Pichelsteiner Eintopf

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Der Pichelsteiner Eintopf ist ein sehr altes Gericht, welches zum ersten Mal 1894 in einem Kochbuch erwähnt wurde. Das Rezept geht zurück auf eine Wirtin eines Gasthofes im Bayerischen Wald. Der Name des Gerichts ist wohl auf den Ort “Büchelstein” zurückzuführen – im bayerischen Dialekt wird aus dem “ü” ein “i”.

Der Pichelsteiner Eintopf ist ein recht deftiges Gericht, bei dem eine kräftige, aus Markknochen hergestellte Fleischbrühe verwendet wird. Die Zutaten – gerade die Grießklößchen und die Schweinelende – sind sehr sättigend. Durch das Gemüse wird der Eintopf abgerundet.

Man sollte bei der Zubereitung unbedingt darauf achten, dass das Wurzelgemüse ungefähr in dieselbe Größe und nicht zu klein geschnitten wird. So wird eine in etwa gleiche Garzeit erreicht und verhindert, dass der Kohlrabi butterweich und die Karotten noch hart sind. Den Wirsing und Lauch sollte man auch nicht zu klein schneiden sondern eher großzügig portionieren, da diese Gemüse schnell den Biss verlieren.

Zutaten für den Pichelsteiner Eintopf (für 2 Personen):

  • 2 Karotten
  • 1 kleiner Kohlrabi
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 1/2 Stange Lauch
  • 4 Wirsingblätter
  • 1 Schweinelende
  • Salz, Pfeffer
  • frischer Schnittlauch
  • 1l Fleischbrühe

Für die Grießknödel:

  • 125ml Milch
  • 75g Butter
  • 75g Grieß
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer
  • frischer Muskat

Zubereitung:

1 Karotten, Kohlrabi, Petersilienwurzel und Lauch putzen und schneiden. Den Wirsing waschen und in Rauten schneiden. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Die Fleischbrühe erhitzen.

2 Die Milch mit der Butter erwärmen. Den Grieß zugeben und solange rühren, bis sich die Masse vom Boden löst. Etwas abkühlen lassen, dann das Ei unterrühren und die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen (ca. 2-3cm Durchmesser).

3 Die Karotten, den Sellerie, den Kohlrabi und die Petersilienwurzel zugeben und zugedeckt ca. 8 Minuten köcheln. Nach 8 Minuten die Schweinelende und die Klößchen zugeben, alles 10-14 Minuten zugedeckt köcheln. 5 Minuten vor Ende der Garzeit noch den Lauch und den Wirsing zugeben.

4 Die Schweinelende herausnehmen und in Scheiben schneiden. Mit der Brühe und frischem Schnittlauch anrichten.

 

Quellen:

  • Rezept: Lust auf Genuss 3/2011
  • Informationen zum Pichelsteiner Eintopf: Wikipedia

Kräuter-Frittata mit Frischkäsehaube und Lachsröllchen

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Letztes Wochenende waren Freunde zu Gast, was ich genutzt habe, um ausgiebig zu kochen. Nach meiner langen Zeit in Gips macht es wieder richtig Spaß, in der Küche zu stehen und ein mehrgängiges Menü zuzubereiten. Die Kräuter-Frittata mit Frischkäsehaube und Lachsröllchen servierte ich als Amuse-Gueulle und Einstieg in ein Vier-Gänge-Menü.

Die Menüfolge:

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch “Schnelle Küche für Gäste” von Donna Hay.

Zutaten für die Kräuter-Frittata mit Frischkäsehaube und Lachsröllchen (für 2 Personen als Snack oder für 4 Personen als Vorspeise):

  • 2 Eier
  • 2 EL Saure Sahne
  • 1 EL Petersilie
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 2-3 EL Frischkäse
  • 1 EL Meerrettich
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Scheibe Lachs
  • 1/2 Schalotte
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen.

2 Die Petersilie fein hacken. Die Eier mit der sauren Sahne und der Petersilie zu einer glatten Masse verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse in kleine, gut gefettete Backförmchen füllen. 2-3 EL der Masse pro Förmchen vorsehen. Die Eiermasse 6-8 Minuten im Ofen backen, herausnehmen, kurz ruhen lassen und danach stürzen.

3 Die Zitronenzesten mit dem Frischkäse, dem Zitronensaft und dem Meerrettich mischen. Die Frischkäsemasse auf der Frittata anrichten. Die Lachsscheibe vierteln und in vier Röllchen aufrollen. Auf die Masse geben und mit Schalottenringen garnieren.

Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo

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Ich bin immer auf der Suche nach edlen Vorspeisen, die unterschiedliche, gerne auch ungewohnte Aromen kombinieren. Bei Lanz kocht! im ZDF wurden vor einiger Zeit Vanille-Graupen mit Jakobsmuscheln von Mario Kotaska gemacht. Am Wochenende waren Freunde zu Besuch und ich nutzte die Gelegenheit, dieses Gericht auszuprobieren. Im Originalgericht werden noch Jakobsmuscheln on top gesetzt, worauf ich verzichtet habe, da keine frischen Muscheln zu bekommen waren. Ich habe diese aber auch nicht vermisst – das Gericht hat so wunderbar funktioniert.

Jede Teilkomponente für sich genommen schmeckt noch nicht spektakulär – lädt man aber Vanille-Graupen, Garnelen und Tomatensugo auf seinen Löffel, so erlebt man ein kleines Geschmacksfeuerwerk. Eine tolle Kombination! Besonders die Vanille in den Graupen hat mich sehr positiv überrascht. Wer also eine edle, relativ schnell zuzubereitende Vorspeise sucht, die auch noch optisch etwas hermacht, dem sei dieses Rezept ans Herz gelegt.

Zutaten für die Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo (für 4 Personen als kleine Vorspeise):

  • 100g Garnelen
  • 12 reife Kirschtomaten
  • 1 Orange, unbehandelt
  • 100g Perlgraupen, mittel
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Vanilleschoten
  • 50ml Weißwein
  • 50ml Wermut
  • 300ml Fleischbrühe
  • 1 EL frisch geriebener Parmesan
  • 30ml Milch
  • 30ml Sahne
  • etwas frisch geschnittener Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Schalotten und die Knoblauchzehe fein hacken. Die Kirschtomaten fein schneiden. Die Orange auspressen und ca. 1TL Zesten abtrennen. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Parmesan reiben.

2 Nun setzen wir den Tomatensugo an. Dafür den Orangensaft mit der Hälfte der Schalotten, dem Knoblauch, den Orangenzesten und den gehackten Tomaten mischen. Salz und Pfeffer zugeben.

3 Die andere Hälfte der Schalotten in etwas Butter anschwitzen, die Perlgraupen zugeben. Die Vanilleschoten auskratzen, das Mark kurz mit den Schalotten schmoren. Mit Weißwein ablöschen, die ausgekratzten Vanilleschoten zugeben und aufkochen. Immer wieder Fleischbrühe nachgeben, bis die Graupen weich sind.

4 Die Garnelen in einer Pfanne in etwas Butter anbraten. Mit dem Tomatensugo ablöschen und einkochen lassen. Abschmecken.

5 Den Wermut mit der Milch und der Sahne sowie dem Parmesan zum Kochen bringen und etwas einkochen lassen. Mit einem Stabmixer aufschäumen.

6 Die Perlgraupen final abschmecken. In eine Schüssel geben, darauf die Garnelen mit Tomatensugo anrichten und etwas Wermut-Schaum darübergeben. Mit dem Schnittlauch dekorieren.

 

  • frau

    …das macht richtig Appetit. Sehr interessante Geschmackskombination. Wahrscheinlich wird das sehr lecker.AntwortenAbbrechen

  • Tolle Idee, aber ehrlich 100 g Riesengarnelen
    find ich auch für eine Vorspeise ziemlich wenig.AntwortenAbbrechen

  • Susi

    wir durften uns glücklich schätzen, dieses Gericht verspeisen zu dürfen. Und ich muss sagen, die Kombination mit Orangesaft und Tomate sowie den Vanille-Graupen war der Hammer. Super lecker und wunderbar sommerlich fruchtig. Danke Uwe!AntwortenAbbrechen

  • Wow, das klingt super-lecker! Ich glaub, ne Menge Leute mögen keine Graupen (Kindheitstrauma oder so) – ich liebe sie, hab sie aber bisher nur im Eintopf oder als eine Art Risotto gegessen. Die edle Kombination klingt richtig gut :-) AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @onlyfood: haben aber ausgereicht – ich muss dazu sagen, dass es ein 5-gänge-menü war.

    @Susi: freut mich! sehr gerne :D

    @Kirsten: ich glaube ich habe in meiner Kindheit nie Graupen gegessen. Ich habe keinerlei Erinnerungen daran und mag die Jungs sehr gerne…AntwortenAbbrechen

  • Graupen erlebten ja in den letzten 5 bis 10 Jahren eine Renaissance, die ältere Generation war von diesen Gerstenkörnern noch negativ durch den Krieg beeinflusst, die nannten es wohl noch Nachkriegsnahrung. Jedenfalls sagte das meine Oma immer. Deren Kinder und Kindeskinder kannten es deswegen wohl schon garnicht mehr so genau. Ich selbst liebe ja Graupen. Ich ziehe sieh teilweise dem Risotto vor, und in Verbindung mit Fisch oder Fleisch sind sie gar delikat und noch dazu die Säure der Tomate mit der Vanille aromatisiert läßt sie gar hoch komplex wirken. Ich finde hier wurde wieder mal auf hohem Niveau gekocht und die Garnelen treten hier schon fast in den Hintergrund. Ich werde da wohl bald schon mal zurückgreifen, auf Deine Idee…AntwortenAbbrechen

  • Hey,

    schmeckt wirklich lecker! kann man jedem weiter empfehlen!

    grüßeAntwortenAbbrechen

  • [...] Vorspeise: Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo [...]AntwortenAbbrechen

Bitter & Twisted Nail

Bitter & Twisted Nail

Scotch Whisky und schottischer Whisky-Likör müssen zusammen einfach harmonieren. Der Likör zähmt mit seinen Kräuter- und Honigaromen die rauhen Ecken und Kanten des Whiskys und macht den Drink so extrem bekömmlich.

Im Gegensatz zum Original Rusty Nail kommt hier noch Campari zum Einsatz und verleiht dem Drink so einen zusätzlichen bitteren Kick. Das wird auch [intlink id="3210" type="post"]Negroni[/intlink]-Liebhabern schmecken.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Simon Difford, London

Zutaten:

  • 60 ml Scotch Whisky
  • 15 ml Drambuie
  • 15 ml Campari

Zubereitung:

(1) Alle Zutaten zusammen mit Eis im Rührglas ca. 30 Sekunden kalt rühren

(2) In einen Tumbler auf Eis abseihen

(3) Mit einer Orangenzeste garnieren

 

 

Mariniertes Asia-Roastbeef

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“Ach bleibt doch noch zum Abendessen da, ich hab ein bißchen was zum Vespern eingekauft.” Diesen Satz nimmt meine Familie mittlerweile nicht mehr ernst, wenn ich ihn in die Waagschale werfe. Warum? Hm, es liegt wohl daran, dass der Teil “ein bißchen was” nicht so ganz passt. Ich mag es, Gäste zu betreuen. Und ich mag es gar nicht, nicht genug zu essen auf dem Tisch stehen zu haben. Und ich liebe es, bei einer Brotzeit immer ein paar außergewöhnliche Sachen auf dem Tisch stehen zu haben. Dinge, die man sonst nicht dauernd isst.

Dazu gehört das marinierte Asia-Roastbeef. Ist schnell vorbereitet, schmeckt lecker und ist – auf den Punkt gegart – auch ein echter Hingucker. Das Gericht wird dominiert von saftigem Fleisch und der würzigen Asia-Vinaigrette aus Fischsauce, Limettensaft, Su und Palmzucker. Frischer Koriander rundet die Komposition ab. Dieses Rezept wird den Weg in das HighFoodality Kochbuch finden.

Zutaten für das marinierte Asia-Roastbeef (für 4 Personen):

  • 400g Roastbeef, gut abgehangen
  • 2 Schalotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 rote Paprika
  • viel frischer Koriander
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl

Für die Vinaigrette:

  • 4EL Fischsauce
  • 4EL Su
  • 2EL Erdnussöl
  • Saft einer halben Limette
  • 1 TL Palmzucker
  • evtl. etwas frische Chili, in Streifen geschnitten

Zubereitung:

1 Das Roastbeef etwa eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 140°C vorheizen. Das Roastbeef von allen Seiten scharf 1-2 Minuten anbraten. Pfeffern. In Alufolie schlagen, ein Fleischthermometer anbringen und im Ofen garen, bis die Kerntemperatur ca. 65°C erreicht hat. Aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten ruhen lassen. Dann in dünne Scheiben aufschneiden und auskühlen lassen.

2 Die Paprika, die Schalotten und die Frühlingszwiebeln fein hacken. Den Koriander hacken. Alle Zutaten samt Fleisch in eine Schüssel geben. Die Vinaigrette anrühren und unter die Zutaten rühren. Anrichten.

  • Da ich momentan sehr von der asiatischen Küche angetan bin, werde ich bei solchen Rezeptideen hellhörig. Gefällt mir gut. Su ist Reiswein, oder? LGAntwortenAbbrechen

  • Ebenso: Was ist Su? Reisessig, oder?
    Sieht toll aus!AntwortenAbbrechen