Grillbanane mit Minze, Sauerrahmeis und Schokoladensauce

Desserts vom Grill? Spätestens seit einem gemeinsamen Grillen mit Stefan Müller, seines Zeichens deutscher Grillmeister, und der Teilnahme an einem Grillkurs weiß ich, dass auch diese Disziplin ihre unglaublich leckere Berechtigung hat.

Stefan servierte damals eine gegrillte Ananas, die mit einem würzigen Rub eingerieben und anschließend langsam auf einen Drehspieß geschnallt über gleichmäßiger Hitze garte. Das Ergebnis: Eine würzige, saftig-süße Bombe von einer Frucht. Und ganz nebenbei auch ein echter Hingucker, sowohl auf dem Grill als auch auf dem Teller. Stefan servierte zur Ananas selbst gemachtes Erdbeereis, schwungvoll dekoriert mit etwas gehackter Minze.

Gegrillte Ananas mit Dessert-Rub

Aber auch Stefans zweiter Dessert-Gang vom Grill konnte mich überzeugen: Pfirsiche wurden halbiert, kurz auf der Schnittfläche gegrillt, gedreht und mit Nougat gefüllt. Sehr, sehr lecker – ein ähnliches Dessert habe ich letztes Jahr mit Eis zubereitet.

Gegrillter Pfirsich mit Nougat-Füllung

Gegrillter Pfirsich mit Nougat-Füllung

Jeder Grillmeister fängt einmal klein an und beginnt meist mit der Banane, die recht dankbar ist und viele Fehler verzeiht – besonders hinsichtlich Hitze. Durch die Schale ist genug Schutz vorhanden, so dass das süße Innenleben der Banane selten in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich habe kleine Baby-Bananen gekauft, weil diese auf dem Teller besser aussehen und nach einem opulenten Essen nicht zu viel werden. Die Bananen werden einfach halbiert und bei 180°C zuerst auf der Schnittfläche etwas gegrillt, dann gedreht und nochmals 2-3 Minuten liegen gelassen. Nicht wundern, die Schale verfärbt sich dabei und wird pechschwarz.

Zu gegrillter Banane passt frisches Sauerrahmeis hervorragend, auch Vanille-Eis oder Bacio kann ich mir gut vorstellen, ein Schuss Schokoladensauce rundet die Erfahrung lecker ab. Das Gute: Das Dessert kann sehr schön vorbereitet werden.

Einen schönen Sonntag!

Grillbanane mit Minze, Sauerrahmeis und Schokoladensauce

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten Zubereitung, ca. 60 Minuten Gefrierzeit

Zutaten für die Grillbanane mit Minze, Sauerrahmeis und Schokoladensauce (Für 4 Personen):

  • 4 kleine Bananen
  • 100g Zartbitter-Kouvertüre
  • 1/2 Limette

Für die Eismasse:

Zubereitung:

1 Für das Eis die Schale der Limette abreiben. Die Limette auspressen und den Zucker im Limettensaft auf mittlerer Hitze auflösen. Mit dem Sauerrahm, der gehackten Minze und den Limettenschalen vermischen. In der Eismaschine in 60 Minuten gefrieren, dann mindestens für 2 Stunden im Tiefkühlfach lagern. Wenn keine Eismaschine vorhanden ist, kann die Masse über 4 Stunden im Tiefkühlfach gefroren werden. Allerdings muss die Masse alle 30 Minuten mit einer Gabel umgerührt werden.

2 Die Bananen halbieren und die Schnittflächen mit dem Saft der halben Limette beträufeln. Die Zartbitter-Kouvertüre im Wasserbad schmelzen.

3 Den Grill für direktes Grillen vorbereiten und auf 180°C vorheizen. Die Bananen erst auf der Schnittflache 2-3 Minuten grillen, anschließend umdrehen und nochmals 2-3 Minuten auf der Schalenseite garen.

4 Die Grillbananen auf einem Teller anrichten und mit der Schokoladensauce beträufeln. Das Sauerrahmeis daneben anrichten und mit etwas Minze bestreuen.

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  • Ich hätte dann gerne von allem etwas – muss mich auch unbedingt mal an Desserts vom Grill wagen….! :) AntwortenAbbrechen

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Hochsommer. Wie einem einprogrammierten Mechanismus folgend greife ich scheinbar ferngesteuert nach meinen Kochbüchern aus mediterranen Ländern, um der Hitze angemessen zu begegnen. Denn schließlich haben die Menschen dort über die Jahrzehnte perfekte Rezepte für die heiße Zeit des Jahres entwickelt.

Nachdem ich mich in dem letzten Jahr stark mit der Küche des Veneto und dem fantastischen Kochbuch “Die venezianische Küche” beschäftigt habe, scheine ich dieses Jahr etwas weiter südlich meine Inspiration zu finden: Sizilien und die sizilianische Küche haben es mit angetan. Vielleicht kommt das auch daher, dass an allen Ecken und Enden Kochbücher über die Küche der Mittelmeerinsel in den Regalen stehen. Die Küche Siziliens ist natürlich geprägt durch das Meer, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich viele Fischgerichte im Repertoire befinden. Daneben dominieren Pasta-Gerichte mit viel Gemüse sowie Süßspeisen die Speisekarten. Da Sizilien in der Geschichte zwischen Griechen, Römern und Arabern munter hin- und hergereicht wurde, finden sich Einflüsse der verschiedenen Kulturen noch heute in der Küche – vor allem in Hinblick auf die verwendeten Gewürze.

Eines der bekanntesten Gerichte aus Sizilien ist die Caponata, eine Gemüse-Sauce, die entweder kalt oder lauwarm, aber niemals heiß serviert wird. Die Verwendung der Sauce ist dabei sehr flexibel, sie wird sowohl zu einer Pasta als auch als Beilage zu Fisch oder Fleisch gereicht. Besonders köstlich ist auch die Variante, ein Stück frisches Ciabatta zur kalten Sauce mit einem kühlen Glas Marsalla zu genießen.

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Je nachdem, in welcher Region Siziliens man sich befindet, variiert die Zubereitung der Caponata hinsichtlich der genutzten Zutaten. Meine Variante besteht aus vielen Sorten Gemüse, die nun langsam reif werden und frisch im heimischen Garten oder den vielen Märkten verfügbar sind. Die Zubereitung ist nicht weiter schwer. Das Gemüse wird in gleich große Stücke geschnitten, kurz angebraten und dann im Ofen fertig gegart. Der typische süß-saure Geschmack wird durch die Zugabe von Zucker und das Ablöschen mit Rotweinessig erreicht. Nachdem die Caponata im Ofen fertig gegart ist, sollte sie unbedingt auskühlen, damit sich der Geschmack voll entfalten kann. Am besten schmeckt mir die Sauce – ähnlich wie bei einer Lasagne – einen Tag nach Zubereitung. Yummy!
sizilianische-caponata

Rezept

Dauer: Ca. 90 Minuten

Zutaten für die Caponata (Für 4 Personen):

  • 500 g Pasta
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchino
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 kg reife Tomaten
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 EL schwarze Oliven
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 1 EL Kapern
  • 1 EL Pinienkerne
  • 50 ml Rotweinessig
  • 15 g Zucker
  • Etwas Olivenöl
  • Etwas Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Aubergine in Würfel schneiden (Kantenlänge etwa 1,5 bis 2 cm), salzen und etwa 1,5 Stunden in einem Sieb abtropfen lassen und am Ende etwas ausdrücken. Inzwischen den Zucchino ebenfalls in Würfel schneiden, die rote Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel achteln und den Knoblauch fein hacken. Den Staudensellerie putzen und schräg in etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Die Tomaten vierteln. Den Backofen auf 160°C vorheizen.

2 In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen und portionsweise die Aubergine und den Zucchino goldbraun braten, entnehmen und beiseite stellen. Danach die Zwiebeln, den Knoblauch, den Staudensellerie, die Kapern und die Oliven anschwitzen. Auberginen, Zucchino und Tomaten zugeben, dann mit dem Zucker karamellisieren und mit dem Rotweinessig ablöschen. Alles etwa 60 Minuten im Ofen schmoren, bis die Tomaten fast zerfallen sind.

3 Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne trocken goldbraun rösten. Die Caponata aus dem Ofen holen, durchrühren, mit den Pinienkernen vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pasta al dente garen.

4 Die Caponata kalt oder lauwarm mit der heißen Pasta vermischen. Kurz vor dem Servieren Basilikum untermischen, wer mag reibt etwas frischen Parmesan über die Pasta.

Hinweis: Die Caponata habe ich als Gastartikel für den entega-Blog für nachhaltiges Leben gekocht – wer mag, kann hier gerne einmal vorbeisehen. Mehr zur sizilianischen Küche findet Ihr z. B. auf Wikipedia.

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Werbe-Hinweis: Die Caponata wurde als Gastartikel für den entega-Blog erstellt. Im Artikel wird das Unternehmen genannt und die Webseite verlinkt.
  • Ich mache gerade Urlaub auf Sizilien und finde Du hast die sizilianische Küche gut beschrieben. Viele Grüße aus Marsala. KathrinAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Puha, da habe ich ja Glück gehabt und die richtigen Quellen zitiert :) Hab noch einen schönen Urlaub!AntwortenAbbrechen

  • Das einzige was mir fehlt … ist die sizilianische Hitze ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    AndyAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ich kann mich in Nürnberg eigentlich nicht beschweren. Ist vielleicht nicht sizilianisch, aber ein durchweg vernünftiger Sommer soweit. :D AntwortenAbbrechen

  • Ich liebe Caponata! Wenn es dir die sizilianische Küche so angetan hat, dann ist bestimmt das Sizilien Kochbuch von Giorgio Locatelli genau das richitge für dich, sofern du es noch nicht dein Eigen nennst. Locatelli macht eine Variante der Caponata mit Rosinen und Bitterschokolade. Super lecker!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Huhu Simone, danke für den Tipp, ich habe mir das Buch gestern bestellt und freue mich schon darauf, es im Urlaub rege zu benutzen…AntwortenAbbrechen

Gegrillte Avocado mit Tomaten-Koriander-Vinaigrette

Schnelle, einfache Gerichte vom Grill, die sich zudem noch als Vorspeise servieren lassen, mag ich sehr. Leider habe ich den Eindruck, dass es hierzu nicht wirklich viele Quellen gibt. Da ist doch eine Kochbuch-Marktlücke…

Ich sehe das Cover schon vor mir: Unter dem Titel „Schnelle Vorspeisen vom Grill“ lodern im Hintergrund die Flammen aus einem Kugelgrill, leicht unscharf. Im Vordergrund prangen kleine Spieße mit allerei Leckereien, angefangen von Garnelen im Kartoffelspaghettimantel über japanische Yakitori-Spieße mit geflochtenem Rinderfilet und selbst gemachter Teriyaki-Sauce. Im Buch selbst finden sich dann allerei kleine Grillgerichte und viele Saucen samt ausführlicher Erklärung, wie man die Gerichte anrichten kann – denn das kommt oft zu kurz. Die Frustration, wenn man ein appetitliches Foto mit dem selbst fabrizierten Gericht vergleicht, empfinde ich manchmal als zu groß. Da wäre doch Verbesserungspotenzial für die Kochbuch-schreibende Fraktion. Anyways, mein Traum, ein Kochbuch zu produzieren, liegt wohl noch wenig auf Halde.

Als kleinen Trost gibt’s diese sehr, sehr leckere Vorspeise vom Grill. Der Schwierigkeitsgrad hat Urlaub, ebenso die lange Vorbereitungszeit. Zu meinem Erstaunen stelle ich gerade fest, dass die gegrillten Avocado mit Tomaten-Koriander-Vinaigrette auch noch vegan sind – sehr schön. Die Zubereitung braucht keine 15 Minuten und ist nebenbei aus dem Ärmel zu schütteln. Nachdem die Vinaigrette angesetzt ist, muss nur noch die Avocado halbiert und auf der Schnittfläche direkt gegrillt werden. Vinaigrette drüber, fertig. Lecker. Schmatz. Nachschlag.

Gegrillte Avocado mit Tomaten-Koriander-Vinaigrette

Rezept

Dauer: Ca. 15 Minuten

Zutaten für die gegrillte Avocado mit Tomaten-Koriander-Vinaigrette (Für 4 Personen als Grillvorspeise):

  • 2 reife Avocados
  • 2 Tomaten
  • 2 Bund Koriander
  • 1/2 Zitrone
  • 1 EL Rapsöl
  • 2 TL Ahornsirup
  • Salz
  • Ein paar Radieschensprossen zum Dekorieren

Zubereitung:

1 Für die Vinaigrette die Tomaten in kleine Würfel schneiden und den Koriander – am besten mit Wurzel – fein hacken. Mit dem Saft der halben Zitrone, dem Rapsöl und dem Ahornsirup vermischen, mit Salz abschmecken. Ggf. noch mehr Säure oder Süße nach Geschmack zugeben.

2 Die Avocados halbieren und den Kern entfernen. Den Grill auf 200°C direkte Hitze vorbereiten. Die Avocados mit der Schnittfläche nach unten etwa 3 Minuten grillen, umdrehen und nochmals bei geschlossenem Deckel 3-5 Minuten garen. Entnehmen und mit der Vinaigrette beträufeln und servieren.

Hinweis: Die Avocados können natürlich auch auf dem Herd in einer Pfanne angebraten werden.

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  • Super Idee, Uwe, ich würde das Buch sofort kaufen :) AntwortenAbbrechen

  • wird beim nächsten Grillabend bestimmt nachgekocht. Ich mag Avocado sehr…egal ob Guacamole, aus dem Eier-Boot oder als Nachspeise.

    LG
    DianaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Avocados sind tolle Dinger, mag ich auch sehr! Schon mal als Eis probiert?AntwortenAbbrechen

  • Also manchmal wundere ich mich ja wirklich, weshalb ich selbst nicht auf solche Ideen komme. Eine Avocado g r i l l e n . Wär ich nie drauf gekommen. Danke dir für die Verbreitung deiner Genialität ♥AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Gern, Natali. Das geht mir selbst aber auch oft so, wenn ich Abwandlungen auf anderen Blogs sehe. Inspiration geben geht nur, wenn man selbst auch inspiriert wird. :D AntwortenAbbrechen

  • Sieht sehr schick aus! Ich dachte immer, Avocados würden bei Hitze leicht bitter?
    Ich subskribiere übrigens auch sofort :-) AntwortenAbbrechen

  • Gute Kochbuchidee! Und die blauen Radischensprossen machen sich farblich extrem gut ;-) Liebe Grüße, BiancaAntwortenAbbrechen

Kürbiskernpesto

Jeder kennt Pesto Rosso oder Pesto alla Genovese, der Kreativität sind bei der Zubereitung der kalten Würzsaucen keine Grenzen gesetzt. Das Kürbiskernpesto verzichtet auf die Zugabe von Gemüse und fokussiert sich ganz auf das nussige Aroma.

Für das Kürbiskernpesto habe ich einfach eine gute Menge Kürbiskerne geröstet, bis diese die ganze Küche mit einem wohligen Geruch erfüllten und laut zu knacken begannen. Danach folgte das Standard-Procedere: Alle Zutaten kamen in ein hohes Gefäß und der Stabmixer erledigte elegant den Rest.

Neben Rapsöl kam noch die gleiche Menge Kürbiskernöl zum Einsatz, was dem Pesto einmal eine wunderbar dunkle Farbe und zum zweiten einen verstärkten Geschmack nach Nüssen gibt. Die Nüsse neigen dazu, Flüssigkeit quasi in nullkommanichts verschwinden zu lassen, weshalb es sein kann, dass Ihr – bei Lagerung des Pesto in einem Einmachglas – nochmals etwas Öl zugeben müsst. Ich mag es nicht, wenn Pesto im Öl schwimmt, deswegen bin ich bei den Öl-Mengen eher zurückhaltend.

Das Pesto schmeckt natürlich zu den al dente gegarten Lieblingsnudeln, machst sich aber auch super auf einem kross getoasteten Stück Ciabatta als kleines Amuse – oder als attraktiver Begleiter zu einem kalten Chardonnay an einem warmen Sommerabend. Letzten Sommer habe ich einen Kartoffelsalat mit Basilikumpesto als Vinaigrette-Ersatz veröffentlicht – auch hierfür eignet sich das Kürbiskernpesto. In diesem Fall können 3-4 EL zu einer Vinaigrette gegeben werden, um den Kartoffeln einen nussigen Geschmack zu verleihen.

Mein Pesto habe ich bisher mit einem Stabmixer zubereitet. Ich muss aber sagen, dass der Stabmixer mit den vielen Nüssen immer zu kämpfen hatte. Ein Umstand, der mit dem Thermomix einfach gelöst werden konnte: Die Messer schneiden wie ein heißes Messer durch die Butter und in wenigen Sekunden ist das Pesto fertig. Ich habe Euch Rezept-Anleitungen für beide Wege aufgeschrieben. Als Alternative zum Thermomix könnt Ihr auch einen leistungsstarken Mixer verwenden.

Rezept

Dauer: 10 Minuten

Zutaten für das Kürbiskernpesto (Für Pasta für vier Personen):

  • 100 g Kürbiskerne
  • 50 g Parmesan
  • 60 ml Kürbiskernöl
  • 60 ml Rapsöl
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz

Zubereitung mit dem Stabmixer:

1 Die Kürbiskerne in einer Pfanne trocken rösten, bis sie angenehm duften und laut zu knacken beginnen. Den Parmesan reiben. Die Basilikumblätter von den Stängeln zupfen.

2 Alle Zutaten bis auf das Salz vermischen und mit einem Stabmixer zu einer homogenen Paste verarbeiten. Abschmecken und mit heißer Pasta, die al dente gekocht wurde, servieren.

Zubereitung im Thermomix:

1 Den Parmesan in grobe Stücke schneiden und kurz bei Stufe 8 zerkleinern. Entnehmen.

2 Die Kürbiskerne 4 Minuten bei 80°C und Stufe 1 rösten, bis sie duften und knacken.

3 Alle Zutaten zugeben und 8 Sekunden bei Stufe 8 pürieren. Abschmecken.

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Werbe-Hinweis: Im Artikel wird das Produkt “Thermomix” genannt und eine Zubereitungsmethode für das Gerät erklärt.
  • Dein Rezept gefällt mir, denn es betont so herrlich den Nuss-Geschmack. Werde mich dann demächst mit diesem Rezept an das erste selbstgemachte Pesto herantrauen. Vielen Dank!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Sabine, immer ran an den Speck! Pesto herzustellen ist wirklich SEHR einfach…und lecker!AntwortenAbbrechen

  • Das hört sich ja mal richtig gut an! Stelle ich mir auch lecker vor zu gedünsteten Blumenkohl oder zu Hähnchenbrust…

    Werde ich mir mal merken!

    Gruß

    BenniAntwortenAbbrechen

  • Axel

    Grad probiert, schnell umsetzbar und echt köstlich! Die Kinder mögen den nussigen Geschmack ebenso! Danke Uwe!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke Axel, schön dass es auch die Kids gemocht haben, ist ja nicht so selbstverständlich…AntwortenAbbrechen

Tomaten-Tarte mit Ricotta

Aromatische Tomaten treffen knusprigen Teig und eine würzige Füllung aus Ricotta und Eiern, dazu ein Finish aus einer Vinaigrette mit Honig, Zitrone und Olivenöl. Diese Tarte ist ein wunderbares Mitbringsel.

Erinnert Ihr Euch noch? Ich hatte vor ein paar Tagen einen scharfen Auberginen-Salat vorgestellt, den ich als Mitbringsel für einen Grillabend bei Freunden empfohlen hatte. Die Tomaten-Tarte eignet sich dafür ebenso: Sie ist einfach herzustellen, schmeckt lecker und ist auf dem Buffet ein echter Hingucker. Die kräftigen Farben der Tomaten leuchten intensiv und laden die Gäste ein, sich ein Stück mit auf den Teller zu nehmen.

Die Tomaten-Tarte besteht aus einem Mürbteig sowie einer Füllung aus Ricotta, getrockneten Tomaten und Eiern. Das Gemisch wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und auf dem Teig verteilt. Zuoberst werden die halbierten Tomaten geschichtet – unterschiedliche Farben machen sich wunderschön und sind optisch ein Highlight. Aber natürlich könnt Ihr für die Tarte auch einfach rote Tomaten – am besten eignen sich kleinere Rispen-Tomaten – verwenden, sollte es schwer sein, an gelbe oder grüne Sorten zu gelangen. Wichtig ist allerdings, dass die Tomaten nach dem Halbieren etwas ausgedrückt werden, weil das viele Wasser in den Tomaten die Tarte sonst zu sehr aufweichen würde.

Der Clou bei diesem Rezept: Nach dem Backen wird die Tarte noch mit einer Mischung aus Öl, Honig und Kräutern beträufelt. Das sorgt zum einen für den richtigen Glanz, zum anderen aber auch für die richtige Geschmacksbalance. Die süßen Aromen des Honigs fangen galant die Säure der Tomaten und den salzigen Geschmack der Füllung auf und runden das Gebäck geschmacklich ab.

Wenn die Tomaten auf Euren Balkonen oder in den Gärten also langsam reif werden und Ihr nicht mehr wisst, wohin damit, so kann ich Euch diese Tarte wärmstens empfehlen, sei es als vollwertige Mahlzeit mit einem kleinen grünen Salat oder als Beilage zu Gegrilltem aller Art.

Tomaten-Tarte mit Ricotta

Rezept

Dauer: Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, Backzeit: ca. 40 Minuten, Kühlzeit: ca. 60 Minuten

Zutaten für die Tomaten-Tarte (Für 4 Personen):

  • 250 g Mehl Typ 550
  • 125 g Butter
  • 40 g Parmesan
  • 30 g getrocknete Tomaten
  • 2 Rosmarinzweige
  • 500 g Ricotta
  • 2 Eier
  • 300 g Tomaten (Gelb, rot)
  • Schale einer halben Zitrone
  • 3 EL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für den Mürbteig das Mehl mit der Butter und dem fein geriebenen Parmesan sowie einer Prise Salz und 2 EL Wasser verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Eine Kuchen- oder Tarteform mit etwas Butter fetten und den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und auf dem Boden der Form verteilen. Optimalerweise steht etwas Teig über, so dass sich ein 2 cm hoher Rand ergibt. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und 60 Minuten im Kühlschrank kühlen.

2 Derweil den Ricotta mit den Eiern vermischen. Die getrockneten Tomaten und die Nadeln eines Rosmarinzweigs fein hacken und beides untermischen, gut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Ricotta-Mischung gleichmäßig darauf verteilen.

3 Die Tomaten waschen, halbieren und die Flüssigkeit etwas ausdrücken. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben auf der Ricotta-Mischung verteilen. Den Backofen auf 210°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Tarte etwa 40 Minuten backen.

4 Für die Vinaigrette die Nadeln des zweiten Rosmarinzweigs fein hacken und mit den Schalen der Zitrone, dem Honig und dem Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

5 Die Tarte aus dem Ofen nehmen und einige Minuten stehen lassen, dann aus der Form nehmen. Mit der Vinaigrette beträufeln.

Quelle: Lust auf Genuss 7/2014

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  • chastity64

    Das Rezept liest sich sehr lecker und sieht dazu noch sehr gut aus! Welche Größe hat denn deine Form? Es sieht größer aus als eine normale Springform…
    Viele Grüße,
    chastity64AntwortenAbbrechen

  • Tolles Rezept! Habe ich für meine Kollegen gebacken und kam super an. Danke dafür! Wird demnächst verbloggt…
    Liebe Grüße!AntwortenAbbrechen

  • Björn

    Habs gestern gemacht: Sieht super aus und ist genauso lecker! Nur die Buttermenge für den Teig musste ich etwas erhöhen, da er sich ansonsten nicht ausrollen ließ und nur zerkrümelte.AntwortenAbbrechen