Einfaches, intensives Schmorgericht trifft auf charakteristischen Wein – besser kann’s für ein Rezept dieser Art eigentlich nicht laufen. Los geht’s:

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Auf die Veröffentlichung des Peposo Notturno habe ich mich ganz besonders gefreut. Das Gericht ist nicht nur eine andere Art Schmorgericht, viel geradliniger und direkter und damit auch intensiver im Geschmack, sondern auch eine besondere Kombination mit einem hervorragenden Wein.

Ich gebe zu: Ich verlasse hier die ausgetretenen Pfade und wage es, ein Peposo ohne Chianti zuzubereiten. Bill Buford, der dieses Gericht ausladend in seinem tollen Buch Hitze beschreibt, möge mir verzeihen. Ich habe für die Zubereitung einen Weihnachts-Cuvée von Markus Schneider benutzt, um genau zu sein den 2011er „Mele Kalikimaka“.

Weine von Markus Schneider aus der Pfalz

Markus Schneider gehört zweifelsohne zu den populärsten deutschen Winzern. Der Auszeichnung „Newcomer des Jahres“ 2003 durch den Feinschmecker folgte 2006 der Titel „Entdeckung des Jahres“ durch den Gault Millau, wohl verdient, denn die Schneider Weine besitzen einen eigenen Stil, eine eigene Handschrift und sind dennoch nicht abgehoben.

Der Weihnachts-Cuvée

„Mele Kalikimaka“ ist hawaiianisch und bedeutet „Frohe Weihnachten“. Für den Sonder-Cuvée hat Markus Schneider auf Merlot und Cabernet Dorsa zurückgegriffen, was in Aromen von dunklen Kirschen, Gewürznelke, Anis oder Pflaume resultiert. Der Wein passt hervorragend zu Geschmortem und gibt dem Peposo eine angenehme Frische.

Auch empfehlen kann ich den „Black Print trocken“, den ich im Frühjahr aus dem 2013er Jahrgang desöfteren zu Gegrilltem und Geschmortem genossen habe. Auf weine.de findest Du nicht nur Produkte von Markus Schneider, sondern natürlich auch viele Weine anderer renommierter Winzer.

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Die nächtliche Pfeffrigkeit

Schmorgerichte können so herrlich einfach sein. So simpel. So klar im Geschmack. All das trifft wohl am ehesten auf das Peposo Notturno zu, was übersetzt in etwa „nächtliche Pfeffrigkeit“ bedeutet. Das Rezept ist denkbar einfach: Du nimmst Rinderwade (oder ein anderes gutes Stück vom Rind, das sich zum Schmoren eignet) und gibst dieses mit sehr viel Knoblauch, noch viel mehr Pfeffer und einem Liter Wein in einen Schmortopf. Dann schmorst Du das Ganze bei 80°C über Nacht (ja, mindestens 12 Stunden!) im Ofen und schaust erst am nächsten Morgen wieder danach. Fertig.

In der Zwischenzeit wird Deine Wohnung oder Dein Haus noch in einen unwiderstehlichen Geruch gehüllt, der Dich schon morgens um 8 Uhr hungrig werden lässt. Passend zur Einfachheit des Gerichtes wird die Beilage normalerweise auch sehr schlicht gehalten: Ein Stück Brot passt hervorragend, Polenta oder eben Kartoffelpüree funktionieren aber auch sehr gut.

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Der Geschmack des Gerichts ist dabei eine herrliche Abwechslung: Das Knoblauch-Aroma ist deutlich zu schmecken, ebenso die Pfeffer-Schärfe und die angenehme Säure des Weines. Der Geschmack ist erfrischend klar, wenig komplex. Aber genau das macht den Reiz dieses einfachen Rezeptes so aus. Ach so, was dazu getrunken werden soll? Nun, als Faustregel immer der Wein, den man 12 Stunden vorher auch hineingegeben hat. Klassisch ist das bei italienischen Schmorgerichten ein Chianti, in meinem speziellen Fall heute der Cuvee von Markus Schneider, den Du jetzt auch gewinnen kannst.peposo-notturnoRezept

Dauer: 12 Stunden Schmorzeit, 15 Minuten Zubereitungszeit

Zutaten:

  • 1 kg Rinderwade
  • 1 L Rotwein
  • 6 Knoblauchzehen
  • 2 EL frisch gemörserter schwarzer Pfeffer
  • 1 EL frisch gemörserter Langpfeffer
  • 1 TL Orangenabrieb
  • 2 Lorbeerblätter
  • Etwas Salz

Zubereitung:

Hinweis: Das Gericht benötigt etwa 15 Minuten Zubereitungs- und 12 Stunden Schmorzeit.

1 Du parierst das Rindfleisch sorgfältig und schneidest es in grobe Würfel. Dann reibst Du es mit dem frisch gemörserten Pfeffer ein. Den Ofen auf Maximaltemperatur vorheizen.

2 Dann gibst Du das Fleisch mit den Knoblauchzehen, dem Orangenabrieb, en Lorbeerblättern und dem Wein in einen Schmortopf. Eine Prise Salz rundet die Sache ab.

3 Nun schiebst Du den Schmortopf geschlossen in den Ofen und lässt das Peposo etwa 30 Minuten bei Maximaltemperatur schmoren. Danach reduzierst Du die Temperatur auf 80°C und lässt das Fleisch etwa 12 Stunden schmoren.

4 Wenn das Fleisch fertig ist, ggf. abschmecken und mit Brot oder Kartoffelpüree servieren.

Werbe-Hinweis: Dieses Rezept entstand als Auftragsarbeit für weine.de. Im Artikel werden weine.de sowie ein Winzer erwähnt und verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen. Die verlosten Weine wurden von weine.de für diesen Zweck gestellt.