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Ich freue mich sehr Euch eine Gastartikel-Serie von vier tollen Beiträgen ankündigen zu können. Ab morgen werden die nächsten vier Sonntage Artikel über die besten Mythen und Irrtümer rund um den Tee erscheinen.

Julia Amann wird uns dabei darüber aufklären, ob Tee, der drei Minuten zieht, wirklich anregend wirkt. Wir kennen es aus den Jugendherbergen unserer Schulzeit, das saure etwas von Früchtetee in den silbernen Kannen. Aber wird Früchtetee wirklich immer sauer? Und ist grüner Tee bitter? Diese Fragen werden genauso beantwortet wie die These, ob Tee die gleiche Wirkung wie Kaffee haben kann.

Im Blog Teepod.de schreibt Julia seit 2008 Tipps und Tricks zur Teezubereitung, postet Teevideos und Rezepte mit Tee. Ein Teeglossar und Artikel zu Geschichte und Anbau von Tee erklären die wichtigsten Basics zum Thema und auch die Leser kommen im Blog zu Wort: In den „Interviews mit Teeliebhabern“ stellt Teepod.de immer wieder interessante Menschen vor, die sich ein Leben ohne Tee nicht vorstellen wollen.

Morgen könnt Ihr den ersten Artikel “Die 3 bis 5 Minuten Regel” lesen.

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Die neue Ausgabe “Lust auf Genuss” hat gelitten. Meine kleine Tochter meinte es wäre eine gute Idee, ihre Tasse Milch auszuschütten und dabei auch noch im Halbkreis um sich zu bewegen. Natürlich stand sie dabei auf ihrem Stühlchen und drehte sich vom Tisch weg. Sie erwischt in einem Rundumschlag also die Tischfläche, das Stühlchen und den Boden. Und da Flüssigkeit, die aus einem Meter Höhe ausgeschüttet wird, wirklich schön spritzt wenn sie auf dem Boden aufschlägt, waren die Stühle und eine Wand auch gleich noch gesprenkelt.

Orangen und Fenchel passen super zu Fisch

Auf dem Tisch lag die neue Ausgabe der Zeitschrift. Nass. Glitsch. Klebrig. Ich versuchte zu retten, was zu retten war und war froh, auf einer halbwegs intakten Seite dieses Rezept zu finden. Fenchel und Orangen hatte ich schon öfter als Beilage zu Fisch, meist als Salat wie bei den Zanderröllchen Cajun auf Orangen-Fenchel-Salat oder den Schwertfischsteaks auf Orangen-Fenchel-Salat.

Dass Fenchel und Orangen ersten super zusammen harmonieren und dann auch mit Fisch schmecken, ist ja kein Novum mehr. Es muss aber nicht immer ein Orangen-Fenchel-Salat sein, und daher sprach mich die Variante mit gebratenem Fenchel gleich an.

 

REZEPT

Zutaten für die Lachsforelle mit gebratenem Fenchel und Orangen (für 2 Personen):

  • 350g Lachsforellenfilet mit Haut
  • 3 EL Öl
  • 1 Bio-Zitrone
  • 2 Fenchelknollen
  • 2-3 EL schwarze Oliven
  • 2 Orangen
  • 1 Handvoll Zitronenmelisse
  • 1 TL rosa Pfeffer
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Das Fischfilet waschen und trocken tupfen. Die Schale der Zitrone abreiben. Die Zesten mit dem Öl verrühren und mit einem Pinsel auf den Fisch streichen. 10 Minuten marinieren lassen.

2 Derweil den Fenchel putzen und in dünne (0,5cm) Scheiben schneiden. Die Orangen schälen und filetieren. Den Orangensaft auffangen. Die schwarzen Oliven klein hacken, die Zitronenmelisse waschen und in Streifen schneiden.

3 Eine beschichtete Pfanne heiß werden lassen. Etwas Öl zugeben und den Fenchel anbraten. Die Orangenfilets samt Saft zugeben, mit Salz und rosa Pfeffer abschmecken. Bei schwacher Hitze einköcheln lassen.

4 Eine weitere beschichtete Pfanne heiß werden lassen. Den Fisch auf der Haut 3-4 Minuten anbraten, kurz wenden (<1 Minute) und wieder auf die Haut drehen. Salzen und pfeffern.

5 Das Fenchel-Orangen-Gemüse auf einem Teller anrichten, die Oliven und die Zitronenmelisse darüber geben. Den Fisch darauf anrichten und mit ein paar rosa Pfefferkörnern bestreuen.

Black Tea Sour

Viele alkoholfreie Cocktails können aufgrund einer simplen Tatsache nicht überzeugen: Sie sind viel zu süß. Oft werden sie als alkoholbefreite Varianten “richtiger” Drinks kreiert, bei denen man einfach die alkoholischen Zutaten weglässt und diese durch eine erhöhte Menge an Säften und Sirups ersetzt. Solche Drinks sind selten gut ausbalanciert und oft richtig pappsüß. Ihnen fehlt eben eine Zutat, die anstelle der entfallenen Spirituose dem Drink etwas Halt und Struktur gibt.

Mit ungesüßtem, gut gekühltem schwarzen Tee läßt sich aber ein hervorragender Sour zaubern. Die Tannine des Tees geben dem Black Tea Sour eine solide Basis, so daß sich der Drink geschmacklich mit alkoholischen Sour-Varianten durchaus messen kann. Bei der Wahl des schwarzen Tees sollte man besser bei Blatt-Tee aus Ceylon oder Assam bleiben. Mit bereits aromatisierten Teesorten ließe sich der Drink viel schwieriger balancieren.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Thad Vogler, Bar Agricole, San Francisco.

Zutaten:

  • 70 ml schwarzer Tee, gut gekühlt
  • 30 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 10 ml Grenadine
  • 5 ml Zuckersirup
  • 1 Eiweiß

 

Zubereitung:

1 Alle Zuaten im Shaker ohne Eis ca. 20 Sekunden schütteln.

2 Eiswürfel zugeben und nochmals 10-15 Sekunden kräftig schütteln.

3 Doppelt in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.

 

 

  • Sonja

    Hurra! Mal wieder ein alkoholfreier Cocktail… Den werde ich mal versuchen – wenn wir denn alle Zutaten im Hause haben. Und: Wie immer ein tolles Foto!AntwortenAbbrechen

  • Frank

    Die Zutaten sollten eigentlich kein Problem sein. Tee, Zitronensaft und Eier sind sicher vorhanden. Zuckersirup und Grenadine sind in vielen Supermärkten erhältlich. Man kann die Sirups auch einfach selber herstellen – das lohnt sich durchaus.AntwortenAbbrechen

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Da denke ich, ich kenne die meisten Food-Magazine, die anspruchsvollere Rezepte hübsch und schick präsentieren – und werde immer wieder jäh überrascht. So geschehen mit “marmite“, einer Schweizer Zeitschrift für Ess- und Trinkkultur. Sechs Ausgaben erscheinen im Jahr. Die Zeitschrift kommt edel daher und verliert keine großen Worte sondern kommt gleich zur Sache. Interessante Themenartikel werden von passenden Rezepten begleitet, die mit sehr appetitanregenden Bildern garniert sind.

Besonders hübsch: Die Rezepte sind in Schwierigkeitsgrade kategorisiert. Und Speisen der schwierigeren Art finden sich durchaus oft in den Heften. Seitens der Themenauswahl erinnert mich “marmite” ein wenig an Effilee – nur dass mich die Aufmachung sowie die Themenauswahl anspricht (Mit Effilee bin ich bislang leider nicht warm geworden…).

Aus der Ausgabe “April/ Mai” habe ich nun ein Rezept getestet, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: Gebratenes Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce! Im Original wird statt des Roastbeefs Entenleber verwendet – aber da ich noch ein Stück Roastbeef im Kühlschrank hatte (Ich hatte neulich unbändigen Appetit auf Fleisch – VIEEEEL Fleisch – und kam mit eben jener Scheibe Roastbeef nach Hause, wo Überraschungsbesuch mit Überraschungsessen wartete…also musste das Roastbeef warten und anderweitig verbraucht werden), war das Rezept auch schnell abgeändert…

Ich mag Fleischgerichte mit Aprikosen sowieso sehr gerne. Aber die Kombination mit der Chili-Schokoladensauce sprang mir sofort ins Auge. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Säure der Aprikosen harmoniert super mit dem Amaretto, in dem die Früchtchen einige Zeit marinieren. Die Chilis sorgen dafür, dass die Schokolade nicht zu süß daherkommt und sind ein prima Ausgleich. Und rosa gebratenes Fleisch (Hgnaaa – mir ist’s ein wenig “zu durch” geraten, wie man auf dem Foto sieht) passt wunderbar dazu.

 

REZEPT

Zutaten für das gebratene Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce (für 2 süße Personen):

  • 10 Aprikosen
  • 6 EL Amaretto
  • 50g Zucker
  • 1-2 Chilischoten (je nach Gusto)
  • 3 EL gehackte Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakao)
  • 2 Roastbeef-Steaks à 200g
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Aprikosen achteln und in 4 EL Amaretto ca. 60 Minuten marinieren. Anschließend mit dem Zucker zu einer dicken Masse einkochen lassen. Dabei darauf achten, dass schwache Hitze benutzt wird.

2 Die Chilischoten entkernen und klein hacken. Mit dem restlichen Amaretto aufkochen lassen und dann die Zartbitterschokolade zugeben und verrühren. Warm halten.

3 Das Roastbeef parieren und salzen. Dann von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten. Auf den Aprikosen anrichten und mit der Chili-Schokoladensauce garnieren.

  • Das klingt nach einem Gericht, das sich sehr einfach und schnell zubereiten lässt – von Dir mal wieder wundervoll in Szene gesetzt.AntwortenAbbrechen

  • Das ist ja mal eine seltsame Zusammenstellung, das ich es gleich mal ausprobieren mussAntwortenAbbrechen

  • Michi

    Haben das Rezept heute gleich ausprobiert. Als Hauptspeise war es jedoch nicht geeignet, die Schokolade mit Beef war leider nicht unser Geschack. Als Zwischengang kann ich es mir allerdings gut vorstellen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Michi, ja, das kann ich verstehen. Die Sache ist dann doch eher gewöhnungsbedürftig…AntwortenAbbrechen

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So Ihr Süßen – nun kommt was Schnelles und extrem Leckeres. Ich hatte Lust auf Süßes, genauer gesagt auf Reisbrei. Und da ich noch Rhabarber hatte war auch klar, welche Art Obst oder Kompott begleitend marschieren würde. Und da der letzte Rest Cranberrys vom marinierten Lachs auf Cranberry-Curry-Reis übrig war und nach Gesellschaft japste, wollte ich ihm diesen Wunsch nicht verwehren. Verwegene Kombination? Ach was. Beides schmeckt leicht säuerlich, wobei die Cranberrys etwas mehr Süße transportieren. Somit harmonieren die beiden Zutaten wirklich gut.

Zutaten für den Rhabarber-Cranberry-Milchreis (für 2 Personen):

  • 200g Milchreis
  • 750ml Milch, warm
  • 4 EL Zucker
  • 4 Stangen Rhabarber
  • etwas Wasser
  • 1 Handvoll Cranberrys
  • wer mag etwas Zimt

Zubereitung:

1 Ich bereite den Milchreis wie Risotto zu. Nur nehme ich anstelle Brühe Milch. Die Milch also erwärmen und unter ständigem Rühren unter den Reis heben, bis dieser weich und sämig ist. 2 EL Zucker untermischen.

2 Den Rhabarber waschen und in 2cm lange Stücke schneiden. Etwas Wasser zum Kochen bringen und die weiteren 2EL Zucker darin auflösen. Den Rhabarber zufügen und zerkochen lassen. Unter den Milchreis mischen. Die Cranberrys auf den Reis streuen und servieren.

  • Dr. Marion Dohm

    Wer bei so viel Versuchung auch noch gesund essen möchte, könnte den Zucker weglassen oder durch Vollrohrzucker ersetzen – dann reduziert sich auch die Menge auf nur 1 EL Zucker.
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  • Uwe

    :) Guter Hinweis, auch wenn ich das Gericht noch nicht als ungesund einstufen würde… ;) AntwortenAbbrechen