Beef tagliata mit Feldsalat und Parmesan nach Heston Blumenthal

Beef tagliate mit Feldsalat und Parmesan

Der Name des Gerichts leitet sich vom italienischen “tagliare” ab, was “schneiden” bedeutet. Heston Blumenthal veröffentlichte dieses Rezept in seinem fantastischen Buch “Heston at Home”, was ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.

Heston brät dabei das Steak sehr, sehr scharf für kurze Zeit an und serviert dazu nur einen leichten Salat, um nicht zu stark vom starken Eigengeschmack des Fleisches abzulenken.

Das scharfe Anbraten eignet sich hervorragend als Methode, ein gutes Steak zuzubereiten. Das Steak bekommt so nicht nur eine gute Farbe, sondern auch einen fabelhaften Geschmack. Rein technisch muss eine Pfanne – am besten aus Eisen – sehr, sehr stark erhitzt werden, denn nur dann kommt es zur sogenannten Maillard-Reaktion, bei der Aminosäuren mit anderen Stoffen reagieren und einen ganz besonderen Geschmack bilden. Die Pfanne hat die richtige Hitze wenn Öl, das man in die heiße Pfanne gibt, sofort zu rauchen beginnt.

Die Herausforderung dieser Technik liegt darin, das Fleisch nicht austrocknen zu lassen. Das Fleisch wird oft gewendet, dabei sollte die Temperatur konstant mit einem Thermometer kontrolliert werden, um zu verhindern, dass das Fleisch an den Rändern trocken, innen aber noch roh ist.

Zwischen Pfanne und Fleisch kommt nur ein dünner Film Öl als Wärmeleiter und um ein Ankleben des Fleisches zu verhindern. Heston Blumenthal beschreibt das Vorgehen so eingehend und ausführlich, dass man fast schon nichts falsch machen kann. Ich habe selten ein Kochbuch in den Händen gehabt, das mich so gefesselt und gleichzeitig geschult hat.

Zum perfekt gegarten Fleisch wird nur etwas Olivenöl, Knoblauch, Rosmarin und Feldsalat gegeben, abgerundet durch ein wenig frischen Parmesan.

Rezept

Zutaten für das Beef tagliata mit Feldsalat und Parmesan (Für 2 Personen):

  • 1 Roastbeef, ca. 400g
  • 1 Handvoll Feldsalat
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2-3 Zitronenzesten
  • Saft einer Zitrone
  • Frischer Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

1 Eine schwere Eisenpfanne stark erhitzen. Olivenöl zugeben. Das Roastbeef etwas salzen und pfeffern, dann für 15-20 Sekunden in die Pfanne legen. Umdrehen, und wiederum 15-20 Sekunden liegen lassen. Dies für etwa 2-3 Minuten wiederholen. Danach das Fleisch aus der Pfanne holen und auf einem Gitter über einem Teller ausruhen lassen.

2 In der Zwischenzeit das Öl aus der Pfanne abgießen, die Pfanne aber nicht säubern. Die Pfanne etwas abkühlen lassen, dann etwa 60ml Olivenöl zugeben. Den Knoblauch schälen, andrücken und mit dem Rosmarin zugeben. Die Zitronenschale zugeben und mit dem Zitronensaft aufgießen. Abschmecken und den aufgefangenen Fleischsaft zugeben.

3 Das Roastbeef dünn aufschneiden. Salzen, pfeffern und etwa die Hälfte des Dressings über das Fleisch geben. Den Rest des Dressings mit dem Feldsalat vermischen. Den Feldsalat auf dem Fleisch anrichten und mit frisch gehobelten Parmesan bestreuen.

Quelle: Heston Blumenthal at Home

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Und jetzt geh ich zu Beisser, kauf mir das schönste Steak, das in der Theke rumliegt UND MACHE GENAU DIESES ESSEN. *rrrrroooooaaaarrrrhhhhhrrrrr*

Uwe

Hehe, na dann bin ich gespannt was Du sagst. Und: Das Buch bestellen schadet auch nicht…

Oh, köstliches nach Heston, dieser geniale Perfektionist. Das sieht hier aber ganz fantastisch aus, sehr gut. Bisher habe ich mich nicht getraut, was nach Heston zu machen, dass muss sich doch schnellstens ändern. Und das Buch ist super. Ich vermisse Heston im Fernsehen, hatte immer einen Sender wo er in Aktion zu sehen war. Schönes Wochenende und liebe Grüße Ingrid

Gerade heute bin ich noch nach einem Wunsch gefragt worden – da kommt deine Buchempfehlung genau richtig! Ich schwärme immer noch von der Tagliata im Eataly in Turin, die mir bei dem köstlichen Anblick hier gleich wieder eingefallen ist.

Liest sich fein, sieht fein aus – ein Aber kommt von mir doch noch: Öl, das raucht, ist über den Zenit. Da mögen alle grossen Köche noch so oft von rauchendem Öl sprechen und damit braten. Das schmeckt einfach besch… sorry, dass ich das so sage. Heiss genug ist die Pfanne auch, wenn das Öl eben gerade noch nicht raucht.

Oh, das macht mich gerade total an, das ist bestimmmt superlecker!!
Ich mag so ganz kurz und scharf gebratenes Rind soo gerne und Heston Blumenthal auch ;-)

App-Rezension: Rezepte für den Römertopf

HighFoodality Bewertung
Usability
Design
Funktionen
Preis/Leistung
Rezepte
Gesamt
Mehr Informationen
Preis 1,79€
System iPhone

Wer kennt sie nicht, die hübsch verzierten Tontöpfe, aus denen seit 1967 Speisen serviert werden? Seit 45 Jahren sind die Römertöpfe fester Bestandteil vieler Küchen. Nun ist eine iPhone-App erschienen, die speziell für die Römertöpfe entwickelte Rezepte beinhaltet. Ich habe die App auf Herz und Nieren getestet.

Zugegeben: Höre ich Römertopf, denke ich zunächst an die Küche der 80er. Ich erinnere mich an meine Großeltern, die einen Römertopf besaßen. Dann denke ich auch an eher schwere, fleischreiche Gerichte mit noch schwereren Béchamel-Saucen und an Rouladen. Ich dachte nicht an saftiges, schonend gedünstetes Gemüse, Tajine-ähnliche Kreationen oder köstliche Fischgerichte.

Tontöpfe müssen vor dem Betrieb ausführlich gewässert werden. Dabei wird durch die Porosität des Tons Wasser aufgenommen und bei Wärmeentwicklung wieder abgegeben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das Speichern der Flüssigkeit kann das Gargut im eigenen Saft oder gänzlich ohne Zugabe von Fett gegart werden, wodurch Vitamine, Nähr- und Aromastoffe gut erhalten bleiben. Oftmals werden im Gefäß ganze Mahlzeiten bestehend aus Gemüse, Fleisch und Beilage gleichzeitig gegart – wie man es von den marokkanischen Tajine-Rezepten kennt.

App-Review: Rezepte für den Römertopf

Die iPhone-App von Römertopf bietet eine Sammlung von 50 Rezepten, die speziell für das Garen im Tontopf ausgelegt sind. In sechs Kategorien unterteilt finden sich Rezepte mit Fleisch, Geflügel und Fisch, zudem einige Anleitungen für die Zubereitung von Brot und Kuchen sowie leckerer Desserts. Vegetarier kommen auch auf ihre Kosten – 20% der enthaltenen Rezepte kommen ohne Fisch oder Fleisch aus.

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Einen Römertopf habe ich, aber kein I-Telefon. Aber den Römertopf kann ich auch ohne App bedienen. Am liebsten am Sonntag im Winter. Da schmeisst man einfach viele leckere Sachen in den Topf, schiebt diesen in den Ofen, schmeisst sich mit einem guten Buch aufs Sofa und heizt mit dem Backofen quasi noch die Wohnung. Und abends gibt’s als Belohnung fürs Nichtstun ein feines Schmorgericht. So machen wir Schweizer das ;-)

Frederik

Hallo Uwe, machst Du jetzt öfter App-Rezensionen? Das fände ich toll, denn so viele Koch-Apps findet man nicht als Test….Ich habe einen Römertopf und werde mir die App dann gerne mal ansehen.

Uwe

@Wilde Henne: Hehe, kann ich nachvollziehen! Für den ein oder anderen Neuling ist die ein oder andere Anregung sicher ganz nett. Ich mag das auch total gerne, einen Topf voll zu machen und dann einfach zu warten – während die Düfte durch das Haus strömen…

@Frederik: Danke für Deinen Kommentar! Ja, ich denke ich werde hin und wieder eine App vorstellen. Als Digital-Junkie benutze ich auch die ein oder andere :)

Ich finde es gut das der gute alte “Römertopf” mit in die Welt der “Apps” aufgenommen worden ist und damit nicht in Vergessenheit kommt, sollte aber dann auch kreativ richtig angepasst werden. Die Rezession finde ich toll und sehr informativ geschrieben und das Gericht mit dem Hühnchen ala “Tajine” super. Genau das ist es ja, dass im guten alten Römertopf auch leckeres aus der Welt der Tajine gekocht werden kann. Muss ich doch mal wieder meinen aus dem Keller holen abstauben und einsetzen, aber ohne App, das Buch “Tajine” wartet. Liebe Grüße Ingrid

Ausgetrunken

Ausgetrunken

Seit immerhin fast zwei Jahren gibt es hier auf Highfoodality so gut wie jede Woche einen Cocktail-Blogpost von mir. Da ist mit der Zeit eine beachtliche Menge an Rezepten und Fotos zusammen gekommen. Bei den meisten Drinks konnte ich meinem Anspruch gerecht werden und Klassiker oder eher weniger bekannte Kreationen vorstellen. Das hat mir mindestens so viel Spaß gemacht wie das Tüfteln rund um Kamera und Beleuchtung.

Inzwischen muss ich aber für mich feststellen, dass irgendwie die Luft raus ist – sich Routine und auch eine gewisse Blogpost-Müdigkeit eingestellt hat. Dinge, die man nur tut weil sie zur Gewohnheit geworden sind, sollte man zumindest überdenken. Nach vielem Grübeln ist aber für mich klar: Cocktails werde ich hier auf Highfoodality vorerst nicht mehr posten.

Die Cocktail-Rezepte auf Highfoodality waren von Beginn an lediglich ein Nischenthema – vollkommen zu Recht, schließlich ist das hier ein Food-Blog. Eine interessante Abwechslung waren sie hoffentlich allemal. Wenn ich mit den Drinks gelegentlich eine Anregung geben oder ein nettes Foto beitragen konnte, bin ich vollauf zufrieden.

In diesem Sinne: Trinkt bei Gelegentheit lieber weniger und dafür besser. Es lohnt sich.

Cheers!
Frank

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Die unschlagbare Mischung von Rye Whiskey und rotem Wermut wird in dieser Variante des Manhattan Cocktails mit Hilfe vonKompletten Artikel lesen »

Uwe

Lieber Frank,

vielen, vielen Dank für 2 Jahre tolle Cocktails, Fotos und Beiträge auf HighFoodality! Ich habe mich schon so sehr an den “Cocktail-Dienstag” gewöhnt, dass ich Deine Kreationen ganz sicher sehr vermissen werde – sie haben den Blog ungemein bereichert!

DANKE!

Liebe Grüße
Uwe

Sonja

Lieber Frank, ich finde es auch total schade, dass Du aufhörst. Ich habe jede Woche von neuem Deine Kreationen und v.a. die wunderschönen Bilder bewundert. Wie du weisst, trinke ich ja eher alkoholfrei – aber wenn der ein oder andere Cocktail von Dir vor meiner Nase gestanden wäre, hätte ich wohl immer mal eine Ausnahme gemacht. Du hast mich erst so richtig darauf gebracht, dass auch Cocktail mischen eine Kunst ist und viel Können und Wissen erfordert. Danke dafür und hoffentlich bis bald in der “realen” Welt ;) Still-sophisticated-lady-loving Sonja

Hallo Frank, ich schließe mich Uwe und Sonja an, sehr schade. Habe deine Kreationen immer gerne gesehen, gelesen und ab und zu auch getrunken. Cheers… auf ein wiedersehen
Liebe Grüße Emma

Lieber Frank, nachdem auf Facebook schon das große Heulen ausgebrochen ist, hier noch mal an dieser Stelle: Komm zurück!!! Zumindest für einen Abschluss-Silvester-Drink! Das bist Du uns schuldig! ;-)
Danke für viele tolle Kreationen, super Ideen, Horizonterweiterungen usw. Wir werden Dich vermissen.
J

Frank, just make one of those unforgetable new years cocktails.

Och, schade – ich habe Deine Posts sehr gerne gelesen und die Bilder waren wirklich der Hammer! Ich werde Deine Drinks vermissen, obwohl ich selber keine trinke. Aber Deine Beiträge waren immer spannend, grad auch, weil Du immer auch Informationen zu den Ingredienzien und/oder Geschichtliches zu den Drinks selber geliefert hast.

Lieber Frank,

auch wenn ich keinen einzigen Deiner Cocktails nachgemacht habe – was aber eher daran liegt, dass ich kein Cocktail-Freund bin – werde ich Deinen Cocktail-Dienstag vermissen. Die ästhetischen Photos fand ich immer besonders herausragend. Und von wegen nur Foodblog, food und drink gehören doch zusammen!
Aber vielleicht hinterlässt Du hier ja noch mal ab und zu einen Cocktail. Quasi als Kür und nicht als “Pflicht”
lg Maik

Danke Euch für die vielen lieben Worte!

Sicherlich wird sich in Zukunft noch die eine oder andere Gelegenheit bieten, hier einen leckeren Drink zu posten. Ob und wann das geschieht, kann ich momentan nicht sagen und will auch nichts versprechen. Aber ich werde darüber nachdenken.
Vielleicht mit einem Drink in der Hand und der Kamera immer in Reichweite.

Frank. Wir brauchen Dich. Wenn erstmal das „Muss” weg ist, macht es auch wieder Sapss. Ich freu mich doll auf (sporadische) Drinks. Prima, dass Du darüber nachdenkst.

jens

Ich bedauere auch sehr daß Du mit den Cocktails aufhörst. Das Niveau der Drinks die Du hier gepostet hast war immer ausgesprochen hoch, was leider eine Seltenheit in deutschsprachigen Blogs ist (von den wenigen reinen Cocktailblogs mal abgesehen).

Alexandra

Hallo Frank,
ich habe deinen Blog zwar gerade eben erst entdeckt, aber trotzem ist es schade, dass du keine Rezepte mehr postest. Mein erster Eindruck war nämlich: Das ist ein wirklich schöber Blog. Sehr liebevoll gestaltet mit tollen Rezepten. Aber wenn es Dir keinen Sapß mehr macht, kann ich es verstehen! Ich finde es immer super, wenn man einfach ins Internet gehen kann und solche tollen Kochrezepte finden kann. Das ist für mich persönlich immer eine gute Inspiration, die mir beim Kochen oftmals fehlt. Um die Cocktails mache ich mir keine Sorgen, da habe ich vor nicht all zu langer Zeit diese tolle Seite für mich entdeckt, http://www.cocktailscout.de aber so nett Kochrezepte, so liebevoll Forografiert, findet man eher seltener. Also ich wünsch Dir trotzdem alles Gute und wünsch Dir viel Erfolg für Deine weiteren Projekte!!!

Liebe Grüße
Alex

Uwe

Hallo Alex, deine Sorge ist unbegründet: die Koch-Rezepte werden weiter geführt – Frank hat als Gast-Blogger jede Woche einen Cocktail gepostet – das hört er nun auf. Der Rest ist lebendiger als je zuvor :) Grüße Uwe

Alexandra

achso zum Glück. Dann hatte ich das irgendwie falsch verstanden;)
SUPER :)
Danke Uwe, dass Du mich aufgeklärt hast

Lg
Alex

Cookbook of Colors: 100 braune Rezepte [Zusammenfassung November]

Cookbook of Colors: 100 braune Rezepte [Zusammenfassung November]

100! Einhundert! Ihr habt 100 braune Rezepte im November eingereicht! Jadawirstdudeppert! Zum zweiten Mal wird die Schallmauer der 100 Rezepte nach dem Monat Mai durchbrochen – unglaublich!

Uff. Das war wieder ein ganz schöner Berg, den Sonja da bei der Zusammenfassung vor sich hatte. Aber ich bewundere sie dabei immer wieder, wie sie wie ein heißes Messer durch die Butter durch alle Einreichungen schnurrt und mir irgendwann ein süßes „Feeeeertig!“ vom PC aus entgegenfiept. Das fiese: Diesmal waren unglaublich viele süße Rezepte dabei, wovon meine kleine Naschkatze Heißhunger bekommen hat.

Aber hier kommt sie nun, rechtzeitig zum Nikolaus-Tag, die vorletzte Zusammenfassung: 100 braune Rezepte. Was eine Vielfalt, danke!

Als besonderes kleines Nikolaus-Präsent habe ich auch noch ein kleines Preview für Euch, denn das Cookbook ist soweit fertig gelayoutet und dem Lektorat übergeben, welches sich mit teuflischen Grinsen und gezücktem Rotstift über die Texte macht (Danke, Michaela!). Hier das Preview:

Cookbook of Colors PreviewCookbook of Colors PreviewCookbook of Colors PreviewCookbook of Colors PreviewCookbook of Colors PreviewCookbook of Colors Preview
 
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Hi Uwe deine Vorschau sieht schon richtig klasse aus! Einen lieben Dank auch an euch beiden für die Zusammenfassung. Da sind einige auf meine Nachkochliste gewandert. Ich weiß nicht ob ich die je abarbeiten kann ;) Viele Grüße & einen schönen Sonntag euch beiden.

[...] November (braun) Gewürzkuchen & Bacon-Fudge Die ASTIMMUNG läuft noch bis zum 21.12. Vielleicht mit eurer Hilfe schaffe ich es diesmal [...]

[...] Außerdem habe ich bei Uwe das Cookbook of Colors entdeckt – mein zweites Lieblingsevent das im Dezember in die letzte Runde gestartet war. Meine Mangold-Ziegenkäse Ravioli im Kürbis-Mascarpone Süppchen haben es geschafft und sind dabei! [...]

Maronen-Suppe mit Rosenkohl und Champignons

Maronen-Suppe mit Rosenkohl und Champignons

Geht man in den Wintermonaten durch die Einkaufsstraßen Nürnbergs, so stehen an vielen Ecken Maroni-Männer und –Frauen, die lauthals ihre Ware anpreisen. Sobald ich den ersten Maroni-Mann entdecke, werde ich daran erinnert, Maronensuppe zuzubereiten.

Maronen zubereiten ist ein fieses Geschäft – wenn man denn die kleinen Dinger in ihrer harten Schale kauft und selbständig durch der eigenen Hände Arbeit an den Kern vordringen will. Ich habe – nach einem umfangreichen Feldversuch letztes Jahr – die verschiedenen Methoden in dem Artikel Maronen zubereiten zusammengefasst. Wenn ich nicht muss, löse ich sie nicht mehr selbst aus der Schale, sondern versuche, gute Ware vakuumverpackt zu kaufen.

Rosenkohl und Champignons – mit ein paar selbst gemachten Schwarzbrot-Croutons – passen hervorragend zu der leicht süßen Maronensuppe. Die Süße wird durch die Portwein-Reduktion mit Puderzucker leicht verstärkt und bildet einen angenehmen Gegenpart zum leicht bitteren Geschmack des Rosenkohls.

Die Champignons sollten wie immer nicht unter fließendem Wasser gewaschen werden, da sie sich sonst mit Wasser vollsaugen und nicht angebraten werden können (das Wasser landet dann in der Pfanne, die Champignons matschen und man hat eine undefinierbare Siffe). Ich habe sie mit wenig Butter recht scharf gebrutzelt, bis sie eine goldbraune Farbe nehmen und angenehm duften.

Den Rosenkohl bitte nicht zu lange garen oder gar blanchieren – er darf ruhig noch Biss besitzen. Etwas Salz darüber, fertig.

Maronen-Suppe mit Rosenkohl und Champignons

Rezept

Zutaten für die Maronensuppe mit Rosenkohl und Champignons (für 4 Personen):

  • 400g Maronen
  • 8 Rosenkohlröschen
  • 6-8 braune Champignons
  • 1 TL Puderzucker
  • 50ml Portwein
  • 800ml Fleischbrühe
  • 200ml Sahne
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 Msp. Orangenschale
  • 30g kalte Butter
  • Etwas Piment d’Espelette
  • 1 Scheibe Schwarzbrot

Zubereitung:

1 Die Blätter der Rosenkohlröschen abzupfen. Die Champignons putzen und vierteln. Das Schwarzbrot in kleine Würfel schneiden. 50g der Maronen würfeln und beiseite stellen. Den Rest der Maronen fein hacken.

2 Den Puderzucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Portwein ablöschen. Aufkochen, und etwa auf die Hälfte der Flüssigkeit reduzieren lassen. Die gehackten Maronen, die Fleischbrühe und die Sahne zugeben, aufkochen und mit einem Stabmixer pürieren. Das Vanillemark und die Orangenschale zugeben. Zuletzt die Suppe mit der kalten Butter etwas aufmixen. Mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken.

3 Etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und die Schwarzbrotwürfel langsam schön kross ausbacken.

4 In einer weiteren Pfanne die Pilze in wenig Butter anrösten, bis diese goldbraunwerden. Salzen und aus der Pfanne nehmen. Butter zerlassen und die Rosenkohlblätter kurz unter Wenden anbraten. Abschmecken.

5 Die Suppe kurz vor dem Servieren nochmal mit dem Pürierstab aufschäumen. Champignons, Rosenkohl und Schwarzbrotwürfel anrichten und servieren.

Inspiration: Alfons Schuhbeck, Meine Küche der Gewürze

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Mhm, das Rezept kommt mir grade recht. Wir machen mit Freunden vor Weihnachten einen Kapaun und sprachen schon über ein Maronensüppchen oder doch lieber was mit Pilzen. Du hast uns die Entscheidung abgenommen ;-)

Uwe

Schön! Bin gespannt, wie’s Euch schmeckt!

Köstlich Uwe! Ich liebe Maronen in jeder Form!

[...] Vorspeise hatten wir dieses leckere Maronensüppchen mit Rosenkohl und Herbsttrompeten geplant und das Dessert dann zugunsten der anderen Gänge [...]