Kürbis-Hummus

Der Geruch langsam vor sich hin röstenden Knoblauchs erobert Zimmer für Zimmer die Wohnung, die angenehme Süße des gebackenen Kürbis liegt in der Luft. Alle Aromen treffen sich in einer Schüssel und werden mit dem Stabmixer zu einem perfekten Ganzen vermischt.

Oh ja, da geht’s durchaus mit mir durch. Ich mag Knoblauch. Ich mag Kichererbsen. Ich mag Kürbis. Und Rosmarin. Und Ahornsirup. Und alles zusammen. Es ist schon eine ganze Weile her, dass mich ein Dip so begeistert hat. Was die Kürbissuppe nach Paul Bocuse besonderes für eine Suppe ist, das ist der Kürbis-Hummus für einen Dip. „Mouth-watering“, wie die Amerikaner sagen.

Die Zubereitung ist dabei denkbar einfach und schnell gemacht. Du schnappst Dir einen Hokkaido, packst den etwas in den Ofen und jagst ihn später mit den Kichererbsen und geröstetem, goldenen Knoblauch durch den Stabmixer. Oder durch einen Mixer. Egal. Das Ergebnis ist das gleiche: Köstlicher Hummus! Dieses Rezept ist eindeutig mein Kürbis-Highlight in dieser Saison und verweist die leckere Kürbiscrèmesuppe mit Apfel von Stevan Paul auf den zweiten Platz.

Was machst Du eigentlich mit den Kürbiskernen? Ich habe mir diese Frage ganz oft schon gestellt, da ich mir immer schlecht vorkam, die Kerne wegzuwerfen. Kürbiskerne selbst sind teuer und definitiv eine Delikatesse. Du kannst die Kerne aus den Kürbissen auch selbst in essbare Kerne verwandeln, dazu brauchst Du aber etwas Geduld. Zunächst musst Du die Kerne etwa zwei Wochen trocknen. Danach entfernst Du die weiße Haut – das ist eine mühsame Fieselarbeit. Das wertvolle Innere kannst Du dann langsam und trocken in einer Pfanne rösten, et voila: Fertig sind die eigenen Kürbiskerne und Du bist einen Schritt weiter, Lebensmittel komplett zu verwerten.

Ich empfehle den Genuss des Kürbis-Hummus zu einem lauwarmen Naan, einer Scheibe gerösteter Focaccia oder schlicht als Aufstrich für Knäckebrot. Oder aber als Teil einer aufregenden Burger-Kreation, doch dazu nächste Woche mehr…

Rezept

Zutaten für den Kürbis-Hummus (Für 6 Personen als Dip):

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 150g Kichererbsen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Ahornsirup
  • 1/2 TL Rosmarin-Nadeln
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Kichererbsen über Nacht einweichen und am Folgetag kochen (Entfällt wenn Du auf Kichererbsen aus der Dose zurückgreifst).

2 Den Hokkaido halbieren und die Kerne entfernen. In Spalten schneiden und auf ein Backblech verteilen und mit etwas Olivenöl besprenkeln. Im Backofen bei 160°C backen, bis der Kürbis weich ist. Auskühlen lassen und mit den einem Stabmixer zu einem Püree verarbeiten.

3 Währenddessen den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden und in einem sehr kleinen Topf in etwas Olivenöl bei kleiner bis mittlerer Hitze über 20 Minuten weich kochen. Dann den Knoblauch aus dem Öl entfernen und mit einer Gabel zerdrücken. Zum Kürbis geben.

4 Die Kichererbsen (die Du vorher über Nacht eingeweicht hast) mit dem Püree und dem Knoblauch und dem Stabmixer zu Hummus verarbeiten, dabei Wasser oder Öl nach Belieben hinzufügen.

5 Den Rosmarin hacken und zugeben. Mit Salz und Ahornsirup abschmecken.

Mehr Dips (Gott sei „Dunk“ :p ):