Hemingway Daiquiri

Letztens wurde nach dem Rezept für einen Ernest Hemingway Special gefragt. Kein Problem, dachte ich – schließlich habe ich den auch schon des öfteren gemixt und mich dabei an das Originalrezept gehalten. Nun wollte ich  – just for kicks – noch andere Rezeptvarianten ausprobieren und mich für die eine Rezeptur entscheiden, die mir am besten taugt.  Je mehr Cocktailbücher man aber aufschlägt, umso mehr “Originalrezepte” findet man. Das ist bei vielen anderen Cocktailrezepten auch nicht anders: Jeder meint sich bestens auszukennen, während die tatsächliche Geschichte eines Rezepts eher schwammig und weitgehend unbekannt ist.

Während seiner Zeit auf Kuba trank Hemingway viele seiner Daiquiris in der Bar “La Florida” in Havanna, später auch unter dem Spitznamen La Floridita bekannt. Dort hatte Constantino Ribalaigua Vert – der “Constante” – verschiedene Daiquiri Rezepturen perfektioniert. Diese wurden auf der Karte der Einfachheit halber numeriert. So gab es einen Daiquiri #1 bis #4 und auch noch einen Haus-Daiquiri, den Floridita Daiquiri.

Der Legende nach soll Hemingway einen Daiquiri probiert und so oder so ähnlich reagiert haben: “Der ist gut. Aber ich mag ihn lieber ohne Zucker und mit doppelt so viel Rum”.
Er bekam seinen Daiquiri genauso zubereitet und befand ihn für gut. Angeblich ist diese Daiquiri-Variante seitdem als Papa Doble bekannt. Eine spätere Variante mit Grapefruitsaft und Maraschino wurde dann als Hemingway Special bezeichnet. Inzwischen wird in vielen Büchern der Hemingway Special Daiquiri auch Papa Doble genannt. Ob sie tatsächlich ein und derselbe Drink sind, kann bezweifelt werden. Hemingways Wunsch nach der doppelten Menge Rum findet sich in den meisten Rezepten ebensowenig wieder wie der weggelassene Zucker.

Hemingway Daiquiri

Während klassische Daiquiris üblicherweise geschüttelt werden, soll Hemingway seine Variante dann doch mit dem Blender gemixt bevorzugt haben – also ein Frozen Daiquiri. Auch lecker – mir pesönlich fehlen da aber die kubanischen Außentemperaturen, um mich damit anfreunden zu können.

Und nun?
Vielleicht mixe ich mir den Hemingway Daiquiri wie sonst auch – nach einem Rezept, das für mich bestens funktioniert. Originalrezept hin oder her – schmecken muss es. Im Gegensatz zu Hemingway mag ich eben doch eine Kleinigkeit Zucker – weil’s ausgewogener schmeckt.
Ist das der viel gelobte Hemingway Special Daiquiri? Keine Ahnung – klingt eher nach dem Daiquiri #3 von La Floriditas Barkarte. Den hat Hemingway damals wahrscheinlich auch probiert – und special ist er allemal:-)

 

Zutaten:

  • 60 ml weißer Rum
  • 15 ml Limettensaft (frisch gepresst)
  • 10 ml Grapefruitsaft (frisch gepresst)
  • 1 BL Maraschino
  • 1 BL Zuckersirup

 

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen in den mit Cracked Ice gefüllten Shaker geben.

2. ca. 10-15 Sekunden kräftig schütteln.

3. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

 

  • Mhhhm lecker! Da kommt Urlaubsstimmung auf! :DAntwortenAbbrechen

  • Frank

    Stimmt, etwas mehr karibische Sonne als derzeit draußen wäre passend zum Drink :-)AntwortenAbbrechen

  • Mein absoluter Lieblingsdrink – leider bekommt man ihn häufig in mittelmäßiger Qualität. Dein Rezept gefällt mir gut. Und die Herleitung ist richtig spannend. Danke dafür. Jetzt muss es nur noch warm werden :)AntwortenAbbrechen

  • […] Wenn der Rum sich im einfachen Daiquiri gut schlägt, ergibt er bestimmt auch einen leckeren Hemingway. Weil der Mojito einer meiner Lieblingsdrinks mit jungem Rum ist und ich denke, dass es nicht nur […]AntwortenAbbrechen

Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken

Rosenkohl! Eine Ode an den Rosenkohl! Dieses Rezept ist der Auftakt für mehrere Beiträge, in dem das Gemüse die Hauptrolle spielt. Es folgen noch eine Rosenkohl-Tarte, Rosenkohl-Salat und Rosenkohl mit Pfannkuchen – und vielleicht noch das ein oder andere mehr, wenn’s mich überkommt.

Mittags wird bei Spirit Link entweder selbst gekocht oder bei wechselnden Lieferanten bestellt. Wir haben eigentlich das Glück, in Laufreichweite zwei klasse Italiener zu haben, die geschmacklich fantastisches Essen zubereiten können. Wäre da nur nicht der Umstand, dass die Portionen dermaßen klein sind und in keinem Verhältnis zum aufgerufenen Preis stehen. Nach mehrfacher Frustration und Gang zum Bäcker wegen akutem Hungergefühl bestelle ich dort nun nicht mehr. Die Pasta machen wir lieber selbst!

Dabei haben wir nicht nur Spaß, sondern können uns dann auch ordentlich satt essen. Und auch der Preis liegt weit unterhalb dem einer externen Verköstigung.

Diese Woche auf der Ersatz-Italiener-Wochenkarte: Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken. Gute, frische Nudeln mit leckerem Rosenkohl, dessen Blätter voller Inbrunst von meinen Küchenhelfern liebevoll und mit viel Motivation abgefummelt wurden. Ergänzt wird das Rosenkohl-Aroma durch eine leckere Weißweinsauce, glasig gedünstete Zwiebeln und einem Hauch frischen Parmesans – und oben drauf: Hauchdünn geschnittener Schwarzwälder Schinken. Yummy. Kostenpunkt: 3€ pro Person, natürlich feinste Bio-Ware.

Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken

REZEPT

Zutaten für die Orichiette mit Rosenkohl-Weinsauce und Schwarzwälder Schinken (für 2 Personen):

  • 250g Orichiette
  • 8 Rosenkohl-Röschen
  • 5 Scheiben Schwarzwälder Schinken
  • 4 kleine Strauchtomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 3 Schalotten
  • 50ml Sahne
  • 50ml Weißwein
  • 80g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • etwas frischer Parmesan

Zubereitung:

1 Rosenkohl waschen und die Blätter abzupfen. Schwarzwälder Schinken in dünne Streifen schneiden. Strauchtomaten vierteln. Petersilie waschen und hacken. Schalotten in dünne Ringe schneiden. Wasser für die Nudeln aufsetzen.

2 Nudeln al dente garen.

3 Derweil die Zwiebeln in reichlich Butter glasig dünsten. Strauchtomaten zugeben und bei mittlerer Hitze verkochen. Mit Weißwein ablöschen, aufkochen. Rosenkohlblätter zugeben und 2-3 Minutenblanchieren. Danach die Hitze reduzieren.

4 Nudeln abtropfen, Butter und Petersilie unterrühren.

5 Sauce mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.

6 Sauce auf die Orichiette geben, Parmesan darüber hobeln, Schwarzwälder Schinken darauf verteilen.

 

  • Mhhh, Rosenkohl!
    Hatte ich dieses Jahr ja noch gar nicht, welch Versäumnis!
    Hübsche Anregung, bestell ich mir gleich mal :)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ich hatte letztes Jahr keinen Rosenkohl, ging nicht. Deswegen gibt’s den dieses Jahr satt!
      Wohin soll ich liefern? ;)AntwortenAbbrechen

  • Huhu,

    die Nudeln standen heute bei uns auf den Tisch, wirklich sehr, sehr lecker. Hab vielen Dank fürs Rezept =)

    LG
    StephiAntwortenAbbrechen

  • Sehr schönes Foto !AntwortenAbbrechen

  • Gunter Schwark

    Sehr nettes Rezept.Allerdings wenn ich das schöne Fotot sehe, frage ich mich ob es zum Rezept passt.Ich kann die Soße nicht entdecken und der Schinken sieht angebraten aus.Der Rosenkohl wird in der Soße blanchiert?

    hm..bin etwas verunsichert.AntwortenAbbrechen

  • Gastronaut

    Hallo Uwe
    habe es gestern gekocht.Suuuper lecker !!
    Habe noch etwas Zitronenabrieb drübergehobelt. war grandios.
    Danke für deine Ideeen…good job.AntwortenAbbrechen

 

Weihnachten rückt mit großen Schritten näher, und oftmals stellt sich die Frage nach geeigneten Geschenken für Verwandte, Freunde und Bekannte – oder aber auch für sich selbst. Wenn Ihr also in Ihrem Bekanntenkreis kochbegeisterte Personen habt, so ist vielleicht in der folgenden zusammengestellten Liste das ein oder andere interessante Geschenk dabei.

Wie letztes Jahr gilt auch dieses Jahr die gleiche Regel: Ich empfehle nur Artikel, die ich entweder selbst besitze oder aber so benutzt habe, dass ich den Artikel guten Gewissens als Geschenk empfehlen kann.

Die Preisangaben sind als Hausnummern zu verstehen. Ich habe nur bei Amazon nachgesehen, was die Artikel dort kosten und nicht nach günstigeren Alternativen gesucht, die es sicher gibt.

 

1. Microplane Zestenreibe

Microplane Reibe

Ich dachte ja lange, Reibe sei Reibe. Aber das ist genauso Käse wie die Annahme, Messer sei Messer. Bis dato nutzte ich eine Vierkantreibe von WMF. Als ich die Käsereibe von Microplane gekauft hatte, war die erste Nutzung wie eine Offenbarung: Alles ging so leicht und wie von selbst. Egal ob relativ weicher Käse, harte Muskatnüsse oder sehniger Ingwer – die Reibe wird mit allem fertig und ist darüber hinaus auch noch leicht zu reinigen. Man sollte nur nie gegen die Schnittrichtung wischen…

Kosten: 19,95 €

 

2. Vanille von madavanilla.de

Vanille von madavanilla

Vanille ist eines der teuersten Gewürze der Welt. Leider bekommt man im Handel meist Ware minderer Qualität. Dies zeigt sich darin, dass die Vanille weder stark duftet noch sonderlich ergiebig ist. Im Frühjahr bestellte ich zum ersten Mal bei Madavanilla, die ihre Vanille aus Madagaskar einfliegen. Man erhält die Schoten in verschiedenen Längen und Mengen, man kann auch die Verpackung wählen. Frisch vakuumiert kamen tolle, ergiebige Schoten auf dem Postweg für vergleichsweise wenig Geld ins Haus. Nie mehr woanders bestellen. Seither traue ich mich auch, Vanilleextrakt herzustellen.

Kosten: 100g ca. 11 € bei madavanilla.de

 

3. Tasmanischer Pfeffer

Der tasmanische Pfeffer stammt aus Australien und wird dort hauptsächlich in der traditionellen Küche der Ureinwohner (Bush Food) verwendet. Er schmeckt zunächst etwas süßlich und entfaltet danach einen intensiven, scharfen Geschmack. Nach der Schärfe hinterlässt der Pfeffer ein leicht taubes Gefühl auf der Zunge (so wie es auch beim Szechuanpfeffer der Fall ist). Der Pfeffer passt wunderbar zu Salaten, Eintopfgerichten oder Kurzgebratenem und gibt diesen Gerichten einen unverwechselbaren Charakter.

Kosten: 10,90 € à 40g (von Zauber der Gewürze), bei Amazon

 

4. Bambus-Schneidebrett

Bambus-Schneidebrett

Ich hätte es schon länger tun sollen. Ich habe mir Anfang des Sommers ein großes Schneidebrett aus Bambus besorgt, mit viel Platz zum Schneiden. Bambus ist ein sehr hartes Material (jeder kennt die aberwitzig anmutenden Bilder aus Asien, auf denen Gerüste aus Bambus in wilden Konstruktionen zu sehen sind) und somit perfekt als Schnittunterlage geeignet. Zudem ist’s einfach zu reinigen, schwer wie Blei und schick – was will man mehr?

Kosten: 420 x 40 x 310 mm von Zwilling, ca. 45 € bei Amazon

 

5. Pariser Messer

Pariser Messer, Kugelausstecher

Ein Pariser Messer (oder Kugelausstecher) vereinfacht den Arbeitsalltag radikal. Ich kann mich an die vielen Male erinnern, an denen ich versucht habe, das Gehäuse eines Kürbis mit einem Löffel auszukratzen und schier dabei verzweifelt bin. Mit dem Kugelausstecher klappt das wunderbar einfach und dazu noch sehr, sehr sauber. Zudem ist es das perfekte Werkzeug, um aus diversen Lebensmitteln formschöne, dekorative Kugeln auszustechen, welche sich sehr hübsch auf dem Teller machen.

Kosten: ca. 10€, z.B. von WMF bei Amazon

 

6. Tomatenkernöl

Tomatenkernöl

Tomatenkernöl wird aus den Tomatenkernen und den Schalen der Tomate gewonnen. Das Öl hat eine warme, orangene Farbe und einen feinen, tomatigen Geschmack der wunderbar zur Verfeinerung von Salaten, Pasta-Gerichten oder Fischkreationen passt. Eine Essenz, die Gerichte wunderbar verfeinert.

Kosten: 100ml etwa 12€

 

7. Kochbuch: “Smart Food” von Roland Trettl

Kochbuch: "Smart Food" von Roland Trettl

Roland Trettl ist mit seinem Kochbuch “Smart Food” ein echtes Meisterwerk gelungen. Er bietet uns hier nicht nur fantastisch abgefahrene Rezepte mit irren Kombinationen (“Feldsalatmousse mit Entenbrust und Wasabinüssen”), er hat diese auch noch sehr kunstvoll inszeniert und fotografiert. Alle Gerichte sind in Gläsern angerichtet, eher arrangiert, und lassen den Betrachter ungläubig staunen. Große Kunst!

Kosten: 29,90 € bei Amazon

 

8. Kochbuch: “A Year in My Kitchen” von Skye Gingell

Kochbuch A Year in my Kitchen von Skye Gingell

Skye Gingell schreibt regelmäßig für The Independent und hat davor überall in der Welt als Küchechefin gearbeitet. In ihrem Kochbuch “A year in my kitchen” veröffentlicht sie saisonale Rezepte basierend auf einem “kulinarischen Werkzeugkasten” diverser Aromen. Ein tolles, natürliches Kochbuch mit vielen ungewöhnlichen, aber extrem ansprechenden Rezepten.

Kosten: 18,99 € bei Amazon

 

9. i-Phone-App: Jamie Oliver’s Recipes

i-Phone-App: Jamie Oliver

Was viele Leute nicht wissen: Apps für iPhone oder iPad können auch über den iTunes-Store verschenkt werden. Und Jamie Olivers App ist ein wirklich gelungenes Exemplar seiner Zunft. Die App ist an sich kostenlos, über sogenannte In-App-Käufe können Rezeptpakete der Wahl zugekauft werden. Die Rezepte sind multimedial sehr ansprechend aufbereitet und beinhalten Videos mit handwerklichen Techniken, Zubereitungstipps, Übersichten über die benötigten Küchenutensilien, Arbeitsschritte, Einkaufslisten und vieles mehr.

Kosten pro Rezeptpaket (10 Rezepte): 1,59€

 

10. Kochbuch: “They Draw and Cook” von Nate Padavick & Salli Swindell

Kochbuch: "They Draw and Cook"

Das Kochbuch beinhaltet 107 Rezepte, die von Künstlern der ganzen Welt illustriert wurden. Die beiden Herausgeber starteten mit einem Blog, auf dem sie die Kunstwerke veröffentlichten. Das Herausgeben eines Kochbuchs war nur eine Frage der Zeit. Die Rezepte werden je auf einer Doppelseite illustriert erklärt und ähneln kleinen Comic-Geschichten, die kreativ und künstlerisch wertvoll umgesetzt sind. Ein echter Geheimtipp!

Kosten: 14,99 € bei Amazon

Gefüllte Datteln mit Minze- und Roquefort-Crème

Langsam aber sicher habe ich die meisten Gerichte meines Buffets 2011 verbloggt. Somit kann ich mir demnächst Gedanken um das Buffet 2012 machen…

Ein weiteres Highlight waren die gefüllten Datteln mit Minze- und Roquefort-Crème. Beim ersten Lesen fragt man sich, ob das wirklich zusammen passt. Aber da kann ich beruhigen: Es passt wunderbar. Die Datteln werden mit einer Crème aus Minze, Roquefort und Frischkäse gefüllt. Der Hammer kommt aber oben drauf (ist meist ja immer so, hihi): Eine karamellisierte Ingwer-Walnuss! Dafür werden Walnüsse trocken langsam geröstet, geriebener Ingwer und Zucker wird zugegeben und karamellisiert. Danach lässt man die Walnüsse auskühlen.

Ralf hat dieses Gericht bei der Vorbereitung des Buffets zubereitet und uns beiden ist’s passiert, dass wir die Hälfte der Walnüsse einfach so gegessen haben und nocheinmal einen Schwung zubereiten mussten. Allein die karamellisierten Ingwer-Walnüsse eignen sich wunderbar als Winter-Snack zu einem lauschigen Fernsehabend.

Wir haben die Datteln als Fingerfood mit Spießchen auf einer Platte serviert als den idealen Appetizer und Starter in einen gelungenen kulinarischen Abend. Die gefüllten Datteln kann ich mir auch wunderbar als Auftakt eines Weihnachtsmenüs vorstellen. An dieser Stelle sei noch einmal auf meinen Blog-Event “Weihnachtsmenüs 2011″ hingewiesen, der noch bis 20.12.2011 läuft und bei dem Ihr die Gelegenheit habt, aus Euren Archivrezepten ein Weihnachtsmenü zusammenzustellen. Denn schließlich steht man ja Jahr für Jahr vor der Frage, welches Menü den Lieben zubereitet werden soll. Ich freue mich über Eure Teilnahme, alle weiteren Informationen gibt es hier.

Gefüllte Datteln mit Minze- und Roquefort-Crème

REZEPT

Zutaten für die gefüllten Datteln mit Minze- und Roquefort-Crème (für etwa 20 Stück):

  • 20 Datteln
  • 2cm Ingwer
  • 20 Walnusskernhälften
  • 2EL Zucker
  • reichlich Minze
  • 200g Frischkäse
  • 50g Roquefort
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Tipp vorab: Die karamellisierten Ingwer-Walnüsse, die wir gleich zubereiten, schmecken wahnsinnig gut. Ich empfehle: gleich die doppelte Menge zubereiten!

1 Den Ingwer schälen und fein reiben. Die Walnusskernhälften in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten, bis diese zu duften beginnen. Ingwer und Zucker zugeben und karamellisieren. Den Zucker auf keinen Fall braun werden lassen! Die karamellisierten Ingwer-Walnüsse erkalten lassen.

2 Minze waschen und die Blätter abzupfen, danach fein hacken. Den Frischkäse mit der Minze und dem Roquefort vermischen, mit Salz vorsichtig abschmecken.

3 Die Datteln mit der Crème füllen und einen karamellisierten Walnusskern darauf legen. Mit einem Minzblatt garnieren.

 

Filetspieße mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln

Seit Monaten will ich an einem der Koch-Events des Gärtner-Blogs teilnehmen und schaffe es einfach nicht. Entweder denke ich zu spät daran, Zutaten zu kaufen und ein Gericht zu kochen, oder ich habe den Event gänzlich vergessen. Nicht so diesen Monat! Frühzeitig plante ich ein entsprechendes Rezept, dachte bei meinem Wochenend-Einkauf daran und bereitete das Gericht auch noch vorbildlich zu! Ich bin begeistert!

Garten-Koch-Event November 2011: Physalis [30.11.2011]

In diesem Monat dreht sich alles um die Physalis, eine ursprünglich aus Südamerika stammende Beere mit sauer-frischem Geschmack. Geerntet wird die Beere meist in den Monaten November bis Februar, wohlgemerkt in den um diese Jahreszeit warmen Gefilden dieser Welt.

Ich hatte sofort ein Physalis-Chutney im Kopf, eignet sich die saure Frucht doch wunderbar dafür. Als süßer Gegenpol fungiert neben dem braunen Zucker (auch aus optischen Gründen) eine rote Paprika. Schweinefleisch passt zu jedem Chutney wunderbar, so musste ich mir nur Gedanken um eine passende Beilage machen. Da kamen mir die gebackenen Koriander-Kartoffeln in den Sinn, die ich beim “Gefilte Fisch” schon so geliebt hatte.

Physalis
Filetspieße mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln
Filetspieße mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln

REZEPT

Zutaten für den Filetspieß mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln (für 2 Personen):

  • 1 Schweinelende (nicht zu groß)
  • 8 Kartoffeln
  • 1TL Koriandersamen
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Für das Physalis-Chutney:

  • 300g Physalis
  • 1 rote Paprika
  • 3 Zwiebeln
  • 100ml Weißweinessig
  • 80g brauner Zucker
  • 3cm Ingwer
  • Salz, Pfeffer
  • 1TL Piment d’Espelette (oder mehr, je nach Geschmack)

Zubereitung:

1 Das Grün der Physalis entfernen, waschen und halbieren. Die Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln häuten und fein hacken. Den Ingwer schälen und fein würfeln. Physalis, Paprika, Zwiebeln, Ingwer, Zucker, Weißweinessig, Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette in einen Topf geben und unter rühren aufkochen. Hitze reduzieren und etwa 30 Minuten offen köcheln lassen. Chutney abschmecken und auskühlen lassen.

2 Kartoffeln kochen, pellen und in Viertel schneiden. Auskühlen lassen. Die Petersilie fein hacken. Die Koriandersamen in einem Mörser grob zerstoßen.

3 Die Schweinelende parieren und längs in ca. 1cm breite Streifen schneiden. Wie einen Zopf auf einen Schaschlikspieß spießen und beiseite stellen.

4 Butter in zwei Pfannen erhitzen. In die eine Pfanne (wenn möglich, eine beschichtete) die Kartoffelspalten geben und 6-8 Minuten unter Wenden anbraten. Nach der Hälfte der Garzeit Petersilie und Koriander dazugeben, leicht salzen. In die andere Pfanne die Spieße legen und von allen Seiten anbraten. Gegen Ende der Garzeit salzen und pfeffern. Den Bratenfond mit etwas Wasser ablöschen.

  • Christel aus Berlin

    Wow! Tolles Rezept und sehr schöne Fotos! Das Physalis-Chutney kommt umgehend auf meine to do-Liste!AntwortenAbbrechen

  • Sylvia Peters

    Physalis-Chutney? Coole Idee! Das kriegt am Wochenende die Schwiegermutter. Und wehe, der schmeckt`s nicht! Danke fürs Rezept!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Sylvia. Oha. Diese Drohung hatte ich schon mal…hoffentlich geht wieder alles gut. Pack’ doch sicherheitshalber eine Packung Mon Cherie ein… ;)AntwortenAbbrechen

  • Also irgendein Chutney wirds mit Sicherheit geben, da wird man ja bei dir in verschiedenen Geschmacksrichtungen fündig. Die “Mon Cherie” passen sicher auch gut ins Wildgulasch, falls die Schwiegermutti sie nicht will.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Sylvia: :D – Mon Cherie im Wildgulasch, sehr gut. Ob das wohl schmeckt?AntwortenAbbrechen

  • Ich stimme Dir zu. Kochevents verpasst man regelmäßig und Physalis sind toll. Auch wenn der Mittagskocher wegen des Zuckers mosern wird, koche ich das so ähnlich mal nach. Schöne Idee!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ich habe die Zuckermenge schon _drastisch_ reduziert und mir war es immer noch zu viel. Also eher konservativ rangehen….AntwortenAbbrechen

  • Sehr schönes Rezept und sehr schöne Bilder! Ist die Deko jetzt eigentlich Mangold oder Blutampfer? (Ich tippe auf Letzteres…)

    Liebe Grüße, SusAntwortenAbbrechen

  • […] Besonders gut schmeckt das Physalis-Chutney zu kurz gebratenem Fleisch (siehe Filetspieße mit Physalis-Chutney und Koriander-Kartoffeln), zu Wild anstelle der üblichen Preiselbeeren oder auch zu […]AntwortenAbbrechen