Mariniertes Zucchini-Türmchen mit Ziegenkäse und Bacon

Sachen gibt’s. Dieses Gericht gehört seit Jahren zu meinen Vorspeisen-Klassikern, die ich gerne und oft mache. Aber das Rezept hat’s bislang noch nicht auf den Blog geschafft – ein nicht tolerierbares Versäumnis. Entdeckt habe ich das Fehlen, als ich für mein Kochbuch ein entsprechendes Foto für das Gericht erstellen wollte – denn dieses fehlte noch.

Nachdem ich in den Sommermonaten wenig Zeit für das Kochbuchprojekt hatte, nimmt die Geschichte momentan wieder Fahrt auf. In den nächsten Tagen werde ich einige Gerichte zubereiten, um anständige Fotos zu schießen. Denn manche Bilder fehlen noch und manche Bilder sind schon so alt, dass sie mir nicht mehr gefallen und neue gemacht werden müssen. Heute werde ich noch gegrillte Zucchini mit Kräuterquark machen, denn das alte Bild taugt mir nicht mehr. Wenn alles klappt werde ich am Wochenende ein Preview des Kochbuchs zeigen. Ich bin schon sehr gespannt, was Ihr dazu sagen werdet…

Das marinierte Zucchini-Türmchen mit Ziegenkäse und Bacon ist fix zubereitet und nicht schwierig in der Herstellung. Das Gericht kann warm oder kalt serviert werden (mir schmeckt es kalt noch einen Tick besser) und passt wunderbar zu Menüs mit einer mächtigen Hauptspeise.

 

REZEPT

Zutaten für das marinierte Zucchini-Türmchen mit Ziegenkäse und Bacon (für 4 Personen):

  • 2 Zucchini
  • 80g Ziegenkäse
  • 4 Scheiben Schinkenspeck
  • 3 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • Schale einer halben Zitrone
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL brauner Zucker

Für die Vinaigrette:

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Senf au Miel
  • 1 EL Aceto Balsamico Bianco
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Zucchini waschen und in Rädchen schneiden (Dicke: ein guter Zentimeter). Die Schalotten und die Knoblauchzehen schälen.

2 Für die Vinaigrette das Olivenöl, den Senf und den Aceto Balsamico Bianco mit Salz und Pfeffer in einem Shaker schütteln.

3 Nun etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zucchinirädchen, die Schalotten und die Zwiebeln zugeben und unter Schwenken anschwitzen, bis die Zucchini Farbe bekommt. Dann mit Zitronensaft ablöschen und mit dem braunen Zucker karamellisieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Den Schinkenspeck in einer Pfanne mit etwas Öl kross braten.

5 Das Türmchen aus abwechselnden Schichten Zucchini, Ziegenkäse und Bacon aufbauen. Mit etwas Vinaigrette beträufeln, die Zitronenschale darüber streuen.

  • Ich persönlich mag zwar keinen Speck, durch den man die Zeitung lesen kann, aber in dem Türmchen macht der sich echt gut!AntwortenAbbrechen

  • Hört sich lecker an, sieht sehr gut aus… wird heute getestet! Danke für die kleine Leckerei!AntwortenAbbrechen

  • Schaut sehr lecker aus und passt doch auch perfekt zu jedem Buffet.

    Grüße vom ScoutConciergeAntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @Alex: Wer liest denn heutzutage schon noch Zeitung???

    @Petra: Bin gespannt, wie’s mundet…

    @ScoutConcierge: Jau. Ich finde es als Vorspeise aber noch besser.AntwortenAbbrechen

  • gunther

    wow, wirkliche eine schöne kleine Vorspeise. Nicht zu aufwändig, ordentlich lecker, reich an Abwandlungsmöglickeiten. Super!AntwortenAbbrechen

Südtiroler Bauern-Omelett mit Pfifferlingen

Südtirol ist nicht nur gesegnet durch eine atemberaubende Landschaft, sondern auch durch eine geniale Küche. Mediterrane, italienische Einflüsse treffen auf alpine Küche – eine klasse Mischung. Besonders im späten Sommer oder Herbst ist Südtirol aus kulinarischer Sicht ein echter Leckerbissen. Denn zu dieser Jahreszeit wird die Ernte eingefahren, sowohl auf den weitläufigen Obstplantagen als auch in den vielen Weinbergen oder Almen der Region. Ich mag die Südtiroler Küche sehr – mir liegt die Kombination aus deftigem Essen mit mediterraner Leichtigkeit.

Pfifferlinge

Die September-Ausgabe der Lust auf Genuss widmet sich komplett der Südtiroler Küche. Für mich ein gefundenes Fressen – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gerichte passen wunderbar in den kommenden Herbst, wenn die Tage wieder kürzer und die Temperaturen niedriger werden. Ich habe mir einige Rezepte markiert, und so stehen die “Terlaner Weinsuppe“, der “Speckknödel-Salat“, die unumgänglichen “Schlutzkrapfen“, das “Tiroler Gröstl” und die “Kastaniennocken auf gerösteten Zwetschgen” auf meiner Nachkochliste. Der Herbst kann also kommen…

Südtiroler Bauern-Omelett mit Pfifferlingen in der Pfanne

REZEPT

Zutaten für das Südtiroler Bauern-Omelett mit Pfifferlingen (für 2 Personen):

  • 350g Pfifferlinge
  • 2 Zwiebeln
  • 50g Landjäger
  • 6 Eier
  • 4 EL Milch
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Hinweis: Ich habe eine Pfanne mit 28cm Durchmesser benutzt (so stand es im Originalrezept). Damit war ich aber nicht so glücklich, das Omelett war recht dünn. Ich würde das nächste Mal eine Pfanne mit weniger Durchmesser (~24cm) verwenden.

1 Die Pfifferlinge putzen (wer sie waschen mag: NICHT im Wasser liegen lassen, weil sie sich sonst vollsaugen) und kleinschneiden. Die Zwiebeln schälen und fein hacken, die Landjäger fein würfeln. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und gut mit der Milch verquirlen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Etwas Öl in einer (beschichteten) Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten, dann die gewürfelten Landjäger zugeben und etwas mit schmoren. Dann die Pfifferlinge untermischen und bei niedriger Hitze 5 Minuten braten. Danach die Petersilie untermischen und die Eiermasse zugeben. Bei SEHR NIEDRIGER TEMPERATUR soll die Masse über 4 Minuten stocken. Die Temperatur sollte wirklich niedrig sein, da das Omelett sonst anbrennt und sich nicht wenden lässt.

3 Nun das Omelett mit Hilfe eines großen Tellers, Schneidebretts oder des Topfdeckels vorsichtig wenden und von der anderen Seite goldbraun fertig backen.

Tipp: Ich habe das Omelett mit meinen Mitessern mit Salat gegessen.

Quelle: Lust auf Genuss, 9/2011

Obstsalat

Ich habe meinen Zivildienst putzend und spülend in einer Jugendherberge verbracht. Gerne hätte ich damals mehr in der Küche mitgeholfen, meine Arbeit beschränkte sich da aber auf Wurstplatten belegen, Salat waschen und Obstsalat machen. Und das habe ich dann perfektioniert.

Wichtig für einen guten Obstsalat sind frische, gute Zutaten. Geschmackvolle, reife, nicht mehlig schmeckende Äpfel oder Birnen, kernlose süße Trauben und reife Melonen. Wichtig ist auch, dass die Äpfel, sobald sie geschnitten sind, mit Zitronensaft beträufelt werden. So werden sie nicht braun und behalten appetitlich ihre Farbe.

Die Zutaten können natürlich leicht variiert und ausgetauscht werden. Ich persönlich mag die unten aufgeführte Kombination sehr gerne (besonders mit Melone!). Exotischere Früchte wie Mango oder Papaya kann ich mir als Melonenersatz auch gut vorstellen.

Wer mag mischt den Obstsalat mit Cornflakes, Müsli oder Joghurt.

 

REZEPT

Zutaten  für den Obstsalat à la Uwe (für 4 Personen):

  • 2-3 Äpfel
  • 1 Banane
  • eine Handvoll Weintrauben
  • 1/4 Wassermelone
  • 50g Walnüsse
  • 1 Kiwi

Für die Vinaigrette:

  • 1 Zitrone
  • 1 Orange
  • 1 EL Honig
  • 1/2 TL Zimt
  • Wer mag: etwas Chili

Zubereitung:

1 Das Obst waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Walnüsse fein hacken. Die Melone schälen und ebenfalls in feine Stücke schneiden. Alles in eine Schüssel geben.

2 Den Honig in einem Topf erwärmen und mit dem Orangen- und Zitronensaft ablöschen. Chili zugeben und kurz aufkochen, Zimt einrühren. Vinaigrette erkalten lassen und über das Obst geben und gut mischen.

Hot Fizz

Apfel und Chili passen hervorragend zusammen. Im Hot Fizz harmoniert die herbe Säure des Apfelsafts mit der feurigen Schärfe der Chilischote. Ergänzt von frischem Limettensaft und etwas Zuckersirup entsteht mit sprudelndem Sodawasser ein spritziger und bissiger Drink, der bestens ohne Alkohol auskommt.

Mit frischer Chili in Getränken sollte man etwas vorsichtig sein. Je nach Schärfegrad der Chilischote kann der Drink mit der angegebenen Menge manchem Gaumen schnell zu scharf werden. Also lieber vorher probieren und vielleicht etwas weniger Chili nehmen.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Sebastian Reaburn aus “Cocktails 2010″ vom Food & Wine Magazine.

Zutaten:

  • ein 2cm-Stück scharfe Chilischote, sowie eine ganze Chilischote für die Garnitur
  • 60 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 30 ml Limettensaft (frisch gepresst)
  • 15 ml Zuckersirup
  • 60 ml Sodawasser zum Auffüllen

 

Zubereitung:

1. Das Stück Chilischote im Unterteil des Shakers leicht muddeln.

2. Eis, Apfelsaft, Limettensaft und Zuckersirup zugeben und ca. 15 Sekunden kräftig schütteln.

3. Doppelt in ein mit Eis gefülltes Longdrinkglas abseihen.

4. Mit Sodawasser auffüllen, leicht umrühren und mit einer Chilischote garnieren.

 

Pfifferling-Risotto mit Waldpilzfond

Besonders unter Hobby-Köchen gibt es viele Wege, die technisch nach Rom führen. Ob diese handwerklich immer richtig sind, wage ich stark zu bezweifeln. Aber das ist auch nicht zwingend wichtig. Wichtig ist, dass selbst gekocht wird und dabei frische Zutaten verwendet werden. Abseits des Industrie-Einheitsbreis.

Pfifferling-Risotto war die Wahl der Stunde für die Mittagspause bei Spirit Link vorletzte Woche. Ich kaufte die Zutaten ein und bat Ralf, schon einmal mit der Zubereitung anzufangen, da ich noch fix die ein oder andere E-Mail beantworten musste.

Ralf und ich haben komplett unterschiedliche Herangehensweisen, wie ein Risotto zubereitet werden sollte. Das resultierte darin, dass Ralf den Kochlöffel an mich übergab, da wir uns nicht grün geworden wären. “Dein Gericht, Dein Topf.”

Ich schwitze den Risottoreis grundsätzlich farblos an. Dann lösche ich das Risotto immer mit Wein ab und gieße nur mit heißer Brühe, keinesfalls kalter, auf. Das Risotto wird ständig bei moderater Hitze gerührt. Käse gebe ich nicht per se hinzu – es muss schon zum Rest passen. Ich mag das Risotto eher al dente: Der Kern des Reiskorns darf noch kernig sein, während der äußere Bereich schön weich auf der Zunge zergeht.

Für dieses Risotto habe ich einen Waldpilzfond verwendet. Diesen habe ich nicht selbst hergestellt, sondern fertig gekauft (was manchmal auch vertretbar ist). Der Fond schmeckt leicht süßlich, daher sollte man mit der Zugabe von zusätzlichen Süßungsmitteln sehr vorsichtig sein.

Wie mögt Ihr Euer Risotto am liebsten?

Pfifferling-Risotto mit Waldpilzfond
REZEPT

Zutaten für das Pfifferling-Risotto (für 4 Personen):

  • 500g Risotto-Reis
  • 500g Pfifferlinge
  • 200ml Weißwein
  • 1L Waldpilzfond
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Zwiebeln
  • 30g Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Pfifferlinge putzen und in die gewünschte Größe bringen (auf Deutsch: schneiden). Den Waldpilzfond in einem Topf aufkochen und bei niedriger Temperatur warm halten. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Zwiebeln schälen und fein hacken.

2 Die Zwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Den Reis zugeben und kurz farblos anschmoren. Mit dem Weißwein ablöschen und aufkochen lassen, Hitze etwas auf mittlere Temperaturen reduzieren. Sobald der Weißwein verschwunden ist, mit etwas Brühe aufgießen und dabei ständig umrühren. Die Prozedur wiederholen, bis der Risotto-Reis gar ist und anfängt, zu kleben. Ich mag Risotto eher al dente und nicht matschig. Die für mich perfekte Konsistenz ist meist nach 20-25 Minuten erreicht.

3 Nun die Butter unterrühren und schmelzen lassen. Die Petersilie und die Pfifferlinge untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  • vielköchin

    noch einen Tipp, den ich bei lebouquet.org gelernt habe: noch eine Prise Safran ans Risotto. Wohl bekommtsAntwortenAbbrechen

  • Pilzrisotto ist wirklich lecker. Wollte am Wochenende Kartoffelrollen mit Schinken und Steinpilzen machen und dazu gebratene Pfifferlinge. Nur leider bekam ich letztere in diversen Supermärkten nicht und dazu gabs dann halt “nur” Champignons.AntwortenAbbrechen

  • Gab’s bei mir gestern auch = Pfifferlingsrisotto gehört zu meinen Lieblingsrisottos!AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @vielköchin: Ui, danke für den Tipp! Safran hat ja auch eine recht eigene Note. Wird empfohlen, Safran immer zuzugeben?

    @Anne: Ja, regional geerntete Pfifferlinge sind auch hier selten geworden. Meist finde ich nur Ware aus Litauen oder Weißrussland, sogar auf den Märkten.

    @Eva: Ich muss das Risotto unbedingt nochmal machen, bevor die Pfifferling-Saison vorbei ist…AntwortenAbbrechen

  • Bene

    Wow! Sieht Hammer aus!
    Wo bekommst du den Waldpilzfond her?
    Stellst du den selber her?
    Ich verwende immer für Risotto Rinderbrühe…AntwortenAbbrechen