Wenn Ende Mai das frische Grün sprießt beginnt im Weinbaugebiet Beaujolais nördlich von Lyon für die Winzer die harte Arbeit. Die Reben müssen ausgebracht und umsorgt werden, um im Herbst bei der „Vendange“ – der Weinlese – den verdienten Lohn einzufahren.

Auf Einladung von INTER Beaujolais verbrachte ich mit Sandy von Confiture de Vivre zwei aufregende Tage in Südfrankreich, reiste von Winzer zu Winzer, probierte Weine, aß Käse und Brot, lernte die regionale Küche kennen und kam in Kontakt mit vielen unglaublich interessanten Menschen und ihren Geschichten.

Das Beaujolais liegt im Süden Frankreichs, eine halbe Autostunde nördlich von Lyon, westlich der Saône. Die hügelige Landschaft erinnert mich etwas an das Allgäu, nur fehlen hier die saftigen grünen Wiesen und die Kühe, dafür siehst Du Weinstöcke, so weit das Auge reicht. Die Landschaft ist in das typisch warme Licht Südfrankreichs getaucht und entfaltet die volle Schönheit zu Sonnenauf- und Untergang, wenn die Sonne tief steht, alles golden glänzt und das Licht von den vielen Blättern der Rebstöcke reflektiert wird.

Das Beaujolais ist in zehn exklusive Weinbaugebiete unterteilt – die sogenannten Cru-Lagen („Cru“ bedeutet „Gewächs“). Diese sind zumeist nach den größten Gemeinden benannt und stellen die qualitative Spitze der Weinproduktion der Region dar. Meine Reise führte mich so unter anderem nach Chénas, Brouilly, Fleurie und Morgon – immer vorbei an den nicht enden wollenden Weinbergen.

Im Beaujolais werden überwiegend Rotweine angebaut, nur etwa 2% der Produktion sind Weißweine. Die Rotweine werden aus der Rebsorte Gamay gekeltert, die im Beaujolais hervorragende Bedingungen vorfindet. Die recht Granit-haltigen Böden sowie die sonnenverwöhnte Landschaft sind förderlich für das Wachstum der Rebstöcke. Die Rotweine des Beaujolais sind eher leicht und erfrischend und werden gerne relativ kühl bei 12°C-14°C getrunken. Das macht die Weine zu einem perfekten Sommergetränk, das ich mir wunderbar als Begleiter eines lauen Sommerabends zu dem einen oder anderen Grillgericht vorstellen kann (Und definitiv diesen Sommer auch trinken werde).

Heute möchte ich zunächst ein paar fotografische Impressionen teilen, bevor ich Dich in den nächsten Wochen durch das Beaujolais führen und Dich mit Winzern, Sterneköchen und Küchenchefs bekannt machen werde. Du darfst Dich unter anderem auf Monsieur Fellot freuen, der die seit 1829 existierende Familientradition weiterführt und zusammen mit seinen Brüdern Weine produziert, Rinder züchtet und Kräuter anbaut, auf Romain Barthe, seit kurzem Sternekoch, der im Herzen des Beaujolais das Clochemerle führt und klassische französische Küche regional interpretiert und auf Jean-Marc und seine „Huilerie“, einen der letzten „Artisans mouliniers“, der Öle nach der alten Zubereitungsart gewinnt.

Ich freu‘ mich drauf.

Impressionen aus dem Beaujolais