Geräucherte Ceviche vom Grill mit Koriander und Chili

Spätestens seit der Fußball-WM in diesem Jahr ist eine Ceviche auf deutschen Tellern keine Unbekannte mehr. Fischliebhaber mögen den zarten Geschmack rohen Fisches, der mit einer Zitrus-Vinaigrette, Chili und Koriander mariniert ist.

Dieses Rezept ist vielleicht etwas für Einsteiger, die sich nicht so einfach an rohen Fisch heranwagen wollen. Ich habe den Zander – in den Originalrezepten wird oft Meeresfisch verwendet – vor dem Marinieren noch auf einer Holzplanke geräuchert. Das Fischfleisch nimmt dabei den Zedernholzrauch auf und wird geschmacklich reichhaltiger. Zudem ist das Fleisch nicht mehr roh, aber dennoch zart und weich.

Beim Räuchern auf der Planke ist zu beachten, dass die Planke vor der Nutzung ausreichend lange gewässert wird. Tut man das nicht, fängt das Zedernholz Feuer und der Fisch verbrennt. Und das wäre doof. Wenn sich die Planke dagegen mit Wasser vollsaugt, sorgt die Hitzeeinwirkung dafür, dass sich Rauch entwickelt, der dann das Gargut auf der Planke umhüllt. Solange der Fisch noch keine Kernemperatur von 60°C (Fisch sollte niemals so heiß werden…) erreicht hat, kann der Rauch gut aufgenommen werden.

Zugegeben: Geräucherten Fisch als Ceviche zu bezeichnen, ist für Puristen wahrscheinlich eine kleine Blasphemie, denn normalerweise kommt dafür nur roher Fisch in Frage. Bei der Marinade habe ich dafür keine Kompromisse gemacht und habe klassische Komponenten gewählt: Koriander, Chili, Blutorangensaft, Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer sorgen für einen schönen frischen Geschmack.

Noch ein Tipp: Legt man halbierte Zitronen mit der Schnittfläche auf den Grill und wartet einige Zeit, so fangen die Zitronen an, unglaublich aromatisch zu duften. Der Saft verdickt sich und hat ein süßeres Aroma, wenn man ihn auf Salate, Steaks oder Gemüse quetscht. Auf der Schnittfläche gegarte Zitronen sind eine meiner Entdeckungen dieses Grillsommers.

Geräucherte Ceviche vom Grill mit Koriander und Chili

Rezept

Dauer: Ca. 15 Minuten Vorbereitung, ca. 25 Minuten Grillzeit

Benötigtes Equipment: Zedernholzplatte, 12 Stunden gewässert

Zutaten für die Ceviche vom Grill mit Koriander und Chili (Für 4 Personen):

  • 800 g Zanderfilet ohne Haut
  • 1 Bund Koriander
  • 2 rote Chili
  • 2 Blutorangen
  • 3 Zitronen
  • Meersalz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Grill auf 180°C direkte Hitze vorbereiten.

2 Eine Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben auf das Zanderfilet legen. Den Zander auf die gewässerte Zedernholzplanke legen und etwa 20 Minuten im geschlossenen Grill räuchern. Der Fisch darf ruhig noch etwas roh sein.

3 Währenddessen die Blutorangen und die beiden verbliebenen Zitronen auspressen und den Saft vermischen. Die Chilis fein hacken. Den Koriander ebenfalls fein hacken, ein paar Blätter für die Garnitur übrig lassen. Zu dem Blutorangen-Zitronensaft geben und mit Salz und Pfeffer – ggf. etwas Zucker – abschmecken.

4 Das Zanderfilet vom Grill nehmen und mit zwei Gabeln leicht zerteilen. Mit der Marinade vermischen und 5 Minuten ziehen lassen, abschmecken und lauwarm servieren.

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Croque Madame Muffins

Sonntagmorgen! Das bedeutet bei mir gemütliches Familienleben, lange im Schlafanzug durch die Wohnung schlurfen, mit den Kindern spielen und ausgedehnt frühstücken. Und Sonntags darf es dann gerne etwas mehr sein als das Brötchen vom guten Bäcker.

Ich bin auf einer Reise. Seit meinen Schultagen als Achtklässler frühstücke ich nicht, ich habe es einfach nie für als sonderlich notwendig erachtet. Dazu kam, dass mir lange morgens nach allem nur nicht nach Nahrungsaufnahme war. Ich weiß, dass das Frühstück eine sehr wichtige Mahlzeit ist, wenn nicht die wichtigste überhaupt, und habe mir daher vorgenommen, mich Schritt für Schritt daran zu gewöhnen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass das eine Mischung aus Kopfsache und Faulheit ist, denn im Urlaub frühstücke ich gerne. Jeden Tag. Zuhause: Gnulp.

Am Wochenende fällt mir das Frühstücken wieder einfach. Ich stelle mich gerne in die Küche und sorge dafür, dass allerlei gute Gerüche nach und nach die Wohnung durchströmen und mit einem olfaktorischen „Guten Morgen!“ erfüllen. Dazu ein wenig Musik aus einer der vielen „Smooth Wake-up“ Playlisten – perfekt.

Croque Madame und der zugehörige Monsieur standen schon lange auf meiner Nachkochliste. Dabei handelt es sich um einen in Deutschland erfundenen französischen Klassiker, bei dem Weißbrot (KEIN Toastbrot!!) in einer Milch-Ei-Mischung gebadet, mit Schinken und Käse gefüllt und langsam in einer Pfanne gebacken wird. Der Unterschied zwischen Madame und Monsieur liegt darin, dass Madame zuoberst noch ein Spiegelei serviert bekommt.

Bei Steph vom Kleinen Kuriositätenladen entdeckte ich eine schöne Abwandlung, Croque Madame Muffins. Das Rezept stammt wohl ursprünglich aus einem Kochbuch von Rachel Koo und hat mich mehr angesprochen als die Fettbomben, die die Croques normalerweise sind. Für die Basis der Muffins wird Weißbrot verwendet, in meinem Fall Reste meiner Focaccia. Das Brot wird aufgeschnitten, ausgerollt und in die Muffin-Formen gepresst. In das entstehende Körbchen kommt eine Scheiben guter Schinken oder Bacon, darauf ein Ei und zuoberst noch ein Esslöffel Sauce Mornay, eine Abwandlung der klassischen Bechamel-Sauce. Nach 20 Minuten im Backofen sind die Muffins fertig und verströmen einen so unverschämt angenehmen Geruch, dass die Familie automatisch den Weg zum Esstisch findet.

Einen schönen Sonntag!

Croque Madame Muffins

Rezept

Zutaten für die Croque Madame Muffins (Für 4 Personen):

Zutaten für die Sauce Mornay:

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 TL grobkörniger Senf
  • 60 g Comté
  • Etwas Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Für die Muffins:

  • 4 dünne Scheiben Weißbrot
  • 4 Scheiben Schinken
  • 4 Eier
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für die Sauce Mornay etwas Butter in einer Kasserolle erhitzen, Mehl zugeben und mit einem Schneebesen gut verrühren. Mit der Milch ablöschen und gut verrühren, dass keine Klümpchen zurückbleiben. Sobald die Masse bindet, Senf und fein geriebenene Comté zugeben. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Weißbrotscheiben mit einem Nudelholz ausrollen und in gefettete Muffin-Formen pressen, so dass sich schöne Körbchen ergeben. In jedes Körbchen eine Scheibe Schinken geben, darauf ein Ei. Zuoberst ein Klecks Sauce Mornay.

3 Muffins bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten backen – in den letzten Minuten den Grill zuschalten, so dass die Oberfläche der Muffins leicht bräunt.

Quelle: Kleiner Kuriositätenladen

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Penne in Padella bedeutet wohl soviel wie „Nudeln aus der Pfanne“ und beschreibt ein Gericht, das in der Pfanne hergestellt wird. In diesem Fall handelt es sich um eine Pasta mit leckerer Tomaten-Auberginensauce.

Auberginen haben jetzt Saison und wer die zumeist schwarzen Früchte so gern mag wie ich, der sollte sich dieser Tage auf den Weg zum heimischen Markt machen, und das eine oder andere Exemplar erstehen. Egal ob Moussaka, İmam Bayıldı, Ratatouille oder Baba Ghanoush – Auberginen erfreuen sich im gesamten Mittelmeerraum und im Orient großer Beliebtheit. Selbst in Thailand und Indien werden die kleineren, runden asiatischen Verwandten gerne in Currys verarbeitet.

Ich habe auf dem Streifzug durch meinen Blog ein paar Auberginen-Rezepte zusammengetragen, die ich Liebhabern der Frucht gut empfehlen kann:

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Die Pasta selbst ist einfach und schnell zu kochen – ein typisches Gericht, da am Mittagstisch meiner Firma gut ankäme und für zufriedene Gesichter sorgte. Die Auberginen werden gewürfelt, kurz gesalzen und ziehen gelassen, um die lästigen Bitterstoffe zu vertreiben. Dann werden die Würfel angebraten und mit Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch so lange gekocht, bis eine schöne Sauce entstanden ist. Abschmecken, fertig. Kochen kann so einfach und dabei so lecker sein.

Rezept

Dauer: ca. 30 Minuten

Zutaten für die Penne in Padella (Für 4 Personen):

  • 600 g Pasta
  • 2 Auberginen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 800 g frische Tomaten
  • 2 EL Crème Fraîche
  • 100 ml Rotwein
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Frischer Parmesan
  • Etwas Zucker
  • Etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Als erstes die Auberginen fein würfeln und etwas salzen, für eine halbe Stunde ziehen lassen. Ausgetretene Flüssigkeit mit einem Küchentuch abtropfen.

2 In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein hacken. In etwas Olivenöl glasig dünsten. Entnehmen. Die Tomaten vierteln.

3 Die Auberginenwürfel in wenig Olivenöl anbraten und anschließend mit dem Rotwein ablöschen, aufkochen und reduzieren lassen. Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch zu den Auberginen geben und alles aufkochen und bei moderater Hitze kochen lassen, bis die Tomaten zerfallen und eine Sauce entstanden ist.

4 Pasta al dente garen. Petersilie hacken. Parmesan reiben.

5 Die Sauce mit Salz, Pfeffer, Zucker, Petersilie und Crème Fraîche abschmecken, mit der Pasta vermischen. Mit frischem Parmesan servieren.

Quelle: siktwinfood, VegItalia von Ursula Ferrigno (Hädecke)

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  • Auberginen zählen auch zu meinen Lieblingsgemüsen. Wobei man sie vor der Zubereitung nicht unbedingt salzen und Wasser ziehen lassen muss – die Bitterstoffe wurden ihnen (leider) schon längst weg gezüchtet.AntwortenAbbrechen

  • Kleine Sache, beeindruckende Wirkung und noch größerer Genuss, wieder ein Rezept dem man kaum widerstehen kann :-) AntwortenAbbrechen

  • Vor einigen Jahren habe ich eine Aubergine einmal so widerlich zubereitet (oh meine Güte, ich mag mich gar nicht erinnern), dass ich mcih ewig nicht an die Hübsche rangewagt habe.
    Jetzt, mit einiger (Koch)Erfahrung mehr, habe ich sie das erste Mal wieder zubereitet. Ganz simpel und einfach mit Öl, Sesam und Pfeffer im Ofen. Und sie hat mir sehr gut gefallen. Dieses Rezept klingt so, dass ich es ausprobieren möchte. Um die Aubergine nun vollkommen auf meine “ich mag sie doch”-Liste setzen zu können! ;)

    Liebe Grüße, LenaAntwortenAbbrechen

Tomaten-Koriander-Salat mit brauner Butter

Das heutige Rezept ist eines der Sorte „Muss ich sofort nachmachen“, nachdem ich ein entsprechendes Bild zu dem Gericht in meinem Facebook-Feed gesehen hatte. Einfach, lecker, anders. So mag ich das.

Inspiriert und den Nerv getroffen hat in diesem Fall Claudia von Dinner um Acht, die nebenbei bemerkt auf ihrem Blog eine Köstlichkeit nach der anderen präsentiert, und das auch noch visuell ansprechend mit einer schönen Fotografie. Wer mag, sollte unbedingt einmal vorbeischauen – natürlich erst, nachdem mein Artikel gelesen wurde, haha. Claudia war entzückt über die Kombination Tomaten mit der Wunderwaffe brauner Butter – denn viel mehr ist an diesem Rezept nicht dran.

Braune Butter könnt Ihr ganz einfach selbst herstellen: Dazu wird ein Stück Butter und ein Topf benötigt. Und Zeit. Und etwas Geduld. Wichtig ist, die Butter langsam und kontinuierlich zu erhitzen und nicht zu heiß werden zu lassen. Was passiert: Durch das Erhitzen setzt sich das Eiweiß ab, bevor es irgendwann langsam zu Boden sinkt. Dort angekommen bräunt es langsam und sorgt dafür, dass die Butter bernsteinfarben wird. Zudem verdampft das Wasser und die Butter hört irgendwann auf, knisternde Geräusche von sich zu geben. Das ist der Zeitpunkt, die Sache zu beenden: Ich passiere die Butter dann gerne durch ein Küchentuch – fertig. Ein paar EL über die Tomaten geben und sofort servieren. Schwelgen. Träumen. Genießen.

Danke für die Inspiration, Claudia!

Rezept

Zutaten für den Tomaten-Koriander-Salat mit brauner Butter (Für 2 Personen):

  • 500 g verschieden farbige Tomaten
  • 4 EL braune Butter
  • 1 Bund Koriander
  • Etwas Salz
  • Grob gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen und halbieren. In eine Schüssel geben. Den Koriander waschen und hacken, zu den Tomaten geben. Die Tomaten-Koriander-Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Für die braune Butter etwa 50 g Butter in einer Kasserolle langsam erhitzen. Das Eiweiß setzt sich nach einigen Minuten an der Oberfläche ab und beginnt, langsam auf den Topfboden abzusinken und zu bräunen. Sobald die Butter bernsteinfarben ist und aufgehört hat, zu knistern (Das Wasser ist verdampft), ist die braune Butter fertig. Ich habe die braune Butter durch ein Küchentuch passiert.

3 Vier EL braune Butter über die Tomaten geben und sofort servieren.

Quelle: Inspiration von Dinner um Acht

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  • Liebe Uwe,
    die Freude ist ganz meinerseits. Toll in Szene gesetzt. Beurre noisette ist einfach eine Wunderwaffe.
    liebe Grüße
    ClaudiaAntwortenAbbrechen

  • Schon als ich das bei Claudia gesehen habe, setzte der Haben-Wollen-Reflex ein, jetzt MUSS ich das haben… ich warte nur noch bis zum Wochenende, dann müsste wieder eine schöne Sammlung Tomaten gereift sein.AntwortenAbbrechen

  • Es klingt so lecker! vielen Dank für dieses Rezept din parte anunturi gratuite !AntwortenAbbrechen

Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob

Klar, Steaks und Würstchen grillt jeder gerne. Richtig lecker wird es aber erst, wenn man sich an die großen Sachen heranwagt: Ein kompletter Schweinebraten vom Grill ist nicht halb so kompliziert, wie es klingt, dafür aber doppelt so lecker.

Die beiden wichtigsten Erfolgskomponenten für einen leckeren Schweinebraten vom Grill sind eine Portion Geduld und die Fähigkeit, eine konstante Temperatur auf dem Grill zu erzielen. Für die Gasgriller unter Euch ist das nicht wirklich eine Herausforderung – wenn einmal die richtige Einstellung für die angestrebte Temperatur gefunden ist, kann man den Grill einfach machen lassen. Wer mit Holzkohle grillt, braucht hier schon etwas mehr Übung. Da ich selbst kein Holzkohlegriller bin, kann ich nur weitergeben, was ich bei einem Grillseminar gelernt habe: Ihr braucht wirklich gute Kohle, die die Hitze über mehrere Stunden konstant halten kann. Dann müsst Ihr herausfinden, wie viele Briketts welche Temperatur erzeugen, das ist von Kohle zu Kohle unterschiedlich. Letztlich erfordert es stetige Kontrolle, ob die Temperatur noch stimmt. An Anfang könnt Ihr durch die Lüftungsschlitze am Grill regulieren, gegen Ende müsst Ihr vielleicht sogar Kohle nachlegen. Holzkohlegrillen ist eben immer ein Stück mehr Abenteuer.

Prinzipiell ist der Schweinebraten vom Grill aber kein Hexenwerk. Ich habe ein schönes Stück Schweinenacken über Nacht in einer Gewürzmischung, einem sogenannten Rub, ziehen lassen. Am nächsten Tag wird der Grill auf 180°C indirekte Hitze vorbereitet. Wenn Ihr einen Gasgrill besitzt, der nicht indirekt grillen kann, so gibt es einen Trick: Benutzt dafür einen Zusatzrost mit Hitzeschild. Das Hitzeschild ist nichts anderes als eine flache Aluschale, auf der ein kleiner Zusatzrost sitzt. Der Zusatzrost sorgt dafür, dass der Braten etwa 1 cm über dem heißen Standard-Rost sitzt, das Hitzeschild sorgt dafür, dass die Unterseite des Bratens nicht verbrennt. Mit diesem Zubehör kann also indirektes Grillen auf kleineren Gasgrills simuliert werden.

Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob
Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob

Der Braten wird also auf den Zusatzrost gesetzt und mit einem Fleischthermometer versehen. Dieses habe ich auf 74°C Kerntemperatur programmiert – angestrebt werden etwa 78°C. Ich gehe bei solchen großen Fleischstücken immer etwa 4°C unter die Zieltemperatur, weil das Fleisch nach der Entnahme noch nachgart und bis zum Servieren die 78°C selbständig erreicht.

Der Schweinebraten muss nun etwa 2-3 Stunden auf dem Grill verbringen – der Temperaturmesser sagt Euch Bescheid, wenn die richtige Temperatur erreicht ist. Ich empfehle hier ein Gerät, das außerhalb des Grills platziert werden kann. Der Fühler hängt an einem langen Draht daran – es gibt mittlerweile auch Funk-Varianten, so dass das Empfängerteil bequem überall mit hingenommen werden kann.

Mobben erlaubt!

Wichtig: Ganz ist die Arbeit nicht vorbei. Damit das Fleisch einen guten Geschmack entwickelt und oberflächlich nicht austrocknet, muss es etwa alle halbe Stunde mit Flüssigkeit bestrichen werden. Diese Flüssigkeit nennt man „Mob“, weil es irgendwann einem Grillmeister zu viel war, ganze Tiere über dem Feuer aufwändig mit einem kleinen Pinsel mit Flüssigkeit zu bestreichen und er irgendwann Pinsel gegen Wischmob tauschte. Also keine falsche Scheu – hier ist es völlig ok, zu mobben.

Der Mob besteht aus bestem Caipirinha und stellt den Grillmeister vor eine harte Probe, denn die Flüssigkeit ist für das Schweinchen. Wer der Versuchung nicht widerstehen kann, macht das Rezept mit doppelter Menge und lässt in der Koch-Version den Essig weg.

Zum Schweinebraten gibt’s eine leckere Limetten-Salsa und ein schmackhaftes Süßkartoffelpüree. Beides ist schnell zubereitet und kann bequem zubereitet werden, während der Schweinebraten auf dem Grill röstet.

Guten Appetit!

Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob
Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten Vorbereitungszeit, ca. 12 Stunden Marinierzeit, ca. 2,5 Stunden Grillzeit

Zubehör: Grill, Hitzeschild und Zusatzrost

Zutaten für den Schweinebraten vom Grill mit Chili-Rub und Caipirinha-Mob (Für 4 Personen):

  • Ca. 1,2 kg Schweinenacken am Stück
  • 800 g Süßkartoffeln
  • 150 ml Milch
  • Etwas kalte Butter
  • Salz

Für die Limetten-Salsa:

  • 2 Limetten
  • 10 Kirschtomaten
  • 1 Handvoll Koriander
  • 1 rote Chili
  • Salz
  • Etwas brauner Zucker

Für den Rub:

  • 1 TL Piment d’Espelette
  • 1 TL Rosenpaprika
  • 1 TL Pimenton de la Vera
  • 1 TL Knoblauchpulver (oder eine gepresste Knoblauchzehe)
  • 1/2 TL gemahlenes Zitronengras
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Senfsamen
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL grobkörniges Meersalz

Für den Mob:

  • 2 Limetten
  • 50 ml Cachaça
  • 2 EL brauner Zucker
  • 3 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Etwas Salz

Zubereitung:

1 Für den Rub die Koriander- und Senfsamen, das Salz sowie den Pfeffer im Mörser mahlen. Mit Piment d’Espelette, Rosenpaprika, Pimenton de la Vera, Knoblauchpulver und Zitronengras vermischen.

2 Den Schweinenacken rundherum mit dem Rub einreiben und über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

3 Für den Mob die Limetten auspressen und in Viertel scheiden. Limettensaft mit Cachaca, braunem Zucker und Balsamessig vermischen. Mit Salz abschmecken.

4 Den Grill für 180°C indirekte Hitze vorbereiten – ggf. ein Hitzeschild mit Zusatzrost verwenden. Ein Fleischthermometer am Fleisch anbringen und den Timer auf eine Kerntemperatur von 74°C programmieren.
Das Fleisch auf den Grill legen und indirekt/mit Hitzeschild etwa 2,5 bis 3 Stunden garen. Alle 30 Minuten üppig mit dem Mob bepinseln.

5 Für die Limetten-Salsa die Kirschtomaten, den Koriander und die Chili fein hacken. Die Schale der Limetten abreiben und den Saft auspressen. Alles vermischen und mit Salz und braunem Zucker abschmecken.

6 Für das Süßkartoffelpüree die Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden. In einem Topf mit der Milch weich kochen und mit einem Schneebesen zu einem Püree verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. etwas kalte Butter unterrühren.

7 Den Schweinenacken bei Erreichen der Kerntemperatur vom Grill nehmen, aufschneiden und mit Süßkartoffelpüree und Limetten-Salsa servieren.

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  • Das Rezept hört sich richtig lecker an. Die Bilder von dem Braten sehen so gut aus, dass man gleich Hunger bekommt. Der Braten wird auf jeden Fall ausprobiert.AntwortenAbbrechen

  • Gute Idee, Jessica, ich muss den auch mal ausprobieren!AntwortenAbbrechen

  • Matthias

    Hi Uwe, das Rezept ist spitze!

    Die Garzeit war bei mir um einiges länger. Hatte aber auch 2 Kilo Hals.
    Die Gäste waren begeistert und der neue Grill hat seine Feuerprobe hervorragend gemeistert.
    Hatte die letzte halbe Stunde noch eine Smokerbox mit drin, das hat dem Ganzen noch einen schönen Kick gegeben.

    Mache ich definitiv wieder!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hi Matthias, ach, das freut mich aber! Als Tipp zum Smoken: Das Fleisch kann den Rauch nur unter einer KT von 60°C annehmen, danach passiert kaum mehr was. Ich würde die Smoker-Box also beim nächsten Mal eher am Anfang dazu tun. Was haste Dir denn für einen Grill gekauft? Grüßle! UweAntwortenAbbrechen

      • Matthias

        Hi Uwe,

        Der Tipp mit der KT ist super. Habe ich sogar instinktiv richtig gemacht.
        Es ist ein Napoleon Triumpf 410 geworden. Im Gesamtpaket konnte der Weber leider nicht mithalten.AntwortenAbbrechen

        • Uwe

          Ist ja kein Problem, ist auch ein schönes Ding. Entspricht wohl in etwa dem Spirit von Weber, oder?AntwortenAbbrechen