Safran

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Safran (Crocus sativus) ist seit jeher das teuerste und meistkopierte Gewürz der Welt – Preise werden nicht pro Kilogramm sondern pro Gramm aufgerufen. So schlief der Legende nach Zeus auf einem Bett aus Safran, Hochzeitsschleier reicher Bürger wurden in der Antike mit Safran gelb gefärbt. Bereits bei den Phöniziern war Safran als Gewürz und als Heilmittel bekannt.

Wissenswertes

  • Safran gehört zur Gattung der Krokusse und ist ein Schwertliliengewächs
  • Das als Safran bekannte Gewürz ist der Stempel der Krokus-Blüte
  • Um 1kg Safran zu gewinnen, benötigt man bis zu 200.000 Blüten. Die Safranfäden werden in reiner Handarbeit aus den Blüten entfernt. Für die Ernte stehen nur drei Wochen im Herbst zur Verfügung, da die Pflanze nur in diesem Zeitrahmen blüht.
  • Safran fand wohl seinen Weg von Kreta nach Arabien und wird seither hauptsächlich dort angebaut
  • Der Name “Safran” stammt aus dem Arabischen und bedeutet in etwa “gelb werden”
  • Schon vor vielen Jahren wurde Safran aufgrund seines hohen Preises gefälscht. Die Gewürzhändler Venedigs prüften Safran, indem sie Fäden in Wasser auflösten und Natron zugaben. Verfärbte sich die Lösung rot und wurde trübe, so handelte es sich um “falschen Safran”, die Färberdistel. Blieb die Lösung jedoch gelb, war der Safran echt. Die Färberdistel wurde früher zum Färben von Stoffen benutzt.

Verwendung

  • Safran besitzt einen intensiven Geruch und einen herb bis bitteren, leicht scharfen Geschmack
  • Safran wird oft als Färbemittel verwendet
  • Wichtig ist, dass Safran licht- und feuchtigkeitsgeschützt gelagert wird, da er sonst Geschmack verliert. Gleichzeitig sollte Safran nie zu lange gekocht werden, da dann das charakteristische Aroma verloren geht.
  • Safranfäden werden meist in etwas Wasser aufgeweicht und dann gegen Ende der Garzeit zur zu verfeinernden Speise gegeben.
  • Die Perser kombinieren Safran gerne mit Minze, Rosinen oder Granatapfelkernen
  • Safran harmoniert in Gewürzmischungen gut mit Kardamom, Gewürznelken und Zimt

Bekannte Gerichte

  • Bouillabaisse (französische Fischsuppe)
  • Risotto alla Milanese
  • Lussekatter (schwedisches Süßgebäck)
  • Paella
  • Als Zutat in vielen Reisgerichten der indischen Küche

 

Quellen

Wikipedia, Gernot Katzers Gewürzseiten, Schuhbecks Küche der Gewürze

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