Kichererbsen-Koriander-Salat

Kichererbsen-Koriander-Salat

Ich habe ja gelernt, dass die Grillsaison nie aufhört. Es ist immer Grillsaison. Und da immer Grillsaison ist, brauchst Du auch immer Inspiration für tolle Beilagen: Der Kichererbsen-Koriander-Salat schmeckt bestimmt zu einem saftigen Steak oder gegrillten Auberginen.

Die Familie hat schon wieder Zuwachs bekommen: Nach dem Schmortopf ist nun auch ein schöner, großer Weber Gasgrill bei mir eingezogen und steht einsatzbereit auf dem Balkon. Zuvor hat mich der Grill auf eine Skihütte inmitten der Salzburger Alpen begleitet und bereits seine Jungfernfahrt hinter sich – dazu erzähle ich Dir aber in Kürze mehr.

Kichererbsen sind ein wunderbares Zeug. Egal ob als Hummus, Beilage oder Teil eines würzigen Currys – die Jungs machen immer eine gute Figur. Ich habe neulich auf einem Blog ein Rezept gesehen, in dem Kichererbsen angebraten und als Snack serviert wurden – ich finde nur leider das Rezept nicht mehr. Dieses diente jedenfalls als Inspiration für die Zubereitung des Kichererbsen-Salates: Chili und Curry-Paste sorgen für deftige Schärfe, mächtig Knoblauch für den Charakter und massig Koriander für den Thai-Geschmack – die nötige Säure wird durch Tomaten und einen Spritzer Limettensaft beigesteuert.

Durch den Familienzuwachs darfst Du Dich nun auch über Grill-Rezepte freuen, die ich in nächster Zeit verstärkt auf dem Blog veröffentlichen werde. Denn: Es ist immer Grill-Saison…

Rezept

Zutaten für den Kichererbsen-Koriander-Salat (Für 1-2 Personen):

  • 200g Kichererbsen (aus der Dose oder frisch)
  • 2-3 Korianderwurzeln mit Grün
  • 2-3 rote Chili
  • 1/2 TL rote Curry-Paste (Oder mehr, je nach Gusto)
  • 2 Schalotten
  • 2-3 Knoblauchzehen (Nach Geschmack)
  • 1 Tomate
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2cm Ingwer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Etwas Erdnussöl
  • Sojasauce
  • Fischsauce
  • Etwas Palmzucker

Zubereitung:

1 Wenn Du frische Kichererbsen verwendest solltest Du daran denken, diese rechtzeitig einzuweichen. Dies sollte am besten über Nacht geschehen.

2 Als erstes hackst Du die Korianderwurzeln sehr fein. Danach machst Du Dich an die Chili, Schalotten, das Zitronengras, den Ingwer und die Knoblauchzehen, die auch fein gehackt werden müssen. Die Tomate kannst Du etwas schlampiger schneiden, da das Tomatenfleisch beim Braten eh zerfällt. Die Frühlingszwiebeln schneidest Du schräg in dünne Streifen.

3 Dann erhitzt Du eine Pfanne oder einen Wok, gibst etwas Erdnussöl dazu und brätst die Curry-Paste etwas an. Dann gibst Du die Zwiebeln, den Knoblauch, das Zitronengras und den Ingwer zu und dünstest die Jungs ein wenig. Wenn die Zwiebeln glasig sind, gibst Du die Korianderwurzeln und die Kichererbsen zu und brätst den Mischmasch ein wenig unter stetem Rühren. Nach einiger Zeit gibst Du die Tomatenstücke, die Frühlingszwiebeln und die Chili dazu.

4 Nun nimmst Du die Kichererbsen von der Herdplatte und lässt sie ein wenig ruhen. Danach schmeckst Du sie mit Sojasauce, Fischsauce und Palmzucker ab – und fügst ggf. noch ein wenig Salz hinzu. Wenn Du mehr Säure haben willst, machen sich auch ein paar Spritzer Limettensaft ganz gut.

5 Zuletzt hackst Du die Korianderblätter und mischst diese unter die Kichererbsen, wenn diese nur noch lauwarm sind, weil Koriander Hitze nicht verträgt.

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Lieber Uwe,
Kichererbsen, Koriander, Knoblauch, Curry und Chili, was für eine tolle Kombi… Fast ein Grund, gleich heute abend anzugrillen! :-) Wir warten übrigens schon sehnsüchtig darauf, endlich die Balkonmöbel und unseren Webergrill aus dem Winterschlaf reißen zu dürfen. Ein klitzklein bisschen wärmer sollte es noch sein. Kaltes Bier zum Grillen ist zwar großartig, aber gefrieren sollte es nicht im Glas… ;-)
Lieben Gruß, Dirk

Eine super Kombi, würd ich sagen, lieber Uwe! Und da ich einen tollen Asia-Laden in HD habe, bekomme ich da auch immer den Koriander mit Wurzeln. Der Salat wird gleich nächste Woche nachgemacht, ich freu mich schon!
Liebe Grüße
Julia

Uwe

@Dirk: Dann muss der Glasinhalt eben hochprozentiger sein *g* – Spaß beiseite – das kann ich natürlich verstehen. Aber das neue Pferd im Stall will geritten werden… ;)

@Julia: Wünsche Dir viel Spaß dabei und guten Appetit!

Klingt wie immer lecker und toll photographiert :) Ich liebe Kichererbsen!
LG
Ela

Also Uwe,
eine Sache ist für mich vollkommen klar.
Diese Kombi geht auch vollkommen ohne Grill ;-)

Mit leckerem Gruß, Peter

Das Bild sieht verführerisch aus. Ich werde das Rezept definitiv die Tage probieren!

Immer Grillsaison? Also bei minus 20° kann ich mir was schöneres vorstellen als im Garten zu stehen :) Da stehe ich lieber in meiner warmen Küche und brate mein Steak :)
Der Salat sieht aber gut aus!

Lieber Uwe,

das sieht sehr lecker aus! Und Kichererbsen liegen anscheinend gerade im Trend: Habe selbst erst ein entsprechendes Rezept gepostet und anschließend auch auf verschiedenen anderen Blogs noch aktuelle Kichererbsen-Rezepte entdeckt…

Bin gespannt auf deine Grillrezepte – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen! Aber wie sagst du selbst: Grillsaison ist immer… ;-)

Liebe Grüße
Maren

Hallo Uwe,
eines ist sicher, man kann das Zeug definitiv auch
genießen OHNE zu grillen ;-)

Mit leckerem Gruß, Peter

Uwe

@Ela: Danke! Ich mag die Dinger auch in jeder Form…

@Steffi: Viel Spaß dabei und guten Appetit!

@Maren: Ich freue mich auch schon auf’s Grillen – da kann ich mich Sommers mal wieder richtig austoben…

@Peter: Klar :) Aber irgendwie denkt mein Kopf momentan eher in der Kategorie “grillen”….

Skrei auf Mangold-Risotto mit Noilly-Prat-Sauce

Skrei auf Mangold-Risotto mit Noilly-Prat-Sauce

Drei Skrei-Rezepte habe ich noch auf Halde, die ich Dir nicht vorenthalten will. Da die Skreison (Frei nach Arthurs Tochter) bald endet, muss ich mich sputen. Den Anfang macht heute diese Leckerei: Skrei auf Mangold-Risotto mit einer fantastischen Noilly-Prat-Sauce.

Ich surfte durch die Weiten des World Wide Web auf der Suche nach Inspiration und landete – wie so oft – bei Astrid. Schamlos habe ich mich an ihrem Rezept bedient und es als Vorlage für diese Kreation genommen: Es hat sich mal wieder gelohnt! Ich glaube ja insgeheim, dass es sich auch immer lohnen wird – Astrids Rezepte können gar nicht daneben gehen.

Das beste an dem Rezept ist die Sauce. Diese hebt das Risotto und den Fisch – der richtig gegart per se nicht schlecht sein kann – in ungeahnte Sphären und hat bei Spirit Link am Mittagstisch zufriedenes Glucksen zustande gebracht.

Wenn Du also noch Skrei beim Fischhändler Deines Vertrauens ergattern kannst – probier’ es aus! Du wirst es nicht bereuen!

Rezept

Zutaten für den Skrei auf Mangold-Risotto mit Noilly-Prat-Sauce (Für 4 Personen):

  • 500g Risotto-Reis (z.B. Carnaroli)
  • 750g Skrei mit Haut
  • 1 Mangold, nicht zu groß
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2L Fischfond
  • 2 Lorbeerblätter
  • etwas Noilly Prat
  • etwas Sojasauce
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer

Für die Sauce:

  • 75ml Noilly Prat
  • 200ml Sahne
  • etwas Zucker
  • etwas Sojasauce
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für das Risotto die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Den Fischfond erwärmen. Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Butter glasig dünsten. Reis zugeben und unter Rühren rösten. Mit einem guten Schuss Noilly Prat ablöschen, aufkochen. Wenn die Flüssigkeit verschwunden ist, mit Fischfond aufgießen und stetig rühren. Vorgang wiederholen, bis das Risotto eine sämige Konsistenz hat aber noch immer bissfest ist.

2 Den Mangold in feine Streifen schneiden.

3 Den Backofen vorheizen (60°C). Wasser zum Kochen bringen. Den Fisch auf der Haut in etwas Butter 4 Minuten bei mittelhoher Hitze anbraten. Wenden, und etwa 1 Minute braten. Dann 4-5 Minuten in den Ofen geben. Den Mangold im Wasser kurz blanchieren und unter das Risotto rühren.

4 Die Pfanne mit Noilly Prat ablöschen, Sahne zugeben und aufkochen. Eindicken lassen und mit Sojasauce, Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

5 Fisch salzen und mit dem Risotto und der Noilly-Prat-Sauce servieren.

Quelle: Arthurs Tochter kocht

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Uwe

Exactly!

Christian

Ein Wahnsinns Rezept.
Schmeckt super gut. Und der Fisch ist wirklich der Hammer.

Uwe

Lieber Christian, danke, das freut mich sehr!

SandraausdemHarz

Hallo Uwe,
vielen Dank für das schöne Rezept.
Zwei Fragen:
1. Salzt Du den Fisch gar nicht, also nur durch die Soße?
2. Was passiert mit dem Knoblauch?
Viele Grüße,
S.

Uwe

@Sandra: Danke für Deinen Kommentar! Ich salze den Fisch selten, weil ich den puren Geschmack mag. Es spricht aber nichts dagegen, den Fisch auch zu würzen. Knoblauch? Oh. Den scheine ich vergessen zu haben. Der kommt mit den Zwiebeln ins Risotto – habe ich verbessert. Danke für den Hinweis!

Schmords Spaß am Wochenende

Pochierter Skrei mit Nerone und Kerbel-Sabayon

Es gibt Wochenenden, an denen läuft’s einfach. Die Kocherei geht wunderbar von der Hand, es gibt keinerlei Probleme und die Resultate schmecken. Punkt. Am Wochenende hatte ich einen schmords Spaß – ich zeige Dir, warum…

“Schahatz, die Kinder könnten mal wieder Fisch vertragen.” Nach einigen Jahren Ehe weiß ich genau, dass dieser Konjunktiv eigentlich ein nett verpackter Befehl ist, der keine Widerworte duldet. Gesagt, getan – der Fischhändler meines Vertrauens hatte fangfrische Loins vom Skrei. Die Skrei-Saison neigt sich dem Ende zu, deswegen war mir klar, dass ich diese Gelegenheit noch einmal nutzen wollte.

Loins sind Stücke aus dem Rücken des Skrei, besitzen festes Fleisch und eignen sich daher wunderbar für viele Garmethoden: Von braten bis dämpfen ist alles möglich. Über den Skrei wurde schon anderorts viel geschrieben – hier sei nur nochmal erwähnt, dass es sich hierbei um den “Winterkabeljau” handelt, also jene Jungtiere, die ihr Unwesen bis zur Geschlechtsreife rund um die Lofoten treiben.

Ich habe den Skrei erst in etwas Öl pochiert, dann kurz scharf auf der Hautseite angebraten, weil ich knusprige Fischhaut einfach liebe. Dazu gab’s schwarzen Reis aus dem Piemont – Nerone – etwas verfeinert mit Fischfond. Zum guten Schluss habe ich noch eine Kerbel-Sabayon zubereitet, die sich luftig-locker an Fisch und Reis schmiegt. Bei der Zubereitung der Sabayon ging doch glatt mein Handrührgerät über den Jordan, rauchend und stinkend verabschiedete sich der Motor in das Elektro-Nirvana. Die Kinder hatten Fisch, lecker war’s, Auftrag erfüllt.

Kichererbsensalat

Kichererbsen. Ich liebe sie – in jeder Variation. Egal ob als Curry, als Hummus, als Beilage oder als Salat – ich liebe die kleinen Kügelchen. Als Inspiration dienten mir die scharfen Salate aus dem Vietnam: Ich habe die Kichererbsen in etwas Erdnussöl mit viel Zwiebeln, Knoblauch, Zitronengras, Ingwer und Chili angebraten, ein paar Tomaten zugegeben und die Masse anschließend mit Sojasauce, Fischsauce, Palmzucker und Koriander abgeschmeckt. Die Zubereitung dauert nicht lange – ich kann mir den Kichererbsensalat auch wunderbar im Sommer zu einem schön gegrilltem Stück Fleisch vorstellen. Nebenbei bemerkt: Das Rezept war sogar vegan – eine echte Seltenheit in meiner Küche.

Manchmal verkalkuliere ich mich auch ziemlich. Für kleine Kinder zu kochen ist immer wieder eine Herausforderung, da die lieben Kleinen nicht alles essen und schon gar nicht den selben Geschmack wie kulinarisch Verrückte (z.B. ich) haben. Also koche ich von Zeit zu Zeit kindgerechte Gerichte, die bunt sind und per se eine sichere Bank sein sollten. So zumindest dachte ich, als ich mich dafür entschied, ein Rezept von Mels Blog Gurmet Gourmet Gorilla Gurilla Guerilla nachzukochen: Quesadillas mit Guacamole. Dafür nimmst Du einfach eine reife Avocado, etwas Joghurt, Zitronensaft, Knoblauch und Salz, mixt die Zutaten ordentlich durch und garnierst die Guacamole mit etwas Koriander und Tomaten. Die Quesadillas werden aus Weizentortillas zubereitet, die mit einer Käse-Frühlingszwiebelmischung gefüllt und goldbraun herausgebacken werden. Easy stuff, geht schnell, sieht toll aus. Die Reaktion der Kinder: “Wäääh, das wollen wir nicht.” Grmpf.

Quesadillas mit Guacamole

Das Highlight des Wochenendes folgte aber am Sonntagabend: Geschmorte Kalbsbäckchen mit Ingwer-Kartoffelstampf, scharfem Spinat und einer verdammt wahnsinnig leckeren Sauce aus gutem Rotwein, Rinderbrühe, Wurzelgemüse und Sojasauce. Zum Niederknien! Die Zubereitung war eine doppelte Premiere: Zum einen habe ich das erste Mal mit meinem neuen Schatz – einem Schmortopf von Le Creuset – gekocht, zum zweiten habe ich auch das erste Mal Kalbsbäckchen zubereitet. Es wird definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein! Ich habe die Kalbsbäckchen zunächst 16 Stunden in Rotwein mariniert, anschließend gute 4 Stunden bei etwa 120°C schmoren lassen. Du brauchst kein Messer zum Schneiden – die Bäckchen lassen sich danach mit der Gabel zertrennen. Ein schmords Spass!

Geschmorte Kalbsbäckchen mit Ingwer-Kartoffelstampf, scharfem Spinat

Die Rezepte folgen in den nächsten beiden Wochen.

Ich bin immer wieder begeistert von den tollen Fotos die es hier zu sehen gibt!

Ach Schätzelein … das tut mir aber leid ;-) Koriander und Tomaten – sehr schwierig für Kinder. Unser „Kleiner” mag das ganze auf jeden Fall auch nur ohne einen Fitzel Grün. Darf ich alternativ den Wikingerschmaus andienen? Der kommt im Allgemeinen bei den Kurzen ganz gut weg: http://www.gourmetguerilla.de/2012/06/mamamarketing-2-0-wikingerschmaus/

Lieber Uwe,
je schmords, desto lecker ;-) … und wie immer natürlich ganz toll fotografiert.
Liebe Grüsse aus Zürich,
Andy

Super, auf die Rezepte freu ich mich schon! Kichererbsen gehen immer und Kalbsbäckchen habe ich noch eine Portion im Tiefkühler – die sollen weg, bevor hier demnächst der Sommer anbricht ;-)

Uiiii, da hast Du dich ja wirklich ins Zeug gelegt am Wochenende. Ich freu mich auf die Rezepte.
Aber ehrlich, Kinder und Koriander… das kannst Du wirklich vergessen. Geht nicht, resp. geht erst ab Mitte/Ende der Pubertät – oder aber, wenn die Kids den Koriander bereits mit der MuMi inhaliert haben ;-)

Alles meins! Also – hätte gerne alles meins sein können :)
Sojasauce kommt bei mir an fast jede Sauce/Fond. Meine persönliche kleine Umami-Bombe so to say. Die dünne gebe ich an hellere Saucen, die klebrig dicke (nicht Ketjap Manis, sondern die japanische) schütte ich mit sattem “Blubb” an Fond- oder Saucenansätze. An Kalbsbäckchen gerne auch. Und ein Stück Sternanis, das hebt den Fleischgeschmack bis in den Himmel. Wenn die Dir jetzt so schmecken, dann probiere bald unbedingt Ochsenbacken. Also wirklich Ochse, kein Rind. Sie schmecken wie Kalbsbäckchen hoch drei. Mindestens.

Tolle Fotos! Und alles sieht auch super lecker aus. Ich liebe auch alles was mit Kichererbsen ist. Hm… was die Kinder betrifft, da wärst Du bei uns zu der Zeit wo wir noch Kinder waren, nicht gerade als der Lieblingsvater durchgegangen. Ja früher hieß es immer: Was auf dem Tisch kommt wird gegessen. …aber die Menge war nicht vorgeschrieben. :-) Das gäbe dann tagelanges Resteessen und missmutige Gesichter bei den Kindern. Für die Kinder müsste einfach etwas zusätzliches auf dem Speisplan stehen, wie Pasta oder Pizza.

Liebe Grüße
Anna

Aber ICH! Ich will die Quesadillas! Gib den Kindern den Fisch, und schieb die Fladen rüber!

Viererlei vom Rosenkohl

Kennst Du das? Manche Rezepte machen Dich einfach an, weil sie so schön aufwändig klingen. Und weil Du schon ein bisschen verrückt sein musst, um sie auszuprobieren.

Das Viererlei vom Rosenkohl fällt in dieses Kategorie. Mein lieber Kollege Christian erzählte mir kurz nach Weihnachten von einem “unglaublich aufwändigen Rezept”, in dem Rosenkohl auf vier Arten zubereitet wird und welches aus der Feder des Nürnberger Zwei-Sterne-Restaurants “Essigbrätlein” stammt.

Christian schwärmte mir von dem Rezept in den höchsten Tönen vor und brachte mit Tags darauf auch das zugehörige Rezept mit. Dieses entstammte der lokalen Wurfpost eines Energie-Unternehmens – was an sich schon kurios ist. Ich bezweifle stark, dass dieses Rezept viele Nachahmer finden wird, scheint es mir doch wenig alltagsküchenkompatibel zu sein. Es würde mich also nicht wundern, wenn Christian und ich die einzigen Nachkocher waren.

Das Viererlei glänzt vor allem wegen eines Elementes: Rosenkohlscheiben und -blätter werden 12 Stunden in einer Tonic-Lake eingelegt, mit sous-vide gegartem und mit Ingwer versetzten Rosenkohl und einem getrockneten Mandarinenfilet gefüllt. Das rockt! Und zieht die das verbleibende Zweierlei gehörig mit, denn in Sahne gegarter und in Butter gebratener Rosenkohl können da wenig mithalten.

Wenn Du also einmal viel Zeit hast und verrückt genug bist, dann kann ich Dir diese Vorspeise nur wärmstens empfehlen. Es reicht aber auch völlig, den Tonic-Teil zu übernehmen und daraus eine leckere Vorspeise zu zaubern.

Melanies Familie und Herrn Hansen hat’s als Einstand in unser 7-Gänge-Menü sehr geschmeckt – die Mühe hat sich definitiv gelohnt!

Rezept

Zutaten für das Viererlei vom Rosenkohl (Für 4 Personen):

  • 600g Rosenkohl
  • 20g Butter
  • 100g frischer Ingwer
  • 100ml Tonic
  • 50ml Sonnenblumenöl
  • 30ml Reisessig
  • 40g Zucker
  • Salz
  • 3 Mandarinen
  • Thymian
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

Achtung: Die Zubereitung ist aufwändig und bedarf Vorbereitungen am Tag vor dem Servieren. Zudem wird die technische Ausstattung für das Sous-Vide-Garen benötigt: Dampfgarer und Vakuumier-Gerät, oder ein Vakuum-Beutel. Am Tag des Servierens werden etwa 2,5 Stunden Zubereitungszeit inklusive Garzeiten benötigt!

1 12 Rosenkohlblätter abzupfen. Diese sollten schön rund sein, denn sie werden später gefüllt. 4 Rosenkohlröschen in je 4 Scheiben schneiden. Tonig mit dem Reisessig, dem Zucker und einer Messerspitze Salz aufkochen und danach abkühlen lassen. Rosenkohlblätter und -scheiben kurz in siedendem Wasser blanchieren. Dann für mindestens 12 Stunden in der Tonic-Lake im Kühlschrank einlegen.

2 Am Tag des Servierens die Mandarinen sauber schälen und alles Weiße entfernen. Dann filetieren. Die Mandarinenfilets auf ein Backblech und Backpapier auslegen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Zucker bestreuen und mit Thymian garnieren. Die Mandarinenfilets im Backofen bei etwa 60°C etwa 2 Stunden trocknen. Sie sollten innen noch einen weichen Kern besitzen. Nach Ablauf der zwei Stunden mit etwas Olivenöl vermischen und beiseite stellen.

3 Den Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Mit Sonnenblumenöl vermischen und in einen Vakuumbeutel geben – oder vakuumieren. Im Dampfgarer bei 100°C etwa eine Stunde dämpfen. Den Ingwer aus dem Vakuum holen und in einem Mixer mixen. Beiseite stellen.

4 Vier Rosenkohlröschen putzen und entsaften. Da das eine Höllen-Arbeit ist, empfehle ich Dir folgenden Trick: Die Röschen kurz blanchieren, dann mit etwas Zitronensaft und Salz fein pürieren. Abschmecken. Kühl stellen.

5 Nun können die restlichen Rosenkohlröschen aufgeteilt werden. 1/3 der Röschen puten und in feine Streifen schneiden. Damit werden die Tonic-Blätter gefüllt. In einen Vakuum-Beutel geben oder vakuumieren. 5 Minuten im Dampfgarer bei 100°C garen. In Eiswasser abschrecken, so dass die Rosenkohlstreifen ihre Farbe behalten. Danach mit dem Ingwer mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6 Die restlichen Rosenkohlröschen putzen. Eine Hälfte in Salzwasser weich kochen. Währenddessen die andere Hälfte in Sahne abgedeckt rund 10 Minuten ziehen lassen. Die Röschen aus dem Salzwasser nehmen und in etwas Butter rundherum braun anbraten. Beides abschmecken.

7 Nun erfolgt das Anrichten. Dafür auf Tellern je 3 Rosenkohlblätter aus der Tonic-Lake verteilen und mit den Rosenkohlstreifen mit Ingwer füllen. Zuoberst eine Mandarine platzieren. Die Tonic-Scheiben auf einer Linie mit den gefüllten Blättern verteilen. Gebratenen Rosenkohl und Sahne-Rosenkohl rechts und links anordnen. Den Rosenkohl-Saft daneben träufeln.

Quelle: Essigbrätlein, Andree Köthe

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Oweh, mir zu aufwendig, klingt aber gut.
Ich durfte früher in den genuss seiner Kochkünste kommen. Also vom Herr´n Köthe. Seine Kinder waren bei mir in der Arbeit und er hat fürs Sommerfestbuffet gekocht. War auch sehr lecker :D

Ich habe mir vorhin das Cookbook of Colours runtergeladen und etwas darin gelesen. KOMPLIMENT!!! Da kannst du wirklich stolz drauf sein!Es ist einfach toll geworden!!!
Sollte es noch in Buchform kommen würde ich es mir auf jeden Fall holen!
Lieben Gruß Christin

Hühnchen Kung Pao

Hühnchen Kung Pao

Es gibt wenig asiatische Gerichte, die mich schon über Jahre begleiten und über Jahre geschmacklich fesseln wie das Kung Pao aus der Küche der chinesischen Provinz Szechuan. Es wurde wirklich Zeit, dieses Gericht einmal selbst zuzubereiten.

Zunächst einmal in eigener Sache: Du hast nun eineinhalb Wochen keinen Beitrag auf dem Blog gelesen, weil mich eine Grippe erwischt hatte. Aber nun ist die Sache überstanden und es geht mit frischem Elan weiter.

Oh, noch etwas: Ich bin von den Socken. Komplett! Das Cookbook of Colors wurde seit der Veröffentlichung vor 10 Tagen knapp 1.000x heruntergeladen!! Eintausend! Das ist schlichtweg unglaublich und macht mich sehr, sehr stolz! Wenn Du schon zu den Lesern gehörst, sei Dir für Dein Interesse gedankt – wenn Du das Cookbook of Colors noch nicht heruntergeladen hast, kannst Du es natürlich gerne hier tun! DANKE!

Aber ich wollte Dir etwas über mein Lieblingsessen aus der chinesischen Küche erzählen, richtig? Meine erste Begegnung mit “Hühnchen Kung Pao” geht zurück in die Zeit meines Studiums. Dort gab es in Laufreichweite des Campus ein kleines chinesisches Imbiss-Lokal mit Selbstbedienung, das, weil in einem Einkaufszentrum gelegen, nur bis 21 Uhr geöffnet hatte. Mittags gab es auf die Gerichte 2-3 Euro Rabatt und viele Studenten tummelten sich vor der Theke. Über diese konnte ich direkt in die Küche sehen, in der meist sechs bis acht Flinke Hände an den Woks standen und die Kundenwünsche zelebrierten.

Die Jungs dort kochten gut. Alles frisch, gute Ware, keine Zusätze. Das machte sich bezahlt: Der Laden war immer voll und existiert noch heute. Der salzig-süße, scharfe Geschmack mit viel Knoblauch hatte mich schnell gefangen, und wenn ich heute Kung Pao auf der Karte eines Restaurants entdecke, komme ich selten daran vorbei.

Das Original-Rezept verwendet als Hauptzutat mariniertes Hühnchenfleisch sowie Chili, Szechuan-Pfeffer und Shaoxing-Reiswein. Meine Variante ist eine eher westliche, die noch eine süße Sauce (Hoisin-Sauce) zufügt und den Geschmack des Gerichtes etwas ausgewogener gestaltet.

Hoisin-Sauce wird aus fermentierten Sojabohnen hergestellt, denen danach noch Zutaten wie Knoblauch, Essig und verschiedene Gewürze zugesetzt werden.

Hühnchen Kung Pao

Rezept

Zutaten für Kung Pao (Für 2 Personen):

  • 600g Hähnchenfleisch
  • 2 EL helle Sojasauce
  • 3 EL Shaoxing-Reiswein
  • 1-2 EL Hoisin-Sauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 3 TL Speisestärke
  • 400g Pak Choi
  • 1 Handvoll Spinat
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 2 cm Ingwer
  • 1-2 Chilis (je nach Geschmack)
  • 120g Erdnüsse (geschält)
  • 2 TL Reiswein
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Reisessig
  • 60ml Geflügelfond
  • Sesamöl
  • etwas Szechuan-Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

1 Das Hühnerfleisch in große Stücke schneiden. Mit der hellen Sojasauce, dem Shaoxing-Reiswein, etwas Sesamöl und 2 TL Speisestärke marinieren – mindestens eine Stunde lang (dabei abgedeckt in den Kühlschrank stellen).

2 Den Pak Choi und den Spinat waschen, putzen und die Blätter in ähnlich große Stücke schneiden. Den Strunk des Pak Choi feiner hacken. Die Frühlingszwiebeln schräg schneiden. Den Ingwer und die Chili hacken, den Knoblauch schälen und fein hacken.

3 Den Wok sehr heiß werden lassen. Die Strunk-Stücke des Pak Choi mit etwas Sesamöl, etwas Knoblauch und Reiswein garen. Wenn der Strunk weich ist, die Blätter des Pak Choi und den Spinat zugeben, bis diese zusammenfallen. Salzen und beiseite stellen.

4 Den Wok erneut erhitzen und das Fleisch in etwas Sesamöl gar braten. Nicht zu viel Fleisch in den Wok geben, damit es kein Wasser zieht – lieber mehrere Durchgänge machen. Die Erdnüsse goldbraun rösten.

5 Den Wok nochmals heiß werden lassen und die Frühlingszwiebeln, den restlichen Knoblauch, den Ingwer und die Chilis glasig dünsten. Danach den Zucker, den Reisessig, den Geflügelfond, die Hoisin-Sauce und etwas Sesamöl zufügen. Ggf. mit etwas Speisestärke binden. Aufkochen.

6 Fleisch zufügen und final mit Szechuan-Pfeffer und Salz abschmecken. Erdnüsse, Pak Choi und Spinat zugeben.

Quelle: Kleiner Kuriositätenladen, Wikipedia

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Erinnert an die nach Fisch duftenden Auberginen, scheinbar haben die doch eine für mich bisher verborgene Rote-Linie in ihren Rezepten :P Lecker ist das bestimmt alle mal!

Schaut sehr verlockend aus!
Ist aber schon alleine durch die sparsame Chiliverwendung westlich orientiert – ich habe beim letzten ausprobierten Rezept für 2 Personen 15 getrocknete Chilischoten dringehabt (die allerdings nicht mitgegessen werden) ;-)

Uwe

@helmuth: Viel Spaß dabei!

@Tom: Doch, ist wirklich nicht zu verachten :)

@Petra: Uff. So wie ich das verstehe ist im “Original” gar keine Chili, sonder nur Szechuan-Pfeffer. Ich mag’s aber einfach ein wenig scharf und lasse die Chili dann gerne auch drin :)

Die abgespeckte Version mit frischen Chilis ist sicher auch fein :-)

Laut Wikipedia: “In Sichuan, or when preparing authentic Kung Pao chicken, only Sichuan-style chili peppers such as facing heaven pepper (siehe link) or seven stars pepper are used. Smaller, thinner Sichuanese varieties may also be used.”

Ich finde die große Menge an getrockneten Chilis in Fuchsia Dunlops “Land of Plenty: A Treasury of Authentic Sichuan Cooking”, ebenso wie bei bei Rasa Malaysia. Und auch hier http://hungerhunger.blogspot.de/2011/07/gong-bao-ji-ding.html. Ich habe aber gelernt, dass sie nur zur Aromatisierung dienen und man “um sie herum” isst.

Uwe

@Petra: Danke nochmal für die Richtigstellung. Hab’ ich schlicht überlesen und mich wohl nur auf den Szechuan-Pfeffer fokussiert. Aber ist ja kein Problem, dann probiere ich eben eins dieser Rezepte bei Zeiten aus :D

Mein Vater hat in meiner Kindheit einige Gerichte der Szechuan-Küche gekocht, war stets köstlich. Im Moment bin ich zwar noch auf dem Trüffel-Tripp, bevor die Saison bald endet, aber das tolle Rezept hier ist für mich ein schöner Reminder, mich auch mal wieder in diese Richtung zu orientieren. Die Hoisin-Sauce kann ich mir in Deinem tollen Rezept sehr gut vorstellen!

Das hört sich sehr interessant an! Allerdings müsste ich vor dem Nachkochen erstmal ordentlich einkaufen gehen – viele Zutaten haben meine Küche nich nie gesehen ;-)

Uwe

@Le bonheur goûteux: Die Hoisin-Sauce ist zugegeben nicht ganz Original, hat aber super gepasst. Wichtig ist nur, dass Du nicht zu viel davon nimmst, da sie ja schon recht mächtig ist.

@Christin: Das glaube ich gerne! Aber wenn Du öfter asiatisch kochst, dann sammelt sich schnell ein gewisser Grundstock an – und die meisten Zutaten halten sich auch ewig.

Die Erdnüsse sehen wie Cashews aus ;)

Uwe

Verdammt! Erwischt :) – Ich hatte keine Erdnüsse mehr.

Hola! Das passt genau in mein Beutemuster. Die Küche ist hier zur Zeit auch noch einfach und schnell soll es gehen. Tja die Viren. Gut ist es bei euch durch und wir bekommen so tolle Bilder präsentiert! Merci u Liebs Grüessli irene

Gestern Abend nachgekocht. Geiles Zeug!