Wer braucht schon einen Hugo, wenn man auch frisch zubereiteten Ayran haben kann. Ich glaube, mein Sommergetränk 2017 ist schon gefunden…

Ayran stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und Anatolien. In der ländlichen Türkei begrüßen die Türken einen ankommenden Gast gerne mit einem frischen Becher Ayran, dieser eignet sich vorzüglich als Erfrischungsgetränk und hat mich letztes Jahr bereits im Sommer sehr begeistert.

Ich mag den leichten Salzgeschmack, die feine Säure, das feine Joghurtaroma. Typischerweise stellen die Türken Ayran in einem Mischverhältnis von 2 Teilen Joghurt und Wasser her, wobei die Wahl des Joghurts sich von Region zu Region durchaus unterscheidet. Bei Orhan habe ich gelesen, dass sich am besten Süzme-Joghurt mit einem Fettanteil von 10 % dafür eignet.

Die Türken lassen normalen Joghurt dafür in einem Sieb oder Baumwolltuch abtropfen, der entwässerte Joghurt ist fester und besitzt eine cremigere Konsistenz, was in etwa einem Sahnejoghurt entspricht.

Meine Variante ist leicht verändert, ich benutze neben einem Teil Wasser und einem Teil Joghurt noch einen Teil Kefir. Zur Aromatisierung nahm ich Staudensellerie-Saft und Pfeffer sowie ein wenig Salz, denn schließlich sollte der Ayran zu einer Vorspeise meines zweiten Supperclubs passen.

Das Rezept funktioniert aber auch ohne den Staudensellerie-Saft wunderbar.

Den Ayran habe ich – mit Staudensellerie-Saft abgeschmeckt – als korrespondierendes Getränk zum fünften Gang meines zweiten Supperclubs (Kohlrabi, Staudensellerie-Molke, Haselnuss) serviert.

Rezept

Dauer: ca. 15 Minuten

Zutaten (für einen Liter):

500 g Kefir
500 g Joghurt (Süzme, 10%)
500 g Wasser
1 TL Salz
1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
100 ml Staudensellerie-Saft

Zubereitung:

1 Kefir, Joghurt und Wasser in einem Mixer mixen.

2 Mit Salz, Pfeffer und Staudensellerie-Saft abschmecken.

3 Vor dem Servieren mindestens eine Stunde kühlen und unmittelbar davor leicht aufschäumen.

Hinweis: der Ayran hält sich 1-2 Tage, sollte aber möglichst unmittelbar getrunken werden, dann ist der Geschmack am besten…

Fotos: Christine Blei