Kardamom-Aprikosen-Scones

Freunde des gepflegten Easy Sunday Morning, aufgemerkt: Wenn Ihr im Winter den morgendlichen Gang zum Bäcker aus Gründen vermeiden und dennoch nicht auf leckere Brötchen verzichten wollt, kann Euch nun geholfen werden.

Dass ich mich nicht zu den großen Bäckern zähle, möchte ich nun wirklich nicht mehr weiter bemühen. Bei der für meine Verhältnisse unglaublichen Masse an Gebäck und Kuchen in den letzten Wochen nimmt mir das auch niemand mehr ab. Und bei jedem Beitrag damit zu kokettieren bringt auch niemand weiter, abgesehen davon, dass es mir nur Euer Augenrollen einbringt. Und damit ist ja auch niemandem geholfen. Also ja, ich oute mich: Ich finde langsam Gefallen daran. Es macht mir Spaß. Ich beginne, ein wenig mehr zu verstehen. Und ich habe Lust darauf, mehr zu verstehen. Lutz’ „Brotbackbuch” und das Werk „Tartine Bread“ von Chad Robertson wurden schon entstaubt und aus dem Glauben gerissen, nur Zierde in meinem Bücherregal zu sein.

Ein wenig Schuld daran ist wohl auch die Berichterstattung rund um das „Foodcamp Franken“, das vor zwei Wochen in Nürnberg und Umgebung stattfand. Aus Zeitgründen konnte ich leider nur einen von vier tollen Tagen selbst dabei sein und kreuz und quer durch Franken auf der Suche nach kleinen Manufakturen leidenschaftlicher Food-Aficionados reisen.

Der Freibäcker Arnd Erbel

Das „Foodcamp Franken“ brachte auf Initiative der Bayern Tourismus Marketing GmbH über 20 Food-Blogger zusammen und wusste, diesen Schmelztiegel kulinarischer Verrücktheit in einem Vier-Tage-Programm elaboriert zu nutzen. So wurde die Brauerei von Andreas Gänstaller besucht, dessen Biere weltweit zu den besten zählen und der seine unglaublich leckeren Kreationen nur in das Ausland verkauft, weil die Biere für den deutschen Markt wohl zu speziell sind. Das hat zur Folge, dass Horden amerikanischer und australischer Bierfans in das Outback der fränkischen Schweiz reisen, nur um vor Ort vom köstlichen Gebräu kosten zu dürfen. Beeindruckend. Und beeindruckend lecker.

Neben der Brauerei waren der Besuch einer Metzgerei, eines Weingutes, des Food-Truck Treffens Franken, des Essigbrätleins, einer klassisch fränkischen Karpfen-Wirtschaft und eben ein Stop bei Arnd Erbels Bäckerei auf dem Programm. Arnd Erbel bezeichnet sich als Freibäcker und betrachtet es als eine Selbstverständlichkeit, dass er nur mit besten Bio-Produkten aus der Region, viel Zeit und ausschließlich mit natürlichen Zutaten seine köstlichen Backwaren zubereitet. Das ist für ihn so selbstverständlich, dass er es auch nirgends thematisiert, er tut es einfach. Leider konnte ich bei diesem Programmpunkt nicht selbst dabei sein, die Berichterstattung meiner Food-Blogger-Kollegen allein hat ausgereicht, das Interesse an guten Backwaren und dem Handwerk zu nähren. Ihr werdet also in der nächsten Zeit mehr Gebackenes auf HighFoodality erwarten können. Aber keine Angst: Auf Cupcakes werde ich auch weiterhin verzichten…

Schön…aber was ist nun mit den Kardamom-Aprikosen-Scones?

Weil nun November ist, habe ich meine Winter-Kochbücher aus dem Sommerschlaf geholt und durchgeblättert. Nachdem ich von Yvette van Bovens Kardamom-Kuchen mit ganzen Birnen schon so begeistert war und generell die zitronig-pfeffrige Note von Kardamom unglaublich gern mag, sind mir die Kardamom-Orangen-Scones im Frühstückskapitel sofort ins Auge gesprungen.

Mangels Orangenkonfitüre habe ich diese durch Aprikosenmarmelade von meiner Schwiegermutter ersetzt und Kardamom-Aprikosen-Scones daraus gemacht. Die Scones sind sehr, sehr einfach zubereitet und schnell auf dem Tisch: Nach etwa 40 Minuten inklusive backen stehen aromatisch duftende Gebäckstücke auf dem Tisch. Noch lauwarm. Yummy.

Auch hier gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Scones können beliebig variiert werden: Von der Zugabe anderer Gewürze (Was ist z. B. mit Anis, Zimt oder Zitronenschale?) über Füllungen (ganze, kleine Birnen, Pflaumen oder Hiffenmark machen sich bestimmt super) bis hin zu Glasuren (wie wäre es mit weißer Schokolade, Blutorangen oder Cassis?) ist alles möglich. Los geht’s…

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Kardamom-Aprikosen-Scones

Rezept

Dauer: Etwa 40 Minuten

Zutaten für die Kardamom-Aprikosen-Scones (Für etwa 10 Scones):

  • 500 g Mehl (550er)
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 40 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Milch
  • 60 g Aprikosenmarmelade
  • 1 TL Kardamom (gemahlen)

Für die Glasur:

  • 6 EL Aprikosenmarmelade
  • 3 EL Wasser
  • 1 TL Kardamom (gemahlen)

Zubereitung:

1 Mehl, Backpulver und Salz vermischen. Die Butter flöckchenweise zugeben und alles relativ schnell mit einem Knethaken vermischen, bis der Teig bröselig ist. Dann Milch, Kardamom und Marmelade zugeben und schnell zu einem glatten Teig verarbeiten. Nicht zu lange rühren, sonst werden die Scones nicht locker (sagt Yvette)!

2 Den Backofen auf 230°C vorheizen.

3 Den Teig ausrollen, bis er ca. 1,5 cm hoch ist. Mit einem Glas mit einem Durchmesser von etwa 6 cm Ringe ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Teiglinge auf ein Blech mit Backpapier auslegen und etwa 15 Minuten zugedeckt gehen lassen.

4 Scones etwa 12 bis 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

5 Für die Glasur Marmelade, Wasser und Kardamom erhitzen und gut verrühren. Auf die warmen Scones verteilen und ein paar Minuten auskühlen lassen.

Quelle: „Home Made Winter“ von Yvette van Boven. Eine ausführliche Rezension gibt es hier.

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  • Oh, die klingen ziemlich lecker. Werde ich auch mal ausprobieren. Wie lange halten die sich? Kann man die am Abend vorher schon zubereiten, ohne dass sie am nächsten Morgen steinhart sind?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Torsten! Ich habe die Scones gebacken und gleich vernichtet. Eine “Über-Nacht-Erfahrung” habe ich somit leider nicht. Ich habe die übrigen Scones eingefroren, aber auch noch nicht wieder aufgetaut. Mit Burger Buns funktioniert das allerdings prächtig. Ich rate Dir, den Teig vorzubereiten und am Tag des Verzehrs frisch zu backen.AntwortenAbbrechen

Fränkischer Ziebeleskäs

Was für die Bayern “Obatzda” ist, ist für den Franken der “Ziebeleskäs”. Der Frischkäse wird aus frischer, gestockter Milch sowie Zwiebeln und Schnittlauch hergestellt und gerne zur Brotzeit zu einem kräftigen Bier serviert.

Der Name “Ziebeleskäs” geht nicht, wie man vielleicht zuerst erwartet, auf die enthaltenen “Zwiebeln” zurück. Der Frischkäse verdankt seinen Namen dem Umstand, dass früher der Bruch kleinen Küken, im fränkischen Volksmund “Zieberla” genannt, gefüttert wurde um sie aufzupeppeln.

Heute findet man fränkischen Ziebeleskäs gerne auf den Karten der vielen Bierkeller Mittel- und Oberfrankens. Der Ziebeleskäs schmeckt besonders zu frischem Bauernbrot und einem guten Schluck kräftigen Landbieres, was die Brotzeit zu einem idealen Sommeressen macht.

Die eigene Herstellung ist dabei denkbar einfach: Frische Milch wird bei Raumtemperatur stehen gelassen und vorher mit etwas Zitronensaft geimpft. Dadurch wird die Gerinnung beschleunigt und die Milch stockt. Nach 1-2 Tagen muss die gestockte Milch nur noch geschnitten und in einem Säckchen zum Abtropfen gehängt werden. Dabei wird die flüssige Molke von den festen Bestandteilen der Milch, dem Bruch, getrennt. Der Bruch kann anschließend weiter verarbeitet und mit Zwiebeln, Sahne und Schnittlauch vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Der Vorteil: Ihr könnt ganz genau kontrollieren, was Ihr in Euren Frischkäse mischt. Keine Zusatzstoffe, kein Fertigprodukt ist notwendig, um in den Genuss eines feinen Ziebeleskäs zu kommen.

Tipp: Der Ziebeleskäs schmeckt besonders lecker auf einer Scheibe frischem Bauernbrot und Apfelschnitzen. Yummy!

Fränkischer Ziebeleskäs, selbst gemacht

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten Zubereitungszeit, ca. 2 Tage Ruhezeit)

Zutaten für etwa 250 g Frischkäse:

  • 1 L frische Milch
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 kleine Zwiebel
  • Schnittlauch
  • Etwas Sahne
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Milch in ein Gefäß füllen und mit einem Spritzer Zitronensaft bei Raumtemperatur (Ca. 22°C) stehen lassen, bis sie eindickt. Das kann je nach äußeren Umständen bis zu zwei Tage dauern.

2 Die gestockte Milch in Stücke schneiden und in einem sauberen Tuch über einer Schüssel aufhängen und abtropfen lassen. Nun trennt sich die Molke vom Bruch. Das dauert etwa 2 Stunden.

3 Die Zwiebeln klein hacken und den Schnittlauch schneiden. Bruch mit Zwiebeln, Schnittlauch und etwas Sahne vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hinweis: Bei der Verarbeitung von Milch bei Zimmertemperatur ist Hygiene sehr, sehr wichtig. Bitte nach jedem Arbeitsschritt den Zustand des entstandenen Produktes beurteilen!

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  • Thea

    Im Badisch-Alemannischen heißt der “Bibiliskäs’”, weil der Bruch den “Bibili”, den jungen Küken, verfüttert wurde. :-D
    Macht man ihn aus Rohmilch, enthält der Käse kleine Butterbröckchen. In dieser Form ist der Bibiliskäs’ im Badischen nur noch als Bückware und wenn einen die verkaufende Bäuerin kennt zu erstehen.AntwortenAbbrechen

  • pscience

    Lieber Uwe, zunächst vielen Dank für die vielen wunderbaren Beiträge!
    Den Trick mit der Zitrone kannte ich nicht. Vielen Dank dafür! Ich dachte bisher, Lab sei generell zum “brechen” unverzichtbar. Warum macht man denn das nicht häufiger mit Zitrone oder generell einfach irgendeiner Säure….
    Wahrscheinlich weil dann der Frischkäse nach der Säure schmeckt und das will man nicht? Käsegeschichten sind interessant, vielleicht hast Du da noch etwas spannendes Fachwissen drüber… GrüßeAntwortenAbbrechen

  • Hallo Uwe, danke für die Anregung. Ich glaub ich muss sofort Mich in die Küche stellen. Jedenfalls erscheint mir der Käse sehr geschmeidig. Herzliche Grüße aus Salzburg, ClaudiaAntwortenAbbrechen

  • Gabriele

    Ginge das nicht auch mit aufgekochter Milch? Ich mache das öfter mit etwas Salz und Zitronensaft oder Essig – das dauert dann nicht so lange zum Eindicken.AntwortenAbbrechen

Pasta alla Napolitana

Pasta-Klassiker, der nächste: Auf meiner Reise durch die Klassikerrezepte steht heute eine simple Variante auf dem Programm: Die „Pasta alla Napolitana“.

Ihr erinnert Euch: Ich habe vor ein paar Wochen begonnen, mich durch die Pasta-Klassiker Italiens zu kochen und kulinarische Lücken zu schließen. Nach Pasta alla Norma, Gnocchi alla romana, Pasta all’Alfredo und Bucatini all’amatriciana folgt heute die Pasta alla Napolitana, die im Wesentlichen nur aus frischen Tomaten, einer Handvoll Kräutern und ein wenig Salz und Zucker besteht. Denn wo Tomaten sind, da ist immer ein wenig Zucker.

Bevor nun der Winter unsere Breiten in ihren Bann zieht, habe ich die letzten Tomaten auf dem Balkon vom Stock gezupft und frisch verarbeitet. Für die Sauce werden diese halbiert, entkernt und anschließend gewürfelt. Zusammen mit glasig gedünsteten Zwiebeln sowie ein wenig Chili, Basilikum und Petersilie ist in 10 Minuten eine leckere Sauce gezaubert, die mit gutem Parmesan und Nudeln keines weiteren Kommentars bedarf: Einfach, wenig Zutaten, schnell zubereitet und sehr, sehr lecker.

Bis nächstes Frühjahr wird meine Pasta-Klassiker-Reihe nun ruhen. Bis dahin gibt es nun aber umso mehr Schmorgerichte, die ausprobiert werden wollen. Ganz oben auf meiner Liste: Belgisches Trappistengulasch, Carbonade flamande und ein edles Chateaubriand.

Wohlan.

Pasta alla Napolitana

Rezept

Dauer: Ca. 20 Minuten

Zutaten für die Pasta alla Napolitana (Für 4 Personen):

  • 600 g Pasta
  • 400 g reife Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chili
  • Etwas Petersilie
  • Etwas Basilikum
  • Reichlich frisch geriebener Parmesan
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Etwas Zucker
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen, halbieren und entkernen, dann würfeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Chili, Petersilie und Basilikum hacken. Parmesan reiben.

2 Pasta al dente kochen.

3 Die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig anschwitzen. Chili und Tomaten zugeben und bei milder Hitze etwa 5-6 Minuten kochen lassen. Mit Salz und Zucker abschmecken und die Kräuter unterheben. Mit der Pasta mischen und servieren.

Quelle: „Alles über Pasta“ aus dem Christian Verlag

  • Ohh das sieht gut aus :) Ich bin ein großer Spagetthi-Fan und könnte die praktisch jeden Tag futtern… Gerade die einfachen Rezepte sind mir da auch die Liebsten.

    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

  • Mhhmmm – das liest sich lecker :) Ich glaube, das werde ich mal ausprobieren – allerdings ohne Chili, dann ist es etwas kindertauglicher ;) AntwortenAbbrechen

  • Tommy

    Sieht toll aus. Kleiner Tipp von Ital. Mama: bei Tomatengerichten immer eine Messerspitze Natron dazu, nimmt die Säure und Du brauchst keinen Zucker.
    Und Danke für Deine tolle Seite.AntwortenAbbrechen

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Frischkäse selbst herzustellen ist unglaublich einfach. Dafür werden nur zwei Zutaten und ein wenig Zeit benötigt.

Es ist immer wieder frappierend zu sehen, dass Generation um Generation wertvolles Wissen um die Herstellung von Lebensmitteln verloren geht. Während meine Großmutter Frischkäse stetig selbst für die Familie produzierte, tut dies heute kaum ein Angehöriger meiner Generation mehr. Die Nahrungsmittelindustrie hat dies vollständig ersetzt und mit ihrem Angebot ein Stück kulinarischer Handwerkskunst verdrängt.

Dabei ist die Herstellung von Frischkäse hochgradig einfach und kein Zeitfresser. Nur zehn Minuten werden benötigt, um aus handelsüblicher Milch Frischkäse herzustellen, denn alles was dafür getan werden muss, ist die in der Milch enthaltene Molke von den festen Bestandteilen, dem sogenannten Bruch, zu trennen. Das kann schnell geschehen, indem man in heiße Milch Zitronensaft gibt, oder langsam, indem man Milch bei Zimmertemperatur stehen lässt und diese beginnt, zu stocken. Durch Abtropfen entweicht die Molke, zurück bleibt der Bruch – reiner Frischkäse.

Wenn Ihr also ein Stück alter Hausfrauenkunst zurückerobern und Euch frei von der Abhängigkeit von der Nahrungsmittelindustrie machen wollt, so habe ich heute das Rezept für selbst gemachten Frischkäse für Euch. In 10 Minuten seid Ihr fertig, morgen früh könnt Ihr den selbst gemachten Frischkäse auf gutem Brot genießen. Versprochen. Wie das geht? Dafür braucht es nicht mehr als einen Satz:

Ihr nehmt einen Liter frische Milch, erwärmt diese bis sie dampft, gebt den Saft einer Zitrone unter langsamen Rühren hinzu und wartet, bis die Milch gerinnt und sich eine klare Flüssigkeit von festen Bestandteilen trennt. Dann gießt Ihr die geronnene Milch durch ein Passiertuch und lasst den Bruch über Nacht im Kühlschrank fest werden. Gut, ich habe zwei Sätze gebraucht, die Einfachheit wird dadurch aber nicht geschmälert. Fertig. Fertigfertig.

Wenn Ihr experimentieren wollt, so funktioniert dieses Prinzip sowohl mit Kuh- als auch Schafs- oder Ziegenmilch. Bei der Verfeinerung des Bruchs sind Euch dann keine Grenzen gesetzt, der Kreativität kann Lauf gelassen werden. Ob fränkischer Ziebeleskäs, indisch angehauchte Variation, frühlingshafte Bärlauchvariante oder herbstliche Mischung mit Kürbis-Püree: Erlaubt ist, was schmeckt. Und es schmeckt ganz hervorragend. Selbst gemacht. Mit voller Inhaltskontrolle. Ohne Zusatzstoffe und doppelten Boden.

Übrigens: Die Molke müsst Ihr nicht wegschütten. Gemischt und aufgemixt mit frischen Fruchtsäften wie Mango, Orange oder diversen Beeren ergibt diese gut gekühlt ein wunderbar erfrischendes Getränk.

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Rezept

Dauer: Ca. 10 Minuten Zubereitungszeit, ca. 6 Stunden Ruhezeit

Zutaten für selbst gemachten Frischkäse (Ergibt etwa 250 g Frischkäse):

  • 1 L frische Milch
  • 1 Zitrone

Zubereitung:

1 Zitronensaft auspressen. Die Milch in einem Topf erwärmen, bis sie dampft. Die Milch darf nicht kochen!

2 Nun den Zitronensaft mit einem Holzkochlöffel langsam in die Milch einrühren, bis diese gerinnt und sich größere Eiweißpartikel von einer klaren Flüssigkeit, der Molke, absetzen. Dabei langsam und bedächtig rühren, damit die festen Bestandteile nicht auseinander gerissen werden.

3 Topfinhalt durch ein Passiertuch, das in einem Sieb liegt, passieren. Dabei wird die Molke vom Bruch getrennt. Bruch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und am nächsten Tag weiter verarbeiten oder pur genießen.

Frischkäsevariationen

  • […] einmal Frischkäse selbst hergestellt und gemerkt hat, wie einfach dies ist, der braucht nicht lange um mit kreativen Variationen zu […]AntwortenAbbrechen

  • Anja

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Schön, dass du auch solche Themen aufgreifst. Von alleine wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen selber Frischkäse herzustellen:) Wie lange hält er sich denn bei dir?
    Ich werde das sicher bald ausprobieren. Für Cupcakes oder Cheesecakes brauche ich immer Unmengen an Frischkäse und das geht dann doch schnell mal ins Geld :/

    Was verstehst du unter frische Milch? Direkt vom Bauer? Oder geht auch übliche Vollmilch?AntwortenAbbrechen

  • ooh toller post! ich finde das super, wenn man zutaten einfach selber herstellen kann. bis jetzt hab ich nur quark selbst gemacht, aber frischkäse muss ich erst noch ausprobieren. ich mag das irgendwie total gern so bedächtig irgend ein zeugs anzurühren, seitan selber machen ist auch immer ein riesenspaß und lustiges gebaze:D
    liebe grüße, sabine =)AntwortenAbbrechen

  • Tore

    Danke für den Beitrag und damit auch ans Erinnern an selbstgemachten Frischkäse. Habe ich leider das letzte Mal vor 2 Jahren selbst gemacht. Aber ich nehme es wieder in Angriff. Ideen habe ich einige.Es wird hier einem auch nicht einfach gemacht bei den klasse verschiedenen Frischkäsevarianten auf dem Markt.AntwortenAbbrechen

  • […] Brot würde ich eher den Labneh aus Joghurt empfehlen. Er ist nicht so körnig. Ausserdem bietet HighFoodality eine Auswahl an Möglichkeiten, wie man den Frischkäse aromatisieren […]AntwortenAbbrechen

Sashimi vom Lachs mit Pfefferbrot, Kürbis-Carpaccio und Rosé-Sabayon

Die letzten Sonnenstrahlen wärmen dieser Tage die herbstliche Welt und bescheren und eine angenehme Verlängerung des goldenen Oktobers. Dazu gibt’s heute ein kühles Glas Rosé und den Auftakt zur „Rosé Dinner Party“.

Sieben Blogs, sieben Tage, ein Thema: Food-Pairing mit Rosé. Spätestens seit meinem Besuch im französischen Beaujolais weiß ich einen kühlen Rosé an warmen Tagen zu schätzen. Auch im Nürnberger Zwei-Sterne-Restaurant „Essigbrätlein“ wird Rosé zu den fantastischen Gängen serviert, was ich als weiteres Signal dafür werte, dass der leicht blasse Wein den Kinderschuhen entwachsen und ein ernstzunehmender Bestandteil großer Winzerkunst geworden ist, die wunderbar in den Herbst passt.

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Bis nächsten Sonntag werden nun auf sieben verschiedenen Blogs sieben Gerichte serviert, die wunderbar zu einem kühlen Glas Rosé und einem ausklingenden Herbsttag passen. Deswegen freue ich mich sehr, dass ich den Auftakt zu einer Woche „Rosé Dinner Party“ geben darf. Ein Dinner startet am besten mit einem gemütlichen Appetizer, der die Stimmung auflockert, Vorfreude generiert und dafür sorgt, dass die Gäste neugierig auf das sind, was sie kulinarisch noch erwartet.

So habe ich mich für eine herbstliche Vorspeise entschieden, die nicht belastet und noch genügend Platz im Magen lässt, um die kommenden sechs Gänge genießen zu können. Wenn ich an Rosé denke, denke ich in zweiter Instanz an Fisch. Wenn ich an Fisch denke, denke ich meist an Sushi, gerade wenn es sich um eine Vorspeise handeln soll. Ich finde Lachs geschmacklich einen unglaublich ausgewogenen Fisch, der mit am besten roh schmeckt und sich mit vielen Geschmacksrichtungen kombinieren lässt. Pfeffer und Ingwer passen zum Fisch, das habe ich in vielen Sashimi-Varianten ausführlich getestet. Zudem eignet sich Lachs gut für Sushi-Anfänger, weil er die Probanden nicht überfordert, ein angenemes Mundgefühl hervorruft und überhaupt nicht fischig schmeckt.

Sashimi vom Lachs mit Pfefferbrot, Kürbis-Carpaccio und Rosé-Sabayon

Das angenehme, weiche Mundgefühl durch den Lachs wird ergänzt mit knusprigeren Texturen: Das Kürbis-Carpaccio hat nach einigen Minuten im Ofen noch genügend Biss, und das geröstete Pfeffer-Brot sorgt für den finalen Crunch. Das Kürbis-Carpaccio ist eine Inspiration von Arthurs Tochter, die es zusammen mit Speckeis als Zwischengang bei ihrem legendären Supperclub servierte. Ich habe die Rezeptur für dieses Gericht etwas verändert und mich auf die Zugabe von grünem Pfeffer und etwas fein gehacktem Ingwer konzentriert.

Abgerundet wird die Vorspeise durch eine Rosé-Sabayon, für die Rosé mit etwas Fischfond und Eigelb schaumig geschlagen und anschließend mit Zitronensaft, Salz und etwas Pfeffer abgeschmeckt wird. Ich habe relativ wenig Rosé benutzt, um mit dem Weingeschmack die feinen Aromen des Lachses nicht zu überstrahlen.

Gewinnspiel: Drei Weinpakete zu gewinnen!

Zum Gericht gab es einen gekühlten (8°) Rosé aus der Provence (Château Minuty M Rosé, 2013) der mit seinem fruchtigen Aroma und einer für mich gut passenden Säure ein ausgewogener Begleiter ist. Wer diesen Rosé und zwei andere Weine aus der Provence selbst probieren möchte, der möge einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen – ich verlose unter allen Kommentatoren drei Weinpakete à 3 Flaschen. Der Einsendeschluss für Eure Kommentare ist Sonntag, 09.11.2014, 18 Uhr. Viel Glück!

Nun darf ich an meine liebe Blogger-Kollegin Mirja übergeben, die als Küchenchaotin seit einigen Jahren die Food-Blogger-Landschaft mit tollen vegetarischen Gerichten bereichert und morgen ihr Gericht im Rahmen der „Rosé Dinner Party“ vorstellen wird.

Sashimi vom Lachs mit Pfefferbrot, Kürbis-Carpaccio und Rosé-Sabayon

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für das Sashimi vom Lachs mit Kürbis-Carpaccio, Pfefferbrot und Rosé-Sabayon (Für 4 Personen als Vorspeise):

Für den Lachs und den Kürbis:

  • 250 g Lachsfilet ohne Haut, Sushi-Qualität
  • 1 Ciabatta-Brötchen
  • 1/4 Hokkaido-Kürbis
  • Olivenöl
  • 1 TL grüner Pfeffer
  • 1/2 TL Rosa Beeren
  • 1 cm frischer Ingwer
  • Salz

Für die Sabayon:

  • 2 Eigelb
  • 1/2 TL Zucker
  • 20 ml Fischfond
  • 20 ml Rosé
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für das Kürbis-Carpaccio den geviertelten Kürbis von allen Kernen befreien. Anschließend das Fruchtfleisch mit einem Sparschäler in Streifen schneiden. Den grünen Pfeffer in einem Mörser grob zerstoßen. Den Ingwer schälen und fein hacken.

2 Die Kürbisstreifen in eine ofenfeste Form geben und mit der Hälfte des grünen Pfeffers, dem Ingwer, etwas Salz und etwa 1 EL Olivenöl vermischen. Bei 140°C etwa 15 Minuten im Ofen garen. Der Kürbis sollte noch Biss haben.

3 Das Lachsfilet in Würfel schneiden und wieder in den Kühlschrank stellen.

4 Das Ciabatta-Brötchen in hauchdünne Scheiben schneiden und mit ganz wenig Olivenöl bepinseln. In grünem Pfeffer wenden und etwa 10 Minuten mit im Ofen kross backen.

5 Jetzt kommt der anstrengende Teil. Eigelb, Zucker, Fischfond (Alternativ: Hühnerfond) und Rosé in eine (Metall-)Schüssel geben. Die Masse dann auf einem Wasserbad (Achtung: Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren oder zu nahe kommen, da die Eier sonst gerinnen!) aufschlagen, bis die Sabayon dick wird. Fertig ist die Sauce, wenn sich beim Herausziehen des Schneebesens kleine Sabayon-Türmchen bilden. Dann mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Wer es sich einfacher machen möchte, verwendet ein Handrührgerät.

6 Die Lachswürfel in den grünen Pfeffer tauchen. Die Kürbis-Streifen aufrollen. Lachs, Kürbis und Pfeffer-Brote anrichten, mit Sabayon beträufeln und rosa Beeren auf dem Teller verteilen. Wer mag kann den Teller noch mit etwas Dill oder Zitronenthymian garnieren.

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Werbe-Hinweis: Die “Rosé Dinner Party” ist eine Kooperation mit SOPEXA und dem Verband der Provence-Weine. Im Artikel wird ein Rosé aus der Provence namentlich genannt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.
  • Eines ist mir bei diesem feinen Gericht wieder klar geworden – bis auf wenige Ausnahmen esse ich Rosé lieber, als dass ich ihn trinke :) AntwortenAbbrechen

  • hanni

    Ich hab´s ausprobiert! Die Rosé-Sabayon harmoniert perfekt zu Kürbis und Lachs und ist dabei angenehm unaufdringlich! Fein-fein-fein!AntwortenAbbrechen

  • Hmmmm, Lachs… Klingt super und sieht wie immer klasse aus!
    LGAntwortenAbbrechen

  • […] von HighFoodality hat mir gestern mit einer herrlichen Vorspeise schon die Steilvorlage gegeben, denn ich mache heute direkt mit dem Hauptgang weiter. Das Rezept […]AntwortenAbbrechen

    • Julia

      Ach, Rosé….da werden Erinnerungen an den Sommer und den Urlaub in der Provence wach!AntwortenAbbrechen

  • Wenn das auch nur annähernd so schmeckt wie es aussieht :-) AntwortenAbbrechen

  • Das Abendessen ist gerettet. Ich hoffe das der Lachs bis zum Abend aufgetaut ist. Hoffe es schmeckt so gut wie aus aussieht.
    lgAntwortenAbbrechen

  • Wow, dass sieht toll aus. Will diese auch mal Lachs machen. Mir ist aber die Sabayone noch nie so gut gelungen!

    LG TatjanaAntwortenAbbrechen

  • das sieht sehr lecker aus! Kürbis und Fisch habe ich noch nie kombiniert.AntwortenAbbrechen

  • Jonnywalker

    Habe auch schon viel mit Kürbis gemacht. Aber so kunstvoll ist mir dass noch nie gelungen. vg, JohannesAntwortenAbbrechen

  • AlexAndre

    Wenn das wirklich so schmeckt wie es aussieht. HmmmmmmmAntwortenAbbrechen

  • […] bisherigen Gänge der Rosé Dinner Party findet ihr übrigens hier: bei Highfoodality, bei der Küchenchaotin, dem Küchenjungen, Anette von Culinarypixel und live life deeply […]AntwortenAbbrechen

  • […] meine Kollegen, die diese Woche Gastgeber zur virtuellen Rosé-Dinner-Party waren – Highfoodality, Küchenchaotin, Küchenjunge, Culinarypixel, live life deeply-now und meine besonders liebe […]AntwortenAbbrechen

  • Katja

    Hallo und vielen Dank für den schönen Beitrag mit dem leckeren Rezept und die tolle Verlosung!

    Rosé passt natürlich perfekt zu Lachs. Ich bin aber bei französischen Weinen immer etwas unsicher, weil ich mich mit den französischen Weinen nicht so gut wie auskenne. Deshalb greife ich meistens eher zu italienischen Weinen auskenne. Sehr gerne würde ich die Weine probieren, um auch die französischen Weine etwas besser kennenzulernen.

    Viele liebe Grüße
    KatjaAntwortenAbbrechen

  • Sabine

    Lieber Uwe,
    meine Güte, das klingt ja extrem lecker und schaut auch so aus. Das könnte meine Weihnachtsvorspeise werden. Da bräuchte ich natürlich noch den Rosé ;-)
    Herzliche Grüße SabineAntwortenAbbrechen