Bevor der Frühling Besitz von Land und Leuten nimmt und die Sinne nach frischen, knackigen Frühlingsgerichten stehen, möchte ich Dir eines der letzten Schmorgerichte der Wintersaison kredenzen: Orientalisches Schmorfleisch, kräftig mit Baharat gewürzt und mit Kichererbsen-Püree serviert.

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Das letzte Rezept im Rahmen meiner fünfteiligen Kooperation mit Zauber der Gewürze widmet sich ganz dem arabischen Klassiker „Baharat“. Baharat bedeutet aus dem Arabischen übersetzt „Gewürze“ und ist eine Gewürzmischung, die ähnlich wie Curry in vielen meist regionalen Variationen von Libanon bis Tunesien existiert und keine feste Rezeptur besitzt.

Die Basis-Gewürze sind jedoch immer gleich und bestehen aus Pfeffer, Paprika, Koriander, Nelken, Kreuzkümmel, Kardamom, Muskatnuss und Zimt.

Die Gewürzmischungen werden gerne zum Würzen von Fleisch- oder Fischgerichten benutzt, passen wunderbar zu Lamm, Geflügel oder Rind, kommen aber auch für eine arabische Kaffee-Spezialität, den gewürzten „Mokka Baharat“ zum Einsatz.

Das besondere an dem Kaffee: Die Gewürze werden zunächst geröstet und dann mit gemahlenem Kaffee und Zucker aufgebrüht – mehrmals. Der Wechsel zwischen erhitzen und erkalten lassen sorgt für mehr Aroma.

Mein heutiges Rezept ist ein klassisches Schmorgericht: Ähnlich wie beim ungarischen Gulasch benutze ich Baharat anstelle Paprikapulver, um dem Fleisch einen charakteristischen Geschmack zu geben. Je mehr Baharat zugegeben wird, desto kräftiger, ja schärfer schmeckt das Gericht am Ende. Deshalb empfehle ich, vor dem Schmoren lieber weniger als zu viel Gewürz zuzugeben und lieber nach dem Schmoren nochmals abzuschmecken, sollte as Schmorfleisch nicht würzig genug sein.

Die Zubereitung ist klassisch: Das Fleisch wird mit Zwiebeln kräftig angebraten, mit Rotwein und Sojasauce abgelöscht und mit Rinderfond aufgegossen. Zusammen mit ein paar frischen Tomaten und der Schmorzeit ergibt sich nach zwei bis drei Stunden eine aromatisch-sämige Sauce.

Als Beilage serviere ich ein Kichererbsen-Püree, was wunderbar mit den orientalischen Aromen harmoniert und auch in der Lage ist, etwaige Schärfe ein wenig zu mildern.

Wenn Du dazu noch nach einer Beilage suchst, so kann ich Dir glasierte Karotten empfehlen: Diese passen durch ihre Süße gut zum würzigen Fleisch und dem leicht sauren, frischen Kichererbsen-Püree.

Baharat erhältst Du direkt im Shop von Zauber der Gewürze.

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Rezept

Dauer: Ca. 2 Stunden

Bezugsquelle: Baharat bei Zauber der Gewürze

Zutaten

Für das Schmorfleisch:

  • 1,2 kg Rindfleisch aus der Wade
  • 800 g Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • Etwas Butter- oder Schweineschmalz
  • 800 ml Rinderfond
  • 300 ml Rotwein
  • 250 g Cherry-Rispentomaten
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL Baharat
  • 2 Sternanis
  • Salz

Für das Kichererbsen-Püree:

  • 600 g Kichererbsen
  • 3 EL Tahini
  • 50 g Butter
  • 100 ml Sahne
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Beides mit den Sternanis in einem großen Schmortopf mit Butter- oder Schweineschmalz langsam anschwitzen, bis diese glasig und braun werden. Gegen Ende der Garzeit die Tomaten zugeben und mitkochen, bis diese aufplatzen. Etwas einkochen lassen. Alles entnehmen.

2 Derweil das Rindfleisch in etwa 2×2 cm große Würfel schneiden und anschließend in etwas Butter- oder Schweineschmalz portionsweise von allen Seiten anbraten. Bei der letzten Portion das gesamte Fleisch in den Schmortopf geben, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten zugeben und mit der Sojasauce, danach mit ca. 1/3 des Rotweins ablöschen. Aufkochen und komplett reduzieren lassen. Vorgang einmal wiederholen, danach den restlichen Rotwein und den Rinderfond angießen. Langsam erhitzen.

3 Währenddessen den Backofen auf 140°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

4 Das Schmorfleisch mit Baharat würzen. Etwa 2 bis 3 Stunden schmoren und gelegentlich umrühren.

5 Für das Kichererbsen-Püree die Kichererbsen mit Tahini, geschmolzener Butter, Sahne und etwas Salz mit einem Stabmixer pürieren. Erwärmen und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

6 Das Schmorfleisch aus dem Ofen nehmen und abschmecken, ggf. die Sauce binden. Sollte die Sauce nicht scharf genug sein, etwas Baharat nachgeben. Mit dem Kichererbsen-Püree servieren.

Tipp: Dazu passen glasierte Karotten.

Werbehinweis

Dieses Rezept entstand als Auftragsarbeit für „Zauber der Gewürze“. Im Artikel werden die Marke erwähnt und der Shop sowie die Webseite verlinkt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.