöhen. Mein altes Focaccia-Rezept wird es fortan sehr einsam auf dem Blog haben…

Rezept

Zutaten für eine Focaccia (Ausreichend für 2-3 Personen als Beilage):

  • 500g Weizenmehl Typ 550
  • 325 ml warmes Wasser
  • 13g frische Hefe (Oder 7g Trockenhefe)
  • 1 EL Salz, sehr fein gemahlen
  • Olivenöl
  • Meersalz zum Bestreuen
  • 2-3 Rosmarinzweige

Zubereitung:

1 Zunächst die Hefe mit dem Wasser vermischen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Dann die Hälfte des Mehls mit einem Handrührgerät untermischen. Die Schüssel abdecken und in warmer Umgebung gehen lassen. Wenn der momentan noch recht flüssige Teig wieder in sich zusammenfällt, kannst Du das restliche Mehl und das feine Salz mit dem Handrührgerät untermischen. Das ist nach etwa 60 Minuten der Fall. Der Teig sollte nun ganz glatt sein.

2 Eine Schüssel mit etwas Olivenöl bepinseln und den zu einer Kugel geformten Teig hineinlegen. Abdecken und nochmal eine Stunde gehen lassen. Das Volumen des Teiges sollte sich nun deutlich gesteigert haben.

3 Nun beginnt die wichtige Phase des Gehenlassens und Abschlagens. Den Teig zunächst kräftig kneten, bis er wieder deutlich zusammengefallen ist. Anschließend wieder eine Stunde gehen lassen. Dieser Vorgang sollte dann noch weitere zwei Male wiederholt werden. Danach kann der Teig benutzt oder längere Zeit (z. B. auch über Nacht) im Kühlschrank gelagert werden.

4 Nun tauchst Du Deine Hände in etwas Öl und formst aus dem Teig einen hübschen Laib. Auf ein Blech legen (Am besten ein wenig Backpapier darunter legen) und erneut mit einem Pinsel einölen. Dann mit Frischhaltefolie abdecken und erneut etwa eine halbe Stunde gehen lassen. Den Backofen auf 200°C vorheizen.

5 Mit dem Finger einige Löcher in den Teig drücken und die Focaccia salzen. Wenn Du magst, kannst Du gerne Rosmarinnadeln oder Thymian in die Löcher stecken, das aromatisiert die Focaccia ein wenig und ergibt einen fantastischen Geruch in der Wohnung. Nun etwa 45 Minuten bis eine Stunde backen, bis die Focaccia goldbraun ist. Unbedingt noch lauwarm verzehren!

Quelle: Die Venezianische Küche, Christian Verlag

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