Kirschen-Chutney

Das kommt davon, wenn man Rezepte nicht sofort schreibt oder zumindest ausreichend dokumentiert: Man zerrt ein solches von der Halde der „Ich-habe-den-richtigen-saisonalen-Zeitpunkt-zur-Veröffentlichung-verpasst-Rezepte“, entstaubt die geschossenen Bilder, wundert sich über die Rückschrittlichkeit der Bildqualität – obwohl das Foto erst ein Jahr alt ist – und hat vergessen, wo die Quelle für das Rezept zu finden ist.

„Das Haus verliert nichts“ höre ich mich noch sagen und sehe mich nach der mittlerweile umfangreichen Rezept-Heft-Sammlung greifen, um thematisch passende Ausgaben zu durchforsten. „Doofes Print-Zeug, wird Zeit, dass ich alles auf die digitale Welt umstelle“, denke ich. Da würde mir ein elegantes STRG+F weiterhelfen und viel Zeit sparen. Dimension: Alles. Keyword: Kirschen-Chutney. Und ab dafür.

Der menschliche Suchalgorithmus braucht hier ungleich länger. Nach einer entspannten Stunde ungeduldiger Suche habe ich nicht nur besagtes Rezept gefunden, sondern auch wieder einen knurrenden Magen. So viele Rezepte. So wenige Kochgelegenheiten. *sigh*

Long Story Short: Hier kommt ein sehr feines Kirschen-Chutney-Rezept, das nun ein geschlagenes Jahr auf der Halde verbracht und heute seinen großen Tag hat. Das Chutney ist recht pflegeleicht, sehr umgänglich und zeigt sich in der Öffentlichkeit gerne mit Stücken fettreichen Fleisches direkt vom Grill. Hau rein, Junge.

REZEPT

Zutaten für das Kirschen-Chutney:

  • 400g Kirschen
  • 1 Fenchelknolle
  • 1 Zwiebel
  • 1 Sternanis
  • ½ TL Fenchelsamen
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 250ml Rotwein
  • Etwas brauner Zucker
  • Etwas Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Kirschen waschen und entsteinen, halbieren. Die Fenchelsamen und den Sternanis in einem Mörser leicht andrücken. Die Zwiebel und den Fenchel fein hacken.

2 Zwiebeln und den Fenchel glasig andünsten. Sternanis und Fenchelsamen zugeben und vermischen. Kirschen und Essig zugeben, kurz aufkochen.

3 Mit Rotwein ablöschen, etwas Zucker zugeben und einkochen lassen, bis die Masse eine Chutney-artige Konsistenz erreicht hat. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle: Jamie-Magazin, Juli/August 2011

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