Ochsenherzsalat Inside Out

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Keine Angst! Mich hat nicht wirklich der Teufel geritten und einen Salat aus einem Ochsenherz herstellen lassen. Das “Ochsenherz” ist die Bezeichnung für eine große, aus Italien stammende Tomate – die “Cuore die bue” – die Ochsenherz-Tomate. Sie ähnelt in Größe und Form wirklich einem Ochsenherz, so dass sich dieser Name über viele Sprachen hinweg durchgesetzt hat.

Die Tomate ist recht saftarm und besitzt einen säuerlichen, süßlichen Geschmack. In einem originalgetreuen “Insalata caprese” wird nur diese Tomatensorte verwendet. Ich habe die Tomate ausgehöhlt und gefüllt. “Inside Out” – denn das Dressing habe ich in die Füllung mit eingearbeitet. Schneidet man die Tomate also an, so hat man einen vollständigen Salat vor sich. Ich empfehle das Gericht als Beilage für Gegrilltes.

Zutaten für den Ochsenherz-Tomatensalat (für 2 Personen):

  • 2 reife Ochsenherz-Tomaten
  • 2 hartgekochte Eier
  • 2 Schalotten
  • 1 Scheibe Schwarzbrot
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll frischer Basilikum
  • 2 EL Frischkäse
  • 1 TL Zitronenzesten
  • 3-4 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 2 TL Honig
  • 2 TL Senf
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen. Den “Deckel” dünn abschneiden und die Tomaten aushöhlen. Das herausgenommene Fruchtfleisch fein hacken und in eine Schüssel geben.

2 Die hartgekochten Eier schälen und fein hacken. Den Basilikum fein hacken. Mit dem Frischkäse unter die gehackten Tomaten rühren. Das Schwarzbrot fein würfeln. Den Knoblauch und die Schalotten fein hacken.

3 Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten und den Knoblauch anschwitzen. Mit Aceto Balsamico di Modena ablöschen, Honig zugeben und eindicken lassen. Die Brotwürfel dazugeben. Abkühlen lassen und dann mit dem Senf, dem Öl und den Zitronenzesten in die Schüssel geben und alles zu einer glatten Masse verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Masse in die Tomaten füllen und servieren.

  • Eine super nette Idee “Salat” zu servieren. Gefällt mir optisch ausgesprochen gut und geschmacklich spricht es mich auch total an.AntwortenAbbrechen

Safran

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Safran (Crocus sativus) ist seit jeher das teuerste und meistkopierte Gewürz der Welt – Preise werden nicht pro Kilogramm sondern pro Gramm aufgerufen. So schlief der Legende nach Zeus auf einem Bett aus Safran, Hochzeitsschleier reicher Bürger wurden in der Antike mit Safran gelb gefärbt. Bereits bei den Phöniziern war Safran als Gewürz und als Heilmittel bekannt.

Wissenswertes

  • Safran gehört zur Gattung der Krokusse und ist ein Schwertliliengewächs
  • Das als Safran bekannte Gewürz ist der Stempel der Krokus-Blüte
  • Um 1kg Safran zu gewinnen, benötigt man bis zu 200.000 Blüten. Die Safranfäden werden in reiner Handarbeit aus den Blüten entfernt. Für die Ernte stehen nur drei Wochen im Herbst zur Verfügung, da die Pflanze nur in diesem Zeitrahmen blüht.
  • Safran fand wohl seinen Weg von Kreta nach Arabien und wird seither hauptsächlich dort angebaut
  • Der Name “Safran” stammt aus dem Arabischen und bedeutet in etwa “gelb werden”
  • Schon vor vielen Jahren wurde Safran aufgrund seines hohen Preises gefälscht. Die Gewürzhändler Venedigs prüften Safran, indem sie Fäden in Wasser auflösten und Natron zugaben. Verfärbte sich die Lösung rot und wurde trübe, so handelte es sich um “falschen Safran”, die Färberdistel. Blieb die Lösung jedoch gelb, war der Safran echt. Die Färberdistel wurde früher zum Färben von Stoffen benutzt.

Verwendung

  • Safran besitzt einen intensiven Geruch und einen herb bis bitteren, leicht scharfen Geschmack
  • Safran wird oft als Färbemittel verwendet
  • Wichtig ist, dass Safran licht- und feuchtigkeitsgeschützt gelagert wird, da er sonst Geschmack verliert. Gleichzeitig sollte Safran nie zu lange gekocht werden, da dann das charakteristische Aroma verloren geht.
  • Safranfäden werden meist in etwas Wasser aufgeweicht und dann gegen Ende der Garzeit zur zu verfeinernden Speise gegeben.
  • Die Perser kombinieren Safran gerne mit Minze, Rosinen oder Granatapfelkernen
  • Safran harmoniert in Gewürzmischungen gut mit Kardamom, Gewürznelken und Zimt

Bekannte Gerichte

  • Bouillabaisse (französische Fischsuppe)
  • Risotto alla Milanese
  • Lussekatter (schwedisches Süßgebäck)
  • Paella
  • Als Zutat in vielen Reisgerichten der indischen Küche

 

Quellen

Wikipedia, Gernot Katzers Gewürzseiten, Schuhbecks Küche der Gewürze

Heiße Schokolade selbst gemacht

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Bei pi mal butter habe ich vor einiger Zeit ein Rezept für selbst gemachte heiße Schokolade gesehen und es auch direkt ausprobiert. Ich wollte das Industriekakaopulver schon lange aus meinem Vorratsschrank entfernen und habe diese Gelegenheit dann beim Schopfe gepackt – ich war zusätzlich durch regnerisches, nasskaltes Wetter motiviert und hatte Lust auf einen dampfenden Pott heißer Schokolade.

Die Herstellung ist denkbar einfach und geht wirklich schnell. Simones Tipp, die Schokolade langsam und in Etappen zu mixen, ist klasse. Man will ja tunlichst vermeiden, dass die gute Schokolade schon im Mixer schmilzt – das soll sie erst in der Milch tun. Die Stärke sorgt für eine wunderbar cremige Konsistenz – fügt man etwas mehr davon hinzu, kann man direkt Pudding daraus zubereiten.

Zutaten für die heiße Schokolade:

  • 200g 70%ige beste Schokolade
  • 150g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 40g Rohrzucker
  • 80g Zucker
  • 150g Kartoffelstärke

Zubereitung:

1 Die Schokolade sehr fein raspeln. Das Raspeln in Etappen vornehmen, damit die Schokolade nicht schon im Mixer schmilzt. Mit den anderen Zutaten vermischen.

2 Für die heiße Schokolade: pro 100ml Milch einen Esslöffel Pulver verwenden und langsam in einem Topf unter stetem Rühren erhitzen. Dadurch wird die heiße Schokolade wunderbar sämig.

Tipp: Bei Simone von pi mal butter gibt’s auch noch ein paar Variantenvorschläge! Einfach mal reinschauen:D

 

  • Sonja

    Für mich ist diese heiße Schoki ein kleines Stückchen Himmel auf Erden. Wichtig dabei ist aber, dass man die Milch mit dem “Pulver” wirklich im Topf erhitzt, nicht in der Mikrowelle!AntwortenAbbrechen

Spargel aus dem Dampfgarer mit Kartoffeln und Schinken

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Jaaaaaaaaaaaaaaaaa! Die Freude war groß, als ich beim Heimfahren das Schild sah, auf dem “Tennenloher Spargel” stand und ein roter Pfeil auf den Parkplatz eines Baumarktes in Erlangen zeigte. Die Spargel-Saison ist also eröffnet, wunderbar! Das trockene, warme Wetter der letzten Wochen hat den Spargel laut der verkaufenden Bäuerin besser wachsen und früher reif werden lassen als die letzten Jahre. Zwar sind die Kilopreise mit 10,90€ noch ziemlich teuer – aber nach langer Wartezeit konnte ich nicht anders. Ein Kilo Spargel war also schnell gekauft und der Speiseplan für den Folgetag spontan umgeschmissen.

Es gibt sehr, sehr viele tolle und ausgefallene Spargelrezepte. Unzählige Varianten und kreative Rezepte. Heute will ich aber die Zubereitungsart veröffentlichen, die ich über alles liebe – und die gleichzeitig sehr, sehr einfach ist. Es ist wahrscheinlich das einfachste Rezept, welches dieser Blog bislang gesehen hat. Aber eben auch verdammt lecker. Am liebsten esse ich den Spargel schonend gedämpft mit Salzkartoffeln, frischem, saftigem gekochten Schinken, Schnittlauch und Butter. Geschmolzener Butter. Und ein Hauch von Salz. I’m lovin it!

Oftmals wird der Spargel direkt im kochenden Wasser gegart. Dabei verliert er nicht nur viele wertvolle Inhaltsstoffe und Vitamine sondern auch Geschmack. Ich empfehle daher die Zubereitung in einem Dampfgarer.

Zutaten für Spargel aus dem Dampfgarer mit Kartoffeln und Schinken (für 2 Personen zum Sattessen):

  • 1kg Spargel
  • 10 mehligkochende Kartoffeln
  • 8 Scheiben Schinken
  • 1 Bund frischer Schnittlauch
  • 100g Butter
  • 1/2 Zitrone
  • 1-2 TL Zucker
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Kartoffeln schälen und salzen. In ausreichend Wasser gar kochen.

2 Den Spargel schälen und die Enden sparsam abschneiden. In einem Dampfgarer einen Sud aus Wasser und zwei Scheiben Zitronen zum Kochen bringen. Den Spargel einsetzen und den Zucker über dem Spargel verteilen. Ca. 20 Minuten bei 90°C garen (Wer den Spargel weicher mag sollte 25 Minuten daraus machen).

3 Die Butter in einem Topf bei milder Hitze schmelzen.

4 Den Spargel entnehmen und leicht salzen, die geschmolzene Butter darüber geben. Den Schnittlauf fein schneiden und über dem Spargel verteilen. Mit Kartoffeln und Schinken servieren. *schleck*

  • Ich war nie so verrückt auf Spargel, aber seit ich ihn zum ersten Mal in meinem Dampfgarer zubereitet habe, liebe auch ich ihn! :-) AntwortenAbbrechen

    • Ulrike

      Hallo Eva,
      habe einen Dampfgarer, bin mir aber nicht sicher, wie ich den Spargel würzen soll. Benötigt er im Dampfgarer eine Gewürze, sondern schmeckt auch so?
      Danke für eine Antwort.AntwortenAbbrechen

      • Uwe

        Hallo Ulrike,

        Du musst den Spargel nicht unbedingt vorher würzen. ich salze ihn oft einfach nach dem Garen. Du kannst im Dampfgarer den Sud aromatisieren, das färbt dann auch auf den Spargel ab.

        Grüße
        UweAntwortenAbbrechen

  • Stimmt, Spargel mit Butter ist etwas Wunderbares!AntwortenAbbrechen

  • Oh ja! Die Spargel-Saison muss ich auch bald einleiten.

    Freue mich auch schon auf den ersten Spargel vom Grill!AntwortenAbbrechen

  • Ja endlich geht die Spargelzeit wieder los. Habe kürzlich den Tipp eines Bekannten getestet und den Spargel in einem Schnellkochtopf zubereitet. Dazu den geschälten Spargel mit Butter, etwas Salz und Zucker in den Schnellkochtopf und bis zur zweiten Garstufe erhitzen. Danach das Ganze von alleine Abkühlen lassen. Sobald sich der Druck abgebaut hat, ist der Spargel genau richtig. Ich wollte es anfangs auch nicht glauben, aber es funktioniert.AntwortenAbbrechen

  • Das ist ja lustig. Da hat es fast das Gleiche bei uns gegeben.AntwortenAbbrechen

  • Hast du den Steamw**** für die Spargeln verwendet?AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Eva: Ja, das Ergebnis ist wirklich besser!
    @Petra: Ich nehme mir jedes Jahr vor, “mal andere” Rezepte auszuprobieren. Lande dann aber in 9 von 10 Fällen beim Spargel mit Butter.
    @Jens: Das steht auch noch auf meinem Programm. Und ne Spargelpasta.
    @Petra: Interessant, vielleicht probier ich’s mal aus!
    @tobias: :D
    @zorra: Nein. Ich liebe meinen Vitalis. Den Steamw*** probiere ich nächstes Wochenende aus.AntwortenAbbrechen

  • So mag ich ihn auch am liebsten – ganz puristisch. Ich dämpfe ihn einfach in einem Schlauch im Ofen.AntwortenAbbrechen

  • [...] Spargel aus dem Dampfgarer mit Kartoffeln und Schinken [...]AntwortenAbbrechen

  • Freue mich jetzt schon auf die kommende Spargelzeit :-) Wer keinen Dampfgarer hat, kann 500gr Spargel auch in Alufolie wickeln und eine halbe Stunde bei 180 Grad im Ofen zubereiten. Auch eine sehr schonende Zubereitung und dazu daann ein paar bunte Kartoffeln – hmmm lecker!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das stimmt, das ist wunderbar. Ich freue mich auch schon wieder auf die Spargelzeit…AntwortenAbbrechen

  • gunther

    schön, dass auch so ein Standard-Gericht mal einen Blogeintrag bekommt. Hats verdient finde ich.AntwortenAbbrechen

Geisha

Geisha

Ein wenig vom Martini-Cocktail, gepaart mit etwas vom Gimlet, angehaucht von typisch fernöstlicher Lychee und optisch abgerundet durch einen Spritzer roten Bitterlikörs – so präsentiert sich der Geisha Cocktail.

Während das Original mit wesentlich weniger Gin auskommt und damit nach meinem Geschmack deutlich zu süß wird, ergänzt in dieser Variante ein wenig Wermut den höheren Gin-Anteil und macht den Drink so zu einem fruchtig-frischen Aperitif.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Heinz Dahlmeier, 1996.

Zutaten:

  • 50 ml Gin
  • 15 ml Lychee Likör
  • 10 ml trockener Wermut
  • 10 ml Lime Juice Cordial
  • 1 BL Red Orange Likör


Zubereitung:

(1) Alle Zuaten außer den Red Orange Likör in einem Rührglas auf Eis ca. 30 Sekunden kalt rühren.

(2) In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

(3) Den Red Orange Likör langsam in den Drink träufeln.

(4) Den Glasrand mit einer Limettenzeste aromatisieren.