Pasta mit Chorizo-Bolognese

Seit ich den Pasta-Klassiker „All’Amatriciana“ für mich entdeckt habe, liebe ich Wurst-Tomaten-Kombinationen für Pasta-Saucen. Heute im Fokus: Chorizo.

Zur Wiederholung: Bei einer Chorizo handelt es sich um eine spanische Wurstspezialität, die aus Schweinefleisch hergestellt und mit Paprika und Knoblauch gewürzt ist. Dabei wird in der Regel nicht mit der Zugabe von Paprika gespart, wodurch die Wurst ihre schöne rote Färbung bekommt und den pikanten Geschmack erhält. Üblicherweise trocknet die Wurst über vier bis sechs Wochen bei 5 bis 10°C an der Luft, bevor sie in alle Welt ausgeliefert wird.

Die Spanier verwenden Chorizo gerne als Aufschnitt, in Tapas oder aber als Zugabe für Eintöpfe. Der kleine Uwe verwendet die Chorizo gerne für eine würzig-leckere Pasta-Sauce nach dem Vorbild des Pasta-Klassikers „All’amatriciana“. Diese einfache Sauce ist schnell hergestellt und besteht nur aus wenigen Komponenten: Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Chorizo. Ich finde es wichtig, dass die Wurst dünn aufgeschnitten und dann fein gewürfelt in die Sauce gelangt. Dadurch ist der Geschmack feiner und die Sauce mutet nicht so rustikal an. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, Chorizo zugeben, Tomaten unterrühren und ziehen lassen. Abschmecken. Fertig.

Pssst…. Anrichtetipp!

Beim Anrichten von Pasta gibt es einen kleinen Trick, wenn Ihr Spaghetti oder andere, lange Nudelsorten verwendet. Ich nutze eine lange Pinzette, mit der ich eine gute Portion Nudeln (samt Sauce) greife. Dann drehe ich die Pinzette solange um die eigene Achse, bis sich die Nudeln um die Pinzette gewickelt haben. Die gewickelten Nudeln streiche ich dann vorsichtig mit Hilfe eines Messers von der Pinzette in die Mitte eines Tellers. Dadurch sehen die Nudeln nicht so „chaotisch“ aus und lassen sich zudem auch besser in die Höhe „bauen“, ohne zusammenzufallen. Ein wenig Olivenöl drumherum, Parmesan und Grün obendrauf runden das optische Bild ab (wenn die Zutaten zur Pasta passen).

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Da der Frühling ja in den Startlöchern steht, habe ich eine Handvoll vom ersten Bärlauch auf die fertige Pasta gegeben, gehackte Petersilie und ein guter Schwung Pfeffer funktionieren natürlich genauso gut.

Bärlauch-Rezepte…

Für die Bärlauch-Küche habe ich zudem noch ein paar Anregungen für Euch. Ich lege Euch meine Bärlauchcrèmesuppe, die Orecchiette mit Spinat-Bärlauch-Pesto und meinen Bärlauchburger an’s Herz…

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten

Zutaten für die Pasta mit Chorizo-Bolognese (Für 2 Personen):

  • 250 g Chorizo, in dünne Scheiben geschnitten
  • 400 g Dosentomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 1 EL Ajvar
  • Etwas Butterschmalz
  • Etwas Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • Pasta für 2 Personen

Zubereitung:

1 Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Chorizo in feine Würfel schneiden und den Bärlauch hacken.

2 Knoblauch und Zwiebeln in etwas Butterschmalz langsam glasig dünsten. Dann die Chorizo zugeben und ein paar Minuten anbraten. Die Tomaten und den Ajvar zugeben und aufkochen. Bei geringer Hitze etwa 15 Minuten ziehen lassen.

3 Derweil die Pasta al dente garen.

4 Die Chorizo-Sauce mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Mit der Pasta vermischen und mit Bärlauch bestreut sofort servieren.

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  • Gehört auch zu meinen Lieblingsgerichten. Aber ich muss dir mal eine “richtige” frische Chorizo mitbringen, damit wird es noch besser. ;-)AntwortenAbbrechen

  • Past mit Chorizo ist was Feines. Danke für den Tipp mit der Pinzette … probiere ich am Wochenende sofort aus.AntwortenAbbrechen

  • Das sieht ja köstlich aus!
    Der Anrichtetipp wird mir sicherlich in Zukunft noch helfen, vielen Dank dafür :)AntwortenAbbrechen

  • Florian

    Ich habe das Rezept soeben ausprobiert. Köstlich!

    Habe allerdings noch eine Prise Kreuzkümmel in die Sauce getan. :)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Oh ja, das kann ich mir auch gut vorstellen! Schön, dass es geschmeckt hat!AntwortenAbbrechen

Gulasch Szekler Art mit Bayrisch Kraut, Kichererbsen-Püree und Bärlauch

Gulasch geht immer. Gulasch lässt sich gut vorbereiten. Gulasch lässt sich auch sehr gut in größeren Portionen kochen, um entweder eine große Gesellschaft zu sättigen oder die eine oder andere Portion für die Familie einzugefrieren.

Über die ungarische Herkunft des Gerichts ist schon in so vielen anderen Publikationen hinlänglich viel geschrieben worden. Was früher ein typisches Gericht der Rinderhirten war, hat im Laufe der Zeit einen Siegeszug durch die europäischen Küchen angetreten. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es sehr viele Varianten des ursprünglichen Rezeptes gibt, sich aber ein paar Rezepte nachhaltig als Klassiker bewährt haben und auch oft auf den Speisekarten vieler Lokale zu finden sind.

Dazu gehören neben dem Klassiker – was eigentlich eher eine Suppe als ein reines Schmorgericht ist – das Znaimer Gulasch, das Fiakergulasch, das Esterházygulasch und das Szegendiner oder Szekler Gulasch.

Letzteres stand für dieses Rezept Pate und zeichnet sich vornehmlich dadurch aus, dass mit dem Fleisch (Schweinefleisch im Originalrezept) Sauerkraut geschmort und die Sauce mit Sauerrahm und Sahne abgerundet wird. Diese Variante entstand vermutlich nicht aus der Region der Stadt Szeged, sondern aus den Küchen der Österreichischen Hauptstadt Wien. Der Name leitet sich von einem ungarischen Schriftsteller, Jószef Székely, ab, der völlig ausgehungert eines Tages in Wien “irgendetwas” zu essen bestellte. Der Koch warf daraufhin Reste übriger Zutaten zusammen, aus denen das schmackhafte Krautgulasch entstand. Székely soll daraufhin immer wieder in diesem Lokal mit dem Wunsch nach genau dieser Speise eingekehrt sein.

Mein Rezept bedient sich nur der grundlegenden Idee, eine Art Gulasch mit Kraut zuzubereiten. Das war’s auch schon, viel mehr Gemeinsamkeiten hat diese Variante nicht mit dem Original. Für Gulasch verwende ich immer Rindfleisch aus der Wade. Das Fleisch wird nach etwa 2 Stunden Schmoren schön weich und besitzt einen kernigen, intensiven Geschmack, den ich vermeintlich edleren Fleischstücken vorziehe. Auch Frau Ziii setzt bei ihrer 5-Tage-Variante des Wiener Wirtshausgulasch auf das Stück Fleisch und schwört auf dessen Qualitäten. Wenn ich Gulasch zubereite, dann entweder aus Rind- oder aus Schweinefleisch. Gemischtes Gulasch mache ich nicht, weil Rind- und Schweinefleisch unterschiedliche Garzeiten haben und die Gefahr existiert, dass ein Teil zäh wird. Und das wollen wir ja unter keinen Umständen, oder?

Ich verwende für meine klassische Gulaschvariante gleiche Anteile Fleisch und Zwiebeln. Das sorgt für Geschmack und Bindung. Und ja, gleiche Anteile bedeutet, dass ich für 1 kg Fleisch auch 1 kg Zwiebeln schnipple. Diese Rezeptvariante kommt mit einem geringeren Verhältnis aus, da ich den geschmacklichen Fokus nicht auf die Zwiebeln und den Rosenpaprika, sondern auf das Fleisch und das Kraut legen möchte. Fleisch, Zwiebeln, Schinkenspeck und etwas Knoblauch brate ich an und lösche mit Rinderfond ab. Dann lasse ich das Gulasch im Ofen etwa 2 bis 2,5 Stunden bei 140°C schmoren, bis das Fleisch mürbe ist. Im Originalrezept gibt der Koch Sauerkraut nach der Hälfte der Garzeit zum Fleisch und schmort dieses bis zum Ende mit. Darauf habe ich verzichtet, denn ich wollte mein Rezept des Bayrisch Kraut mit geschmortem Fleisch und sämig-sahniger Sauce kombinieren. Ich bereite also Bayrisch Kraut gesondert zu und vermische dieses dann nach dem Abschmecken mit der Sauce und dem Fleisch. Yummy.

Zum Gulasch passen natürlich die üblichen Verdächtigen: Semmelknödel, Brezengnocchi, Nudeln oder gutes Schwarzbrot, alles ist denkbar. Toll schmeckt aber auch Kichererbsen-Püree, das ich, angelehnt an ein Hummus-Rezept, mit wenig Tahini, Zitronensaft und etwas Sahne cremig püriere und bei geringer Hitze erwärme. Eine Handvoll Bärlauch geben dem Wintergericht eine frühlingshafte Note und sorgen für etwas Pepp.

Gulasch Szekler Art mit Bayrisch Kraut, Kichererbsen-Püree und Bärlauch

Rezept

Dauer: Ca. 4 Stunden

Zutaten für das Gulasch Szekler Art mit Bayerisch Kraut und Kichererbsen-Püree (Für 4 Personen):

  • 1,2 kg Rinderwade
  • 4 Zwiebeln
  • 200 g Schinkenspeck
  • 400 ml Rinderfond
  • 200 ml Sahne
  • 2 TL Rosenpaprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • Etwas Schweineschmalz
  • Salz
  • Eine Handvoll Bärlauch

Für das Bayrisch Kraut: Bitte diesem Rezept folgen.

Für das Kichererbsen-Püree:

  • 600 g Kichererbsen
  • 3 EL Tahini
  • 50 g Butter
  • 100 ml Sahne
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Rinderwade in Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, fein hacken. Schinkenspeck ebenfalls fein hacken.

2 Zwiebeln und Knoblauch in etwas Schweineschmalz glasig dünsten, bis die Zwiebeln braun werden. Dann den Schinkenspeck zugeben und noch ein paar Minuten unter Rühren garen. Bis die Zwiebeln braun werden, dauert es durchaus etwa 30 Minuten. Alles entnehmen. Dann das Fleisch portionsweise in etwas Schweineschmalz im gleichen Topf scharf anbraten. Alles zusammen in den Topf geben und mit Rinderfond aufgießen. Bei 140°C im Backofen etwa 2,5 Stunden schmoren.

3 In der Zwischenzeit das Bayrisch Kraut nach diesem Rezept zubereiten.

4 Für das Kichererbsen-Püree die Kichererbsen mit Tahini, geschmolzener Butter, Sahne und etwas Salz mit einem Stabmixer pürieren. Erwärmen und mit Zitronensaft und Salz abschmecken.

5 Das Gulasch mit der Sahne aufgießen und mit Salz und Rosenpaprika abschmecken. Nicht mehr kochen lassen.

6 Gulasch mit Bayerisch Kraut und Kichererbsen-Püree anrichten. Bärlauch hacken und darüber verteilen.

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  • Martin

    Hallo Uwe,

    ich mag Szegediner Gulasch sehr. Werde deine Variante demnächst mal probieren.
    Schmorst du Gulasch mit oder ohne Deckel im Backofen?

    VG,
    MartinAntwortenAbbrechen

  • Gábor

    Hallo Uwe, das Rezept klingt sehr lecker und die Geschichte des Gerichts ist gut beschrieben. Zwei kleine Korrekturen; Szegendiner = Szegediner (sicher ein Tippfehler), und dem Herr Székely wurde das Gericht laut einschlägiger Literatur zum ersten Mal in der Gránátos utca (Grenadierstraße) in Budapest serviert.

    Viele Grüße
    GáborAntwortenAbbrechen

  • Danke für das Rezept – ich liebe Szegediner Gulasch. Ich esse sehr selten Fleisch, weil’s schon richtig gut sein muss, und dann koche ich auch mit Muße und Zeit.
    Nun habe ich eine Anregung für die Portion Scottish Highland Gulasch, die auf den Topf wartet – von meinem Onkel aufgezogen und auf der grünen Weide glücklich gewesen, besser geht’s nicht :)

    Liebe Grüße aus Niedersachsen
    ReiniAntwortenAbbrechen

Kokos-Zimt-Granola mit Nüssen und Cranberrys

Granola, also selbst gemachtes Müsli, spielte bislang in meiner Küche gar keine Rolle: Ich war bis dato kein Müsli-Fan. Aber ein selbst gemachtes Granola….mjamm.

In amerikanischen Blogs oder Kochbüchern stolpere ich zwangsläufig irgendwann über ein Pancake- und Granola-Rezept. Jeder Haushalt, so scheint es, hat seine eigene Mischung, sein eigenes spezielles Rezept, das wie ein Augapfel gehütet wird. Wo Granola ist, ist Oatmeal nicht weit. Und *gazziiiing* befinde ich mich mittendrin in der Wissenschaft hochgesunder Frühstückskultur.

Granola ist eigentlich nichts anderes als Knuspermüsli. Anstelle von Zucker verwende ich Honig, Agavendicksaft oder andere Arten von Sirup. Das verhindert pampige Klümpchenbildung und sorgt dafür, dass jede Getreideflocke von einer würzig-süßen Schicht aus Agavendicksaft oder Honig überzogen ist.

Für selbstgemachtes Granola verwendet Ihr einfach verschiedene Sorten Getreideflocken: Ob Hafer, Roggen oder Dinkel ist völlig egal, ihr könnt auch gerne gemischte Varianten benutzen. Die Getreideflocken werden dann mit Gewürzen und eben Honig oder Agavendicksaft vermischt, gerne könnt Ihr noch Nüsse, Kokosflocken oder Trockenfrüchte zugeben.

Für mein Rezept kommt Kokoscrème zum Einsatz, die ich erst langsam schmelze, dann mit Agavendicksaft mische und unter die Getreideflocken rühre. Etwas Zimt, gehackte Pekannüsse und Mandeln komplettieren das Rezept. Die Mischung gebe ich dann bei 160°C für etwa 30 Minuten in den Backofen. Damit das Granola gleichmäßig bräunt, müsst Ihr regelmäßig, also etwa alle 10 Minuten „umrühren“. Nachdem das Granola ausgekühlt ist, kommen noch ein paar wenige Cranberrys dazu. Die Betonung liegt auf ein paar wenigen! Wenn Ihr das Gefühl habt, die Beeren im Müsli suchen zu müssen und Euch frenetisch auf darauf freut, endlich die nächste Beere zu entdecken, so ist das Mischverhältnis richtig. Zu viele Cranberrys oder Rosinen im Müsli machen selbiges nämlich nicht besser, im Gegenteil. Hier hilft Verknappung und Maß halten in der Tat.

Live-Fotosession im Rahmen des Chefkoch-Foodcamps in Nürnberg

Das eigentlich Besondere an diesem Artikel ist die Entstehung des heutigen Rezeptfotos. Im Rahmen des am gestrigen Samstag in Nürnberg von Chefkoch.de veranstalteten Foodcamps hielt ich einen Vortrag zum Thema Food-Fotografie. Ich gab den interessierten Teilnehmern Einblick in meinen Foto-Workflow und demonstrierte diesen anhand des Granola-Rezeptes. Wir richteten gemeinsam an, knipsten und bearbeiteten das entstandene Bild via Beamer live nach. Das Ergebnis könnt Ihr oben betrachten…

Das Foodcamp selbst hielt den ganzen Tag über diverse Sessions bereit, unter anderem erklärte der Spitzenkoch Christian Mittermeier aus Rothenburg ob der Tauber die Grundprinzipien des Flavour-Pairings und Sous-Vide-Garens, Markus Wolf von „Nürnberg und so“ vermittelte zunächst Grundlagen für Spitzenburger und demonstrierte die Umsetzung anschließend in einer tollen Kochsession. Fräulein Kimchi bereitete in einem Live-Kochkurs mit den Teilnehmern Kimchi in verschiedenen Variationen zu.

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für das Kokos-Zimt-Granola mit Nüssen und Cranberrys (Ergibt etwa 500 g):

  • 400 g gemischte Getreideflocken (Dinkel, Roggen, Weizen…)
  • 30 g Kokoscrème
  • 120 ml Agavendicksaft oder 2 EL Kokosblütenzucker
  • 50 g Mandeln
  • 50 g Pekannüsse
  • 2 TL Zimt
  • 1 EL Cranberrys

Zubereitung:

1 Die Kokoscrème in einem Topf bei geringer Temperatur schmelzen. Agavendicksaft (oder Kokosblütenzucker) zugeben und gut vermischen.

2 Die Getreideflocken mit dem Zimt in einer Schüssel vermischen. Die Pekannüsse und die Mandeln hacken und zugeben. Alles gründlichst mit dem Gemisch aus Kokoscrème und Agavendicksaft vermischen.

3 Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 30 Minuten backen. Alle 10 Minuten umrühren.

4 Entnehmen und auskühlen lassen. Cranberrys untermischen und luftdicht verpacken. Das Granola sollte sich ein paar Wochen halten.

Tipp: Das Granola schmeckt hervorragend zu Joghurt und Bananen. Yummy.

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Gelbes Süßkartoffel-Curry mit Brokkoli, Lauch und Duftreis

Heute auf der Tageskarte: Ein leckeres, vegetarisches Süßkartoffel-Curry mit allerlei Wintergemüse und einer sämigen Sauce. Bitte zugreifen, solange noch etwas da ist!

Ich geb’s ja zu: Asiatisch könnte ich jeden Tag essen. Ich mag Reis, ich liebe Curry, ich mag’s scharf, ich stehe total auf knackiges, frisches Gemüse. Und Kräuter. Und Gewürze. Egal ob chinesische, vietnamesische, thailändische, indische oder japanische Küche: Her damit. Mittags. Abends. Zwischendrin. I take it. Das Komische: So gern ich asiatisch esse, so schwer finde ich es, diese Geschmäcker in die eigene Küche zu holen. Irgend etwas fehlt, macht es weniger authentisch – und nein, damit meine ich nicht das viel zitierte Glutamat, mit dem asiatische Küche gemeinhin gerne assoziiert wird. Ich finde es einfach sehr schwer und herausfordernd, die Gewürz-Saucen-Kombinationen so authentisch zu treffen, dass selbst hergestellte Gerichte mit dem Geschmack in einem guten asiatischen Restaurant mithalten können.

Beim heutigen Rezept ist mir das meiner Meinung nach einmal gelungen. Es handelt sich nicht um einen Rezeptklassiker, sondern um eine Eigenkreation. Aber die Kombi aus sämiger, süßlicher Sauce, würzigem gelben Curry, Fischsauce und ein wenig Zitronensaft zum Abschluss haben mich innerlich jubilieren lassen.

Der Clou: Ich habe die Süßkartoffelwürfel mit etwas Zwiebeln zunächst in Sesamöl angebraten und dann so lange in Wasser langsam und leise gekocht, bis sich die Kartoffeln mit dem Kochlöffel zerdrücken ließen. Daraus ergibt sich mit gelber Currypaste, Sahne und Fischsauce eine wunderbar schmackhafte Sauce, in die das Gemüse gerne schwungvoll eintaucht. Wichtig: Bitte verkocht das Gemüse nicht! Brokkoli, Karotten, Lauch und Staudensellerie schmecken dann am besten, wenn sie noch Biss haben und nur ein paar Minuten in der Sauce simmern.

Lasst es Euch schmecken!

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten

Zutaten für das gelbe Süßkartoffel-Curry mit Brokkoli, Lauch und Duftreis (Für 2 Personen):

  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Handvoll Thai-Basilikum
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 1-2 TL gelbe Currypaste (oder mehr, je nach Geschmack)
  • Etwas Sesamöl
  • 200 ml Sahne
  • 1-2 EL Fischsauce
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • Duftreis

Zubereitung:

1 Die Süßkartoffel, die Zwiebel und die Karotte schälen. Die Süßkartoffel und die Zwiebel in feine Würfel schneiden, die Karotte in dünne Streifen. Brokkoli waschen. Dem Lauch und den Staudensellerie waschen und schräg in Streifen schneiden. Den Ingwer schälen und hacken.

2 Süßkartoffel und Zwiebel in etwas Sesamöl in einem Wok anbraten. Mit Wasser ablöschen, so dass Kartoffeln und Zwiebeln vollständig bedeckt sind. Etwa 30 bis 40 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln so weich sind, dass sie sich mit einem Kochlöffel zerdrücken lassen. Ingwer, Currypaste, Fischsauce und 1-2 EL Sesamöl zugeben und final mit Salz und Fischsauce abschmecken.

3 Eine Tasse Duftreis mit zwei Tassen Wasser in einen Topf geben, aufkochen, einmal umrühren, salzen, Hitze drastisch reduzieren, mit einem Deckel abdecken und 15 Minuten köcheln, bis das Wasser verschwunden ist.

4 Wenn der Reis fertig ist, Karotten, Lauch, Staudensellerie und Brokkoli in die Curry-Sauce geben und 5 Minuten unter Rühren köcheln. Mit Zitronensaft abschmecken und mit den Kräutern anrichten.

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  • Marion

    Ich bin gerade am Nachkochen, klingt superköstlich.
    Wann kommt denn die Sahne zum Einsatz?
    Ich nehme an, am Ende von Punkt 2?
    Leckere Grüße :-)AntwortenAbbrechen

  • Das klingt sehr lecker für mich als Süßkartoffelfan! Ich mag bei deinen Rezepten die Farbabstimmung sehr gern. Was sind die lila Blättchen? Eine Kresseart? Meinst du für eine vegane Variante könnte man die Sahne durch Kokosmilch ersetzen? Liebe Grüße, BiancaAntwortenAbbrechen

  • Moritz

    Gestern zubereitet und für köstlich befunden. Da ich nicht so aufmerksam wie Marion war, habe ich die Sahne besorgt (da sie bei den Zutaten steht), aber nie verwendet (da sie im Rezept nicht auftaucht). Das ginge auch als Antwort an die Elbköchin: es schmeckt auch ganz ohne Sahne.AntwortenAbbrechen

Scharfes Lamm mit Linsen, Kräutern und rotem Kampot-Pfeffer

Dieses Gericht lässt die Küche duften: Der Geruch von angebratenem Lamm-Fleisch vermischt sich mit Knoblauch, geröstetem Kreuzkümmel und Zitrusaromen. Lecker!

In meinem letzten Artikel hatte ich Euch ja schon ein paar Details rund um den Kampot-Pfeffer aus Kambodscha genannt. Für dieses Rezept kam nicht schwarzer Kampot-Pfeffer, sondern roter Pfeffer zum Einsatz. Der rote Pfeffer schmeckt etwas fruchtiger, ist auch etwas milder als der schwarze. Dennoch ist die Schärfe lang anhaltend und im Mund- und Rachenraum sehr präsent und daher eher für Genießer geeignet, die es gerne etwas weniger scharf und dafür ausgewogener mögen.

Das Gericht ist schnell zubereitet und eignet sich deswegen auch für die Mittagspause und einen schnellen Abend-Snack, der noch dazu auf viele unanständige Kohlehydrate verzichtet. Der Clou: Das Lamm-Hack wird beim Anbraten in die Pfanne gedrückt und nicht gewendet. Dadurch bleibt es saftiger, wird nicht bröselig und muss nur einmal gewendet werden. Es entsteht quasi ein großes Patty…

Nach dem Anbraten müsst Ihr das Fleisch nur noch würzen und mit den Linsen, der gehackten Gurke und den vielen Kräutern vermischen. Etwas Knoblauch, leicht geröstete Kreuzkümmel-Samen und etwas Pul Biber sorgen für Geschmack und Schärfe. Der rote Pfeffer sorgt für den Charakter, die finale Umarmung, den kreativen Abschluss. Ich habe das Gericht auf griechischem Joghurt, der nur mit einem Hauch Zitronensaft verfeinert wurde, angerichtet. Wer partout nicht auf ein paar Kohlehydrate verzichten mag, der greift am besten zu einem frischen Pita-Brot, das optimalerweise noch ofenwarm auf den Tisch kommt und angenehm nach schwarzem Kümmel duftet. Ach ja, ich könnte schon wieder….

Zuletzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Ich habe die Ehre, der aktuellen Ausgabe der MUTTI ein Rezept beisteuern zu dürfen. Wenn Euch diese tolle Kochzeitschrift einmal näher interessiert, dann verlose ich an dieser Stelle unter allen Kommentatoren gerne 5 Exemplare. Einfach einen Kommentar bis Donnerstag, 18 Uhr, hinterlassen, und mit etwas Glück liegt die neue Mutti schon bald in Eurem Briefkasten.

Scharfes Lamm mit Linsen, Kräutern und rotem Kampot-Pfeffer

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten für das scharfe Lamm mit Linsen, Kräutern und rotem Kampot-Pfeffer (Für 2 Personen):

  • 400 g Lammhack
  • 1 Tasse gelbe Linsen
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Handvoll Thai-Basilikum
  • 1 EL Pul Biber
  • 1 TL Kreuzkümmel-Samen
  • 1 TL roter Kampot-Pfeffer (oder schwarzer Pfeffer)
  • 3 Knoblauch-Zehen
  • 1/2 Salatgurke
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 1/2 Zitrone
  • Etwas Sonnenblumenöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Knoblauch-Zehen schälen und hacken. Die Gurke und die Kräuter waschen und fein hacken. Den Pfeffer im Mörser grob zerstoßen.

2 Die Linsen al dente garen und abgießen.

3 Derweil etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Lammhack auf dem Pfannenboden verteilen und pressen. Etwa 4-5 Minuten anbraten, dann vorsichtig wenden und die andere Seite braten. In eine Schüssel geben.

4 Die Linsen in etwas Sesamöl in derselben Pfanne braten, bis sie beginnen, braun zu werden. Fleisch zugeben und etwas zerstückeln. Hitze radikal reduzieren und Kreuzkümmel, Pul Biber und Knoblauch zugeben. Mit Salz abschmecken und anschließend Pfeffer, Gurke, Koriander, Petersilie und Thai-Basilikum zugeben. Final abschmecken.

5 Etwas Joghurt auf einem Teller verteilen, Zitronensaft darüber pressen und das Lamm darauf anrichten. Dazu passt Pita-Brot.

Quelle: Bonappetit.com

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Werbe-Hinweis: Im Artikel wird das Magazin “Mutti” genannt, verlinkt und verlost. Die 5 Exemplare wurden mir freundlicherweise für die Verlosung zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.
  • Manuela Dornick

    Hallo Uwe, hab Mutti nicht gekannt, aber gleich geklickt und gedacht wow, mal was anderes.
    Würde gern mal probelesen..

    LG

    Manuela DornickAntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe!
    Eine Mutti für die Mutti wäre toll!
    Und das Lamm klingt köstlich….
    Lg, PetraAntwortenAbbrechen

  • Lisa

    Ich lese immer gerne die Rezepte von diesem Blog und ab auch schon einiges nachgekocht :) immer lecker!
    Voll super wäre es, dann auch noch die “Mutti” neu entdecken zu dürfen. :)
    Lg LisaAntwortenAbbrechen

  • roter kampot-pfeffer hab ich noch nie gehört^^ der hat aber nichts mit rosa pfeffer zu tun, oder?
    die mutti ist schon allein wegen dem coolen design immer einen blick wert. trotzdem hab ich mir schon viel zu lange keine mehr mit nach hause geholt, vllt kommt sie ja von allein zu mir:D
    liebe grüße, sabine =)AntwortenAbbrechen

  • Ich bin weder Mutti noch Vati, aber lesen tät ich das gerne mal ;-)
    Schön angerichtet hast Du da, mitessen tät ich auch!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    AndyAntwortenAbbrechen

  • Daniela

    Würde mich auch sehr über ein Exemplar freuen. Und falls ich nicht gewinne bin ich trotzdem neugierig: Was für ein Rezept hast du denn beigesteuert?
    Viele Grüße
    DanielaAntwortenAbbrechen

  • Hallöchen,

    ich kenne die Mutti zwar nicht und bin auch keine, habe aber eine und würde gern mal probelesen :)

    Viele Grüße!AntwortenAbbrechen

  • Martina K.

    Hallo Uwe,
    das liest sich ja schon wieder so lecker! Das würde ich zu gerne einmal nachkochen. Aber ich befürchte, das werden meine Kinder nicht essen… Schade!

    Liebe Grüße
    MartinaAntwortenAbbrechen

  • Hi Uwe!
    Vor der Mutti hab ich auch schon ein paar Mal vor gestanden – ich gestehe, mich schreckt der Titel ab…Vielleicht sollte man ihr mal eine Chance geben?
    Liebe Grüße, LarissaAntwortenAbbrechen

  • hanni

    Jeder braucht eine gute Mutti … :-)AntwortenAbbrechen

  • Rolf

    Wow. Das wäre was für mich. Beim nächsten Einkauf ist Lamm mit dabei.AntwortenAbbrechen

  • Johanna

    .. also wenn in der aktuellen Mutti ein Rezept von Dir ist, dann würde ich mich sehr über ein Exemplar freuen. :-)AntwortenAbbrechen

  • Babett

    Schlimmer Titel!!
    Aber wenn Du Rezepte dafür beisteuerst würde ich gerne mal reinschmecken :-) und mich von meinen Vorurteilen verabschieden.AntwortenAbbrechen

  • Hallo,

    nachdem ich durch eine Augenverletzung Ende letzen Jahres in den vergangenen Monate nur sehr eingeschränkt lesen konnte, freue ich jetzt wieder über jede neue Lektüre.

    Gruß MichaAntwortenAbbrechen

  • Schade, Donnerstag ist schon vorbei, hätte mich mal interessiert, die Mutti:)AntwortenAbbrechen

  • Die Idee, das Lammhack im Ganzen zu braten und dadurch saftig zu halten finde ich toll. Überhaupt bekomme ich bei dem Foto sofort Lust, das pfefferige Lamm zu probieren. Leider hat der Metzger meines Vertrauens geschlossen, aber sobald ich wieder an gutes Lammfleisch komme, wird nachgekocht!AntwortenAbbrechen