Geschmorte Querrippe mit Kardamom-Karotten und Petersilien-Kartoffelstampf

Irland gehörte für mich bislang nicht wirklich zu den Flecken Erde, die ich mit außerordentlichen Bekanntheit für kulinarische Extraklasse verbunden habe.

Mein Blick galt bei der Beschäftigung mit Länderküchen eher den südlichen oder asiatischen Gefilden. Selten wanderte meine Aufmerksamkeit gen Norden. Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Island, England, Irland, all diese Länder sind eher dunkle Flecken auf meiner kulinarischen Landkarte. Klar, mir war bewusst dass Kopenhagen als Mekka der Kulinarik gilt, dass dort neben dem „Noma“ noch weitere fantastische Restaurants zu finden sind, die die kulinarische Landschaft prägen und inspirieren. Dennoch bin ich bislang nicht auf die Idee gekommen, die nordische Küche genauer unter die Lupe zu nehmen. Als die irische Whiskey-Marke Kilbeggan vor ein paar Wochen mit der Frage auf mich zu kam, mich einmal mit der irischen Küche zu beschäftigen, habe ich gerne angenommen.

Die nordische Küche ist mit Erscheinen des fantastischen Kochbuchs „North“ von Gunnar Karl Gíslason erstmals deutlicher in meinen Fokus gerückt. Ich bin begeistert davon, welche Einblicke in die Küche Islands gegeben wird, welche tollen, erdverbundenen Kreationen gezeigt werden und wie diese durch die ureigenen Produkte der Insel ein Gesicht bekommen. Das Buch ist mehr Kunstband als Kochbuch und deswegen pure Inspiration.

„The Irish Burger“

Neben Whiskey und seine endlosen grünen Wiesen ist Irland bekannt für seine Butter und gutes Rindfleisch. Von der Insel kommen aber auch Lämmer, Meeresfrüchte, Kartoffeln oder Käse: Besonders beliebt ist der „Blue Cheese“, ein Schimmelkäse, der für gerne für einen irischen Burger benutzt wird. Neben diesem guten Käse und bestem „Irish beef“ besteht der Burger noch aus speziellen Buns, die aus „Soda Bread“ hergestellt werden. Soda-Brot besteht im Wesentlichen aus Mehl, Buttermilch und Natron und schwappte im 18. Jahrhundert als Rezept über den großen Teich. Ich erzähle Euch das so ausführlich, weil ich seit meinen Recherchen kaum mehr an etwas anderes als diesen Burger denken kann – „The Irish Burger“ steht seither ganz oben auf meiner Burger-Liste.

Kochen mit Whiskey

Seit ich im Frühjahr ein Whiskey-Tasting besucht und dort gelernt habe, dass mit der Spirituose nicht nur gekocht, sondern diese auch wie Wein oder Bier zu Speisen gereicht und exquisites Food-Pairing betrieben werden kann, experimentiere ich immer wieder mit Whiskey in meiner Küche (wie zum Beispiel bei der Krabben- oder der Rote-Bete-Suppe mit Whisky-Schoko-Cappuchino).

Heute habe ich ein Schmorgericht für Euch, das wunderbar nach Irland passt: Langsam geschmorte Querrippe vom irischen Weiderind, das in einen Sud aus Rinderfond, Rotwein, Portwein und einen Hauch Whiskey gelegt wurde. Kilbeggan besitzt eine feine Vanillenote, schmeckt ein wenig nach Karamell und nach leichten Malztönen. Diese Mischung eignet sich meinem Gaumen nach hervorragend, um damit zu kochen, besonders um damit zu schmoren.

Die Querrippe wird kurz scharf angebraten und anschließend mit allerlei Gewürzen und der Flüssigkeit etwa 3 Stunden im Backofen geschmort, bis sich das Fleisch fast alleine vom Knochen löst und kein Messer mehr für das Zerteilen benötigt wird. Zum Fleisch und der sämigen, aromatischen Sauce gibt es Kardamom-Karotten und einen Petersilien-Knoblauch-Stampf, den ich Euch besonders ans Herz legen möchte. Dafür wird aus Petersilie, Käse und Knoblauch sowie einem Hauch Olivenöl ein Pesto hergestellt, das anschließend mit frischem Kartoffelstampf vermischt wird. Yummy!

Wer mag Irish Whiskey einmal selbst testen?

Kilbeggan war so freundlich, mir drei Geschenk-Sets (enthält eine Flasche Kilbeggan und ein Tumbler) zur Verlosung zur Verfügung zu stellen. Wenn Ihr den Irish Whiskey probieren wollt, so müsst Ihr dazu lediglich bis Sonntag, den 14.12.2014, 18 Uhr einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen. Die Teilnahme ist nur ab 18 Jahren möglich, die Gewinner werden von mir per E-Mail benachrichtigt, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

kilbeggan-verlosung

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten Zubereitungszeit, ca. 180 Minuten Schmorzeit

Zutaten für die geschmorte Querrippe mit glasierten Karotten, Petersilien-Knoblauch-Stampf (Für 4 Personen):

  • 1,2 kg Querrippe
  • 500 ml Rinderfond
  • 500 ml Rotwein
  • 100 ml Portwein
  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 Orange
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 2 EL Whiskey, z. B. Kilbeggan
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • Etwas Butterschmalz
  • Etwas Zucker
  • Salz

Für die Kardamom-Karotten:

  • 500 g Karotten
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • 1 Sternanis
  • Salz, Pfeffer

Für den Petersilien-Knoblauch-Stampf:

  • 600 g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 100 ml Sahne
  • 30 g Butter
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 50 g Bergkäse
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Zwiebel schälen und fein hacken. In einem Bräter in etwas Butterschmalz glasig dünsten und entnehmen. Die Querrippen ebenfalls in etwas Butterschmalz von allen Seiten kräftig anbraten. Zwiebeln zufügen und mit der Sojasauce ablöschen. Einkochen lassen. Mit Portwein ablöschen, einkochen lassen. Mit einem Drittel des Rotweins ablöschen, einkochen lassen. Mit dem restlichen Rotwein auffüllen, Rinderfond zugeben und aufkochen.

2 Derweil die Orange schälen und in Stücke schneiden. Mit Sternanis und Zimtstange zum Fleisch geben und für etwa drei Stunden in den auf 140°C vorgeheizten Backofen geben.

3 Für den Stampf die Kartoffeln kochen und schälen. Die Sahne und die Butter erhitzen und die Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse in die Sahne-Butter-Mischung pressen. Mit einem Schneebesen verrühren.

4 Die Petersilie grob hacken, den Knoblauch schälen und alles mit dem Olivenöl und dem Käse zu einem Pesto pürieren. Pesto unter den Stampf mischen und mit Salz abschmecken.

5 Die Karotten schälen und in Stifte schneiden. In etwas Butterschmalz mit Sternanis scharf anbraten. Kardamom zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Für etwa 20 Minuten mit in den Backofen stellen.

6 Den Topf aus dem Backofen holen und das Fleisch warm stellen. Die Sauce aufkochen und auf die gewünschte Dicke reduzieren lassen. Wer nicht warten will/kann, kann die Sauce auch mit etwas Mehl binden. Mit Salz, Whiskey und ggf. wenig Zucker abschmecken und alles zusammen servieren.

Mehr Schmorgerichte

[sws_yellow_box box_size=“600″]Werbe-Hinweis: Der Artikel wurde im Auftrag von Kilbeggan geschrieben. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen. Im Artikel wird die Marke Kilbeggan mehrfach genannt.[/sws_yellow_box]