Pasta mit Möhren-Sugo und Petersilien-Haselnuss-Pesto

Nachdem ich wirklich lange keine Pasta mehr auf dem Blog hatte, wird es wieder Zeit für ein schnelles, einfaches Gericht. Es sind nur wenige Zutaten notwendig, um zum Ergebnis zu kommen – und ein wenig Pesto für den Vorratsschrank könnte auch noch dabei abfallen.

War das ein Wochenende! Ich hatte am Samstag Gäste zum Mittagessen und konnte mich wieder einmal richtig austoben – die Folge waren sechs Gänge mit einer Vorbereitungs- und Zubereitungszeit von etwa 8 Stunden. Es gab selbst gemachte Focaccia mit Estragon-Hummus und Ziegenkäsepops als Amuse, die bewährte Rotkohlgazpacho mit Senfeis als Entrée, eine “Ceviche” vom Grill als Vorspeise, Lammkarree und Spargel sous-vide mit Schnittlauchvinaigrette als Zwischengang, einen Sauerbraten vom Reh mit Pfefferkirschen, Spitzkohlgemüse und Rahmpolenta als Hauptgang und als krönenden Abschluss eine Rhabarber-Tarte-Tatin mit Crema Catalana, Basilikum-Eis und Milch-Crumble. Hier kommen ein paar Impressionen als Vorgeschmack:

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Die Rezepte werden natürlich in den nächsten Tagen sukzessive auf dem Blog veröffentlicht. Am besten geschmeckt haben mir der sous-vide gegarte Spargel mit der Schnittlauchvinaigrette, die Pfefferkirschen zusammen mit dem Reh und die Gesamtkomposition des Desserts. Am Sonntag gab’s nach einem ausgelassenen Abendessen Burger – einmal eine Neuauflage des “The Gaucho”, und zum Zweiten eine neue Kreation: Einen Burger mit Ziegenkäse, Rindfleisch-Patty, Zwiebel-Chutney, Mostrich und den altbewährten Brioche Burger Buns. Auch hier möchte ich Euch eine Vorschau nicht vorenthalten:

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Bei all diesen kulinarischen Genüssen fällt es schwer, den Bogen zurück zu dieser schnellen, einfachen Pasta zu spannen: Das Möhren-Sugo ist wahrlich schnell zubereitet, benötigt sehr wenige Zutaten und noch weniger Zeit. Das Petersilien-Haselnuss-Pesto gibt dem Gericht eine nussige, leicht bittere Note und spielt damit einen angenehmen Gegenpart zu den süßen Möhren.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

haselnuss-petersilien-pesto

Rezept

Zutaten für die Pasta mit Möhren-Sugo und Petersilien-Haselnuss-Pesto (Für 2-3 Personen):

  • 400 g Spaghetti
  • 5-6 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer

Für das Petersilien-Haselnuss-Pesto:

  • 1 Bund Petersilie
  • 50 g Haselnüsse
  • Etwas Rapsöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Parmesan
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Möhren putzen und schälen, in dünne Ringe schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Mit etwas Wasser etwa 15 Minuten in einem Schnellkochtopf (oder etwa 45 Minuten in einem normalen Topf) kochen, bis die Möhren weich sind. Mit einem Pürierstab pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen.

3 Die Haselnüsse trocken rösten. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Den Parmesan reiben. Petersilie, Haselnüsse, Rapsöl, Knoblauch und Parmesan mit einem Pürierstab zu einer homogenen Paste verarbeiten. Mit Salz abschmecken.

4 Nudeln mit Möhren-Sugo vermischen, etwas Pesto darüber verteilen.

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  • alter schwede …

    da fällt mir ein, dass bei der Rotkohl Gazpacho im “Heston at Home” seit eh und je ein kleiner Zettel klebt. Muss ich wohl endlich mal machen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Jens, die Suppe lohnt sich wirklich! Ich finde es jedesmal ein unglaubliches Geschmackserlebnis…AntwortenAbbrechen

  • Hallo, das sind ja super Rezepte und tolle Gerichte. Vielen Dank dafür… Gleich ausgedruckt zum Ausprobieren über die kommenden Feiertage. Viele Grüße Delius LindenbergAntwortenAbbrechen

Geräucherter Zander von der Planke mit Frühlings-Couscous-Salat

Wer gerne am Grill steht kommt früher oder später an den Punkt, räuchern zu wollen. Ich war an diesem Punkt eher früher als später und habe nun erste Erfahrungen mit dem Garen auf der Planke gesammelt.

Ein wenig Nervenkitzel muss schon sein. Es gibt ja dieses Credo, man möge für Gäste nur Gerichte kochen, die man schon mindestens einmal erfolgreich umgesetzt hat. Aber wo bleibt da der Spaß? Die Spannung? Das Spiel? No Risk no Fun – ich halte wenig von diesem Grundsatz. Natürlich geht dabei auch einmal etwas schief, dann sind Einfallsreichtum, spontane Kreativität und Improvisationskönnen gefragt. Das mag ich. Diese Herausforderung nehme ich gerne an.

Drei hungrige Gästemäuler warteten auf meinen ersten Fisch von der Planke, während ich hoffte, kulinarisch nicht über eben diese gehen zu müssen. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Ein Stück unbehandeltes Holz – in meinem Fall Zedernholz – wird über Nacht gewässert. Im Optimalfall sind es 12 Stunden, die das Holz im Wasser verbringen darf, so dass es schön durchweicht. Das ist wichtig, denn das Holz wird schließlich direkter Hitze ausgesetzt. Wässert man die Planke zu kurz, so steigt die Gefahr, dass sich das Holz entzündet – und das wollen wir nicht. Wir möchten nur den guten Rauch – keinesfalls Flammen, die um den Zander züngeln.

Der Fisch wird nun auf die Planke und die Planke auf den Rost gelegt. Ich habe mit 180°C direkter Hitze gearbeitet, was nach etwa fünf Minuten zu einer schönen Rauchentwicklung führt. Das Holz sorgt nicht nur für den Rauch, sondern schützt den Fisch auch vor der direkten Hitze. Der Fisch zieht also im Rauch und kann das Aroma des Zedernholzes wunderbar aufnehmen. Bei meinem Besuch eines Grillkurses habe ich gelernt, dass Gargut nur in der Lage ist, bis zu einer Kerntemperatur von 60°C Raucharoma aufzunehmen, weswegen das Räuchern gerade am Anfang des Garprozesses wichtig ist.

Geräucherter Zander von der Planke mit Frühlings-Couscous-Salat

Nach etwa 20 bis 25 Minuten ist der Fisch gar und immer noch wunderbar saftig. Ich habe den Zander mit einem guten grobkörnigen Senf bestrichen. Ich kann Euch hier den Mostrich der Tauberhasen nur wärmstens empfehlen, ich kenne keinen besseren Senf. Dieser wird auf einer alten Steinmühle sanft gemahlen und anschließend mit Verjus und Honig aus dem Taubertal bei Rothenburg ob der Tauber gesäuert und gesüßt. Alle Zutaten stammen aus regionalem Anbau, werden handwerklich hergestellt und bilden zusammen ein geschmacklich fantastisches Produkt ohne Zusatzstoffe, künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe. Schön, dass es noch solche Produkte gibt.

Der Zander braucht abschließend nur etwas Salz, wer mag kann noch Zitronensaft und etwas Pfeffer zugeben. Der Fisch schmeckt angenehm rauchig, ist unglaublich saftig und verbreitet ein sehr angenehmes Mundgefühl. Wer das Thema räuchern sanft beginnen möchte, ist mit dieser Methode gut bedient und bekommt für verhältnismäßig geringen Aufwand ein wunderbares Ergebnis.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Die Zedernholzplanke sollte 12 Stunden wässern, damit sie nicht zu brennen beginnt. Anfänger sollten einen Feuerlöscher griffbereit haben.
  • Mit einer Planke kann man etwa 1-3 Mal räuchern.
  • Die Rauchentwicklung ist ordentlich – wer auf dem Balkon grillt, sollte dies nur tun, wenn die Nachbarn mitspielen. Es ist fair, die Nachbarn vorher zu informieren.
  • Temperatur: 180°C, direkte Hitze. Grillzeit: Etwa 20 bis 30 Minuten, je nach Dicke des Fisches.
  • Den Deckel möglichst die ganze Zeit geschlossen halten, damit der Rauch den Fisch umhüllt.
  • Die Grillmethode funktioniert sowohl auf einem Holzkohle- als auch auf einem Gasgrill – auf einem Elektrogrill habe ich es noch nicht probiert.

Guten Appetit!

Geräucherter Zander von der Planke mit Frühlings-Couscous-Salat

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten Vorbereitung, ca. 25 Minuten Grillzeit; Achtung: Die Zedernholzplanke muss über Nacht gewässert werden!

Benötigtes Zubehör: Zedernholzplanke zum Grillen

Zutaten für den geräucherten Zander von der Planke mit Frühlings-Couscous-Salat (für 4 Personen):

Für den Zander:

  • 800 g Zanderfilet ohne Haut
  • 2 TL grobkörniger Senf, z. B. Mostrich von den Tauberhasen
  • Etwas Dill
  • 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Für den Salat:

  • 300 g Couscous
  • 250 g grüner Spargel
  • 100 g dicke Bohnen (Kerne)
  • 1/2 Bund Radieschen
  • 100 g in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
  • 1/2 Bund Dill
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Senf
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Rapsöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für den Salat Wasser aufkochen. Den Couscous in eine Schüssel füllen und mit Wasser begießen, bis dieses den Couscous bedeckt. Umrühren und etwa 10 Minuten quellen lassen.

2 Die dicken Bohnen etwa fünf Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

3 Den grünen Spargel putzen, die Enden abschneiden und in etwa 1 cm lange Stücke schneiden. In etwas Butterschmalz in einer Pfanne anbraten, auskühlen lassen.

4 Die Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die getrockneten Tomaten, den Dill und die Petersilie hacken.

5 Für die Vinaigrette den Saft der Zitrone auspressen und mit dem Senf, dem Honig, dem Weißweinessig und etwas Salz und Pfeffer vermischen. Zuletzt das Öl in dünnem Strahl zugießen und dabei rühren, bis sich eine Emulsion ergeben hat.

6 Couscous mit dem Spargel, den Bohnen, den Radieschen, den getrockneten Tomaten, den Kräutern und der Vinaigrette vermischen und mit Salz, Pfeffer und ggf. Zitronensaft abschmecken.

7 Für den Fisch die Zedernholzplanke aus dem Wasser nehmen und die Filets darauf legen. Die Filets mit dem Senf bestreichen und leicht salzen. Dill darauf legen.

8 Den Grill auf 180°C vorheizen. Die Planke bei direkter Hitze auf den Rost legen und den Fisch etwa 20 – 25 Minuten im sich entwickelnden Rauch ziehen lassen. Am Ende mit Zitronensaft beträufeln, pfeffern, aufschneiden und mit dem Salat servieren.

Me(e)hr Fisch

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Werbe-Hinweis: In diesem Artikel wird die Webseite der Tauberhasen verlinkt und ein Produkt der Tauberhasen genannt. Dabei handelt es sich um eine Empfehlung. Zwischen HighFoodality und den Tauberhasen bestand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels keine Geschäftsbeziehung.

Kartoffelsuppe mit Bärlauch und geräuchertem Pfeffer

Manche Rezepte entstehen ja durch Zufall. Und durch Ausprobieren und etwas Glück – so wie bei dieser Suppe: Kartoffeln, Radieschen und Bärlauch passen super zusammen – und dann wäre da noch der geräucherte Pfeffer. Aber der Reihe nach.

Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, denn so langsam neigt sich die Bärlauch-Saison dem Ende zu. Dabei kann ich mich wahrlich nicht beschweren, denn in diesem Jahr bin ich wirklich auf meine Kosten gekommen. Die Klassiker-Pasta mit Bärlauch-Spinat-Pesto, Bärlauch-Hummus, Burger mit Bärlauch und Bärlauchcrèmesuppe waren meine Highlights. Oftmals habe ich einfach ein paar Blättchen fein gehackt und mit in den Salat gegeben oder Bärlauch anstelle von Knoblauch in diversen Rezepten oder Schmorgerichten benutzt. Aber wie das jedes Jahr so ist, überwiegt die Vorfreude auf die Spargel-Saison doch deutlich. Nun gibt’s den ersten Tennenloher Spargel zu vernünftigen Preisen, und ich werde diese Woche wohl zum ersten Mal in diesem Jahr zuschlagen.

Wenn ich die Spargelsaison eröffne, dann immer mit dem gleichen (einfachen) Rezept. Ich liebe meinen Spargel schonend gegart aus dem Dampfgarer, dazu ein paar Salzkartoffeln und geschmolzene Butter, dazu einen guten, saftigen Schinken, mit etwas Schnittlauch garniert. Mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein. Dieses Jahr werde ich den Spargel nicht ausschließlich dämpfen, sondern auch einmal sous-vide im Wasserbad zubereiten. Jeder, der gerne sous-vide kocht, hat mir Spargel nachdrücklich empfohlen und prophezeit, dass ich vor geschmacklicher Überwältigung in kniefallende Demut verfallen werde – nunja, die Messlatte hängt also hoch.

Doch bevor ich mich bis in den Juni hinein ausführlich dem Thema Spargel widmen werde, verbrauche ich noch meinen Bärlauch-Vorrat. Die Kartoffelsuppe ist eigentlich ein Reste-Produkt. Ich hatte frischen Kartoffelstampf für ein Fischgericht vom Grill (Wird bald auf dem Blog veröffentlicht) zubereitet, von dem eine ganze Menge übrig blieb. An meinem Stampf gebe ich neben Kartoffeln nur etwas Milch, Salz, Pfeffer und Muskat. Ich habe den Rest also kurzerhand in eine Suppe verwandelt – was nicht gerade die klassische Vorgehensweise ist, aber dennoch sehr gut schmeckt.

Radieschen und Bärlauch machen sich super in einer Kartoffelsuppe und geben dem Gericht eine knackig-frische Frühlingsnote. Und dann wäre da noch der geräucherte Pfeffer von Arthurs Tochter. Astrid schenkte mir vor drei Wochen eine Probierportion, mit der ich nun seit einer Woche experimentiere. Astrid räucherte verschiedene Sorten Pfeffer mit Räuchermehl und füllte den Pfeffer danach sofort luftdicht ab. Wenn man nun das Glasgefäß öffnet, schwebt einem eine unglaublich aromatisch-pfeffrig-rauchige Wolke entgegen – Wahnsinn! Ich habe den Pfeffer nur leicht gedrückt und zuletzt über die warme Suppe gegeben. Das sorgt für einen angenehmen Geschmack und dennoch für eine rauchige Note. Lecker! Natürlich eignet sich als Zugabe auch jeder nicht geräucherte Pfeffer.

 Tipps für die Zubereitung einer Kartoffelsuppe:

  1. Ich benutze keinen Pürierstab, um die Kartoffeln zu zerkleinern. Durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit der Messer werden die Kartoffeln schmierig, das mag ich nicht. Ich benutze einen robusten Schneebesen oder nehme eine Kartoffelpresse, um die Kartoffeln zu zerkleinern. Wenn noch Stückchen übrig bleiben, so passiere ich die Suppe gerne durch ein Sieb, um eine feine Konsistenz zu erreichen.
  2. Ich habe den Eindruck, dass Kartoffelsuppen aus Kartoffeln, die am Vortag gekocht und über Nacht offen im Kühlschrank gelagert wurden, aromatischer und intensiver schmecken. Zudem habe ich den Eindruck, dass die Kartoffeln die Suppe besser binden. Physikalisch kann ich’s nicht begründen, ist eben ein Eindruck. Aber vielleicht kann mir hier jemand von Euch auf die Sprünge helfen?
  3. Ich nehme für Kartoffelsuppen am liebsten Fleischbrühe als Grundlage, weil die Suppe meiner Meinung nach eine kräftige Grundlage verträgt. Mit Gemüsebrühe funktioniert’s natürlich auch, finde ich aber geschmacklich nicht so rund. Zudem versuche ich den Geschmack durch die Zugabe von glasig gedünsteten Zwiebeln und Speck zu steigern.
  4. Ich nehme gerne Pfeffer und Muskat, um die Kartoffelsuppe abzuschmecken. Ein wenig Butter sorgt für Glanz und verstärkt den Geschmack. Im Sommer gebe ich gerne etwas gerösteten Rosmarin und Knoblauch dazu.

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten (inkl. Kochzeit für die Kartoffeln)

Zutaten für die Kartoffelsuppe mit Radieschen, Bärlauch und geräuchertem Pfeffer (Für 4 Personen):

  • 1 L Fleischbrühe (Oder Gemüsebrühe)
  • 1,2 kg Kartoffeln, gekocht und geschält
  • 1 Zwiebel
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 2 TL geräucherter Pfeffer (oder normaler schwarzer Pfeffer)
  • 6 Radieschen
  • 250 ml Milch
  • 30 g Butter
  • Salz
  • Etwas Muskat

Zubereitung:

1 Die Zwiebel schälen und fein hacken. In etwas Butterschmalz glasig dünsten. Mit der Fleischbrühe ablöschen, aufkochen und pürieren. 500 ml Wasser zugeben, aufkochen. Die gekochten Kartoffeln zugeben und mit einem robusten Schneebesen zerkleinern. 150 ml Milch und die Butter zugeben und unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

2 Den Bärlauch fein hacken, die Radieschen putzen und in feine Scheiben schneiden. Die restliche Milch erwärmen und aufschäumen. Den geräucherten Pfeffer leicht zerkleinern.

3 Die Suppe in Suppentellern anrichten. Radieschen und Bärlauch darauf verteilen, den Milchschaum darüber geben. Mit dem geräucherten Pfeffer bestreuen.

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  • Ich liebe Kartoffelsuppe!
    Ich koche ja immer mehr Kartoffel-Pürree um am nächsten Tag noch Suppe draus zu machen. Und ja…mit Fleischbrühe. Die ist so schön rund im Mund. Ich brauch sie auch nicht passiert. Gerne mit verschiedenen, der Jahreszeit angepassten Einlagen (Spargel, Pilze, Speck). Ich hobel auch sehr gerne vor dem servieren noch eine Möhre/Karotte mit hinein.
    Für mich ist die Kartoffelsuppe so eine Kindheitserinnerung an meine Grundschule. Da wurde noch richtig frisch gekocht von ein paar Omis aus dem Dorf. Herrlich.AntwortenAbbrechen

Waffeln mit Rhabarber-Kompott

Waffeln gehen immer. Schon als Kind habe ich es geliebt, wenn meine Mutter das Waffeleisen hervorholte und nach und nach ein wohlig-nussiger Geruch Besitz vom Haus ergriff.

Doch bevor ich zum eigentlichen Waffel-Rezept und einem fantastischen Rhabarber-Kompott komme, habe ich noch etwas in eigener Sache vorzubringen. Ich durfte mich und meinen Blog der Zeitschrift „Lust auf Genuss“ in der aktuellen Ausgabe „Das wird ein Grillfest!” (5/2014) ausführlich vorstellen und habe passend zum Hefttitel auch ein leckeres Grillrezept – ein Rinderfilet im Kaffee-Rub mit gegrilltem Kartoffel- und Zwiebelsalat – beigesteuert. Hier ein paar Impressionen:

HighFoodality in der Lust auf Genuss

HighFoodality in der Lust auf Genuss

Vielen Dank an die Redaktion der „Lust auf Genuss“, insbesondere an Maren Steinmann für diesen tollen Beitrag! Ich habe mich sehr gefreut, Teil dieser Ausgabe sein zu dürfen!

Waffeln. Wir waren eigentlich bei Waffeln. Goldbraun müssen sie sein, schön fluffig und nicht zu süß. Ich liebe es, den Waffeln je nach Saison einen besonderen Geschmack mitzugeben und füge im Winter gerne Zimt, im Sommer Abrieb von Limetten- oder Zitronenschalen hinzu. Das Gute an Waffeln: Sie lassen sich mit vielen Dingen kombinieren. Wenn der Teig nicht zu süß ist, passen allerlei Dessert- oder Beerensaucen dazu, oder aber auch ein Limetten-Schmand mit gebeiztem Lachs. Oder eben ein Rhabarber-Kompott.

Rhabarber-Kompott wird oft sehr matschig und flüssig – das passiert, wenn man den Rhabarber zu schnell zu heiß erhitzt und zu lange kocht. Ich mag es, wenn der Rhabarber noch etwas Biss hat und nicht komplett zerfasert. Dafür hat meine Cousine Juliane das ideale Rezept, welches wir vor ein paar Wochen auch gemeinsam zubereiteten. Wir hatten uns wieder einmal zu einem Koch-Wochenende getroffen und diesmal das Thema „Brunch“ auserkoren – wofür neben Baked Beans, gebeiztem Lachs, diversem Rührei, einem süßen Auflauf und allerlei Aufstrichen auch Waffeln mit diversen Zugaben auf dem reichlich gedeckten Tisch standen.

Julianes Rhabarber-Kompott-Rezept arbeitet mit wenig Hitze und geht sanft an die Sache heran. Der Effekt: Der Rhabarber zerfasert nicht völlig, behält genug Biss und ist dennoch weich und sorgt für ein angenehmes Mundgefühl. Juliane beschreibt das Rezept auf ihrem Blog als das “perfekte Rhabarber-Kompott” – und diese Beschreibung trügt keineswegs.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes Osterfest, tolles Wetter und gute Laune! Und wer mag, der kann sich dieser Tage einmal an meinem Rezept für ein Rhabarber-Ingwer-Chutney versuchen – vielleicht zu einem leckeren Schweinenackensteak vom Grill?

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für die Waffeln mit Rhabarberkompott (für 4 Personen):

Für das Rhabarberkompott:

  • 500 g Rhabarber
  • 125 g Zucker
  • 1 EL Zitronenschalenabrieb

Für die Waffeln:

  • 250 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 3 Eier
  • 2 EL Vanillezucker
  • 250 ml Milch
  • 1/2 Pckg. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Evtl. etwas Zitronenabrieb
  • Etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

1 Für das Kompott den Rhabarber waschen und die Enden abschneiden. Rhabarber schälen und in ca. 2cm dicke Stücke schneiden. Danach mit dem Zucker und dem Zitronenschalenabrieb in einen Topf geben und 10 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen.

2 Dann 60ml Wasser zugeben und den Rhabarber bei geschlossenem Deckel etwa 3 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen und mit geschlossenem Deckel 5 Minuten ziehen lassen.

3 Für die Waffeln die Eier aufschlagen und verquirlen. Diese dann mit dem Zucker und der zimmerwarmen Butter glatt verrühren, bis die Masse schaumig und heller geworden ist. Vanillezucker, Mehl und Backpulver zugeben und gut verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Am Schluss die Milch zugeben und rühren, bis der Waffelteig eine glatte Konsistenz hat.

4 Ein Waffeneisen erhitzen und leicht fetten, Waffeln goldbraun ausbacken. Mit Puderzucker bestäuben und mit dem Rhabarberkompott servieren.

Quelle für das Rhabarberkompott: Schöner Tag noch!

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  • Hallo, frohe Ostern!
    Hab den Artikel schon gelesen (die Lust auf Genuss kommt jeden Monat in meinen Briefkasten :))
    Herzlichen Glückwunsch! Ganz, ganz toll!
    LG und ein frohes Osterfest!AntwortenAbbrechen

  • Dein Artikel sieht très chic aus – Kompliment! Und: Fröhliche Ostern!AntwortenAbbrechen

  • Dann sollte ich mir mal schnellstmöglich diese Ausgabe der Lust auf Genuss beschaffen. Glückwunsch! Und für dich und deine Lieben frohe Ostergrüsse aus dem Tessin.AntwortenAbbrechen

  • Hmmm – Rhabarber!
    Ich liebe ihn. Den gab es immer bei meiner Oma. Die anderen Kids verschmähten ihn oft wegen der säuerlichen Note, ich nicht. Muss ich unbedingt mal wieder machen, jetzt beginnt ja die Rhabarberzeit. Danke für die Erinnerung.
    KaiAntwortenAbbrechen

  • Wunderbares Rhabarberkompott! Ich habe gestern eine Menge Waffeln gebacken und bin danach in der Küche auf und ab gelaufen, weil ich nicht wusste, was ich dazu servieren soll, hätte ich das hier mal vorher entdeckt ;) AntwortenAbbrechen

  • Du hättest mich mal hören sollen, am Freitag im ICE Richtung Straßburg, als ich das neue Lust auf Genuss Heft durgeblättert habe: Guck mal – das ist der Uwe!
    Da wusste dann auch der Rest vom Zug Bescheid ;) Ein wirklich schöner Bericht!AntwortenAbbrechen

  • Sieht wie immer absolut Klasse aus das Rezept. Wird auf jeden Fall am Feiertag nachgekocht. Vielen Dank. :) AntwortenAbbrechen

Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein

Gleichmäßig weiß steigt der Rauch aus der Armada an Grills auf, die entlang der begrünten Grenze der überdachten Terrasse der Weber® Grillakademie stehen. Um die Grills herum herrscht geschäftiges Treiben und im nächsten Augenblick interessierte Ruhe wenn die Grillmeister zu fundierten Erklärungen ausholen. Eine Eventreportage in Bildern.

Schon viele Male stand ich wie der Ochs vor’m Berg vor einer scheinbar zu großen Aufgabe. Immer dann, wenn ich mir versuche, neue Dinge zu erschließen, gibt es diesen einen Moment, der darüber entscheidet, ob ein Vorhaben in die Tat umgesetzt oder in die Ablage der schönen Gedanken transportiert wird. Schaffe ich es, dem immensen Gewicht Stand zu halten? Schaffe ich es, die Herausforderung anzunehmen? Bringe ich die Energie auf, zu lernen?

Als ich mich letztes Jahr in das Abenteuer „Grillen“ warf, war das keine schwere Entscheidung. Ich wollte schon lange richtig grillen lernen, wegkommen vom typisch Deutschen Verhalten, Steaks in Briketts zu verwandeln und dazu Baguette und vielleicht einen Kartoffelsalat zu verspeisen. Ich wollte Gerichte auf dem Grill zubereiten, die vollständige Mahlzeiten sind, die ein Konzept verfolgen und in sich stimmig meine Gäste begeistern. Andere Facetten des Grillens aufzeigen. Damals wäre ich sehr dankbar gewesen, hätte ich einen Lehrmeister gehabt, der mir wenigstens die Grundlagen des Grillens erklärt und damit eine steilere Lernkurve ermöglicht. Aber wie so oft habe ich mich der Thematik autodidaktisch gewidmet und den einen oder anderen Fehlschlag billigend in Kauf genommen.

Ein bisschen Wehmut war also dabei, als ich mich vor zwei Wochen zur Weber® Grillakademie nach Ingelheim am Rhein aufmachte. Die dort angebotenen Kurse sind vielfältig und bieten für Anfänger wie für Fortgeschrittene eine Reihe von Themen, die die Teilnehmer auf ein neues Niveau heben und den eigenen Horizont erweitern. Weber® hat es geschafft, über die Jahre ein Netz an Grillakademien in ganz Deutschland und sogar auf Mallorca aufzubauen. Überall in Deutschland finden sich Möglichkeiten, an Kursen teilzunehmen – immer geleitet von ausgewiesenen Spezialisten ihres Fachs.

Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein

Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill? Egal!

Natürlich steckt hinter diesem Service auch eine clevere Marketingstrategie, denn schließlich findet die Ausbildung ausschließlich an Weber®-Grills statt – von Elektro über Gas bis zum klassischen Holzkohlegrill ist alles vertreten und in Gebrauch. Zudem werden für viele Rezepte Zubehörartikel benötigt, die anschaulich in Aktion gezeigt und ausprobiert werden können. Das ist aber total in Ordnung, denn schließlich steckt hier keine Penetranz sondern eine ausgewiesene Exzellenz dahinter: Den Grillmeistern geht es nicht um den Verkauf von Zubehör, sondern um das Vermitteln wertvollen Wissens. In Ingelheim war die Begeisterung der beiden Kursleiter für das Grillen und gute, hochqualitative Produkte in jeder Sekunde anzumerken. Radikal wurde mit Vorurteilen gegenüber Gas- und Elektrogrills aufgeräumt, die physikalische Begründung inklusive. Vehement wurde darauf hingewiesen, dass übermäßiger Konsum noch dazu minderqualitativem Fleisches aus der Theke kontraproduktiv und keinesfalls unterstützenswert ist. Der Anspruch an den eigenen Erziehungsauftrag ging somit weit über die Vermittlung von handwerklichem Grillkönnen hinaus, was ich als sehr lobenswert und respektabel erachtete.

Ich besuchte in Ingelheim den Grillkurs „Basic“, ein Angebot für Anfänger, die ganz frisch sich ihren ersten Grill gekauft haben oder die seit Jahren grillen, aber etwas tiefer in die Materie einsteigen möchten. Gemäß dieser Ausrichtung ist das Ausbildungsprogramm umfassend. Bevor die Teilnehmer an die Grills gelassen werden, ist das Mise en Place an der Reihe. Die Grillmeister erklären die verschiedenen Gerichte, an dem Abend wird es 5 Gerichte vom Grill geben, die nötigen Vorbereitungsschritte und den gesamten Ablauf des Tages. Dann wird zusammen vorbereitet, jeder packt an und bekommt wertvolle Tipps zu allerlei allgemeinen Dingen.

In Ingelheim finden die Kurse der Grillakademie in den Räumen des Kloster Engelthal statt, einem aufwändig restaurierten Anwesen, das von schlichter Eleganz nur so strahlt und jeden Gast sofort mit einer wohligen Athmosphäre umgibt und gefangen nimmt. Neben der Küche mit genug Platz vor 20 Teilnehmer gehören noch ein großer Speisesaal mit Bar und der überdachte Grillbereich zum Areal. Alle Kurse finden immer im Freien statt – ein Umstand, den man besonders im Winter oder den kälteren Monaten Beachtung schenken sollte.

Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein

Schweinebraten vom Grill, Pasta aus dem Wok und Hühnchen auf der Dose

Nach abgeschlossenem Mise en Place geht es endlich zu den Grills, die wie eine Armada auf der Terrasse aufgereiht sind. Weber lässt es sich natürlich nicht nehmen, das komplette Produktportfolio zu zeigen und den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, jeden Grill eingehend zu studieren und auch auszuprobieren. Es kommen alle Grills zum Einsatz, egal ob Holzkohle, Gas oder Elektro – überall dampft und brodelt es. Und tatsächlich: Beim späteren Essen ist auch wirklich niemand in der Lage, geschmacklich festzustellen, von welchem Grill welches Steak oder welcher Braten gekommen ist. Eindrucksvoll werden Vorurteile pulverisiert und die Diskussionen radikal fokussiert. Die Entscheidung für oder gegen ein Modell sollte weniger ideologisch als rational hinsichtlich eigener Präferenz und gegebener Restriktionen getroffen werden. Wer auf seinem Balkon keinen Holzkohlegrill betreiben darf, hat mit den Elektro-Varianten exzellente Ausweichmöglichkeiten. Martialisches Gehabe hin oder her.

Nach gelungener Einführung zu den unterschiedlichen Grilltypen lernen wir, wie man richtig Feuer macht, was die richtige Temperatur für viele Aufgaben ist und wie man den Grill für den Garvorgang ordentlich vorbereitet. Nach und nach werden die Grills mit den unterschiedlichen Gängen bestückt, angefangen mit einfachen Sandwiches, lecker mit Graved Lachs und knackigem Salat belegt, gefolgt von Schweinebraten vom Grill und dem klassischen Hühnchen auf der Bierdose. Während diese Gerichte langsam garen, bereiten wir noch eine Pasta aus dem Wok vom Grill zu und bekommen gezeigt, wie man ein Steak braten sollte, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein

Die 10 besten Tipps des Grillkurses

Auch wenn ich nun schon eine Weile intensiv grille, so konnte ich mir aus dem Basic-Kurs einige Dinge und Tipps mitnehmen, die ich gerne mit Euch teile. Hier kommen meine Top 10:

  1. Die Temperatur in einem Kohlegrill wird über die Menge der Kohle geregelt. Die Grillmeister wissen genau, wie viele Kohlestücke für welche Temperatur in den Anzündkamin gefüllt werden müssen. Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: Ausprobieren und zählen. Bei uns waren es etwa 50 Stücke für 180°C.
  2. Viele Holzkohlegriller haben das Problem, dass die Kohle in einem der beiden Körbe früher ausgeht. Das liegt daran, dass die Kohle aus dem Anzündkamin erst in den einen Korb, der Rest in den anderen Korb geschüttet wird. Die Kohlen ganz unten im Kamin brennen aber schon viel länger und gehen daher auch eher aus. Die Kohlen sollten also wechselseitig verteilt werden.
  3. Auf einem Holzkohlegrill kann die Grillfläche einfach vergrößert werden, indem Gargut nach „unten“ zwischen die beiden Kohlekörbe gestellt wird. Das eignet sich z. B. super für Gratins.
  4. Hitze ist keineswegs immer gut und auch für das perfekte Steak nicht immer hilfreich. Eine gute Temperatur, mit der viel richtig gemacht wird, liegt bei 180°C. Selten heizen die Grillmeister ihre Grills stärker an – Ihr hättet mal deren Meinung zu 800°C-Grills hören sollen: „Außen verbrannt und innen roh…“.
  5. Gasgrills und Elektrogrills eignen sich nicht immer für „echtes“ indirektes Grillen. Dann ist es wichtig, dass der Abstand zwischen Hitzequelle und Gargut vergrößert wird. Dafür kann einfach eine große Aluschale genommen werden, die umgedreht auf den Rost gelegt wird. Auf den Rost kann dann das Grillgut (Natürlich nicht direkt, sondern z. B. auf einem zweiten Rost oder in einer Grillpfanne) gelegt werden. Für spezielle Anforderungen gibt es auch Hitzeschilde, die auf Elektro- und Gasgrills die Zubereitung von Braten über viele Stunden ermöglichen, ohne dass die Unterseite anbrennt.
  6. Gerade für die Zubereitung von Braten eignen sich Grillthermometer, die einem ständig den Überblick über die Kerntemperatur geben. Wichtig ist, dass nicht die perfekte Zieltemperatur (Schweinebraten z. B. 74°C), sondern eine Temperatur ein paar Grad darunter eingestellt wird. Das Fleisch gart nach, und so verhindert man, dass der Braten übergart. Beim Schweinebraten stellt man z. B. 70°C ein.
  7. Wer mit einem Gas- oder Elektrogrill räuchern möchte, der hat dazu rein systemisch nicht immer die Möglichkeit. Eine einfache Methode, um auch mit diesen Grills zu räuchern ist, die Holzspäne in eine kleine Aluschale in der vorderen linken Ecke zu positionieren und bereits beim Aufheizen des Grills mit unter den Deckel zu geben. Erst wenn Rauchentwicklung entsteht, sollte das Gargut zugegeben werden. Die Rauchentwicklung kann auch beschleunigt werden, indem die Holz-Chips mit einem Bunsenbrenner angezündet werden.
  8. Räuchern bringt geschmacklich nur etwas, solange das Fleisch eine Temperatur unter 60°C besitzt. Danach kann das Fleisch den Rauch geschmacklich nicht aufnehmen.
  9. Auf dem Gasgrill ist es einfacher, sogenannte Chunks zum Räuchern zu benutzen. Das sind große Holzstücke, die auch mehrfach benutzt werden können. Diese glimmen besser und eignen sich für den Gasgrill.
  10. Nach dem Grillen sollte man seinen Gasgrill ausbrennen und alle 4-5 Mal die Emaille-Wanne ausbürsten – aber bitte nicht mit Stahl! Bei einem Holzkohlegrill sollte der Rost eingeweicht (Dafür eignen sich super große Untersetzer für Topfpflanzenkübel) und gesäubert werden. Nach dem Entfernen der Kohle sollte hier auch die Emaille-Wanne gesäubert werden.

Der Abend vergeht wie im Flug, im angenehmen Wechsel stehen wir an den Grills und sitzen vor unseren Tellern, trinken einen guten Wein in angenehmer Atmosphäre und lassen uns dabei verschiedene Kniffe von den Grillmeistern erklären.

Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein
Ein Besuch in der Weber® Grillakademie in Ingelheim am Rhein

Fazit eines schönen Abends

Der Basic-Kurs eignet sich also bestens für alle Anfänger, die fundiert in die Materie einsteigen wollen und Profis gezeigt bekommen möchten, wie man professionell grillt. Die zubereiteten Gerichte – Sandwiches vom Grill, Pasta aus dem Grill-Wok, Schweinebraten vom Grill, Roastbeef, Hühnchen auf der Bierdose und als Dessert ein Aprikosen-Auflauf – eignen sich hervorragend für Anfänger und sind auch zuhause am heimischen Grill gelingsicher zuzubereiten.

Wer nun Interesse bekommen hat, der kann sich auf der Webseite der Weber® Grillakademie über das Kursangebot und die vielen Standorte in ganz Deutschland informieren.

Werbe-Hinweis: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit und im Auftrag von Weber® Stephen Deutschland. Im Artikel wird die Weber® Grillakademie verlinkt und das Kursangebot beworben.

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  • Ich habe bisher wenig Ahnung vom Grillen, mir geht es aber wie es dir ging: ich würde gerne komplexere Gerichte auf dem Grill zubereiten können, gerne auch mehr vegetarische Sachen.

    Der Kurs klingt echt interessant, danke für den Tipp!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Gerne! Die Grillakademie hat auch noch andere Kurse, die fortgeschrittener sind!AntwortenAbbrechen

  • Nora

    Schön die Transparenz, dass es sich um ein bezahltes Adverorial handelt. Noch schöner wäre es, wenn dies schon am Anfang der (sehr guten) Artikels und nicht erst “schamhaft” ganz am Ende erwähnt wäre!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Nora, danke für Dein Feedback! Die Transparenz ist mir in solchen Fällen wirklich wichtig! Ich werde also darüber nachdenken, ob ich den Hinweis weiter oben anbringen werde. Frohe Ostern!AntwortenAbbrechen

  • Ich grolle grundsätzlich sehr gerne, bin mir nur bei neuen Ansätzen relativ unsicher ob es etwas wird. Vielleicht sollte ich auch mal einen solchen Kurs besuchen.
    Das ist eine super Idee, Du hast mich in der Tat auf den Geschmack gebracht :-)

    Gruß,
    JensAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Du musst halt gucken, ob der Basic-Kurs etwas für Dich ist oder ob Du lieber einen der anderen Kurse besuchst. Ich habe mir aus dem Basic-Kurs auch einiges mitnehmen können, vieles wusste ich aber schon. Wenn Du also wirklich oft grillst, dann ist ein anderer Kurs vielleicht besser für Dich.AntwortenAbbrechen