Geeiste Kartoffel-Buttermilch-Suppe

Geeiste Kartoffel-Buttermilch-Suppe

Ich habe mich ja lange gefragt, warum dieses Rezept “Geeiste Kartoffel-Buttermilchsuppe” heisst. Es wird weder mit Eis hantiert noch wird das Süppchen in den Kühl- oder Eisschrank verfrachtet. Handelt es sich hier also um eine neue Suppkultur?

Behende schwang ich mich auf zur Recherche in das Wörld Weid Webb. Reicht das Zugeben von kalter Buttermilch, um das Süppchen als “geeist” zu bezeichnen? Hm. Ich konnte tatsächlich keine brauchbare Definition finden – dafür eine Menge anderer Rezepte, bei denen die zubereitete Suppe nahezu IMMER ein paar Minuten im Eisfach heruntergekühlt wurde. Doppelhm. Hat der Alfons also sein Rezept unsauber geschrieben? Fragen über Fragen.

Also habe ich eher ein lauwarmes Kartoffel-Buttermilch-Süppchen zubereitet. War aber auch nicht schlecht. War sogar sehr gut. Die Kombination aus Kartoffel, Buttermilch, Chili und Birne rockt ziemlich. Und für Rezepte von Alfons sehr ungewöhnlich: Es wurde keine Vanille verwendet. Hat aber auch niemand vermisst.

Das nächste Mal werde ich die Suppe einfach noch ein paar Takte im Eisfach einem invertierten Klimawandel unterziehen. Coole Sache.

 

REZEPT

Zutaten für die geeiste Kartoffel-Buttermilch-Suppe (für 2 Personen):

  • 3 Kartoffeln
  • 2 EL Selleriewürfel
  • 0,75l Gemüsebrühe
  • 250ml Buttermilch
  • 1 Birne
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Chili
  • 1 EL gehackter Majoran
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • 1 Msp. Zitronenschale
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Gemüsebrühe erhitzen und die Kartoffel- und Selleriewürfel zugeben. Ca. 30 Minuten köcheln. Das Lorbeerblatt und die Chili für die letzten 10 Minuten der Garzeit ebenfalls zugeben. Dann den Majoran und dem Kümmel zugeben. Etwas auskühlen lassen.

2 Die Chili und das Lorbeerblatt entfernen. Danach die Buttermilch zugeben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Zitronenschalen zugeben.

3 Zuletzt die Birne waschen und das Kerngehäuse entfernen. Klein würfeln und zur Suppe geben.

Quelle: Alfons Schuhbeck, “Meine Klassiker”

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  • Heidernei! Nicht nur Vanille fehlt, sondern auch der Ingwer ;-)! Ansonten hört sich das Rezept wirklich gut an und ich würd die Suppe, wie du schon sagst, ne Weile ins Eisfach stellen. Das kommt bestimmt gut! Übrigens cool, dass du zum Bloggertreffen kommst! Freu mich :-)!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Simone: Ja, das werde ich das nächste Mal definitiv tun. Ich freue mich auch schon sehr auf das Treffen und bin gespannt, die ganzen anderen Blogger mal “in echt” kennen zu lernen. Wird bestimmt ein schöner Tag!AntwortenAbbrechen

  • Vielleicht hat der Alfons ja auch die Buttermilch in der Suppe gesehen und gedacht: “Das sieht ja aus wie ein Eisberg” und war dann beim Namen etwas kreativer?

    So mit den Blasen kann ich mir schon vorstellen, dass man das als kleine Eislandschaft interpretieren kann :) AntwortenAbbrechen

  • Beim Titel hat’s mich ja noch etwas gefröstelt (der versprochene Altweibersommer fand heute im Bayerischen Wald leider nicht statt), beim Anblick des Süppchens wird’s mir aber ganz warm um’s Herz :-) Schöne Kombination!AntwortenAbbrechen

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