Ajvar-Köfte mit Salat von Paprika und Spargel auf Röstbrot

Köfte sind nichts anderes als türkische Fleischpflanzerl, meist scharf mit Chiliflocken (pul biber), Kreuzkümmel und Knoblauch gewürzt. Auf ein paar Spieße gepinnt und langsam über schmatzendem Feuer gegrillt wird daraus schnell ein fantastisches Grillgericht, das einen lauen Sommerabend verschönern kann.

Aber auch wenn gerade kein Grill zur Hand oder das Wetter eher schlecht ist, sind Köfte aus der Pfanne eine leckere Angelegenheit. Die Jungs sind, was die Garmethode anbelangt, beileibe nicht anspruchsvoll. Egal ob kochen, braten, grillen oder frittieren – alles ist möglich. Ebenso sind Köfte ein sehr vielseitiges Gericht, denn „die eine“ Würzmischung gibt es nicht und Varianten sind so zahlreich wie Sterne am Himmel (Oha, ich sollte keine Texte nach der Lektüre eines Fantasy-Romans schreiben…).

Für meine persönliche Rezept-Variante verwende ich gerne Ajvar, eine Gemüsepaste aus Paprika und Auberginen. Die Paprika werden zunächst gehäutet und dann mit etwas Olivenöl solange langsam geschmort, bis ein Mus-artige Konsistenz entsteht. Das Mus wird noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, in moderneren Rezepten werden Auberginen oder Chili-Schoten zugefügt. Die Schärfe des Ajvar kommt eigentlich von den Paprikaschoten selbst – die verwendeten Sorten sind wesentlich würziger als die, die wir typischerweise in unseren Breitengraden in den Supermärkten bekommen.

Ich habe also unter die Hackfleischmasse ein wenig Ajvar gemischt, was dem Fleisch einen süß-scharfen Geschmack und eine schöne rote Farbe gibt. Dazu kommen die Klassiker Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie. Für die nötige Bindung sorgt ein Ei und etwas gehacktes Toastbrot – denn die Köfte sollen ja schließlich nicht vom Spieß rutschen. Für das Formen der Bällchen ist es ungemein nützlich, die Hände immer wieder leicht mit Wasser zu befeuchten. Dadurch lässt sich das Fleisch leichter und runder formen, zudem bleibt weniger Masse an den Händen kleben.

Zu den kleinen Fleischklopsen gibt’s einen Salat von gebratenem Paprika und Spargel, welcher mit einer Vinaigrette aus Zitronensaft, Ajvar, Senf und Öl angemacht ist. Ich habe beides auf einem gerösteten Schwarzbrot serviert, der schnelleren Variante im Vergleich zur händischen Herstellung einer Pita oder eines Fladenbrotes. Unser deutsches Schwarzbrot passt wunderbar zu den orientalischen Aromen.

Da fällt mir ein: Ajvar kann man bestimmt wunderbar selbst herstellen….das wäre doch was für meine Serie „Zutaten selbst gemacht“, oder?

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Benötigtes Equipment: 4 Schaschlik-Spieße

Zutaten für die Ajvar-Köfte mit Salat von Paprika und Spargel (Für 4 Personen):

Für die Ajvar-Köfte:

  • 600 g Rinderhack
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Ei
  • 1 Bund Petersilie
  • 3 EL Ajvar
  • Etwas Kreuzkümmel
  • 2 Scheiben Toastbrot
  • Salz, Pfeffer

Für den Paprika-Spargel-Salat:

  • 3 rote Paprika
  • 500 g grüner Spargel
  • 1 Handvoll Rauke
  • 1 rote Zwiebel
  • 4 Scheiben Schwarzbrot

Für die Vinaigrette:

  • 1 TL Ajvar
  • 1 TL grobkörniger Senf
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 1 EL Zucker
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Für die Köfte die roten Zwiebeln, den Knoblauch und die Petersilie fein hacken. Das Toastbrot fein würfeln. Mit dem Ajvar, dem Rinderhack, dem Ei und etwas Kreuzkümmel vermischen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wem die Mischung noch nicht scharf genug ist, der kann mit Chiliflocken nachhelfen.

2 Aus der Hackfleischmischung 12 Bällchen formen und je drei Bällchen auf einen Spieß stecken. Den Grill auf 180°C vorheizen und direkt von jeder Seite etwa 4 Minuten grillen, danach indirekt noch etwa 10 Minuten ziehen lassen. Alternativ können die Spieße natürlich auch in der Pfanne mit etwas Butterschmalz gebraten werden.

3 In der Zwischenzeit die Paprika waschen, das Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. Den grünen Spargel leicht schälen. Die rote Zwiebel schälen und in breite Ringe schneiden. Spargel, rote Zwiebel und Paprika auf dem Grill kurz garen (oder in der Pfanne). Danach den Spargel in kleine Stücke schneiden. Die Rauke waschen.

4 Für die Vinaigrette den Ajvar mit dem Senf, dem Zitronensaft und dem Zucker vermischen. Dann das Öl in dünnem Strahl zugeben, bis sich eine Emulsion ergeben hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Paprika, rote Zwiebel, Spargel und Rauke mit der Vinaigrette vermischen.

5 Die Schwarzbrotscheiben auf dem Grill oder in einer Pfanne von beiden Seiten kross braten.

6 Salat auf dem Schwarzbrot anrichten, zuoberst einen Spieß mit Köfte platzieren.

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  • Rüttger Britta

    Bitte informieren Sie mir kostenfrei per MailAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Sie können sich jederzeit für meinen Newsletter registrieren – Formulare dazu finden Sie unter jedem Beitrag!AntwortenAbbrechen

Basilikum-Eis mit Zuckerbrotsegel und Rhabarberkompott

Wer eine Eismaschine sein Eigen nennt, der sollte unbedingt dazu übergehen, Eis-Varianten abseits des Mainstream auszuprobieren. Basilikum-Eis ist eine solche Variante, die ein Grinsen auf die Gesichter zaubern wird.

Zugegeben, ich bin spät dran. Der Hype rund um Basilikum-Eis ist schon 1-2 Jahre alt. Damals flatterten viele Rezepte und Anleitung zur Eis-Kreation durch die Blogs, begleitet von einer Lobeshymne nach der anderen. Und einmal mehr zugegeben, ich wollte nach Kauf der Eismaschine zuerst meine Lieblingseissorten selbst herstellen, bevor das Experimentieren Einzug hält. Und so musste ich mich erst durch Schokoladeneis, Bacio, Vanilleeis, Zitronensorbet und Fior di Latte (Immer noch mein absoluter Favorit!) löffeln, um schließlich und endlich beim Basilikum-Eis zu landen.

Im Prinzip ist Basilikum-Eis nichts anderes als mit Basilikum aromatisiertes Vanilleeis. Die Basis besteht klassisch aus einer Eiercrème, in die Vanillemark und -schote gegeben wird. Basilikum wird mit Rapsöl zu einer möglichst feinen Paste verarbeitet und unter die Masse gezogen. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist nicht nur die Temperatur perfekt für den Frier-Vorgang, auch das Aroma hatte genug Zeit, sich zu entwickeln.

Das Eis schmeckt angenehm nach Basilikum und ist keinesfalls eine geschmackliche Überdosis des Krauts. Aber hier ist der definitiv der persönliche Geschmack gefragt: Wer das Aroma intensiver herausarbeiten möchte, erhöht den Fettanteil, lässt die Vanilleschote weg und verwendet wesentlich mehr Basilikum. Eine weitere Stufe wäre, den verwendeten Zucker durch Basilikum-Sirup zu ersetzen.

Anstelle einer Waffel aus der Tüte könnt Ihr ratz-fatz eigene knusprige Begleiter zum Eis herstellen. Die Zuckerbrotsegel bestehen aus dünn abgeschnittenen Brotscheiben, die ich mit etwas Zucker bestreut in einer Pfanne langsam und vorsichtig knusprig ausgebacken habe. Mit etwas Geduld und Sorgfalt entstehen knusprig-braune Kräcker, die jede gekaufte Waffel-Variante schlagen. Zubereitungszeit: 10 Minuten.

Saisonal passend könnt Ihr im Frühsommer ein wunderbar rosa Rhabarber-Kompott dazu servieren, was nicht nur optisch sondern in der Kombination mit dem Eis auch geschmacklich ein absoluter Knaller ist.

Viel Spaß beim Nachmachen und einen schönen Sonntag!

Basilikum-Eis mit Zuckerbrotsegel und Rhabarberkompott

Rezept

Dauer: 20 Minuten Vorbereitungszeit, 6 Stunden Kühlzeit, 60 Minuten Gefrierzeit in der Eismaschine

Benötigtes Zubehör: Eismaschine, Pürierstab

Zutaten für das Basilikum-Eis mit Zuckerbrotsegel (Für etwa 4 Personen):

  • 250 ml Milch
  • 125 g Crème Double
  • 80 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Bund Basilikum (etwa 25 g)
  • 30 ml Rapsöl

Für die Zuckerbrotsegel:

  • 1 Scheibe Roggenbrot, dünn geschnitten
  • 1 TL Zucker

Zubereitung:

1 Die Vanille auskratzen und mit Milch und der Crème Double erhitzen, aber nicht kochen lassen. Den Zucker mit dem Eigelb schaumig schlagen und bei reduzierter Hitze (Die Masse darf nicht kochen!) langsam unter konstantem Rühren unter die Milch heben, bis die Masse leicht eindickt. Das Basilikum mit dem Rapsöl pürieren und die Masse unter die Eiercrème heben. 6 Stunden gut kühlen und danach 60 Minuten in einer Eismaschine gefrieren.

2 Das Roggenbrot in dekorative Chips schneiden und trocken in einer Pfanne goldbraun rösten, dann von beiden Seiten leicht mit dem Zucker bestreuen. Beides anrichten.

Tipp: Dazu passt hervorragend ein Rhabarberkompott.

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  • Du meine Güte, was für eine geniale Farbexplosion. Super! Super! Super! Zwar hat mir meine Ma ihre Billigeismaschine aufgedrückt, aber irgendwie bin ich von dem Teil noch nicht ganz so überzeugt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich die Eismasse vorher nie über Stunden gekühlt habe sondern direkt in das Maschinchen gefüllt habe. Bin halt so furchtbar ungeduldig. :D AntwortenAbbrechen

  • Kasia Pohl

    Lieber Uwe,

    wie immer fantastisch, Basilikum Eis habe ich noch nicht probiert, aber es steht auf der kulinarischen Liste für diesem Sommer. Rhabarber lieben wir sehr und essen in der Saison sehr oft, nur wir kriegst du ihn so schön rosa???:)
    Viele Grüße
    KasiaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Kasia, ich würde sagen: Glück gehabt. Meistens ist der Rhabarber auch bei mir eher braun – dieser hier war wunderschön rosa.AntwortenAbbrechen

  • Lala

    Hi Uwe!
    Bei uns in der Eisdiele gibt es Basilikum-Zitronen-Eis, eine überragende Kombination, richtig lecker und erfrischend!
    Deine Vanillevariante werde ich aber auch mal ausprobieren, danke für das Rezept!
    LalaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Gerne, ich bin mir sicher, dass sie dir schmecken wird. Und die Kombi Basilikum-Zitrone wird vorgemerkt, das ist bestimmt sehr lecker!AntwortenAbbrechen

  • Bisher habe ich solche Experimente mit Basilikum im Eis immer gemieden. Konnte es mir einfach nicht feststellen …
    Aber so knackig grün sieht es doch schon verführerisch aus, dass muss ich gestehen. Könnte durchaus sein, dass ich dieses Jahr schwach werde :-)

    Gruß,
    JensAntwortenAbbrechen

  • ilona

    Danke für das Rezept!Ich freue mich sehr darüber – nun wo ich eine Eismaschine mein Eigen nennen darf — und momentan hochsommerliche Temperaturen herrschen, nutze ich die Zeit und Gelegenheit zur Eisproduktion. Soeben kühlt ein Schokoeis aus dem “Eisartists”.
    Du bist mir Ansporn um zu Experimentieren. Ich werde mal schauen, wie sich die Tannenpfötchen eignen. Dann bin ich mal wieder in der Küche
    herzlichst, ilona IAntwortenAbbrechen

  • Letztes Jahr konnte ich in einer Eisdiele in Barcelona Basilikumeis probieren, dank deinem Rezept habe ich jetzt endlich selbst welches machen können – wirklich lecker!
    http://zuckerbaeckerei.com/2014/05/basilikum-eis/AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Oohhhh, das sieht aber auch lecker aus! Danke für’s nachmachen und verlinken :) AntwortenAbbrechen

The Giant Goat: Burger mit Crottin de Chèvre, Zwiebel-Chutney und Brioche Burger Buns

Vorhang auf für meinen neuen Lieblingsburger: Zartes Rinderpatty, die altbewährten Brioche Burger Buns, eine aromatische Lage Zwiebel-Chutney und dazu: Ziegenkäse. Genauer gesagt Crottin de Chèvre. Yeah, Baby.

Cheeseburger mal anders. Fruchtiger. Süßer. Aber doch mit ausreichend Säure. Und Würze. Weich. Gaumenschmeichelnd. Anschmiegsam. Ichbinverliebt.

Das Burger-Baby und ich hatten vor ein paar Tagen ein Date, wir trafen uns an einem wohlig-warmen Ort, das Feuer knackte bereits glutverzehrend und hungrig im Grill. Die würzigen Pattys lagen adrett geformt und mit Petersilie, Worcestersauce, Schalotten und Knoblauch aromatisiert auf einem Bambustablett und warteten darauf, die heißen Flammen innig zu küssen. 4 Minuten wilde Knutscherei von jeder Seite, dann ab in eine wohlig-warme, kuschlige Umgebung. Die Brioche Burger Buns warteten nur darauf, das heiße Fleisch aufzunehmen und die wohlige Wärme zu konservieren, bis….ja bis dieser Burger verzehrbereit vor mir stand. Lieblingsburger. Geschmacksfeuerwerk.

Der eigentliche Clou an diesem Burger sind weder Fleisch noch Buns, sondern die Kombination mit frischem Zwiebel-Chutney und Ziegenkäse. Fleisch, Zwiebel-Chutney und Ziegenkäse harmonieren so perfekt miteinander, dass sich die Komponenten im Mund sofort zu einem großen Ganzen zusammenfügen und größer wirken. Eine Geige hört sich gut an, ein Orchester besser. Dramatischer. Opulenter. Der Begriff der Harmonie bekommt erst dann eine Bedeutung, wenn die Anzahl der Beteiligten größer eins ist. Und doch wird aus sechs Beteiligten eins: Perfekte Harmonie. Ihr merkt schon, ich bin nachhaltig begeistert und nicht ganz objektiv. Bitte entschuldigt!

Blogger-Banner - QuerformatDiese Subjektivität ist aber notwendig, denn ich habe mit dem Burger Großes vor. Im Rahmen eines Wettbewerbs der Webseite www.ziegenkaeseausfrankreich.de reiche ich mein Burger-Rezept ein und bin gespannt, ob die Leser auch so begeistert sind wie ich selbst. Auf der Webseite finden sich sehr viele Informationen zu den unterschiedlichen Sorten Ziegenkäse sowie Erklärungen, wie Käse hergestellt wird und für welche Art Zubereitung sich welcher Käsetyp eignet. Wer also gerne Ziegenkäse isst und sich in diesem Kontext schon immer einmal fortbilden wollte, der bekommt hier eine Menge guter Informationen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

The Giant Goat: Burger mit Crottin de Chèvre, Zwiebel-Chutney und Brioche Burger Buns

Rezept

Dauer: 120 Minuten für die Buns, 60 Minuten für die Burger-Zubereitung

Zutaten für den Burger mit Ziegenkäse und Zwiebel-Chutney (Für 4 Personen):

  • 4 Brioche Burger Buns nach diesem Rezept
  • 300 g Ziegenkäse, z. B. Ziegencamembert, Sainte-Maure oder eben Crottin de Chèvre
  • 1 Handvoll Rucola
  • Etwas grobkörniger Senf

Für die Pattys:

  • 700 g Rinderhack mit mindestens 20% Fett, frisch
  • 2 Schalotten
  • 1 Ei
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 3 Knoblauchzehen
  • Etwas Petersilie
  • 1-2 EL Worcestersauce
  • Salz, Pfeffer

Für das Zwiebel-Chutney:

  • 500 g rote Zwiebeln
  • 100 g Cranberrys oder Rosinen
  • 100 ml Weißweinessig
  • 300 ml Apfelsaft
  • 50 ml Rotwein (wer mag)
  • 30 g brauner Zucker
  • 1 TL Senfsamen
  • 1 Handvoll Koriander oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Brioche Burger Buns nach Rezept zubereiten.

2 Für das Zwiebel-Chutney die roten Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Den Koriander (oder die Petersilie) fein hacken.

3 Dann den Weißweinessig mit dem Apfelsaft, dem Rotwein und dem braunen Zucker aufkochen. Die Zwiebeln, Cranberrys (oder Rosinen), Senfsamen und den Zucker zugeben und bei schwacher Hitze etwa eine Stunde köcheln lassen. Sollte die Flüssigkeit in dieser Zeit komplett verschwinden, einfach etwas Rotwein nachgießen. Leicht abkühlen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am Schluss den Koriander (oder die Petersilie) unterrühren.

4 Für die Pattys die Schalotten, den Knoblauch und die Petersilie fein hacken. Die Schalotten und den Knoblauch in etwas Butter glasig dünsten. Schalotten mit Knoblauch, Petersilie, Ei, Semmelbröseln, Worcestersauce und Rinderhack vermischen. Den Fleischteig gut vermischen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einer Burgerpresse vier Pattys à 175 g formen.

5 Den Grill auf 180°C direkte Hitze vorbereiten. Die Pattys pro Seite etwa 4 Minuten grillen. Nach dem Wenden die Brioche Burger Buns aufschneiden und kurz auf den Schnittflächen grillen.

6 Etwas Senf auf dem Brioche Burger Bun und darüber Rucola verteilen, ein Patty daraufsetzen. Den Ziegenkäse auf das Patty legen und zuoberst Zwiebel-Chutney platzieren. Mit dem Brötchen-Deckel abschließen und genießen.

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Werbe-Hinweis: Dieser Artikel und die Teilnahme am Rezept-Wettbewerb entstand in Zusammenarbeit mit www.ziegenkaeseausfrankreich.de. Im Artikel wird die entsprechende Webseite verlinkt und auf das Informationsangebot hingewiesen.
  • Gesehen und wird in etwas abgewandelter Form heute Abend gleich gemacht! Natürlich mit deinen Buns!

    Schönes Wochenende!AntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe – gestern waren wir im Burger-Himmel! Meine ersten Buns sind eine Mischung aus Deinem und Chef Hansens Rezept geworden und waren himmlisch. Pattys und Ziegenkäse wie hier, und beim Chutney hab ich mein Rezept mit Rotwein, Balsamico und Honig gemacht. Alles zusammen: einfach grandios! Danke für eine mal wieder zum Sterben leckere Inspiration!AntwortenAbbrechen

  • So sehr mich deine Kreationen und “Titel” auch immer faszinieren, manchmal stehe ich tatsächlich kurz davor mir ein Wörterbuch zu besorgen. Aber dann reicht es doch, einfach nur den Artikel durchzulesen. ;) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Luna, ich musste schon ein wenig schmunzeln als ich Deinen Kommentar gelesen habe – ich gelobe Besserung! :D AntwortenAbbrechen

  • luxxe

    Im Chutney Rezept steht 2mal Zucker drin aber nicht bei der Zutatenliste. Dort steht nur 30g brauner Zucker.
    Soll da noch weißer Zucker rein?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Nein, kein weißer Zucker mehr. Das ist dann ein Fehler. Danke für den Hinweis!AntwortenAbbrechen

  • Eben gegessen – sehr sehr lecker!AntwortenAbbrechen

  • […] wir hier etwas für Sie: Wir haben die Blogger von Cucinapiccina, Confiture-de-vivre, Genuss-sucht, Highfoodality, Küchenchaotin, Lizandjewels, Magnoliaelectric und Törtchenzeit aufgerufen, für Sie eine […]AntwortenAbbrechen

  • René

    Hallo Uwe,

    seit einer kurzen Zeit begleite ich aufmerksam deinen Blog und habe schon ein, zwei Sachen nachgeahmt. Diese waren bisher auch geschmacklich sehr interessant und sind bei allen gut angekommen.
    Vor zwei Wochen habe ich den oben beschriebenen Burger gemacht und das hat alle aus dem Häuschen gehauen.
    Eine bessere Kombination von einem Burger habe ich selber noch nie gegessen und wir kommen auch wirklich viel rum in der Welt.
    Auch habe ich dein Burgerfleischrezept letzte Woche für ein paar Massentaugliche Burger benutzt und alle waren wieder restlos begeistert.
    Niemand möchte auf einmal in unseren umliegenden Frittenbuden einen Burger essen um sich nicht den Geschmack zu versauen.

    Wirklich große Klasse was du hier leistest.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo René und willkommen! Vielen lieben Dank für das Lob, es freut mich immer sehr, wenn ich höre, dass die Rezepte ankommen und funktionieren! Den Burger habe ich auch geliebt, habe selten eine bessere Kombinatio gegessen. Grüße!AntwortenAbbrechen

Focaccia, Hummus, Ziegenkäse-Pops und Estragon

Auf der Suche nach einem Amuse bin ich bei dieser Kombination gelandet – lauwarme, selbst gemachte Focaccia mit wunderbar lockerer Krume, dazu cremiger Hummus und würzige Ziegenkäse-Bällchen.

Selbst gemachte Focaccia ist etwas sehr Leckeres. Ich mag es, wenn die ganze Wohnung zu duften beginnt. Besonders freue ich mich auf den Moment, wenn ich die warme Focaccia anschneiden darf und die im Brot gespeicherte Wärme dampfend entweicht, die Kruste mit einem knisternden Schmatzen knackt und die feine, lockere Krume freigibt. In diesem Moment höre ich auf zu schneiden und gehe dazu über, die Krume langsam auseinander zu brechen und beobachte, wie sich die feine Struktur des Innenlebens der Focaccia langsam löst und in zwei Teile teilt. Lauwarm schmeckt das Brot am besten, lange überlebt hat eine Focaccia bei mir noch nie.

Auf die Focaccia brauche ich in der Regel nicht viel – gute Butter, ein paar Kräuter, oder einige Spritzer Olivenöl reichen völlig aus, um kurzzeitig dem Hier und Jetzt zu entfliehen und kulinarisch in anderen Welten zu schweben. Aber ein gutes, selbst gemachtes Brot wird natürlich nicht schlechter, wenn man es von ebenso guten und selbst gemachten Dingen begleitet in den Kampf schickt. Im Gegenteil: Das Erlebnis wird besser.

Hummus ist für mich eine dieser unglaublich flexiblen und vielseitigen Aufstriche, die auch noch gut schmecken und – wäre das nicht schon genug – schnell zubereitet sind. Für Hummus braucht Ihr nämlich nur Kichererbsen, gern auch aus der Dose, Sesampaste (Tahini), ein wenig Öl, Säure und einen Pürierstab. Was Ihr darüber hinaus zusetzt, ist Eurer freien Fantasie überlassen. Im Herbst habe ich das Tahini durch Kürbispüree ersetzt und gerösteten Knoblauch sowie Rosmarin verwendet, was in einer echten Geschmacksexplosion endete. Die Zugabe von Kräutern – wie z. B. Koriander, Zitronenmelisse oder aber auch Minze – gibt dem Basis-Hummus eine andere Note. Viele Zitrus-Aromen und Dill sorgen dafür, dass Hummus zu einem perfekten Begleiter zu Fisch – egal ob gegart oder roh – serviert werden kann.

Ich habe ein paar Hummus-Varianten für Euch dabei – die Rezepte dafür sind leider noch nicht auf dem Blog, mangels Foto. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Basis eines jeden Hummus ist die unten aufgeführte Zutatenliste:

  • Hummus Hot & Spicy: 1-2 Chili-Schoten werden sehr klein gehackt und unter den Hummus gemischt.
  • Hummus Ajvar Style: 2 rote Paprika auf dem Grill auf der Hautseite rösten, bis die Haut schwarz wird. Haut abziehen und das Fruchtfleisch mit einem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Mit einer sehr klein gehackten roten Chili unter den Hummus heben.
  • Hummus Fresh & Fruity: Eine Tomate kurz mit heißem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. Das Kerngehäuse und den Strunk entfernen und die Tomate sehr klein hacken. Mit Limettensaft, Schale einer Zitrone und etwas geriebenem Ingwer unter den Hummus rühren.
  • Hummus Sweet & Cosy: Eine Süßkartoffel schälen und weich garen. Mit der Gabel zu einem Brei verarbeiten, den Brei unter den Hummus heben.

Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für Dein nächstes BBQ dabei.

Ziegenkäse-Pops…klingt nach einem Hipster-Gericht…

Für die Ziegenkäse-Pops habe ich schlichtweg einen weichen, aromatischen Ziegenkäse genommen. Dafür eignet sich ein Ziegencamembert oder ein Crottin de Chèvre. Der Ziegenkäse wird mit glasig gedünsteten Schalotten, Schnittlauch und etwas Zitronensaft vermischt sowie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Der Käse wird dann zu kleinen Bällchen geformt, die wunderbar in Schnittlauch oder weißem und schwarzem Sesam gewendet werden können.

Die Gesamtkomposition ist schnell gemacht: 4 Scheiben Focaccia dick mit Hummus bestreichen, einen Zahnstocher in jedes Bällchen stecken und selbige locker-luftig schwebend auf das Brot pinnen und mit Estragon garnieren. Servieren. Aber nur in einem sehr großen Teller…

Focaccia, Hummus, Ziegenkäse-Pops und Estragon

Rezept

Dauer: 60 Minuten

Vorbereitung: Kichererbsen am Vorabend in kaltem Wasser einlegen

Zutaten für die Focaccia mit Hummus, Ziegenkäse-Pops und Estragon (Für 4 Personen als Vorspeise):

Für den Hummus:

  • 200 g Kichererbsen
  • 2-3 TL Tahini
  • 1 Knoblauchzehe
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für die Ziegenkäse-Pops:

  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • 2 Schalotten
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Focaccia nach diesem Rezept zubereiten – am besten das Backen so planen, dass die Focaccia noch warm ist.

2 Für den Hummus die Kichererbsen mit Tahini, Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl zu einer Paste pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3 Für die Ziegenkäse-Pops die Schalotten schälen und in einem kleinen Topf glasig dünsten. Abkühlen lassen. Mit dem Ziegenkäse vermischen. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und einen Teil davon zusammen mit dem Saft der halben Zitrone unter den Ziegenkäse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Den Ziegenkäse zu kleinen Bällchen formen und diese in den übrigen Schnittlauchstückchen rollen, bis die Außenseite komplett mit Schnittlauch bedeckt ist.

5 Die Focaccia aufschneiden und 4 Scheiben dick mit Hummus bestreichen. Je ein Bällchen auf einen Zahnstocher stecken und auf das Brot pinnen. Mit Estragon garnieren.

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  • Hallo Uwe,
    das klingt wunderbar und ich würde es sehr gerne ausprobieren.
    Kann es sein, dass der link zum Foccacia fehlt? Ich finde ihn nicht…
    Liebe Grüße
    LissiAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hi Lissi, ja, der Link hat gefehlt…ist jetzt drin! Danke für den Hinweis!AntwortenAbbrechen

  • Deine Foccacia will ich doch schon längst nachbacken, gut, dass du mich wieder daran erinnerst. Schaut auch mal wieder klasse bei dir aus!
    Aber immer diese kleinen Portionen auf den zu grossen Tellern ;-) ))))
    (*duckundweg*)AntwortenAbbrechen

Chimichurri

Immer wenn ich in den letzten Wochen ein Rezept mit Chimichurri veröffentlichte, gab es danach einige Rückfragen was sich eigentlich genau dahinter verbirgt. Da ich Chimichurri zu meinen Lieblingssaucen zähle und sehr gerne damit koche, wird es Zeit, der Salsa mehr Platz einzuräumen.

Chimichurri ist eine argentinische Sauce, die vorwiegend zu Rindfleisch serviert wird. Die Sauce ist aber nicht nur in Argentinien bekannt und beliebt, sie ist in ganz Südamerika bis in den mittelamerikanischen Raum zu finden. In Argentinien selbst gibt es nahezu kein Asado (Grillfest) ohne die scharfe Sauce.

Wenn man nach Rezepten, oder viel mehr DEM Chimichurri-Rezept schlechthin sucht, so merkt man schnell, dass dies ein schwieriges Unterfangen ist. Es gibt nämlich unzählige Varianten, Versionen und Abwandlungen, die alle den selben Familiennamen tragen. Gemeinsam haben die Saucen meist, dass es eine dominierende Kräuterkomponente gibt und die Sauce mit Olivenöl und Essig angemacht ist. Chili ist zudem oft ein wesentlicher Bestandteil. Glaubt man der einen oder anderen Quelle, so gehören zur Ur-Variante des Chimichurri Petersilie, Thymian, Oregano, Lorbeer und Knoblauch. Die Kräuter werden gehackt und dann in Essig und Öl mariniert, etwas abgeschmeckt und anschließend über etwa zwei Wochen gelagert, bis die Marinade den Geschmack der Kräuter gut angenommen hat. Chimichurri passt zu Rindfleisch, wird aber auch gerne zu Bratwürsten oder zu Fisch und Geflügel serviert.

Lamm-Koteletts sous-vide mit Chimichurri

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Churrasco vom Grill mit Chimichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln

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Skrei mit Chimichurri-Marinade und scharfem Gurkensalat

Langsam wird es eng, ich komme mit dem Bloggen der Skrei-Rezepte dieser Saison nicht schnell genug hinterher. HeuteKompletten Artikel lesen »

Die Vielseitigkeit der Sauce ist genau das, was ich neben dem frisch-scharfen Geschmack so mag. Ich habe Chimichurri bereits als Hauptbestandteil eines Burgers, als Sauce zu Fisch und natürlich als Marinade und Dip zu gutem Rindfleisch und Lamm genossen. Mein Chimichurri besteht zum Hauptteil aus Petersilie. Ich mag es jedoch, dazu noch etwas Minze und Basilikum zu mischen und den Geschmack mit Ingwer und Limettensaft noch etwas säuerlicher zu gestalten. Das sorgt speziell im Sommer für Erfrischung.

Ich kann Euch also nur empfehlen, beim nächsten Grillabend die argentinische Würzsauce auszuprobieren – es wird Euch gefallen! Zudem ist Chimichurri schnell hergestellt – die Zubereitung dauert keine 10 Minuten.

The Gaucho Burger

Rezept

Dauer: 10 Minuten

Zutaten für das Chimichurri (Als Dip für 4-8 Personen):

  • 1 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Minze
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 2 rote Chili
  • Etwas Zucker
  • Etwa 150 ml Olivenöl
  • Etwa 75 ml Essig
  • Etwa 80 ml kaltes Wasser
  • 1 Limette
  • Etwas Sojasauce

Zubereitung:

1 Petersilie, Minze, Basilikum, Knoblauchzehen, Ingwer und Chili fein hacken. Mit Zucker, Essig und Wasser vermischen. Mit Limettensaft, Sojasauce sowie Salz und Pfeffer abschmecken, zuletzt das Olivenöl unterrühren bis eine Emulsion entsteht. Etwas ziehen lassen.

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  • Chimichurri hat sich auch zu einer meiner Lieblingsbegleiter entwickelt – vor allem wenn es ums Grillen geht. Passt einfach nicht nur gut zu Rindfleisch, sondern auch sehr schön zu gegrilltem Geflügel. Ich habe bislang immer Zitrone statt Limette genommen, muss ich demnächst mal umstellen.

    Vor einer Weile habe ich noch etwas Rosmarin hinzugegeben, kam auch sehr gut.

    Viele Grüße
    PeterAntwortenAbbrechen

  • Ich liebe Deine Chimichurri.AntwortenAbbrechen

  • Schon beim letzten Mal, als du Lamm mit Chimichurri gezeigt hast, hat mich diese Sauce angelacht – sobald irgendwann die eigenen Kräuter gewachsen sind, wird es das geben.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Da ich keinen eigenen Kräutergarten habe, bin ich da ein wenig unabhängiger….aber es wird Dir schmecken!AntwortenAbbrechen

  • Tobias

    Da ich mittlerweile seit fast 2 Jahren in Argentinien lebe und Chimichurri mittlerweile echt überall auftaucht muss ich da zu einem Punkt mal was loswerden:

    In Argentinien hat Chimichurri niemals Chili, wenn es überhaupt leicht scharf ist, dann aufgrund des Knoblauchs, wenn der noch frisch ist.

    Ich denke das Chili irgendwo nördlicher in die Sosse reingewandert ist, aber hier habe ich noch nie ein Chimichurri mit Chili bekommen.

    Den meisten Argentiniern ist es schon zu scharf wenn ich mit ein wenig Pfeffer würze, Chili ist da undenkbar.

    Das Chimichurri mit Chili, Limette und co. trotzdem lecker ist und manchmal besser als das original, ist natürlich richtig.AntwortenAbbrechen