Die letzten Sonnenstrahlen wärmen dieser Tage die herbstliche Welt und bescheren und eine angenehme Verlängerung des goldenen Oktobers. Dazu gibt’s heute ein kühles Glas Rosé und den Auftakt zur „Rosé Dinner Party“.

Anzeige. Der Artikel beinhaltet Werbung. (Was bedeutet das?)

Sieben Blogs, sieben Tage, ein Thema: Food-Pairing mit Rosé. Spätestens seit meinem Besuch im französischen Beaujolais weiß ich einen kühlen Rosé an warmen Tagen zu schätzen. Auch im Nürnberger Zwei-Sterne-Restaurant „Essigbrätlein“ wird Rosé zu den fantastischen Gängen serviert, was ich als weiteres Signal dafür werte, dass der leicht blasse Wein den Kinderschuhen entwachsen und ein ernstzunehmender Bestandteil großer Winzerkunst geworden ist, die wunderbar in den Herbst passt.

Logo-RDP-CdeProvence-graurosaBis nächsten Sonntag werden nun auf sieben verschiedenen Blogs sieben Gerichte serviert, die wunderbar zu einem kühlen Glas Rosé und einem ausklingenden Herbsttag passen. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich den Auftakt zu einer Woche „Rosé Dinner Party“ geben darf. Ein Dinner startet am besten mit einem gemütlichen Appetizer, der die Stimmung auflockert, Vorfreude generiert und dafür sorgt, dass die Gäste neugierig auf das sind, was sie kulinarisch noch erwartet.

So habe ich mich für eine herbstliche Vorspeise entschieden, die nicht belastet und noch genügend Platz im Magen lässt, um die kommenden sechs Gänge genießen zu können. Wenn ich an Rosé denke, denke ich in zweiter Instanz an Fisch. Wenn ich an Fisch denke, denke ich meist an Sushi, gerade wenn es sich um eine Vorspeise handeln soll. Ich finde Lachs geschmacklich einen unglaublich ausgewogenen Fisch, der mit am besten roh schmeckt und sich mit vielen Geschmacksrichtungen kombinieren lässt. Pfeffer und Ingwer passen zum Fisch, das habe ich in vielen Sashimi-Varianten ausführlich getestet. Zudem eignet sich Lachs gut für Sushi-Anfänger, weil er die Probanden nicht überfordert, ein angenemes Mundgefühl hervorruft und überhaupt nicht fischig schmeckt.

Sashimi vom Lachs mit Pfefferbrot, Kürbis-Carpaccio und Rosé-Sabayon

Das angenehme, weiche Mundgefühl durch den Lachs wird ergänzt mit knusprigeren Texturen: Das Kürbis-Carpaccio hat nach einigen Minuten im Ofen noch genügend Biss, und das geröstete Pfeffer-Brot sorgt für den finalen Crunch. Das Kürbis-Carpaccio ist eine Inspiration von Arthurs Tochter, die es zusammen mit Speckeis als Zwischengang bei ihrem legendären Supperclub servierte. Ich habe die Rezeptur für dieses Gericht etwas verändert und mich auf die Zugabe von grünem Pfeffer und etwas fein gehacktem Ingwer konzentriert.

Abgerundet wird die Vorspeise durch eine Rosé-Sabayon, für die Rosé mit etwas Fischfond und Eigelb schaumig geschlagen und anschließend mit Zitronensaft, Salz und etwas Pfeffer abgeschmeckt wird. Ich habe relativ wenig Rosé benutzt, um mit dem Weingeschmack die feinen Aromen des Lachses nicht zu überstrahlen.

Gewinnspiel: Drei Weinpakete zu gewinnen!

Zum Gericht gab es einen gekühlten (8°) Rosé aus der Provence (Château Minuty M Rosé, 2013) der mit seinem fruchtigen Aroma und einer für mich gut passenden Säure ein ausgewogener Begleiter ist. Wer diesen Rosé und zwei andere Weine aus der Provence selbst probieren möchte, der möge einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen – ich verlose unter allen Kommentatoren drei Weinpakete à 3 Flaschen. Der Einsendeschluss für Eure Kommentare ist Sonntag, 09.11.2014, 18 Uhr. Viel Glück!

Nun darf ich an meine liebe Blogger-Kollegin Mirja übergeben, die als Küchenchaotin seit einigen Jahren die Food-Blogger-Landschaft mit tollen vegetarischen Gerichten bereichert und morgen ihr Gericht im Rahmen der „Rosé Dinner Party“ vorstellen wird.

Sashimi vom Lachs mit Pfefferbrot, Kürbis-Carpaccio und Rosé-Sabayon

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für das Sashimi vom Lachs mit Kürbis-Carpaccio, Pfefferbrot und Rosé-Sabayon (Für 4 Personen als Vorspeise):

Für den Lachs und den Kürbis:

  • 250 g Lachsfilet ohne Haut, Sushi-Qualität
  • 1 Ciabatta-Brötchen
  • 1/4 Hokkaido-Kürbis
  • Olivenöl
  • 1 TL grüner Pfeffer
  • 1/2 TL Rosa Beeren
  • 1 cm frischer Ingwer
  • Salz

Für die Sabayon:

  • 2 Eigelb
  • 1/2 TL Zucker
  • 20 ml Fischfond
  • 20 ml Rosé
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für das Kürbis-Carpaccio den geviertelten Kürbis von allen Kernen befreien. Anschließend das Fruchtfleisch mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Den grünen Pfeffer in einem Mörser grob zerstoßen. Den Ingwer schälen und fein hacken.

2 Die Kürbisstreifen in eine ofenfeste Form geben und mit der Hälfte des grünen Pfeffers, dem Ingwer, etwas Salz und etwa 1 EL Olivenöl vermischen. Bei 140°C etwa 15 Minuten im Ofen garen. Der Kürbis sollte noch Biss haben.

3 Das Lachsfilet in Würfel schneiden und wieder in den Kühlschrank stellen.

4 Das Ciabatta-Brötchen in hauchdünne Scheiben schneiden und mit ganz wenig Olivenöl bepinseln. In grünem Pfeffer wenden und etwa 10 Minuten mit im Ofen kross backen.

5 Jetzt kommt der anstrengende Teil. Eigelb, Zucker, Fischfond (Alternativ: Hühnerfond) und Rosé in eine (Metall-)Schüssel geben. Die Masse dann auf einem Wasserbad (Achtung: Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren oder zu nahe kommen, da die Eier sonst gerinnen!) aufschlagen, bis die Sabayon dick wird. Fertig ist die Sauce, wenn sich beim Herausziehen des Schneebesens kleine Sabayon-Türmchen bilden. Dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Wer es sich einfacher machen möchte, verwendet ein Handrührgerät.

6 Die Lachswürfel in den grünen Pfeffer tauchen. Die Kürbis-Streifen aufrollen. Lachs, Kürbis und Pfeffer-Brote anrichten, mit Sabayon beträufeln und rosa Beeren auf dem Teller verteilen. Wer mag kann den Teller noch mit etwas Dill oder Zitronenthymian garnieren.

Werbe-Hinweis: Die „Rosé Dinner Party“ ist eine Kooperation mit SOPEXA und dem Verband der Provence-Weine. Im Artikel wird ein Rosé aus der Provence namentlich genannt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.