„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks“, sagte schon Herr Escoffier. Demnach bin ich zum Ende des Jahres ein glücklicher Mensch, denn dieses Jahr hatte viele kulinarische Höhepunkte bereit.

Insgesamt habe ich dieses Jahr 273 Rezepte (und davon eine Handvoll Artikel) veröffentlicht. Eine ganze Menge, wie ich finde. Unter den Rezepten waren einige, die ich gerne in Erinnerung behalte und als besonders gelungen einstufe.

Das war besonders gut (Um den Rezepttitel zu sehen bitte mit der Maus über die Bilder fahren):

Hühnchen-Reisbällchen mit Gurken-Mangosalat

Hühnchen-Reisbällchen auf Gurken-Mangosalat

Ich habe mir nun das Kochbuch gekauft, welches WMF in

Riesengarnelen im Rinderfiletmantel

Riesengarnelen im Rinderfiletmantel (NEU: Mit Video!)

Nicht kleckern, sondern klotzen – dieses Motto

Kürbissuppe nach Paul Bocuse

Arthurs Tochter hat’s getan, die von Au

Vanille-Nudeln mit karamellisierten Amaretto-Äpfeln

Vanille-Nudeln mit karamellisierten Amaretto-Äpfeln

Meine Frau hat mir zu Weihnachten eine Nudelmaschine

Lebkuchenparfait mit Feigen und Rotweinsauce

Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel

Zugegeben, Weihnachten ist nun doch schon ein paar

Saltim Bocca von der Jakobsmuschel mit Steinpilzrisotto

Saltim Bocca von der Jakobsmuschel mit Steinpilzrisotto

[tweetmeme] Es kommt wirklich selten vor, dass ich an

Kaltes Ingwer-Gurkensüppchen

Kaltes Ingwer-Gurkensüppchen

Wenn der Sommer mit großen Schritten naht und die

Ragout vom Feuchtwanger Damhirsch mit Semmelknödel

[tweetmeme] Matthias leitet einen kleinen

Gebackenes Steinbeisser-Croustillant mit Kartoffel-Gurken-Salat

[tweetmeme] Dieses Gericht habe ich mittlerweile zum

Confit Byaldi - Rémis Ratatouille

Confit Byaldi – Remys Ratatouille aus dem Film

Das Ratatouille aus dem gleichnamigen Film ist eine

Vietnamesischer Rindfleischsalat mit Birnen

Vietnamesischer Rindfleischsalat mit Birnen

Alle zwei Wochen kommt mein bester Kumpel zum Fußball

Safran-Birnen mit Blaubeereis und Vanillesud

Safran-Birnen mit Blaubeereis und Vanillesud

Heute veröffentliche ich mal wieder ein Rezept, das

Dreierlei von der Maultasche

Dreierlei von der Maultasche

Juliane hat gestern das Basisrezept für

Wraps mit Schweinefilet und Mango

Wraps mit gebratenem Schweinefilet und Mango

Geht Euch das auch so? Richtig gute mexikanische

Risoni-Salat mit Bratwurstdressing

Risoni-Salat mit Bratwurst-Petersiliendressing

Bratwurstdressing? Jau! Richtig gelesen. Es muss

Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo

Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo

Ich bin immer auf der Suche nach edlen Vorspeisen,

Fenchel-Angelotti mit Paprika-Sugo

Fenchel-Angelotti mit Paprika-Sugo

Mein letztes Wochenende war wirklich nicht von Erfolg

Auberginensalat mit bulgarischem Büffelkäse

Kiopolo – Auberginensalat mit bulgarischem Büffelkäse

Heute wenden wir uns einmal der osteuropäischen Küche

Geschnetzeltes nach Zürcher Art

Geschnetzeltes nach Zürcher Art

Ein Original Zürcher Geschnetzeltes wird aus

Estragon-Pasta mit Spargel und Entrecôté

Ich wollte schon lange etwas mit Estragon machen. Vom

Gedämpfter Zander auf Champignon-Tatar mit Dill-Kartoffeln

Gedämpfter Zander auf Champignon-Tatar mit Dill-Kartoffeln und Limonensauce

Meine kleine Tochter hat sich Fisch gewünscht. Und da

Herbstlicher Feigen-Salat mit Rotweinsauce

Feigen bekommt man nur selten in guter Qualität.

Gefüllte Datteln mit Minze- und Roquefort-Crème

Langsam aber sicher habe ich die meisten Gerichte

Grenadine-Birnen auf süßem Couscous

Grenadine-Birnen auf süßem Couscous

Im März dieses Jahres habe ich mit meiner Cousine

Filetspieße mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln

Seit Monaten will ich an einem der Koch-Events des

Brunnenkresse-Suppe mit Pfifferlingen

Mit Brunnenkresse habe ich bislang noch nicht

Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken

Rosenkohl! Eine Ode an den Rosenkohl! Dieses Rezept

Ofentomaten mit Koriandersamen und Fenchelsamen

Ofentomaten mit Koriander- und Fenchelsamen

Tomatenschwemme! Wohin mit dem Zeug? Na klar! Ab in

Cheeseburger à la Uwe

Meinem Eindruck nach grillt Ralf jedes Wochenende im

Papardelle mit Ochsen-Ragout

Papardelle mit Ochsen-Ragout

Eigentlich wollte ich nur etwas Schinken für das

Fusilli mit Erbsen-Pesto

Fusilli mit Erbsen-Pesto

[tweetmeme] Dieses Rezept stammt aus der Zeitschrift

Süßkartoffeln mit Kassler und dreierlei Marinaden

Bei Kassler denke ich gleich an trockene

Bulgur mit Entenbrust auf orientalische Art

Männer, aufgemerkt! Heute ist Weltmännertag! Und da

Glasierte Entenbrust auf lauwarmen Linsensalat

Von Herrn Lafer halte ich grundsätzlich sehr viel. In

Ingwer-Garnelen mit Zitrus-Krautsalat

Das Attribut “Salatcocktail” trifft

In Barolo pochiertes Rinderfilet mit Petersilienwurzelpüree

Ich pochiere gerade gerne. Angefangen habe ich mit

Rinderfilet mit Honigglasur im Filoteig

Seit meine Cousine Juliane und ich das gleiche Hobby

Apfelmus aus dem Ofen

Heute gibt’s etwas ganz Einfaches. Ohne großes

Pistazien-Parfait mit Rotweinsauce

Ich besitze keine Eismaschine und musste im Sommer

Gewürz-Zander auf Topinamburpüree und Postelein

Postelein ist auch bekannt als Tellerkraut und kommt

Mal sehen, was 2012 auf der Rezepteseite bringen wird.

Kulinarischer Jahresrückblick 2011
Wenn ich auf 2011 als Gesamtjahr zurückblicke, so mache ich das mit gemischten Gefühlen. Es war sicher kein schlechtes Jahr. Aber es war ungemein anstrengend mit vielen Tälern, aber noch mehr schönen Momenten. Einschneidendes Ereignis war sicher mein Achillessehnenriss gleich zu Beginn, was mich bis April außer Gefecht gesetzt hat. Umso schöner ist es, dass ich ein Jahr nach dem Unfall in ganz guter Verfassung bin und nun meinen heißgeliebten Sport wieder aufnehmen kann.

Das erste Quartal stand demnach ganz im Fokus der Genesung nach der Operation. Den Blog bestritt ich in dieser Zeit vom Sofa aus auf Basis meiner unveröffentlichten Beiträge. Für mein zweites Hobby – die Fotografie – war die Verletzung ein größeres Problem. Da ich lange nicht stabil stehen und kaum Gewicht tragen konnte, war ich erst im Herbst wieder mit der Kamera unterwegs. So kam mein Fotoprojekt „Gesichter Nürnbergs“ zu einem jähen Ende. Um den fotografischen Mangel zu kompensieren, habe ich mich sehr stark mit der Food-Fotografie beschäftigt und mich hier voll ausgelebt.

Ab Mitte des Jahres kehrte Normalität ein und ich wurde sehr routiniert im Betreiben des Blogs. Die nahezu tägliche Veröffentlichung eines Rezeptes erfordert einiges an Planung, was ich immer besser in den Griff bekam. Am Ende des Jahres stehen sicher die beiden Events in erster Reihe: Der Blog-Event „Burger Battle“ bei Zorra (Hinweis: Das Battle zwischen mir und Ralf mit dem Gewinner-Burger von Heike wird nächstes Jahr stattfinden. 2011 haben wir’s einfach nicht mehr sauber geschafft) und mein erstes eigenes Event haben sehr viel Spaß gemacht und viele neue Leser und Leserinnen auf den Blog gebracht.
 

Rückschau auf meine Ziele und guten Vorsätze

Wenn ich auf meine Ziele und guten Vorsätze für 2011 zurückblicke, so sehe ich fast alle Punkte als erfüllt. Es gelang mir, meine Qualität der Food-Bilder nachhaltig zu steigern und konstant zu halten. Ich habe mich stark mit Gewürzen beschäftigt und Wissen aufgebaut, ein Maultaschen-Rezept habe ich ebenso hergestellt. Und die gesunde und ausgewogene Ernährung meiner Kinder klappt zum Teil – sie scheitert hin und wieder an dem kleinen Dickkopf meiner Tochter („Ich mag das nicht. Ich esse es aber trotzdem, damit Du nicht traurig bist, Papa“).

Nicht geschafft habe ich mein Kochbuch. Im September habe ich sehr viel daran gearbeitet und hätte es auch irgendwie fertig stellen können, habe mich dann aber dazu entschlossen, dem Projekt die Zeit zu geben, die es braucht. Es ist ein Hobby und soll Spaß machen und keinesfalls zur Belastung werden. Und so ist es völlig ok, dass ich zum Ende des Jahres nicht bei 100% sondern nur bei etwa 60% gelandet bin.
 

Danke

Am Ende des Jahres ist es auch einmal Zeit, danke zu sagen. Ich möchte mich zuallererst bei meiner Frau Sonja bedanken, die meine kulinarischen Eskapaden immer unterstützt, fördert und aushält. Manchmal ist es ziemlich nervig, mit einem fotografierenden Foodie verheiratet zu sein, der anscheinend nicht mehr „irgendwas ganz Normales“ kochen kann.

Dann möchte ich mich bei Frank und Ralf bedanken, die mich tatkräftig beim Betreiben des Blogs unterstützen. Frank hat dieses Jahr mit nur einer Woche Pause jede Woche einen neuen tollen Cocktail veröffentlicht und damit den Blog thematisch ungemein bereichert. Und seine Fotos sind ein echter Benchmark für mich. Nicht umsonst wurden zwei seiner Bilder in der „essen&trinken Für jeden Tag“ abgedruckt. Danke, Frank!

Ralf ist immer und überall für jede Schandtat zu gebrauchen. Als Sparringspartner gibt er mir wertvolle Tipps für den Betrieb und hat immer Spaß an diversen Aktionen, wie dem Spirit Link Grillcontest oder aber als charmanter Verlierer desselben beim Blog-Event von Zorra herzuhalten. Danke Ralf, das macht Laune mit Dir!

Mein Dank gilt aber vor allem Euch Lesern und Leserinnen, die Ihr mich motiviert, beinahe jeden Tag einen neuen Artikel zu veröffentlichen und mein Hobby intensiv zu leben. Danke!

 

Nach so viel Gesülze ist es nun aber Zeit für meine Highlights 2011. Ab geht’s:

Weiter zum Rezept >>

  • Nadja

    Ein wunderschöner Jahresrückblick :-), amüsant & spannend zu lesen, was Dich so umgetrieben hat. Mein grösstes Highlight auf kochtechnischer Ebene war die Teilnahme hier an Deinem Weihnachtsmenü-Event und das meine ich ernst, denn es hat mir wahnsinnigen Spass gebracht. Dann natürlich überhaupt erst einmal Küchenblogs entdeckt zu haben, denn seit dieser Entdeckung sind sie meine Kochinspirationsquelle Nummer 1 und dafür bin ich Dir und allen anderen Foodbloggern sehr dankbar. Ihr macht Euch soviel Mühe damit, Rezepte auszuprobieren, wunderschöne Foodfotos zu erstellen und dann lasst Ihr auch noch andere daran teilhaben. Danke dafür. Und nun gilt es Dir und allen anderen nur noch einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Bis in 2012 :-) LG NadjaAntwortenAbbrechen

  • Du kannst wirklich entspannt auf “dein Werk” 2011 zurückblicken! Ich stehe imme wieder mit offenem Mund und sehnsüchtigem Blick vor deinen wunderschönen Fotos. Und ich bin sicher, es schmeckt auch genauso fantastisch, wie es herüberkommt.

    Ein vor allem gesundes neues Jahr mit vielen kulinarischen Highlights für dich und deine Familie!AntwortenAbbrechen

  • Mein Highlight des Jahres war das Eröffnen eines eigenen Foodblogs…nach zähem Ringen und einiger Überredungskunst meines Mannes und anderer Blogger. Meine Teilnahme an Deinem Event hat mir sehr sehr viel Spass gemacht!AntwortenAbbrechen

  • Es war schön und gleichzeitig sehr faszinierend für mich, zu beobachten, wie Deine Aufnahmen sich im vergangenen Jahr weiter und weiter entwickelt haben. So wie Petra bleibt auch mir ständig der Mund offen stehen! :)

    Das Trettl-Buch habe ich seit 2 oder 3 Wochen auch und bin völlig begeistert! Und die Suppe von Bocuse – eh klar, auch wenn meine Bilder dazu nicht so gut waren, war sie ein kaluröses highlight für mich in 2011. Oder eher ein highwight. ;)

    Und ich freue ich auf Dein Buch, auch wenn es noch ein wenig dauern möge. Mit den besten Wünschen für ein teuflisch gutes 2012!AntwortenAbbrechen

  • nochmal ich. ;)
    Einen Wunsch zum Jahresende habe ich noch. Ich würde schrecklich gerne einen Kommentarfeed oder ein Kommentarabo von Dir nutzen können.AntwortenAbbrechen

In Walnussbutter geschwenkter Granatapfel-Rosenkohl mit gedämpfter Lachsforelle

Manche Rezeptkombinationen fallen einem durch Zufall ein. Und dann wird ausprobiert, mit einem zumeist mutigen Publikum, das gerne Versuchskaninchen spielt und gutes Feedback gibt. Die Lachsforelle habe ich bei Spirit Link zum ersten Mal gekocht und vier Kollegen vorgesetzt.

In der ersten Version habe ich noch deutlich mehr Zutaten in das Rosenkohl-Gemüse gekippt, was aber die tolle Harmonie zwischen dem Gemüse und den Granatapfelkernen gestört hat. In dieser zweiten Version habe ich den Kümmel, die Walnussstücke und den Weißwein einfach weggelassen und mich nur auf die beiden Hauptaromen beschränkt. Die Nussbutter unterstützt den Gesamtgeschmack, sticht aber nicht hervor. Bei Spirit Link hatte ich das Gericht auch als Hauptgang gekocht und noch ein Süßkartoffelpüree dazu gemacht, was aber nicht optimal gepasst hat. Es war schlicht zu süß.

Deswegen: reduzieren. Und so wird aus dem ersten Versuch eine edle Vorspeise. Danke Jan, Ingo, Tom und Anna für’s Testen!

REZEPT

Zutaten für den in Walnussbutter geschwenkten Granatapfel-Rosenkohl mit gedämpfter Lachsforelle (Für 4 Personen als Vorspeise):

  • 400g Lachsforelle, mit Haut
  • 400g Rosenkohl
  • ½ Zwiebel
  • ½ Granatapfel
  • 2 EL Butter
  • 6 Walnusskerne
  • Ein wenig Zitronenschale
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Rosenkohl-Röschen waschen und putzen. Danach die Blätter abzupfen. Den Strunk abschneiden und beiseite stellen. Die Zwiebel fein hacken. Den Granatapfel aufbrechen und die Kerne einer Hälfte entfernen. Die Walnusskerne in einem Mörser zerstoßen.

2 Die Zwiebel und die Putzreste vom Rosenkohl in etwas Butter anschwitzen. Mit Wasser ablöschen und den Bratansatz vom Boden kratzen. Fond in einen Dampfgarer geben und erhitzen.

3 Die Lachsforelle trocken tupfen und leicht salzen und pfeffern. Eine Pfanne erhitzen. Etwas Butter hinein geben und die Lachsforelle auf der Haut anbraten, bis diese kross ist. Herausnehmen und bei 80°C etwa 10 Minuten im Dampfgarer fertig garen.

4 Während dessen 2EL Butter in einer Sauteuse zerlaufen lassen. Die geriebene Walnuss kurz darin anrösten und die Rosenkohlblätter zugeben und 3-4 Minuten unter Rühren anschwitzen. Mit etwas Wasser ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.

5 Die Lachsforelle aus dem Dampfgarer nehmen und in vier Stücke schneiden. Mit der Zitronenschale bestreuen. Die Granatapfelkerne unter den Rosenkohl heben und alles anrichten.

 

Mehr Rosenkohl-Rezepte

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Es geschehen noch Wunder! Ihr erinnert Euch an meine

Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken

Rosenkohl! Eine Ode an den Rosenkohl! Dieses Rezept

Panierte Kürbisbratwurst mit zweierlei Püree und Rosenkohlgemüse

Heute geht’s um die Wurst. Um die Kürbisbratwurst.

  • Siehst Du, Rosenkohl und Granatapfel passt eben doch prima zusammen – hattest Du bei meinem Rosenkohl-Curry ja noch angezweifelt :-) Sieht klasse aus!

    Kann es übrigens sein, dass mit deinem Feed was nicht stimmt? Ich habe diesen Post als neuesten heute morgen gesehen, aber du hast ja schon einen weiteren Post, deinen Jahresrückblick, veröffentlicht.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    JulianeAntwortenAbbrechen

  • Mia

    köstlich!AntwortenAbbrechen

  • Anna

    Also ich fand die Ursprungsvariante auch schon sehr lecker, dann muss die finale Variante ja der Hammer gewesen sein.AntwortenAbbrechen

  • Aroma

    frage mich die ganse Zeit warum ich Deine Hammer Seite erst gestern gefunden habe(hat mich auch gleich einen Tag meines Urlaubes gekostet ;-) )zu diesem Gericht habe ich gebratene Perlgraupen gemacht schmatz,schmatz

    Alles Gute für 2013 und immer eine frische Knolle
    Ingwer im Kühlschrank !!!!
    AromaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Aroma: Herzlich willkommen und schön, dass es Dir hier so gut gefällt! Diese Kombi Walnussbutter, Rosenkohl und Granatapfel finde ich ja immer wieder toll und mache sie zu vielen Gerichten…AntwortenAbbrechen

  • […] Kollegen können ein Liedchen davon singen, wenn ich in der Mittagskochgruppe dazu aufrufe, die Blätter der Röschen einzeln abzufieseln. Wer aber nun denkt, dass das schon die Spitze des Rosenkohl-Eisbergs ist, weit […]AntwortenAbbrechen

Lamm-Maultaschen auf Balsamico-Linsen

Maultaschen. „Die liebe ich“ würde meine kleine Tochter jetzt sagen. Und: „Papa, liebst Du die auch?“. Na klar. Wer’s mal nur 14 Kilometer zum Ländle hatte, bekommt einen Schlag Maultaschenliebe ab.

Maultaschen sind typische „Herrgottsbscheisserle“ und haben ihren Ursprung wohl in einem Kloster. Während der Fastenzeit versteckten die Mönche das Fleisch als Füllung in den Nudeltaschen und hofften, dass der Herr im Himmel keinen Röntgenblick besaß. Da Herr Röntgen aber erst einige Jahre später das Licht der Welt erblickte, werden die Burschen gute Chancen haben. Anyways.

Dieses Rezept hat seinen Ursprung in den Hirschmaultäschle auf Linsensauce, die ich bei New Kitch On The Blog im November gefunden habe. Seither kreisen meine hungrigen Augen immer wieder um den Eintrag auf meiner Nachkochliste, und vor zwei Wochen habe ich zugeschlagen.

Allerdings habe ich das Rezept etwas geändert und vor allem den Hirsch durch ein Lamm ersetzt. Die Linsensauce habe ich im Wesentlichen genauso zubereitet und war davon ebenso begeistert.

Lamm-Maultaschen auf Balsamico-Linsen

REZEPT

Zutaten für die Lamm-Maultaschen auf Balsamico-Linsen (für 4 Personen):

Für den Nudelteig:

  • 150g Mehl (Ich habe Spätzle-Mehl verwendet)
  • 30g Hartweizengrieß
  • 3 Eigelbe
  • 1 Ei
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz

Für die Füllung:

  • 100g Lammlachse
  • 4 Scheiben Schinkenspeck
  • 6 Rosenkohl-Röschen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 1 altes Brötchen
  • 1/8L Milch
  • Etwas frische Petersilie
  • Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Für die Balsamico-Linsen:

  • 100g Linsen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 1 Kartoffel
  • 1 Tomate
  • ¼ L Rotwein
  • ¼ L Fleischbrühe
  • Etwas Thymian
  • Etwas Petersilie
  • 3 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer

Lamm-Maultaschen auf Balsamico-Linsen

Zubereitung:

1 Die Linsen etwa zwei Stunden vor Kochbeginn in Wasser einweichen.

2 Die Zutaten für den Nudelteig in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verkneten. Der Teig wird sehr fest. Ggf. kann das die Küchenmaschine an den Rand ihrer Belastbarkeit bringen. Den Teig etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

3 Währenddessen kann die Füllung für die Lamm-Ravioli vorbereitet werden. Dafür die Lammlachse fein schneiden, den Schinkenspeck und die Zwiebel sehr fein würfeln.  Die Zwiebel in etwas Butter glasig anschwitzen. Die Petersilie fein hacken. Den Rosenkohl putzen und die Blätter abzupfen und kurz blanchieren. Die Milch erhitzen und das Brötchen damit einweichen. Alles mit dem Ei in eine Schüssel geben und gut vermengen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit einer Nudelmaschine zu Teigbahnen verarbeiten. Dabei bis zur vorletzten Stufe der Nudelmaschine auswalzen. Die Füllung mit zwei Teelöffeln in kleinen Häufchen im Anstand von 3cm platzieren, den Teig um die Füllung mit Eigelb bestreichen und eine zweite Teigbahn darüber klappen. Die fertigen Ravioli auf ein Backpapier legen und mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Gut andrücken und Ravioli ausstechen. Vorgang wiederholen, bis Füllung und Teig aufgebraucht sind.

5 Nun können die Balsamico-Linsen vorbereitet werden. Dafür die Zwiebeln und die Karotten sehr fein würfeln. Die Tomate fein hacken. Die Kartoffel reiben und in einer Schale beiseite stellen. Die Petersilie hacken. Die Zwiebeln und die Karotten in etwas Butter anrösten. Mit Rotwein ablöschen, die Fleischbrühe angießen. Linsen und geriebene Kartoffel zugeben und aufkochen. Für etwa 30 Minuten köcheln lassen. Kurz vor Ende der Garzeit die Tomate zugeben und mit Thymian, Petersilie, Essig, Muskat und Salz abschmecken.  Warm halten.

6 Die Ravioli in einem großen Topf Wasser 10 Minuten köcheln. Alles anrichten und mit frischer Petersilie bestreuen.

 

Mehr Rezepte, in denen Linsen die Hauptrolle spielen

Glasierte Entenbrust auf lauwarmen Linsensalat

Von Herrn Lafer halte ich grundsätzlich sehr viel. In

Dal Dhokli - Linsen mit Weizenklößchen

Dal Dhokli – Linsen mit Weizenklößchen

Das Dal Dhokli ist das zweite Rezept aus dem Kochbuch

Rote Linsen mit Tomaten und Bockshornklee

Rote Linsen mit Tomaten und Bockshornklee (Methi Dal)

Vor einiger Zeit schon habe ich mir das Kochbuch

  • Nadja

    Guten Morgen Uwe, sehr schönes Rezept. Eine Frage sei erlaubt: vorletzte Stufe auf der Nudelmaschine, ist das nicht sehr sehr dünn? Hab für meine KA einen Nudelaufsatz und da wäre das quasi strudelteigartig dünn. Oder sollte das gerade so dünn sein, da eine Maultausche/Ravioli ja zwei Teigschichten hat und man bei dickerem Teig ansonsten fast nur auf dickem Teig kauen würde, vergleichbar den gekauften Exemplaren? LG NadjaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Nadja: Grundsätzlich sind die Einstellungen bei Nudelmaschinen diverser Hersteller unterschiedlich, und damit auch die Dicke des Teiges. Ich verwende eine Imperia, die 6 verschiedene Stärken hat. Ich walze also bis Stufe 5/6. Sagen wir es so: Ich habe mit dieser Einstellung die beste Erfahrung gemacht. Ich mag es gerne, wenn der Teig möglichst dünn ist – aber er soll natürlich nicht aufreißen. Und das ist bei diesem Teig und der Stufe 5/6 gegeben. Wenn der Aufsatz für Deine KA mehr Stufen hat, so ist vielleicht 7/9 die richtige Wahl. Ich denke, Du musst das ausprobieren.AntwortenAbbrechen

  • Nadja

    Danke für die prompte Antwort Uwe :-) Herzlichen Gruss NadjaAntwortenAbbrechen

  • […] ersten Mal richtig gelungen sind mir neulich meine kleinen Lamm-Maultaschen nach einem Teig-Rezept von New Kitch on the Blog. Der Teig hat jedoch einen sehr hohen […]AntwortenAbbrechen

Botox, Wums und Schlagkraft? Oh Mann. Schlechtes Wortspiel – ich gestehe. In der Lektüre dieses literarisch wertvollen Beitrages wird sich Euch das Wortspiel noch erschließen – hoffe ich, für mich. Kaum hat man die Frage beantwortet, was es an Weihnachten zu essen geben soll, so steht schon die nächste Frage im Raum: Was soll es denn an Silvester sein?

Ich habe aus dem Archiv drei Silvestermenüs mit je drei Gängen zusammengestellt. Frank hat zu jedem Menü einen passenden Cocktail als Aperitif herausgesucht und eine Bowle für Euch zubereitet. Damit sollte Silvester kulinarisch im Kasten sein.
 

Silvestermenü „Stallone“

Aperitif: French 75

Ein Champagner-Cocktail, für den Gin mit Champagner kombiniert wird. Was zunächst wenig einleuchtend klingt, ergibt einen sehr erfrischenden Drink.

Vorspeise: Champagner-Senfsuppe mit Graved Lachs

Passend zum Aperitif geht es munter mit Champagner-Suppe weiter. Die Crème-Suppe harmoniert perfekt mit dem Graved Lachs und ist eine leichte, aber edle Vorspeise.

Hauptgang: Pochierter Tafelspitz & Süßkartoffelpolenta

Der Tafelspitz wird schonend in Wasser zartrosa pochiert und auf einer Süßkartoffel-Polenta mit etwas Zwiebel-Chutney serviert.

Dessert: Vanille-Nudeln mit Amaretto-Äpfeln

Den würdigen Abschluss des Silvestermenüs bilden die Vanille-Nudeln mit karamellisierten Amaretto-Äpfeln. Selbstgemachte Nudeln, selbstgemachte Vanillesauce, selbst aufgemachter Amaretto. Was will man mehr?
 

Silvestermenü „Rambo“

Aperitif: Geisha

Kick-Start in das Menü! Der frische Cocktail besteht aus Wermut, Gin und zweierlei Likören. Das Ergebnis ist ein fruchtig-frischer Aperitif.

Vorspeise: Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo

Jede Teilkomponente für sich genommen schmeckt noch nicht spektakulär – lädt man aber Vanille-Graupen, Garnelen und Tomatensugo auf seinen Löffel, so erlebt man ein kleines Geschmacksfeuerwerk.

Hauptgang: Kassler mit Süßkartoffeln und dreierlei Marinaden

Das Kassler ist zart, saftig und hat durch das Räuchern eine besondere Geschmacksnote. Die drei Marinaden konkurrieren nicht, sondern ergänzen sich sehr gut. Das Rezept ist eines meiner Highlights dieses Jahr.

Dessert: Safran-Birnen mit Blaubeereis und Vanille-Sud

Mit Vanille hat alles begonnen, mit Vanille hört alles auf. Das Blaubeereis kann ohne Eismaschine hergestellt werden und sieht optisch fantastisch neben der knallorangen Birne aus. Ach ja, schmecken tut‘s auch gut.
 

Silvestermenü „Rocky“

Aperitif: Negroni

Der Negroni gilt mit seiner harmonischen Kombination von Wermut und Campari als der klassische Aperitif-Cocktail schlechthin. Zuviel davon verpasst einem einen Knock-Out erster Sahne.

Vorspeise: Glasierte Entenbrust auf lauwarmen Linsensalat

Zartrosa gebratene Entenbrust wird auf einem lauwarmen Linsensalat angerichtet, der mit Aceto Balsamico di Modena abgeschmeckt wurde. Passt wie die Faust auf’s Auge.

Hauptgang: Rinderfilet mit Ratatouille-Türmchen

Oh ja. Eine Menge Arbeit, die sich aber lohnt. Die selbstgemachten Ravioli, das ratatouille-Gemüse, die karamellisierten Perlzwiebeln. Beim Servieren bitte „Eye of the Tiger“ spielen.

Dessert: Grenadine-Birnen auf süßem Couscous

Opulenter Abschluss für ein schlagkräftiges Menü mit KO-Potential. Couscous süß angemacht, mit Pistazien, Himbeeren und pochierter Grenadine-Birne.
 

Sparring nach dem Silvestermenü: Spiced Vanilla Punch

Spiced Vanilla Punch

Eine Bowle mit dem richtigen Punch. Rockyg. Der Spiced Vanilla Punch ist dezent winterlich gewürzt und wird durch frisch zubereitetes Ingwer-Sirup sogar ein wenig bissig. Das Schöne an einem Punch ist, dass man den Geschmack wunderbar justieren kann – gelegentliches Probieren ist dabei unbedingt erforderlich. So kann man die Süß-Sauer-Balance  neben der Feurigkeit des Ingwers sehr gut den eigenen geschmacklichen Vorlieben anpassen.
 

Keinen Bock auf ein Silvestermenü?

Wer keine Lust auf großes Kochen verspürt, hat ja immer noch die Gelegenheit auf einen Klassiker auszuweichen, der fix zubereitet ist. Nein, ich werde an dieser Stelle kein Plädoyer für ein Raclette halten – sondern für ein echtes Schweizer Käsefondue. Und damit es auch wirklich schön authentisch wird, hat Ralf von Onlyfood auch das passende Rezept für Euch.

 

Erste Grafik von dryicons.com

  • Hallo Uwe,

    da sind ja wieder tolle Ideen dabei. Besonders toll finde ich den Spiced Vanilla Punch. Den werde ich die tage mal ausprobieren ;-)
    Viele Grüße
    AmikaAntwortenAbbrechen

  • Datt wär sogar watt für Karneval…AntwortenAbbrechen

  • Mara

    jetzt hab ich fast die Hoffnung aufgegeben, bei dir ein Fonduerezept zu finden und was finde ich? Einen Link. Hurra! Hab mich noch nicht getraut zu klicken- jedenfalls vielen Dank. Lese seit ein paar Tagen erst bei dir mit- finde den Blog großartig und wuste heute genau, dass es Morgen etwas aus deiner Sammlung geben wird.
    Ganz herzlichen Dank für diese Inspirationen. (Der Küchenladen um die Ecke freut sich auch…, so viele kleine Helfer, die mir noch fehlen…)
    Mara, die einen guten Rutsch in ein unfallfreies kulinarisch-sportlich ausgewogenes Jahr wünscht!AntwortenAbbrechen