Sauerbraten von der Querrippe

Für einen exzellenten Schmaus braucht es nicht immer die edelsten Stücke Fleisch. Denn wenn die richtige Zubereitungsmethode gewählt wird, werden die vermeintlich minderwertigeren Stücke ein echter Leckerbissen.

Die Querrippe ist hierzulande nicht so bekannt und fällt (leider) oftmals in den Sammeltopf „Suppenfleisch“. Dort finden sich eher die Stücke, die in der Theke oftmals liegen bleiben oder eine besondere Zubereitung brauchen, um nicht zäh oder schuhsohlig zu schmecken. Am einfachsten ist es dann, das Fleisch ein paar Stunden mit allerlei Gemüse zu einer leckeren Brühe zu kochen.

In der BBQ-Szene der USA dagegen finden sich Querrippen-Rezepte in allen Büchern: Die als „Short Ribs“ bekannten Stücke werden vorzugsweise im Smoker über Stunden langsam geräuchert, nur um am Ende der Garzeit wie von selbst von den Knochen zu fallen. Aber auch jenseits der Smoker- oder BBQ-Szene lassen sich tolle Gerichte mit dem Fleisch zaubern.

Grundsätzlich stammt die Querrippe aus dem vorderen Bereich der Rinderrippen und liegt unterhalb des Halses und der Hochrippe. Das Fleisch ist durchwachsen und eignet sich aufgrund seiner Struktur vor allem für Eintöpfe und Suppen, aber auch für Schmorgerichte. Ich mag Fleischstücke mit Knochen sehr gerne, weil ich den Eindruck habe, dass diese Stücke Fleisch besonders zart werden – und der Sauce auch noch einen gewissen Touch verleihen. Die Gartemperatur sollte über 80°C liegen und mehrere Stunden umfassen – bei 80°C werden etwa 8 bis 12 Stunden benötigt. Ich habe das Fleisch bei 140°C etwa 4 Stunden im Ofen gehabt, 3 hätten wohl auch genügt.

Nach der Garzeit lässt sich das Fleisch mit der Gabel zerteilen und fällt wie von selbst vom Knochen. Die Querrippe kann natürlich auch als ganz normales Schmorgericht zubereitet werden, ohne das Fleisch wie in diesem Rezept 48 Stunden in einer Beize liegen zu haben.

Wenn Ihr Querrippe einmal ausprobieren wollt, so müsst Ihr das Fleisch bei Eurem Metzger in der Regel vorbestellen.

Rezept

Dauer: Ca. 1 Stunde Zubereitungszeit, 48 Stunden Beize, 4 Stunden im Ofen

Zutaten für den Sauerbraten von der Querrippe (Für 4 Personen):

Für die Beize:

  • 800 g Querrippe
  • 500 ml Rotwein
  • 200 ml Rotweinessig
  • 50 ml Aceto Balsamico di Modena
  • 2 EL Sojasauce
  • 10 Pfefferkörner
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 Wacholderbeeren
  • 2 EL Senfsamen
  • 3 Gewürznelken
  • 2 Pimentkörner

Für die Sauce:

  • Etwas Butterschmalz
  • 3 EL Sojasauce
  • 200 ml Rotwein
  • 400 ml Rinderfond

Zubereitung:

1 Die Querrippe parieren und etwa 48 Stunden in der Beize einlegen (geschlossene Dose, Kühlschrank).

2 Entnehmen, abtupfen, die Beize NICHT wegschütten. Das Fleisch rundherum in etwas Butterschmalz anbraten. Mit 3 EL Sojasauce ablöschen, einkochen lassen. Mit Rotwein ablöschen, einkochen lassen. Vorgang wiederholen. Mit dem Rinderfond angießen und so viel von der Beize zugeben, bis ein angenehmes Mischverhältnis entstanden ist. Aufkochen.

3 Backofen auf 140°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Querrippe etwa 4 Stunden mit geschlossenem Deckel schmoren, danach entnehmen und die Sauce einkochen.

Tipp: Dazu passen Pommes Dauphin oder bayerische Frühlingsrollen.

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  • Noch kürzlich habe ich gedacht, Querrippe gab’s schon lange nicht mehr (ich hab die auch schon “koreanisch” im Slow Cooker gemacht). Das ist der letzte Anstubser, den ich gebraucht habe, danke!AntwortenAbbrechen

  • Ich muss das auch unbedingt mal wieder machen. Ist nur die Frage, ob ich das gut hinbekomme. Sowas muss ja auf den Punkt sein. Aber dieses Foto ist so schön, besonders die Bratensoße, da muss man es ja einfach versuchen :-)
    Viele Grüße aus Neustift Stubaital :-)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Melanie, die Angst kann ich Dir nehmen, bei einem solchen Schmorgericht muss nichts auf den Punkt sein. Ob der Braten 3,5 Stunden, 4 Stunden oder 4 Stunden 32 Minuten im Ofen ist, ist fast egal.AntwortenAbbrechen

  • Und wer denn schon beim Metzger die Querrippe bestellt, möge sich gleich eine Zwerchrippe mitordern. Das ist das beste Suppenfleisch der Welt! :)AntwortenAbbrechen

  • Ole

    Klingt gut und wird am Wochenende gemacht. Aber was ist denn ein “angenehmes Mischverhältnis” von Rotwein und Beize?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Ole, gute Frage =)
      Da gibt’s keine pauschale Antwort. Jeder empfindet das anders. Für meinen Teil müssen Sauerbraten richtig sauer sein, was vielen Gästen oftmals schon zu sauer ist. Ich gehe so vor, dass ich die Beize schluckweise in den Wein gieße und immer wieder probiere, wie ich es auch bei einer Salatsauce machen würde. Und wenn Dir irgendwann das Verhältnis ausgewogen auf der Zunge erscheint, passt’s. Im Notfall kannst Du die Sauce im Nachgang beim Abschmecken noch saurer machen, indem Du Essig zugibst. Andersherum wird’s schwierig, deswegen ist es ratsam, lieber etwas weniger Beize als zuviel zuzugeben.AntwortenAbbrechen

bieressig-2

Ihr wisst ja: Ich versuche hin und wieder, Produkte selbst herzustellen, die wir meist nur noch aus industrieller Produktion kennen und als Fertigprodukt Woche für Woche in den Supermärkten kaufen. Diesmal habe ich mich an Essig versucht.

Um Essig herzustellen, bedient man sich wieder einmal der Hilfe von Bakterien. Diese wandeln den Alkohol mit Hilfe von Sauerstoff in Essigsäure um, es handelt sich dabei also um Fermentation, nur dass im Gegensatz zur Herstellung von Ginger Beer nicht Alkohol auf-, sondern abgebaut wird.

Klassischerweise wird Essig aus Weinen hergestellt. Ob Obst-, Frucht- oder Traubenweine: Alles funktioniert. Nur geschwefelt sollten die Ausgangsprodukte nicht sein, da der Schwefel die Umwandlung von Alkohol in Essigsäure stark verzögert. Lässt man nun alkoholhaltige Flüssigkeiten längere Zeit offen stehen, so kann es sein, dass die Fermentation von ganz alleine startet. Essigsäurebakterien siedeln sich an und bilden gallertartige Fäden, wie ihr sie vielleicht auf den Böden von Essigflaschen schon einmal gesehen habt. Diese Fäden werden „Essigmutter“ genannt und können alkoholhaltigen Flüssigkeiten zur Beschleunigung der Essiggewinnung zugesetzt werden.

In Gunnar Karl Gíslasons famosem Kochbuch „North – The new nordic cuisine“ fand ich ein Rezept für Bieressig, was mein unmittelbares Interesse geweckt und den Drang ausgelöst hat, es selbst auszuprobieren. Für die Herstellung von Bieressig braucht Ihr ein stärkeres Bier, am besten einen hellen oder dunklen Bock, lieber Doppelbock. Diesem wird etwas Essigmutter zugesetzt (gibt es im Spezialversand zu kaufen), und nach 3-4 Wochen hat der Essig einen angenehm sauren Geschmack, der Alkohol wurde abgebaut.

Bieressig
Ich verwende den Bieressig um Saucen abzuschmecken oder um deftige Salate zu marinieren – daraus ergibt sich ein wunderbar aromatischer Geschmack. Selbst hergestellter Essig hält sich luftdicht und steril abgefüllt mindestens etwa 4 Wochen.

Auf den Bildern seht Ihr, dass der Essig in ausgespülten Smoothie-Flaschen steckt. Das ist kein Zufall, denn der Hersteller der leckeren True Fruits-Smoothies hat sich wahrlich etwas Gutes einfallen lassen, um Müll zu vermeiden und die Glasflaschen auch weiter benutzen zu können. Passend zu den Flaschen wurden zwei Schraubverschlüsse entwickelt, die aus den Gläsern tolle Kannen und Gefäße machen. Dabei handelt es sich also nicht um Re-, sondern „Upcycling”: Dabei werden Abfall- oder scheinbar nutzlose Produkte durch stoffliche Aufwertung in neue Produkte verwandelt. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert dabei die Produktion neuer Materialien und leistet so einen Beitrag zu Umweltschutz und Müllvermeidung. Ich finde es toll, wenn sich Unternehmen in eine solche Richtung Gedanken machen (und nebenbei auch noch leckere Smoothies ohne Zusatzstoffe produzieren), weswegen ich eine entsprechende Anfrage zur Kooperation gerne angenommen habe. Nun schlummern in verschiedenen Smoothie-Gläsern die unterschiedlichsten Essig-Sorten….

Bieressig

Rezept

Dauer: 5 Minuten Zubereitungszeit, 3-4 Wochen Reifezeit

Zutaten für den Bieressig:

  • 600 ml dunkler (Doppel-)Bock
  • Etwas Essigmutter (1-2 TL)

Zubereitung:

1 Das Bier in eine saubere, sterilisierte Glasflasche füllen. Die Essigmutter zugeben und mit einem Mulltuch verschließen. Etwa 3 bis 4 Wochen an einem dunklen, trockenen Ort – nicht zu kalt – lagern.

2 Jede Woche probieren und kontrollieren, wie sich die Säure entwickelt. Falls sich auf dem Essig ein weißer Film bildet, diesen entfernen und mit einem frischen Mulltuch verschließen. Sobald der Geschmack angenehm sauer und würzig ist, kann der Essig verwendet werden – dann mit einem sterilisierten Deckel verschließen und vor Gebrauch durch einen Kaffeefilter filtern. Sollte sich Schimmel gebildet haben, muss der Essigansatz leider weggeschüttet werden.

Tipp: Um die Glasflaschen zu sterilisieren, setze ich einen Topf mit Wasser auf und bringe dieses zum Kochen. Dann gebe ich die Glasflaschen in das kochende Wasser und lasse diese 10 Minuten kochen. Ich entnehme die Flaschen mit einer Pinzette und lasse sie an der Luft trocknen – die Verschlüsse sterilisiere ich genauso.

Quelle: „North – The new nordic cuisine“ von Gunnar Karl Gíslason

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Werbe-Hinweis: Der Artikel wurde im Auftrag von True Fruits geschrieben. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen. Im Artikel wird die Webseite von True Fruits mehrfach genannt und verlinkt.
  • Cooles Rezept. Ich glaub, es ist das ultimative Mitbringsel für einen Männerhaushalt :)AntwortenAbbrechen

  • Bieressig…! Wie genial ist das denn, Uwe?
    Muss ich ausprobieren! Vorher muss ich mir nur noch irgendwie die Essigmutter aufziehen.
    Liebe Grüße,
    YlvaAntwortenAbbrechen

Eier-Bagels mit Speck und Kresse

Bagel-Time! Heute nicht als Snack, sondern als Frühstückchen mit einem samtig-weichen Frühstücksei und krossem Speck. So macht aufwachen Spaß!

Seit ich meiner Familie vor einigen Wochen den Lachs-Bagel nach einem Rezept aus Stevan Pauls Kochbuch „Auf die Hand“ vorgesetzt habe, verlangt die liebenswürdige Meute stetig nach den Kringeln mit Loch. Tja, selbst schuld, wie man sie sich erzieht…

Ich habe Euch in einem eigenen Artikel schon einmal beschrieben, wie Ihr die Bagels am besten selbst herstellt. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, immer die doppelte Rezeptmenge zu produzieren und nicht benötigte Bagels nach dem Backen einzugefrieren. Das funktioniert super, und auch das Aufgefrieren ist unproblematisch: Raus aus dem Tiefkühler, rein in den Ofen, 10 Minuten bei 120 Grad gewartet, Ping, fertig.

Die Frühstücksbagels heute sind mit Rührei und krossem Speck sowie einem Schwung Kresse belegt. Meine Rühreier bereite ich immer gleich zu: Ich vermische Eier mit wenig Milch (oder Sahne), und backe daraus bei wenig Hitze schön saftige Rühreistücke. Das Rührei kann dabei beliebig mit Tomaten, Zwiebeln, Pilzen oder anderen Zutaten aromatisiert werden. Alles auf den Bagel und ab in den Mund – so kann der Tag beginnen….

Rezept

Dauer: Wenn die Bagels nicht selbst gemacht werden: 10 Minuten

Zutaten für die Eier-Bagels mit Speck und Kresse (Für 4 Personen):

  • 4 Bagels, selbst gemacht z. B. nach diesem Rezept
  • 6 Eier
  • 4 EL Milch
  • 4 Scheiben Schinkenspeck, etwas dicker geschnitten
  • 6 EL Kresse
  • Etwas Butter
  • Etwas Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und die Milch zugeben. Mit einer Gabel vermischen. In einer Pfanne etwas Butterschmalz schmelzen und den Speck von beiden Seiten kross braten. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

2 Die Eier in dieselbe Pfanne gießen und bei mittlerer Hitze etwa 2-3 Minuten garen lassen. Dann mit einem Pfannenwender stückig umdrehen und wenden, bis die Eier vollständig gestockt, aber noch nicht bröselig sind. Mit Salz und Pfeffer würzen, wer mag kann einen Hauch Pimenton de la Vera zugeben.

3 Die Bagels halbieren und mit Butter bestreichen. Rührei darauf portionieren, je eine Scheibe Speck dazu und mit Kresse garnieren. Deckel darauf und servieren.

Varianten:

  • Anstelle Butter könnt Ihr auch Frischkäse nehmen
  • Ihr könnt in das Rührei Pilze, Zwiebeln oder Tomaten geben
  • Alternativ könnt Ihr die Bagel-Scheiben kurz vor Gebrauch toasten, damit sie beim Verzehr noch warm sind

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  • Guten Morgen Uwe, das ist ja lustig – genau die gleichen Bagels gab es gestern Morgen bei uns auch zum Frühstück. Nur habe ich die Kringel nicht selber gemacht. Das werde ich aber beim nächsten Mal nach Deinem Rezept probieren. Hört sich gut an.
    Den Speck mache ich immer im Backofen – einfach auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech. Spritzt und stinkt nicht, und die Eier kann man parallel braten.
    LG, StefanieAntwortenAbbrechen

Scharfe Marinara-Fleischbällchen

Kennt Ihr das? Ihr seht untertags ein Rezept auf einem Eurer Lieblingsblogs, speichert das in Eurer “demnächst-mal-sofort-nachkochen-Liste” ab und könnt eigentlich den ganzen lieben langen Tag an nichts anderes mehr denken?

So ging es mir, als Mel von Gourmet Guerilla vor fast zwei Wochen das Rezept zu diesen Fleischbällchen veröffentlichte. Mit Fleischbällchen könnt Ihr mich ja eh hinter dem Ofen hervor locken, darauf stehe ich in nahezu jeder Kombination. Ob als Polpette, Bulette oder Köfte – ich mag aus Hack geformte Kugeln, Bratlinge oder Braten wirklich gerne.

Ich konnte dem Drang des sofortigen Nachkochens am Tag des Entdeckens noch nicht nachgeben, weil einfach zu viele Punkte auf der Agenda standen. Noch nicht. Das sollte sich aber ein paar Tage später ändern. An einem stressigen Arbeitsdienstag stand ich ohne eine Idee, was ich mittags nun zu mir nehmen sollte, in unserer kleinen Agenturküche, als meine liebe Kollegin Wencke Tupperschüssel-bewaffnet um die Ecke kam und mir solidarisch anbot, ihr Mittagessen mit mir zu teilen. Sie meinte: “Weisste, das ist dieses Gericht von der Bloggerin, das Du neulich auf Facebook geliked hast, von dieser Gourmet…dings…Gorilla.”

Mel, soweit ist’s gekommen: Liebe Kolleginnen teilen mit mir Deine Rezepte. Und das ist durchaus etwas, an das ich mich gewöhnen könnte, denn die Meatballs sind einfach umwerfend. So umwerfend, dass ich mich an eben jenem Tag abends noch selbst in die Küche stellte, um dem nun erhöhten Druck des “Muss-ich-unbedingt-nachkochen” endlich nachzugeben.

Die Fleischbällchen werden mit Piment, Salz und Pfeffer sowie Petersilie gewürzt und schnell geformt. Die Sauce besteht aus Zwiebeln, Knoblauch, Sardellen, Auberginenpaste und allerlei orientalischen Gewürzen. Der Clou: Mel bereitete die Sause im Schnellkochtopf zu: Sauce unten, Fleischbällchen im Einsatz darüber. Innerhalb von 10 Minuten Garzeit ist das Gericht also fertig, nach in Summe 30 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.

Und wenn ich’s mir recht überlege, dann könnte ich gerade schon wieder….

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten für die Marinara Meatballs (Für 2-3 Personen):

  • 600 g Rinderhack
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Dosen geschälte Tomaten
  • 200 g Auberginenpaste
  • 4 Sardellenfilets
  • 2 EL Rosinen
  • 1 Bund Petersilie (oder Koriander)
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Piment
  • 1-2 TL Cayenne-Pfeffer, je nach Geschmack
  • Salz, Pfeffer
  • Etwas Butter

Zubereitung:

1 Petersilie hacken, ebenso die Stängel fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Sardellenfilets ebenfalls fein hacken.

2 Das Hackfleisch mit Piment und der Hälfte der Petersilie vermischen, mit Salz und ordentlich Pfeffer würzen. Bällchen formen und in den Einsatz eines Schnellkochtopfs legen.

3 Für die Sauce die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Butter im Schnellkochtopf anschwitzen, Sardellen zugeben. Auberginenpaste, Rosinen, Petersilien-Stiele und Tomaten zugeben, dann mit Kreuzkümmel, Cayenne-Pfeffer und Pfeffer abschmecken.

4 Die Fleischbällchen in den Kochtopf einsetzen und Kochtopf schließen. Auf der zweiten Ringstufe etwa 10 Minuten garen.

5 Fleischbällchen entnehmen und die Sauce mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zucker abschmecken. Restliche Petersilie unterrühren und die Fleischbällchen mit der Sauce vermischen.

Tipp: Dazu passen Reis und ein wenig Parmesan.

Quelle: Gourmet Guerilla

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  • Das Foto mach Appetit auf mehr…

    Gut, die Sauce würde ich persönlich jetzt nicht im Schnellkochtopf zubereiten – einerseits habe ich vor diesen Dinger einen gewaltigen Respekt und andererseits stört mich daran das ich sozusagen die Kontrolle über den Garvorgang ein Stück weit aus der Hand gebe. Ich befürchte da bin ich Traditionalist…

    Reis kann ich mir als Beilage hervorragend vorstellen, aber über den Parmesan bin ich dann schon ein wenig gestolpert – habe ich jedenfalls im Zusammenhang mit orientalischen Aromen noch nicht gegessen…

    Viele Grüße
    MarioAntwortenAbbrechen

  • Die Nahaufnahme der Meaballs ist der Hammer!
    Das sieht fantastiach aus, da möchte ich den Bildschirm gar ablecken ;-)
    Sehr schönes Rezept, danke dafür!AntwortenAbbrechen

  • Tobias Stapf

    Soeben nachgekocht und begeistert…
    Statt dem Reis habe ich jedoch Kartoffelstampf mit etwas Parmesan serviert.
    Vielen Dank fürs Rezept.

    Viele Grüße aus München
    TobiasAntwortenAbbrechen

Cashew-Erbsen-Curry

Nach einer fleischreichen Woche startet die neue vegan, und das mit für ein Curry eher ungewöhnlichen Zutaten. Im Mittelpunkt stehen Cashew-Kerne und Erbsen.

Zunächst jedoch noch etwas in eigener Sache: Christian vom Küchenfunk kam vor ein paar Wochen auf mich zu und fragte, ob ich Lust hätte, mit ihm eine Folge für seinen Podcast – den Küchenfunk – zu produzieren. Christian macht das schon seit einigen Jahren und ist mittlerweile bei über 70 Podcast-Folgen angelangt, in denen er sich zumeist etwa eine Stunde mit einem Interview-Partner über kulinarische Themen, Rezepte, Zutaten oder auch Restaurants unterhält. Ich habe sofort eingewilligt und das Ergebnis kann seit gestern auf der Webseite des Küchenfunk angehört werden. Wer mag, hört einfach einmal in die Sendung hinein oder kann sich die Folge auch herunterladen.

Zurück zum Curry! Die Geschichte dazu ist schnell erzählt: Knoblauch, Ingwer und Cashew-Kerne werden in etwas Sesamöl angebraten, die Gewürze zugegeben. Am Ende werden die Erbsen untergerührt, kurz geschwenkt, bevor das Curry mit ein paar Spritzern Zitronensaft und etwas Salz final abgeschmeckt wird.

Cashew-Erbsen-Curry

Ich war erst sehr skeptisch ob der wenigen und dann auch noch sehr speziellen Zutaten: Erbsen und Cashew-Kerne als Hauptfiguren in einem Essen sind alles andere als alltäglich. Es gibt aber keinen Zweifel: Geröstete Nüsse sind schon solo eine Wucht, Erbsen geben dem Gericht Halt und die vielen Gewürze sorgen für eine angenehme Wärme im Mund. Der Clou: Der Zitronensaft am Ende, der das Gericht nochmal in ungeahnte Höhen hievt. Versucht außerdem unbedingt Curry-Blätter zu bekommen, sollten diese nicht frisch zu haben sein, so haben viele Asia-Läden getrocknete Blätter im Sortiment. Diese werden beim Kochen angenehm weich und können problemlos mitgegessen werden.

Habt eine schöne Woche! Ach ja, habt Ihr eigentlich schon mein E-Book „Die besten Rezepte 2014“ heruntergeladen? Nein? Gibt’s hier. Natürlich kostenfrei.

Cashew-Erbsen-Curry

Rezept

Dauer: 15 Minuten

Zutaten für das Cashew-Erbsen-Curry (Für 2 Personen):

  • 200 g Cashew-Kerne
  • 300 g Erbsen
  • 1 EL braune Senfsamen
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 4 cm Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1-2 Chili
  • 1 Handvoll Curryblätter
  • 1/2 Zitrone
  • 2 EL Sesamöl
  • Salz

Wer mag: Reis als Beilage

Zubereitung:

1 Den Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Chili ebenfalls fein hacken.

2 Das Sesamöl langsam erhitzen, Ingwer, Knoblauch, Nüsse, Senfsamen und Kreuzkümmel zugeben und rösten. Erbsen, Curryblätter und die Chili zugeben und alles etwa 5 Minuten anbraten.

3 Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Quelle: Food52

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  • Das ist wirklich mal ein spannendes Curry! Unter Curry stell ich mir meist eher eine matschige scharfe Pampe mit viel Gemüse vor, dieses eher trockene Curry mit Erbsen und Nüssen überrascht mich. Klingt aber toll und sieht auch so aus!
    Ist gemerkt :)
    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hi Ela, das war auch wirklich lecker. Und ich fand’s auch nicht trocken – Sesamöl und am Ende der Zitronensaft scheinen auszureichen.AntwortenAbbrechen

  • Max

    Hi Uwe, ist das Ganze nicht etwas trocken?
    Liebe GrüßeAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hi Max, nein, war es nicht. Für den Fall des Falles kannst Du immer 2-3 EL Wasser zugeben und neu abschmecken.AntwortenAbbrechen