Eierlikörmousse im Möhrenkuchen mit Rhabarber-Eis und Rhabarber-Ingwer-Kompott [Gastartikel]

Heute habe ich die bezaubernde Kerstin von “my cooking love affair” zu Gast, die Euch ein wunderbares österliches Dessert mit vielen tollen Komponenten mitgebracht hat. Willkommen, Kerstin!

Kerstins Blog gehört zu meinen liebsten Inspirationsquellen, die ich gerne und regelmäßig besuche (Habt Ihr die Freunde-Linkliste in der rechten Spalte meines Blogs schon entdeckt?) um mir neue Anregungen und Ideen zu holen. Auf ihrem Blog schreibt Kerstin nicht nur über Rezepte, sondern auch über allerlei kulinarische Begegnungen. Dennoch haben es mir die abwechslungsreichen Rezepte besonders angetan, weil Kerstin es schafft, durch die Bank und ohne Einschränkungen kreativ und immer besonders zu kochen und die Gerichte dabei auch noch ansprechend anzurichten und zu fotografieren.

Umso schöner ist es, dass Kerstin zu einem Gastartikel “Ja” gesagt hat und heute für Euch kocht – viel Spaß dabei!

Ostern naht. Das wollte ich Euch nur mal mitteilen. Wenn Ihr so wie ich gerne ein Menü ausreichend im Voraus plant, dann habe ich hier schon einmal das Dessert für den kleinen Hoppelhasen. Warum ich Euch das hier erzähle und wo Uwe ist? Naja, heute ist er leider nicht da. Nur ich. Mein Name ist Kerstin und ich beschreibe den Blog „my cooking love affair“. Aus dem Häuschen war ich, als Uwe mich gebeten hat, einen süßen Gastbeitrag zu für ihn zu verfassen. HighFoodality war doch eines der ersten Food-Blogs, die ich regelmäßig gelesen habe. Mein Sport- und Jugendidol also;-)

Aber jetzt zu meinem Rezept, oder besser gesagt zu meinen Rezepten. Es ist eine Eierlikörmousse im saftigen Möhrenkuchen, sahniges Rhabarber-Eis und ein Rhabarber-Ingwer-Kompott, macht mächtig Eindruck und lässt sich herrlich schön vorbereiten, so wie ich es gerne mag.

Viel Spaß beim Nachmachen, lots of love, Kerstin.

Rezept

Möhrenkuchen

  • 300g Möhren
  • 300g Mandeln, gerieben
  • 4 Eier (M)
  • 120g Zucker
  • 60g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

1 Möhren schälen und fein reiben, Eier trennen und das Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Eigelb mit Zucker cremig-weiß schlagen, dann Mandeln, Mehl, Backpulver und Möhren untermischen. Zuletzt den Eischnee unterheben.

2 Eine 28er Springform (eine Kastenform geht natürlich auch) mit Backpapier auslegen, den Teig hinein geben und glatt streichen. Bei 180°C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen, 2-3mm breite Streifen abschneiden und einen Servierring damit am Rand auslegen.

Eierlikörmousse

Zutaten:

  • 5 Blatt Gelatine
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Vanilleschote, Mark
  • 60g Zucker
  • 100 ml Eierlikör
  • 250g Sahne, geschlagen

Zubereitung:

1 Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eier, Vanillemark und Zucker mit dem Handrührgerät cremig-weiß aufschlagen. Eierlikör tröpfchenweise unterrühren. Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf auflösen. 6 EL von der Creme einrühren und gleich mit der restlichen Creme verrühren. Sobald die Creme zu gelieren beginnt, die geschlagene Sahne unterheben.

2 Mousse in die mit dem Möhrenkuchen ausgelegten Ringe füllen und glatt streichen und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Eierlikör

Zutaten:

  • 8 Eigelb
  • 200 g Zucker
  • 250 g Sahne
  • 250 g Doppelkorn
  • 1 Vanilleschote, Mark

Zubereitung:

1 Eigelb, Vanillemark und Zucker cremig-weiß aufschlagen, dann nach und nach die Sahne und den Korn unterrühren. Jetzt die Masse über dem Wasserbad aufschlagen, bis der Eierlikör eine cremige, dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Das Wasser darf aber auf keinen Fall kochen. Den Likör noch warm in Flaschen abfüllen.

Rhabarber-Ingwer-Kompott

Zutaten:

  • 400g Rhabarber
  • 10g Ingwerknolle
  • 1 Orange, Bio, Schale und Saft
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Orangensaft
  • 100g Himbeeren, tiefgekühlt
  • 2 EL brauner Zucker (z.B. Muscovado)

Zubereitung:

1 Rhabarber putzen und evtl. abziehen. Die Stangen in 2cm lange Stücke schneiden (ich hatte meinen Rhabarber bereits geputzt und klein geschnitten in der letzten Saison aus dem Garten tiefgekühlt).

2 Die Stückchen in eine feuerfeste Form geben und mit dem braunen Zucker bestreuen. Ingwer und Orangenschale darüber reiben. Zucker und Orangensaft ebenfalls zu dem Rhabarber geben. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene für 40 Minuten garen.

3 Die kalten Himbeeren auf den heißen Rhabarber geben, umrühren und gut durchziehen lassen.

Rhabarber-Eis

Zutaten:

  • 200g Schmand
  • 200g Sahne, geschlagen
  • 80g Zucker
  • 400g Rhabarber
  • 300g Erdbeeren
  • 1 Vanilleschote, Mark

Zubereitung:

1 Den Rhabarber putzen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden (ich hatte meinen Rhabarber bereits geputzt und klein geschnitten in der letzten Saison aus dem Garten tiefgekühlt). Die Stücke mit Zucker, Mark der Vanilleschote und den Erdbeeren zu Kompott kochen. Inzwischen den Schmand vorsichtig unter die geschlagene Sahne heben. Das Kompott vollständig abkühlen lassen, unter die Sahne-Schmand-Masse geben und einige Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Jetzt darf die Masse in die Eismaschine für ca. 60 Minuten unter Rühren gefrieren. Das Eis hat dann die Konsistenz von Soft-Eis. Ich habe das Eis in einen Spritzbeutel gefüllt und auf den Dessertteller dressiert.

Tipp: Wer das Eis gerne etwas fester mag, gibt es in eine gefriergeeignete Form und stellt das Eis für 2 Stunden ins Tiefkühlfach, so bekommt es die perfekte Konsistenz. Wichtig: vor dem Servieren das Eis für knapp 20 Minuten in den Kühlschrank stellen und etwas antauen lassen, denn dann lassen sich die Kugeln besser formen.

Du hast einen Blog und möchtest hier auch einen Gastartikel veröffentlichen? Gerne, das geht! Melde Dich doch einfach direkt bei mir mit Deiner Rezeptidee, ich freue mich: blog[at]highfoodality[dot]com!

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  • Uwe, was haben wir ein Glück, dass wir uns beim nächsten Event nicht ums Dessert kümmern müssen ;-) Ich mag alles an dem Teller hier, Rhabarber, Eierlikör, Karottenkuchen… Hach…AntwortenAbbrechen

  • Das sieht toll aus! Aber ich habe noch nicht verstanden: Wie kommt das Schaumige ins Fluffige? Oder anders: Wie müssen die 2–3 mm Streifchen in den Ring? Liebe Grüße, Mel.AntwortenAbbrechen

    • Mel. Du schneidest von dem Möhrenkuchen 2-3mm breite Streifen ab und gibst diesen Streifen als Rand in einen Servierring oder sonst etwas rundes. Du legst den Ring damit aus, so dass die Mousse eingefüllt und fest werden kann. Ich habe keine Länge angegeben, weil sicher jeder eine unterschiedlich große Form (Durchmesser) zuhause hat. LG.AntwortenAbbrechen

  • Chef Hansen und Chef Uwe, da hat Chefin Kerstin aber mal was sehr köstliches gezaubert! Gefällt mir sehr sehr gut.
    Diese Leichtigkeit, so fluffig, so schaumig. Fast wie Zauberei …….

    Hach* ich bin eh ein großer Fan von My Cooking Love Affair.

    KarinAntwortenAbbrechen

Bärlauchcrèmesuppe

Aufgemerkt, die Bärlauch-Saison ist schon gestartet! Durch den milden Winter sind die Wälder bereits voll mit kleinen Bärlauch-Wiesen, die nur darauf warten, abgeerntet zu werden.

Wenn Ihr selbst sammeln wollt, dann bietet sich ein Waldspaziergang an. Vorzugsweise wächst der Bärlauch dort an schattigen, leicht feuchten Plätzen. Wer sammelt, sollte die Pflanze aber eindeutig und zweifelsfrei identifizieren können: Die Blätter ähneln stark denen der hochgiftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen.

Update: Antje hat in den Kommentaren völlig zurecht darauf hingewiesen, dass “die Bärlauchflächen auf keinen Fall darauf warten, abgeerntet zu werden und immer nur so viel entnommen werden sollte, wie in der eigenen Küche haushaltsüblich verwendet werden kann”. Antje, vielen Dank für den Hinweis – Du hast natürlich völlig Recht! Wir wollen auch in Zukunft noch lange wilden Bärlauch in unseren Wäldern finden.

Am liebsten mache ich aus Bärlauch crèmige Suppen, die intensiv schmecken und nicht schüchtern um die natürliche Schärfe des Bärlauchs herumlavieren. Deshalb seid gewarnt: Dieses Suppen-Rezept ist recht intensiv. Wenn Ihr den Bärlauch-Geschmack lieber dezenter habt, so nehmt weniger Bärlauch-Sauerrahm, um die Suppe zu aromatisieren. Der Sauerrahm ist im Kühlschrank 2-3 Tage haltbar und eignet sich auch wunderbar als Brotaufstrich.

Was Ihr sonst noch so mit Bärlauch machen könnt:

  • Bärlauch kann gut konserviert und eingefroren werden
  • Bärlauch eignet sich hervorragend für die Herstellung von Pesto oder Dips
  • Besonders lecker: Bärlauch-Kräuterbutter. Ich vermische Butter mit Bärlauch-Püree und friere die Butterrollen ein. Die Grillsaison kann kommen!
  • Bärlauch-Ricotta: Fertigen Ricotta mit fein gehacktem Bärlauch vermischen
  • Auch lecker: Bärlauch-Öl. Dafür einfach gutes Rapsöl einige Wochen mit Bärlauchblättern aromatisieren

Die Bärlauchcrèmesuppe stammt von Johanna Maier aus ihrem gleichnamigen Kochbuch. Besonders gut an diesem Rezept gefällt mir die Basis: Die Mischung aus Geflügelfond, Weißwein und Noilly Prat passt einfach wunderbar zusammen und gibt der Suppe eine sehr aromatische Basis. Wer Alkoholgeschmack in Gerichten nicht so gerne mag, der wird sich mit dieser Suppe wohl nicht gut anfreunden. Die Suppe ist ein sehr kräftiges Geschmackserlebnis, weswegen ich dringend empfehle, ein Stück gutes, frisches Bauernbrot bereit zu halten, um die aufgeregten Geschmacksknospen ein wenig zu beruhigen.

Anstelle des Bärlauch-Sauerrahms kann zur Aromatisierung dieser Suppen-Basis natürlich eine Reihe anderer Kräuter-Pürees benutzt werden. Basilikum, Sauerampfer oder Kerbel funktionieren ebenfalls – am besten mit etwas reduzierter Beigabe von Noilly Prat.

So muss der Frühling schmecken!

Bärlauchcrèmesuppe

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten für die Bärlauchcrèmesuppe (Für 3-4 Personen):

  • 3 Schalotten
  • 4 EL Butter
  • 120 ml Weißwein
  • 100 ml Noilly Prat
  • 600 ml Geflügelbrühe
  • 250 ml Sahne
  • 60 ml Milch
  • Etwas Zitronensaft
  • 1 kleine Handvoll Bärlauch
  • 1 kleine Handvoll Petersilie
  • 100 g Sauerrahm
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Schalotten schälen und fein hacken. In der Butter glasig dünsten und mit dem Weißwein und dem Noilly Prat ablöschen, aufkochen und um die Hälfte reduzieren lassen. Mit Geflügelbrühe aufgießen und aufkochen, etwas reduzieren lassen.

2 Derweil den Bärlauch, die Petersilie und den Sauerrahm in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Kühlen.

3 Die Hitze der Suppe etwas reduzieren und die Sahne zugeben. Auf die gewünschte Konsistenz reduzieren lassen, Hitze reduzieren. Die Suppe darf nicht mehr kochen! Dann 2-3 Löffel des Bärlauch-Sauerrahms in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer aufschäumen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Milch erhitzen und aufschäumen. Suppe in einem Teller anrichten und den Milchschaum unter die Suppe ziehen.

Quelle: Kochbuch Johanna Maier, Collection Rolf Heyne

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  • Und dass du ausquartiert worden bist unterschlägst du dem gemeinen Blogleser, oder was?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Öhm, das war keine Absicht. Hat nicht mehr in mein Textprogramm gepasst. Zeichen waren alle.AntwortenAbbrechen

  • Das mit dem Ausquartieren steht doch zwischen den Zeilen: “sehr kräftiges Geschmackserlebnis”, “aufgeregte Geschmacksknospen”… ;-)

    Ich habe die Bärlauchcremepaste am Freitag auch schon zubereitet, bin dann aber nicht mehr zur Suppe gekommen. Hole ich am Dienstag nach, aber ich werde SEHR sparsam mit der Paste umgehen, nicht dass ich auch rausfliege!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Cousinchen, die Paste ist wirklich derb stark. Vorsichtig! Ach ja: Ich habe immer ein Sofa frei :D AntwortenAbbrechen

  • g

    Hat vielleicht jemand einen Tipp, wo man in der Nähe von Nürnberg Bärlauch in der freien Natur finden kann? Danke im Voraus!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo g, ich habe keinen Platz rund um Nürnberg, tut mir leid. Die Chance ist aber groß, dass Du Bärlauch momentan an vielen Orten findest. Alternativ verkauft momentan jeder Marktstand auf dem Hauptmarkt Bärlauchsträußchen…AntwortenAbbrechen

  • Dein Rezept wartet darauf, sofort ausprobiert zu werden. Danke!
    Deine Hinweise zum Selbersammeln möchte ich allerdings so nicht stehen lassen: Die Bärlauchflächen warten auf keinen Fall darauf “abgeerntet” zu werden. Bitte immer nur so viel “entnehmen”, wie man in der eigenen(!) Küche verwenden kann – schließlich soll in den nächsten Jahren ja auch noch etwas wachsen.
    Und der Geruch als alleiniges Erkennungsmerkmal kann sehr trügerisch sein: Hängt der Bärlauchgeruch erstmal an den Händen, riecht alles(!) nach Bärlauch. Hätte ich neulich nur die Geruchsprobe zu Rate gezogen, hätte ich die sehr giftige Herbstzeitlose gepflückt (die ist noch giftiger als das Maiglöckchen).
    Eindeutig unterscheiden lassen sich die Pflanzen aber dennoch. Bärlauchblätter wachsen immer einzeln an einem Stiel. Bei Zweifeln lieber nochmal googeln…AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Antje, vielen lieben Dank für diese wertvollen Hinweise, Du hast natürlich völlig recht. Ich habe einen entsprechenden Absatz im Artikel eingefügt.AntwortenAbbrechen

    • g

      Ich möchte noch hinzufügen, dass die Blattunterseite beim Bärlauch matt ist, während sie bei den Maiglöckchen glänzt.AntwortenAbbrechen

  • Hi Uwe,

    die Suppe werde ich ausprobieren, denn ich liebe Bärlauch (mein Freund auch, also hier wird keiner ausquartiert). Ich hab in einem Wäldchen ganz in unserer Nähe einige Stellen entdeckt, an der wilder Bärlauch wächst. Von der Ähnlichkeit zu Maiglöckchen und sonstigem Kraut habe ich nichts gewusst und einfach mal gepflückt. Oje. Viell ist es auch wichtig zu wissen, dass man den Bärlauch ohne Wurzel ernten sollte, denn die sichert seinen Bestand auch über die nächsten Jahre hinweg!

    Liebe Grüße
    LenaAntwortenAbbrechen

  • Hallo,

    Bärlauch gibt es derzeit zum Glück auch im gut sortierten Fachhandel oder auf Märkten zu kaufen.

    Mir wäre das wild sammeln zu riskant, da man den Bärlauch sehr leicht mit Schneeglöcken (ähnliche Blattform) verwechseln kann.

    Allerdings sind die Blätter bei den Schneeglöckchen giftig. Die bringen einen zwar nicht um, aber Ubelkeit, Erberechen, Durchfall … sind dennoch möglich.

    Deswegen und wegem dem Naturschutz kaufe ich weiterhin meinen Bärlauch beim Händler meines Vertrauens.

    Noch eine weiterführende Info für Selberernter: http://www.baerlauch.net/naturschutz.html

    Schönen Gruß
    BerndAntwortenAbbrechen

  • […] Bär­lauch­creme­suppe (High Foo­da­lity) […]AntwortenAbbrechen

  • Morgen versuche ich mich an deinem Süppchen und freue mich schon total darauf. Ich habe heute extra ganz frischen Bärlauch gekauft, das erste Mal das ich ihn in einer Suppe verwende. :) AntwortenAbbrechen

  • Martina

    Ich lese mit absoluter Begeisterung still mit und habe schon viele Rezepte nachgekocht bzw. meinen Mann nachkochen lassen :)
    Eine Frage hätte ich allerdings noch, um welches der Kochbücher von Johanna Maier handelt es sich denn? Nach meiner Recherche gibt es da mehrere ;(AntwortenAbbrechen

  • Ich habe das Süppchen übrigens jetzt auch verbloggt (http://www.malteskitchen.de/baerlauchcremesuppe/) und sage auch hier nochmal Danke für das Rezept. Wenn ich meine Frau mal zitieren darf “Geil, so stelle ich mir Frühling auf dem Teller vor!”.

    Kann ich mich nur anschließen. Ich fand die Suppe total lecker und ich stehe sonst nicht so auf Suppen. Aber das Süppchen wird es häufiger geben, heute Abend zum Beispiel :) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Malte, danke für das Feedback und schön, wenn Euch die Suppe geschmeckt hat! Ich finde sie auch rundum gelungen :) AntwortenAbbrechen

Baked Beans, selbst gemacht

Der Wind heult und jagt kleine Strohballen durch die leeren Straßen, in der Ferne jault ein Kojote. Die Saloon-Türen schwingen mit einem metallischen Knarzen auf und ein Cowboy betritt die Schenke. Stille.

Der staubbesetzte Hut gibt die Augen frei, als der Cowboy seinen Kopf hebt und den Barkeeper mit starrem Blick fixiert. Der Barkeeper ist ein freundlich dreinblickender Mann, bekleidet mit einem weißen Hemd, gestärktem Kragen und einer schwarzen Fliege, die aus Zeiten der eigenen Konfirmation übrig geblieben immer noch ihren täglichen Dienst verrichtet. Der Blick des Barkeepers wandert zur Seite und bleibt auf der Etagere mit bunten Macarons hängen. Mit Schweißperlen auf der Stirn versucht der Barkeeper, die Etagere unauffällig unter dem Tresen verschwinden zu lassen. Der Barkeeper merkt, wie der Blick des Fremden an jeder seiner Bewegungen klebt. „H…heute sind in H…Hansens Saloon die v…vegetarischen Burger im Angebot…“ flüstert er vorsichtig in die Stille des Raumes. Der Fremde legt eine Hand auf den Griff seines Colts und sagt: „Eine große Portion Baked Beans bitte, schön würzig, und dazu etwas von Deinen Kartoffel-Toasties.“

Schnitt.

„Und weisst Du, Uwe“, sagt Chef Hansen zum Cowboy, der schmatzend über seiner dritten Portion Baked Beans sitzt, „das Rezept dazu stammt ursprünglich von den Indianern. Sie nehmen einfach weiße Bohnen, eine Menge Ahornsirup und etwas Bärenfett, packen das alles in ein Erdloch, das mit heißen Steinen oder heißer Asche gefüllt ist und garen das Gericht darin fertig. Wir Siedler haben einfach das Bärenfett durch Schweineschmalz und den Ahornsirup durch Zucker ersetzt und noch etwas Tomatensauce hinzugefügt. Und ich bereite die Baked Beans nicht mehr im Erdloch zu, sondern mache das indirekt über dem offenen Feuer in einem schönen Eisentopf. Ich habe das alles aufgeschrieben, wie ich ganz viele Rezepte aufgeschrieben habe. Ich habe dafür einen eigenen Block.“

Der Cowboy nickt anerkennend und schiebt sich einen weiteren Löffel Baked Beans in den Mund.

„Aber das Unglaublichste ist: In Portland wollen sie die Baked Beans nun in Dosen abgefüllt fix und fertig verkaufen. Das kann doch gar nicht schmecken, Baked Beans müssen immer frisch aus dem Topf direkt auf den Tellern landen!“

So oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben, wenn sich Chef Hansen und ich Mitte des 19. Jahrhunderts getroffen hätten. Tatsächlich handelt es sich bei den Baked Beans um eines der ältesten Fertigprodukte der Welt. 1867 wurden wohl die ersten Dosen in Maine verkauft und traten von da an ihren bis heute ungebrochenen Siegeszug an. Noch heute werden Baked Beans in den USA und Großbritannien in großen Mengen verkauft und gehören auf jeden Sonntagsfrühstückstisch. Nur leider sind die heutigen Produkte oftmals wesentlich süßer als die historischen Vorgänger und beinhalten ungleich mehr Zucker.

Baked Beans einmal selbst herzustellen ist nicht schwer, erfordert aber etwas Zeit. Und im Wesentlichen hat sich die Zubereitung seit dem 19. Jahrhundert auch nur marginal verändert. Ein Rezept von damals lautet:

„Nimm anderthalb Liter weiße Bohnen und stelle sie über Nacht in kaltes Wasser. Nimm sie am nächsten Morgen heraus, wasche und putze sie gut, dann schütte sie in einen Topf und koche sie, bis sie weich sind. Dann schütte sie in ein Gefäß aus Lehm. Schneide ein schönes Stück Schweinefleisch ab und lege es auf die Bohnen. Backe alles, bis es gut braun ist. Dieses ist ein gutes Gericht für einen Wintertag.“

In meinem Rezept benutze ich lediglich ein paar andere Zutaten, die Reihenfolge der Schritte ist jedoch gleich. Nachdem die Bohnen gewässert und gekocht sind, wird eine Tomatensauce zubereitet. Ich habe diese mit etwas Pimenton de la Vera gewürzt, einem geräucherten Paprikapulver. Das bringt einen eher kräftig-scharfen Geschmack an die Bohnen, den ich sehr mag. Zusätzlich wird die Tomatensauce noch mit etwas Essig leicht säuerlich gemacht, das vertragen die Bohnen nämlich auch sehr gut.

Zu Baked Beans passen wunderbar eine Scheibe gutes Schwarzbrot, Hansens Kartoffeltoasties, ein schön gebratenes Spiegelei oder ein paar Scheiben knuspriger Bacon.

Baked Beans, selbst gemacht

Rezept

Dauer: 12 Stunden Einweichzeit, 20 Minuten Vorbereitung, 90 Minuten Kochzeit

Zutaten für die Baked Beans (Für 2 hungrige Cowboys und Cowgirls):

  • 250 g Augenbohnen (Oder weiße Bohnen)
  • 400 ml Tomatensugo
  • 400 ml Wasser
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Etwas brauner Zucker
  • 1/2 TL Pimenton de la Vera
  • 4 Scheiben Speck (wer mag)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Augenbohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Dann 60 Minuten in frischem Wasser kochen und abgießen.

2 In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Schalotten und den Knoblauch in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Dann Tomatensugo, Wasser und Tomatenmark zugeben und gut verrühren. Essig, Pimenten de la Vera und braunen Zucker zugeben und alles etwa eine Stunde bei geschlossenem Deckel und moderater Hitze köcheln.

3 Den Backofen auf 160°C vorheizen.

4 Wer mag kann nun die Speckscheiben auf den Bohnen verteilen. Geschlossen in den Ofen geben und etwa 30 Minuten backen. Danach mit Salz und Pfeffer, ggf. auch mit Essig und braunem Zucker abschmecken. Eine Handvoll gehackte Petersilie macht sich nicht nur optisch gut, sondern schmeckt auch noch.

Quellen

  • Hintergrundinformationen: Wikipedia
  • Altes Rezept: Alice L. McLean: Cooking in America, 1840–1945. Greenwood Press, Westport CT u. a. 2006, ISBN 0-313-33574-5

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Tom Yam Gai - sauer-scharfe thailändische Suppe

Die sauer-scharfen Suppen Thailands – Tom Yam – haben es längst aus den Garküchen Bangkoks in die Weiten der Welt geschafft und finden sich auf vielen Speisekarten asiatischer Restaurants. Richtig zubereitet offenbart sich dem Genießer eine wahre Geschmacksexplosion.

Eigentlich ist die Zubereitung recht einfach. Aus Wasser, einem ganzen Huhn, Fischsauce, Limettensaft, Galgant, Schalotten, Zitronengras, Chili und Pfeffer wird langsam eine Suppe gezogen, die am Ende noch mit Koriander und manchmal Thai-Basilikum garniert und serviert wird. Oftmals finden sich auch Shiitake-Pilze oder Karotten in der Suppe – wichtig ist nur, dass das zugegebene Gemüse noch Biss hat und keinesfalls weichgekocht wird.

Die Variationen dieser Suppe, deren Basis immer aus einer Brühe, Limette und Galgant für die Säure sowie Chilis und Pfeffer für die Schärfe besteht, sind beinahe grenzenlos. Das Huhn kann gegen Garnelen, Rind, Schwein oder Meeresfrüchte getauscht oder gänzlich durch eine Reihe von Gemüsen substituiert werden. In Thailand wird zur Suppe gerne auch Reis gereicht, der natürlich wunderbar mit der säuerlichen Schärfe harmoniert.

Ich muss gestehen, dass ich regelmäßig die korrekten Namen für die Suppen vergesse und den Überblick verliere, welche der Suppen nun mit Huhn, Garnelen oder Fisch zubereitet und serviert wird. Geht Euch das auch so?

Deswegen habe ich die bekanntesten Suppen einmal im schnellen Überblick zusammengefasst:

  • Tom Yam Gai: Sauer-scharfe Suppe mit Huhn
  • Tom Yam Gung: Sauer-scharfe Suppe mit Garnelen, auch bekannt als das thailändische Nationalgericht
  • Tom Yam Pla: Sauer-scharfe Suppe mit Fisch
  • Tom Yam Talee: Sauer-scharfe Suppe mit Meeresfrüchten
  • Tom Kha Gai: Scharfe Suppe, bei der Statt Hühnerbrühe Kokosmilch verwendet wird. In der Kokosmilch wird das Huhn mit den anderen Zutaten wie Galgant, Zitronengras und Kaffir-Limettenblättern gekocht.

Für die Suppe habe ich – um den Prozess etwas zu beschleunigen – bereits fertigen Hühnerfond verwendet. Dieser wird kalt mit einem halben Hühnchen aufgekocht, dann habe ich Galgant, Schalotten, Zitronengras und eine Mischung aus schwarzem Pfeffer und Chilis zugegeben. Nach etwa 60 Minuten ist das Hühnchen gar und die Suppe kann aromatisiert werden: Dafür nehme ich Limettensaft für die Säure und Fischsauce, um die Suppe salzig abzuschmecken. Durch die Zugabe des Hühnchens können sich Schwebestoffe bilden, die nicht hübsch aussehen. Also kann die Suppe entweder mit einem Eiweiß geklärt oder durch ein Tuch passiert werden. Ganz zum Schluss kommen die Karottenstifte und die Pilze hinzu, garniert wird mit reichlich Koriander und Thai-Basilikum.

Rezept

Dauer: Ca. 75 Minuten

Zutaten für die Tom Yam Gai (Für 4 Personen als Vorspeise):

  • 1/2 Huhn
  • 500 ml Hühnerfond
  • 500 ml Wasser
  • 2-3 Limetten
  • 2-3 rote Chili
  • 15 schwarze Pfefferkörner
  • 3 Bund Koriander mit Wurzel
  • 1 Handvoll Thai-Basilikum
  • Etwas Fischsauce
  • 4 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Karotten
  • 12 Shiitake-Pilze oder Champignons
  • 2 Zitronengrasstangen
  • 2-3 Galgantwurzeln

Zubereitung:

1 Den Hühnerfond, das Wasser und das Huhn in einen Topf geben und einmal aufkochen. Währenddessen die Schalotten und den Knoblauch schälen und vierteln, die Korianderwurzeln fein hacken, die Zitronengrasstangen in große Stücke schneiden, den Galgant schälen und stifteln. Alles zur Suppe geben. Anschließend Chili nach Gusto mit schwarzem Pfeffer im Mörser zu einer Paste verarbeiten und ebenfalls zur Suppe geben.

2 Wenn das Hühnchen gar ist, dieses entnehmen und das Fleisch auffasern. Haut entfernen und in die Suppe geben. Ggf. die Suppe durch ein Passiertuch klären. Mit Limettensaft und Fischsauce abschmecken.

3 Die Pilze vierteln und die Karotten in Stifte schneiden. In die Suppe geben. Zitronengras und Galgant entfernen. In Schälchen verteilen und mit Thai-Basilikum und viel Koriander garnieren.

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  • Also! Du bist aber auch nicht besser, mein Lieber! AntwortenAbbrechen

  • Agnes

    Zumindest für mich unverzichtbar in der Tom Yam sind Kaffirlimetten-Blätter, die ich statt des Basilikums verwende. Mehr Thailand geht für mich nicht.
    Und wenn man nur 20 min fürs Kochen und keinen Fond hat, ist die Tom Yam Gung die Suppe der Wahl: Einfach Garnelen mit Schale kaufen und aus den Schalen den Fond in 10 min selbst kochen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Agnes, kann ich gut verstehen – ich hatte keine frischen bekommen, und die getrockneten mag ich nicht so gerne. Der Tipp mit der Tom Yam Gung ist sehr gut, danke!AntwortenAbbrechen

      • Agnes

        Versuchs mal im Asia-Laden in der TK-Abteilung – da bin ich vor einer Weile drüber gestolpert, verteckt in der 150g Plastikdose. Man fragt sich zunächst, was man mit so einer Menge anfangen soll. Letztes WE im Frühsammers kam über der Garnele dann die Erleuchtung, dass sie sich nicht nur in Tom Yam und Thai Curry gut machen.AntwortenAbbrechen

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Zu welcher Fraktion gehört ihr? Zu der, die Süßspeisen gerne mag und auch als vollwertige Mahlzeit anerkennt, oder zu der, die Mehlspeisen zwar toleriert, aber nicht als Hauptmahlzeit sondern nur als Dessert auf den Tellern sehen möchte?

Ich gehöre definitiv zu erster Fraktion, meine Frau definitiv zur zweiten. Konflikt! Effekt: Es gibt selten Süßspeisen. Hin und wieder überkommt mich die Sehnsucht, dann bereite ich meist einen Reisbrei oder einen Reisauflauf zu, dazu selbst gemachtes Apfelmus – und der Bub ist glücklich.

Anscheinend liegt die Liebe für Süßspeisen in der Familie, genauer gesagt in meiner Familie. Letztes Wochenende war wieder einmal meine bloggende Cousine Juliane (Von SchoenerTagnoch!, Ihr erinnert Euch?) zu Gast, und wir widmeten uns ausführlich dem Thema “Sonntagsbrunch” – mit Waffeln in verschiedensten Variationen, Brioche, Baked Beans, einer Deluxe-Version des strammen Max mit Hirschschinken und Onsen-Ei, dem besten Rhabarber-Kompott ever und natürlich als krönendem Abschluss mit einer Süßspeise: Dem Apfel-Brioche-Auflauf. Mit selbst gemachter Vanillesauce. Yummy.

Die Zubereitung ist eigentlich relativ simpel. Eigentlich deshalb, weil natürlich zunächst Brioche-Brötchen als Basis benötigt werden. Brioche selbst zu machen ist schon ein wenig aufwändig, schließlich muss der Teig am besten über Nacht im Kühlschrank stehen und am Tag der Zubereitung auch noch die Chance haben, wein wenig zu gehen. Wie immer vertraute ich auf Petras tolles Brioche-Rezept, das sehr gelingsicher und wohlschmeckend ist.

Für den Auflauf werden abwechselnd Brioche-Scheiben und Apfelstücke geschichtet, mit einer Eiermasse übergossen und mit Semmelbröseln und Rosinen bestreut, dann gebacken. Zum Auflauf passt hervorragend eine selbst gemachte Vanillesauce oder auch ein fruchtiges Rhabarber-Kompott – oder eben beides. Ich habe den Auflauf noch mit Puderzucker bestreut und etwas Minze garniert – fertig. Und lecker. Und sehr lecker. Das hat sogar meine Frau bestätigt – aber schließlich war das Gericht auch das Dessert des Brunches.

Habt einen tollen Sonntag!

Apfel-Brioche-Auflauf

Apfel-Brioche-Auflauf

Rezept

Zutaten für den Apfel-Brioche-Auflauf mit Vanillesauce (Für 4 Personen):

  • 4 Brioche-Brötchen (z. B. nach diesem Rezept)
  • 4 Äpfel
  • 80 g Rosinen
  • 100 ml Sahne
  • 400 ml Milch
  • 6 Eier
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 75 g Zucker
  • Puderzucker
  • Etwas Fett zum Fetten der Form

Für die Vanillesauce: Zutaten nach diesem Rezept

Zubereitung:

1 Die Äpfel waschen, schälen und in feine Spalten schneiden. Die Brioche-Brötchen ebenfalls in Scheiben schneiden – die Scheiben sollten in etwa die gleiche Dicke wie die Apfelstücke haben.

2 Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

3 Währenddessen die Milch mit der Sahne und den Eiern vermischen, dann den Zucker zugeben.

4 Die Apfel- und Briochescheiben abwechselnd in eine ofenfeste Form schichten, mit der Eiermischung übergießen und die Semmelbrösel und Rosinen gleichmäßig darüber streuen. Im Backofen etwa 35 Minuten backen.

5 In der Zwischenzeit die Vanillesauce nach diesem Rezept zubereiten.

Quelle: lecker.de

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  • Bei uns sagt man Scheiterhaufen dazu :D
    ist von der Zubereitung her fast genauso, zumindest mach ich es genauso :D
    Feines Gericht was ohne Probleme als vollwertiges Gericht durch geht

    lg SebastianAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Stimmt, Scheiterhaufen! Kenne ich auch, aber dann nicht mit Brioche. Trotzdem lecker :D AntwortenAbbrechen

  • Arne

    Ich gehöre nicht zu denen die eine “Süßspeise” als vollwertiges essen ansehen. Schon in der schule hat es much genervt, wenn es Reisbrei oder ähnliches gab. Aber Geschmäcker sind ja verschieden ;)
    Lg Arne

    P.S. Hab gestern deine Zanderfrikadellen gemacht und die waren der Oberhammer, also ein richtiges Mittag :D AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hey Arne, ich finde das toll, dass es diese Unterschiede gibt :D – Mit einem Reisbrei würde man mich immer rumkriegen. Und schön, dass die Zanderfrikadellen gut waren! Haben sie gehalten?AntwortenAbbrechen

  • Also ich kann von Süßen einfach nicht genug bekommen, egal ob als Haupt- oder Nachspeise! Auch meine Kinder sind immer völlig begeistert, wenn zumindest einmal pro Woche Nougatknödel, Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn auf dem Speiseplan stehen. Mein Mann hingegen ist eher der typische Fleischtiger, aber da es in dieser Hinsicht drei gegen einen steht muss er sich wohl oder übel auch mit süßen Hauptgerichten abfinden. Ich finde dieses Gericht extrem praktisch, besonders wenn man am Vortag etwas mehr Brioche als benötigt für die Kaffeerunde zubereitet hat. Ein schnell zubereiteter Klassiker, der bei mir daheim immer gut ankommt. :) AntwortenAbbrechen