Thüringer Burger

Montag. Damit der Wochenstart ein wenig erträglicher wird, habe ich heute einen Burger für Euch. Der Thüringer Burger ist ein saftiges, aromatisch-deftiges Geschmackserlebnis, das sich wunderbar unter dem Etikett „Wintergrillen“ eingruppieren lässt.

Dass bei mir das ganze Jahr Grill-Saison ist, habe ich ja an vielen Stellen schon erwähnt. Ich grille also im Dezember ab, nur um im Januar wieder anzugrillen. Ich kann es wirklich nicht verstehen, warum so viele Leute den Grill im Winter einmotten, entgehen einem doch viele saisonale Köstlichkeiten. Nun gut, mir leuchtet ein dass es per se mehr Freude zu bereiten scheint, im T-Shirt mit einem eiskalten Bier bei 30 °C in der Sonne zu stehen. Aber ehrlich: Am Grill ist es warm und kaltes Bier gibt’s im Winter auch. Oder ersatzweise warmen Tee. Glühbier. Glühwein. Punsch. You get it.

Und habt Ihr schon einmal gegrillten Rosenkohl probiert? Dafür steckt Ihr einfach 5-6-7 Rosenkohlröschen auf einen Schaschlik-Spieß, und grillt den Spieß so lange, bis die äußeren Blätter ganz schwarz sind. Diese werden entfernt und darunter verbirgt sich ein höchst aromatisches Innenleben, das wunderbar mit ein paar Flocken Murray River Salt Flakes zu einem schönen Steak passt.

Aber ich schweife ab, denn heute geht’s nicht um Rosenkohl, sondern um den Thüringer Burger. Die Thüringer Tourismus GmbH kam vor Weihnachten mit der Frage auf mich zu, wie Thüringen schmecke – und ich habe gerne eingewilligt, mit ein Rezept auszudenken, das für mich die Thüringer Küche transportiert und diese auch ein wenig neu interpretiert.

Wenn ich an Thüringer Küche denke, fallen mir spontan drei Dinge ein: Klöße, Sauerkraut und Bratwürste. Drei Dinge, die wir Franken ja steif und fest behaupten, am besten zu können. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich bereits eine Thüringer Sauerkrautsuppe zubereitet, die an kalten Tagen ein wirklicher Herzenswärmer ist, wie übrigens viele Rezepte auf dem gleichnamigen Blog der Thüringer Tourismus GmbH.

thueringer-sauerkrautsuppe

Mein Augenmerk fiel also schnell auf die Thüringer Rostbratwürste, und wo Bratwurstbrät ist, sind Burger nicht weit. Deswegen habe ich heute den Thüringer Burger für Euch: samtig-weiche Brioche Burger Buns treffen auf eine würzige Senf-Mayonnaise mit Majoran (Achtung, schlechtes Wortspiel: an die Mayo muss Majoran), einem saftigen Patty aus dem Brät der Thüringer Rostbratwurst, mit Apfel und Zwiebel verfeinert, und zum Abschluss ein leckerer Krautsalat, der die Elemente geschmacklich verbindet.

Bratwürste eignen sich hervorragend als Patty-Grundlage, denn Würste haben meist schon von Haus aus ein sehr gut balanciertes Verhältnis aus Fett- und Fleischanteil. Zudem sind Würste oft schon gut und ausgewogen gewürzt, so dass fast kein Eingriff mehr nötig ist. Ich wollte eine frischere Komponente im Patty haben und habe daher kleine Apfelstückchen zugegeben, was das Fleisch noch saftiger werden lässt.

Schnappt Euch also den Grill und ein leckeres Schwarzbier, schwingt Euch in die warmen Jacken und Mützen und nach 7 Minuten grillen dürft Ihr schon wieder zurück ins Warme, wenn die Pattys fertig gegrillt auf dem Bett aus Salat und Krautsalat Platz nehmen.

Wenn es Euch interessiert, wie meine lieben Blog-Kollegen Meeta, Eva, Jeanne und Sandy die Frage „Wie schmeckt Thüringen?“ beantwortet haben, so lohnt sich ein Blick…

Schöne Woche!

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten für die Burger, ca. 4 Stunden für die Brioche Burger Buns inkl. Gehzeiten

Zutaten für den Thüringer Burger (Für 4 Burger):

  • 4 Brioche Burger Buns
  • 680 g Thüringer Rostbratwurst (Entspricht ca. 7 Würsten)
  • 1 Apfel
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • Ein paar Salatblätter

Für die Senf-Mayonnaise:

  • 2 EL grobkörniger Senf
  • 4 EL Mayonnaise
  • 1 EL gehackter frischer Majoran

Für den Krautsalat:

  • 1 kleiner Spitzkohl
  • 2 TL Schwarzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Rapsöl
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL Zucker
  • 1 Handvoll Majoran

Zubereitung:

1 Die Brioche Burger Buns zubereiten.

2 Für den Krautsalat den Spitzkohl halbieren und den Strunk entfernen. Den Kohl mit einer Mandoline in dünne Streifen schneiden. Den Kohl mit Salz, Pfeffer, Zucker, Öl und Essig abschmecken. Majoran hacken und mit dem Schwarzkümmel untermischen. Wenn es zeitlich geht, gekühlt 2-3 Stunden ziehen lassen, dabei immer wieder umrühren.

3 Für die Pattys das Bratwurstbrät aus den Thüringer Rostbratwürsten in eine Schüssel geben. Den Darm wegwerfen. Den Apfel und die Zwiebel schälen und fein hacken. Mit dem Brät vermischen. Aus dem Brät 4 Burger-Pattys formen.

4 Die Mayonnaise nach diesem Rezept herstellen. Mit dem Senf und Majoran vermischen und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Den Grill vorheizen und die Pattys von beiden Seiten etwa 3-4 Minuten bei 200°C grillen. Nach dem Wenden die Brioche Burger Buns aufschneiden und kurz auf der Schnittfläche auf dem Grill toasten.

6 Etwas Senf-Mayonnaise auf dem Bun verteilen, Salat darauf, das Patty darauf und zuoberst den Krautsalat und einen Klecks Senfmayonnaise anrichten.

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[sws_yellow_box box_size=“600″]Werbe-Hinweis: Der Artikel wurde im Auftrag der Thüringer Tourismus GmbH geschrieben. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen. Im Artikel wird die Webseite der Thüringer Tourismus GmbH mehrfach genannt und verlinkt.[/sws_yellow_box]