Köfte mit Rettich-Salat

Manche Gerichte findet man überall auf der Welt. Sie tragen unterschiedliche Namen und variieren ein wenig in Zubereitung und Zutaten – grundsätzlich verbirgt sich dahinter aber die gleiche Intention.

Köfte gehören zu dieser Art Gericht. Ihren Ursprung haben die Köfte in der orientalischen Küche und werden traditionell in der Region von Nordafrika über Südosteuropa bis nach Indien gegessen. Köfte bedeutet übersetzt eigentlich nur “Zerstampftes” und ist der Oberbegriff für knapp 300 Rezepte für intensiv gewürzte und gebratene oder gegrillte Hackfleischbällchen oder -fladen.

Die meisten Köfte-Arten – welche meist schlicht nach ihrem Herkunftsort benannt sind – kommen ohne die Zugabe von Brot oder Ei aus. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dürfte wohl die variierende Zugabe von Gewürzen darstellen. Typische Gewürze für Köfte sind Oregano, Kreuzkümmel, aber auch Zimt oder Nelken.

Und so erinnern die diversen Köfte-Zubereitungen manchmal an die schwedischen Köttbullar, manchmal an Cevapcici vom Balkan und manchmal auch an die heimischen Buletten oder Fleischküchle.

Grundsätzlich handelt es sich um astreines Fast Food, was mehr im Kontext des schnell zubereiteten Essens zu sehen ist als im Kontext des vor Zynismus strotzenden Wortspiels fast Food.

Ich habe ein Köfte-Grundrezept mit einem echt bayerischen Rettich-Salat nach Alfons Schuhbeck kombiniert.

Rezept

Zutaten für Köfte auf Rettich-Salat (für 4 Portionen):

Für die Köfte:

  • 600g Lammhack (Rind geht auch)
  • 1-2 Eier
  • ½ Bund Petersilie
  • 4 EL Öl
  • 4 EL Bulgur
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 TL Piment d’Espelette
  • ½ TL geriebener Ingwer
  • Etwas Orangen- und Zitronenschale
  • ½ TL Garam Masala

Für den Rettich-Salat:

  • 400g weißer Rettich
  • 200g Joghurt
  • 1-2 EL Aceto Balsamico Bianco
  • ½ TL Senf
  • Salz, Zucker
  • Schnittlauch
  • Piment d’Espelette

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Die Zwiebeln sehr fein hacken, den Knoblauch mit einer Knoblauchpresse pressen. Die Petersilie fein hacken.

2 Das Lammhack mit den Eiern, der Petersilie, dem Öl, dem Bulgur, dem Knoblauch und den Zwiebeln zu einer homogenen Masse verarbeiten. Anschließend die Masse für ca. 1 Stunde im Kühlschrank kühlen, damit der Bulgur etwas durchweichen kann und die Hackfleischmischung insgesamt fester wird. Wer keine Stunde Zeit hat, kann den Bulgur in wenig Wasser garen.

3 Die Masse mit Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette, Ingwer, Orangen- und Zitronenschale sowie Garam Masala würzen und abschmecken.

4 Nun aus der Masse mit eingeölten Händen (dann bleibt das Hackfleisch nicht kleben) golfballgroße Kugeln formen.

5 Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und die Köfte bei moderater Hitze braten – dabei immer wieder umdrehen. Die Köfte sollten nicht zu dicht in der Pfanne liegen, da sonst der austretende Fleischsaft nicht verdampfen kann.

6 Währenddessen den Rettich-Salat zubereiten. Dafür die Rettiche schälen und mit einem Sparschäler in Streifen schneiden.

7 Für die Vinaigrette Joghurt, Aceto Balsamico Bianco und den Senf verrühren und mit Salz, Zucker und Piment d’Espelette abschmecken. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und zugeben. Mit dem Rettich vermischen und etwas ziehen lassen.

Tipp: Die Köfte kann man auch mit einer erfrischenden Minz-Joghurt- oder wie Falafel in einem Fladenbrot servieren. Zudem eignen sie sich wunderbar als aufgespießte Grill-Variante und zum Füllen von diversem Gemüse wie Auberginen, Zucchini oder Weinblätter.

Quellen: Grundrezept Köfte: Lieferando, Rettich-Salat: Alfons Schuhbecks „Meine Welt der Gewürze“

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