Zwetschgen-Chutney

Zwetschgen-Chutney

Zwetschgenernte bei meinen Schwiegereltern! Ungespritztes, frisches Obst aus dem eigenen Garten – der besten Einkaufsquelle überhaupt, wie auch schon Juliane und Zorra in Artikeln bemerkt haben. Wohl dem, der einen Garten und den zugehörigen grünen Daumen hat. Da ich bei der Verteilung der grünen Daumen wohl gerade Fußball gucken war und momentan auch keinen eigenen Garten habe, bleibt mir nur das gelegentliche Plündern der elterlichen Bestände. Oder eben der Gang zu meinen verlässlichen Händlern aus der Region. Anyways.

Ich habe von der Ernte ein gutes Kilo mit nach Hause genommen, ein paar Zwetschgen so schnabuliert und den Rest zu einem Zwetschgen-Chutney verarbeitet. Ich liebe Chutneys und ich hatte auch kein einziges Gläschen mehr im Vorratsschrank.

Chutneys passen hervorragend zu Käse, Currys und kurzgebratenem Fleisch. Oder aber einfach als Brotaufstrich. Sehr flexibel, die Jungs. Das Zwetschgen-Chutney sollte allerdings noch eine gute Woche ziehen, erst dann entfalten die Aromen den vollen Geschmack. Schön eingemacht sind die Gläschen dann auch bis zu drei Monaten haltbar – die sie bei mir aber sowieso nicht überleben. Gerade jetzt, wenn der Herbstnebel den Wöhrder See heraufkriecht ist es sehr angenehm, sich auf das Sofa mit einem leckeren Stück Käse und einem Glas Wein zurückzuziehen. Frisches Chutney dazu, perfekt.

Das Rezept ergibt drei 220ml-Gläschen.

Lust auf mehr Chutney-Rezepte? Dann hier entlang!

Zwetschgen
Gewürze für Zwetschgen-Chutney
REZEPT

Zutaten für das Zwetschgen-Chutney (ergibt etwa drei 125ml Gläser):

  • 1 kg Zwetschgen
  • 30g Ingwer
  • 70g Cranberrys (getrocknet)
  • 100ml Aceto Balsamico Bianco
  • 100g brauner Zucker
  • 1 Chili
  • 1 Zimststange
  • 2 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Currypulver
  • 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Kardamomkapseln, zerstoßen

Zubereitung:

1 Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Danach in grobe Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken.

2 Den braunen Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Mit dem Aceto Balsamico Bianco ablöschen und solange kochen, bis die Flüssigkeit fast eingekocht ist. Dann die Zwetschgen zugeben und im Karamell scharf anbraten. Nun tritt aus den Früchten Flüssigkeit aus. Die übrigen Zutaten (Ingwer, Cranberrys und die Gewürze) zugeben und solange bei recht hoher Temperatur kochen, bis der ausgetretene Saft der Zwetschgen nahezu verkocht ist. Die Hitze stark reduzieren und noch 5 Minuten ziehen lassen, dann sofort luftdicht verschließen.

Tipp: Das Zwetschgen-Chutney sollte eine Woche durchziehen. Das Zwetschgen-Chutney ist in etwa drei Monate haltbar.

Quelle: Living at Home 7/2009, Rezept wurde hier und da modifiziert.

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  • Was beneid ich jeden, der auf solche Quellen zurück greifem kann…Die Zwetschken haben aber auch eine tolle reife Fruchtfleischfarbe!AntwortenAbbrechen

  • Das kriegt meine Schwiegermutter am Wochenende als Mitbringsel. Wenn´s nicht schmeckt sind wir beide dran ;-) Zwetschgen stehn schon im Keller…AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Daniela: Ja, die waren auf den Punkt reif. Schön weich und richtig süß.

      @Alex: Schwiegermütter, aua. Naja, wenn Du das Chutney verbockst lade ich sie zum essen ein. Danach ist alles wieder gut ^^AntwortenAbbrechen

  • Mit zwei Zwiebeln, doppelter Zuckermenge und einer Zitrone lies sich noch was draus machen ;) Waren wohl meine Zwetschgen nicht süß genug…AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    …wozu ich sagen muss, dass ich eher an Süße spare und wenig Zucker verwende. Aber ja, meine Zwetschgen waren sehr, sehr süß. War Schwiegermama sauer? Und: Muss ich mich beim Bloggertreffen auf Haue einstellen?AntwortenAbbrechen

  • [...] habe heute das Zwiebel-Chutney vorberietet, nachdem es vor einigen Tagen schon das Zwetschgen-Chutney gab (mit dem sich der Herr Hansen wohl nicht bei seiner Schwiegermama mit Ruhm bekleckern konnte). [...]AntwortenAbbrechen

  • Alles cool, ich hab´s gerettet – ein Glück kann ich kochen ;) Ich hab auch nix gegen sauer (außer bei der Schwiegermutter) aber meine Version vom Chutney war richtig bitter. Aber das kriegt man mit Zitronensaft und Zucker in den Griff. Und um es noch ein bisschen in Richtung klassischeren Chutney-Geschmack zu drehen hab ich zwei dicke Zwiebeln angeschwitzt und noch kurz mitgekocht vor´m Abfüllen und schon war´s nach meinem Geschmack. Das ist halt das Kreuz mit Rezepten – fällt die Hauptzutat so unterschiedlich aus, bringt dir die beste Anleitung nix mehr…AntwortenAbbrechen

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