Kümmel

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Kümmel (Carum carvi)  ist ein sehr altes, typisches, mitteleuropäisches Gewürz und wohl eines der ältesten Würz- und Heilmittel.  Bereits in den Pfahlbauten des Bodensees wurden Spuren von Kümmel gefunden, weshalb man auf eine Kultivierung in dieser frühen Periode schließt.

 

Wissenswertes

  • Kümmel gehört wie der Fenchel zur Familie der Doldenblütler und wächst an Wegrändern und Wiesen. Im Bereich der Alpen kommt die Pflanze heute noch wild vor.
  • Kümmel wirkt entzündungshemmend und regt die Verdauung an. Deshalb wird er oft bei fetten Speisen eingesetzt.
  • Die Römer ließen die Pflanzen als erste in Kräutergärten anbauen, vor allem im Raum rund um die Alpen.
  • Auch in Vorderasien kennt und schätzt man das Gewürz, wobei es sich hier oft um Kreuzkümmel oder schwarzen Kümmel handelt. Kümmel und Kreuzkümmel werden gerne (historisch bedingt) verwechselt.
  • Heute wird Kümmel hauptsächlich in Ägypten angebaut und weltweit exportiert
  • Wie beim Fenchel handelt es sich beim Kümmel nicht um die Samen sondern um die Früchte der Pflanze

Verwendung

  • Kümmelfrüchte harmonieren sehr gut mit Roggenbrot und vielem anderen Gebäck
  • Harmoniert gut mit Knoblauch, Zwiebeln und Pilzen
  • Kümmel ist abgesehen in Kombination mit Knoblauch eher kein Teamplayer mit anderen Gewürzen
  • Passt gut zu Schweinebraten, Kohlgerichten, Kartoffeln, Sauerkraut und Käse
  • Aus Kümmel wird auch Schnaps hergestellt: eisgekühlt serviert ist er als Digestiv beliebt
  • Ganzer Kümmel kann wohl dunkel und trocken gelagert wenige Jahre seinen Geschmack behalten

Bekannte Gerichte

  • Irish Stew (Traditioneller irischer Eintopf)
  • Obazda (Bayerische Käsecrème)
  • Harissa (Tunesische Paste, wird manchmal mit Kümmel zubereitet)

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