Tournedos auf mediterranen Schupfnudeln – Remix 2012

Tournedos auf mediterranen Schupfnudeln - Remix 2012

 

Die Tournedos auf mediterranen Schupfnudeln war mein erstes Rezept auf dem Blog im Juni 2009. Es ist natürlich sonnenklar, dass mein erstes Rezept auch im Kochbuch nicht fehlen darf: Dafür wurde es runderneuert.

Wenn ich mit den Jahren Abstand mein erstes Rezept auf dem Blog betrachte, dann muss ich doch leise in mich hinein lächeln. Einerseits, weil ich noch genau weiß, wie stolz ich über die Veröffentlichung des ersten Rezeptes war und andererseits, weil ich heute das Gericht niemals mehr so zubereiten würde wie damals. Ich verwendete Schweinefleisch, briet diverse Gemüse lustig aber ohne Konzept an, klatschte das Fleisch auf einen Parmesantaler, der auf Fertigpesto pappte. Neinnein, das mache ich heute nicht mehr so. Und genau daran stelle ich dann auch fest, dass ich mich entwickelt habe, was mich sehr freut.

Für das Kochbuch habe ich das Rezept nun also runderneuert. Das Schweinefleisch wurde gegen ein tolles Stück Rinderfilet getauscht, dieses habe ich mit Salbei und Lardo umwickeln. Kurz angebraten, dann flugs bei 100°C in den Ofen. Bei Kerntemperatur 62°C herausgeholt, etwas ruhen lassen, kurzer Hitzeschock, fertig.

Die mediterranen Schupfnudeln haben mehr Liebe erfahren. Sie werden nun von fein geschnittenem Ratatouille-Gemüse begleitet. Ein Gewürz-Dreierlei aus Knoblauch, Salbei und Zitronenschale rundet die Sache mit confierten Tomaten ab. So kann’s in’s Kochbuch – mal sehen, was ich in drei Jahren über das Rezept denke. Was waren Eure ersten Rezepte auf den Blogs – und würdet Ihr diese heute immer noch genauso zubereiten?

Rezept

Zutaten für die Tournedos mit mediterranen Schupfnudeln (für 4 Personen):

  • 4 Tournedos vom Rinderfilet
  • 4 Scheiben Lardo
  • Frischer Salbei
  • 1 Zucchini
  • 1 kleine Aubergine
  • 1 rote Paprika
  • 20 Cocktailtomaten an der Rispe
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500g Schupfnudeln
  • 1 EL Butter
  • 250ml Olivenöl
  • Frischer Thymian
  • 1 Chili
  • 1/2 Zitrone
  • 1-2 EL Sojasauce
  • Frischer Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Küchengarn

Zubereitung:

1 Den Parmesan reiben und kreisförmig auf ein Backblech streuen. Den Backofen bei Umluft auf 150°C vorheizen und die Plätzchen ca. 5 Minuten backen. Vom Blech ablösen. Hitze auf 100°C reduzieren.

2 200ml Öl erwärmen und 8 Tomaten mit Rispe hineinsetzen. Bei geringer Temperatur ca. 1 Stunde köcheln lassen, bis die Tomaten aufplatzen.

3 Tournedos mit Salbei und Lardo umwickeln, mit Küchengarn fixieren.

4 Zwiebeln in dünne Streifen schneiden. Zucchini, Paprika, Aubergine und restliche Tomaten fein würfeln. Knoblauch und Chili hacken.

5 Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, Thymian zugeben und die Tournedos kurz von allen Seiten scharf anbraten. Danach die Tournedos aus der Pfanne nehmen, den Bratensaft mit Wasser ablöschen. Beiseitestellen. Tournedos mit Alufolie umwickeln und bei 100°C in den Backofen geben, bis die Kerntemperatur 62°C erreicht hat.

6 Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl glasig dünsten. Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten zugeben, unter stetem Rühren garen. Bratensaft zugeben und Tomatenmark unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Sojasauce und Chili abschmecken. Bei niedriger Hitze ziehen lassen.

7 Schupfnudeln in Butter goldbraun anbraten. Tournedos aus dem Ofen nehmen und kurz in etwas Butter in der Pfanne wenden. Mit Salz bestreuen. Alles anrichten.

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  • Hach, mein erstes „Rezept” war ein Veggi-Burger zum TATORT. Mit fertigem vegetarischen Patty und den üblichen Salat/Ketchup/Majo-Zutaten. Und mit einem überaus scheußlichen Foto ;-) Damals hatte ich nur das iPhone G3 … jedes Gericht sah verdächtig nach Hundefutter aus (vor allem im Zwielicht). Ich verwende heute ab und an auch noch fertige vegetarische Patties und gucke immernoch TATORT, aber von der Optik her habe ich mich ein wenig weiter entwickelt. Tolle Tournedos! Liebe Grüße, Mel.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ach, es wäre ja wirklich schlimm wenn man keine Entwicklung sähe. Ist der Burger dann Dein “typisches” Tatort-Essen? Bei uns gab’s eine Zeit lang immer Schaschlik am Samstagabend – was mein Vater und ich immer zur Sportschau verzehrten…AntwortenAbbrechen

  • Hallo,
    mein erstes Rezept war eine Jakobsmuschel auf Erbsenpü:
    http://kaquushausmannskost.blogspot.de/2011/05/jakobsmuschel-auf-erbsen.html
    ich würde heute nur noch ein paar kleine Erbsensproßen zufügen.
    Mir gefällt dieses sehr reduzierte Rezept noch heute.
    Deine Tournedos gefallen mir sehr, gerade auch mit den SchupfnudelnAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke :) Die Jakobsmuscheln sehen für mich wirklich nach einem “zeitlosen” Amuse Gueule aus…AntwortenAbbrechen

  • Wie immer toll in Szene gesetzt!

    Aber, lieber Uwe, für so ein schönes Gericht macht man doch auch die Schupfnudeln selbst, oder?

    Blicke ich bloggertechnisch zurück (auf eigenem Blog – was im Grunde ja in meinem Fall ein Zweitstart war), würde ich einiges vorallem anders fotografieren – oder nicht veröffentlichen. Aber warm essen möchte ich weiterhin.

    Schön, dass die Blog-Krise überwunden scheint!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Jaaaaaaaaaaaaaaa, ich habe damit gerechnet, dass es noch irgendwann einen Seitenhieb wegen der Schupfnudeln setzt – ich gebe zu, Du hast recht. Ich hatte dafür aber schlicht keine Zeit….das hilft nicht als Ausrede, oder?

      Ich habe mich gestern gefreut wie ein Schnitzel, als das Rezept online war. Geht hoffentlich so weiter….AntwortenAbbrechen

  • Hallo Uwe,

    laso mein erstes Gericht wird natürlich immer seinen ganz besonderen Platz habe. Es war ein neumodisches Cordon Bleu mit Spargel & Käsefüllung auf einem Risotto mit Tomategemüse.
    Bin eigentlich nicht der Meinung, dass ich mich jetzt im Nachhinein dafür schäme. Ich würde es ähnlich wie damals kochen.
    Lustig ist die Betrachtung im Nachhinein durchaus und hat somit auch ihren Reiz.

    http://steffensinzinger.de/blog/blog/2010/05/30/cordon-bleu-mal-anders/AntwortenAbbrechen

  • Erst gar nicht als Foodblog gedacht, ist mein erstes (nicht nachträglich) eingestelltes Gericht das des Cooking-Cup-Finales.
    Werde ich niemals mehr zubereiten *g*

    http://heike.essenvonau.de/2010/12/das-finale/AntwortenAbbrechen

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