Buttermilch-Pancakes mit Beerensauce

Buttermilch-Pancakes mit Beerensauce

Der Frühling ist da! Die Temperaturen steigen stetig und an den Bäumen sind die ersten Knospen zu sehen: Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis die Vegetation explodieren wird. Zeit wird’s!

Vor einigen Wochen habe ich bei Ann-Katrin von Penne im Topf das Rezept zu Buttermilch-Pancakes mit Blaubeersauce gesehen: Meine Kinder lieben Pfannkuchen, und welcher Tag als der Sonntag ist besser geeignet, um mit einem leckeren Frühstück zu beginnen? Die Kinder kamen ob des Geruches beim Ausbacken der kleinen Pancakes von alleine in die Küche und konnten den Moment, da die Pfannkuchen serviert wurden, kaum abwarten. Ich hatte noch gemischte Beeren im Gefrierfach, die ich nach Ann-Katrins Anleitung als Sauce zubereitete.

Ein gelungener Start in den Tag! Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!

Rezept

Zutaten für die Buttermilch-Pancakes mit Beerensauce (Für 2 Personen als Frühstück):

  • 3 EL Butter
  • 300ml Buttermilch
  • 100ml Sahne
  • 2 Eier
  • 250g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker

Für die Beerensauce:

  • 200g gemischte Beeren
  • 50g Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 30ml Wasser

Zubereitung:

1 Für den Teig nimmst Du einfach die Butter, packst sie in einen kleinen Topf und lässt sie bei moderater Hitze schmelzen. Abkühlen lassen. Währenddessen vermischst Du in einer Schüssel die Sahne mit der Buttermilch und den Eiern.

2 In einer zweiten Schüssel mischst Du das Mehl, das Backpulver, das Salz, den Zucker, den Vanillezucker und den Zimt. Danach gibst Du das Sahne-Buttermilch-Gemisch dazu und verquirlst alles mit einem Handrührgerät. Zum Schluss mischst Du noch die zerlassene Butter unter. Den Teig nun etwas ruhen lassen.

3 Für die Pancakes eine Pfanne erhitzen, etwas Butter zugeben. Die Pfanne soll schön heiß sein! Dann kleine Pancakes ausbacken, die Hitze dabei reduzieren.

4 Nebenbei erhitzt Du in einer Kasserolle die Beeren samt Zucker, Speisestärke und Wasser, bis die Flüssigkeit eindickt. Zusammen servieren und genießen!

Quelle: Penne im Topf

Der frühe Vogel fängt den Wurm… Frühstück!

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Och Uwe!! Ich bin doch noch auf Diät… Egal! Kannst du mir zwei Stück durchreichen bitte, mit schön Beerensauce drüber? :-)

Lieben Gruß, Dirk

Hungriger

Wie kannst Du so ein Rezept einstellen, wenn ich noch nicht gefruehstueckt habe… :-) Sieht grandios aus – muss ich nachmachen.

Danke fuer Deinen tollen Blog. Ich freue mich immer auf die Rezepte und die Photos. Und versuche fleißig nachzukochen.

Deine Kinder und Deine Frau sind zu beneiden. :-) )

Mach weiter so!!!!!

Sebastian.

Du machst wirklich unglaublich tolle Fotos! Und das Rezept ist natürlich auch nicht zu verachten ;-) Mir läuft das Wasser im Munde zusammen.

Uwe

@Dirk: Wenn es jetzt noch nicht zu spät ist, dann gerne :)

@Hungriger: 11 Uhr? ^^ Naja, kann am Wochenende passieren….

@Muffin: Danke!

Es freut mich total, dass die Pancakes so gut gelungen sind!! Sehen wirklich super aus! Mit denen fällt mir das Aufstehen auch immer gleich viel leichter :)
Liebe Grüße, Ann-Katrin

Uwe

Das kann ich sehr gut verstehen. Ich mag die Variante mit Buttermilch wirklich sehr gerne, die hat so etwas Erfrischendes…

Churrasco vom Grill mit Chimichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln

Churrasco vom Grill mit Chimmichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln

Nachdem der Cheeseburger letzte Woche den Anfang gemacht hat, zeige ich Dir heute Teil 2 der Hüttengaudi-Rezepte – und mein ganz persönliches Highlight des Grillabends: Ein Churrasco – quer zur Faser geschnittenes Rinderfilet, in Chimichurri-Sauce mariniert und mit Äpfeln und Portwein-Zwiebeln serviert. Yummy!

Als “Churrasco” bezeichnet man eine südamerikanische Zubereitungsart von Rinderfilet, deren Ursprung ungeklärt ist und zu der sich die Anleitungen von Venezuela bis Patagonien wild unterscheiden. Eines haben sie alle gemeinsam: Das Churrasco wird immer über Feuer zubereitet. Für meine Variante benötigst Du ein großes Mittelstück des Rinderfilets – das Châteaubriant. Dirk von Cucina e Passione hat vor kurzem einen wunderbaren Artikel verfasst, wie Du ein ganzes Rinderfilet fachgerecht zerlegst und welche Stücke welchen Namen tragen. Solltest Du also ein ganzes Rinderfilet (um die 2kg) besorgt haben, so kannst Du die Filetspitzen für ein Filet Mignon und den unförmigen Filetkopf für ein – wie Dirk es auch vorschlägt – zartes Geschnetzeltes verwenden.

Ich hatte für das Grillen auf der Hütte ein wunderschönes, ganzes Filet vom Hereford-Rind von OTTO Gourmet bekommen (Hier zu beziehen). Die Rasse stammt aus Irland und zeichnet sich dadurch aus, dass ihr Fleisch bei reiner Grasfütterung einen hohen Marmorierungsgrad aufweist. Wie bei jedem Fleisch im Sortiment von OTTO Gourmet ist auch hier die Herkunft lückenlos nachverfolgbar und geht auf Betriebe zurück, die die Rinder im Freien gemäß hoher ökologischer Standards halten und züchten.

Das Châteaubriant schneidest Du quer zur Faser in ca. 1 cm dicke Stücke. Ich rate Dir, dazu unbedingt ein scharfes Messer zu benutzen, eine Hand flach auf das Fleisch zu drücken und das Messer – wie beim Häuten eines Fisches – mit leichten, langsamen Schnittbewegungen unter der haltenden Hand gerade durchzuziehen. Knifflig wird’s beim letzten Schnitt, hier solltest Du wirklich vorsichtig sein und im Zweifel nichts riskieren.

Rinderfilet zerlegen

Als nächstes marinierst Du das Rinderfilet. Dafür habe ich eine argentinische Chimichurri-Marinade verwendet, die aus viel Petersilie, Knoblauch, Chili und Olivenöl besteht. Du kannst alternativ auch andere Kräuter benutzen und zusätzliche Noten hinzufügen: Denkbar wäre auch ein Schwung Minze oder etwas Thymian. Wichtig ist, dass die Filets komplett von der Marinade umgeben sind und etwas Zeit bekommen, den Geschmack anzunehmen. Ich habe ihnen eine Stunde unter sich gegeben – viel länger sollte es bei der Dünne der Stücke auch nicht sein.

Rinderfilet in Chimichurri-Marinade

Nun kommt eine ganz wichtige Geschichte: Bevor Du die Filets auf den Grill legst, musst Du diese gut mit etwas Küchenpapier abtupfen. Es darf kein Öl an den Filets zurückbleiben, und schon gar nicht tropfen. Das Öl entzündet sich über dem Grill sofort und verwandelt das Fleisch im schlimmsten Fall in ein Stück Kohle. Und das wäre in Anbetracht des Kilopreises nicht unbedingt erstrebenswert. Ob mir das passiert ist, willst Du wissen? MIR? Nieeeeemals. Die gute Nachricht: Ich war schnell.

Churrasco vom Grill mit Chimichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln

Die Filets legst Du bei direkter Hitze in den auf etwa 250°C vorgeheizten Grill und brätst sie kurz und kräftig von beiden Seiten an – das dauert pro Seite etwa 2-3 Minuten. Das Fleisch muss innen noch rosa sein. Nach dem Anbraten gibst Du dem Churrasco ein paar Minuten in Alufolie, bis die Fleischsäfte ihren Karneval beendet und sich etwas beruhigt haben. Und dann? Servieren. Halt! Die Zugabe fehlt noch…

Churrasco vom Grill mit Chimichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln

Zum Churrasco habe ich ein paar geschmorte Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln serviert. Für letztere benötigst Du neben roten Zwiebeln, Portwein und gutem Aceto Balsamico di Modena viel Zeit und Geduld. Die Zwiebeln sollen gut eine Stunde bei moderater Hitze schmoren und vor sich hinblubbern, bis sie selbst zu karamellisieren anfangen. Die Flüssigkeit reduziert langsam aber sicher zu einer dicklichen, aromatisch-süßen Flüssigkeit.

Falls Du es noch nicht gesehen hast, kannst Du Dir die Zubereitung im zugehörigen Video auch noch einmal live und in Farbe ansehen:

Rezept

Zutaten für das Churrasco mit Chimichurri-Marinade, gegrillten Apfelscheiben und Portwein-Zwiebeln (Für 4 Personen):

  • 600g Rinderfilet vom mittleren Teil, am Stück
  • 2 Äpfel
  • 6 rote Zwiebeln
  • 2 Lauchzwiebeln
  • Etwas Portwein
  • Etwas Aceto Balsamico di Modena
  • Etwas brauner Zucker
  • Salz, Pfeffer

Für die Chimichurri-Marinade:

  • 2 Bund Petersilie
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL gemahlener Szechuan-Pfeffer
  • 2 rote Chili
  • Etwas Zucker
  • 250ml Olivenöl
  • 75ml Essig
  • 80ml kaltes Wasser

Zubereitung:

1 Zunächst muss das Fleisch mariniert werden. Dafür das Rinderfilet parieren und quer zur Faser mit einem scharfen Messer in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.

2 Als nächstes bereitest Du die Marinade zu. Dafür die Petersilie waschen und fein hacken. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Chili ebenfalls fein hacken. Alles in eine Schüssel geben und mit dem Olivenöl, dem Essig und dem Wasser vermischen. Mit Salz, Szechuan-Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Rinderfilet in der Marinade mindestens eine Stunde, besser länger marinieren.

3 In der Zwischenzeit kannst Du die Portwein-Zwiebeln zubereiten. Dafür schneidest Du die roten Zwiebeln nach dem Schälen in feine Ringe und schwitzt diese in etwas Butter langsam in einer Pfanne an. Es dauert etwa 40 Minuten, bis die Zwiebeln zu karamellisieren beginnen – diese Zeit solltest Du den Jungs auch lassen. Erst dann mit etwas Portwein ablöschen, reduzieren lassen. Einen Schuss Aceto Balsamico di Modena sowie etwas Zucker zugeben und auf leiser Flamme köcheln lassen, bis die Zwiebeln eine dunkle Farbe angenommen haben. Ggf. musst Du noch etwas Rotwein oder Essig nachgeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Äpfel in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Das Kerngehäuse in der Mitte entfernen. Die Frühlingszwiebeln fein hacken und in einer Schüssel beiseite stellen.

5 Den Grill auf etwa 250°C vorheizen, direkte Hitze. Die Rinderfilets aus der Marinade nehmen und mit einem Küchentuch abtupfen. Es sollte kaum mehr Öl auf dem Fleisch sein, weil dieses sonst in den Grill tropft und für Stichflammen sorgt, und das willst Du nicht. Die restliche Marinade aufheben.

6 Die Rinderfilets auf den Grill legen und bei direkter Hitze etwa 2-3 Minuten von jeder Seite anbraten. Die Apfelscheiben ebenfalls am Rand des Grills garen. Sie sollten noch Biss haben und keinesfalls zu weich sein. Die Rinderfilets vom Grill nehmen, etwas in Alufolie ruhen lassen.

7 Nachdem sich die Filets etwas ausgeruht haben, nimmst Du sie aus der Alufolie und halbierst die Fleischstücke. Sie sollten zartrosa sein, der Fleischsaft sollte nicht austreten. Nun schichtest Du die Rinderfilets abwechselnd mit den Apfelspalten auf einem Teller. Vor der letzten Apfelscheibe türmst Du ein paar Portwein-Zwiebeln auf das Fleisch. Nun gibst Du etwas von der Chimichurri-Marinade über das Türmchen, streust noch ein paar Frühlingszwiebeln darüber und kannst Dich nun voller Freude dem Essen widmen.

Tipp: Dazu passt geröstetes Brot in dicken Scheiben.

Inspiration Churrasco: Steven Raichlen, Grillen & Barbecue

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Barbara

Lieber Webmaster, bitte verhindere unter allen Umständen, dass ich morgens, mit wohlgefülltem Bauch diese Website anklicke…

Uwe, beim Lesen Deiner Seite und dem Anschauen der wunderbaren Bilder bekomme ich SOFORT Hunger! Hmm… vielleicht erst Mittags hier vorbeischauen?

Und danke für das wunderbare Cookbook of Colours!

Viele Grüße von einer stillen Leserin!

Super Fotos! – Das sieht sooooo lecker aus: Schönes Rezept.

Viele Grüße, Christian

Uwe

@Barbara: Ich freue mich immer sehr, auch mal etwas von “einer stillen Leserin” zu hören! Danke für Deinen Kommentar! Und ich freue mich natürlich sehr, wenn es Dir hier gefällt :)

@Christian: Das Rezept lege ich Dir echt wärmstens ans Herz. Das hast was…

Bei diesen Fotos läuft mir gerade wirklich das Wasser im Mund zusammen!Jetzt hoffe ich umso mehr, dass endlich die Sonne rauskommt damit die Grillsaison richtig losgehen kann! Danke für das tolle Rezept!! Liebe Grüße, Ann-Katrin

Aufhören! Ich verdaue mich selber!

Ralf

Jetzt habe ich einen olfaktorischen Flashback. Was das schön.
Kennt Ihr das, wenn man sich für 15 Minuten mit einem Gericht in eine Ecke verzieht und nicht mehr ansprechbar ist?

Ich stimme selten zu Lobgesängen an, aber diese Kreation hat es verdient. Uwe, das ist für mich bereits jetzt Dein Gericht des Jahres.

Allen Schlemmern kann ich nur sagen: Die Kombination aus der Marinade, den Äpfeln und den Zwiebeln ist perfekt. Ich hab keinen Krümel Brot dazu gegessen. Nachkochen und schwelgen.

Lieber Uwe, herzlichen Dank für deine charmante Verlinkung, hat ja gut gepasst :-) Eins habe ich aber nicht verstanden: Du legst das Filet flach vor dir auf den Tisch, drückst es mit der einen Hand platt und schneidest unter deiner Hand “quer zur Faser”? Ist das dann nicht “längs der Faser”? Quer zur Faser durchtrennst du doch die Fasern, also dann, wenn du Steaks vom Filet schneidest? Oder steh ich völlig auf dem Schlauch? Häh?? :-)

Verdammt sieht das gut aus! Dann kann die Grillsaison ja endlich losgehen! :-)

LG
Ute

Uwe

@Ann-Katrin: Die Sonne wäre da :) Auf geht’s!

@Tom: LOL! Sehr schönes Wortspiel!

@Ralf: Ui. Jetzt werde ich rot…

@Dirk: Ähhh. Genau! Und ja – ähm. Ich dachte immer, das wäre quer? Die Faser läuft horizontal, dann ist längs korrekt – mal ganz rational versucht zu denken. Oder?

@Ute: Kann sie! Gestern waren Burger dran :)

Philip

Hallo zusammen :)

Wie schneiden wir nun das Fleisch. Ich bin verwirrt..
Das sieht so unfassbar lecker aus, dass es das in den nächsten Wochen gibt. Und das wäre schade, wenn ich falsch schneide…

Beste Grüße

Zwei Blogs, ein Buch: “Home Made: Winter” von Yvette van Boven [Rezension]

Gemeinsam mit meiner Cousine Juliane von Schöner Tag noch! habe ich Yvette van Bovens Kochbuch “Home Made Winter” genauer unter die Lupe genommen. Nach dem Motto “Zwei Blogs, ein Buch” haben wir in Summe sechs Rezepte probiert und heute unser Fazit für Dich vorbereitet.

Zum Glück lässt sich der Winter dieses Jahr noch etwas Zeit, was uns den Spielraum gibt, die Rezension für ein saisonales Kochbuch noch im April zu veröffentlichen. Es wäre richtig schade gewesen: Das Buch ist voll spannender Anregungen und kreativer Gerichte. Julianes Rezension findest Du hier.

Der Saisonalität wird Yvette van Boven – eine niederländische Köchin, Illustratorin und Restaurant-Besitzerin – voll gerecht: Alle Rezepte sollen die kalte Jahreszeit versüßen und leckerer machen. Sie gliedert ihr Buch in klassische Kapitel wie Frühstück, Kuchen, Snacks und Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts. Zudem finden sich ein paar Drinks unter der Rezepte-Auswahl, denn wer wärmt sich Winters nicht gern an einem heißen Glühwein Finger und Seele.

Home Made Winter hat Stil

Die Aufmachung des Buchs ist sehr individuell: Die Autorin hat es geschafft, ihren eigenen Stil zu transportieren und – viel wichtiger-  zu erschaffen. So finden sich zwischen den Rezepten viele kleine Illustrationen, die eine textuelle Zubereitungsanleitung ersetzen. Manchmal findest Du auf dem einen oder anderen Foto auch Zusatzinformationen, die illustrativ ergänzt sind. Diese zeichnerischen Merkmale unterscheiden das Buch stark vom sonstigen Einheitsbrei und machen schon beim ersten Durchblättern Lust auf den ausführlichen Konsum.

Fotos sind für mich mit die wichtigsten Kaufargumente bei der Durchsicht eines Kochbuches. Bücher ohne Fotos kaufe ich so gut wie nie – die Bilder gehören einfach dazu. Sie sollen ästhetisch sein, Appetit anregen und auch technisch eine gewisse Qualität besitzen (Für mich ist das einfach wichtig, weil ich mich auch gerne technisch mit der Fotografie beschäftige – das Argument ist höchst subjektiv und kann getrost ignoriert werden, hihi).

“Home Made Winter” besitzt einen durchgängigen Fotografie-Stil. Dieser ist nicht darauf ausgerichtet, auf jeder Seite Hochglanzmagazin-taugliche Bilder zu zeigen: Die Gerichte werden bodenständig, appetitlich und ohne künstlich erschaffene Arrangements gezeigt. Das bringt die Rezepte sehr nah an die eigene Küche und verringert die obligatorische Distanz zwischen Autor und Leser, weil auf offensichtliche Perfektion verzichtet wird. Im Zusammenspiel mit Illustration und Design ergibt sich ein rundes, in sich konsistentes Werk, das frisch daherkommt: Ich hatte oft das Gefühl, etwas wirklich Neues zu sehen. Die Aufmachung ist in Summe eher weiblich und mir manchmal etwas zu kitschig: Aber da mir bewusst ist, das ich nicht die Zielgruppe repräsentiere, werde ich an dieser Stelle brav schweigen. Oder doch nicht: Kennst Du diesen Moment, als Mann im Zeitschriftenladen mit irritierten Blicken bombardiert zu werden, weil Du mit fettem Grinsen im Gesicht die Rezepte in den Frauenzeitschriften studierst? Unbezahlbar.

Die Saisonalität endet nicht mit winterlichen Rezepten, sondern wird auch im Buch weiter aufgegriffen. So finden sich einige Anregungen, um klassische Anlässe des Winters standesgemäß begehen zu können. Egal ob Nikolaus, Adventszeit, Weihnachten, Silvester oder Ostern: Für alle Gelegenheiten gibt es spezielle Hinweise, Rezepte und Anregungen. Das hat Spaß gemacht!

Gebratener Zander, Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille

Irlands Küche als Blaupause für Winter-Rezepte

Yvette van Boven wuchs in Irland auf, einem, wie sie es beschreibt, kalten, eher winterlichen Ort. Deswegen sind die Rezepte in “Home Made Winter” sehr irisch inspiriert. So finden sich klassische Eintöpfe und Stews, leckere Lamm-Gerichte und wärmende Pies – süß wie salzig. Die Autorin hatte zudem das Glück, die Sommer oft in Frankreich verbringen zu dürfen, weswegen vor kurzem “Home Made: Sommer” mit vielen Rezepten als Hommage an die französische Küche erschien.

Die Küche Irlands kommt oft sehr kräftig daher, mit vielen deftigen Zutaten und intensiven, wärmenden Aromen. Besonders schön finde ich die vielen Frühstücks-Anregungen für einen gelungenen Start in den Tag: Solche Inspirationen finde ich selten in Kochbüchern. Nach dem Genuss von Kardamom-Orangen-Scones, einem Irish Whiskey Soda Bread mit etwas frischer Quittenmarmelade mit Sternanis sowie einem herzigen Colcannon bist Du sicherlich gerüstet für einen kalten, stürmischen Tag an der Küste der grünen Insel.

Die Hauptgerichte bieten die Reichhaltigkeit der winterlichen Küche: Schmorgerichte, Pasteten, Eintöpfe und allerlei Fischgerichte stehen zur Auswahl. Wer nach Kalbfleisch mit Zwiebel-Granatapfel-Kompott, Pulled Pork oder einem Pie mit Kalbsniere und Steak noch Lust auf etwas Süßes verspürt, wird bei den Desserts schnell fündig: Ein gewürzter Birnen-Nuss-Kuchen mit Calvadossirup oder ein Winterpudding mit Marsala-Rosinen-Custard runden die Sache ab.

Was Juliane und ich gekocht haben

Juliane und ich haben insgesamt sechs Rezepte aus “Home Made Winter” nachgekocht:

In Summe können wir sagen, dass die Angaben im Buch gut als Vorlage dienen und plausibel geschrieben sind. Die Arbeitsabläufe stimmen und greifen gut ineinander, so dass das Buch auch für Anfänger geeignet sein wird. Die einzelnen Schritte sind gut und präzise erklärt. Der gebratene Zander mit Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille war schlichtweg grandios und hat mich und meine mitessenden Kollegen wirklich begeistert.

In Roter Bete marinierte Lachsforelle mit einer Meerrettich-Apfel-Mohn-Mousse

Bei meinem zweiten Gericht – der marinierten Lachsforelle – muss ich wirklich zugeben, dass ich gespalten bin: Die Geschmacksvielfalt in diesem Gericht ist wirklich hoch. Neben einer fantastischen, in Roter Bete marinierten Lachsforelle gehören eine Meerrettich-Mohn-Mousse, ein dünn aufgeschnittener Granny Smith Apfel sowie eine Basilikum-Limetten-Vinaigrette zum Programm. Da die Lachsforelle für sich schon sehr aromatisch ist, wussten meine Geschmacksknospen gar nicht mehr wohin bei all den Eindrücken und waren schnell übersättigt. Die Vorspeise eignet sich daher meiner Meinung nach eher als Amuse Gueule.

In Roter Bete marinierte Lachsforelle mit einer Meerrettich-Apfel-Mohn-Mousse

Fazit

Yvette van Boven hat ein sehr schönes Kochbuch erschaffen, das in Aufmachung, Design und Stil einzigartig ist und wunderbar funktioniert. Im Buch finden sich eine Reihe Gerichte, bei denen ich nicht das Gefühl hatte, diese schon einmal gesehen zu haben, was ein erfrischendes Erlebnis ist. Ich kann “Home Made Winter” besten Gewissens empfehlen und werde nächsten Winter sicher wieder viel Spaß mit den Gerichten daraus haben.

  • Aufmachung/Design: 4/5
  • Fotos: 3/5
  • Rezepte: 4/5
  • Nachkochbarkeit: 4/5
  • Kaufempfehlung: 4/5

Kaufen: “Home Made Winter” von Yvette van Boven bei Amazon

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Den Zander merke ich mir auch mal vor! Wenn Du so begeistert bist, muss mir das ja eigentlich auch schmecken. Die Meerrettich-Apfel-Mohn-Mousse sieht schön frisch aus bei Dir, ich kann mir aber auch vorstellen, dass das ingesamt etwas zu viel an kräftigen Aromen ist.

Die Gewürzblüten-Butter habe ich übrigens auch schon gebloggt, hier der Direktlink zum Beitrag:
http://schoenertagnoch.blogspot.de/2013/04/nachgemacht-gewurzbluten-butter.html

Das nächste Kochbuch darfst dann Du aussuchen, damit hier auch mal die männliche Seite voll bedient wird, ok? ;-)

Liebe Grüße!

Wabbi

Oh der Lachs samt “Anhang” sieht aber sehr köstlich aus!!!
Ob du uns das Rezept dazu auch noch auf dem Blog verraten wirst?

ganz lieben Dank für den tollen Bericht und das Nachkochen ;-)

Grüßle
Wabbi

Ich hab ja schon bei Juliane meinen “Senf” dazugegeben und möchte das aber hier auch nochmal tun. Ich finde die Idee ganz gelungen und spannend zu sehen, wie Eure “gleichen” Kreationen so gelungen sind und aussehen. Die Lachsforelle mit der Meerettich-Mohn-Mousse sieht übrigens sensationell aus. Dazu die Äpfel und die Vinaigrette, das liest sich total lecker. Dachte übrigens zuerst, dass das ein Dessert ist…
Liebe Grüße!

Uwe

@Juliane: Keine Sorge, das muss nicht sein ;)

@Wabbi: Das Rezept kommt auch noch dran, kann aber ein wenig dauern. Ich habe Blog-Stau und kriege die Rezepte nicht weg…

@Christina: Das hab’ ich schon beim Cousinchen gelesen – wir werden die Serie bestimmt weiter führen. Tatsächlich ist’s ne Vorspeise, eine sehr intensive sogar…

Das ist dann wohl ein Kaufbefehl für beide Bücher, oder? ;-)

Uwe

So sieht’s aus :D

Gebratener Zander, Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille

Gebratener Zander, Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille

Wie gut, dass der Winter dieses Jahr ein paar Monate länger bei uns ist. Das gibt mir noch Gelegenheit, meine nachgekochten Rezepte aus Yvette van Bovens “Home Made Winter” zu veröffentlichen. Den Anfang macht dieser schicke Zander.

Nicht nur AC/DC hat diesem Fisch einen eigenen Song gewidmet (“Zanderstruck”), auch ich bin bereit, in den höchsten Minnesängertönen wohlwollend über den Süßwasserbewohner zu flöten: Der Geschmack ist nicht zu fischig, sondern sehr angenehm. Das Fleisch ist fest genug, dass es nicht bei jedem kritischen Blick vor dem Wenden zerfällt und dazu noch sehr variabel einsetzbar: braten, dämpfen, farcen, alles drin.

Die Zander gehören zur Familie der Barsche, die sich durch ihre barschen Stacheln in der Rückenflosse auszeichnen. Jeder Anglerlehrling lernt in einer der ersten Lehrstunden, vorsichtig mit dieser Spezies umzugehen, da die Stacheln böse Verletzungen nach sich ziehen können. Wenn Du also einen Zander in die Finger bekommst, so solltest Du Deine Hand flach auf den Kopf des Fisches legen und zärtlich nach hinten streichen. Die stachelige Rückenflosse klappt sich dabei ein und ist nicht mehr gefährlich. Mit diesem Griff kannst Du nun Deinen Zander gefahrlos durch das örtliche Establishment tragen.

Meine Liebe zu dem in allen europäischen Binnengewässern vorkommende Edelfisch zeigt sich in vielen Rezepten, die ich bereits veröffentlicht habe und die Du Dir gerne ansehen kannst. Besonders an Herz möchte ich Dir die Zanderfilets mit Süßkartoffeln, Schmortomaten und Zitronen-Piment-Butter oder den Gewürz-Zander auf Topinamburpüree und Postelein legen.

Yvette van Bovens “Home Made Winter” habe ich mir zusammen mit Juliane von Schöner Tag noch! bereits vor einigen Wochen gekauft, als der Winter noch mit gültigem Visa durch die Lande toben durfte (nun habe ich das Gefühl, es handelt sich eher um einen illegalen Zuwanderer). Wir haben in Summe sechs Gerichte daraus zubereitet und werden Dir am Sonntag unsere gemeinsame Meinung zu dem Buch in einer Doppelrezension mitteilen.

Mein erstes Gericht daraus ist ein gebratener Zander mit Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit etwas Vanille. Als Nussbutter bezeichnet man gemeinhin Butter, die bei nicht zu großer Hitze in einem Topf gebräunt wird, bis sie nussig zu duften beginnt. Dadurch wird dem Gargut nicht nur ein wenig Farbe sondern auch ein angenehmer Geschmack mitgegeben.

Beurre Blanc ist eine klassische Buttersauce aus der französischen Küche. Übersetzt bedeutet dies “weiße Butter” und beinhaltet meist Schalotten, Weißwein, etwas Crème Fraîche und eben – Butter. Schalotten und Weißwein werden dabei aufgekocht und stark reduziert. Nach dem Entfernen der Schalotten fügst Du die Crème Fraîche hinzu und montierst die Sauce durch Hinzugabe der kalten Butter zu einer cremigen, dicken Sauce auf. In Yvettes Rezept wird dann noch etwas Vanillemark zugefügt, was geschmacklich wunderbar zu Fisch und Spitzkohl passt. Guten Appetit!

Gebratener Zander, Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille

Rezept

Zutaten für den gebratenen Zander mit Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc (Für 2 Personen):

  • 2 Zanderfilets mit Haut
  • Etwas Mehl
  • Etwas Petersilie

Für den Nussbutter-Weißkohl:

  • 150g Butter
  • 1 kleiner Spitzkohl
  • 1 Schalotte
  • 2 Lorbeerblätter
  • Weißwein
  • Salz, Pfeffer

Für die Beurre Blanc:

  • 2 Schalotten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 200ml Weißwein
  • 100g Crème Fraîche
  • 200g Butter (kalt)
  • 1 Vanilleschote
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für den Spitzkohl die Schalotte in feine Ringe schneiden, den Spitzkohl in feine Streifen schneiden. Die Butter in einem ausreichend großen Topf erhitzen, bis sie bräunlich wird und nussig zu duften beginnt. Den Spitzkohl zugeben und kurz andünsten, mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen, dann die Hitze reduzieren und die Lorbeerblätter zugeben. Nun mit geschlossenem Deckel langsam schmoren lassen, bis der Spitzkohl bräunlich wird und zu karamellisieren beginnt. Das kann gut und gerne 45 Minuten dauern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Während der Spitzkohl schmort die Zanderfilets von restlichen Gräten befreien, abspülen und trocken tupfen. Leicht mit Mehl bestreuen.

3 Dann für die Beurre Blanc die Schalotten fein hacken und das Mark der Vanilleschote auskratzen. Die Schalotten zusammen mit dem Lorbeerblatt und dem Weißwein in einer Kasserolle aufkochen und stark reduzieren lassen. Danach die Schalotten und das Lorbeerblatt abseihen. Den Weinsud auffangen. Mit der Crème Fraîche verrühren und bei moderater Hitze die Butter nach und nach einrühren, bis die Beurre Blanc eine sämige, dicke Konsistenz besitzt. Die Sauce darf nicht mehr kochen! Zum Schluss das Vanillemark zugeben und ggf. abschmecken.

4 Den Zander in einer Pfanne in etwas Butter auf der Hautseite kross anbraten. Wenden, und kurz von der anderen Seite erhitzen. Alles anrichten und mit etwas Petersilie bestreuen.

Quelle: Yvette van Bovens “Home Made Winter”

Hinweis: Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Zanderstruck!

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[...] Gebratener Zander, Nussbutter-Spitzkohl und Beurre Blanc mit Vanille [...]

Sehr schönes Rezept, als Süsswasserfisch-Liebhaberin bin ich davon sehr angetan. Und Butter bei die Fische… des passt ;-)

Achja, da fällt mir grad was ein – bei Peggy Schatz läuft dieses Jahr ein schöner Süsswasserfisch-Event. Da würde Dein Rezept gut hinpassen. Bei mir steht demnächst dafür eben auch Zander auf dem Programm.

Cheeseburger vom Wagyu-Rind mit selbstgemachtem Ketchup und Senf-Zwiebel-Mayonnaise

Cheeseburger vom Wagyu-Rind mit selbstgemachtem Ketchup und Senf-Zwiebel-Mayonnaise

Im Rahmen des Grillabends auf 1.600m Höhe machte der Cheeseburger vom Wagyu-Rind den Anfang und sorgte bei den Mitfahrern für entzücktes Schmatzen: Der Wagyu Steakhouse Burger ist wahrlich eine Angelegenheit für Feinschmecker mit einem unglaublich feinen Geschmack.

Der Cheeseburger darf nun auch auf dem Blog den Anfang machen: Über drei Wochen liefere ich Euch nun die Rezepte des Grill-Events auf der Hütte in den Salzburger Alpen nach. Das Besondere an dem Cheeseburger ist das Fleisch: Original Wagyu Kobe Style Beef von OTTO Gourmet!

Das Wort “Wagyu” kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt “japanisches Rind” (Wa = japanisch, Gyu = Rind). Als Kobe-Rinder dürfen nur Tiere bezeichnet werden, die aus einer ganz bestimmten Region Japans kommen: Normalerweise dürfen die Tiere lebend nicht exportiert werden, dafür wurden in der Historie erst zweimal Ausnahmen gemacht.

Das Fleisch von Kobe-Rindern zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Fettmarmorierung, Zartheit und einen intensiveren Geschmack aus. Das wird durch genetische Unterschiede zu anderen Rinderrassen möglich: Kobe-Rinder setzen mehr intramuskuläres Fett an. Je höher der Marmorierungsgrad, desto teurer ist das Fleisch. In Japan wird dafür eine Skala von 1 bis 12 verwendet.

Für Burger-Fans ist es also ein besonderes Vergnügen, das Patty aus 100% Wagyu Kobe Style Beef zu genießen: Da braucht es nicht viel drumherum, um ein absolutes Geschmackserlebnis vom Grill zu zaubern. Deswegen sind die übrigen Zutaten auch eher zurückhaltend gewählt, der volle Fokus liegt auf dem Geschmack des Pattys. Von meinem Cheeseburger à la Uwe habe ich die beiden Saucen übernommen (Ketchup und die Mayonnaise) und etwas Salat sowie Tomaten und Essiggurken zugegeben. Mehr braucht’s nicht.

OTTO Gourmet bietet die Wagyu-Pattys in Vierer-Packs (etwa 170g pro Patty) zusammen mit Burger-Brötchen für knapp 24€ an: Ein fairer Preis, wie ich finde. Die Pattys sind handgeformt und stammen allesamt von der Morgan Ranch in Nebraska, die auf natürliche Aufzucht ohne die Verwendung von Hormonen oder Antibiotika setzt. Wer Burger mag, dem sei ein Versuch wärmstens ans Herz gelegt!

Burger vom Wagyu-Rind: Zutaten

Ich habe die Burger auf dem Weber® Q300 Gasgrill zubereitet. Diesen habe ich auf 250°C vorgeheizt und anschließend die Pattys direkt bei geschlossenem Deckel gegrillt – pro Seite etwa 3-5 Minuten. Die Burger dürfen erst gewendet werden, wenn sich das Fleisch von selbst vom Grillrost zu lösen beginnt. Gleichzeitig sollten die Pattys nur einmal gewendet werden.

Nächsten Mittwoch gibt’s das Rezept zu meinem persönlichen Highlight – dem Churrasco mit geschmorten Äpfeln und Portweinzwiebeln. Wer sich Appetit holen möchte, dem sei das Video vom Grillabend auf 1.600m Höhe nochmals wärmstens ans Herz gelegt.

Rezept

Zutaten für die Cheeseburger vom Wagyu-Rind (Für 4 Personen):

  • 4 Wagyu-Pattys, z.B. von OTTO Gourmet
  • 4 Burgerbrötchen, z.B. von OTTO Gourmet (oder selbst zubereiten)
  • 4 Scheiben Cheddar
  • Etwas Eisberg-Salat
  • Etwas Radiccio-Salat
  • 1 Tomate
  • 8 Essiggurken-Scheiben

Für die Senf-Zwiebel-Mayonnaise:

  • 4 Eigelb
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 400ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 3-4 EL Crème Fraiche
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Spritzer Sesamöl
  • 1 Schalotte
  • Salz, Pfeffer

Für das Ketchup:

  • 400ml passierte Tomaten
  • 2-3 EL brauner Zucker (je nach Geschmack)
  • 2-3 EL Aceto Balsamico di Modena (je nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Speisestärke

Zubereitung:

1 Für das Ketchup die passierten Tomaten mit dem Zucker und dem Essig aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, danach mit etwas in Wasser aufgelöster Speisestärke binden. Erkalten lassen.

2 Für die Mayonnaise: Die Schalotte fein hacken. Die Eigelbe mit dem Senf verrühren. Danach das Öl unter konstantem Rühren hinzugeben und die Crème Fraiche unterziehen. Nun die Sojasauce, das Sesamöl und die gehackten Schalotten hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3 Die Burgerbrötchen halbieren. Den Eisberg-Salat und den Radiccio waschen und in Stücke teilen, die gute auf die Burgerbrötchen passen. Die Tomate in dünne Scheiben schneiden. Die Essiggurken ggf. nochmals halbieren.

4 Den Grill aufheizen. Die Burger-Pattys direkt grillen, bis sie sich von selbst vom Rost lösen. Dann umdrehen. Den Cheddar-Cheese auf den umgedrehten Pattys verteilen, so dass der Käse schmelzen kann. Die Burger-Buns leicht anrösten, aber nicht verbrennen lassen.

5 Etwas Senf-Zwiebel-Mayonnaise auf dem Burgerbrötchen verteilen. Dann Salat, Tomate, Wagyu-Patty und Essiggurken aufeinander schichten. Zuletzt etwas Ketchup darüber verteilen.

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Schönes Rezept, Uwe.

Der Ketchup gefällt mir gut… klingt einfach und lecker.

Mathias

Sieht wirklich sehr gut aus, ich werds auf alle Fälle erstmal mit dem hier erhältlichen Rind ausprobieren ….. zum Kobe-Rind fällt mir noch ein …. wie in dem Wikipedia-Artikel beschrieben ist die Aufzucht wohl sehr speziell. Die Bauern wenden sich jedem einzelnen Tier der kleinen Herde sehr intensiv zu. Ich hab vor einiger Zeit mal eine Doku gesehen, da war ein Bauer der darauf schwörte jedem seiner Tiere eine bestimmte Bier-Sorte zum Trinken zu geben. Ausserdem bekamen sie auch eine besondere Massage. Das erinnerte fast daran, als wär der Landwirt mit den Tieren verheiratet …..

Uwe

@Christian: Danke Dir :) Das Ketchup ist auch schnell gemacht, hält sich einigermaßen lange….

@Mathias: Dann versteht man auch die Kilopreise besser :)

So früh am Morgen und ich habe jetzt großen hunger auf Burger, sieht verdammt lecker aus. Ich mache auch gern Burger selbst, allerdings mit normalem Rind. Aber das Rezept für den Ketchup und die Soße werde ich mal ausprobieren, dank dir.

Liebe Grüße

Uwe

@Korinna: Gerne doch! Ich habe zum ersten Mal das Wagyu-Fleisch benutzt – sonst mische ich mein Fleisch auch selbst zusammen. Hat sich aber definitv gelohnt!

ich hab`s geahnt. schon als ich die überschrift im blogroll gelesen habe, hatte ich so ein zucken in den mundwinkeln und als ich ihn gesehen habe, war ich verloren. ob er vom wagyu wird kann ich nicht garantieren, aber er wird ;)

Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen :-) ! Sieht super lecker aus. Aber auf jeden Fall werde ich das Rezept für den Ketchup ausprobieren, mal schauen ob meine Kinder den Unterschied bemerken ;-) !

Uwe

@moni: Wahrscheinlich werden sie den bemerken, weil ich nicht so viel Zucker verwende….dafür weiß ich aber auch, was drin ist in der Sauce… ;)