Koriander-Melonen-Granité

Koriander-Melonen-Granité

Sorry Leute, ich habe heute kein Foto für Euch. Aber nicht, weil Ihr schlecht in High Heels gelaufen wärt, eine miserable Competition abgeliefert oder rumgezickt habt, sondern weil es schlecht gelaufen ist. Und zwar für mich. Einfach so.

Nehmen wir mal an, ich hätte einen famosen Geistesblitz gehabt, wäre in die Küche marschiert, hätte mich ans Werk gemacht und in mühevoller Kleinarbeit ein leckeres Koriander-Melonen-Granité gezaubert. Dann nehmen wir noch an, dass es mich schon beim Probieren der Reste total aus den Latschen gehievt hätte – einfach so. Einfach so deshalb, weil gestern internationaler „Einfach so“-Tag war. Es gibt ja mittlerweile für alles einen Tag – warum also nicht auch einen „Einfach so“-Tag?

Jedenfalls müssen wir weiter annehmen, dass ich nicht nur ob des Geschmacks von den Socken und voller Vorfreude war, sondern dass ich es auch noch geschafft hätte, das Granité famos anzurichten: Ich gehe also davon aus, dass in einem Weinglas – halb gefüllt – eine zarte Masse von Melone, Honigsirup und frischem Koriander gewartet hätte, hübsch dekoriert mit dem schönsten Korianderblatt, das ich wahrscheinlich je gesehen hätte.

Das Glas wäre perfekt illuminiert in der untergehenden Abendsonne gestanden, welche natürlich ein warmes, wohliges Licht auf die Köstlichkeit geworfen und den rot-grün Kontrast perfekt betont hätte. Die Vögel in den Bäumen rund um den Wöhrder See wären in Demut verstummt und hätten auf den magischen Klick gewartet, der die perfekte Szenerie für ewig auf digitaler Mattscheibe festgehalten hätte. Hätte. Wäre. Wenn.

Es gab nur ein Problem: Keine Spiegelreflexkamera weit und breit. Panik. Kalter Schweiß. Ein Blick auf das Granité und ich wusste, dass ich nur wenig Zeit haben würde, bis es geschmolzen war. Ein wenig Wasser stand bereits unschön am Boden des Glases. Panik². Such. Schnüffel. Räum. Nichts.

Ein schrecklicher Verdacht stach scharf durch meinen Kopf: Mein Frauchen. ♥. Weg. Zu Besuch bei Freunden in Unterfranken. Wahrscheinlich mit Kamera. Sehr sicher mit Kamera. *gnulp*

Aus purer Verzweiflung griff ich zu Fineliner und Stift – verschrieb mich ein paar Mal und zeichnete um mein Leben. Einfach so.

Rezept

Zutaten für das Koriander-Melonen-Granité (für 4-6 Portionen):

  • ½ Wassermelone, nicht zu groß
  • 100ml Wasser
  • 2 EL Honig
  • 2 Bund Koriander, mit Wurzel

Zubereitung:

1 Die Melone schälen, grob schneiden, die Kerne entfernen und im Mixer zerkleinern. Die Melone darf ruhig noch etwas stückig sein.

2 Das Wasser erhitzen, den Honig darin auflösen und abkühlen lassen. Mit der Melone vermischen und im Gefrierfach 30 Minuten anfrieren, dann umrühren. Vorgang mindestens 3 Male wiederholen – eben solange, bis die Mischung die richtige Konsistenz hat.

3 Koriander hacken und unter das leicht angetaute Granité mischen.

4 Fotografieren oder zeichnen.

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  • Ist doch ne coole Zeichnung, der Leser darf seiner Phantasie freien Lauf lassen, somit hat doch jeder sogar sein eigenes Foto im Kopf.
    Nur bei der Zubereitung von größeren Gerichten ist ein Foto eventuell die einfacherer Lösung.AntwortenAbbrechen

  • Hut ab vor dieser Zeichnung, einfach Klasse!
    Rezept klingt super. Danke dafür! AlexAntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @restauro: Danke, das freut mich! Ich will generell schon bei meinen Fotos bleiben, aber da die Zeichnung so gut angekommen ist, werde ich wohl hin und wieder zur Tuschefeder greifen…

    @Alex: Sehr gerne, hat mal wieder Spaß gemacht!AntwortenAbbrechen

  • Cool! Also deine Liebe darf noch viel mehr mit der Kamera ausser Haus ;-) ich finde die Zeichnung genial! Auch wenn deine Bilder es auch sind, oder doch ein Kompromiss und weil so Bescheiden, beides zusammen!
    Grüessli
    IreneAntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Irene: Danke :) Ich glaub’ ich werd wirklich öfter mal zur Feder greifen….AntwortenAbbrechen

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