Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

Seit meine Cousine Juliane und ich das gleiche Hobby haben, treffen wir uns regelmäßig und schaffen es tatsächlich, uns mindestens zwei Mal im Jahr zu sehen. Vorher hatten wir auch schon dieses hehre Ansinnen, es aber nie in die Tat umsetzen können.

Die Treffen drehen sich natürlich rund um’s Kochen. Eine Woche vorher werden Rezeptideen ausgetauscht und Speisefolgen festgelegt. Manchmal stehen wir den ganzen Tag in der Küche, manchmal können wir an uns halten und den Ausflug auf ein Gericht reduzieren. Schweren Herzens.

Für unsere lieben Ehegatten ist ein solcher Tag dann meist anstrengend – können sie beide unsere Begeisterung für’s Kochen nur rudimentär nachvollziehen. Auf der anderen Seite sind sie froh, wenn jeden Tag Köstlichkeiten auf den Tisch kommen – eine Symbiose eben.

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

Natürlich läuft alles nach Plan: In der Küche herrscht Aufgabenteilung, die perfekt vom gereichten Kochwein unterstützt wird. Ebenso das schnelle, zielstrebige Arbeiten, welches auch nicht durch ausschweifende Gespräche über Zutaten, Zubereitungsarten oder die Foodblogger-Szene abgelenkt wird. Keinesfalls. Steht das Essen hübsch angerichtet auf dem Tisch gilt das Credo: „Nicht anfassen bevor wir fotografiert haben.“ Na, unsere Ehegatten kennen das schon und sind auf den Foto-zück-Reflex eingestellt.

Also ratterten die Kameras aus allen möglichen Perspektiven und lichteten das hervorragende Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig ab. Das Fleisch war zartrosa auf den Punkt gebraten und hatte durch die Honigglasur einen tollen Geschmack. Das Arbeiten mit einer einzelnen Filoteigplatte erfordert Geduld und etwas Fingerspitzengefühl, da die Burschen schnell reißen, gerade wenn man mit Flüssigkeit arbeitet.

Für mich gehört das Gericht zu den besten, die ich dieses Jahr zubereitet habe. Ich freue mich schon auf das Frühjahr, wenn Juliane und ich unsere Kochsession wiederholen. Und dann werden wir auch sicher wieder ein Gericht mehr kochen (und unsere Liebsten solange eben in die Stadt zum Kaffeetrinken schicken).

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

REZEPT

Zutaten für das Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig mit Kartoffel-Süßkartoffel-Püree (für 4 Personen):

Für das Rinderfilet mit Honigglasur:

  • 4 Rinderfiletmedaillons à ca. 150 g
  • 4 Blätter Filoteig
  • 3 Schalotten
  • 8 EL Butter
  • 2 EL Akazienhonig
  • 100 ml trockener Rotwein
  • 1 Zweig Thymian
  • 3 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Sahne

Für das Kartoffel-Süßkartoffel-Püree:

  • 800g Süßkartoffeln
  • 1kg Kartoffeln (mehlig kochend)
  • ca. 125ml Milch
  • Salz

Für den Salat:

  • 1kg Feldsalat
  • 1 Schalotte
  • 1 TL Honig-Senf
  • 2 EL Johannisbeer-Himbeer-Saft
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 4 EL Olivenöl

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

Zubereitung:

1 Die Schalotten (für Glasur und Feldsalat) schälen und hacken. Die Süßkartoffeln und die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Den Feldsalat waschen und abtropfen lassen. Die Rinderfilets aus dem Kühlschrank nehmen, waschen, trockentupfen und ggf. in vier gleich große Medaillons schneiden. Das Eigelb mit der Sahne verquirlen.

2 Die Kartoffeln in einem Schnellkochtopf garen, bis sie weich sind (das dauert ca. 16-20 Minuten).

3 Für die Honigglasur 2EL Butter in einer Pfanne schmelzen, dann die Schalotten glasig dünsten. Honig und Thymian zugeben und rühren, bis der Honig zerlaufen ist. Danach mit dem Rotwein ablöschen und einkochen lassen, Aceto Balsamico di Modena zugeben und 5 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Den Backofen auf 200°C vorheizen.

5 Die Rinderfilets in einer Pfanne mit etwas Butter kurz von allen Seiten anbraten. Gleichzeitig 4EL Butter in einem kleinen Topf schmelzen.

6 Nun können die Filoteigpäckchen vorbereitet werden. Dafür immer nur eine Filoteigplatte auf die Arbeitsplatte legen, da der Teig sehr schnell trocken wird und bricht. Die Teigplatte mit der geschmolzenen Butter bepinseln. In die Mitte ein Rinderfilet setzen. Auf das Rinderfilet Honigglasur und Zwiebeln geben. Um das Rinderfilet herum den Filoteig bis an den Rand mit dem Eigelb-Sahne-Gemisch bepinseln und ein Päckchen formen. Die Päckchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (dafür unbedingt einen Pfannenwender verwenden!). Die Päckchen von außen mit der restlichen Butter bepinseln, so dass sie im Ofen schön bräunen. Im Backofen für 10 Minuten fertig backen.

7 Die Kartoffeln und Süßkartoffeln in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer zu einer homogenen Masse verarbeiten. Etwas Milch erhitzen und unterrühren. Mit Salz abschmecken.

8 Für den Feldsalat die Schalotte mit dem Honig-Senf, dem Johannisbeer-Himbeer-Saft, dem Aceto Balsamico di Modena und etwas Olivenöl vermischen. Feldsalat zugeben.

9 Die Rinderfilets aus dem Ofen holen und alles anrichten.

Quelle: Living at Home

 

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  • Keinesfalls! Ist klar ;) AntwortenAbbrechen

  • Das hast Du sehr schön beschrieben, genau so war´s :-) Ich freu mich schon auf das nächste Mal! Und jetzt hätte ich gerne zum Mittagessen so ein Rinderfilet im Filoteig… seufz.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    JulianeAntwortenAbbrechen

  • Wow. Das sieht hervorragend auch – auch wenn ich, was Rinderfilet angeht, bekennender Purist bin ;) AntwortenAbbrechen

  • Bei Steak und Filet bin ich auch Purist. Mit Pfefferrahmsaucen & Co kann ich dann wenig anfangen. Aber als ich das Rezept bei Juliane im Blog gelesen hatte, wurde es sofort nachgekocht, und bin schwer begeistert. Ich gerate immer noch ins Schwärmen wenn ich an die Honigschalotten denke, und den knusprigen Filoteig. Auch das Püree war ein Traum. Für mich jetzt mein Favorit wenn es um Rinderfilet geht.AntwortenAbbrechen

  • Julia

    Ich würde ja sagen, ihr solltet eure Lieben lieber zum Teetrinken in die Stadt schicken . :-) AntwortenAbbrechen

  • Perfekt, wenn man mit jemand mit der gleichen Leidenschaft in der Küche stehen (und auch ratschen ;-)) kann. Und wenn dabei so etwas rauskommt – ein Traum! Fröhliche und genussreiche Weihnachtstage euch beiden!AntwortenAbbrechen

  • Großartig klingt’s – werde ich nach Weihnachten machen. Danke für das Rezept!!AntwortenAbbrechen

  • Moin,
    gestern gab es das Rinderfilet im Filo-Mantel. Es hat allen Beteiligten sehr gut geschmeckt. Dazu Chateau Béard 2004.
    Die Feldsalat-Menge habe ich stark reduziert (das Dressing – großartig!!!) und die Püreemenge halbiert. Dann kam es wunderbar hin. Danke für das Rezept – gibt es bald wieder!AntwortenAbbrechen

  • Basler Dybli

    Das sieht Klasse aus !
    Eine Verständnissfrage zur Zubereitung: Wird nur die Honigglasur gesalzen und gepfeffert ? Die Filetstücke “natur” angebraten ?
    P.S. Die Feldsalatmenge für 4 Nasen lässt mich Schmunzeln … ;-)
    Schönen Sonntag !AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Basler Dybli: Hach ja, wir sind eben Vielfraße…. ;) – vielleicht hätten’s hier 500g Feldsalat auch getan. Aber wir lieben Salat und essen hier wirklich viel davon.
      Soweit ich mich erinnere, haben wir nur die Glasur gewürzt – was völlig ausgereicht hat. Würde ich tatsächlich auch wieder so machen, weil ich es gerne mag, wenn der Eigengeschmack des Fleisches erhalten bleibt.AntwortenAbbrechen

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