Topfengitterkuchen mit Vanillesauce und Minze

Fluffiger Luftikus trifft bodenständiges Vanillemonster – so oder ähnlich dramatisch könnte man versuchen, dieses Dessert zu beschreiben. Das Dessert macht wenig Arbeit, lässt sich gut vorbereiten und schmeckt wunderbar.

Es gibt sie immer wieder, diese Momente, wenn ich mich auf Streifzug durch meine Lieblingsblogs begebe und dabei die Liebe auf den ersten Blick zuschlägt. So geschehen in der letzten Woche, als ich bei Bine kocht! über das Bild des Topfengitterkuchens stolperte. Ja, ich bin anfällig für Dampfnudeln, Rohrnudeln, Germknödel und alles fluffige Gebäck, gerne serviert mit Mohn oder Vanillesauce. Damit holt man mich immer hinter dem Ofen hervor, da habe ich mich nicht wirklich unter Kontrolle.

Bine beschrieb des Rezept auch noch als super einfach, was mir als Back-Dau sehr entgegen kommt. Und wahrlich: Wenn man den wohl unvermeidlichen Schüssel-Wahnsinn beim Backen überlebt hat, stellen sich keinerlei Hindernisse in den Weg. Ab in den Ofen – fertig. Ich habe das Rezept von Bine etwas erweitert und den Topfengitterkuchen als Teil eines Desserts missbraucht und klassisch mit Vanillesauce serviert. Minze macht sich super dabei und gibt dem ganzen einen frischen Geschmack. Ich mag es, wenn die Vanillesauce noch warm serviert wird – aber auch kalt wird der Geschmack nicht wirklich leiden.

Als Variante kann ich mir sehr gut vorstellen, die Oberseiten der Topfengitterkuchenstücke in eine Art Mohnpesto – Mohn wird im Mörser etwas angequetscht und dann mit Puderzucker vermischt – zu tauchen und dann statt der Minze mit frischen Blaubeeren zu arbeiten – aber noch haben die kleinen Kerle keine Saison. Die Variante werde ich mir dann wohl für den Sommer aufheben.

Bis dahin wünsche ich Euch viel Spaß beim Nachbacken und eine schöne Woche!

Topfengitterkuchen mit Vanillesauce und Minze

Rezept

Dauer: Etwa 20 Minuten Vorbereitungszeit, 35-40 Minuten Backzeit

Zutaten für den Topfengitterkuchen mit Vanillesauce und Minze (Für 4 Personen):

Für den Topfengitterkuchen:

Teigmasse:

  • 5 Eigelb
  • 320 g Puderzucker
  • 1/8 l Öl
  • 1/8 l Wasser
  • 320 g Mehl
  • 1/2 Packung Backpulver
  • 5 Eiweiß
  • 1 Prise Salz

Topfenmasse:

  • 500 g Quark
  • 2 Eigelb
  • 70 g Puderzucker
  • 1 EL selbst gemachten Vanillezucker
  • 2 Eiweiß

Für die selbst gemachte Vanillesauce:

Zubereitung:

1 Die Vanillesauce gemäß Anleitung herstellen. Ich mag die Vanillesauce zu diesem Dessert leicht warm und habe sie während der Backzeit des Topfengitterkuchens zubereitet. Kalt passt die Vanillesauce aber auch dazu.

2 Für die Teigmasse das Eigelb mit dem Puderzucker, dem Öl und dem Wasser in eine Schüssel geben und schaumig aufschlagen. Danach die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

3 Das Backpulver mit dem Mehl vermischen und beides in die Eigelbmasse durch ein feines Sieb geben. Vorsichtig vermischen, bis eine glatte Masse entsteht. Dann den Eischnee unterheben.

4 Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigmasse gleichmäßig auf dem Bleck verteilen.

5 Für die Topfenmasse die Eiweiss zu Eischnee aufschlagen. Quark mit dem Eigelb, Puderzucker und Vanillezucker vermischen. Den Eischnee unterheben.

6 Die Topfenmasse in einen Spritzbeutel füllen und gitterförmig über die Teigmasse spritzen. Den Topfengitterkuchen bei 180°C etwa 35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

7 Den Kuchen aus dem Ofen holen und in Karos schneiden. Kuchen in die (warme) Vanillesauce setzen und mit Puderzucker bestreuen und mit Minze garnieren.

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