Apfelmus aus dem Ofen

Heute gibt’s etwas ganz Einfaches. Ohne großes Brimborium. Ohne doppelten Boden. Und Spezialeffekte. Heute gibt’s schlicht das wohl leckerste Apfelmus der Welt. Und das ist untertrieben. Das Rezept habe ich bei Micha von grain de sel schamlos geklaut und nachgekocht. Nachgeschmort.

Dabei werden einige Äpfel von der Schale befreit, in Scheiben geschnippelt und dann einfach mit etwas Kreuzkümmel, Zimt und einer einsamen Nelke in eine feuerfeste Form gepackt, zugedeckt und fluffige 6-7 Stunden im Ofen weichgekocht.

Dabei fängt der Fruchtzucker an, zu karamellisieren und sorgt für die intensive Farbe des Apfelmus. Das beste: Das Apfelmus kommt ohne ein Gramm Zucker aus und schmeckt dabei süß genug. Toll. Hin und weg ich bin.

REZEPT

Zutaten für das Apfelmus aus dem Ofen:

  • 2,5kg Äpfel
  • 1 Zimtstange
  • 1 Nelke
  • 1TL Kreuzkümmel

Ich habe noch ein Sternanis hinzugefügt.

Zubereitung:

1 Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Mit der Zimtstange, dem Kreuzkümmel, der Nelke und dem Sternanis vermischen.

2 Bei 160°C Ober-/Unterhitze 6-7 Stunden schmoren. Je länger geschmort wird, desto dunkler wird die Farbe.

  • Dazu kann ich nur sagen: das Apfelmus sieht bei dir auch sensationell aus und wird genauso schmecken! Ganz klar: le Top du Top!AntwortenAbbrechen

  • das steht bei mir schon länger auf der Nachmachliste. Wenn du nun auch noch so begeistert bist und das Ergebnis sieht ja auch toll aus, dann sollte ich mich endlich auch mal dran begeben!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Eva: Es ist’s auf jeden Fall wert! Kann Dir nur empfehlen, das Rezept zu probieren!AntwortenAbbrechen

  • Muss ich probieren!AntwortenAbbrechen

  • Wenn ich mal wieder 6-7 Stunden den Ofen bewachen kann, dann wird das sofort ausprobiert! :DAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ach, so viel bewachen musst Du gar nicht. Die Äpfel schön zudecken und alles läuft von alleine.AntwortenAbbrechen

  • Das hab ich auch bei Salzkorn schon gesehen, und jetzt bei dir! Genial, wenn Zucker hier überflüssig wird. Größere Mengen zum Einwecken haben sich aber dann wohl erledigt, ohne Zucker, oder?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Ellja: Größere Mengen würde ich nicht riskieren. 2,5kg Äpfel ergeben ca. 800ml Apfelmus. Reicht ja auch mal ein Stück des Weges.AntwortenAbbrechen

  • Ok, ich gebe mich geschlagen. Jetzt koche ich es auch nach, zumal meine Boskoop im Keller nicht besser werden. Obwohl, vielleicht doch, sie sind sozusagen schon etwas dry-aged mit konzentrierten Aromen ;-)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Widerstand ist zwecklos. Und je aromatischer, desto besser, traue ich mir mal zu behaupten…AntwortenAbbrechen

  • @Elljia: das Apfelmus wecke ich ein – s.Post. Bei dem Aufwand will ich nicht riskieren, dass mir ein Glas kippt. Und so hält es mir dann unbegrenzt, also bis alle aufgegessen sind ;)AntwortenAbbrechen

  • Wunderbares Rezept, ich war auch sofort fasziniert. Meines habe ich dann im Marzipan-Bratapfel-Eis weiterverarbeitet. Ebenfalls sehr zu empfehlen. Aber die Hälfte habe ich wohl schon vorher im Stehen weggefuttert. ;)

    Mit Birnen habe ich es auch ausprobiert, da gab es als Zugabe Safran und eine halbe Vanillestange. Burner!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Mit Birnen…woah. Das probiere ich aus. Apfel-Quitte kann ich mir auch gut vorstellen.AntwortenAbbrechen

  • […] arthurs tochter… kam die auch schon zum einsatz. vor ein paar tagen wurde das mus dann noch hier verbloggt und  macht sich jetzt auf die reise, die welt zu erobern. kleine abweichung vom […]AntwortenAbbrechen

  • ulrike

    Richtig eingekocht in Twist-off Gläsern (wie ja auch Zwetschgenmus) wird das auch in großen Mengen nicht schlecht. Die Amis packen diese Variante vom Apfelmus aufs Brot und nennen es dann applebutter. Ich liebe es heiss und innig.AntwortenAbbrechen

  • Morrie

    Einen schönen Guten Abend,

    ich habe gestern Abend dieses unglaublich wunderbare Rezept probiert und bin hin und weg. Der Duft aus der Küche war einmalig. Und der Geschmack… leichte Säure, genau wie ich es mag!
    Allerdings die Menge war etwas wenig. Bei 2 kg Äpfeln hatte ich knapp 700 oder 800 g.
    Morgen wollte ich diesen Mus erneut zubereiten und unseren Gästen als Weihnachtsgeschenk geben. Ich würde gerne wissen, ob ich die Apfelmenge verdoppeln darf? Oder lieber zwei Mal, je 2 kg Äpfel, schmoren? Würde das Ergebnis das Gleiche sein, wenn die Menge verdoppelt wird? Die Garzeit vermutlich wird länger! Ich hatte 4 1/2 Std. den Römertopf im Backofen. Die Farbe war etwas heller als Ihre und noch mit leichtem Fruchtwasser.

    Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen ein frohes Fest, entspanntes und gesundes Fest!

    Herzlich und mit besten Grüssen,
    MorrieAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Guten Abend! Der Geschmack ist der Wahnsinn, oder? Hat mich auch begeistert. ich denke, dass es kein Problem ist die Menge zu verdoppeln. Je länger die Schmorzeit, desto dunkler wird das Mus. Ebenfalls ein frohes Fest!AntwortenAbbrechen

  • […] Äpfel eignen sich natürlich wunderbar zur direkten Weiterverarbeitung, beispielsweise für das weltbeste Apfelmus (Sorry, Mel) oder den ein oder anderen […]AntwortenAbbrechen

Blood And Sand

Es gibt Drinks, von denen man schon einmal etwas gehört hat – die sogar als Klassiker gelten – an die man sich aber irgendwie noch nicht herangetraut hat. Meist klingt die Rezeptur auf den ersten Blick nicht überzeugend, und man trinkt dann doch lieber einen “alten Bekannten”. Für mich ist der Blood and Sand genau so ein Drink – jahrelang geisterte er im Hintermopf herum, hatte aber gegen meine Vorurteile schlicht keine Chance. Die Originalrezeptur verlangt nach Scotch Whisky, Rotem Wermut, Cherry Brandy und Orangensaft – das Ganze zu gleichen Teilen gemixt. Klang bisher keineswegs nach “trink mich!” – bestenfalls interessant, wenngleich auch immer suspekt.

Wie so oft wird die Überwindung, mal etwas anderes zu probieren, durchaus belohnt: Denn der Blood and Sand hat das Zeug, sich fest als Winter-Drink in meinem Repertoire zu etablieren. Wie gut Whisky und roter Wermut zusammen passen, brauche ich nicht weiter erläutern. Dass jedoch der Cherry Brandy dem Drink eine angenehm süßlich-bittere Note verleiht und ausgerechnet der Orangensaft mit seiner dezenten Säure dem Drink erst den richtigen Kick verpasst, hat mich angenehm überrascht – hatte ich doch gerade bei dem Fruchtsaft so meine Zweifel.

Der Drink funktioniert wirklich bestens! Allerdings sollte man gegenüber dem Originalrezept ruhig den Whisky-Anteil erhöhen und die Menge des Orangensafts je nach Säuregehalt und persönlichem Geschmack variieren.

Zutaten:

  • 45 ml Scotch Whisky
  • 15 ml Orangensaft (frisch gepresst)
  • 15 ml Cherry Brandy
  • 15 ml Roter Wermut

 

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen mit Eis im Shaker ca. 10-15 Sekunden käftig schütteln.

2. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

3. Mit einer Orangenzeste aromatisieren.

  • Da gab es Zweifel? Das ist einer der schöneren Drinks, nicht nur im Winter.AntwortenAbbrechen

  • Frank

    Mich hat die Wermut-Saft-Kombination irgendwie verwundert. Einmal probiert finde ich den Drink phänomenal lecker. Wahrscheinlich nicht nur im Winter :-)AntwortenAbbrechen

  • I wish you a merry christmas and a happy new year !!!! Eine besinnliche Zeit, lecker Essen, Spaß und Freude und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2012 schickt dir mit Engelsflügeln Wolkenfee Anne AntwortenAbbrechen

  • Vor vielen Jahren sind wir mal zufällig in einer in Bar gelandet, die grade genug Platz für uns und den irischen Barmann hatte. Der mixte für uns, spielte Klavier und nebenbei Schach per SMS mit seinem Vater in Irland. Nachdem er mich nach meinen Vorlieben interviewt hatte gab´s einen Blood and Sand. Klasse Abend, klasse Drink. Hab ihn am Wochenende mal nachgemixt und bin fast nostalgisch geworden ;-)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das klingt ziemlich nach Urlaub, Entspannung und einem ruhigen Abend. Jetzt werde ich nostalgisch ^^AntwortenAbbrechen

  • Das kann nur gut schmecken. Wobei ich Cherry Brandy noch nicht kenne. Werde ich ausprobieren. Morgen! Viele Grüße AlexAntwortenAbbrechen

  • Ich empfehle als Cherry Brandy den “Cherry Heering”. Der hat ein durchdringendes Aroma dunkler Kirschen und ist nicht so papp-süß wie manch anderer Cherry Brandy.AntwortenAbbrechen

Gefüllter Kalbsbraten mit Vanille-Rosenkohl und lila Bratkartoffeln

Bratkartoffeln will sie also zu ihrem Bloggeburtstag, die Heike. Weil sie die nicht kann. Genau. Dabei überrascht sie mich regelmäßig mit tollen Kreationen, ansprechenden Fotos und neuen Kombinationen, die mir oft das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Bratkartoffeln nicht können. Ich lach‘ mich tot.

Auf der anderen Seite: Semmelknödel kann ich auch nicht. Immer noch nicht. Und für viele ist’s eine besonders leichte Übung. So hat eben jeder sein Päckchen zu tragen. Und Heike macht’s gleich noch sympathischer.

Gefüllter Kalbsbraten mit Vanille-Rosenkohl und lila Bratkartoffeln

Als wir uns beim Foodblogger-Treffen in Würzburg kennen lernten, erzählte mir Heike, dass sie gerne lila Kartoffeln (Vitelotten) verwende. Von ihren Kids bekomme sie dabei oft die Frage gestellt, ob sie denn nicht einfach ganz normale Kartoffeln verwenden könne. Nein. Bei uns Foodbloggern muss es eben immer etwas ausgefallener sein.

Von meiner lieben Frau („Frauchen“ darf ich ja nicht mehr schreiben, sonst bekomme ich von Petra wieder eins auf den Deckel, hihi) bekomme ich auch hin und wieder zu hören: “Kannst Du überhaupt noch etwas Normales kochen?“  Manchmal. Dann gibt es zumeist Weißwürste, Schinkennudeln oder geschmälzte Maultaschen mit Zwiebeln und Salat.

Und so serviere ich Heike gerne lila Bratkartoffeln zu einem gefüllten Kalbsbraten mit Rosenkohl-Gemüse. Happy Blog-Birthday, Heike!

Gefüllter Kalbsbraten mit Vanille-Rosenkohl und lila Bratkartoffeln

REZEPT

Zutaten für den gefüllten Kalbsbraten auf Rosenkohl-Gemüse und lila Bratkartoffeln (Für 3 Personen):

  • 600g Kalbsbraten
  • 1kg Vitelotten
  • 500g Rosenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 2cm Ingwer
  • 6-8 getrocknete Pflaumen
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200ml Kalbsfond
  • 1EL Tomatenmark
  • 1EL Zucker
  • 2EL Aceto Balsamico di Modena
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Nelke
  • 1/2 Tl Fenchelsamen
  • 1TL Piment d’Espelette
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Kalbsbraten seitlich aufschneiden. Die Trockenpflaumen fein hacken und den Kalbsbraten damit füllen. Mit Küchengarn verschnüren. In etwas Butter von allen Seiten langsam anbraten. Bei 80°C im Ofen garen, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 68°C erreicht hat.

2 Derweil die Vitelotten schälen und würfeln. 8 Minuten in kochendem Wasser kochen. Abtropfen lassen. Wenig Butter in einer (beschichteten) Pfanne zerlaufen lassen, Hitze reduzieren und Kartoffeln langsam rösten.

3 Nebenbei den Rosenkohl putzen und klein schneiden. Die Zwiebel fein hacken. Die Zwiebel in etwas Butter anschwitzen, Rosenkohl zugeben und ein paar Minuten mitdünsten. Dann mit einem Schuss Kalbsfond und etwas Wasser aufgießen, einmal aufkochen und dann bei geringer Hitze ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und geriebenem Ingwer abschmecken, zuletzt Piment d’Espelette zugeben.

4 Den Kalbsfond in einem Topf aufkochen, dann Essig, Zucker und Tomatenmark unterrühren. Rosmarinzweig, Nelke, Zimt und Fenchelsamen in einem Mörser zerkleinern und zugeben. Mit Salz abschmecken und etwas eindicken lassen. Alles anrichten und servieren.

  • Bravo, Uwe :-)

    Der Braten sieht köstlich rosa aus. Ich muss aber gestehen, dass ich mich mit den blauen Kartoffeln, sei es Vitelotte oder auch andere Sorten, nur bedingt anfreunden kann (dabei sind die meist in meinen Tartuffli-Paketen). Gerade bei Bratkartoffeln kommt die angestrebte appetitlich-knusprige Bräune optisch nicht so gut zur Geltung.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Petra: Geht mir ähnlich. Ich kann den Vitelotten am meisten als Kartoffelbrei abgewinnen. Ich war von der Eignung als Bratkartoffelkartoffel auch nicht überzeugt.AntwortenAbbrechen

  • optisch ist es ein traum. geschmacklich sicherlich auch.
    ausgehend von deinem hochprofessionellem ansatz kann ich verstehen, dass da keine anderen kartoffeln in betracht kommen :)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      :D
      Wenn’s nicht Bratkartoffeln hätten sein sollen, wäre es ein Kartoffelbrei geworden. Gerne auch lila…AntwortenAbbrechen

  • Ähem, ich muss auch sagen, dass mich die lila Dinger als Bratkartoffeln optisch nicht so überzeugen *hüstel* Wie waren sie denn geschmacklich?

    Beim gefüllten Kalbsbraten wäre ich aber sofort dabei :)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    JulianeAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Geschmacklich waren sie ok. Wie gesagt: Ich habe sie lieber als Kartoffelbrei.
      Jetzt hab ich die extra unter dem Wirsing versteckt…. *g*AntwortenAbbrechen

  • Wie, unter dem Wirsing versteckt? Wars kein Rosenkohl? ;-)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Natürlich war es Rosenkohl. Wie kommst Du auf Wirsing? *g*
      Ohmann. Mansolltenichtkommentierenwennmanmüdeist.AntwortenAbbrechen

  • Oh, das ist aber schön lila, Schwester!
    Dass ich das bunte, alte, krumme, halbvergessene Zeug immer mit nach Hause schleppe, gehört ja eigentlich in die Rubrik “Stützungskäufe”.
    Ich kann nicht riskieren, dass die das nächstes mangels Nachfrage nicht mehr anbieten. Einer muss sich halt opfern…AntwortenAbbrechen

  • Und vor lauter Verlegenheit fast vergessen: Danke für deine lieben Worte :)AntwortenAbbrechen

  • Sieht ganz schön lecker aus, mein lieber Scholli. Und schöne Fotos (darauf bin ich ja immer besonders neidisch)
    Semmelknödel mach ich Dir gerne, aber weisst Du, was ich nicht kann? Würschtle heiss machen! Jetzt kommst Du!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Würschtle heiß machen kann ich. Auch so, dass sie nicht platzen. Dann gibt’s ja schonmal Semmelknödel mit Würschtle. Lecker.AntwortenAbbrechen

  • Darf ich was sagen zum Thema “Kalbsbraten”?
    Wenn ich ein normales Bratenstück nehme, aus der Schulter oder vom Hals,dann kann das mit 80 C° Ofentemperatur und 68C° Kerntemperatur auch schief gehen. Das sind Stücke die entweder schmoren sollten oder bei höheren Temperaturen braten sollten, damit das Fett ausläuft. Beim Kalbsrücken hingegen kann man es natürlich so machen wie du schreibst,aber 62 C° Kerntemperatur reichen dann.
    Grüsse

    RalfAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Ralf: Danke für die lehrreichen Worte. Genau genommen war’s ein Kalbsrücken. Kalbsbraten ist schlicht falsch. Danke, wieder was gelernt!AntwortenAbbrechen

Pistazien-Parfait mit Rotweinsauce

Ich besitze keine Eismaschine und musste im Sommer daher tatenlos zusehen, als sich diverse Kollegen einen sagenhaften Eis-Battle lieferten und sich mit den aberwitzigsten Eiskreationen Tag um Tag überboten. In diesem Fall bleiben mir nur zwei Substitutionsprodukte: das Parfait und mein Schummel-Eis, welches ich mithilfe eines Mixers, gefrorenen Beeren, etwas Sahne und Puderzucker herstelle.

Aber Weihnachten naht mit großen Schritten, und vielleicht bringt mir der Weihnachtsmann ja eine hübsche Eismaschine mit. Denn nach der Saison ist vor der Saison. Wenn wir gerade schon beim Thema sind: Könnt Ihr mir eine gute Eismaschine empfehlen? Dann freue ich mich über einen Kommentar!

Das Pistazien-Parfait gab’s als Dessert zu meinem Buffet. Ich glaube, dass Ralf allein die Hälfte gegessen hat und aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus kam. Ralf: Ich muss Dich enttäuschen – hinter dem Rezept steckt kein Geheimnis. Es ist, wie es mit Nachtischen ist: Nachdem Du jede Schüssel Deiner Küche für das Aufschlagen diverser Zutaten benutzt und keinen sauberen Löffel mehr findest, ist das Dessert auch schon fertig. Keine Tricks und doppelden Böden. Nur Sahne, Eier, Zucker und Nüsse. So in etwa. Trotzdem Wahnsinn, wie viel Geschirr für die Herstellung benötigt wird.

Die Rotweinsauce ist ein alter Hut. Hier vertraue ich auf mein bewährtes Rezept, was ich schon bei der ein oder anderen Gelegenheit verbloggt habe (Zum Beispiel beim Herbstlichen Feigen-Salat mit Rotweinsauce und beim Lebkuchenparfait mit Feigen, Rotweinsauce und Nougat-Strudel). Die Sauce ist immer wieder gut und ich sehe keine Veranlassung ein anderes Rezept zu probieren.

 

REZEPT

Zutaten für das Pistazien-Parfait mit Rotweinsauce (für 4 Personen):

Für das Parfait:

  • 8 Eier
  • 500ml Sahne
  • 300g Zucker
  • 60g Walnüsse
  • 100g Pistaziennüsse
  • 80g Puderzucker

Für die Rotweinsauce:

  • 1 EL Honig
  • 0,75L Rotwein
  • 100ml Orangensaft
  • 1 Vanilleschote
  • 1/2 Orange
  • 1/2 Zitrone
  • 2 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 2 Tl Speisestärke

Zubereitung:

1 Die Wal- und Pistaziennüsse fein hacken. 200g Zucker mit 2EL Wasser karamellisieren und mit einem Schuss Rotwein ablöschen. Mandeln und Pistaziennüsse zugeben und die Masse auf ein Blech streichen. Erkalten lassen. Dann das Krokant vom Blech ablösen und fein hacken.

2 Zunächst die Sahne steif schlagen und beiseite stellen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Puderzucker aufschlagen. Das Eiweiß mit dem Zucker zu einem festen Eischnee schlagen. Danach den Eischnee mit dem Eigelb vermengen.

3 Das Krokant mit dem Eischnee und dem Eigelb vermengen. Die Masse mit der Sahne gut vermischen.

4 Eine Kastenform mit kaltem Wasser ausspülen und mit Frischhaltefolie auslegen. Die Masse einfüllen und für mindestens 5 Stunden ins Gefrierfach stellen.

5 Für die Rotweinsauce 100g Zucker mit dem Honig und etwas Wasser karamellisieren. Mit dem Rotwein ablöschen und aufkochen. Nun etwas Orangen- und Zitronenabrieb, die Zimtstange und die Nelken zugeben. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Schote und Mark in den Topf geben, den Orangensaft zugeben und die Sauce einkochen lassen. Sollte die Konsistenz der Sauce noch zu flüssig sein, kann diese mit in etwas Wasser aufgelöstem Mehl gebunden werden. Erkalten lassen.

 

  • Nicole

    Nachdem ich 187 Parfaits gemacht habe, und auch immer traurig die Eisrezepte weggeklickt habe, ist die Unold Eismaschine bei uns eingezogen. Die kann ich wirklich nur empfehlen, und wir machen immer noch jede Woche ein neues Eis. Kürbiseis mit Kürbiskernkrokant ist bis jetzt das leckerste Wintereis. Aber wir testen weiter. =)

    http://www.amazon.de/Unold-48806-Eismaschine-Cortina-Antihaftbeschichtung/dp/B003NHPE62/ref=tag_stp_s2_edpp_url

    Wir haben die Eismaschine allerding noch für 160 EUR bestellt. Ich würd den Preis einfach mal beobachten, der schwankt ab und zu.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Nicole: Danke für den Tipp! Unold wird rauf und runter empfohlen, also wird’s wohl eine solche werden…AntwortenAbbrechen

  • Harald

    Klingt sehr lecker!
    Ich kann Dir unbedingt eine Unold-Eismaschine empfehlen.
    z.B. die Unold 48816 Eismaschine de Luxe.
    Ich hatte vorher 3 Eismaschinen erworben – bei allen kam statt Eis nur eine halbfeste, cremige Masse raus.
    Die Unold überzeugt mich voll und ganz und ist (v.a. im Sommer) im Dauereinsatz!AntwortenAbbrechen

  • Das gefällt mir wahnsinnig gut und wird sowas von ausprobiert! Was meinst Du, die Sauce könnte man doch auch warm zum Parfait servieren? LGAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Christina: Ich glaube schon. Tatsächlich habe ich sie bislang (glaube ich) nur maximal lauwarm serviert. Aber hey, na klar geht das ;)AntwortenAbbrechen

  • Wahrscheinlich koche ich es. Danke sehr!AntwortenAbbrechen

Teriyaki-Lachs mit Gemüse uns Reis

Nur etwa 100m Luftlinie entfernt von meinem Büro hat im Sommer ein toller Japaner eröffnet. Dort bekommt man neben ausgezeichnetem Sushi auch viele klassische Fischgerichte klassisch japanisch zubereitet. Geflügel wie Ente oder Hühnchen findet sich ebenso auf der Speisekarte.

Mittags bekommt man für 9,80€ ein Menü inklusive einem kleinen Amuse Gueulle, einer Miso-Suppe und einem wöchentlich wechselnden Hauptgericht. Ich konnte nun zweimal schon den Teriyaki-Lachs mit Gemüse und Reis probieren, welcher wirklich ausgezeichnet schmeckt.

Dieses Gericht habe ich nun zuhause nachgekocht und meiner Cousine Juliane von Schöner Tag noch! und ihrem Mann serviert, als die beiden vor zwei Wochen zu Besuch waren.

Der Lachs wird schonend im Dampfgarer bei 80°C zubereitet. Nach etwa 10 Minuten nehme ich den Lachs aus dem Dampfgarer und brate ihn auf der Hautseite in etwas Butter scharf und kurz an, damit die Haut etwas knusprig wird.

Das Gemüse besteht aus Karotten, Zuckerschoten, Petersilienwurzeln, Bambussprossen und -streifen. Das Gemüse wird kurz im Wok in etwas Öl geschwenkt, so dass es seinen Biss behält. Abgeschmeckt habe ich es nur mit Salz und etwas Pfeffer sowie einem Schuss Sojasauce.

Die Teriyaki-Sauce kann sehr einfach selbst hergestellt werden. Dafür vermischt man Sojasauce, Mirin und Essig, gibt noch etwas Knoblauch, Zucker und Ingwer hinzu und lässt das Gemisch einige Zeit ziehen. Ich habe die Sauce erhitzt und etwas reduzieren lassen.

Einfach, schnell, leicht und lecker – eigentlich ein perfektes Sommeressen, das aber auch im Winter schmeckt.

Teriyaki-Lachs mit Gemüse uns Reis

REZEPT

Zutaten für den Teriyaki-Lachs mit Gemüse und Reis (für 4 Personen):

Für den Lachs und das Gemüse:

  • 800g Lachs mit Haut
  • 200g Zuckerschoten
  • 4 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Handvoll Bambussprossen
  • 1 Handvoll Bambusstreifen
  • etwas frischer Koriander
  • Basmati-Reis
  • Schale von 1/2 Zitrone
  • etwas Sesamöl
  • Salz, Pfeffer

Für die Teriyaki-Sauce:

  • 40ml Sojasauce
  • 40ml Mirin
  • 10ml Essig
  • 1cm Ingwer
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1TL brauner Zucker

Zubereitung:

1 Die Teriyaki-Sauce sollte einige Stunden vorher angesetzt werden. Dafür die Saucen mischen, den Inger fein reiben, den Knoblauch fein hacken. Mit dem Zucker und den Saucen gut verrühren. Ziehen lassen.

2 Karotten, Petersilienwurzeln und Bambusstreifen in feine Julienne-Streifen schneiden. Zuckerschoten und Bambussprossen waschen. Lachs waschen und trockentupfen, salzen und mit den Zitronenschalen bestreuen. Reis garen.

3 Lachs 10 Minuten bei 80°C im Dampfgarer garen. Gleichzeitig das Gemüse in etwas Sesamöl in einer Pfanne anbraten. Gerade solange, dass die Gemüsestreifen noch gut Biss aber schon genug Röstaromen angenommen haben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Lachs aus dem Dampfgarer nehmen und in einer Pfanne in etwas Butter scharf auf der Haut 1-2 Minuten anbraten. Teriyakisauce aufkochen.

5 Alles anrichten und mit frischem Koriander garnieren.

  • Abgesehen von deinen wie immer sehr hübschen Tellern: Wo zum Teufel bekommst du jedesmal dieses eine Blatt Blutampfer her?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Plastik, Heike.
      Spaß beiseite: Ich habe einen Topf Blutampfer ergattert und den seit zwei Wochen gehegt und gepflegt. Und immer nur Blätter zum Dekorieren benutzt…
      Jetzt habe ich aber leider keine mehr.AntwortenAbbrechen

  • Oh ja, das war wunderbar frisch und lecker! Vielen lieben Dank noch mal fürs Bekochen :-)

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    JulianeAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Cousinchen: Na, ist doch klar! Und schön, wenn’s Euch geschmeckt hat :) Freue mich schon auf die nächste Kochsession!AntwortenAbbrechen

  • […] In meiner Mittagspause bin ich oft mit ein paar Kollegen in einem japanischen Restaurant, welches letztes Jahr in 100m Luftlinie zu meinem Büro eröffnet hat. Ich habe hin und wieder davon berichtet und neulich eines der Mittagsgerichte als Blaupause benutzt (Siehe Teriyaki-Lachs mit Gemüse und Reis). […]AntwortenAbbrechen

  • gunther

    jam jam. Lecker war es wieder mal.
    Und zum Nachtisch: Vanilleeis :-)AntwortenAbbrechen