Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce

Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce

Aus aktuellem Anlass schiebe ich die Pasta mit meiner liebsten Tomatensauce zwischen, nachdem ich auf Facebook nach einem Tomatensaucen-Rezept ohne Wein gefragt wurde.

Ja, es ist eigentlich keine Tomaten-Saison. Und ja, es sträubt sich alles dagegen, jetzt Tomaten zu kaufen. Ich habe einfach einmal eine Ausnahme gemacht, weil ich doch mein Lieblingstomatensaucen-Rezept tatsächlich nicht auf dem Blog habe – und mich ein Mitglied der HighFoodality-Facebook-Seite nach einem entsprechenden Rezept fragte. Die Besonderheit: Die Tomatensauce sollte keinen Wein enthalten.

“Oh”, dachte ich, “da passt ja mein Rezept wie die Faust auf’s Auge”. Naja, ich musste es einfach noch zubereiten – und so kam diese Abweichung von der Saison zustande. Immerhin sind es Bio-Tomaten…ach, lassen wir das.

Die Besonderheit an diesem Rezept: Ich schmore die Tomaten halbiert und mit einigen Gewürzen versetzt etwa 1 1/2 Stunden bei 120°C im Backofen. Dadurch intensiviert sich der Geschmack und wird richtig schön kräftig. Mit auf das Blech kommen Knoblauch, Schalotten, Rosmarin und Thymian, was die Wohnung in eine olfaktorische Wundertüte verwandelt.

Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce

Im Anschluss werden die Tomaten püriert, mit reduzierter Hühner- (oder Gemüse-)brühe aufgegossen und mit etwas Sojasauce, Tomatenmark, Salz, Zucker (denn wo Tomaten sind ist auch Zucker) und frischem Pfeffer abgeschmeckt. Bei geringer Hitze langsam und gemütlich ziehen lassen, dann die Pasta zugeben, mit etwas frischem Basilikum und Käse garnieren – ab die Post. Lecker. Vielleicht nicht weltbeste Sauce, aber nah dran.

Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce

Rezept

Zutaten für die Pasta mit ofengeschmorter Tomatensauce (für 2 Personen):

  • 400g Cherry-Rispen-Tomaten (reif!)
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zweit Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL Senfsamen
  • 1 Kaffir-Limettenblatt
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 1-2 EL dicke Sojasauce
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100ml Hühnerbrühe
  • Etwas Olivenöl
  • Etwas Zucker
  • Frischer Basilikum
  • Etwas Parmesan oder Ziegenkäse
  • Salz, frischer Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen und halbieren. Die Kerne entfernen und auf ein Backblech legen. Fenchelsamen, Senfsamen, Kaffir-Limettenblatt und die Pfefferkörner in einem Mörser zerkleinern und über die Tomatenhälften verteilen. Olivenöl darüber spritzen, Thymian und Rosmarin zugeben. Schalotten und Knoblauch schälen, vierteln, zugeben. Bei 120°C etwa 1 1/2 Stunden in den Ofen geben.

2 Tomaten aus dem Ofen nehmen und mit Schalotten und Knoblauch pürieren. Die Hühnerbrühe erhitzen und auf die Hälfte reduzieren lassen. Die pürierten Tomaten zugeben, das Tomatenmark unterrühren und mit Zucker, Salz, Pfeffer, Sojasauce abschmecken. ggf. Mit etwas Nudelwasser strecken. Eine Stunde ziehen lassen.

3 Mit frischer Pasta, Basilikum und Käse servieren.

Tipp: Kürbiskerne schmecken auch dazu!

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  • Die Fotos sehen ja alle wieder Druckreif aus! Lecker, Lecker, Lecker. Das lädt zum Nachkochen ein.

    Liebe Grüße
    AnnaAntwortenAbbrechen

  • Oh ich liebe Tomatensoße! Die probier ich mal aus. Das klingt wunderbar und sieht wunderbar aus.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Anna, danke für Dein Lob! Die Sauce mag ich sehr gerne – sie schmeckt aber im Sommer mit wirklich reifen Tomaten nochmal besser!

      Liebe Sini, Tomatensauce geht immer, oder? Viel Spaß beim Nachkochen!AntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe,
    diese Tomatensauce wird nachgebastelt – im Sommer dann ;-) Wie immer klasse Fotos!
    Lieben Gruß DirkAntwortenAbbrechen

  • Das sieht ja super aus! Das Rezept erinnert mich von seinem Grundprinzip her ein bisschen an meine Barbecue-Sauce, die ich aus heißgeräucherten Zutaten gemacht habe: http://www.outdoor-cooking-blog.de/rezepte/saucen/autumn-whiskey-barbecue-sauce/

    Die Idee eine Garmethode “abseits von Pfanne und Topf” für ein Pasta-Gericht anzuwenden finde ich spannend. Etwas in der Richtung werde ich auch mal Nachbasteln.

    Viele Grüße, ChristianAntwortenAbbrechen

  • Ich liebe olfaktorische Wundertüten :-) und Deine Bilder sind Klasse.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    AndyAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Lieber Dirk, viel Spaß damit – bis zum Sommer ist es schon noch eine Durststrecke. Schneit’s bei Dir auch?

      Hallo Christian, ja, da gibt’s Parallelen. Ich bin auf diese Variante gekommen, nachdem ich einmal Ofentomaten als Beilage zum Grillen zubereitet habe. Das Aroma war einfach toll…

      Hallo Andy (diesmal ist der Name korrekt), olfaktorische Wundertüten sind toll :) Grüße in die Schweiz!AntwortenAbbrechen

  • So in der Art bereite ich auch immer meine Tomatensauce zu und die Sauce ist unglaublich beliebt! Das geile ist wirklich die Süße der Tomaten – das rockt ungemein. Das zweite ist das die Sauce hell wird als ob Sahne drin wäre. Wirklich eine Geschmacks-Explosion!AntwortenAbbrechen

  • Wirklich tolle Fotos, den “Trick” mit der Vorbehandlung der Tomaten im Ofen muss ich auch mal bei meiner Tomatensoße anwenden, das klingt nicht uninteressant. Nur finde ich beim Lesen des Rezeptes die Soße aromatisch etwas überladen. Bei “Wintertomaten” lass ich mir das ja noch gefallen, aber Sommertomaten (also vollreife) brauchen doch eigentlich nicht viel, um aromatisch über die Pasta zu kommen. ;-) Aber, wenn man’s nicht probiert hat, sollte ich vielleicht auch die Klappe halten.AntwortenAbbrechen

  • Tomate laesst sich so herrlich einmachen – an dieser Stelle MUSS ich wieder fuer die ofengeroesteten Tomaten werben,, die ich mir einst von der Ch&C-Petra mitgenommen habe und ohne die besser kein Winter zu ueberstehen ist ;)!AntwortenAbbrechen

  • Liv

    Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar Uwe!
    (Da fühle ich mich gleich ein wenig geehrt :>)
    An deine Fotokünste reicht das zwar noch lange nicht heran – aber ich hoffe mit den hellen Jahreszeiten dann auch immer besser zu werden! :)

    Ganz liebe Grüße!AntwortenAbbrechen

  • Khoa Nguyen

    Das hört sich wirklich superlecker an und das Gericht werde ich am Wochenende mal ausprobieren. Darf ich Dir auch einen weiteren Tipp für ein ähnliches Rezept geben. Ich bin ein großer Liebhaber von gratiniertem Essen und bereite die Nudel in Knoblauchsauce mit diversen Toppings wie Pepperoni zu. Da habe ich früher sehr gern Putenbrust hinzugefügt, weil es im Backofen einfach gut durchbacken ist. Da empfehle ich dir, mal emaillierte Pfannen für den Backofen zu nehmen, die man beispielsweise bei Bosch kaufen kann. Für mehrere Personen (z.B. für die Party) wäre das optimal.AntwortenAbbrechen

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