Allgäuer Käsnudeln mit Tomatensauce

Kässpatzen? Oder Spaghetti mit Tomatensauce? Kässpatzen! Oder nein – lieber doch eine selbst gemachte Tomatensauce mit überreifen San Marzano Tomaten. Oder doch lieber…? Wenn man sich nicht entscheiden kann, hilft eine Portion Mut: Beides!

Jaha, beides! Das geht! Auch auf die Gefahr hin, dass mich alle Hobby-Italiener nun am liebsten zu Spaghetti-Schaschlik und alle ernsthaften Allgäuer zu Stinkekäse verarbeiten wollen: Das funktioniert. Wichtig ist allerdings, dass für diese Pasta nur allerbeste Zutaten verwendet werden. Damit meine ich reife Tomaten, die vor Sonne knallrot wurden und fast schon zuckersüß und hocharomatisch daherkommen. Und einen fantastischen Bergkäse aus dem Allgäu (Ich lege mich fest: Der beste Bergkäse der Welt kommt einfach von dort), gerne einen kräftigen, gereiften, mindestens mittelalten Vertreter seiner Zunft. Und Zeit. Und Geduld. Und Muse. Und eine Menge Spaß dabei, wie sich die Käsefäden am Holzkochlöffel ziehen lassen (To beat: 1, 34m).

Die Tomatensauce braucht nichts weiter als ein paar Zwiebeln, Knoblauch, den Tomaten und ein paar Gewürze. In einem zweiten Topf lässt man derweil den Käse in etwas Milch schmelzen, bis sich eine homogene Masse ergibt. Nach dem Käsefädenziehcontest wird der geschmolzene Käse nur noch mit der Tomatensauce vermischt und unter die Pasta gehoben. Basilikum drauf, und ab dafür. Himmel und so.

Seit dem Allgäu-Urlaub im letzten Sommer gehört diese Pasta zu meinem festen Repertoire. Probiert’s aus (aber eher an einem verregneten Sommertag, denn davon hatten wir letztes Jahr genügend im Allgäu…).

Rezept

Dauer: Etwa 20 Minuten

Zutaten für die Allgäuer Käsnudeln mit Tomatensauce (Für 2 Personen):

  • 350 g Orechiette
  • 100 g Allgäuer Bergkäse, mittelalt
  • 1 Schuss Milch
  • 4-6 reife Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll frischer Basilikum
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Lorbeerblatt
  • Etwas Zucker
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen und vierteln. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken. Wasser aufsetzen.

2 Die Zwiebeln und den Knoblauch glasig dünsten. Dann die Tomaten zugeben und langsam zu einem Sugo verkochen. Lorbeerblatt, Sojasauce und Zucker zugeben, abschmecken. Etwa 10 Minuten ziehen lassen – gerne auch über Nacht stehen lassen.

3 Das kochende Wasser salzen und die Orechiette al dente garen.

4 Währenddessen den Käse in etwas Milch langsam schmelzen. Die Orechiette abgießen und mit dem Käse und dann mit dem Tomatensugo vermischen. Basilikum darüber geben und servieren.

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Joghurt-Vanilleeis mit Sauerkirschtörtchen, Schokosauce und Milch-Crumble

Kirschenzeit! Ach, wie das nun Schlag auf Schlag geht: Erst Spargel, dann Erdbeeren, dann Kirschen. Und immer so weiter – der Sommer ist einfach eine geniale Jahreszeit, wenn man saisonal kocht.

Am heutigen Sonntag gibt’s eine Dessert-Kreation, die zugegebenermaßen sehr aufwändig in der Vorbereitung ist. Aber vielleicht ist für Euch ja die eine oder andere Komponente dabei, die sich lohnt, nachgemacht zu werden: Sei es das leckere Eis oder der Kuchen alleine – mit einem guten Espresso schmeckt beides zum nachmittäglichen Päuschen.

Bitte erwartet beim Kuchen nicht zu viel: Ich taste mich immer noch an das Backen heran und befinde mich momentan in der Mürbeteig-klappt-schon-super-Phase. Der Mürbeteig wird meist mit einer Fruchtfüllung beglückt und für das hübschere phänotypische Erscheinungsbild mit gerädelten Teigstreifen und Puderzucker belegt. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben, und irgendwann, wenn ich mal groß bin, seht Ihr von mir vielleicht auch einmal eine solche Wahnsinnstorte wie diese hier mit Feigen, Karamell, Walnuss und Ziegenfrischkäse von Jessi. Vielleicht. Ähm.

Die Kombi aus zartem Eis, saftigem Törtchen, süßer Schokosauce und crunchigem Milch-Crumble rockt und wird noch bei einigen Menüs zum Einsatz kommen.

Einen schönen Sonntag!

Joghurt-Vanilleeis mit Sauerkirschtörtchen, Schokosauce und Milch-Crumble

Rezept

Dauer: Etwa 120 Minuten, 6 Stunden Kühlzeit

Zutaten für das Joghurt-Vanilleeis mit Sauerkirschtörtchen, Schokosauce und Milch-Crumble (Für 4 Personen):

Für das Joghurt-Vanille-Eis und die Schokosauce:

  • 1 Vanilleschote
  • 125 g Crème Double
  • 70 g Zucker
  • 100 ml Milch
  • 150 ml Joghurt
  • 2 Eigelb
  • 100 g dunkle Kuvertüre

Für das Sauerkirschtörtchen:

  • 300 g Mehl
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 750 g Sauerkirschen
  • 75 g Zucker
  • 1/8 L Orangensaft
  • Etwas Zimt (gemahlen)

Für das Milch-Crumble:

Zubereitung:

1 Das Milch-Crumble nach diesem Rezept herstellen. Im Kühlschrank hält es sich bis zu einem Monat.

2 Für das Joghurt-Vanille-Eis die Crème Double mit der Milch und dem Joghurt vermischen und erhitzen, bis die Masse anfängt, zu dampfen. Nicht kochen lassen! Die Vanilleschote auskratzen und die Samen sowie die Schote zur Milchmischung geben. Wer Zeit hat, lässt die Mischung nun eine halbe Stunde ziehen, so dass der Vanille-Geschmack richtig schön entwickelt werden kann.

3 Derweil den Zucker mit dem Eigelb und einer Küchenmaschine schaumig schlagen. Mit der Milch vermischen und erhitzen, bis die Bindung einsetzt. Dabei behutsam vorgehen, die Mischung darf 78°C nicht überschreiten. Zur Rose abziehen und mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen. In einer Eismaschine über 60 Minuten zu einem cremigen Eis frieren, ggf. noch zwei Stunden im Tiefkühlfach gefrieren lassen.

4 Für die Sauerkirschtörtchen wird zunächst der Teig vorbereitet. Dafür das Mehl mit kalten Butterflöckchen, dem Ei und dem Eigelb vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Den Teig in Frischhaltefolie etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.

5 Währenddessen kann die Füllung für die Sauerkirschtörtchen vorbereitet werden. Dafür die Sauerkirschen waschen und entsteinen. Den Orangensaft mit dem Zucker erhitzen, Kirschen zugeben und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Mit Zimt abschmecken und abkühlen lassen.

6 Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und kneten. Dann zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie dünn ausrollen. Die Frischhaltefolie sorgt dafür, dass der Teig nicht bröselt. Vier Tartelette-Förmchen fetten und vier Kreise aus dem Teig ausschneiden, die groß genug sind, dass die Formen und der zugehörige Rand komplett abgedeckt sind. Den übrigen Teig nochmals dünn ausrollen und mit einem Teigrädchen in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

7 Die Sauerkirschen in die Formen füllen und die Teigstreifen gitterförmig auf die Sauerkirschen legen. Im Ofen bei 180°C etwa 35 Minuten backen. Die Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen.

8 Aus dem Eis Kugeln formen und auf dem Milch-Crumble anrichten. Törtchen daneben setzen und das Eis mit Schokosauce garnieren.

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  • Eine tolle Komposition und meine Bewunderung hierfür hast du, denn ich kann das sehr gut nachvollziehen mit dieser “Mürbeteig-klappt-schon-super-Phase”. Da sind wir wohl Leidensgenossen und ich übe und übe, habe schon häufiger Murks produziert als Vorzeigbares, aber was so richtig genial ist und mir mittlerweile wirklich immer gelingt, ist dieser mürbeteigähnliche Zauberteig, den ich mal bei Nicole von delicious days entdeckt hatte, schau mal:

    http://bonjouralsace.blogspot.fr/2013/05/die-schlichte-apfeltarte-mit-dem.html

    Der geht auch als herzhafte Variante für Quiche etc.AntwortenAbbrechen

  • Oh mein Gott – mir läuft das Wasser im Munde zusammen! Das klingt unendlich gut und sieht obendrein noch mega lecker aus. Das will ich auch!!!
    LGAntwortenAbbrechen

  • Oh, das Eis muss ich glaub ich mal machen! Das klingt top! Aber da mach ich lieber gleich ein bisschen mehr, was meinst du;) ?AntwortenAbbrechen

  • Ich hoffe, ich krieg das hin mit der Rezept. Ich muss schon sagen, dass deine Ideen eine pure Inspiration für mich sind. Dank deiner Seite ist es auf dem Tisch nie langweilig. Großer Lob an dieser Stelle.

    LG BrittaAntwortenAbbrechen

Pesto Rosso

Ein Pesto herzustellen ist beileibe kein Hexenwerk. Wie immer, wenn Dinge selbst gemacht werden, gilt: Man weiß ganz genau, welche Zutaten in das Pesto kamen. Mit nicht einmal 10 Minuten Zubereitungsdauer geht die Herstellung zudem noch wahnsinnig schnell.

Für ein klassisches Pesto Rosso benötigt Ihr nur 5 Zutaten sowie Salz und Pfeffer zum Abschmecken. Aus getrockneten Tomaten, Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl lässt sich eine wunderbare Sauce für Pasta-Gerichte innerhalb von wenigen Minuten herstellen. Als vorbereitende Arbeitsschritte müsst ihr nur den Parmesan etwas reiben, damit sich die Messer des Stabmixers leichter tun, die Pinienkerne trocken in einer Pfanne anrösten, damit der Geschmack des Pestos etwas voller wird und den Knoblauch und die getrockneten Tomaten etwas hacken. Nach Hinzugabe des Olivenöls erledigt der Stabmixer den Rest und macht aus den Zutaten eine cremige Masse, die nach dem Abschmecken sofort genossen oder luftdicht gelagert im Weck-Glas ein bis zwei Wochen im Kühlschrank haltbar ist.

Das Rezept für ein Pesto Rosso ist eine wunderbare Grundanleitung, die nach Belieben und Geschmack verändert werden kann. Letztes Jahr habe ich bereits – basierend auf diesem Rezept – drei Varianten veröffentlicht:

  • Das Pesto Rosso all’ Arrabbiata, eine scharfe Version des Grundrezeptes mit ordentlich Chili und Wumms.
  • Das Pesto Rosso alla Puttanesca, eine Hommage an die berühmte Pasta-Sauce mit Kapern, Sardellen, Oregano und Oliven. Die zusätzlichen Zutaten werden grob gehackt und in der Pfanne kurz angebraten. Danach werden diese zum Pesto Rosso gegeben und sorgen für ein würziges Aroma.
  • Das Pesto Rosso mit Ricotta, eine im Vergleich zu den beiden vorherigen Varianten eher moderat gewürzte Version. Am besten lasst ihr hierfür im Grundrezept den Parmesan außen vor und hebt nach dem Mixen den Ricotta unter.

Neben den Pesto Rosso Varianten gibt es natürlich noch viele andere Möglichkeiten, Pestos herzustellen. Wer ein veganes Pesto Rosso haben möchte, ersetzt beispielsweise den Parmesan durch 1-2 EL Mandelmus. Wer auf Kräuter steht, kann sich am Klassiker „Pesto alla Genovese“ versuchen.

Rezept

Zutaten für das Pesto Rosso (Ergibt etwa ein 125ml Glas):

  • 140g getrocknete Tomaten
  • 50g Pinienkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 15ml Olivenöl
  • 30g Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung mit dem Stabmixer:

1 Die getrockneten Tomaten und den geschälten Knoblauch grob hacken. Die Pinienkerne trocken in einer Pfanne bei moderater Hitze goldbraun rösten. Den Parmesan grob reiben.

2 Alle Zutaten mit dem Olivenöl und ohne Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß füllen und mit einem Stabmixer homogen verarbeiten. Abschmecken.

Zubereitung mit dem Thermomix:

1 Den Parmesan 10 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern. Knoblauch, getrocknete Tomaten, Pinienkerne und Olivenöl zugeben und etwa 20 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern.

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Werbe-Hinweis: In diesem Artikel wird das Produkt “Thermomix” genannt. Der “Thermomix” wurde HighFoodality von Vorwerk freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
  • Lieber Uwe,

    ich liiiiiiebe Pesto Rosso :-)
    Bei mir kommt es immer mit Cashewnüssen anstatt Pinienkernen daher… ein Träumchen. Könnte ich zu allem und zu jeder Nudel essen :-))

    Liebe Grüße
    TinaAntwortenAbbrechen

  • Lukas

    Lieber Uwe,

    auch ich liebe Pesto Roso und habe dein Rezept schon einmal “nachgekocht”. Dabei habe ich getrocknete Tomaten verwendet, die nicht in ÖL eingelgt waren. Allerdings sind diese mit Salz behandelt, so dass das Pesto einen merkwürdigen Eigengeschmack hatte. Empfiehlst du eher getrocknete Tomaten in Öl?

    Liebe Grüße

    LukasAntwortenAbbrechen

  • Ich liebe Pesto, in jeder Variante, egal ob mit Tomaten, Basilikum oder ein leckeres Nuss-Pesto. Ich mag an Pesto besonders, dass es so vielseitig einsetzbar ist, als Soße zu Nudeln, zu Gemüse, als Brotaufstrich….AntwortenAbbrechen

  • So einfach und so lecker :) Finde es toll, dass du hier auch ab un zu diese “Basic” Rezepte vorstellst… Man muss sich manchmal dran erinnern, dass man diese Dinge ganz einfach selbst herstellen kann und sie sooo lecker sind!
    Hab jetzt auch wieder Lust auf Pesto Rosso :)
    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

Schweinswürste vom Spieß mit Zwiebel-Chutney

Leckere Schweinswürste fehlen selten bei einem brasilianischen Churrasco. In Südamerika werden die Würste gerne auf Spieße gesteckt und langsam über der offenen Flamme unter stetem Wenden gegrillt. 

Wenn es zwischen den WM-Spielen schnell gehen muss oder aber in der Halbzeit ein fixer Snack vom Grill serviert werden soll, so ist dieses gericht genau richtig: Unkompliziert, wenig Aufwand und gut vorzubereiten. Das leckere Zwiebel-Chutney kann bereits bis zu drei Tage im Voraus zubereitet werden, so dass nur noch gute Schweinswürste auf Spieße gepinnt und über der Glut gegart werden müssen. Dazu ein kühles Pale Ale, ein wenig untergehende Sonne, und alles ist perfekt, oder?

Apropos Pale Ale: Habt Ihr dieses Bier schon einmal probiert? Dabei handelt es sich um ein altes Produkt, das ursprünglich in Großbritannien zur Versorgung der englischen Truppen in Indien gebraut wurde. Die langen Versorgungswege über das Kap der guten Hoffnung machten es unmöglich, normales Bier mit auf den Weg zu nehmen, da dieses innerhalb der sechs Monate dauernden Überfahrt verdorben wäre. So entwickelten die Braumeister ein anderes Verfahren, bei dem unter anderem durch gesteigerten Alkoholgehalt die Haltbarkeit deutlich erhöht wurde. Dieses Bier wurde als IPA – Indian Pale Ale – bekannt und bald sehr beliebt. Rückkehrer aus Indien vermissten das Bier in der Heimat, so dass auch in Großbritannien selbst eine große Nachfrage entstand. Prohibition und das Aufkommen untergäriger Lagerbiere sorgten dann für einen Rückgang der Popularität, bis amerikanische Braumeister in den 90er Jahren diese alten Verfahren wieder entdeckten. Seither sind IPAs wieder auf dem Vormarsch, und werden auch in Deutschland mit bemerkenswerter Qualität hergestellt. Ich mag IPAs wegen des würzigen, hopfenlastigen Geschmacks sehr, sehr gerne und liebe es, mir an einem sonnigen Grillabend einen Schluck zu gönnen.

Ein Schluck IPA gefällig?

Hättet Ihr Interesse an einem ausführlicheren Artikel zu verschiedenen Pale Ales und der Herstellung? Dann freue ich mich auf Eure Kommentare! Zudem verlose ich ein Probierpaket IPA – den guten alten Sixpack – aus der Riedenburger Brauerei. Dafür einfach einen Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen (Teilnahme erlaubt ab 18 Jahren).

Apropos Zwiebel-Chutney: Habt Ihr schon den famosen “Giant Goat” Burger mit Zwiebel-Chutney und Ziegenkäse probiert? Nein? Dann aber schnell!:D

 

Rezept

Dauer: 15 Minuten Vorbereitung, 60 Minuten Koch- und Grillzeit

Benötigtes Equipment: Zwei Schaschlik-Spieße

Zutaten für die Schweinswürste vom Spieß mit Zwiebelchutney (Für 4 Personen): 

  • 8 Schweinswürste
  • 500 g rote Zwiebeln
  • 100 g Cranberrys oder Rosinen
  • 100 ml Weißweinessig
  • 300 ml Apfelsaft
  • 50 ml Rotwein (wer mag)
  • 30 g brauner Zucker
  • 1 TL Senfsamen
  • 1 Handvoll Koriander oder Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: 

1 Für das Chutney die roten Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Den Koriander (oder die Petersilie) fein hacken.

2 Dann den Weißweinessig mit dem Apfelsaft, dem Rotwein und dem braunen Zucker aufkochen. Die Zwiebeln, Cranberrys (oder Rosinen), Senfsamen und den Zucker zugeben und bei schwacher Hitze etwa eine Stunde köcheln lassen. Sollte die Flüssigkeit in dieser Zeit komplett verschwinden, einfach etwas Rotwein nachgießen. Leicht abkühlen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am Schluss den Koriander (oder die Petersilie) unterrühren.

3 Jeweils vier Schweinswürste auf einen Schaschlik-Spieß spießen. Den Grill auf etwa 180°C vorheizen und für indirektes Grillen vorbereiten. Die Spieße zunächst direkt von beiden Seiten etwa 4 Minuten grillen, dann in die indirekte Zone legen und fertig garen lassen. Achtung: Die Spieße werden heiß und sollten nur mit einem Handschuh angefasst werden!

4 Schweinswürste zusammen mit dem Zwiebel-Chutney servieren.

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Werbe-Hinweis: In diesem Artikel wird die Riedenburger Brauerei erwähnt. Zwischen HighFoodality und der Riedenburger Brauerei besteht zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels keine aktive Geschäftsbeziehung. Der Preis für die Verlosung wurde NICHT von der Brauerei gesponsert.
  • Auch wenn ich immer dachte, dass mich die stärker gehopften Biere eher kalt lassen, so bin ich mittlerweile auch ein Fan von IPAs. Hier oben in Hamburg gibt es dass von Rathsherrn – was schon sehr gut ist – oder das aus der schottischen Brauerei Brew Dog hat mir sehr gut gefallen.

    Also, wenn du mehr Infos zu IPAs liefern kannst, dann her damit. Wenn du eine Brauanleitung (ist ja auch irgendwie nur kochen AntwortenAbbrechen

  • Oh ja, ich möchte unbedingt probieren! Und natürlich mehr darüber lesen :)
    Schönes Wochenende!AntwortenAbbrechen

  • Anika

    Ja, finde ich richtig interessant! Ich würde mich freuen, mehr darüber zu lesen! Liebe Grüße!AntwortenAbbrechen

  • Matthias

    IPA´s hatte ich bis jetzt eher selten,etwas ungewohnt am anfang aber es weiss trotzdem zu gefallen. Freu mich immer wenn ich es mal auf einer Karte finde.AntwortenAbbrechen

  • Das passt ja super. Montag sollte es die Giant Goats geben und es ist natürlich eine einfach Idee grobe Schweinswürste als “Snack” dazu zu reichen!

    Ein Artikel über Bier fände ich super, insbesondere über die Einordnung der (üblichen) deutschen Sorten in die englische / amerikanische Begrifflichkeiten.AntwortenAbbrechen

  • Sebastian K.

    Gerne – ich trauere ja immer noch etwas den Getränke-Artikeln hinterher. Die Mischung war unschlagbar!AntwortenAbbrechen

  • Ein Six-Pack in Ehren, genau das Richtige, wollte ich eh schonmal probieren. Viele GrüßeAntwortenAbbrechen

  • Schon allein um die Frauenquote zu erhöhen, möchte ich das Bier auch gern probieren ;-) Liebe Grüße, BiancaAntwortenAbbrechen

  • Tanja h

    saucool, ich als weibchen möchte auch mitmachen und drücke mir ganz doll die daumenAntwortenAbbrechen

  • Larissa

    Oh ja,ich will!!! Ich habe schon seit deinem letzten Beitrag, in dem du Pale Ale empfiehlst, immer wieder Ausschau gehalten, aber noch keine entdeckt…AntwortenAbbrechen

  • Heike

    Unbedingt!!! Mein Freund und ich haben IPAs vor einigen Jahren in amerikanischen Microbreweries kennen und lieben gelernt und haben in der Zwischenzeit schon einige verschiedene durchprobiert :-)
    Wir freuen uns jedesmal sehr, wenn wir ein neues IPA entdecken, welches wir noch nicht kennen, besonders wenn es aus einer deutschen Brauerei kommt und zum Glück gibt es hier schon ein paar sehr gute. Der ‘Dolden Sud’ von der Riedenburger Brauerei ist ein wohlschmeckendes IPA, was auch bei uns regelmässig getrunken wird. Freue mich schon auf den Beitrag!AntwortenAbbrechen

  • Oh, da bin ich auch gern im Lostopf! Von IPA habe ich bisher noch nichts gehört. ich finde es interessant, was man bei anderen Blogs immer noch so erfährt!AntwortenAbbrechen

  • hanni

    Perfekt für den nächsten Grillabend!AntwortenAbbrechen

  • Veronika

    Mich würde es auch sehr freuen, ein bisschen mehr zu erfahren. Immer wieder toll, über was man in den verschiedensten Blogs Informationen bekommt!

    Liebste Grüße,
    VeronikaAntwortenAbbrechen

  • ilona

    Zu einem deftigen Mahl trinke ich gern das passende Bier. IPA’ s sind mir neu. Ich freue mich, dass ich immernoch dazu lernen kann. Bitte schreib mehr darüber. Und wenn es ein Rezept zum Selbermachen gibt, ist das auch Ansporn es zu tun.
    ilonaAntwortenAbbrechen

  • Martin

    Hab die IPAs bei nem halbjährigen Studienaufenthalt an der us-amerikanischen Ostküste sehr zu schätzen gelernt – dort sind sie schon fast die aktuelle Standardbiervariante.
    Jetzt würde ich gerne hören, welche Pale Ales deutscher Brauereien Du empfehlen kannst …AntwortenAbbrechen

  • christian

    Ich hab noch nie ein IPA probiert. Das soll sich im besten Fall ändern :)

    Viele Grüße,
    ChristianAntwortenAbbrechen

  • Marina

    Huch, jetzt bin ich hoffentlich nicht zu spät dran??
    Das würde ich ja zu gern probieren!

    lg!AntwortenAbbrechen

  • Valeriana

    Ich finde die Idee, Bier und Herstellung zu präsentieren großartig!

    Ich trinke gerne mal ein kühles Bier und mache in einer kleinen Brauerei hier bei uns Führungen. :-)

    Liebe Grüße,

    ValerianaAntwortenAbbrechen

felchen-maultaschen-mit-zwiebeln-basilikum-pesto

Meine Familie und ich lieben Maultaschen. In regelmäßigen Abständen kommen die kleinen Nudelpakete auf den Tisch, meist in der Pfanne gebraten, dazu goldbraune Schmelzzwiebeln und eine große Schüssel Salat. Mit was die Maultaschen gefüllt werden, obliegt ganz der eigenen Kreativität. 

Diese Rezept-Variante kombiniert die klassische schwäbische Küche mit mediterranen Einflüssen Norditaliens: Schwäbische Maultaschen, schwäbische Felchen vom Bodensee und schwäbische Schmelzzwiebeln treffen auf italienisches Basilikum-Pesto. Die Kombination funktioniert, allerdings ist die Zubereitung doch eher aufwändig. Nudeln selbst herzustellen bedarf Zeit, dafür ist die Satisfaktion nach getaner Arbeit um so größer: Nur beste Zutaten werden verwendet, man weiß genau, was im Nudelteig und der Füllung enthalten ist. Zudem ist der Herstellungsprozess von Nudeln eine sehr schöne handwerkliche Aufgabe, die ein tolles Endergebnis produziert. Wer keine eigene Nudelmaschine besitzt oder den Prozess etwas abkürzen möchte, der kann sich im Bioladen fertig ausgerollten Nudelteig kaufen.

Felchen sind Fische, die typischerweise im Bodensee gefangen werden. Die Art der Blaufelchen gehört zu den Salmoniden, also den lachsartigen Fischen und ist geschmacklich vergleichbar mit Forellen oder Saibling. Felchen sind andernorts auch unter der Bezeichnung Renke oder in Norddeutschland als Maräne bekannt, werden bis zu 50 cm groß und sind ein wunderbarer Speisefisch. Wer Probleme hat, geräucherte Felchen zu beziehen, der kann problemlos auf geräucherte Forelle oder Saibling ausweichen. Beim Abschmecken der Füllung sei konservatives Verhalten beim Abschmecken geboten: Geräucherte Fische sind recht kräftig im Geschmack und bringen schon eine sehr starke Würze mit. Zwischenzeitliches Probieren ist daher sehr, sehr anzuraten.

Das Pesto verwendet anstelle von Pinienkernen Mandeln, die zuvor trocken in einer Pfanne goldbraun geröstet wurden. Das intensiviert den Geschmack und bringt eine wunderbar nussige Note ins Pesto. Mit der zugegebenen Menge an Knoblauch bin ich auch eher zurückhaltend, weil die Felchen geschmacklich dominieren und durch den starken Knoblauch nicht zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden sollten. Geschmelzte Zwiebeln sorgen für den saftig-süßen Rückhalt und gleichen den salzig-rauchigen Geschmack des Fisches aus.

Die Maultaschen lassen sich übrigens problemlos eingefrieren oder auch in einer Suppe servieren.

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Rezept

Dauer: Ca. 120 Minuten

Zubehör: Nudelmaschine

Zutaten für die Maultaschen mit Felchen-Füllung, Schmelzzwiebeln und Mandel-Pesto Genovese (Für 2-3 Personen): 

Für den Nudelteig:

Für die Füllung:

  • 500 g Spinat
  • 400 g geräucherte Felchen vom Bodensee (Alternativ: Saibling oder Forelle)
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Mandelmus
  • 2 EL geröstete Mandeln
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Für das Mandel-Pesto „Genovese“ und die Schmelzzwiebeln:

  • 3 Zwiebeln
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Mandelplättchen
  • 50 g Parmesan
  • 30 ml Olivenöl
  • Salz
  • Etwas Butterschmalz

Zubereitung: 

1 Zunächst den Nudelteig nach dieser Anleitung (Rezept #4 Ravioliteig) herstellen.

2 Während der Nudelteig ruht, kann die Füllung und das Pesto hergestellt werden. Für die Füllung den Spinat waschen und putzen, anschließend etwa 3 Minuten in köchelndem Salzwasser blanchieren. Herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Abtropfen lassen. Die Schalotten schälen und fein hacken. Die Mandeln trocken in einer Pfanne goldbraun rösten und anschließend mit einem Messer fein hacken. Den Spinat und die geräucherten Felchen ebenfalls schneiden. Spinat, Felchen, Schalotten und Mandeln mit dem Mandelmus vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vorsicht: Der Fisch schmeckt in der Regel recht salzig, daher konservativ würzen und viel probieren!

3 Für das Pesto die Mandeln trocken rösten, den Parmesan reiben und den Knoblauch schälen und hacken. Mandeln, Basilikum, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl pürieren und mit Salz abschmecken.

4 Für die Schmelzzwiebeln die Zwiebeln schälen, halbieren und in Halbringe schneiden. In etwas Butterschmalz langsam in einer Pfanne anschwitzen, bis die Zwiebeln goldbraun und weich sind.

5 Währenddessen den Nudelteig mit einer Nudelmaschine zu Bahnen ausrollen. Die Bahnen sollten etwa 10 cm breit und 20 cm lang sein. Die Bahnen mit Füllung bestreichen, rundherum etwa 1 cm Platz lassen. Diesen mit dem vermischten Ei bestreichen und dann zu Maultaschen rollen. Die Enden festdrücken.

6 Die Maultaschen in kochendem Salzwasser 2-3 Minuten ziehen lassen, dann in einer Pfanne in etwas Butterschmalz goldbraun braten. Mit dem Mandel-Pesto Genovese und den Schmelzzwiebeln servieren – wer mag, kann noch etwas frischen Parmesan darüber reiben und einen Schuss Olivenöl darüber gießen.

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  • Mein Gott Uwe … wie soll ich jemals die ständig wachsende ‘muss ich unbedingt machen’-Liste Deiner Rezepte bewältigen? Hört sich fantastisch an, sieht wie immer fantastisch aus und ist auf jeden Fall (vor)gemerkt!AntwortenAbbrechen

  • Oh, das klingt wundervoll. Ich werde das niemalsnichimleben so hübsch hinbekommen wie Du, aber Barsch steht im Zusammenhang mit dem (abgebrochenen) Süßwasserfischevent noch auf meiner To-Do-Liste. Dann wage ich mich ggf. an deine pomfortionösen Maultaschen. Cool!AntwortenAbbrechen

  • Die Schwäbin in mir jubiliert ob dieses wunderbaren Rezepts, Uwe :) Sieht net schlecht aus!AntwortenAbbrechen

  • Das Mandel-Pesto „Genovese“ ist eine echt originelle Idee. Bis jetzt hatte ich noch nie etwas davon gehört. Ich bin ein riesiger Fan des klassischen Pesto „Genovese“ mit Pinienkernen, aber es stattdessen einmal mit Mandeln zu probieren reizt mich wirklich. Da mir aber die Zubereitung von Maultaschen zu aufwendig ist, werde ich es wohl zusammen mit Spaghetti ausprobieren.AntwortenAbbrechen