Vegetarische Thai-Bolognese mit Blumenkohl

Vegetarische Thai-Bolognese mit Blumenkohl

Die Thai-Bolognese zählt zu den beliebtesten Gerichten in meinem Freundeskreis und bei meinen Kollegen. Da unter diesen immer mehr Vegetarier sind wurde es also Zeit, eine fleischlose Variante des HighFoodality Klassikers zuzubereiten.

Das Rezept der Thai-Bolognese stammt aus den ganz frühen Tagen des Blogs: Bereits im September 2009 veröffentlichte ich das Rezept, also nur 3 Monate nach der Gründung des Blogs. Seither gehört die Thai-Bolognese immer noch zu den meistgelesenen Artikeln und den Gerichten, auf die ich sehr oft angesprochen werde. Deswegen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Rezept auch in meinem HighFoodality Kochbuch vertreten sein wird – jenem Dauerprojekt, das ich von Perfektion getrieben nun schon zwei Jahre mit mir herumtrage.

Die Thai-Bolognese zeichnet sich durch das Zusammenspiel der Aromen aus: Curry-Schärfe trifft auf die angenehme Süße der Kokosmilch und wird von vielen Zitrus-Aromen abgerundet. Meine Kollegen fragen mich regelmäßig, ob ich dieses Rezept zubereiten kann, was meist in unkontrollierter Völlerei und ausgedehnten Mittagspausen endet. In der letzten Zeit sind immer mehr Vegetarier bei Spirit Link hinzugekommen, so dass es an der Zeit war, eine fleischlose Variante des Gerichts zu entwickeln.

2011 hatte ich eine vegetarische Blumenkohl-Lasagne nach Rezept von Robert von lamiacucina zubereitet, in dem der Blumenkohl sehr klein gebröselt und anschließend im Backofen goldbraun gebacken wird. Das Besondere: Der Blumenkohl sieht aus wie Hackfleisch und erzeugt bei Nichtsahnenden einen schönen Wow-Effekt.

Blumenkohl, Curry und Zitrusnoten passen wunderbar zusammen, und so entschloss ich mich, das Hackfleisch durch Blumenkohl zu ersetzen und nach Roberts Methode zuzubereiten. Entstanden ist eine wunderbare Alternative, ein eigenes Gericht, bei dem ich zu keiner Sekunde das Hackfleisch vermisst habe.

Vegetariern, Fans der asiatischen Küche und der Original-Thai-Bolognese sei dieses Gericht wärmstens ans Herz gelegt! Ich wünsche Dir einen schönen ersten Mai!

Rezept

Zutaten für die Thai-Blumenkohl-Bolognese (Für 4 Personen):

  • 1 Blumenkohl
  • 250g Kirschtomaten
  • 2cm frischer Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 Limette
  • 2 grüne Chili
  • 1 Zitronengras
  • 1 Bund Koriander
  • 4 Schalotten
  • Etwas Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 EL rote Currypaste
  • Ausreichend Pasta

Zubereitung:

1 Den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und in feinste Stücke bröseln. Der Blumenkohl soll die Größe von Hackfleischstückchen haben. Den Blumenkohl auf einem Backblech verteilen und mit etwas Öl, einer gedrückten Knoblauchzehe und Salz und Pfeffer vermischen.

2 Blumenkohl in den Backofen geben und unter Wenden solange garen, bis der Blumenkohl nussig zu duften beginnt und eine gleichmäßig goldbraune Färbung besitzt. Das dauert etwa 20 Minuten.

3 Derweil die Kirschtomaten waschen und vierteln, die Schalotten, die restlichen Knoblauchzehen, das Zitronengras, den Ingwer und die Chilis fein hacken. Schale der Limette abreiben. Koriander hacken.

4 Schalotten, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Currypaste und Chilis zugeben, leicht anrösten. Mit Kokosmilch ablöschen und etwas eindicken lassen. Blumenkohl zugeben und Sauce mit Salz, Pfeffer und Currypaste abschmecken. Mit Limettensaft justieren. Leise ziehen lassen.

5 Nudeln al dente kochen. Pasta mit der Sauce vermischen und zuletzt den Koriander zugeben.

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Sehr schön geschrieben, lieber Uwe. Man kann selbst als Fleischfan beim Lesen deines Posts gar nicht anders, als Lust auf die vegetarische Variante zu bekommen! :-)

Lieben Gruß, Dirk

Klingt ziemlich lecker! Ab auf die To Cook Liste :)
LG
Ela

Zuerst rutscht nun aber das *Original* auf die Liste! Wo habe ich doch gleich gelesen, dass das ein echtes Lieblings-Rezept von dir ist?

viele liebe Grüße…

Ich liebe die Tahinote mit Chilli und Kokosmilch. Und als Koreanderfan werde ich das auch einmal kochen. Tolles Foto.

Liebe Grüße
Anna

Wow, was für eine großartige Idee! Die Sache mit dem Zerbröseln und im Backofen garen werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren! Aber vielleicht gibt es bei mir eher Glasnudeln dazu … passt in meinem Kopf gerade besser zur asiatischen Note. :-P
Tolles Rezept, tolle Idee, vielen Dank! :)

Wow, dass liest sich wahnsinnig lecker! Ist aber auch nichts für empfindliche Münder, oder?! :D Bei 1 – 2 EL roter Currypaste und 2 grünen Chilis….

Uwe

@Dirk: Na dann bin ich aber froh. Die Fleischversion ist aber auch nicht zu verachten…

@Ela: Viel Spaß und guten Appetit!

@Micha: Könnte das die Schmausepost gewesen sein? Patrik hat mich diese Woche in seiner Ausgabe gehabt…

@Anna: Danke und viel Spaß beim Ausprobieren!

@Muffin: Glasnudeln sind sicher eine gute Idee – ich wollte damals bewusst die beiden Küchen kombinieren..

@Katha: Die Sauce hat schon Bums, ohne Frage. Beim Würzen solltest Du eher schrittweise vorgehen, damit die Sauce nicht zu scharf wird. Die Chilis kannst Du ohne Probleme weglassen – und auch die Currypaste lässt sich nach Gusto justieren.

Dani

hmm,koche das gerade…
was genau passiert denn den Tomaten? Ich werde die mal mit der Kokosmilch zusammen zur Sauce geben

bin echt gespannt: Blumenkohl im Backofen kenn ich schon und finde es super lecker, aber Kokosmilch zu normalen Nudeln (keine Reisnudeln) hab ich noch nie gegessen und bin momentan noch sehr skeptisch ob ich das mag
aber da du so von der Thai-Bolo schwärmst, muss das ausprobiert werden :-)

Viele Grüße aus dem Südosten von München,
Dani

Uwe

Oh, das hab ich wohl vergessen. Einfach mit den Schalotten, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Guten Appetit!

Dani

danke für die schnelle Antwort!
war wirklich sehr sehr lecker, die Thai-Bolo! wird wieder gekocht…
einen schönen Abend,
Dani

Uwe

@Dani: Schön, das freut mich sehr! Schönen Sonntag noch!

Huhu,

ich liebe Blumenkohl und musste daher deine vegetarische Thai-Bolo gleich nachkochen, wirklich total lecker, auch wenn ich erst wegen der Menge an Kokosmilch etwas bedenken hatte (vor allem weil mein Freund kein Kokos mag) aber die Bolo kam bei uns beiden sehr gut an; auf den Koriander hab ich jedoch verzichtet ;)

Vielen Dank für das leckere Rezept!

LG, Stephi

Uwe

@Stephi: Gerne, schön, dass es Euch geschmeckt hat :D

Orecchiette mit Spinat-Bärlauch-Pesto und Erdnüssen

Orecchiette mit Spinat-Bärlauch-Pesto und Erdnüssen

Inspiriert von meinem Lieblings-Shushi-Dealer in Erlangen möchte ich Dir heute mein Spinat-Erdnuss-Bärlauch-Pesto frisch zubereitet auf den Teller legen.

Bei dem Japaner gibt es eine Vorspeise, auf die mich ein Kollege gebracht hat: Warmer Spinat-Salat mit einer Saté-ähnlichen Erdnusssauce. Die Jungs dort mischen noch irgendeine scharfe Komponente bei, auf die ich in diesem Pesto aber gänzlich verzichtet habe.

Erdnuss und Spinat funktioniert wunderbar zusammen, der Bärlauch fügt die saisonal passende knoblauchige Note hinzu. Ich mag in meinen Pestos Parmesan sehr, sehr gerne – lässt Du diesen weg, so hast Du ein wunderbares, veganes Gericht.

Die Nudeln – Orechiette – passen perfekt zum cremigen Pesto, denn sie saugen den Sugo gut auf und nehmen durch die leichte Wölbung genug Pesto auf. Wenn Du Lust hast: Probier’s aus, solange es noch Bärlauch gibt!

Rezept

Zutaten für die Orechiette mit Spinat-Erdnuss-Pesto (Für 4 Personen):

  • 500g Orechiette
  • 300g Spinat
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 5-6 Cherry-Rispentomaten
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2-3cm Ingwer
  • 1 Stück Parmesan
  • 1 Bio-Zitrone
  • 200g Erdnüsse (ohne Schale)
  • Etwas Sesam
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Orechiette al dente garen.

2 Währenddessen den Spinat waschen und blanchieren. Die Rote Zwiebel und den Ingwer fein schneiden und anschwitzen. Parmesan reiben, Tomaten halbieren, die Schale der Zitrone abreiben.

3 Spinat, Bärlauch, Tomaten, Zwiebeln, Ingwer, Parmesan und Erdnüsse mit einem Stabmixer zu einem Pesto verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Zitronenzesten und Sesam garnieren.

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Ohh, mit Erdnüssen kannst mich ja immer ködern!
Du, das hat schonmal wer erwähnt: Deine Blogbeiträge im Google-Reader hängen immer eins hinterher. Hab dich schonmal gelöscht und neu hinzugefügt, aber hilft alles nicht :/

Uwe

Liebe Heike, ich habe schon viel versucht, um den Feed wieder in Ordnung zu bringen – das hat bisher leider aber nicht funktioniert. :(

Ich werde demnächst eh den Anbieter wechseln, dann sollte sich das Thema geben, hoffe ich…

Wenn du es so kompetent machst wie ich, verschwindest du ganz aus den feeds *g*

Lieber Uwe,
das sieht wieder einmal phänomenal lecker aus!! :)
Liebe Grüße & einen schönen Feiertag noch,
Ramona

Uwe

@Heike: Feeds – besonders Feedburner – sind eine Sache für sich. Das Zeug funktioniert irgendwie nicht verlässlich.

@Ramona: Danke! Ich hoffe, Du hattest einen schönen ersten Mai!

Arroz Caldoso – Spanischer Reis mit Geflügelbrühe

Arroz Caldoso - Spanischer Reis mit Geflügelbrühe

Die Region Valencia in Spanien ist bekannt für seine Paella, ein Reisgericht mit vielen Zutaten, das gemeinhin in einer Pfanne über offenem Feuer zubereitet wird. Neben der Paella existieren aber noch unzählige Varianten, die nicht weniger schmackhaft und doch schnell zuzubereiten sind.

“Arroz” werden jene Varianten genannt, die in Spanien – aber speziell rund um Valencia, die Stadt an der Ostküste – zubereitet werden. Das Grundprinzip der Zubereitung ist dabei immer gleich: Verschiedene Gemüse werden einmal mit und einmal ohne Fleisch- oder Fischbeilage in Brühe mit Bomba-Reis gekocht. Bomba-Reis wird in der Region angebaut und gehört zu den Rundkornreissorten. Durch den geringen Stärkegehalt bleibt der Reis beim Kochen eher fest und körnig.

Der Vorteil dieser Gerichte ist, dass sie sich relativ schnell zubereiten lassen: Gemüse schneiden, Brühe aufkochen, alles mischen und für 15 Minuten ab in den Ofen. Kein Wunder also, dass meine Kollegen und ich mittags öfter ein Arroz zubereiten: Viele Personen werden satt, es geht schnell, schmeckt gut und kann beliebig variiert werden. Gestern bereiteten wir Arroz Caldoso zu, was übersetzt “Reis mit Brühe” bedeutet.

Dafür nahmen wir 1,5L gute Geflügelbrühe, Kirschtomaten, ein wenig Petersilie, rote Zwiebeln und etwas Knoblauch, vermischten dies mit Reis und servierten dazu noch ein paar kross gebratene Kräuterseitlinge. Leckere Mittagspause!

Rezept

Zutaten für den Arroz Caldoso (für 4 Personen):

  • 500g Bomba-Reis
  • 250g Cherry-Kirschtomaten
  • 6-8 mittelgroße Kräuterseitlinge
  • 4 rote Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Petersilie
  • 1,5L Geflügelbrühe
  • 2g Safran
  • 4 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Drei rote Zwiebeln schälen und achteln, die vierte und den Knoblauch fein hacken. Die Tomaten halbieren. Die Petersilie fein hacken. Die Kräuterseitlinge in Scheiben schneiden.

2 Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Geflügelbrühe in einem ofenfesten Topf erhitzen, Tomaten, die gehackte Zwiebel, etwas Petersilie, den Safran und den Knoblauch zugeben. Den Reis zugeben und im Ofen etwa 15-20 Minuten garen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Während dieser Zeit nicht umrühren.

3 Derweil die restlichen roten Zwiebeln anschwitzen und mit Balsamico ablöschen, reduzieren lassen. Zwiebeln abgießen und den Balsamico auffangen. Die Kräuterseitlinge in einer beschichteten Pfanne trocken anbraten, bis sie Farbe nehmen.

4 Den Arroz mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Balsamico zugeben und die Zwiebeln und die Petersilie unterrühren. Kräuterseitlinge zuoberst anrichten.

Solch ein Gericht können wir “einreisen” lassen…

 

Ach Uwe, phantastisch gekocht und fotografiert! Da hätte ich gerne mitgegessen…

Lieben Gruß, Dirk

Das sieht ja super aus! Muss ich unbedingt einmal kochen.

Liebe Grüße
Anna

Rösti-Pizza mit Ei und Bärlauch

Ich hab’s versemmelt. Da plane ich noch, für Zorras Event “Wir lieben Pizza” eine Pizza zuzubereiten, mache die auch und scheitere dann daran, mein Rezept fristgerecht einzureichen. Da hat der alte Projektmanager einfach seine Deadlines nicht im Griff. Anfängerfehler.

Na, wie auch immer. Die Pizza ist eigentlich keine Pizza, sondern ein Wrap vor dem Zusammenrollen. Mit Rösti. Und Ei. Und Bärlauch. Aber eben vor dem Zusammenrollen – das ist wichtig, denn die Pizza wäre nach dem Zusammenrollen keine Pizza mehr, sondern ein Wrap. Mit Rosti. Und Ei. Und Bärlauch. Klar soweit?

Für die Zubereitung nimmst Du einfach ein paar Weizen-Tortillas, am besten aus dem Bioladen. Die Jungs sind frei von jeglichen E-Nummern und unerwünschten Stoffen, die man nur nach drei Bier fehlerfrei aussprechen kann. Fix eine Tomatensauce zubereitet (Ja, nur fix, ohne böses M-Wort davor), den Weizen-Tortilla in die beschichtete, ungefettete Pfanne geworfen, die Sauce und den Käse darauf verteilt, solange gebraten bis der Weizen-Tortilla knusprig ist, Rösti und Ei zubereitet, alles zusammengebracht, fertig. Gegessen. Laute zum Ausdruck allgemeiner Zufriedenheit in die Welt geschmatzt. Vergessen, das Rezept fristgerecht einzureichen. Grumpf.

Liebe Zorra, wenn ich Dir erzählte, dass ich auf dem Weg zur Einreichung von einem großen Lachsbällchen angesprungen, einer unglaublich hä******** Lasagne erschreckt und einem Ninja in die Nase gezwickt wurde, würdest Du dann meinen Beitrag eventuell vielleicht noch nachträglich aufnehmen? Nein? Mist.

Rezept

Zutaten für die Rösti-Tortilla-Pizza mit Ei und Bärlauch (Für 2 Personen):

  • 3 Kartoffeln
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 2 Eier
  • Etwas Lauch
  • 1 Mozzarella
  • 15 Cherry-Rispentomaten
  • 2 Schalotten
  • 1 Spritzer Sojasauce
  • Etwas Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Weizen-Tortillas (aus dem Bioladen)

Zubereitung:

1 Für die Tomatensauce die Schalotten fein hacken und in etwas Butter anschwitzen. In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln. Die Tomaten zugeben und bei moderater Hitze einkochen. Mit Soja, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas fein gehackten Bärlauch zugeben.

2 Für das Rösti die Kartoffeln schälen und fein reiben. Mit Speisestärke und fein geschnittenem Bärlauch vermengen und etwas ziehen lassen. Salzen, pfeffern. Den Lauch waschen und fein schneiden.

3 Die Weizen-Tortillas mit der Tomatensauce bestreichen. Mozzarella und Lauch darauf verteilen.

4 Das Rösti in einer gusseisernen Pfanne langsam ausbacken. Parallel die Weizen-Tortillas in einer beschichteten Pfanne bei moderater Hitze knusprig braten (der Mozzarella zerläuft dabei). Wenn das Rösti fertig ist, die Spiegeleier zubereiten. Das Rösti auf die Weizen-Tortilla geben, darauf das Spiegelei anrichten. Mit Bärlauch-Streifen garnieren.

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Das sieht grandios aus! Vor allem gefällt mir die Idee, einfach einen Wrap als “Pizzateig” zu verwenden! Und Bärlaich ist sowieso mein favorit derzeit. Yummie :) Sonnige Grüße!

Ich täte Deine Pizza auch zu spät noch nehmen. Die sieht leckerst aus. Tröste Dich, ich hab den Termin auch versemmelt… Dabei hätte ich den Post nur noch veröffentlichen müssen, fertig wäre er schon lange gewesen.

Uwe

@Ann-Katrin: Danke! Ich war selbst ganz überrascht, dass der Wrap wirklich eine Alternative ist – klar, im Vergleich zu gutem Hefeteig frisch vom Steinofen kann der nicht mithalten, aber für zwischendurch…

@Wilde Henne: Oh, das ist ja noch schlimmer! Ich habe mich Wochenends dann einfach mit ein paar Burgern getröstet…

Verdammt sieht die lecker aus! Ich sehe die Tatsache, dass du das Event verpasst hast einfach positiv… so müssen wir deine leckere Pizza nicht mit 100ten hungriger Mäuler teilen, sondern können sie hier im kleinen Kreis still und heimlich verputzen ;)

Lg,
Katha

Lieber Uwe, du musst Luna bestechen, die war die Gastgeberin. ;-)

Variationen vom T-Bone: Bistecca alla fiorentina und T-Bone mit Szechuan-Rub, Polenta und scharfem Spinat

Nun folgt der letzte Streich: Nach drei Wochen Aufarbeitung des Grillevents auf der Hütte in den Salzburger Alpen bin ich beim letzten Rezept der Reihe angelangt: T-Bone vom American Beef in verschiedenen Variationen mit einer Gemeinsamkeit: Leckerus maximus!

T-Bone-Steaks werden – wie auch die Porterhouse-Steaks – aus dem kurzen Rippenstück des Rinds geschnitten und besitzen einen Roastbeef- und einen Filetanteil, die durch einen Knochen getrennt werden. Der Knochen besitzt die Form des Buchstabens “T” und avancierte so zum Namensgeber des Steaks. Beim Porterhouse-Steak ist der Filetanteil etwas größer, was das Porterhouse zum begehrteren und teureren Stück Fleisch werden lässt.

T-Bone-Steaks haben meist eine Dicke von 3-6 Zentimetern und ein Gewicht von mehr als 700g. Beim Erwerb von Steaks solltest Du generell darauf achten, dass diese nicht zu dünn sind: Wenn Du beim Metzger Rinderhüftsteaks kaufst, so sind diese gerade im Sommer oft vorgeschnitten und nicht dicker als 1,5cm. Dünne Steaks trocknen schnell aus und verdienen oft das Prädikat “Schuhsohle” – bei dickeren Stücken ist einfach gewährleistet, dass die Steaks außen eine leckere, braune Kruste besitzen und innen zart und saftig sind.

T-Bone-Steaks

Die T-Bone-Steaks, die ich auf der Hütte zubereitete, stammten – wie das gesamte Fleisch – von OTTO Gourmet (Hier zu beziehen). Nach einer Reifedauer von etwa 30 Tagen werden die Fleischstücke schockgefrostet. Dabei wird das Fleisch in kürzester Zeit auf -30°C gekühlt, um die Qualität möglichst zu 100% zu konservieren. Das Zellwasser wird in winzige Eiskristalle verwandelt, wodurch das Gewebe geschont und die Konsistenz des Lebensmittels erhalten wird. Nährstoffe, Geschmack und Saftigkeit bleiben somit erhalten.

Um das Fleisch nun zu verarbeiten, habe ich die T-Bones langsam über Nacht auftauen lassen. Danach sollten die Fleischstücke Raumtemperatur annehmen, bevor sie auf den Grill gelegt werden. Du nimmst sie dazu am besten etwa zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank und deckst sie mit etwas Küchenpapier ab. Alufolie eignet sich dafür weniger, weil die Säure des rohen Fleisches mit dem Stanniolpapier oxidiert.

Soll ich die Steaks vorher oder nachher salzen?

Wenn Du die Steaks würzen möchtest – beispielsweise mit einem Rub – so stellt sich oft die Frage, ob Du dies besser vor dem Grillen oder danach tun solltest. Laut OTTO Gourmet ist hinsichtlich Fleischsaftverlust und Austrocknungsgefahr kein Unterschied festzustellen, sehr wohl aber bei der Geschmacksintensität: Der Eigengeschmack des Fleisches wird intensiver, wenn die Steaks etwa eine halbe Stunde vor der Zubereitung gewürzt werden.

Ich habe für beide Zubereitungsvarianten einen Szechuan-Rub verwendet. Dafür mischst Du Meersalz mit Rohrohrzucker und Szechuan-Pfeffer und zerkleinerst die Zutaten in einem Mörser, bis eine homogen körnige Masse entstanden ist. Auf 1EL Salz habe ich 1EL Szechuan-Pfeffer und 1/2 EL Zucker verwendet – Du kannst die Mischung aber jederzeit nach eigenem Gusto anpassen.

Der Kreativität sind bei der Herstellung von Rubs keine Grenzen gesetzt: Oft werden auch Kaffeebohnen benutzt oder nussige Noten kreiert. Probier’s mal aus – es wird Dein Geschmackserlebnis nachhaltig erweitern!

Wie bekomme ich das Steak denn zartrosa?

Das perfekte Steak hat außen eine leckere Kruste und ist innen zart und saftig. Die größte Herausforderung ist dabei, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, so dass das Steak den gewünschten Garpunkt besitzt.

Am einfachsten geht dies unter Zuhilfenahme eines Fleischthermometers. Jede Garstufe von rare bis well done hat einen eigenen Temperaturbereich, der abgepasst werden muss. So sollte die Kerntemperatur für ein schönes Steak medium zwischen 54°C und 56°C liegen. Ich verwende beim Grillen ein digitales Thermometer, das mir die Temperatur schnell und verlässlich anzeigt. Es gibt hier sehr ausgereifte Systeme, die bei Erreichen der Zieltemperatur piepsen und Dich automatisch darauf aufmerksam machen, dass das Steak fertig ist.

Zwei T-Bone-Varianten

Auf der Hütte habe ich die T-Bones unterschiedlich zubereitet. Einmal klassisch gegrillt – zunächst von beiden Seiten direkt und bei großer Hitze. Danach habe ich den Grill auf indirekte Hitze und 100°C umgestellt, um die Steaks langsam fertig zu garen. Die zweite Variante orientierte sich an dem Klassiker “Bistecca alla fiorentina” – Beefsteak nach Florentiner Art. Dabei wird das T-Bone-Steak zunächst von beiden Seiten scharf angebraten und dann in einem Bad aus Olivenöl bei 100°C fertig gegart.

Die Spezialität aus der Toskana besticht durch eine durchgängige Rosafärbung des Fleisches mit einem braunen Rand – dem klassischen Effekt des Pochierens. Das Fleisch ist zudem ungleich zarter und intensiver im Geschmack, so dass ich geneigt bin, diese Zubereitungsmethode öfter zu praktizieren. Das Olivenöl habe ich mit etwas Knoblauch und Rosmarin geschmacklich gefärbt, was sich auch direkt auf das Fleisch überträgt.

Bistecca alla fiorentina

Beim Hantieren mit Öl über dem offenen Feuer ist unbedingt zu beachten, dass kein Öl in die Flammen tropft, da sich dieses sofort entzündet. Bei der Zubereitung solltest Du also immer eine Aluschale benutzen, die groß genug ist und verhindert, dass beim Wenden der T-Bones Flüssigkeit überschwappt.

Rezepte

Zutaten für T-Bone nach Art “Bistecca Fiorentina” (Für 2 Personen):

  • 1 T-Bone, ca. 800g und mindestens 3cm dick
  • 3-4 EL Szechuan-Rub
  • Etwa 1L Olivenöl
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 2 Knoblauchzehen

Zubereitung:

1 Das Öl in eine ausreichend große Aluschüssel füllen. Rosmarin und Thymian zugeben, den Knoblauch schälen, zerdrücken und zugeben.

2 Das T-Bone gut mit dem Szechuan-Rub einreiben. Den Grill auf 250°C vorheizen und das T-Bone von beiden Seiten scharf grillen (je 2-3 Minuten).

3 Die Hitze im Grill auf 100°C reduzieren. Das Fleisch in das Ölbad legen und bei geschlossenem Deckel indirekt fertig garen, bis die Kerntemperatur 58°C erreicht hat.

4 Das T-Bone in Alufolie ein paar Minuten ruhen lassen, dann aufschneiden und sofort mit ein paar Salzflocken gewürzt servieren.

Zutaten für das T-Bone vom Grill mit Szechuan-Rub, Polenta und scharfem Spinat (Für 2 Personen):

  • 1 T-Bone, ca. 800g und mindestens 3cm dick
  • 3-4 EL Szechuan-Rub
  • 500g Spinat
  • 2 Schalotten
  • 1-2 Chilischoten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Zironensaft
  • 2-3 Cherry-Kirschtomaten
  • 200g Maisgries
  • Etwas Milch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Das T-Bone mit Szechuan-Rub einreiben. Den Grill auf 250°C vorheizen und das T-Bone von beiden Seiten scharf grillen (je 2-3 Minuten). Die Hitze im Grill auf 100°C reduzieren und die T-Bones indirekt grillen, bis die Kerntemperatur etwa 58°C erreicht hat. Dabei immer wieder wenden.

2 Für den Spinat die Schalotten, den Knoblauch, die Tomaten und die Chili fein schneiden. Die Schalotten mit dem Knoblauch anschwitzen,Tomaten und Chili zugeben und einkochen lassen. Mit etwas Wasser auffüllen, reduzieren lassen. Abschmecken. Spinat waschen und zugeben, bis er zu zerfallen beginnt. Final mit Zitronensaft abschmecken.

3 Für die Polenta etwas Milch erwärmen und mit Maisgries vermischen. Mengen justieren, bis sich eine Kartoffelbrei-ähnliche Masse ergeben hat. Diese mit Salz und Pfeffer – nach Gusto auch mit angeschwitzten Schalotten.

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Super… ich brauch jetzt ein Steak. ;-)

Das Bistecca alla fiorentina gefällt mir sehr gut. Die Sache mit dem Ölbad hab ich auch mal vor.

Oh Uwe, was fur ein Bildschones Steak und ein wunderbarer Blog!!!
Viele Grusse aus Kalifornien
Judit und Corina

Uwe

@Christian: Lohnt sich! Kann ich wirklich nur empfehlen…

@Judit und Corina: Danke, das freut mich, dass Euch der Blog gefällt! Grüße!

Ich sitze vor dem Laptop und nicke. Reicht das?

Uwe

Reicht! :D

Conny

Welches Modell von Weber hast du?
Liebe Grüße

Uwe

Hallo Conny, ich benutze einen Weber Q300 – einen Gasgrill. Grüße!