Meine Top 5 der Food-Magazine [Update]

Meine Top 5 der Food-Magazine [Update]
Im März dieses Jahres habe ich zum ersten Mal meine Top 3 der Food-Magazine vorgestellt. Damals schafften es die Zeitschriften „Lust auf Genuss“, Dish!“ und „Jamie“ in die Top 3. Ein dreiviertel Jahr später hat sich nicht nur mein Horizont erweitert, es hat sich auch die Topliste geändert. Und deswegen möchte ich Euch heute meine momentanen Top 5 vorstellen.
 

Mein Faible für Frauenzeitschriften

Vorher aber muss ich Euch noch von einem regelmäßig wiederkehrenden Erlebnis in Zeitschriftenläden berichten, was ich mittlerweile schon richtig genieße. Ich bin beruflich hin und wieder mit der Bahn unterwegs und schlage mir die Wartezeit auf diversen Bahnhöfen gerne mit dem Stöbern in den immer vorhandenen Bahnhofsbuchhandlungen um die Ohren. Dabei interessieren mich immer die gleichen Themen: Fotografie, Geschichte und Kochen. Die Koch-Zeitschriften finden sich dabei zu 90% bei den Frauenzeitschriften. Es ist immer wieder sensationell, welche Blicke man erntet, wenn man beherzt zwischen Bunte und Frau im Spiegel greift, nur um das neueste Exemplar der Lecker! herauszufischen. Mittlerweile mache ich mir schon einen Spaß daraus und bleibe extra lange zögernd stehen. Die Blicke würde ich wirklich gerne mit einer versteckten Kamera festhalten. Köstlich.
 

Mit der Effilee werde ich einfach nicht warm

Im letzten Artikel hatte ich Euch auch nach Euren Favoriten gefragt. Ich habe mir einige davon angesehen und manche seither auch gerne hin und wieder gekauft. Ein Kandidat hier ist die Food&Travel, da mich die Kombination aus Food und fotografischen Reiseberichten anspricht. Mit der Effilee kann ich auch weiterhin wenig anfangen – auch wenn ich die iPad-App für mich entdeckt habe.
 

Meine aktuellen Top 5 der Food-Magazine

 
Platz 5: Jamie
Die ersten beiden Jamie-Ausgaben fand ich richtig gut und habe daraus auch einiges nachgekocht, wie zum Beispiel die Causa Rellena mit Krabbenfleisch und Avocado oder das Brot auf katalanische Art. Die letzten Ausgaben haben meiner Meinung in der Rezepte-Qualität stark nachgelassen. Ich habe mir in der letzten Nummer beispielsweise gar kein Rezept in meine Nachkochliste kopiert, was wohl noch nie vorgekommen ist. Wenn die Qualität weiter abnimmt, werde ich mein Abonnement wohl nicht fortsetzen und ich sehe schwarz für eine weitere Platzierung des Magazins in meinem nächsten Update der Liste. Food&Travel wartet schon.
 
Platz 4: Dish! aus Neuseeland
Das Dish!-Magazin aus Neuseeland liefert unverändert gute Qualität. Es macht großen Spaß, die tollen Fotos zu betrachten und in die stark Fisch-lastige Küche abzutauchen. Da in Neuseeland momentan Sommer ist, passen die Gerichte natürlich nicht so gut in meinen saisonalen Ansatz. Aber auf die Nachkochliste passen die Rezepte immer. Dass Dish! zwei Plätze abgerutscht ist, hat schlicht mit der Qualität der beiden Neueinsteiger zu tun.
 
Platz 3: Marmite
Erster Neueinsteiger ist das Magazin Marmite aus der Schweiz. Mit einem Mix aus anspruchsvollen, toll in Szene gesetzten Rezepten und stark journalistischen Beiträgen differenziert sich das Blatt sowohl durch die visuelle Gestaltung als auch durch eine anziehende, spannende Schreibe. Aus der Marmite fanden die beiden Gerichte Kiopolo – Auberginensalat mit Büffelkäse und das gebratene Roastbeef mit Aprikosen-Schokoladensauce Eingang in den Blog.
 
Platz 2: Living at Home Spezial Gäste&Feste
Der zweite Neueinsteiger ist ein kleiner Sonderling. Während ich mit der Normalausgabe der Living at Home wenig anfangen kann (Deko und basteln ist nun doch nicht meins, dann eher die Frau im Spiegel), so halte ich große Stücke auf die regelmäßig erscheinenden Spezialausgaben „Gäste und Feste“, in denen die besten Rezepte aus dem normalen Magazin zu einem Thema zusammengefasst sind. Aus diesen habe ich sehr, sehr viel nachgekocht. Dort finden sich überdurchschnittlich viele Rezepte, die mich ansprechen und meiner Küche entsprechen. Die optische Qualität der Rezepte ist gewohnt hoch. Jedes Exemplar ist eigentlich ein eigenes Kochbuch.
 
Platz 1: Lust auf Genuss
An der Spitze prangt weiter die Lust auf Genuss und hat somit ihre Platzierung erfolgreich verteidigt. Ich mag die Art der Präsentation der Rezepte mit dem Fokus auf großflächige, hochqualitative Bilder. Die Bilder dienen mir als Vorbild – auch wenn ich merke, dass meine Schwäche im Styling der Gerichte liegt. Aber Ziele muss man ja bekanntlich haben. Aus der Lust auf Genuss habe ich bislang am meisten Rezepte nachgekocht. Und das kann gerne auch so bleiben.

 

Haben sich bei Euch die Vorlieben auch verändert? Oder habt Ihr gar einen Geheimtipp für mich? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

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  • Also Lust auf Genuss kaufe ich auch fast immer. (Außer wenn es um Süßkram geht) Ich freue mich sogar richtig, wenn eine neue Ausgabe an der Kasse liegt :) Und Food&Travel ist einfach großartig. Die Effilee finde ich etwas zu verkopft. Die scheinen sich nciht ganz entscheiden zu können, was sie sein wollen: Reportagemagazin, Rezepte-Heft, Tipp- und Empfehlungsgeber… Oder vielleicht müssen wir auch nur unsere Lesegewohnheiten ändern?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Weiß nicht. Ich kann nichtmal behaupten, dass es an der Unterschiedlichkeit der Artikel liegt. Ich mag die Abwechslung sogar. “Zu verkopft” hört sich gar nicht so schlecht an…AntwortenAbbrechen

  • Sag mal, Uwe, bitte ein paar Lieblingshefte von Lust auf Genuss (Nummer?)- vielleicht kann ich das dem Weihnachtsmann weiterleiten, damit er die mir nachbestellt ;) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Micha: Oh, das ist schwierig. Aber ich will’s mal versuchen:
      - Gäste & Feste, 12/2008
      - Perfekte Menüs, 12/2009
      - Kulinarisches Südtirol, 9/2011
      - Antipasti, Tapas & Co., 5/2010
      Bestimmt habe ich ein paar vergessen, aus diesen Ausgaben habe ich aber schon sehr viel gemacht.AntwortenAbbrechen

  • Ich gehe absolut konform mit dir. Lust auf Genuss ist wirklich eine klasse Kochzeitschrift. Die Effilee ist auch nicht so unbedingt meins…ich kann noch nicht mal sagen, warum. Jamie hab ich bis jetzt immer noch widerstanden. Ich hab einige Bücher von ihm, das muss reichen. Ich geb so schon viel zu viel Geld für Kochbücher und -Zeitschriften aus.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ich bin gespannt auf das nächste Jamie-Magazin, danach entscheide ich, ob ich die Zeitschrift behalte…AntwortenAbbrechen

  • ich kann weder mit Effilee noch mit Marmite was anfangen. Dafür bin ich nach wie vor ein Fan der britischen OLIVE, die ich im Abo habe; eine Weile habe ich die malaysische Flavours abonniert gehabt, da sie einen sehr interessanten Mix aus typisch regionaler Küche Malaysias und international anbot, leider wird das grad immer europäischer und promotionlastiger.

    Auf dem deutschsprachigen Markt sind meine Favoriten, die ich aber nur noch selten themenspezifisch kaufe, der Klassiker essen & trinken, und ab und zu die Lecker, weil die für so ein kleines Heftchen sehr gut und sehr alltagskompatibel gemacht ist.

    Auf dem englischsprachigen Markt ist noch ‘delicious’ eine Erwähnung wert und das Martha Stewart Everyday Food (das man als iPad-Leser auf ebendiesem kaufen kann, ich hatte mal drüber gebloggt).AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Foodfreak: Da sind wieder einige dabei, die ich noch nicht kenne. Die OLIVE fand ich nach kurzem googlen ansprechend!AntwortenAbbrechen

  • Schöne Auswahl,sehe ich wie Du, bis auf die Marmite und Dish die Heftl kenn’ ich nicht.
    Wenn Du die Möglichkeit hast besorge Dir die Delicious aus den Niederlanden, ganz tolles Fressheft.(lässt sich ohne Kenntnisse der holländischen Sprache prima lesen)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      “Ohne Kenntnisse in der holländischen Sprache” – das klingt spannend. Auf das Experiment würde ich mich sogar einlassen…AntwortenAbbrechen

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