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Meinem Eindruck nach grillt Ralf jedes Wochenende im Sommer. Und immer auf einem Holzkohlegrill, während ich nur einen eher günstigen Elektrogrill besitze. Und dauernd gibt es Burger. Ich selbst hatte mich noch nie ausführlich mit dem Thema Burger vom Grill und vor allem mit der richtigen Fleischmischung auseinandergesetzt. Also hatte ich ziemlichen Respekt vor der Aufgabe, gegen Ralfs Erfahrung und seinen gepriesenen Chili-Cheeseburger anzutreten.

Ich wusste also, dass ohne eine gewissenhafte Vorbereitung kein Pfifferling zu gewinnen sein wird. Also fing ich sehr früh an, Burger zuhause zuzubereiten. Ich probierte verschiedene Fleischsorten, verschiedene Mischungen und verschiedene Zutaten. Experimentierte mit Rotwein- und Teriyakireduktionen, scharfen und milden Varianten. Ich testete Chester-Cheese, Mozzarella und Taleggio. Und ich experimentierte mit verschiedenen Saucen. Insgesamt hatte ich auf dem Weg zu “meinem Burger” 15 verschiedene Burger produziert. Meine Frau konnte die Dinger schon nicht mehr sehen.

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Ich legte mich schlussendlich auf eine Fleischmischung zu 2/3 Rinderhack aus der fettreichen Hüfte und 1/3 Rinderfilet fest. Anstelle einer Rotweinreduktion schmeckte mir die Teriyakisaucenreduktion sehr gut. Damit das Fleisch schön saftig und locker wird, gab ich noch geriebene Zwiebeln sowie Worcester- und Sojasauce hinzu. Als einen wichtigen Erfolgsfaktor für das Fleisch identifizierte ich ausgiebiges Mischen des Fleischteiges, bis sich wirklich eine homogene, glatte Masse ergeben hatte. Interessant ist, dass Ralf in seinem Rezept genau das Gegenteil behauptet…

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Ein weiterer Erfolgsfaktor war für mich die Zubereitung der Saucen anstelle die Benutzung von Kaufprodukten. So fertigte ich meine Mayonnaise und mein Ketchup selbst. Als ich den klassischen Cheeseburgerkäse (Chester) probierte, schmeckte mir der Burger überhaupt nicht mehr. Also entschied ich mich für einen Taleggio, einen italienischen Weichkäse mit einem milden Aroma.

Ich hätte nie gedacht, gegen Ralfs exzellenten Burger eine Chance zu haben und war umso überraschter, dass das Urteil der Jury so deutlich ausfiel. Aber dafür hat mir’s Ralf beim zweiten Gang heimgezahlt…

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REZEPT

Zutaten für den Cheeseburger à la Uwe (für 6 Burger):

Für das Burger-Patty:

  • 400g Rinderhack aus der Hüfte
  • 200g Rinderfilet
  • 4 EL Teriyakisauce
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 EL Worcestersauce
  • 1 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer

Für den Belag:

  • 6 Hamburger-Semmeln (mit Sesam)
  • 1 Ochsenherztomate
  • 12 Senf-Essiggurkenscheiben
  • 1 Kopf Eisbergsalat
  • 12 hauchdünne Scheiben Taleggio
  • Dijon-Senf au Miel (z.B. von Maille)

Für das Ketchup:

  • 400ml passierte Tomaten
  • 2-3 EL brauner Zucker (je nach Geschmack)
  • 2-3 EL Aceto Balsamico di Modena (je nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Speisestärke

Für die Mayonnaise:

  • 4 Eigelb
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 400ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 3-4 EL Crème Fraiche
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 Spritzer Sesamöl
  • 1 TL Chilipaste, z.B. Harissa
  • Salz, Pfeffer

Quelle für die Mayonnaise: Steffen Henssler

Zubereitung:

1 Das Rinderfilet mit einem scharfen Messer sehr fein schneiden, so dass es fast zu Hack verarbeitet ist. Mit dem Hackfleisch mischen. Die Teriyakisauce aufkochen und etwas eindicken lassen. Die Teriyakisaucenreduktion gut unter das Fleisch mischen. Die Zwiebel sehr fein, fast schon breiartig reiben. Unter das Fleisch mischen und gut verrühren. Nun die Worcestersauce und die Sojasauce untermischen und wiederrum gut verrühren. Das Hack gut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sechs gleich große Pattys formen (idealerweise mit einer Burgerpresse). Mit einem Tuch abdecken.

2 Für das Ketchup die passierten Tomaten mit dem Zucker und dem Essig aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, danach mit etwas in Wasser aufgelöster Speisestärke binden. Erkalten lassen.

3 Für die Mayonnaise: Die Eigelbe mit dem Senf verrühren. Danach das Öl unter konstantem Rühren hinzugeben und die Crème Fraiche unterziehen. Nun die Sojasauce, das Sesamöl und die Chilipaste hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Hamburger-Semmeln halbieren. Sechs dünne Scheiben aus der Ochsenherztomate schneiden. Den Eisbergsalat in passende Stücke zerteilen.

5 Den Grill anheizen. Die Pattys je 3-4 Minuten von jeder Seite grillen. Nach dem Wenden je zwei Scheiben Taleggio auf das Patty legen und schmelzen lassen. Parallel dazu die Hamburgerbrötchen auf dem Grill kurz rösten.

6 Etwas Mayonnaise und Dijon-Senf au Miel auf das untere Brötchen geben. Darauf Eisbergsalat und die Tomate schichten. Dann das Patty mit dem geschmolzenen Taleggio darauflegen, darauf dann die Essiggurke. Zuoberst noch das Ketchup zugeben, mit dem Brötchendeckel abschließen und servieren.

 

Ein Dankeschön geht an Särah, Peter und Christian, die die Bilder auf dem Sommerfest gemacht haben.

  • So ein selbstgebastelter Burger muss auch mal wieder auf den Tisch. Allein die Kindergeburtstags-Atmo ist eine Verjüngungskur!AntwortenAbbrechen

  • Oh Ja, bei den Zutaten sowie dem Belag sollte man nicht sparen. Die Mühe einer selbstgemachten Mayonnaise bzw. Ketchup lohnt sich eigentlich immer. Toll, jetzt ist es halb 10 in Deutschland und ich hab sooo Hunger auf Burger!

    Der Burger ist einsame Spitze und hat sicher auch so geschmeckt.

    Gruß TomAntwortenAbbrechen

  • Und soll der Burger perfekt sein, sollte man auch das Brot selber backen ;-). Ich habs versucht.Hier: http://2stepsawayfromparadise.blogspot.com/2011/03/wir-bauen-einen-burger.html

    Fazit: Man muss sehr darauf achten, dass die Brötchen nicht zu groß werden, weil sonst der Brot-Fleischanteil nicht mehr stimmt.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Ellja,
      so sehe ich das auch. Ich habe aber bewusst auf die Herstellung des Brotes verzichtet, das wäre schlicht zu viel Arbeit gewesen. Aber ja, das hätte noch gefehlt..AntwortenAbbrechen

  • Der Burger sieht sehr lecker aus! Besonders gefällt mir, dass fast alles selbst gemacht ist.

    Was ich jedoch nicht verstehe, ist die Verwendung von Rinderfilet. Wieso kommt in einen Burger ein Stück Fleisch, dass besonders wegen seiner Zartheit beliebt ist, wenn es dann doch gehackt wird?

    Ich würde stattdessen noch fettere Rindfleischteile verarbeiten.

    Nichts für ungut.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @wurschdwilly: :D – Die Verwendung von Rinderfilet kann man ruhig kritisieren. Ich habe auf dem Weg zum Rezept einige Fleischkombinationen probiert und hatte (rein subjektiv) das Gefühl, dass der Burger mit Rindfleisch am besten geschmeckt hat. Und: ich hatte den Eindruck, dass der Burger durch die Verwendung von Rinderfilet besonders zart wurde. Das kann alles auch Einbildung sein, klar…AntwortenAbbrechen

  • Hallo ihr zwei,
    ich habe mich zeitversetzt nun von euch anstecken lassen mit eurer Burger-Manie!
    Referenz in heutigen Post ;)
    viele liebe GrüßeAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das ist aber schön! Und ein noch viel schönerer Burger! Und diese Buns :) Herrlich!AntwortenAbbrechen

  • [...] Köstliches Cheeseburger Rezept für 6 Personen [...]AntwortenAbbrechen

  • [...] Ralf ist über jede Anregung froh. Er wird dann daraus eines auswählen und erneut gegen meinen Burger antreten. Auf das erneute Votum der Jury bin ich schon jetzt gespannt, die Berichterstattung teile [...]AntwortenAbbrechen

  • [...] auch eher zurückhaltend gewählt, der volle Fokus liegt auf dem Geschmack des Pattys. Von meinem Cheeseburger à la Uwe habe ich die beiden Saucen übernommen (Ketchup und die Mayonnaise) und etwas Salat sowie Tomaten [...]AntwortenAbbrechen

  • Luisa Menzinger

    Hallo Uwe,
    Ich habe deinen Blog letzte Woche entdeckt.
    Ich bin hochauf Begeistert! Eine wunderbare Komposition aus Bild und Text.
    Und so gut, das ich von meinem Chef eine auf den Deckel bekommen habe weil ich ihn den ganzen Tag durchstöber. Hut ab und weiter so.
    Mit den besten Grüßen und Kochlöffel Heil,

    LuisaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke Luisa, das freut mich sehr! Schön, dass es Dir hier gefällt :) AntwortenAbbrechen

Hanky Panky Cocktail

Diese Variante eines Sweet Martini  – Roter Wermut und Gin – ist ein wirklich gelungener Drink. Seinen wahren Kick bekommt er durch die “geheime” Zutat Fernet Branca. Der italienische Kräuter-Bitter verleiht dem Drink allein durch wenige Dashes eine angenehme Komplexität.

Entstanden ist der Hanky Panky Cocktail in den 1920er Jahren in der American Bar des Londoner Savoy Hotels. Die Head-Bartenderin Ada Coleman wurde eines Abends von einem ihrer Stammgäste, dem Schauspieler Charles Hawtrey, nach einem besonderen Drink gefragt: “Coley, I am tired. Give me something with a bit of punch in it.” – woraufhin sie einige Zeit experimentierte und schließlich diesen Cocktail entwarf. Als der gute Charles Hawtrey bei seinem nächsten Besuch den Drink probierte und sogleich komplett leerte, soll er gesagt haben “By Jove! That is the real hanky-panky!” – seitdem heißt der Drink Hanky Panky Cocktail.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Ada Coleman aus dem Savaoy Cocktail Book, 1930

Zutaten:

  • 45 ml Gin
  • 45 ml Roter Wermut
  • 2 Dashes Fernet Branca

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen mit Eis im Rührglas ca. 30 Sekunden kalt rühren

2. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen

3. Mit einer Zitronenzeste garnieren

 

Fernet Branca

 

  • Sonja

    Als ich Fernet Branca gelesen habe, kam mir genau dieser Vogel aus der Werbung in den Sinn – allerdings auch noch mit dem Geräusch des Flügelschlags :)
    PS: Auch wenn mich dieser Drink ob der Zutaten nicht wirklich anmacht – das Foto ist mal wieder der Oberhammer!AntwortenAbbrechen

  • Frank

    So ging es mir auch :-) Da hat die Werbung wohl Spuren hinterlassen. Obwohl Fernet Branca ein etwas “angestaubtes” Image hat, habe ich den Drink probiert – und war angenehm überrascht. Denn er schmeckt eben gar nicht nach dem Kräuter-Bitter. Ohne ihn wäre der Drink aber nur halb so gut.AntwortenAbbrechen

  • Das klingt ja echt lecker – ich bin selbst ein großer Cocktailfan.
    Habe dadurch im Internet eine echt interessante Seite gefunden. Erstklassige Barkeeper die unter anderem tolle Shows bieten und super Cocktails machen.
    http://cms.barcatering-berlin.de/show/

    Grüße, euer ScoutConciergeAntwortenAbbrechen

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Was für einen Burger macht man, wenn ein Grillwettbewerb gegen Uwe ansteht? Das war meine große Frage sechs Wochen vor unserem Grillevent. Ich bruzzle schon seit Jahren eigene Burger und bisher sind sie immer frei Schnauze entstanden, je nach Stimmung. Doch welche Variante wähle ich, wenn ich meinen ultimativen Burger abliefern soll?

Wenn man nur grob hochrechnet hat man ca. sechs Zutatenmöglichkeiten beim Burger-Patty und mindestens 10 bei den weiteren Zutaten. Macht also mindestens 16 Fakultät = 20.922.789.888.000 Varianten. Puh.

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Was ist also mein Anspruch? Lange Rede kurzer Sinn. Ich griff zu meinem Klassiker. Einem Burger, den ich selbst am liebsten esse, der mit Standardzutaten und nicht zu großem Aufwand zu produzieren ist und der sich am klassischen Rezept des Cheeseburgers orientiert.

Es wurde also ein Cheeseburger mit Bacon und grünen Chillies. Das Patty enthielt nicht nur reines Hack, sondern wurde für einen Schwaben typisch mit Bratwurstgehäck, Brot und Ei veredelt. Dann wurde der Burger mit Raucharoma über Kirschholzspänen gebraten.

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REZEPT

Zutaten für Ralfs Chili-Cheeseburger (für 4 Personen):

Für die Burger-Pattys:

  • 1 sehr fein gehackte Zwiebel
  • 150g Bratwurstgehäck (Grobes Wurstbrät)
  • 500g reines Rinderhack
  • 1 Scheibe reines Weißbrot (Tramezzini)
  • 1 cm² Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 3 EL Teriyaki-Sauce

Für den Burger:

  • 4 Hamburger-Brötchen
  • Gute Majo und Senf (Ich habe mich für Senf und Mayo von Maille entschieden)
  • Ketchup (Ebenfalls der Klassiker: Heinz Ketchup)
  • Eisbergsalat
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tomate
  • Grüne Chillies (mild und frisch)
  • Bauchspeck (Gibt’s als Frühstücksbacon)
  • Chester-Käse

Zubereitung:

1 Alle Zutaten für das Patty in eine Schüssel und gefühlvoll mischen. Nicht zu stark kneten oder sogar matschen, da sonst die Pattys nicht fluffig werden, denn genau das Brot und das Ei sollen dafür sorgen, dass die Pattys nicht fest, sondern cremig und fluffig bleiben.

2 Pattie ca. 3 min von jeder Seite über dem Holzkohlegrill mit Krischholzspänen und zugedeckter Haube braten.

3 Burgerbrötchen auf dem Grill kurz anrösten, dass die Innenseite etwas krustig wird.

4 Burger belegen – Von unten nach oben:

  • Brötchen
  • Etwas Senf und Mayo darauf streichen. Hier auf keinen Fall zu viel nehmen, da wir auf keinen Fall den Senf oder die Mayo zu dominant haben wollen. Also ca. ½ Teelöffel von jedem.
  • Salatblätter und Zwiebeln darauf legen. Auch nicht zu viel. Wichtig ist, dass die Zwiebeln ganz fein geschnitten sind. Ich lege maximal 2 hauchdünne Zwiebelringe darauf. Hier aufpassen. Zwiebeln sind gerne mal etwas schärfer und können einen Burger ruinieren. Also lieber zu wenig als zu viel.
  • Fleisch-Patty darauflegen
  • Käse sofort auf das Patty, so dass er schön schmelzen kann
  • Mehrere Chili-Ringe. Bitte vorher die Schärfe testen.
  • Ketchup darauf und mit dem oberen Brötchen abschließen

 

Das war es. Über die Belegreihenfolge lässt sich sicher genauso viel philosophieren, wie über die Zutaten. Besonders, ob in ein Burger-Patty Brot und Ei rein darf oder nicht. Aber was soll’s. Künstlerische Freiheit siegt.

Und warum ich gehofft habe, mit diesem Burger zu gewinnen?

  • Weil die Saucen Standards waren, die jeder kennt
  • Weil das Patty nicht zu fest sondern eher weich war und mit dem Gehäck einen kräftigen Fleischgeschmack hatte
  • Weil das Patty leicht geräuchert war, was den BBQ-Style rausbringt, den man bei typischen Burgern im Lokal sehr selten hat
  • Weil die milden grünen Chillies eine Frischaspekt und Schärfeakzent setzten.

Zum Gewinnen gegen Uwes fantastischen Burger hat es heute nicht gereicht. Doch ich würde ihn immer wieder so zubereiten und ich war schneller;-)

 

Ein Dankeschön geht an Särah, Peter und Christian, die die Bilder auf dem Sommerfest gemacht haben.

Spirit Link Grillcontest

Im Rahmen des Spirit Link Sommerfestes traten Ralf und Uwe in einem Grillcontest gegeneinander an. Über zwei Gänge hieß es Cheeseburger gegen Special Burger, orientalische Lammspieße gegen gefüllte Cordon Bleus vom Rinderfilet und Holzkohle-Smoker gegen Elektrogrill.

Spirit Link veranstaltete Anfang Juli ein Sommerfest für alle Mitarbeiter. Zu dem Firmenkomplex gehört auch eine große Terrasse und ein Garten. Ein perfekter Ort also, um im Freien an einem lauen Sommerabend gemeinsam zu essen, trinken, musizieren und zu feiern.

Spirit Link Sommerfest

Nachdem das Fest zweimal wegen schlechten Wetters verschoben werden musste, war der dritte Termin perfekt gewählt: den ganzen Tag schon schien die Sonne bei warmen, nicht zu heißen Temperaturen. Unsere gute Fee Susi hatte sich bei der Vorbereitung und Dekoration des Gartens wieder einmal selbst übertroffen: Im Garten verteilt standen verschiedene Zelte, darunter waren Bierbänke und ein Buffet aufgebaut. Für die Beschallung war auch gesorgt, und so umschmeichelte locker-leichte Sommermusik unsere Ohren.

Spirit Link Sommerfest

Niemand sollte an diesem Abend hungrig nach Hause gehen müssen. Neben den Grills der beiden Wettbewerbsteilnehmer waren noch zwei große, selbstgebaute (!!) Grills aufgebaut: Ein Smoker, in dem unser Grillmeister Gernot Putenkeulen zubereitete sowie ein normaler Grill inklusive Scampi-Bar. Das Bier gab’s frisch vom Fass, eine Vielzahl Salate vom reichhaltigen Buffet.

Putenkeule aus dem Smoker
Putenkeule aus dem Smoker
Bier vom Fass

Spirit Link sucht den “Franconian Steakholder 2011″

Im Rahmen des Sommerfestes wurde zudem noch der erste Spirit Link Grillwettbewerb abgehalten. Ralf trat mit seinem Holzkohle-Smoker “Pitmaster 3000″ in zwei Gängen gegen Uwes 30-Euro Elektrogrill an. Die erste Aufgabe bestand darin, einen Burger vom Grill zuzubereiten und einer dreiköpfigen Jury zu servieren. Das Gericht des zweiten Gangs war durch die Wettbewerber frei wählbar, dadurch natürlich auch weniger vergleichbar.

Ralf entschied sich, einen klassischen Cheeseburger zuzubereiten und mit Peperoni, Bacon und selbstgemachtem Krautsalat zu servieren. Das Burgerfleisch – im Fachjargon “Patty” genannt – bestand aus Rinderhack gemischt mit Bratwurstbrät, Brot und Ei. Uwe kreierte sein eigenes Rezept, in dem auch die Saucen – Ketchup und Mayonnaise – selbst gemacht waren. Uwes Patty beinhaltete eine Mischung aus Rinderhack, Rinderfilet, Zwiebeln und diverses Saucen.

Die erste Runde ging an Uwe

Die Burger waren innerhalb einer Stunde zubereitet. Ralf briet seine Pattys auf Kirschholzspänen während Uwe auf die Heizkraft seines Billig-Elektrogrills vertraute. Und wer den Schaden hat, braucht ja bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen, und so musste Uwe sich ob seines Elektrogrills so einiges anhören. Die Buchmacher räumten ihm ebenfalls wenig Chancen ein.

Der Jury wurden beide Burger gleichzeitig serviert. Fabian, Markus und Julia bewerteten Aussehen und Geschmack und entschieden sich am Ende mit 3:0 Stimmen für Uwes Burger. Ausschlaggebend für die Entscheidung war das Fleisch, welches unglaublich zart und perfekt gewürzt schmeckte.

Spirit Link Sommerfest

So ging Ralf mit Druck und Uwe mit etwas Oberwasser in die zweite Runde. Neues Gericht, neue Jury, neues Glück.

Gefülltes Rinderfilet mit Orangen-Chutney gegen orientalische Lammspieße in Joghurtmarinade mit Tomaten-Minz-Salat

Ralf musste also etwas tun, um den “Frankonian Steakholder 2011″ nicht zu verlieren. Er hatte Lammspieße und Auberginenscheiben über Nacht in einer Joghurt-Kreuzkümmel-Marinade mariniert, die nun über den Kirschholzspänen langsam gegrillt wurden. Zum Lamm servierte er einen Tomaten-Minz-Salat mit tasmanischem Pfeffer, frischem Naan und Kreuzkümmel-Joghurt. Eine Augenweide und ein Gaumenschmaus. Eigentlich dachte Ralf, er könne mit seinem über Jahre etablierten Burger-Rezept einen sicheren Punkt verbuchen und würde es dann beim Freestyle-Gericht schwer haben. Uwe dachte das auch.

Er servierte Cordon Bleus vom Rinderfilet, gefüllt mit würzigem Orangen-Curry auf einem Orangen-Pfeffer-Chutney. Das Rinderfilet war zudem in Kokosraspeln paniert und wurde langsam rosa gegrillt. Im Vergleich zu Ralfs orientalischen Lammspießen war das Gericht eher süß und besaß nicht so viele Geschmackskomponenten.

Die zweite Runde ging an Ralf

Beide Gerichte wurden einer neuen Jury wieder gleichzeitig serviert. Und diesmal war das Ergebnis genau gespiegelt – Ralf gewann mit 3:0 Stimmen. Ausschlaggebend für die einstimmige Bewertung war der vielfältigere Geschmack und die geteilte Vorliebe aller Jurymitglieder für eher salzige als süße Gerichte.

Am Ende also ein gerechtes Unentschieden

Summa summarum lief es am Ende auf ein gerechtes Unentschieden – sowohl nach gewonnenen Gängen, als auch nach Stimmen – hinaus. Alle vier Gerichte waren auf sehr gutem Niveau zubereitet und die Jurys haben auch wirklich lang gebraucht, bis sie sich zu einem Ergebnis haben nötigen lassen.

Die Vergabe des Titels “Franconian Steakholder” muss dann wohl noch ein Jährchen warten. Ralf und Uwe freuen sich schon darauf.

Die Rezepte zu allen Gerichten werden in den nächsten Tagen hier auf dem Blog veröffentlicht.

 

Ein Dankeschön geht an Särah, Peter und Christian, die die Bilder auf dem Sommerfest gemacht haben.

Geeiste Melone

[tweetmeme] Heiß! Schwitz! Hitze!

Es ist schon paradox: Zuerst bekommen wir im August Frostbeulen und beschweren uns über den nicht vorhandenen Sommer, und dann passt’s uns auch nicht, wenn er denn da ist. Vielleicht liegt’s ja einfach an den Extremen, die wettertechnisch momentan bedient werden. Von 11°C rauf auf 35°C und mehr. Die Wetterfühligen unter uns werden’s wohl bemerkt haben.

Wohl dem, der während solcher Hitzeperioden in klimatisierten Büros arbeiten darf. Schlecht für die, die diesen Vorzug nicht genießen dürfen. Um die Mannschaft bei Laune zu halten machte unser Cheffe diese Woche immer wieder eine Runde durch die Räume, bewaffnet mit einer großen Anti-Klimaerwärumgstüte. Darin fanden sich verschiedenste Sorten Eis am Stiel.

Wer’s gesünder mag kann auf geeiste Melonen zurückgreifen. Melonen sind nach Wasser einer der besten Durstlöscher überhaupt, da sie zu mehr als 90% aus Wasser bestehen. Nimmt man ein Pariser Messer, sticht damit Kugeln (à la parisienne) aus der Melone aus und legt diese für einige Zeit in das Eisfach, so erhält man neben einem astreinen Durstlöscher einen wunderbar erfrischenden Snack.

Ran an die Bouletten!

Geeiste Charentais-Melone

REZEPT

Zutaten für die geeiste Melone (für 4 Personen):

Zubereitung:

1 Mit einem Pariser Messer Kugeln aus der Melone ausstechen. Die Kugeln für ca. 15 – 20 Minuten in das Eisfach legen. Herausnehmen und genießen.