Es gibt Zutaten, die passen so mannigfaltig zu vielen verschiedenen Gerichten, dass es fast schon etwas Magisches hat.

Das Röstzwiebelöl lernte ich während meines Praktikums im Restaurant Sosein kennen, dort schmeckte Felix Schneider einen Saft damit ab, was dem Getränk eine tolle Tiefe verlieh.

Seit meinem Besuch im Sosein habe ich den Nutzen von Würzölen für mich entdeckt, es war, als ob sich eine neue Welt der Geschmackskombinatorik für mich öffnete. Das diese weit größer als die bis dato durch Knoblauch-, Chili- und Rosmarinöl abgegrenzte Welt ist, war eine wahrlich süße Erkenntnis.

So freue ich mich schon jetzt auf die Rauchöle, die Fischöle und besondere Gewürzöle aus selbstgesammelten Zutaten.

Das Röstzwiebelöl passt hervorragend zu allen Gerichten mit einer gesunden Zwiebelkomponente oder einer hohen Passung zu Zwiebeln, wie Kartoffeln, Äpfeln oder Käse, gern auch in Kombination. Alpine Köstlichkeiten wie Kässpatzen werden durch ein paar Tropfen genauso im Geschmack gehoben wie schwäbische Maultaschen. Es passt aber auch zu Fisch (hat jemand Skrei gesagt?), Fleisch oder diversen Kohlgerichten (Wirsing!).

Rezept

Dauer: ca. 45 Minuten

Zutaten für etwa 600 ml Röstzwiebelöl:

500 ml gutes Rapsöl
5 Zwiebeln

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden.

2 Das Rapsöl in einer Pfanne erwärmen, auf keinen Fall zu heiß werden lassen! Die Zwiebeln in das Öl geben und langsam garen, bis sie knusprig und goldbraun sind. Das dauert gut und gerne 30 Minuten, wichtig ist, den Vorgang bei moderater Hitze durchzuführen! Währenddessen immer wieder umrühren.

3 Öl und Zwiebeln etwas abkühlen lassen und dann im Thermomix (oder einem starken Mixer/Stabmixer) fein auf höchster Stufe pürieren.

Inspiration: Restaurant Sosein, Heroldsberg