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Da denke ich, ich kenne die meisten Food-Magazine, die anspruchsvollere Rezepte hübsch und schick präsentieren – und werde immer wieder jäh überrascht. So geschehen mit “marmite“, einer Schweizer Zeitschrift für Ess- und Trinkkultur. Sechs Ausgaben erscheinen im Jahr. Die Zeitschrift kommt edel daher und verliert keine großen Worte sondern kommt gleich zur Sache. Interessante Themenartikel werden von passenden Rezepten begleitet, die mit sehr appetitanregenden Bildern garniert sind.

Besonders hübsch: Die Rezepte sind in Schwierigkeitsgrade kategorisiert. Und Speisen der schwierigeren Art finden sich durchaus oft in den Heften. Seitens der Themenauswahl erinnert mich “marmite” ein wenig an Effilee – nur dass mich die Aufmachung sowie die Themenauswahl anspricht (Mit Effilee bin ich bislang leider nicht warm geworden…).

Aus der Ausgabe “April/ Mai” habe ich nun ein Rezept getestet, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: Gebratenes Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce! Im Original wird statt des Roastbeefs Entenleber verwendet – aber da ich noch ein Stück Roastbeef im Kühlschrank hatte (Ich hatte neulich unbändigen Appetit auf Fleisch – VIEEEEL Fleisch – und kam mit eben jener Scheibe Roastbeef nach Hause, wo Überraschungsbesuch mit Überraschungsessen wartete…also musste das Roastbeef warten und anderweitig verbraucht werden), war das Rezept auch schnell abgeändert…

Ich mag Fleischgerichte mit Aprikosen sowieso sehr gerne. Aber die Kombination mit der Chili-Schokoladensauce sprang mir sofort ins Auge. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Säure der Aprikosen harmoniert super mit dem Amaretto, in dem die Früchtchen einige Zeit marinieren. Die Chilis sorgen dafür, dass die Schokolade nicht zu süß daherkommt und sind ein prima Ausgleich. Und rosa gebratenes Fleisch (Hgnaaa – mir ist’s ein wenig “zu durch” geraten, wie man auf dem Foto sieht) passt wunderbar dazu.

 

REZEPT

Zutaten für das gebratene Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce (für 2 süße Personen):

  • 10 Aprikosen
  • 6 EL Amaretto
  • 50g Zucker
  • 1-2 Chilischoten (je nach Gusto)
  • 3 EL gehackte Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakao)
  • 2 Roastbeef-Steaks à 200g
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Aprikosen achteln und in 4 EL Amaretto ca. 60 Minuten marinieren. Anschließend mit dem Zucker zu einer dicken Masse einkochen lassen. Dabei darauf achten, dass schwache Hitze benutzt wird.

2 Die Chilischoten entkernen und klein hacken. Mit dem restlichen Amaretto aufkochen lassen und dann die Zartbitterschokolade zugeben und verrühren. Warm halten.

3 Das Roastbeef parieren und salzen. Dann von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten. Auf den Aprikosen anrichten und mit der Chili-Schokoladensauce garnieren.

  • Das klingt nach einem Gericht, das sich sehr einfach und schnell zubereiten lässt – von Dir mal wieder wundervoll in Szene gesetzt.AntwortenAbbrechen

  • Das ist ja mal eine seltsame Zusammenstellung, das ich es gleich mal ausprobieren mussAntwortenAbbrechen

  • Michi

    Haben das Rezept heute gleich ausprobiert. Als Hauptspeise war es jedoch nicht geeignet, die Schokolade mit Beef war leider nicht unser Geschack. Als Zwischengang kann ich es mir allerdings gut vorstellen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Michi, ja, das kann ich verstehen. Die Sache ist dann doch eher gewöhnungsbedürftig…AntwortenAbbrechen

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So Ihr Süßen – nun kommt was Schnelles und extrem Leckeres. Ich hatte Lust auf Süßes, genauer gesagt auf Reisbrei. Und da ich noch Rhabarber hatte war auch klar, welche Art Obst oder Kompott begleitend marschieren würde. Und da der letzte Rest Cranberrys vom marinierten Lachs auf Cranberry-Curry-Reis übrig war und nach Gesellschaft japste, wollte ich ihm diesen Wunsch nicht verwehren. Verwegene Kombination? Ach was. Beides schmeckt leicht säuerlich, wobei die Cranberrys etwas mehr Süße transportieren. Somit harmonieren die beiden Zutaten wirklich gut.

Zutaten für den Rhabarber-Cranberry-Milchreis (für 2 Personen):

  • 200g Milchreis
  • 750ml Milch, warm
  • 4 EL Zucker
  • 4 Stangen Rhabarber
  • etwas Wasser
  • 1 Handvoll Cranberrys
  • wer mag etwas Zimt

Zubereitung:

1 Ich bereite den Milchreis wie Risotto zu. Nur nehme ich anstelle Brühe Milch. Die Milch also erwärmen und unter ständigem Rühren unter den Reis heben, bis dieser weich und sämig ist. 2 EL Zucker untermischen.

2 Den Rhabarber waschen und in 2cm lange Stücke schneiden. Etwas Wasser zum Kochen bringen und die weiteren 2EL Zucker darin auflösen. Den Rhabarber zufügen und zerkochen lassen. Unter den Milchreis mischen. Die Cranberrys auf den Reis streuen und servieren.

  • Dr. Marion Dohm

    Wer bei so viel Versuchung auch noch gesund essen möchte, könnte den Zucker weglassen oder durch Vollrohrzucker ersetzen – dann reduziert sich auch die Menge auf nur 1 EL Zucker.
    AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    :) Guter Hinweis, auch wenn ich das Gericht noch nicht als ungesund einstufen würde… ;) AntwortenAbbrechen

Bramble

Dieser erstaunlich fruchtige und erfrischende Gin Sour wurde in den 90er Jahren in England kreiert und gilt inzwischen als moderner Klassiker. Die Verwendung frischer saisonaler Zutaten geriet damals wieder deutlicher ins Bewußtsein der Barkeeper – ein begrüßenswerter Trend, der zum Glück nach wie vor anhält.

Wie bei jedem Sour, kommt es auf die geschickte Balance zwischen süß und sauer an. Es lohnt sich also, die angegebene Rezeptur nach eigenem Geschmack zu variieren.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Dick Bradsell, London

Zutaten für den Bramble:

  • 50 ml Dry Gin
  • 20 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 10 ml Zuckersirup
  • 2 BL Brombeerlikör

 

Zubereitung:

(1) Alle Zutaten außer dem Brombeerlikör in einem Tumber auf Crushed Ice geben und gut umrühren.

(2) Mit Crushed Ice auffüllen und den Brombeerlikör vorsichtig auf die Oberfläche gießen.

(3) Mit frischen Brombeeren garnieren.

 

 

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Sommer. Grillzeit. Yummy. Es muss nicht immer das eingelegte Schweinenackensteak sein, welchen auf den Grill geworfen wird. Es muss auch nicht immer das klassische Grillen sein: Fleisch und eine Menge Salate. Auf Grills können ganze Gerichte und Menüs zubereitet werden, mit denen man seine Gäste richtig verwöhnen kann.

So auch beim gefüllten Rinderfilet mit Orangen-Pfeffer-Chutney: Zur Zubereitung wird neben etwas Vorbereitungszeit und ein Grill (egal ob Holzkohle, Gas oder Elektro) sowie eine Aluschale benötigt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und bringt etwas Abwechslung auf den Grill. Das Rezept habe ich in einem Grillbuch von Johann Lafer gefunden.

Besonders gefallen hat mit die Füllung des Rinderfilets. Die Curry-Banane gibt dem Gericht eine besondere Note, die Kokosflocken als Panade passt wunderbar dazu. Die Säure des Orangen-Chutneys harmoniert gut mit der Süße der Banane – ein rundes Gericht.

 

REZEPT

Zutaten für das Gefüllte Rinderfilet auf Orangen-Pfeffer-Chutney (für 2 Personen):

  • 350g Rinderfilet
  • 1 Banane
  • 1 TL Currypulver
  • 2 EL Speisestärke
  • 1cm Ingwer
  • 30g Sahne
  • 1 Ei
  • Mehl
  • 50g Kokosflocken
  • 3 Orangen
  • 100ml Pflaumenwein
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL eingelegte grüne Pfefferkörner
  • 1 EL Rosa Pfeffer
  • frischer Koriander

Zubereitung:

1 Das Rinderfilet waschen, trocken tupfen und parieren. Dann in 3 gleich dicke Stücke schneiden. Die Stücke in der Mitte zu Schmetterlingsstücken aufschneiden. Mit etwas Sonnenblumenöl einreiben. Eine Plastikfolie auf die aufgeklappten Rinderfiletstücke legen und mit einem Plattiereisen (oder einer flachen Pfanne) flach klopfen. Den Ingwer schälen und fein reiben. Das Rinderfilet mit dem Ingwer einreiben. Etwa 10 Minuten ruhen lassen.

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2 Die Banane schälen und in Rädchen schneiden. In einer Schüssel mit dem Currypulver und 1 TL Speisestärke vermischen. In einem kleinen Topf 2-3 Minuten in etwas Sonnenblumenöl anbraten. Die Masse auf je eine Hälfte der drei Rinderfilets verteilen. Salzen und Pfeffern. Die Rinderfilets umklappen und an den Rändern andrücken.

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3 Das Ei verquirlen und mit der Sahne mischen. Nun die gefüllten Rinderfilets erst in Mehl, dann in der Eiermasse und zuletzt in Kokosflocken wenden.

4 Die Schale einer Orange abreiben und beiseitestellen. Die Orangen sauber schälen und filetieren. Den Orangensaft dabei auffangen. Den Orangensaft mit dem Pflaumenwein, den Orangenschalen und dem Zucker in einem Topf (wenn man grillt: in einer Alu-Schale) zum Kochen bringen und einkochen lassen, ggf. mit der restlichen Speisestärke binden.

5 Die gefüllten Rinderfilets von jeder Seite 5-7 Minuten anbraten oder grillen (indirekte Hitze, 120°C).

6 Nun kann der Orangen-Sud abgeschmeckt werden: Dazu die eingelegten Pfefferkörner zugeben und mit Salz und gemahlenem rosa Pfeffer abrunden. Die Orangenfilets zugeben.

7 Das Orangen-Chutney auf einem Teller anrichten und die gefüllten Rinderfilets darauf plazieren. Mit frischem Koriander garnieren und servieren.

  • Für mich gerne auch etwas kürzer gebraten.

    Ansonsten klingt das natürlich sehr gut. Auch wenn mir ein leckeres Rinderfilet wahrscheinlich zu schade wäre, um es mit irgendetwas zu füllen. Ich bin da eher Minimalist, werde aber die Füllung demnächst mal mit Schweinenacken ausprobieren.AntwortenAbbrechen

  • [...] Ich habe hier in der Vergangenheit auch schon einige Rezepte ausprobiert, wie zum Beispiel das gefüllte Rinderfilet auf Orangen-Pfeffer-Chutney, das gebratene Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce oder die [...]AntwortenAbbrechen

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Couscous gab’s bei mir in letzter Zeit immer nur als Salat. Als Beilage zu Gerichten greife ich (leider) eher zu Reis oder Nudeln. Das musste also geändert werden, und so entstand ein Hauptgericht auf reiner Couscous-Basis – vegetarisch – mit grünem Spargel und getrockneten Tomaten.  Seinen Geschmack erhält der Couscous durch Garam Masala und einer guten Portion Harissa (Achtung, scharf!).

Harissa ist eine scharfe, aus Nordafrika stammende Gewürzpaste, die aus Chili, Kreuzkümmel, Knoblauch und Koriandersamen gefertigt wird.

Zutaten für das Couscous mit Harissa und grünem Spargel (für 2 Personen):

  • 200g Couscous
  • 5 Stangen grüner Spargel
  • 6-8 getrocknete Tomaten
  • 2 Schalotten
  • 1-2 cm Ingwer
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 2 TL Harissa
  • 1 EL Garam Masala
  • 1 Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Grünen Spargel schälen und in ca. 2cm lange Stücke schneiden. Die getrockneten Tomaten in kleine Streifen schneiden. Die Schalotten, den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Petersilie fein hacken. Wasser zum Kochen bringen.

2 Den Couscous nach Anleitung quellen lassen.

3 In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Schalotten, den Knoblauch und den Ingwer andünsten. Den Spargel zugeben und mit anbraten. Anschließend die getrockneten Tomaten unterrühren und alles mit Garam Masala und Harissa vermischen. Mit etwas Wasser aufgießen und 1-2 Minuten köcheln lassen. Couscous unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frische Petersilie untermischen und servieren.

  • Klingt absolut lecker und sieht auch so aus!AntwortenAbbrechen

  • Das ist ein Rezept für mich :-) Couscous hab ich in letzter Zeit leider auch sehr selten gegessen und Harissa lagert schon ne Weile in meinem Gewürzschrank, wurde aber fast noch nie benutzt – da wird’s höchste Zeit und deswegen wandert Dein Rezept gleich mal auf die Nachkochliste :-) AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Kirsten: Bin gespannt wie’s Dir geschmeckt hat. Harissa wird im Maghreb sehr oft zu Couscous gereicht…AntwortenAbbrechen

  • Alrin

    Hmz… in dem Rezept ist alles drin, was ich mag, also war’s direkt zum Nachkochen für heute eingeplant – und dann führt der Supermarkt meines Vertrauens keine Harissa mehr und der Spargel ist ausverkauft! Meine experimentelle Variante mit Sambal Oelek und gestiftelten Zucchini war zwar okay, aber kam garantiert nicht ans Original ran.AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Alrin: Ich glaube Sambal Oelek bringt zu viel Eigengeschmack mit. Zucchini kann ich mir dagegen echt gut vorstellen, auch wenn das Gemüse per se etwas weniger würzig schmeckt…AntwortenAbbrechen

  • Alrin

    Ja, das war halt dann das Problem, dass man außer Sambal Oelek nicht mehr viel geschmeckt hat… Aber sobald ich Harissa gefunden hab, wird das wieder probiert!AntwortenAbbrechen

  • Couscous mal anders – zumindest anders als ich es bisher kannte. Danke für dieses interessante Rezept. Wobei ich eher zur Zucchini tendieren werde, da Spargel nicht unbedingt zu meinem Lieblingsgemüse gehört. :)

    @Alrin: Ich persönlich stelle die Harissa-Paste immer selbst frisch her. Dazu habe ich immer Harissa-Gewürzmischung im Küchenschrank vorrätig (die wesentlich länger haltbar ist) und bei Bedarf wird diese dann mit etwas Olivenöl vermengt. Schon hat man frische Harissa-Paste… :) AntwortenAbbrechen

  • Bene

    Ich verwende immer frische Minze, das gibt einen guten Geschmack…AntwortenAbbrechen

  • guinther

    prima, war super lecker.
    Keine Ahnung, wie Harissa aussieht, wenn man es kauft, aber ich bin gespannt. Hat auf jeden Fall geschmeckt.
    Danke, hast vier Leuten eine leckere Speise beschert.
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