Kokos-Zimt-Granola mit Nüssen und Cranberrys

Granola, also selbst gemachtes Müsli, spielte bislang in meiner Küche gar keine Rolle: Ich war bis dato kein Müsli-Fan. Aber ein selbst gemachtes Granola….mjamm.

In amerikanischen Blogs oder Kochbüchern stolpere ich zwangsläufig irgendwann über ein Pancake- und Granola-Rezept. Jeder Haushalt, so scheint es, hat seine eigene Mischung, sein eigenes spezielles Rezept, das wie ein Augapfel gehütet wird. Wo Granola ist, ist Oatmeal nicht weit. Und *gazziiiing* befinde ich mich mittendrin in der Wissenschaft hochgesunder Frühstückskultur.

Granola ist eigentlich nichts anderes als Knuspermüsli. Anstelle von Zucker verwende ich Honig, Agavendicksaft oder andere Arten von Sirup. Das verhindert pampige Klümpchenbildung und sorgt dafür, dass jede Getreideflocke von einer würzig-süßen Schicht aus Agavendicksaft oder Honig überzogen ist.

Für selbstgemachtes Granola verwendet Ihr einfach verschiedene Sorten Getreideflocken: Ob Hafer, Roggen oder Dinkel ist völlig egal, ihr könnt auch gerne gemischte Varianten benutzen. Die Getreideflocken werden dann mit Gewürzen und eben Honig oder Agavendicksaft vermischt, gerne könnt Ihr noch Nüsse, Kokosflocken oder Trockenfrüchte zugeben.

Für mein Rezept kommt Kokoscrème zum Einsatz, die ich erst langsam schmelze, dann mit Agavendicksaft mische und unter die Getreideflocken rühre. Etwas Zimt, gehackte Pekannüsse und Mandeln komplettieren das Rezept. Die Mischung gebe ich dann bei 160°C für etwa 30 Minuten in den Backofen. Damit das Granola gleichmäßig bräunt, müsst Ihr regelmäßig, also etwa alle 10 Minuten „umrühren“. Nachdem das Granola ausgekühlt ist, kommen noch ein paar wenige Cranberrys dazu. Die Betonung liegt auf ein paar wenigen! Wenn Ihr das Gefühl habt, die Beeren im Müsli suchen zu müssen und Euch frenetisch auf darauf freut, endlich die nächste Beere zu entdecken, so ist das Mischverhältnis richtig. Zu viele Cranberrys oder Rosinen im Müsli machen selbiges nämlich nicht besser, im Gegenteil. Hier hilft Verknappung und Maß halten in der Tat.

Live-Fotosession im Rahmen des Chefkoch-Foodcamps in Nürnberg

Das eigentlich Besondere an diesem Artikel ist die Entstehung des heutigen Rezeptfotos. Im Rahmen des am gestrigen Samstag in Nürnberg von Chefkoch.de veranstalteten Foodcamps hielt ich einen Vortrag zum Thema Food-Fotografie. Ich gab den interessierten Teilnehmern Einblick in meinen Foto-Workflow und demonstrierte diesen anhand des Granola-Rezeptes. Wir richteten gemeinsam an, knipsten und bearbeiteten das entstandene Bild via Beamer live nach. Das Ergebnis könnt Ihr oben betrachten…

Das Foodcamp selbst hielt den ganzen Tag über diverse Sessions bereit, unter anderem erklärte der Spitzenkoch Christian Mittermeier aus Rothenburg ob der Tauber die Grundprinzipien des Flavour-Pairings und Sous-Vide-Garens, Markus Wolf von „Nürnberg und so“ vermittelte zunächst Grundlagen für Spitzenburger und demonstrierte die Umsetzung anschließend in einer tollen Kochsession. Fräulein Kimchi bereitete in einem Live-Kochkurs mit den Teilnehmern Kimchi in verschiedenen Variationen zu.

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für das Kokos-Zimt-Granola mit Nüssen und Cranberrys (Ergibt etwa 500 g):

  • 400 g gemischte Getreideflocken (Dinkel, Roggen, Weizen…)
  • 30 g Kokoscrème
  • 120 ml Agavendicksaft oder 2 EL Kokosblütenzucker
  • 50 g Mandeln
  • 50 g Pekannüsse
  • 2 TL Zimt
  • 1 EL Cranberrys

Zubereitung:

1 Die Kokoscrème in einem Topf bei geringer Temperatur schmelzen. Agavendicksaft (oder Kokosblütenzucker) zugeben und gut vermischen.

2 Die Getreideflocken mit dem Zimt in einer Schüssel vermischen. Die Pekannüsse und die Mandeln hacken und zugeben. Alles gründlichst mit dem Gemisch aus Kokoscrème und Agavendicksaft vermischen.

3 Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 30 Minuten backen. Alle 10 Minuten umrühren.

4 Entnehmen und auskühlen lassen. Cranberrys untermischen und luftdicht verpacken. Das Granola sollte sich ein paar Wochen halten.

Tipp: Das Granola schmeckt hervorragend zu Joghurt und Bananen. Yummy.

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