Vanillezucker, selbst gemacht

Im Rahmen der Serie „Fertigprodukte selbst gemacht“ kommt heute das Apotheken-Produkt der Nahrungsmittelindustrie an die Reihe: Der Vanillezucker.

Bitte versteht mich richtig: Wenn Ihr Vanillezucker selbst zubereitet, und dafür echte Vanille verwendet, so ist das Endprodukt nicht gerade ein Schnäppchen. Vanille gehört nunmal zu den teuersten Gewürzen der Welt und rangiert meist nur hinter Safran. Dafür könnt Ihr aber sicher sein, dass im Vanillezucker auch echte Vanille drin ist, wenn Ihr diesen selbst zubereitet. In der Regel ist das bei Fertig-Produkten eher weniger der Fall, und so wird vergleichsweise viel Geld für vergleichsweise billiges Aroma bezahlt.

Dabei ist die Zubereitung von Vanillezucker echt einfach. Ihr braucht lediglich Vanilleschoten, ein luftdicht verschließbares Glas und Zucker. Ich nehme gerne Rohrohrzucker, nicht zu grob, nicht zu fein, so dass ich ihn flexibel einsetzen kann. Den Zucker fülle ich in ein Glas. Wichtig ist, dass dafür ein Glas verwendet wird, das luftdicht verschlossen werden kann. Die Vanille gibt nämlich nach und nach ihr Aroma an den Vanillezucker ab und wir wollen ja nicht, dass sich das tolle Aroma in die Luft verflüchtigt, oder?

Um zum Ergebnis zu kommen, gibt es nun 3 Steigerungsvarianten:

  1. Die einfachste Variante ist zugleich eine, die garantiert, dass die Vanilleschoten aus Eurem Haushalt vollständig verwertet werden. Für diese Variante werden gebrauchte Vanilleschoten verwendet. Egal also, ob das Mark ausgekratzt oder die Schote in einer Soße mitgemocht wurde – sie kann immer noch für Vanillezucker verwendet werden. Dafür wird die Schote abgewaschen und zwei bis drei Tage getrocknet, dann in das Glas zum Zucker gegeben. Frischer Zucker ist nach 2-3 Wochen schön aromatisiert. Ich gebe gebrauchte Schoten munter in das Glas – because you can never have too much vanilla…
  2. Wem die erste Variante zu schwach oder nicht „vanillig“ genug ist, der greife zu dieser Möglichkeit: Dafür braucht Ihr frische Schoten – auf 500g Zucker etwa 2 Stück. Diese kratzt Ihr aus und vermischt das Mark mit dem Zucker. Die Schoten werden im Zucker vergraben und nach 2-3 Wochen habt Ihr einen wunderbar aromatischen Vanillezucker.
  3. Es gibt aber noch eine Steigerungsform: Ihr könnt zusätzlich zu frischen Vanilleschoten noch gemahlene Vanille geben. Ein knapper Teelöffel auf 500g Zucker wirken bombastisch, mehr Vanillezucker geht nicht.

Essentiell für einen guten Vanillezucker sind natürlich auch hier die guten Grundprodukte. Guter Zucker und gute Vanille ergeben tollen Vanillezucker. Gute Vanille gibt es – auch diesen Tipp habe ich hier auf dem Blog schon x-Mal abgegeben – beim Online-Versand madavanilla. Dort könnt Ihr Bio-Vanille aus Madagaskar beziehen, die unglaublich ergiebig sind und ein atemberaubendes Aroma besitzen. Zudem ist der Preis noch mehr als fair (Hinweis: Die Nennung des Online-Shops madavanilla ist Werbung, die aus eigenem Antrieb geschieht: Ich finde den Shop und die Qualität der Vanilleschoten so gut, dass ich diese Bezugsquelle Euch gerne empfehle.).

Die bisherigen Rezepte aus der Reihe „Fertigprodukte selbst gemacht“:

Rezept

Zutaten für 500 g Vanillezucker:

  • 500g Zucker
  • 2 Vanilleschoten
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 luftdicht verschließbares 500ml-Glas

Zubereitung:

1 Mark aus den Vanilleschoten kratzen und mit der gemahlenen Vanille und dem Zucker vermischen.

2 Zucker in ein luftdicht verschließbares Glas schütten und die Vanilleschoten dazu stecken, verschließen.

3 Nach 2-3 Wochen ist der Vanillezucker „fertig“.