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Kurz vor Mittag bei Spirit Link. Hunger. E-Mail. An die üblichen kulinarischen Verdächtigen: “Betreff: Mittagessen. Irgendwas mit Lachs”. 7 Zusagen. Also los. Einkaufen. Aber was? Klar – Lachs. Mit irgendwas. Heute ist’s heiß. Also was Leichtes. Keine Pasta. Nich’ schon wieder. Und bitte wenig Kalorien. Eher so optional. Fladenbrot. Fladenbrot? Mit Lachs? Fisch-Döner, oder was? Nee. Eher als Addendum.

Tomaten? Jou. Getrocknete? Warum nicht. Dann aber auch Oliven und eingelegte Paprika. Und Dill. Ach, die Petersilie sieht auch gut aus. Passt wohl Feta zu Lachs? Bestimmt. Und Zitronen!

Ein neues Rezept war entstanden. Wie entstehen bei Euch Rezepte? Plant Ihr? Oder lasst Ihr Euch beim Einkaufen inspirieren?

 

REZEPT

Zutaten für den Lachs auf Oliven-Tomaten Tapenade (für 4 Personen):

  • 400g Lachsfilet mit Haut
  • 1 Chilischote
  • 100g schwarze, entsteinte Oliven
  • 100g getrocknete Tomaten
  • 2 reife Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 100g eingelegte rote Paprika
  • 100g Schafskäse
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Petersilie
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Frisches Fladenbrot

 

Zubereitung:

1 Das Lachsfilet waschen, trockentupfen und in vier Stücke schneiden. Die Zitronenschale abreiben und die Chili fein hacken. 2 EL Olivenöl mit den Zitronenzesten und der gehackten Chilischote vermischen und mit einem Pinsel auf dem Fisch verteilen. 10 Minuten marinieren lassen.

2 Die Oliven, die getrockneten Tomaten, die Tomaten, die rote Zwiebel, die eingelegte Paprika und den Schafskäse fein würfeln. Den Dill und die Petersilie waschen und fein hacken. Zitronensaft auspressen.

3 Oliven, getrocknete Tomaten, Tomaten, rote Zwiebeln, Paprika, Schafskäse, Dill und Petersilie in einer Schüssel mit dem Zitronensaft und 2EL Olivenöl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Das Lachsfilet auf der Haut in einer beschichteten Pfanne 3-4 Minuten anbraten. Salzen und pfeffern.

5 Tapenade auf dem Lachsfilet anrichten und mit Fladenbrot servieren.

  • meistens entsteht die erste Idee beim Einkaufen, das “Feintuning” dann “at work”.
    Oft kaufe ich aber auch Wein und suche mir dann ein passendes Gericht dazu- Wein ist für mich kochtechnisch eine sehr große Inspirationsquelle.

    OT- schade, dass Du kein Kommentarabo im Blog hast!AntwortenAbbrechen

  • @ Uwe: Großartig wieder einmal, habe schon wieder Hunger und auch den Fehler gemacht, mich auf die Waage zu stellen. Deswegen mach ich jetzt schnell die Augen zu und vergesse schnell, was ich grad gesehen habe.

    @ Astrid: Mal schauen, wie lange es hier wohl dauert, bis der Dienst eingerichtet ist. Du bist doch jetzt prominent, da reicht also ein kurzes “Finger-in-die-Wunde-Legen”… Wetten!AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Arthurs Tochter: Seit die Kids da sind fällt Wein als Inspirationsquelle leider allzuoft aus. Ich habe früher (und tue es eigentlich auch immer noch) sehr gerne mit Alkohol gekocht.
    Und den Kommentar-RSS – hgnaa. Steht schon länger auf der längeren Technik-Liste.

    @Steffen: Danke, freut mich! Grade bei diesem gericht kannste die Kohlehydrate auch getrost weglassen…AntwortenAbbrechen

  • [...] schön durchgezogen. Darauf habe ich eine Tomaten-Oliven-Tapenade (das Zeug habe ich neulich schon einmal mit Lachs gemacht) angerichtet, dann aufgeschnittenes Schweinenackensteak vom Grill zugegeben. Das Steak habe ich mit [...]AntwortenAbbrechen

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Jan, da haste was verpasst. Wow. Puha. Holla die Waldfee. Da hat mir aber ein Gericht gezeigt, wou der Baddl den Mosdd holld (Anm. d. Red.: fränkisch für “Wo der Barthel den Most holt”). Nektarinen? In einer Pasta? Mit Lamm? Und Safran? In etwa so war meine Reaktion, als ich das Rezept in der Spezialausgabe Nummer 6 der Living at Home Gäste und Feste las.

Klarer Fall: Testen. Wer Mut hat, wird belohnt. Manchmal. Besonders aber, wenn Wermut auch noch zum Rezept gehört. Also nicht lange gefackelt und die Pfannen geschwungen, es lohnt sich:

 

REZEPT

Zutaten für die Linguine mit Safran-Mandel-Sauce, Lammfilets und karamellisierten Nektarinen (für 2 Personen):

  • 250g Linguine
  • 4 Lammfilets
  • 150ml Sahne
  • 100ml Gemüsefond
  • Ein guter Schuss Wermut
  • 2 EL Mandelplättchen, leicht gehackt
  • 1 EL gekerbelter Thymian *
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 reife Nektarine
  • etwas Zitronensaft
  • 1 TL Zucker
  • 1g Safran
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Mandeln in einer Pfanne trocken anrösten. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Nektarine entsteinen und in schmale Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

2 Reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Nudeln al dente kochen.

3 Die Sahne mit dem Gemüsefond und dem Safran aufkochen. Mandeln und Wermut zugeben, alles gut verrühren. Mit einem Deckel abdecken und beiseite stellen.

4 Zucker in einer Pfanne braun karamellisieren lassen. Die Nektarinen zugeben und schwenken. Beiseite stellen.

5 Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Lammfilets von jeder Seite 3 Minuten anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.

6 Die Nudeln mit der Petersilie und der Sauce vermischen. Abschmecken und mit den Lammfilets und den Nektarinen anrichten.

 

* Kerbeln ist das Loslösen von Blättern vom Stengel.

  • Oh, ja, das glaube ich gerne, dass sich das lohnt. Sieht grandios aus. Aber jetzt muss ich doch noch nachfragen: Die Mandeln kommen da ganz rein?AntwortenAbbrechen

  • fortysomethingg

    Was ist denn gekerbelter Thymian???AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Sabine: Ich habe Mandelplättchen benutzt und die ein wenig zerbrochen. Hätte ich dazuschreiben sollen, ergänze ich eben noch. Danke für den Hinweis!

    @fortysomethingg: Unter “kerbeln” versteht man das Löslösen von Blättern vom Stengel.AntwortenAbbrechen

  • [...] dem Sondergeft habe ich nun schon drei Rezepte nachgekocht, unter anderem die Linguine mit Safran-Mandel-Sauce, Lammfilets und karamellisierten Nektarinen – ein ziemlicher Hammer, gelinde gesagt. Und es werden sicher noch einige folgen, wie zum [...]AntwortenAbbrechen

  • naschkatze

    vielen, vielen dank für dieses grandiose rezept! linguine sind bei mir sowieso ganz vorn dabei und in dieser form meine absolute lieblingspasta!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Naschkatze, das Rezept rockt, oder? Ich habe die Pasta letztes Jahr sehr, sehr oft gemacht. Eigentlich wird’s mal wieder Zeit…AntwortenAbbrechen

  • [...] nun fest in seiner Gewalt hat, möchte ich das Pasta-Rezept des Sommers (Letztes Jahr waren es die Linguine mit Safran-Mandel-Sauce, Lammfilets und karamellisierten Nektarinen) noch verbloggen. Vielleicht hat der ein oder andere von Euch von der sommerlichen Tomatenschwemme [...]AntwortenAbbrechen

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Geht Euch das auch so? Richtig gute mexikanische Restaurants findet man selten. Und dabei eignet sich die mexikanische Küche wunderbar für tolle, frisch zubereitete Kreationen. Viel zu oft bekommt man Wraps oder Enchiladas mit Füllungen aus Dosenfutter serviert, recht lieblos gewürzt und von Fertigsaucen begleitet. Dabei wäre es so einfach, mit Frische und Einfallsreichtum zu punkten.

Haben wir wieder was gelernt: Chili con Carne ist kein mexikanisches Gericht

Wenn ich zum ersten Mal bei einem Mexikaner bin, bestelle ich immer ein Chili con Carne. Ich glaube glaubte fest daran, dass ein gutes Chili zeigt, wie “mexikanisch” ein Restaurant wirklich ist – das Nationalgericht Gericht sollte meines Erachtens beherrscht werden. Ich musste schmerzlich lernen (Danke für den Hinweis, nudelino!), dass Chili con Carne ungefähr so mexikanisch ist wie ein Schuhplattler, der eine Chili auf der Nase balanciert. Das Chili con Carne hat seinen Ursprung wohl im Süden der USA, wann und wo genau es entstand ist unbekannt. Anyways.

Wraps müssen kein Fast Food sein. Bestes Beispiel dafür ist dieser Wrap mit gebratenem Schweinefilet, Mangos und einer Sauce aus Crème Fraiche, Kräutern und Zitronensaft. Das Rezept entstammt Johann Lafers Grillbuch.

 

REZEPT

Zutaten für die Wraps mit gebratenem Schweinefilet und Mango (für 2 Personen):

  • 4 Wraps
  • 1 kleines Schweinefilet
  • 1/2 reife Mango
  • einige Eisbergsalatblätter
  • 200g Crème Fraiche
  • Schnittlauch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Chili
  • 30ml Sojasauce
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:

1 Die Schweinelende in der gehackten Chili und der Sojasauce 10 Minuten marinieren.

2 Derweil den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und die Schale der Zitrone abreiben. Eine Hälfte der Zitrone auspressen. Den Eisbergsalat waschen und in mundgerechte Blätter zerteilen. Die Mango schälen und den Kern entfernen. Die Hälfte der Mango in hauchdünne Scheiben schneiden.

3 Die Crème Fraiche mit dem Schnittlauch, den Zitronenzesten und dem Zitronensaft mischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

4 Das Schweinefilet von alles Seiten in einer Pfanne je 3-4 Minuten braten. In hauchdünne Scheiben aufschneiden und die Scheiben kurz in der Pfanne schwenken. Mit dem Rest der Sojasaucen-Marinade ablöschen.

5 Die Wraps 1 Minute bei 100°C im Backofen erwärmen.

6 Die Crème Fraiche auf den Wraps verteilen, dann den Salat darauf legen, danach die Mango, zuletzt das Schweinefilet. Rollen und mit einer Serviette umwickeln.

  • Bei uns gibts Schweinefleisch ungefähr so selten wie den guten Mexikaner. ;)
    Dieses Rezept hat es mir angetan, ist schon abgespeichert! Und ich werde mal Deinen Tip zum Chili beherzigen!AntwortenAbbrechen

  • nudelino

    zitat
    …. Wenn ich zum ersten Mal bei einem Mexikaner bin, bestelle ich immer ein Chili con Carne. Ich glaube fest daran, dass ein gutes Chili zeigt, wie “mexikanisch” ein Restaurant wirklich ist – das Nationalgericht sollte meines Erachtens beherrscht werden…..
    sorry dass ich klugscheissen muss, aber ein chili con carne ist absolut nicht mexikanischen ursprungs (KEIN nationalgericht mexikos). vielmehr ist dies eines der ‘aushängeschilder’ der tex-mex-küche, die nur bedingt mexikanisch ist.
    bitte informiere dich mal zb. bei wikipedia über diese thematik.AntwortenAbbrechen

  • yvonne

    Sollte man nicht auch die Warps selbst machen oder lohnt sich das nicht. Ich habe mich noch nie rangetraut. Das Rezept klingt super-lecker!AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Arthurs Tochter: Ach, Schweinefilet gibt’s bei uns schon recht oft. Den guten Mexikaner leider genauso wenig.

    @nudelino: Danke für’s Klugscheißen ;) – man lernt ja nie aus. Bislang war ich fest davon überzeugt, dass das Chili con Carne wirklich aus Mexiko stammt.

    @yvonne: Klar sollte man auch die Wraps selbst machen – die Industrie-Produkte sind nicht frei von Zusatzstoffen. Ich habe mich da bislang auch noch nicht rangewagt, werde es aber sicher noch tun.AntwortenAbbrechen

Ti

Im Gegensatz zu vielen anderen Punches wird dieser Rum Punch nicht mit Wasser oder Saft verdünnt und ist damit recht kräftig. Sein Name rührt von “Petit” her – ein kleiner Rum Punch also. Der Drink stammt von den französischen Antillen, wo auch seine Hauptzutat, Rhum Agricole, hergestellt wird. Er besticht durch seine Einfachheit und wird in der Karibik üblicherweise ohne Eis serviert. Für hiesige Geschmäcker ist etwas Eis aber durchaus angebracht.

Zutaten:

  • 60 ml Rhum Agricole
  • 2 BL Rohrzuckersirup
  • 1 Limette

Zubereitung:
1 Runde Scheiben von der Seite der Limette schneiden
2 Rum und Rohrzuckersirup in einen Tumbler geben
3 Die Limettenscheiben über dem Drink leicht ausquetschen und hineingeben
4 Gut verrühren und mit Eis auffüllen

 

 

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Ein höchstseltenes Ereignis hat heute in meiner Küche stattgefunden: Ich habe gebacken! Das kommt pro Jahr etwa zwei- bis dreimal vor, deswegen ist’s durchaus erwähnenswert. Normalerweise ist meine Frau für die Herstellung von allerlei Süßem zu Tee und Kaffee zuständig.

In der Juni-Ausgabe der Lust auf Genuss fand ich aber ein Kuchen-Rezept, was mich sofort angesprochen hat: Kuchen vom Blech – und auf einer Quarkschicht ruhten Sommerbeeren. Mjamm. Am Sonntag waren Freunde zu Besuch – die perfekte Gelegenheit, um das Rezept auszuprobieren.

Und ganz ehrlich: Beim Backen fühle ich mich alles andere als sicher. Sonst überfliege ich die Rezepte und gehe dann zum Kochen über, meist ohne nochmals in die Anleitung zu sehen. Beim Backen kann ich das nicht, da brauche ich die Sicherheit des Rezeptes.

Aber wie der Zufall so spielt, hatte ich keine Eier mehr im Haus. Sonntag. Klassiker. Eier von der Tanke? Neee. Wie wird meine Quarkmasse nun fest? Und so war ich gezwungen, zu improvisieren. Ich habe also etwas Sahne erhitzt, zwei Vanilleschoten ausgekocht, gezuckert und mit etwas Speisestärke eindicken lassen. Das wurde dann mit dem Quark und einer schaumig geschlagenen Butter-Zucker-Masse vermischt. Hat super geklappt.

Ob ich nun öfter backe? Hm, eher nicht. Die süßen Gefilde sind außerhalb meiner Komfortzone – und mein Interesse dafür hält sich in Grenzen. Aber: Geschmeckt hat’s trotzdem…

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REZEPT

Zutaten für den Kuchen vom Blech mit Sommerbeeren:

  • 250g Yufka-Teig
  • 150g Zucker
  • 750g Quark
  • 120g Butter
  • 1 Zitrone
  • 2 Vanilleschoten
  • 200ml Sahne
  • 2 EL Grieß
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • je 200g Erdbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren (oder gerne auch Himbeeren, Johannisbeeren, etc…)
  • Puderzucker
  • Zitronenmelisse

Zubereitung:

1 50g Zucker in 50ml Wasser auflösen und zu einem Sirup einkochen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

2 Nun wird der Boden aus Yufka-Teig vorbereitet. Dazu die Yufkateigblätter in drei Stapel unterteilen. Einen auf das Blech legen und mit Zuckersirup einpinseln. Den zweiten Stapel darauf legen und Vorgang wiederholen, den letzten Stapel darauf legen und den Rest Zuckersirup verteilen. Nun die Teigplatten ca. 10 Minuten im Ofen goldbraun backen, danach herausnehmen und abkühlen lassen.

3 In der Zwischenzeit bereiten wir die Quarkmasse vor. Dafür 100g Zucker mit 120g Butter in einer Küchenmaschine vermischen. Den Quark unterrühren. Die Schale der Zitrone abreiben und zum Teig geben. Das Puddingpulver ebenfalls untermischen. Die Sahne aufkochen, die Vanilleschoten auskratzen und das Mark zur Sahne geben. Die Schoten mit der Sahne 10 Minuten köcheln und eindicken lassen. Etwas abkühlen lassen und mit dem Grieß unter die Quarkmasse rühren.

4 Die Masse nun auf dem Teig verteilen und bei 160°C Umluft ca. 15-20 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

5 Während des Backens die Beeren waschen und trockentupfen. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, die Beeren auf dem Kuchen verteilen und mit Puderzucker bestreuen. Die Zitronenmelisse in Streifen schneiden und darüber verteilen.