Glühwein-Ente mit Rosenkohl-Walnuss-Stampf

Glühwein-Ente mit Rosenkohl-Walnuss-Stampf

Na, schon alle Gänge für das Weihnachtsmenü geplant? Wenn nicht, dann habe ich heute ein paar Anregungen für Euch – Last-Minute-Hinweise, versteckt hinter dem 22. Türchen von zorras alljährlichem Adventskalender.

Kulinarischer Adventskalender 2013 - Türchen #22Meine Blogger-Kollegin zorra veranstaltet jedes Jahr einen kulinarischen Adventskalender: Jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen, hinter dem ein Gastblogger ein Rezept versteckt und zu zorras Event beiträgt. In meinen vier Jahren aktiver Bloggerei war ich bislang noch nie dabei – dieses Jahr hat’s geklappt. Ich serviere Euch heute eine krosse Ente, dazu eine würzig-süße Glühweinsauce und einen leckeren Rosenkohl-Kartoffelstampf. Das Gericht eignet sich wunderbar als Hauptgang, lässt sich innerhalb einer dreiviertel Stunde zubereiten und ist einfach zu kochen. Wenn also noch ein winterliches Hauptgericht gesucht wird: Hier ist es:)

Der Clou an dem Gericht: Als Sauce habe ich einen selbst zubereiteten Glühwein verwendet. Dieser wird mit etwas Zucker zu einer würzig-süßen Sauce eingekocht, die nur so voller winterlicher Aromen strotzt. Die Ente verträgt die angenehme Süße der Sauce, die leichten Bitternoten des Rosenkohls sorgen für ein ausgewogenes Geschmackserlebnis. Die Ente wird außen kross und knusprig im eigenen Fett gebraten und bleibt innen schön zartrosa. Als Beilage habe ich einen Rosenkohl-Kartoffelstampf, der mit karamellisierten Walnüssen und etwas Feldsalat verfeinert wird.

Wenn Ihr aber noch auf der Suche nach Anregungen für Euer Menü seid, so habe ich einige für Euch. Im letzten Jahr veranstaltete ich ein Weihnachtsmenü-Event, bei dem 33 Vorschläge aus der Community zusammenkamen. Darüber hinaus habe ich Euch hier drei Menüs aus meinem Fundus zusammengestellt (Reihenfolge pro Zeile jeweils Vorspeise, Hauptgang, Dessert):

Menü 1: Brin d’Amour mit Mangold und Zitronen-Carpaccio | Entenragoût mit Tagliatelle und karamellisierten Nashi-Birnen | Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel

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Menü 2: Viererlei vom Rosenkohl | Geschmorte Kalbsbäckchen mit Kürbis-Risotto und Parma-Segel | Vanille-Äpfel mit Blauschimmelkäse und Fingersalz

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Menü 3 (Vegetarisch): Blutorangen-Carpaccio mit Brin d’Amour, Pinienkernen und Riesling-Vinaigrette |  Spinat-Ricotta-Rolle | Milchreis mit Zimt-Schaum und Pflaumen-Kompott sous-vide

Blutorangen-Carpaccio mit Brin d’Amour, Pinienkernen und Riesling-Vinaigrette

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Nun wünsche ich Euch schon einmal ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben, gutes Gelingen für Eure kulinarischen Vorhaben über die Festtage und eine besinnliche, ruhige Zeit.

Glühwein-Ente mit Rosenkohl-Walnuss-Stampf

Rezept

Zubereitungsdauer: 45 Minuten

Zutaten für die Glühwein-Ente mit Rosenkohl-Walnuss-Kartoffelstampf (Für 2 Personen):

Für die Ente:

  • 1 Entenbrust
  • 300 ml Glühwein
  • 5 EL Zucker
  • Salz, Pfeffer

Für den Rosenkohl-Walnuss-Kartoffelstampf:

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 mehlig kochende Kartoffeln
  • 1 Handvoll Feldsalat
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 EL Zucker
  • Etwas Muskat
  • 1 TL Backnatron
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Glühwein nach diesem Rezept zubereiten.

2 Für die Glühwein-Sauce den Zucker in einer Sauteuse karamellisieren lassen, dann mit 250 ml Glühwein ablöschen. Aufkochen und köcheln lassen, bis eine Sirup-artige Konsistenz erreicht ist.

3 Den Rosenkohl waschen, putzen und vierteln. Die Kartoffeln schälen und in kleine Scheiben schneiden. Die Walnüsse hacken, den Feldsalat putzen und in Streifen schneiden.

4 Wasser zum Kochen bringen. Salzen und die Kartoffeln und den Rosenkohl darin garen, bis beides weich ist. Die Zugabe von etwas Backnatron bewirkt, dass der Rosenkohl schön grün bleibt. Natürlich kann das Backnatron auch weggelassen werden.

5 Währenddessen die Ente waschen und trocken tupfen. Die Haut karoförmig mit einem scharfen Messer einschneiden, ohne jedoch die Haut zu verletzen. Den Backofen auf 140°C vorheizen. Die Ente in einer Pfanne mit der Hautseite langsam erhitzen und das Fett bei moderater Temperatur auslassen. Temperatur erhöhen und auf der Hautseite im eigenen Fett etwa 6 Minuten braten. Wenden und nochmal 2 Minuten braten. Dann für etwa 6 Minuten mit der Hautseite nach oben in den Ofen geben. Nach Ablauf der Zeit solltest Du die Ente in Alufolie wickeln und etwa 10 Minuten ruhen lassen.

6 In der Zwischenzeit karamellisierst Du die Walnüsse. Dafür gibst Du den Zucker mit 1 EL Wasser in eine Pfanne und wartest, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann gibst Du die Walnüsse hinzu und wartest wieder, bis sich alles Wasser verflüchtigt hat. Dann beginnt sich der Zucker nämlich um die Nüsse zu legen – ein perfekter weißer Film bekleidet diese.

7 Dann nimmst Du den Rosenkohl und die Kartoffeln mit einem Schöpflöffel aus dem Sud und zerdrückst beiden mit einem robusten Schneebesen. Unter die Masse mischst Du den Feldsalat und die Walnüsse, anschließend schmeckst Du den Stampf mit Muskat, Salz und Pfeffer ab.

8 Ggf. die Sauce abschmecken.

9 Entenbrust aufschneiden und mit der Glühwein-Sauce und dem Rosenkohl-Kartoffel-Stampf servieren.

Quelle für den Stampf: ess.raum, Katharina Küllmer

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  • Sieht köstlich aus! Die Idee mit dem Glühwein nehm ich mit. ;-) Danke für das schöne Türchen!AntwortenAbbrechen

  • Super, da könnte ich glatt meinen Plan nochmal umschmeißen…. aber nein. Das Blutorangen-Carpaccio nehm ich mir mit, hoffentlich kriege ich schon welche.
    Danke!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @zorra: Gerne! Freut mich, dass es Dir gefällt!

      @ninive: Pläne umwerfen ist nie gut :D – Viel Glück bei den Blutorangen!AntwortenAbbrechen

  • RosenkohlWalnussKartoffelstampf…..ich werd irre. Und hungrig.AntwortenAbbrechen

  • Nun steht das Weihnachtsmenu fest und unverrückbar, wobei Du mich mit dieser Köstlichkeit arg ins Wanken bringst. Das wird auf jeden Fall ausprobiert, der Winter ist noch lang genug.AntwortenAbbrechen

  • Rosenkohl-Walnuss-Kartoffelstampf wird hier auf jeden Fall auch ausprobiert! Wo doch Herr Kamafoodra immer nörgelt, er möchte etwas mit Rosenkohl (kein Scherz ;-))AntwortenAbbrechen

  • […] – ist beileibe keine Unbekannte: Ich hatte Euch diese schon einmal zu einer glasierten Ente mit Glühweinsauce serviert. Das Rezept stammt von Katharina aus dem ess.raum und begeistert mich immer wieder. Der […]AntwortenAbbrechen

Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse und Petersilien-Vinaigrette

Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse und Petersilien-Vinaigrette

Schwarzwurzeln gab es in meiner Kindheit oft als Béchamel-Auflauf mit Schinken und einem leckeren Käse gratiniert. Der “Winterspargel” wird oft unterschätzt und selten zubereitet – zu Unrecht. Die Wurzel kann vielseitig eingesetzt werden und ist eine Bereicherung für den winterlichen Warenkorb.

Die Nürnberger Märkte sind nun voll von Meerrettich, Rosenkohl, Grünkohl und Schwarzwurzeln aus der Region: Wo man auch hinschaut, Kohl und Wurzelwerk dominieren die Stände. Das Kilo Schwarzwurzeln bekam ich letzte Woche für etwa vier Euro, Bio-Qualität, etwa 3 Kilometer Luftline weit weg produziert. Das im Norden Nürnbergs gelegene Knoblauchsland versorgt die ganze Region mit frischer Gemüseware – entweder frisch über den Markt, der jeden Tag in der Innenstadt geöffnet hat, über Direktbezug aus kleinen Buden direkt neben den Feldern oder via Biokisten-Lieferservice. Eigentlich kann sich keiner beschweren, man hätte nicht den einfachen Zugang zu saisonalen, regionalen Produkten, oft auch in Bio-Qualität.

Ich kaufte also ein gutes Kilo Schwarzwurzeln auf dem Markt, bekam als kleines Weihnachtsgeschenk noch 2 kleine Schalotten dazu und machte mich mit meiner Beute auf den Nachhauseweg. Aus den Schwarzwurzeln wollte ich zwei Gerichte zubereiten: Die Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse und eine Schwarzwurzel-Quiche.

Schwarzwurzeln werden oft als “Winterspargel” bezeichnet, wohl weil sich das Gemüse – einmal geschält – ähnelt und weil es auch ähnlich zubereitet wird. Der Geschmack ist durchaus unterschiedlich, auch wenn die Konsistenz der Schwarzwurzeln durchaus an Spargel erinnert. Beim Schälen der Schwarzwurzeln solltest Du unbedingt Handschuhe tragen: Der austretende Milchsaft färbt die Haut braun und lässt sich nur schwer und mühsam wieder entfernen.

Nach dem Schälen solltest Du die Wurzeln unbedingt in kaltes Wasser legen, welches Du vorher mit etwas Zitronensaft vermischt hast: Die Schwarzwurzeln werden unglaublich schnell braun. Das heutige Rezept kombiniert die Schwarzwurzeln mit einem anderen Wintergemüse, dem Rosenkohl. Beides Gemüse wird angebraten und dann mit einer Petersilien-Vinaigrette beträufelt. Haselnüsse und Ziegenkäse sorgen für einen guten Geschmack.

Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse und Petersilien-Vinaigrette

Rezept

Zutaten für die Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse (Für 2 Personen):

  • 600 g Schwarzwurzeln
  • 1 Zitrone
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Handvoll Rosenkohl
  • 1 Schalotte
  • 1 Msp. gem. Koriander
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Haselnüsse
  • 100 g Ziegenkäse
  • Etwas Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Schwarzwurzeln schälen und sofort in kaltes Wasser mit dem Saft der Zitrone legen, damit die Schwarzwurzeln nicht braun werden.

2 Die Rosenkohlröschen waschen und vierteln – wer mehr Zeit hat, kann die Blätter auch einzeln von den Röschen fieseln – sieht schöner aus. Die Schalotte und den Knoblauch schälen, fein hacken. Die Haselnüsse und die Petersilie grob hacken.

3 Eine Pfanne dick mit Butter einreiben. Die Schwarzwurzeln halbieren und mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen. Mit Wasser auffüllen, bis die Schwarzwurzeln zu etwa zwei Dritteln mit Wasser bedeckt sind. Die Lorbeerblätter und den Knoblauch zugeben und aufkochen. Köcheln lassen, bis das Wasser vollständig verdunstet ist, anschließend Hitze etwas reduzieren und braten, bis die Schwarzwurzeln rundum braun sind. Die Schwarzwurzeln fangen nach einiger Zeit an, zu karamellisieren.

4 In der Zwischenzeit dünstest Du die Schalotten in einer Sauteuse mit etwas Butter glasig. Dann gibst Du den Rosenkohl dazu und schwitzt diesen 3-4 Minuten an (Wenn Du den Rosenkohl geviertelt hast, ein wenig länger!). 2-3 EL Wasser zugeben und mit Muskat, Koriander, Salz und Pfeffer (ggf. etwas Zucker) abschmecken.

5 Für die Petersilien-Vinaigrette pürierst Du die Petersilie mit dem Olivenöl und schmeckst dieses mit Salz und Pfeffer ab. Die Haselnüsse kurz in einer Pfanne trocken rösten, bis sie goldbraun werden.

6 Schwarzwurzeln salzen und mit dem Rosenkohl, dem Ziegenkäse, den Haselnüssen und der Vinaigrette anrichten.

Quelle: Adaptiert nach einem Rezept in der Schrot & Korn

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  • Martina

    Das hört sich soooo lecker an! Leider vertrage ich keine Haselnüsse, aber ich werde das sicherlich bald mit anderen Nüssen nachkochen. Danke, für die tolle Idee!AntwortenAbbrechen

  • Ein Träumchen! ich bring Dir ne Bratapfelschnecke, wenn ich son Schwarzwurzelteller bekomme. Aber als Hauptgericht, bitte!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @pimpimella: Deal! Und dass ich meinen größten Teller voll machen muss, ist eh klar.

      @Martina: Jede andere Nuss funktioniert auch sehr gut :) AntwortenAbbrechen

  • […] Liebe zu Schwarzwurzeln hatte ich letzte Woche bereits gestanden und Euch Schwarzwurzeln mit Ziegenkäse serviert. Die übrig gebliebenen Stangen habe ich zu einer Quiche weiter verarbeitet und mit etwas […]AntwortenAbbrechen

  • Christina

    Mein Mann bringt vom Markt immer mal wieder ein MYSTERIÖSES GEMÜSE DER WOCHE mit. Diese Woche gab es Schwarzwurzeln. Kannten wit beide nur vom Hörensagen. Auf der Suche nach einem Rezept sind wir auf diese Seite gestoßen und es war echt lecker! Danke für die tolle Idee.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ach, das freut mich sehr! Schön, dass Euch das mysteriöse Essen geschmeckt hat!AntwortenAbbrechen

Glühwein-Granita

Glühwein-Granita

Seit einem Jahr wartet dieses Rezept auf seine Veröffentlichung: Die Glühwein-Granita war Bestandteil meines letztjährigen Weihnachtsmenüs und kam dieses Jahr auch schon auf den Tisch.

Sollte vom selbst gemachten Glühwein – das Rezept dazu findest Du hier – noch etwas übrig sein, so lohnt es sich, eine Glühwein-Granita anzusetzen. Die Zubereitung ist wahrlich nicht schwer: Du stellst lediglich einen Sirup her (Der Glühwein selbst ist für eine Granita nicht süß genug, die Kälte würde die Bitterstoffe betonen) und mischst diesen mit dem Glühwein. Dann braucht’s Geduld: Die Granita benötigt – je nach Menge und Alkoholgehalt des Weines – 4-6 Stunden im Tiefkühler. Wichtig: Du musst alle halbe Stunde einmal nachsehen gehen und die Granita mit einer Gabel umrühren. Dadurch entsteht die Granita-typische Konsistenz.

Solltest Du das Umrühren aber vergessen, so ist das auch kein Beinbruch: Die Granita einfach auf dem Eisfach nehmen, kurz antauen lassen und dann mit der Gabel zerteilen. Letztes Jahr habe ich die Glühwein-Granita als Amuse Gueule meines Weihnachtsmenüs serviert.

Apropos Weihnachtsmenüs: Sehr viele von Euch vermissen das Weihnachtsmenü-Event in diesem Jahr. Ich habe viele, viele Zuschriften und Fragen bekommen – vielen Dank dafür! Warum das Event dieses Jahr noch nicht gestartet wurde, liegt schlicht daran, dass ich in den letzten Wochen wenig Zeit hatte, alle Vorbereitungen zu treffen und mich letzte Woche noch eine kleine Erkältung außer Gefecht gesetzt hatte.

Aber ich habe folgenden Vorschlag zur Güte: Wir machen dieses Jahr einen Quickie. Ich starte das Weihnachtsmenü-Event heute Abend – mit einer Laufzeit von einer Woche, bis nächsten Samstag. Am Sonntag folgt dann die Zusammenfassung. Deal?

Und bis dahin schaue ich mir die Einreichungen bei dem einen oder anderen Glühwein an…

Glühwein-Granita

Glühwein-Granita

Rezept

Zutaten für die Glühwein-Granita (Für 4 Personen):

  • 400 ml Glühwein (Rezept hier)
  • 80 g Zucker
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

1 Den Glühwein gemäß Anleitung herstellen.

2 Das Wasser zum Kochen bringen und den Zucker zugeben und warten, bis sich dieser vollständig aufgelöst hat. Sirup mit dem Glühwein vermischen und abkühlen lassen.

3 Den Glühwein in eine Schale schütten und für etwa 4-5 Stunden in die Gefriertruhe stellen, dabei die Masse alle halbe Stunde mit einer Gabel umrühren.

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Holunderpunsch mit Gin

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Kalt? Dann hilft dagegen ganz sicher eine heiße, dampfende Tasse Tee oder ein Glas Punsch. Ob mit oder ohne Gin – der Punsch wirkt und sorgt für eine warme Seele.

Mit Gin konnte ich ja sehr, sehr lange wirklich gar nichts anfangen. Der Geschmack war mir sehr unsympathisch, viel zu künstlich, fast schon medizinisch. So kam es, dass ich jahrelang kein Glas Gin probierte, bis ich vor einiger Zeit bei Frank den einen oder anderen Gin-Cocktail genießen durfte. Seither hat sich meine Einstellung grundlegend verändert und ich gönne mir des öfteren ein Gläschen mit gutem Tonic Water und einem hübschen Stück Gurke. Ganz klassisch also.

Diesen Winter bin ich ein echter Fan von “Hot Drinks”. Ich habe vor Kurzem etwa 1,5 Liter Glühwein zubereitet und diesen in sterilisierten Flaschen aufbewahrt, um mir abends schnell und einfach einen kleinen Becher aufwärmen zu können. Der Glühwein ist nun leer: Einen guten Teil habe ich mit Freunden genossen, den anderen Teil zu einer leckeren Glühwein-Sauce in Kombination mit einer rosa gebratenen Entenbrust und Rosenkohl-Walnuss-Kartoffelstampf verarbeitet. Ich kann Dir nur empfehlen, einmal einen Schwung Glühwein zu kochen und diesen dann luftdicht abzufüllen – es ist eine wahre Freude, den guten, wohligen Geschmack zu genießen. Neben der Glühwein-Sauce habe ich noch eine Glühwein-Granita zubereitet – beide Rezepte werden diese Woche noch auf dem Blog erscheinen.

In dem wunderbaren “Winterkochbuch” aus dem Christian Verlag habe ich beim Durchblättern diesen Holunderpunsch mit Gin gefunden. Dafür nimmst Du einfach ein wenig Holunderblütensirup, etwas frischen Zitronensaft, kochendes Wasser und einen guten Schluck Gin – und fertig ist der Punsch für kalte Abende. Für den Punsch habe ich Ungava-Gin verwendet, der nicht – wie sonst üblich – farblos ist, sondern durch die Zugabe von arktischen Kräutern eine satte, goldgelbe Farbe bekommt. Diese macht sich im Glas wunderbar und wärmt zusätzlich optisch. Der Gin kommt aus dem tiefen Norden Kanadas und hat ein, wie ich finde, umfangreicheres Aroma als seine klaren Gesellen.

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Im Laufe des Winters will ich mit Gin als Zutat weiter experimentieren. Neben dem Klassiker, Lachs mit Gin anstelle von Weißwein zu beizen, möchte ich mich an einem Gin-Sauerkraut mit klassischen Nürnberger Rostbratwürsten versuchen. Mal sehen, was daraus werden wird…

Rezept

Zutaten für den Holunderpunsch mit Gin (Für 2 Personen):

  • 60 ml Holunderblütensirup
  • 1 TL Zitronensaft
  • Ein paar Zesten Limettenschale
  • 1 TL Kamillenblüten, getrocknet
  • 100 ml Gin, z. B. Ungava
  • Etwa 300 – 400 ml Wasser

Zubereitung:

1 Den Holunderblütensirup, die Limettenzesten, die Kamillenblüten und den Zitronensaft auf zwei Tassen verteilen.

2 Wasser aufkochen.

3 Die Tassen mit Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Dann den Gin auf die Tassen verteilen und umrühren.

Quelle: Das Winterkochbuch, Christian Verlag

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Werbe-Hinweis: In diesem Artikel wird Ungava-Gin als Produkt für die Herstellung des Punsches erwähnt. Natürlich kann auch jeder andere Gin benutzt werden.
  • Richtig medizinisch wird der Gin aber erst durch die Kamillenblüten, oder? ;-) Nee, im ernst: würdest Du beim Gin – falls kein Ugava zur Hand – einen eher milden oder würzigen nehmen für das Getränk?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Julia: Der Ungava ist recht würzig, wie ich finde. Also würde ich zu einem kräftigeren greifen – vor allem weil der Holundersirup ja eher “weich” ist.AntwortenAbbrechen

Glühwein

Glühwein

Wenn in Nürnberg der Christkindlesmarkt eröffnet wird, ist Ausnahmezustand. An den Wochenenden schieben sich tausende Menschen durch die Gassen der Altstadt. Zuerst wird geshoppt, und dann ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt getrunken.

Leider ist es gar nicht einfach, guten Glühwein zu finden: Meistens wird industriell hergestellte Massenware mit obskuren Zutaten verteilt, geschmackliche Uniformität treibt ihr Unwesen: Der Christkindlesmarkt ist eben eine Massenveranstaltung und touristische Attraktion – trotzdem kann der Weihnachtsmarkt jenseits der hoch frequentierten Besuchszeiten Charme besitzen.

Mit selbst hergestelltem Glühwein verhält es sich wie mit vielem Selbstgemachtem: Es schmeckt einfach besser. Alleine genau zu wissen, was im Glühwein drin ist, gibt mir dabei ein Gefühl der Zufriedenheit. Die Herstellung dauert nicht lange, ist nicht kompliziert und lohnt sich: Der produzierte Glühwein hält sich viele Tage und kann einfach bei Bedarf in kleinen Mengen erwärmt werden. Ich verwende für die Lagerung eine Glasflasche mit Bügelverschluss, die ich vorher sterilisiert habe.

Die Qualität des Glühweins steht und fällt mit der wichtigsten Zutat: Dem Wein. Ich mag im Glühwein kräftige Weine, die die Zugabe von Gewürzen gut verkraften und annehmen. Für meinen Glühwein habe ich einen Bordeaux verwendet, der von Michel Rolland kreiert wurde. Der bekannte französische Weinmacher verwendete für seinen Cuvée die Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petit Verdot. Die Aromen dieses Weins werden als feine Note von Trockenfrüchten, Vanille, Zimt und Pfeffer beschrieben – was perfekt zu einem Glühwein passt und mit den zugegebenen Gewürzen harmoniert.

Ganz wichtig bei der Herstellung von Glühwein ist, dass der Wein nur erwärmt und nicht gekocht wird. Aromen und auch der Alkoholgehalt sollen ja nicht zerstört und verändert werden.

Glühwein eignet sich mitnichten nur zum Trinken – Du kannst auch damit kochen. Ich habe aus dem angesetzten Glühwein eine Glühwein-Granita zubereitet und eine Ente mit Rosenkohl-Walnuss-Stampf und Glühwein-Sauce gekocht – die Rezepte findest Du bis Weihnachten noch hier auf dem Blog. Nächstes Projekt: Glühwein-Bäckchen.

Glühwein

Rezept

Zutaten für den Glühwein (Ergibt etwa 1,5 Liter Glühwein):

  • 750 ml Rotwein, z.B. Bordeaux von Michel Rolland
  • 250 ml Portwein
  • 750 ml Wasser
  • 1 Orange
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Sternanis
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 3 Gewürznelken
  • 3 EL brauner Zucker

Zubereitung:

1 Den Ingwer und die Orange in Scheiben schneiden und mit dem Wasser, der ausgekratzten Vanilleschote und den Gewürzen zum Kochen bringen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und etwa 15 Minuten ziehen lassen. Den Zucker zugeben und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Alles durch ein feines Sieb abgießen, die Orangen gut ausdrücken.

2 Den Rotwein und den Portwein mit dem Gewürzsirup mischen und erwärmen – die Mischung darf nicht kochen! Heiß servieren.

Tipps:

  • Der Glühwein hält sich luftdicht verschlossen einige Tage. Für den erneuten Genuss einfach eine Tasse erwärmen – aber nicht kochen lassen!
  • Glühwein mit Schuss: Für die ganz kalten Tage macht sich ein Schuss Rum – z. B. Ron Zacapa – darin wunderbar.
  • Anregung: Das Rezept habe ich adaptiert nach einer Variante aus dem Kochbuch “Das Winterkochbuch” aus dem Christian Verlag.
Werbe-Hinweis: In diesem Artikel wird der neue Bordeaux von Michel Rolland näher erwähnt und vorgestellt. Der Wein kann momentan in vielen EDEKA-Filialen bezogen werden.

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  • […] 1843, genauer gesagt vom 11. Dezem­ber 1843 stammt eines der ältes­ten Glüh­wein­re­zepte Deutsch­lands. Es sah für eine Kanne Wein (ca. 1 Liter) vier Loth (ein Loth ent­spricht ca. 60 Gramm) Zimt, zwei Loth Ing­wer, ein Loth Anis, ein Loth Gra­nat­ap­fel, ein Loth Mus­kat­nüsse, ein Loth Kar­da­mom sowie ein Gran (ca. 60 Mil­li­gramm) Safran vor. Dazu kamen Zucker oder Honig zum Süßen. Ein moder­ne­res — und weit­aus bekömm­li­che­res — Rezept lie­fert Uwe bei High Foo­da­lity. Focus (Glühwein-Historie), High Foo­da­lity (Glühwein-Rezept) […]AntwortenAbbrechen

  • […] vom selbst gemachten Glühwein – das Rezept dazu findest Du hier – noch etwas übrig sein, so lohnt es sich, eine Glühwein-Granita anzusetzen. Die […]AntwortenAbbrechen

  • Dein Glühwein klingt ausgesprochen lecker. Wenn ich allerdings die Gewürzliste lese, werde ich das einmal solo herstellen müssen um zu prüfen, was dabei geschmacklich entsteht. Da sind einige Sachen bei, die würde meine Frau spontan nicht im Glühwein dulden.
    Ich werde es mal versuchen, wenn sie nicht im hause ist ;-)

    Gruß,
    JensAntwortenAbbrechen

  • Manfred

    Ich bin gerade dabei 15 l zu kochen . Frage mich gerade ob die Wassermenge richtig sein kann . Wein und Wasser gleicher Anteil …
    Das Ergebnis nach dem Passieren ist jedenfalls kein Sirup sondern eher Brühe
    Naja…mal sehen… werde berichten
    Gruß,

    ManfredAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Wow, 15 Liter…! Ich habe die Mengenangaben gerade noch einmal kontrolliert und mit der Rezeptquelle abgeglichen und sie stimmen. Ich bin gespannt, wie sich die Angaben auf solche Mengen auswirken. Die Konsistenz des “Gewürzsirups” ist weniger Sirup-artig, das stimmt. Dafür ist zu wenig Zucker enthalten und die Flüssigkeit wird ja nicht reduziert. Ziel ist es, dass die Gewürze möglichst viel Geschmack abgeben. Da hätte ich genauer formulieren und auf das Wort “Sirup” verzichten können.

      Gutes Gelingen!AntwortenAbbrechen

  • Manfred

    Hallo Uwe.
    Also. Der Glühwein war ein Traum ! Wurde von allen Gästen gelobt. Die Wassermenge war also genau richtig ! Die Gewürze kommen richtig gut. Nächstes Jahr werd ich mal einen weißen probieren
    Vielen Dank für das Rezept und großes Kompliment für deinen tollen Blog !
    Grüße
    ManfredAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Manfred: Super, das freut mich! Weißer Glühwein steht bei mir für nächstes Jahr auch auf der Liste…AntwortenAbbrechen

  • […] Herstellung einfach ist und ein viel besseres und gesünderes Ergebnis erzielt. Den indirekten Anfang hat letzte Woche der Glühwein gemacht: Auf den Weihnachtsmärkten der Republik findet sich momentan wieder das Trauerspiel von […]AntwortenAbbrechen