Gebratener Spargel mit Kräuter-Joghurt-Sauce

Spargelzeit! Wie in jedem Jahr eröffne ich diese für mich mit Spargel zum Satt essen, dazu braune Butter, guter Schinken und Kartoffeln.

Nachdem der erste Heißhunger auf Spargel gestillt ist, habe ich Zeit und Muße, mich neuen Rezepten abseits des Klassikers (Achtung! Altes Rezept! Uuuuuuraltes Foto!) zuzuwenden. Den Anfang macht heute eine kleine, aber feine Vorspeise: Gebratener Spargel (ich habe nur weißen Spargel verwendet, Ihr könnt aber gerne auch mixen und zu dem weißen Spargel ein paar Stangen grünen Spargel gesellen, das sieht auf dem Teller sehr schön aus) mit einer schnellen, kalten Sauce aus Joghurt und frischen Kräutern.

Das Rezept ist sehr schnell zubereitet und innerhalb von 20 Minuten auf dem Tisch. Daher möchte ich es Euch als Feierabend-Essen empfehlen: Solltet Ihr die Tage nach einem anstrengenden Arbeitstag an einem der vielen Spargel-Verkäufer am Straßenrand vorbeikommen, so schlagt einfach zu. Meist haben die Verkäufer auch ein paar Handvoll Kräuter, die sich für die Sauce eignen.

Zur allgemeinen Auffrischung sei nochmal wiederholt, wie Ihr Euren Spargel am besten und schonend zubereiten könnt, denn vom Kochen in Wasser solltet Ihr wirklich absehen:

  • Dampfgarer: Egal ob Dampfgar-Kombigerät, Topf oder asiatisches Bambuskörbchen: Das Kochen mit Dampf ist sehr, sehr schonend und eignet sich für den Spargel wunderbar. Mehr dazu findet Ihr hier.
  • Bratschlauch: Ich bereite meinen Spargel auch gerne im Bratschlauch im Ofen zu. Der Vorteil: Der Spargel ist geschützt und kann zudem aromatisiert werden, indem Ihr Butter, Kräuter, Öle oder andere Zutaten mit in den Bratschlauch gebt.
  • Pfanne: Viel zu selten wird der Spargel einfach angebraten. Dabei ist er für die gebratene Variante mehr als geeignet. Röstaromen, Bissfestigkeit und eine leichte karamellisierte Note durch die Hinzugabe von Zucker sind wahrlich lecker.
  • Roh: Spargel kann auch roh oder mariniert als Salat verzehrt werden. Ich kann Euch meinen Spargelsalat vom letzten Jahr nur wärmstens ans Herz legen.
  • Sous-vide: Für alle, die ein Sous-vide-Becken besitzen sei diese Methode ganz nah ans Herz gelegt. Spargel bei 80°C etwa 25 Minuten mit einem Stückchen Butter schwimmen lassen ist schlichtweg eine Sensation.

Genießt Eure Spargelsaison!

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Mohnbuchteln mit Rhabarberkompott

Heute auf der Sonntags-Tageskarte: Leckere Mohnbuchteln mit einem süß-sauren Rhabarberkompott. Mjamm.

Jaja, das hat schon in Anflügen etwas von Ironie, was mir da widerfahren ist. Ich ziehe nächstes Wochenende mit meiner Familie um und habe zum ersten Mal in meinem Leben die Möglichkeit, mir meine Küche nach meinen Vorstellungen zu gestalten. In meinen bisherigen Wohnungen waren die Küchen immer vorhanden und einmal mehr oder einmal weniger für meine Belange geeignet. Kompromisse musste ich überall machen: Entweder war die Küche zu klein (Gibt es eigentlich jemals eine Küche, die groß genug ist?) oder unvorteilhaft geplant, oder beides.

Nun habe ich also gemeinsam mit einem Küchenplaner viel Zeit damit verbracht (Mehr darüber folgt!), meine Küche sorgfältig zu planen und so zu gestalten, dass ich nicht nur genug Platz habe, sondern auch gut fotografieren und filmen kann. Die neue Küche wird eine große Kochinsel besitzen, ein großes Induktionskochfeld und viel Arbeits- und Stauraum jenseits der Insel aufweisen. Wie ich mich drauf freue! Wäre da nicht die lange Lieferzeit: Ich bin ab dem ersten Mai wohl sechs Wochen ohne Küche. Ganz ohne. Ich. Mein Koch-Kumpel Ralf, der in den Anfängen des Blogs auch das eine oder andere Rezept hier veröffentlicht hat, brach in herzliches Gelächter aus, als ich ihm davon erzählte.

Mohnbuchteln mit Rhabarberkompott

Mohnbuchteln mit Rhabarberkompott

Und tatsächlich: Die nächsten sechs Wochen werden so durchaus eine Herausforderung. Ich werde versuchen, die Zeit mit Grill, Thermomix und einem einzelnen, tragbaren Induktionskochfeld zu überbrücken, alles hübsch auf meinem Gartentisch angeordnet. Fotos werden folgen, und natürlich auch exklusive Einblicke in meine provisorische Küche und die entstandenen Ergebnisse.

Deswegen gibt’s in den letzten Wochen viele Gerichte, die ich im Mai nur schwer zubereiten kann, denn auf einen Backofen muss ich verzichten. Die Mohn-Buchteln sind mein süßer Ofen-Abschied aus der Küche, aus der fast alle Rezepte auf dem Blog stammen. Zusammen mit frühlingshaftem Rhabarber-Kompott und einer ordentlichen Portion Puderzucker lenkt das Gericht gut ab vom allgegenwärtigen Umzugschaos und sorgte auch am familiären Esstisch für eine seltene Begebenheit: Stille.

Habt einen feinen Sonntag!

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  • Sechs Wochen ohne Küche ist schon eine Herausforderung. Zum Glück ist ja Salatzeit, da muss man nicht ganz so viel kochen. Auf Deine improvisierte Küche bin ich echt gespannt. Aber hattest Du nicht eine Krups Prep&Cook zum Testen, in der kann man durchaus auch ein paar Kleinigkeiten zubereiten.
    Liebe Grüße DaniiAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Jau, wir werden definitv nicht verhungern! Bilder & Berichte werden folgen :DAntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe, sechs Wochen ohne sind hart, aber wenn´s für die eigene Traumküche ist, wird sich der Frust in Grenzen halten. Diese Buchteln entschädigen mich jedenfalls schon mal ein bisschen für die kommende, stillere Highfoodality Zeit! Herzlichen Gruß, KathrinAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Nanananana! Niemand hat was von “stiller” gesagt – hier geht’s wie gehabt weiter! :DAntwortenAbbrechen

  • 6 Wochen ohne Küche? Ich würde vermutlich durchdrehen… bin gespannt, was Du Dir alles einfallen lässt ;-)

    Für den Umzug gutes Gelingen und ich bin MEGA gespannt auf die ersten Bilder von und aus Deiner neuen Küche!AntwortenAbbrechen

  • Da bin ich ja froh, dass Du so ein leckeres Rezept noch vorher veröffentlich hast – ich liebe Buchteln und Rhabarber, das klingt richtig gut.
    Viel Erfolg für den Umbau und genieß die Vorfreude :)
    Liebe Grüße,
    SwanAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke Dir, das wird schon werden. Schließlich lassen sich mit Grill und Thermomix auch tolle Sachen machen…AntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe,

    was für ein herrliches Bild! Die zarten Buchteln auf dem Rhabarberkompott. Grandios! Bei uns ist heute Markt und ich werd frischen Rhabarber jagen. Vielen Dank für Dein Rezept.
    Und – by the way – Ich freue mich hit Dir. Eine Küche neu planen und einrichten ist etwas ganz wunderbares. Wenn man von der Qual der Wahl mal absieht. Dein Blog hat mir viel Spass gemacht. Ich schau ab jetzt öfter mal rein.
    Dir noch einen tollen Tag, ich geh dann mal auf Jagd….

    Liebe Grüsse,

    AnneAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Anne, vielen Dank für Deinen Kommentar und die lieben Worte – das freut mich sehr! Das Planen der Küche hat ganz große Freude bereitet, denn endlich konnte ich mir meinen Lieblingsraum einmal so gestalten, wie ich das gerne haben möchte. Sobald die Küche geliefert, aufgebaut und bestückt ist, gibt’s hier natürlich auch ein paar exklusive Einblicke :)AntwortenAbbrechen

  • […] Geschmolzene Kakaobutter mit den anderen Zutaten vermengen. Die Masse auf ein Backpapier geben und zu einem Rechteck von ca. 36 x 20 cm und einer Dicke von ca. 1,5 cm formen. Ein zweites Backpapier darauflegen und die Masse kurz mit den Handflächen andrücken, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. 30 Minuten im Tiefkühler oder 60 Minuten im Kühlschrank kühl stellen. Anschließend mit einem scharfen Messer in ca. 20 Riegel schneiden. Zubereitung ca. 25 Minuten plus ca. 30–60 Minuten Kühlzeit Verwendete RAPUNZEL Produkte: Mohnbuchteln mit Rhabarberkompott | HighFoodality. […]AntwortenAbbrechen

Tiroler Röstnudeln mit Bärlauch

Mehr als vier Zutaten braucht es nicht für dieses einfache und leckere Rezept für die schnelle Alltagsküche. Es ist Zeit für eines der simpelsten Rezepte auf dem Blog.

Nudeln, Semmelbrösel, gute Butter und etwas Bärlauch: Mehr Zutaten benötigt Ihr für das Nachkochen nicht. Damit eignet sich das Rezept perfekt für eine schnelle Nummer mittags in der Büroküche oder abends als wohlverdienter Feierabendsnack.

Die Nudeln kocht Ihr al dente. Derweil habe ich die Butter zu brauner Butter werden lassen und die Semmelbrösel darin angebraten, bis diese zu duften beginnen und Röstaromen entstehen. Das ist wichtig, denn dadurch bekommt die Pasta einerseits einen tollen buttrigen Geschmack und andererseits wird das Gericht knusprig. Die Nudeln mischt Ihr nun unter die Semmelbrösel und streut darüber eine gute Handvoll frischen Bärlauch. Wichtig: Danach nicht mehr aufkochen, weil der Bärlauch nicht so auf direkte Hitze steht.

Fertig. Habt’ eine feine Woche!

Rezept

Dauer: 12,43 Minuten

Zutaten für die Tiroler Röstnudeln mit Bärlauch (Für 2-3 Personen):

  • 500 g Pasta
  • 150 g Butter
  • 75 g Semmelbrösel
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Pasta al dente garen.

2 Die Butter bei milder Hitze erhitzen, bis sich das Eiweiß absetzt und nach unten sinkt. Die Butter beginnt nun, aromatisch nussig zu duften. Semmelbrösel zugeben und unter Rühren rösten.

3 Nudeln mit Butter und Semmelbrösel vermischen. Bärlauch hacken, darüber geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle: Ich habe die “Tiroler Röstnudeln” in einem Magazin gesehen, finde die Quelle aber nicht mehr. Wer einen Hinweis hat: Ich freue mich über einen Kommentar!

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  • … und wie so oft sind die einfachen Dingen die besten!AntwortenAbbrechen

  • Annegret Linder

    Dauer: 12,43 Minuten?
    Ganz genau, heute! :)

    Einfaches und tolles Rezept. Danke!AntwortenAbbrechen

  • Ohhh das sieht ja lecker aus :) Tirol mag ich so gern zum Wandern, aber meist ess ich dort nur die Klassiker (Kaiserschmarrn, Spätzle). Deine Röstnudeln probier ich mal aus!
    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

  • Isabel

    Super! Einfache Rezepte sind bei mir immer Willkommen. Als Auszubildende mit niedrigem Einkommen muss man oft auf einfaches zurück greifen. Zum Glück muss das nicht unbedingt schlechter sein. Wird demnächst ausprobiert.AntwortenAbbrechen

  • Christine Ott

    Habe das Rezept gestern ausprobiert. Schmeckt, obwohl es so einfach ist, echt grandios. Bin begeistert!AntwortenAbbrechen

Gua Bao mit geschmortem Lamm

Heute auf der Tageskarte: Eine Burger-Variation aus Taiwan, die Ihr nachkochen müsst. Das ist keine Empfehlung, sondern ein Befehl!

Schneekönig, kennt Ihr, oder? Ich habe mich am letzten Wochenende wie ein solcher gefreut, wieder einmal einen neuen Geschmack für mich entdeckt zu haben. Ich probiere ja wirklich viel und versuche auch, immer Neues selbst zuzubereiten. Selten aber bin ich von einer Sache so eingenommen wie vom Gua Bao, einer taiwanesischen Burger- oder Snack-Variante.

Diese besteht aus gedämpften Buns und einer Schweinefleischeinlage, meist Schweinebauch sowie Senfkohlgemüse, etwas süßer Chili-Sauce, Koriander und gerösteten Nüssen. Leute, ich werde über den Sommer hinweg noch viel in diese Bao Buns klemmen. In meinem Kopf schwirren Varianten wie die von Kerstin mit Pulled Pork, asiatisch glasiertem Schweinebauch, kross gegrilltem Schweinebauch mit einem würzigen Five-Spice-Rub, einer Kalbsbäckchen-Füllung oder schlicht einer Art Gulasch mit sauer eingelegtem Kürbis. Dazu variierend verschiedene Arten Gemüse wie Bayrisch Kraut, Paprika-Gemüse, Schmelzkraut oder scharfer Spinat – die Möglichkeiten sind endlos.

Die Buns bestehen dabei aus einem Hefeteig, der aber nicht im Ofen gebacken, sondern im Dampfgarer gedämpft wird. Dafür rollt Ihr den Teig etwa einen Zentimeter dick aus und stecht Kreise mit etwa 11cm Durchmesser aus. Diese fettet Ihr mit etwas Sesam- oder Erdnussöl, faltet sie zusammen und setzt sie auf ausgeschnittene Stücke Backpapier. Danach kommt das Dämpfen: Am Einfachsten geht es natürlich mit einem Kombigerät: Nach etwa 15 bis 20 Minuten sind die Buns fertig und können warm dampfend gefüllt werden. Egal wie Ihr die Buns zubereitet: Der Prozess des Dämpfens darf nicht durch das Öffnen der Ofentür oder des Topfdeckels unterbrochen werden. Passiert das nämlich zu früh, fallen die Buns in sich zusammen. Und das will ja kein Mensch, nichtwahr?

Andere Möglichkeiten:

  • Dämpfen in einem asiatischen Bambuskörbchen
  • Dämpfen im Topf: Wasser kocht und die Teiglinge liegen auf einem Gittereinsatz (Bei geschlossenem Deckel!)
  • Dämpfen im Thermomix

Die Quelle zu dem Rezept ist Stevan Pauls fantastisches Werk „Auf die Hand“, das ich vor einigen Wochen bereits ausführlich auf dem Blog besprochen und aus dem ich auch schon einige tolle Gerichte nachgekocht habe.

Bleibt uns noch über das Fleisch und den Kohl zu sprechen. Dafür habe ich Lammschulter in reichlich Mirin und Sojasauce geschmort, bis es sehr zart war und sich nur mit einer Gabel bewaffnet zerteilen ließ. Das dauert etwa 2 bis 3 Stunden, wie bei jedem Schmorgericht. Der Kohl besteht aus etwas Knoblauch, Pak Choi, Zucker, Reisessig und Wasser. Der Senfkohl bekommt eine süß-saure Note, schmeckt sehr fein und keinesfalls aufdringlich.

Ich rate Euch dringend, dieses Rezept oder Stevans Original sehr zeitnah auszuprobieren. Ihr werdet es nicht bereuen. Gua Bao, meine neue Liebe!

Rezept

Dauer: Och, lange. 3 Stunden.

Zutaten für das Gua Bao mit geschmorter Lammschulter (Für 6 Gua Baos):

Für die geschmorte Lammschulter:

  • 750 g Lammschulter
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1 EL Kokosblütenzucker (oder brauner Zucker)
  • 75 ml Mirin
  • 50 ml Sojasauce
  • Etwas Wasser
  • 1 Handvoll frischer Koriander
  • Ggf. etwas Salz

Für die Bao Buns:

  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Zucker
  • 350 g Mehl (405er)
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Prise Salz

Für den Senfkohl:

  • 300 g Pak Choi
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Wasser
  • 50 ml Reisessig
  • 25 g Zucker

Außerdem:

  • 100 g Erdnüsse, gesalzen
  • 1 Handvoll Koriander
  • Etwas Sweet Chili Sauce

Zubereitung:

1 Für das Schmorfleisch das Lamm in kleine Würfel schneiden. DIe Zwiebel fein hacken. Zwiebeln in etwas Erdnussöl glasig dünsten, entnehmen. Fleisch rundherum kräftig anschmoren, Zucker zugeben und karamellisieren lassen. Mit Mirin ablöschen, Wasser, Zwiebeln und Sojasauce zugeben und für 2 Stunden bei 140°C im Ofen schmoren. Danach nur noch mit etwas Salz abschmecken und Koriander zugeben.

2 Für die Bao Buns die Hefe in dem Wasser auflösen und zum Mehl, Zucker und 2 EL Öl geben. Etwa 20 Minuten stehen lassen. Salz zugeben und mit einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Etwa 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

3 Den Teig ausrollen und in Kreise von 11 cm Durchmesser ausstechen. Mit Öl bepinseln und in der Mitte falten. Auf kleine, ausgeschnittene Backpapierstücke legen und im Dampfgarer bei 96°C etwa 20 Minuten dämpfen. Die Buns sind fertig, wenn ein Fingerdruck auf der Innenseite eines Buns keine Delle mehr hinterlässt.

4 Für den Senfkohl den Pak Choi waschen, Strunk entfernen und klein schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Alle Zutaten in einem Topf aufkochen und etwa 4 Minuten köcheln lassen. Abschmecken und beiseite stellen.

5 Die Erdnüsse im Mörser zu Erdnussmehl mörsern und in einer Pfanne trocken rösten. Koriander hacken.

6 Die Unterseite der Bao Buns mit Sweet Chili Sauce bestreichen. Fleisch und Senfkohl in den Bun klemmen, mit Erdnussmehl und reichlich Koriander bestreuen.

Quelle: “Auf die Hand“ von Stevan Paul

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  • Anne

    Moin, ich habe eine Frage zum Dämpfen. Meinen Gaggenau-Dampfgarer kann ich auf 30,60,80,90 oder 100% Dampf einstellen. Was ist denn für die Buns wohl am besten? Im Übrigen: Danke für die vielen tollen Rezepte!! Das Pulled Pork habe ich schon für 30 begeisterte Freunde zubereitet. Liebe Grüße aus Hamburg, AnneAntwortenAbbrechen

  • Hallo Uwe!
    Das Rezept hört sich wieder super an, aber kannst Du nochmal auf den Senfkohl eingehen? Den Kohl aufkochen und dann zu Seite stellen? Ich habe keine Vorstellung davon wieviel Wasser ich nehmen sollte und ob Der Kohl dann aus dem Wasser herausgenommen wird,oder, oder , oder. Vielleicht kannst Du das nochmal ausführlicher beschreiben.
    LGAntwortenAbbrechen

  • Yeah, welch hervorragender Zufall, dass ich letzte Woche mein erstes Goa Bao hatte und seit dem darüber sinniere. Meins war allerdings mit Zitronengras Tofu und chunky Mango-Chutney.

    Vielen Dank für die Wiedervereinigung

    SophiaAntwortenAbbrechen

  • […] A propos asiatische Burger: Checkt doch auch mal die koreanische Variante vom Chef Hansen mit Süßkartoffel Puffer und Kimchi. Oder aber Uwes Version aus Taiwan. […]AntwortenAbbrechen

  • Mimi

    Danke für dieses schöne Rezept! Ich habe es “vegetarisiert” (verschiedene klein geschnittene Rohkost, Käse nach Geschmack und, ganz wichtig, guten Aperitif-Essig!) und es war so lecker, dass mein Magen zu klein wurde…
    Der einzige Irritationsmoment war die Gardauer: Die Gua Baos brauchten gute 40 Minuten. Nach 20 Minuten waren sie noch reichlich ungar ;)
    Grüße
    MimiAntwortenAbbrechen

  • habe gestern das Gua Bao nachgekocht und bin sehr enttäuscht!

    Ich habe mich exakt an die Anweisungen hier gehalten, aber es ist nichts geworden. Zu sagen, das Fleisch sei trocken und zäh wie eine Schuhsohle gewesen, wäre eine Untertreibung!

    Nach dem Anbraten und Ablöschen war das Fleisch ok aber noch nicht durch, deshalb habe ich es, wie hier angegeben, im Ofen geschmort. Ergebnis nach ca. 90 Minuten: es wurde sehhhhhhhr dunkel und ungemein zäh, dabei habe ich noch nicht einmal die hier angegebenen 2 h geschmort. Möglicherweise setzt der Zucker, also das Karamell, einen Prozess in Gang, der das Fleisch hart macht? Jedenfalls war es fast nicht zu essen, und außerdem viel viel zu süß!
    Fazit: Nie wieder !AntwortenAbbrechen

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Heute auf der Tageskarte: Lachstatar als leckeres Amuse-Gueule, dazu einen gut gekühlten Rosé als Auftakt für eine zweite Auflage der Rosé-Dinner-Party.

Mögt Ihr auch so gern Sushi wie ich? In regelmäßigen Abständen brauche ich meine Dosis Sushi, besonders gern in meinem absoluten Lieblingsrestaurant in Erlangen. Dort bestelle ich meist einen sensationellen Spinatsalat mit Erdnuss-Dressing als Vorspeise und zwei Sorten Sushi als Hauptgang: Einmal mit Lachs, Schnittlauch, Ingwer und roter Shiso, dann Lachs, gebratene Lachshaut, Gurke, Frischkäse, Rucola, schwarzer Sesam und einer aromatischen Sauce auf Soja-Basis.

Seit einiger Zeit haben sie dort auch eine neue Vorspeise, die aus hauchdünn geschnittenen Scheiben Lachs und einer tollen Marinade besteht. Ich meine, ganz deutlich Honig und Sojasauce herausgeschmeckt zu haben, bin aber auf die dritte Komponente nicht gekommen. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass es sich dabei um Miso handelte, jener Würzpaste, die eine der Grundsäulen der japanischen Küche ist.

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Miso? Mirin?

Miso wird hauptsächlich aus Sojabohnen und einem variablen Anteil verschiedener Getreidesorten besteht. Bei der Herstellung werden gedämpfte Sojabohnen mit Reis oder auch Gerste vergoren. Je nachdem welche Getreidesorte benutzt und wie lange die Mischung dem Fermentationsprozess ausgesetzt ist, entstehen unterschiedliche Sorten Miso, die sich hinsichtlich ihrer Farbe und ihres Geschmacks unterscheiden. Miso-Paste gibt es scharf oder süß, rot, weiß oder dunkler. Das bekannteste Gericht ist die Miso-Suppe, für die Fischsud mit Miso gemischt und Tofu sowie Wakame (grüne Meeresalgen) als Einlage zugegeben wird. In Japan gehört die Miso-Suppe zu einem traditionellen Frühstück fest dazu.

Die zweite unbekannte Komponente der Marinade ist Mirin. Dabei handelt es sich um einen süßen Reiswein, der neben Sojasauce zum Beispiel Hauptbestandteil der bekannten Teriyaki-Sauce ist.

Rosé-Dinner-Party, die Zweite…

Für meinen Lachstatar habe ich also diese beiden Zutaten mit Zucker, Koriande rund Chili gemischt und den Lachs anschließend etwa 60 Minuten mariniert. Das Gericht ist eine fantastische Vorspeise, die sich auch wunderbar als Finger-Food und damit Amuse Gueule für ein Frühlingsmenü eignet. Serviert wird der Lachstatar mit einem frischen Rettichsprossensalat, der mit Zitronenschalen und -saft sowie etwas Sesamöl angemacht ist und damit die süßliche Note von Miso und Mirin optimal mit etwas Säure kontert.

Zum Tatar gibt’s ein Glas gekühlten Rosé aus der Provence, in diesem Fall einen 2014er „Estandon Héritage AOC Côtes de Provence“, der mit leichten Grapefruit-Aromen die Süße des Lachstatar ebenso gut ergänzt.

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossen-Salat

Mit diesem Gericht eröffne ich die zweite Runde der „Rosé-Dinner-Party“, für die sieben ausgewählte Blogger sieben tolle, frühlingshafte Kreationen passend zu leckeren Rosé-Weinen aus der Provence kreiert haben. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die erste Rosé-Dinner-Party, für die ich ebenfalls ein Fischgericht mit starken pfeffrigen Noten zubereitete.

Morgen verwöhnt Euch die Küchenchaotin mit dem zweiten Gang, es lohnt sich also, dort einmal vorbeizusehen. Wer sich selbst ein Bild von den Rosé-Weinen aus der Provence ein Bild machen möchte, der hat nun die Möglichkeit, eines von drei exklusiven Paketen zu gewinnen (Darin finden sich 3 Rosé-Weine). Hinterlasst bei Interesse einfach bis Mittwoch, 15.04.2015 um 23:59 Uhr einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse zu diesem Artikel. Die drei Gewinner werden anschließend ausgelost und angeschrieben. Nach dem Anschreiben haben die Gewinner 48 Stunden Zeit, sich zu melden. Die Weine werden dann zugeschickt.

Alle Stationen der Rosé-Dinner-Party auf einen Blick:

  • 13.04.: HighFoodality
  • 14.04.: Küchenchaotin
  • 15.04.: Küchenjunge
  • 16.04.: Culinary Pixel
  • 17.04.: Live life deeply now
  • 18.04.: Genuss sucht
  • 19.04.: Confiture de Vivre

Habt eine feine Woche!

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Rezept

Dauer: Ca. 15 Minuten Zubereitungszeit, ca. 60 Minuten marinieren

Zutaten für den Lachstatar mit Miso-Mirin-Marinade und Rettichsprossensalat (Für 4 Personen als Vorspeise):

  • 300 g Lachsfilet ohne Haut, Sushi-Qualität
  • 5 EL Mirin
  • 1 EL Miso-Paste
  • 1/2 EL Zucker
  • Etwas gemahlene Chili
  • Evtl. etwas Salz
  • 1 Handvoll frischer Koriander

Für den Rettichsprossensalat:

  • 100 g Rettichsprossen
  • 2 EL Mirin
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Sesamöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Zitronenabrieb

Zubereitung:

1 Gräten im Lachsfilet mit einer Grätenzange entfernen. Den Lachs mit einem scharfen Messer in sehr kleine Würfel schneiden.

2 Miso mit Mirin, Zucker und Chili verrühren. Ggf. mit etwas Salz abschmecken. Koriander hacken und mit der Paste unter den Lachs heben. Etwa 60 Minuten im Kühlschrank marinieren.

3 Die Rettichsprossen waschen und mit Mirin, Sesamöl, Zitronenabrieb und Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Lachstatar auf einem Teller anrichten und darauf den Rettichsprossensalat positionieren.

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Werbe-Hinweis: Dieser Artikel entstand im Auftrag des Verbands der Provence-Weine CIVP. Im Artikel wird ein Wein näher beschrieben und genannt. Die verlosten Probierpakete wurden vom Verband zur Verfügung gestellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.
  • Hanna

    Ein wirklich tolles Rezept! Ich werde es als Gaumenschmeichler für meine nächste Sommer- Gartenparty einplanen :-)
    liebe, liebe Grüße, HannaAntwortenAbbrechen

  • Thea

    Lieber Uwe, wie fast immer ist auch das hier wieder köstlich. Vor dem “Nachbauen” wüsste ich aber doch zu gerne, welche Misopaste Du genau verwendet hast. Lieben Dank und kalt-sonnige Grüße aus Berlin.AntwortenAbbrechen

  • Heike

    gaumensex pur

    hab es ausprobiert und war von den Socken :)AntwortenAbbrechen

  • Jan

    Schönes Gericht. Ich muss wohl mal wieder einen Asia Shop besuchen.AntwortenAbbrechen

  • Mit Lachs hast du mich sofort. Und wenn es dann noch einen Rosé dazu gibt, hält mich nichts mehr ;-) Sieht zu gut aus, ich muss hier “nur noch” eine vertrauenswürdige Quelle für Lachs in Sushiqualität finden…
    Liebe Grüße, MiriamAntwortenAbbrechen

  • Julia

    Hallo Uwe,
    Mal wieder ein tolles Rezept. Werde ich als Vorspeise meines Jahrestagsmenue gleich mal ausprobieren.
    Gruß, JuliaAntwortenAbbrechen

  • Dominik St.

    Hallo Uwe,
    als fast in Nürnberg wohnender würden mich zwei Dinge interessieren: Wie heißt das Sushi-Lokal in Erlangen und wo bekommst du deinen Sushi-Fisch her? ;)
    Mit besten Grüßen,
    DominikAntwortenAbbrechen

  • Dominic

    OHHHH Ich liebe Miso und dann noch Lachs dazu himmlichAntwortenAbbrechen

  • Wieder eine klasse Aktion, wie ich finde! Das zeigt, dass auch Rosé nicht nur dünne Plörre ist, die sich nicht zwischen rot und weiß unterscheiden kann. Für mich liegt das Schönste immer darin, Wein und Speisen zu kombinieren. Dir ist das hier meisterlich gelungen, sehr schön, Uwe!
    Liebe Grüße,
    SandyAntwortenAbbrechen

  • Was für ein tolles Rezept! Ich liebe Lachstatar, hab es so aber noch nie gegessen, wird ausprobiert, gerade auf die Kombination mit Miso bin ich gespannt. Und natürlich wie immer wunderschöne Photos! Danke und liebe Grüße,
    SwanAntwortenAbbrechen

  • Oh, was für ein feines Rezept. Ich liebe Rosé, und Lachs!
    LGAntwortenAbbrechen

  • g

    Miso habe ich erst kürzlich für mich entdeckt und bin ganz begeistert, wie gut sich die Paste in vielen Rezepten macht. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn noch mehr Rezepteinspirationen mit Miso auf dem Blog landen würden. Viele Grüße und einen schönen Abend!AntwortenAbbrechen

  • Das sieht mal wieder fantastisch aus, möchte ich unbedingt ausprobieren. Leider verpasst (bzw nicht studentenbudgettauglich): das sushilokal – auf welches schwörst du denn? Vielleicht sind wir ja mal wieder in der alten Heimat, dann sollte ich einen Besuch definitiv nachholen!
    Schöne Grüße, KathiAntwortenAbbrechen

  • Anni

    Das Wasser läuft mir im Mund zusammen! Das Sushi mit Lachs, Schnittlauch, Ingwer und Shiso liebe ich auch, vermutlich auch in der gleichen Erlanger Lokalität ;) Nur wo bekomme ich in der Region Fisch in Sushiqualität her (außer im online-Versand) um den Lachstatar nachzubauen?
    In den Lostopf springe ich natürlich auch gerne hinein.
    Viele Grüße, AnniAntwortenAbbrechen

  • Sanni

    Wow, das sieht echt lecker aus. Rettichsprossen sind im Moment auch meine kleine Geheimwaffe um Salate und Snacks zu “pimpen” :)AntwortenAbbrechen

  • Matthias

    Sieht fantastisch aus aber ich sehe schon jetzt die Skeptischen Blicke wenn ich rohen Fisch serviere. Aber egal wird trotzdem nachgekocht.AntwortenAbbrechen

  • Aline Kalb

    Klasse Idee! Ich wollte ohnehin demnächst mein erstes (!) Lachstatar zubereiten und habe noch nach dem richtigen Rezept gesucht. Jetzt hab ich es doch tatsächlich durch Zufall entdeckt! Danke für diesen tollen Blog und die vielen leckeren Anregungen!AntwortenAbbrechen

  • Susanne Stern

    Mensch, da lerne ich ja vielleicht nicht nur neue Rose Weine kennen, sondern gleich noch ein paar neue Foodblogs.
    Danke für das (wie immer) klasse fotografierte Rezept!
    Viele Grüße aus Karlsruhe
    SusanneAntwortenAbbrechen

  • Fagotia

    Lieber Uwe, da ist Dir wieder mal eine tolle Komposition gelungen – wird auf jeden Fall nachgebaut – ich liebe die japanische Küche! Rettichsprossen sind neu für mich – werde ich probieren. Beste Grüße, FagotiaAntwortenAbbrechen

  • LittlFrenchy

    Hallo Uwe
    Wo findest Du bitte in Nürnberg Fisch in Sushi-Qualität?
    GrüßeAntwortenAbbrechen

  • Wow, ganz großes Kino und doch so einfach zuzubereiten. Das ist eine sehr leckere Alternative zum normalen Lachstatar, dass wir gerne mal mit Röstis als Vorspeise reichen.
    Und Miso wird immer beliebter, da freue ich michauf weitere Inspirationen von Dir.
    Auf jeden Fall vielen Dank und bitte mach weiter soAntwortenAbbrechen

  • […] möchte ich Euch heute nochmals meinen Lachs-Tatar präsentieren, diesmal aber nicht mit einem Rettichsprossen-Salat, sondern mit gebratenem grünen Spargel. Die Inspiration dazu habe ich von Fabio Haebel, der […]AntwortenAbbrechen