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BÄM! Dieser Post wird bis auf Weiteres mit dem Award für den längsten Titel und das meiste verkochte Zeug gekürt. Holla. Schade, ich hätte gerne vier Zeilen geschafft. Dabei fällt mir auf, dass ich den Zeilenabstand in Überschriften optimieren könnte, für zukünftige Auswüchse wortbildnerischer Kreativität…

Zur Sache! Mittag. Hunger. Frau und Kinder unterwegs. Eine Menge Zeug von gestriger Grillsause übrig. Resteverwertung deluxe! Ran an’s Werk:

Die Basis des Gerichts bilden gegrillte Auberginenscheiben. Diese wurden über Nacht in einem Kreuzkümmel-Joghurt mariniert und waren richtig schön durchgezogen. Darauf habe ich eine Tomaten-Oliven-Tapenade (das Zeug habe ich neulich schon einmal mit Lachs gemacht) angerichtet, dann aufgeschnittenes Schweinenackensteak vom Grill zugegeben. Das Steak habe ich mit einer Teriyaki-Sojasaucen-Zuckerrüben-Marinade während des Grillens bepinselt und nur leicht mit Salz gewürzt. Ganz oben drauf kam eine Ladung dünn geschnittener Zuckerschoten, die ich auf dem Grill in einer Aluschale erst in Sesamöl angeröstet, dann mit Teriyaki-Sauce abgelöscht und schließlich mit frischer Korianderwurzel und etwas Salz abgeschmeckt habe. Kurz mitgegrillte Tomaten und eine Handvoll frischer Koriander runden das Werk ab.

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REZEPT

Zutaten für gegrillte Schweinenackensteaks auf marinierten Auberginen mit Tomaten-Oliven-Tapenade, gegrillten Zuckerschoten und frischem Koriander (für 2 Personen):

  • 2 Schweinenackensteaks
  • 1 Bund Koriander mit Wurzel
  • 1 EL Zuckerrübensirup
  • 2 EL Teriyaki-Sauce
  • 1/2 EL Soja-Sauce
  • 10 Zuckerschoten
  • 1 Chilischote
  • 1 Aubergine
  • Strauch-Rispen-Tomaten

Für die Tomaten-Oliven-Tapenade:

  • 100g schwarze, entsteinte Oliven
  • 100g getrocknete Tomaten
  • 2 reife Tomaten
  • 1 rote Zwiebel
  • 100g eingelegte rote Paprika
  • 100g Schafskäse
  • 1 Bio-Zitrone
  • etwas Sesamöl

Für die Kreuzkümmel-Joghurt-Marinade:

  • 100g Joghurt
  • 2-3 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Garam Masala
  • etwas Salz

Zubereitung:

1 Am Vortag: Die Kreuzkümmel-Joghurt Marinade herstellen, indem alle Zutaten gut vermischt werden. Die Aubergine in dünne Längsscheiben aufschneiden. Auberginenscheiben und Joghurt in eine Tupperschüssel geben, verschließen und gut schütteln. Über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

2 Für die Fleischmarinade 1 EL Teriyaki-Sauce mit dem Zuckerrübensirup und der Soja-Sauce vermischen. Mit etwas Salz abschmecken.

3 Die Oliven, die getrockneten Tomaten, die Tomaten, die rote Zwiebel, die eingelegte Paprika und den Schafskäse für die Tapenade fein würfeln. Den Dill und die Petersilie waschen und fein hacken. Zitronensaft auspressen.Oliven, getrocknete Tomaten, Tomaten, rote Zwiebeln, Paprika und Schafskäse in einer Schüssel mit dem Zitronensaft und 2EL Sesamöl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Zuckerschoten in dünne Streifen schneiden. Die Chili hacken. Die Korianderwurzel hacken.

5 Grill erhitzen. Die Zuckerschoten in etwas Sesamöl in einer Aluschale anrösten. Mit Teriyakisauce ablöschen, die Korianderwurzel und die Chili zugeben. Mit etwas Salz abschmecken.

6 Währenddessen die Schweinenackensteaks und die marinierten Auberginen auf den Grill legen. Die Steaks nach jedem Wenden mit der Teriyaki-Soj-Zuckerrübenmarinade bepinseln. In dünne Streifen aufschneiden. Die Strauch-Rispen-Tomaten kurz grillen.

7 Auberginen auf Tellern anrichten. Darauf die Tomaten-Oliven-Tapinade anrichten, dann das Steak und zuoberst die Zuckerschoten schichten. Mit frischem Koriander bestreuen und die Tomaten dazulegen.

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Es folgt der vierte und letzte Teil der Gastartikel-Serie zum Thema Tee-Mythen von Julia Amann. Im ersten Teil beschäftigte sich Julia bereits mit der Frage, ob Tee 3- oder 5 Minuten ziehen solle, im zweiten mit der Thematik, ob Früchtetee wirklich immer sauer wird und im dritten Teil ob Grüntee wirklich bitter schmeckt.

Einer meiner liebsten Tee-Irrtümer ist Folgender: Tee macht nicht so wach wie Kaffee. Auch wenn
viele Kaffeetrinker gerne an diesem Irrtum festhalten, ist er – so pauschalisiert – nicht richtig. Hier
kommt die Erklärung:

Koffein im wirkt Tee langsamer, aber auch nachhaltiger

Koffein wirkt in Tee und Kaffee unterschiedlich: Koffein wird im Tee oft als Teein bezeichnet, ist aber
identisch mit dem im Kaffee enthaltenen Koffein. Der Unterschied in der Wirkung liegt darin, dass
Teein nicht über Herz und Kreislauf auf unseren Körper wirkt, sonder direkt über das Gehirn und das
Zentrale Nervensystem. Der größte Teil des Teeins ist an Gerbstoffe gebunden und wird deshalb erst
im Darm gelöst. Deshalb wirkt das Koffein im Tee langsamer, aber auch nachhaltiger als bei Kaffee.

Fazit: Wir werden mit einer Tasse Assam zum Frühstück also nicht so schnell wach wie bei Kaffee, bleiben es aber länger.

Zusätzlich üben die Gerbstoffe im Tee eine beruhigende und stabilisierende Wirkung auf die
Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt aus. Wir werden vom Tee also wach, bekommen aber mit
ziemlicher Sicherheit keine Magenschmerzen, wie es viele Kaffeetrinker leider kennen.

Der Koffeingehalt im Tee variiert je nach Sorte. Hier im Vergleich mit Kaffee, Cola und Red Bull (Getränk: Koffeingehalt):

  • Kaffee (150 ml aus 4 g Kaffeebohnen): 40-120 mg
  • Espresso (30 ml): 40 mg
  • Energydrink Red Bull (100 ml): 32 mg
  • Coca Cola (100 ml): 10 mg
  • Grüntee (200 ml): 60 mg
  • Grüntee (Matcha, 2 g Pulver): 64 mg
  • Schwarztee (200 ml): 25-55 mg
  • Oolong (200 ml): 12-55 mg
  • Weißer Tee (200 ml): 6-25 mg

 

Matcha ist ein echter Wachmacher

Wer mit Tee möglichst schnell und effektiv wach werden will, sollte es einmal mit Matcha
(sprich: „Matscha“) probieren. Dieser japanische Grüntee besteht aus feinen, in Steinmühlen
zermahlenen Teeblättern. Das entstandene Pulver wird mit einem kleinen Bambusbesen direkt in
der Teeschale mit heißem Wasser aufgeschlagen und wirkt sofort gegen Müdigkeit. Ideal für das
Mittagstief im Büro oder als Vorbereitung für eine lange Partynacht.

 

Julia Amann ist Projektmanagerin in der digitalen Werbeagentur Spirit Link Medical in Erlangen. Mit Alexander Poetsch, Inhaber des Teefachgeschäfts “Evas Teeplantage” in Nürnberg, teilt sie die Leidenschaft für japanischen Grüntee und Darjeeling.

Im Blog Teepod.de schreiben die beiden seit 2008 Tipps und Tricks zur Teezubereitung, posten Teevideos und Rezepte mit Tee. Ein Teeglossar und Artikel zu Geschichte und Anbau von Tee erklären die wichtigsten Basics zum Thema und auch die Leser kommen im Blog zu Wort: In den „Interviews mit Teeliebhabern“ stellt Teepod.de immer wieder interessante Menschen vor, die sich ein Leben ohne Tee nicht vorstellen wollen.

  • Sehr interessant. Da ich gerade meine große Liebe für grünen Tee wieder entdecke ist es umso besser etwas mehr darüber zu wissen.AntwortenAbbrechen

Tempter Cocktail

Alte Cocktailrezepte sind immer mal wieder aufregend interessant. Viele sind seit ihrer Entstehungszeit längst vergessen und werden gelegentlich erst nach vielen Jahrzehnten wiederentdeckt. Einige sind nach heutigem Geschmack wirklich nicht der Rede wert. Andere wiederum bestechen durch ihre einzigartige Balance und sind auch mit aktuellen Zutaten ein echtes Geschmackserlebnis. Mitunter sind sie außerdem auch noch so simpel, dass man sich fragt, warum man nicht selber schon darauf gekommen ist. Der Tempter Cocktail ist genau so ein Drink.

Im Savoy Cocktailbook von 1930 wird er als 1:1 Gemisch aus Portwein und Apricot Brandy aufgeführt. Ob white, ruby oder tawny Port – darüber schweigt sich das Buch aus. Das heißt: Experimentieren und Probieren!

Wer es lieber etwas süßer mag, greift zum Ruby oder Tawny – oder auch einem Vintage Port. Mit einem etwas trockeneren White Port ergibt sich genauso ein hervorragender Drink, der immernoch fruchtig süß ist. Natürlich läßt sich auch am Mischungsverhältnis spielen. So schmeckt der Tempter Cocktail auch bei einem Verhältnis von 2:1 (Port zu Likör).

Überzeugen konnten bisher alle Varianten. Aprikosenlikör und Portwein scheinen wie gemacht für einander. Das süße Aroma vollreifer Aprikosen wird durch den Port tatsächlich etwas verdünnt und geschmacklich ergänzt. Da dem Drink eine echte Spirituose fehlt, ist er auch recht leicht. Er sollte auf jeden Fall sehr gut gekühlt serviert werden.

Zutaten:

  • 30 ml Portwein
  • 30 ml Apricot Brandy

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen mit Eis im Rührglas kalt rühren.

2. In ein kleines, vorgekühltes Cocktailglas abseihen

 

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Im März dieses Jahres habe ich mit meiner Cousine Juliane von Schöner Tag noch! ein Kochwochenende eingelegt, bei dem wir sehr viele Gerichte zubereitet hatten. Unter anderem probierten wir damals auch die Grenadine-Birnen mit süßem Couscous (das Rezept erschien Ende März auch schon einmal bei Juliane). Ich möchte Euch diesen Knaller nicht vorenthalten – gerade jetzt, da Himbeeren und Birnen aus heimischen Gefilden verfügbar werden.

Couscous kannte ich bislang auch nur als salzige Beilage, nicht aber als Bestandteil eines süßen Gerichtes. Rockt! Genehmigt! Ich kann mir inzwischen die wildesten Kombinationen vorstellen. Besonders ansprechend finde ich Rezepte, in denen Vanille enthalten ist…

Und wer Desserts mit Birnen gerne mag, sollte sich noch unbedingt die Safran-Birnen mit Blaubeer-Eis und Vanille-Sud sowie die Taleggio-Birnen mit Datteln zu Gemüte führen…

Mit diesem Rezept beschenke ich Zorras Kochtopf, der sieben Jährchen alt geworden ist. Leider habe ich es nicht geschafft, ein aktuelles Rezept zu kochen, daher gibt’s dieses fesche Gericht!

 

REZEPT

Zutaten für die Grenadine-Birnen mit süßem Couscous (4 Personen):

  • 1 Limette
  • 175ml Möhrensaft
  • 2 EL Zucker
  • 100g Couscous
  • 50g getrocknete Aprikosen
  • 20g Pistazien
  • 5 EL Himbeeren
  • 75ml Grenadinesirup
  • 1 Vanilleschote
  • 2 kleine, feste Birnen
  • 20 Blätter Minze

Zubereitung:

1 Zunächst den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen.

2 Die Limette waschen und die Schale mit einem Zestenreißer fein abreiben, den Saft auspressen. Den Zucker mit 75ml Möhrensaft, der Limettenschale und der Hälfte des Limettensafts aufkochen. Nun den Couscous unterrühren und den Topf beiseitestellen, den Couscous quellen lassen.

3 Nun die getrockneten Aprikosen würfeln. Die Pistazien fein hacken. Beides unter den Couscous rühren und abkühlen lassen.

4 Grenadinesirup, den übrigen Möhrensaft und den restlichen Limettensaft verrühren. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mit der Flüssigkeit vermischen. Die Birnen schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Birnenhälften in eine ofenfeste Form legen und mit der Sirupmischung übergießen.Ca. 25-30 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit sollten die Birnenhälften gewendet und mit etwas Sirup begossen werden.

5 Die Minze waschen und grob hacken. Unter das süße Couscous rühren. Couscous auf Tellern portionieren. Mit gebackener Birne und Himbeeren anrichten. Mit Sirup beträufeln.

7 Jahre kochtopf - Blitz-Blog-Event - Gib ihm Süsses! (Einsendeschluss 30. September 2011)

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Es folgt der dritte Teil der vierteiligen Gastartikel-Serie zum Thema Tee-Mythen von Julia Amann. Im ersten Teil beschäftigte sich Julia bereits mit der Frage, ob Tee 3- oder 5 Minuten ziehen solle, im zweiten mit der Thematik, ob Früchtetee wirklich immer sauer wird.

Als Fan japanischer Grüntees höre ich immer wieder von Freunden und Kollegen: „Grüntee? Den mag ich nicht. Der ist doch bitter.“ Tja: Wenn die wüssten, was ihnen entgeht. Denn Grüntee wird nur bitter, wenn er falsch zubereitet wird. Aber was ist falsch daran und wie schmeckt Grüntee lecker?

Grüntee verträgt keine zu hohen Temperaturen beim Aufguss

Ganz einfach: Grüntee – egal ob als Japan oder China – verträgt keine zu hohe Temperatur beim Aufguss. Um ihn zu genießen, verwenden Sie Wasser, das – je nach Sorte zwischen 55 °C und 85 °Celsius heiß ist. Das geht am einfachsten mit einem Wasserkocher, bei dem man die Temperatur einstellen kann. Dieser heizt dann nur bis zur entsprechenden Gradzahl und Sie können Ihren Grüntee schnell und einfach richtig aufgießen. Wer sich keinen speziellen Wasserkocher kaufen mag, lässt das Wasser nach dem Kochen einfach ein paar Minuten offen stehen und misst – im Idealfall – vor dem Aufguss mit einem Thermometer nach.

Grüntee sollte nicht zu lange ziehen

Der zweite Fakt, der Grüntee bitter werden lässt, ist die Ziehzeit. Die meisten Grüntees schmecken nach etwa einer bis zweieinhalb Minuten Ziehzeit. Diese variiert je nach Sorte (Gyokuros kürzer, Senchas länger).

Wie hoch genau die richtige Temperatur und wie lange die richtige Ziehzeit ist, weiß der Teefachhändler.

Als Faustregel gilt jedoch: Die meisten Senchas schmecken zwischen 70° und 75° Grad Celsius, chinesische Tees (reine Grüne und Jasmintees) vertragen höhere Temperaturen bis 85 °Celsius als japanische Grüntees. Hochwertige Gyokuros benötigen niedrigere Temperaturen (55-65°C) als einfache Senchas.

 

Julia Amann ist Projektmanagerin in der digitalen Werbeagentur Spirit Link Medical in Erlangen. Mit Alexander Poetsch, Inhaber des Teefachgeschäfts “Evas Teeplantage” in Nürnberg, teilt sie die Leidenschaft für japanischen Grüntee und Darjeeling.

Im Blog Teepod.de schreiben die beiden seit 2008 Tipps und Tricks zur Teezubereitung, posten Teevideos und Rezepte mit Tee. Ein Teeglossar und Artikel zu Geschichte und Anbau von Tee erklären die wichtigsten Basics zum Thema und auch die Leser kommen im Blog zu Wort: In den „Interviews mit Teeliebhabern“ stellt Teepod.de immer wieder interessante Menschen vor, die sich ein Leben ohne Tee nicht vorstellen wollen.

  • [...] Es folgt der vierte und letzte Teil der Gastartikel-Serie zum Thema Tee-Mythen von Julia Amann. Im ersten Teil beschäftigte sich Julia bereits mit der Frage, ob Tee 3- oder 5 Minuten ziehen solle, im zweiten mit der Thematik, ob Früchtetee wirklich immer sauer wird und im dritten Teil ob Grüntee wirklich bitter schmeckt. [...]AntwortenAbbrechen

  • Genau so!! Wenn sie wüssten was ihnen entgeht. ;o)
    Ich liebe Grüntee und er ist so gesund….
    Deinen Blog finde ich sehr gut! Und ich bin ein bisschen enttäuscht darüber, dass ich ihn erst jetzt entdecke…. ;o)
    Grüßle
    ChrisAntwortenAbbrechen