Bistecca alla Fiorentina mit Gremolata

Zeit für einen Klassiker! Das Bistecca alla Fiorentina ist ein gegrilltes Porterhouse- oder T-Bone-Steak und eine Spezialität aus der Toskana und gilt unter Fans ausschweifender Grillkultur als eines der besten Steaks.

Das Steak Florentiner Art wird aus dem ganzen Roastbeef geschnitten. Das bedeutet, dass es sowohl einen Roastbeef- als auch einen Filet-Anteil besitzt, getrennt von einem Knochen. Der Knochen hat die Form des Buchstabes „T“, wovon sich auch der Name “T-Bone-Steak” ableitet. Bei einem Porterhouse-Steak ist der Filet-Anteil typischerweise größer, wodurch das Steak auch schwerer ist. Ein Porterhouse-Steak kommt etwa auf 1 – 1,4 kg bei einer Dicke von 6cm. Durch den relativ geringen Anteil an Bindegewebe eignen sich diese Steaks sehr gut zum Braten oder Grillen.

Bistecca alla Fiorentina mit Gremolata

Einfache Zubereitung auf dem Grill

Ich habe das Steak zunächst direkt bei etwa 200°C gegrillt und versucht, ein Karomuster herzustellen. Dafür legt man das Steak auf den Grill, wartet eine Minute und dreht das Steak dann um 90°C. Danach habe ich das Steak in eine Aluschale mit heißem Olivenöl gelegt und fertig gegart – quasi pochiert. Das Öl kann mit Kräutern und Knoblauch aromatisiert werden und sorgt für einen weich-sanft-aromatischen Geschmack. Die übliche Grillkruste geht dadurch aber verloren. Damit sichergestellt ist, dass das Bistecca alla Fiorentina nicht übergart, verwende ich ein Fleischthermometer und warte, bis die Kerntemperatur 53°C erreicht hat. Das Fleisch gart nach dem Entnehmen noch 2-3 Grad nach und hat schließlich beim Aufschneiden die richtige Temperatur für meinen Geschmack.

Zum Bistecca alla Fiorentina serviere ich gerne Basilikum-Pesto oder eine Oliventapenade, Café de Paris-Butter, einen scharfen Auberginensalat, Kartoffelsalat mit Basilikum-Pesto oder ein klassisches Ratatouille.

Schöne Variante: Wraps vom Bistecca alla Fiorentina

Am liebsten genieße ich ein solches Steak nur mit etwas Fingersalz und vielleicht einem Stück frisch gebackener Focaccia. Eine weitere schmackhafte Alternative ist ein Wrap, für das ein Weizenfladen kurz auf dem Grill geröstet, dann mit Basilikum-Besto und ein paar Kräutern bestrichen und mit dem dünn aufgeschnittenen Filet des Porterhouse-Steaks belegt wird. Gremolata – eine Mischung aus Zitronenzesten, Knoblauch und Petersilie – runden die Sache ab.

Bistecca alla Fiorentina mit Gremolata

Das Rezept findet Ihr auch im Magazin „Lust am Kochen”

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Dieses Rezept habe ich als Auftragsarbeit für ein neues Magazin mit dem Namen „Lust am Kochen“ produziert. Das Heft erscheint mittlerweile zum zweiten Mal und hat als Thema „Toskana – Mediterrane Spätsommerküche“. Besonders freut mich, dass das Heft hier in Nürnberg produziert und in einem kleinen Verlag verlegt wird, weswegen ich umso lieber versuche, dies zu unterstützen. Schaut Euch das Heft doch einfach am Kiosk einmal an, es finden sich darin eine ganze Reihe leckerer Gerichte, die den Spätsommer zumindest geschmacklich auf Euren Gaumen zaubern.

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten

Zubehör: Aluschale, Fleischthermometer

Zutaten für das Bistecca alla Fiorentina (Für 2-3 Personen):

  • 1 Porterhouse-Steak, etwa 1,2 kg (Alternative: 1 T-Bone-Steak)
  • 3-4 Zweige frischer Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 ml Olivenöl
  • Fingersalz, z. B. Murray River oder Chipotle Salt Flakes

Zubereitung:

1 Das Porterhouse etwa eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Kräftig mit einem Rosmarinzweig ab-, danach mit Salz einreiben. Grill für etwa 200°C direkte Hitze vorbereiten. Das Porterhouse etwa 1 Minute direkt grillen, dann um 90° drehen und auf der selben Seite nochmals 1 Minute grillen, sodass ein Karomuster entsteht. Wenden und Vorgang wiederholen.

2 Olivenöl in eine Aluschale gießen, 1-2 Rosmarinzweige und den Knoblauch zugeben. Das Fleischthermometer in die Roastbeef-Seite des Porterhouse-Steaks stecken und in die Olivenölschale legen. Bei etwa 100°C Grilltemperatur im indirekten Bereich fertig garen, bis die Kerntemperatur 53°C (medium) erreicht hat. Entnehmen, kurz ruhen lassen, aufschneiden und servieren.

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Werbe-Hinweis: Das Rezept wurde als Auftragsarbeit für das Magazin “Lust am Kochen” produziert. Im Artikel wird das Magazin genannt und die Facebook-Webseite des Magazins verlinkt. Die Nennung des Magazins ist eine Empfehlung und nicht Teil einer Kooperation.
  • […] wird es deftig – und da lacht mich doch neben einem saftigen, florentinischen Steak ein bekanntes Gesicht an! Huhn, Lamm, Rind und Schwein – man weis gar nicht wo man anfangen soll. Der Toskanische […]AntwortenAbbrechen

  • Ein Traum – aber warum steht das auf dem Kopf ;-) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hä? Achso. Ich hätte es umdrehen sollen? Aber auf der anderen Seite war das Karo nicht so schön.AntwortenAbbrechen

  • Ein Traum von gegrilltem Fleisch. Könnte ich mir jetzt auch ganz gut zum Frühstück vorstellen :-). Für mich ist eine Bistecca alla Fiorentina aber am Besten vom Chianina-Rind. Sehr gute Qualität und meistens einfach nur größer als vergleichbare Porterhouse-Steaks. Und manchmal zählt dann doch die Größe ;-).AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      =)

      Ist hier auf die Schnelle nur schwer zu bekommen gewesen – ansonsten hast Du recht :) AntwortenAbbrechen

  • Basler Dybli

    Sehr “gluschtig” (=lecker) !
    Dass ist das was mir der Arzt verschrieben hat :-) AntwortenAbbrechen

  • Tolle Idee mit dem Garen in Olivenöl. Nimmst du dafür ein bestimmtes Olivenöl, also ein hoch- bzw. höhererhitzbares? Oder sind die 100 Grad nicht zu heiß, sodass das Öl bitter wird?

    Viele Grüße vom esszettel.AntwortenAbbrechen

Tomatensuppe mit Gin, Lammkarree sous-vide, Parmesan-Coustard

Wenn ich im Hochsommer nicht weiß, was ich mit den vielen Tomaten machen soll, so koche ich davon entweder literweise Sugo, stelle getrocknete Tomaten her oder koche eine Tomatensuppe. Die schmeckt eindeutig mit frischen Tomaten am besten.

Die Tomatensuppe ist eine Koproduktion mit Chef Hansen, die im Rahmen unseres Kochtreffens im Mai entstand. Alex zauberte den Parmesan-Coustard, ich den Rest. Entstanden ist eine leckere Vorspeise mit gut harmonierenden Komponenten, die sich zudem für ein Menü exzellent vorbereiten lässt. Der Parmesan-Custard kann am Vorabend hergestellt werden, genauso die Suppe selbst: Diese schmeckt aufgewärmt wie Gulasch, Lasagne oder Kalbsbäckchen nochmals einen Tick besser. Auch mit dem Lammkarree habt Ihr wenig Arbeit, ein Sous-vide-Becken vorausgesetzt. Schwimmt es dort einmal bei 58°C, ist es auch egal, wenn sich die Gäste ein paar Minuten verspäten. Wärmer als 58°C wird das Lamm einfach nicht. Eine ähnliche Vorspeise habe ich vor einigen Wochen zubereitet – Lammkarree sous-vide mit Chimichurri - Für alle, die es ein wenig schärfer mögen.

Für die Suppe selbst habe ich auf ein ganz einfaches Rezept zurückgegriffen – im Wesentlichen werden Tomaten mit Schalotten, Knoblauch und Geflügelbrühe eingekocht und mit braunem Zucker, Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Wenn die Konsistenz nach dem Einkochen und pürieren zu dickflüssig sein sollte, könnt Ihr jederzeit mit etwas Wasser oder ein wenig mehr Brühe justieren.

Wenn Ihr nun mit der Tomatensuppe ein Menü starten möchtet, so kann ich Euch folgende Gänge als Hauptgerichte oder Dessert empfehlen:

Guten Appetit!

Rezept

Benötigtes Equipment: Sous-vide-Becken, iSi Gourmet Whip

Dauer: 4 Stunden Kühlzeit, 60 min Zubereitungszeit

Zutaten für die Tomatensuppe mit Gin, Lammkarree sous-vide und Parmesan-Coustard (Für 4 Personen):

Für das Lammkarree:

  • 1 Lammkarree
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Butter

Für die Tomatensuppe mit Gin:

  • 500 g passierte Tomaten (Oder frische Tomaten)
  • 3 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 ml Geflügelfond
  • 2 TL brauner Zucker
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Nelken
  • Etwas frischer Thymian
  • Etwas frischer Rosmarin
  • 3-4 EL Gin
  • Salz, Pfeffer

Für den Parmesan-Coustard:

  • 75 g Parmesan
  • 50 ml Milch
  • 2 Eier

Für das Topping:

  • 1 TL Pinienkerne
  • 12 Basilikumblätter
  • 1 kleine Handvoll Gartenkresse

Zubereitung:

1 Für den Parmesan-Coustard den Parmesan fein reiben. Die Eier leicht schlagen. Parmesan und Milch mischen und langsam erhitzen bis der Parmesan geschmolzen ist. Die Hitze reduzieren und die Eier langsam einrühren. Unter leichter Hitze stetig rühren, bis die Masse eindickt (Achtung: Darf nicht mehr als 78°C erreichen!). Abkühlen lassen und eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach kurz mit einem Stabmixer pürieren und in einen iSi Gourmet Whip einfüllen, eine Patrone einschießen und gut schütteln. Etwa vier Stunden im Kühlschrank kühlen.

2 Für das Lammkarree das Fleisch mit etwas Butter, gehacktem Knoblauch, Thymian und Rosmarin vakuumieren und bei 58°C etwa 35 Minuten im Wasserbad ziehen lassen.

3 Für die Tomatensuppe die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. In etwas Butter glasig dünsten, mit Geflügelfond ablöschen und aufkochen. Tomaten zugeben, aufkochen, Lorbeerblatt, Nelken, Thymian und Rosmarin zugeben und etwa 30 Minuten einkochen lassen. Mit einem Stabmixer pürieren (Nelken und Lorbeerblatt sowie die Kräuter vorher entfernen) und mit Gin, Salz, braunem Zucker und Pfeffer abschmecken.

4 Für das Topping die Pinienkerne trocken goldbraun rösten und mit dem Basilikum und der Kresse vermischen.

5 Das Lamm aus dem Bad nehmen und kurz in einer heißen Pfanne von allen Seiten anbraten. Aufschneiden, salzen. Suppe auf Teller verteilen, den Parmesan-Custard aufspritzen und alles leicht mit dem Stiel einer Gabel verrühren, bis Kreise entstehen. Topping zugeben und ein Stück Lammkarree pro Teller anrichten.

Quelle: Parmesan-Custard: Bentley Cookbook of Temporary Cuisine

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Rinderfilet im Filoteig mit Paprika-Couscous-Salat

In den letzten Tagen habe ich irgendwo den Satz gelesen, dass man als Koch mit einer gewissen „So what“-Mentalität an den Herd gehen muss. Es kann nicht immer alles gelingen. Die Angst vor dem Scheitern muss beiseite gewischt werden. Oder durch Rezepte wie dieses minimiert sein.

Was gibt es Schlimmeres? Die Gäste kommen und das Fleisch ist nicht mehr medium. Drüber. Very well done. Abgesehen davon, dass es total ok ist, sein Rinderfilet well done zu essen, wenn man es einfach lieber mag, bringt es einen gewissen Druck auf die Schultern des Gastgebers. Ich empfehle daher, sich im Rahmen eines Menüs nur für Fleischgerichte a la minute zu entscheiden, wenn man das Gericht aus dem berühmten FF beherrscht oder die notwendige Zeit dafür hat, wie es z. B. meist beim Grillen der Fall ist.

Ein paar Tipps:

  • Im Rahmen eines Menüs sollte immer nur ein Gang dabei sein, bei dem Komponenten auf den Punkt gegart sein müssen. Das reduziert Stress.
  • Wenn ich ein Menü mit mehreren Gängen koche, verwende ich immer Fleischthermometer. Am besten solche, die laut brüllen, wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Es ist gut, sich in stressigen Phasen das Denken ein wenig abnehmen zu lassen.
  • Ich versuche, für kritische Fleischgerichte als Garmethode sous-vide einzusetzen. Da kann nichts passieren, auch wenn das Fleisch 58°C erreicht hat, die Gäste aber noch auf Parkplatzsuche sind.
  • Üben, üben, üben. Irgendwann entwickelt man ein Gefühl für die richtige Gardauer.

Dieses Rezept eignet sich für Anfänger und Menü-Situationen gleichermaßen. Es ist ein wenig Timing erforderlich, was sich aber in den Grill bekommen lässt. Die Rinderfilets werden in der Pfanne von beiden Seiten 1-2 Minuten angebraten, dann in Filoteig verpackt und bei 200°C im Ofen innerhalb von 10 Minuten fertig gegart. Ich empfehle, mit dem Anbraten erst zu beginnen, wenn die Gäste da sind und sich mit der Vorspeise vergnügen. Wenn die Rinderfilet-Stücke etwa 170g haben, ist die Gardauer von 10 Minuten für den Gargrad medium ziemlich sicher.

Dazu gibt’s einen leckeren Paparika-Couscous-Salat, der dem Gericht eine kleine orientalische Note verleiht und für die notwendige Frische sucht. Achtung: Den Salat nicht zu süß anmachen, da sich in den Filoteigpaketen noch Schalotten-Chutney befindet, was eine gute eigene Süße mitbringt. Eine andere Variante des Rinderfilets im Filoteig mit Süßkartoffelpüree und Feldsalat hatte ich bereits vor einigen Jahren zusammen mit meiner Lieblingscousine Juliane von Schöner Tag noch! gekocht.

Rinderfilet im Filoteig mit Paprika-Couscous-Salat

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für das Rinderfilet im Filoteig mit Paprika-Couscous-Salat (Für 4 Personen):

  • 4 Rinderfilet-Stücke à 170 g
  • 4 Filoteig-Platten
  • 1 Ei
  • 5 Schalotten
  • 4 rote Paprika
  • 200 g Couscous
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 EL Aceto Balsamico di Modena
  • 1 TL Zucker
  • 30 g Butter, geschmolzen
  • Salz, Pfeffer

Für die Vinaigrette:

  • 1 EL grobkörniger Senf
  • 2-3 EL Apfelessig
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 TL Ras el Hanout
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für das Schalotten-Chutney die Schalotten schälen und in Spalten schneiden. In etwas Butter bei moderater Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen und kurz karamellisieren lassen, dann mit Rotwein und Balsamico ablöschen, einkochen lassen. Mit Salz abschmecken.

2 Für den Paprika-Couscous-Salat Wasser erhitzen und so viel Wasser zum Couscous gießen, bis dieser bedeckt ist. 10 Minuten quellen lassen. Paprika waschen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne in etwas Butter mit moderater Hitze 3-4 Minuten ziehen lassen. Mit dem gequollenen Couscous vermischen. Petersilie hacken und zugeben.

3 Für die Vinaigrette den Senf mit dem Apfelessig, dem Honig und dem Ras el Hanout vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Salat mit der Vinaigrette gut vermischen.

4 Den Backofen auf 200°C vorheizen.

5 Die Rinderfilets in einer Pfanne von allen Seiten etwa 1-2 Minuten anbraten. Das Ei vermischen. Die Filoteigplatten mit der geschmolzenen Butter bepinseln. In die Mitte jeder Platte ein Rinderfilet setzen, salzen, darauf Schalotten-Chutney geben. Den Filoteig um das Filet herum mit der Eimischung einpinseln und Päckchen formen. Die Päckchen außen mit dem restlichen Ei bestreichen und 10 Minuten im Ofen goldbraun backen.

6 Die Päckchen auf dem Salat servieren.

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Peperonata Dolce

Zu Käse darf es gerne ein wenig Chutney oder eine karamellisierte Nussmischung sein. Oder aber die Peperonata Dolce, eine süße Paprika-Marmelade.

Das Rezept stammt von der famosen Simone von Pi mal Butter (Ihr erinnert Euch, von Simone hatte ich erst letztens die Anregung für die Caprese 2.0 geklaut) und hat mich mit dem ersten Bissen im Sturm erobert. Die Paprika-Marmelade schmeckt süßlich, leicht scharf und stark nach der Frucht, wie ich es von dem Confit Byaldi, meinem Lieblings-Ratatouille, kenne.

Am liebsten esse ich dazu einen gut gereiften, intensiven Ziegenkäse mit einem Stück frischer Focaccia und einem Glas kaltem Weißwein. Die Herstellung ist dabei wahrlich einfach: Paprika wird mit Zucker und Chili gekocht, püriert und auf die gewünschte Konsistenz eingedickt. In sterilen Gläsern hält sich die Marmelade etwa zwei Monate und eignet sich auch wunderbar als kleines Geschenk und Mitbringsel.

Zum Thema Käse möchte ich meinen Nürnberger Lesern wärmstens (Achtung, Empfehlung!) Feinkost Langer in Mögeldorf ans Herz legen – dort gibt es die verschiedensten Sorten gut gereiften Käses, den die Eigentümerin des Ladens teilweise auch noch selbst verfeinert. Schaut unbedingt einmal vorbei!

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch!

Peperonata Dolce

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für die Peperonata Dolce (für etwa 6 Gläser à 200 ml):

  • 1 kg rote Paprika
  • 380 g Zucker
  • 1 rote Chili
  • 1 gestrichener TL Salz

Zubereitung:

1 Das Kerngehäuse der Paprika und der Chili entfernen und anschließend in grobe Würfel schneiden.

2 Die Paprika und die Chili mit dem Zucker, dem Salz und einigen EL Wasser in einem Topf bei geschlossenem Deckel kochen, bis die Paprika weich sind. Mit einem Stabmixer pürieren und einkochen, bis eine Marmeladen-artige Konsistenz erreicht ist.

3 Sofort in sterilisierte Gläser einfüllen, stürzen und erkalten lassen. Die Marmelade hält sich etwa 2 Monate.

Quelle: Pi mal Butter

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  • Hmmm, das ist echt super lecker, kann dir nur zustimmen. Habe das Rezept auch schon bei Simone entdeckt und nachgemacht. Ein tolles Mitbringsel aus der Küche, auch wenn man, sobald man mal probiert hat, am liebsten alle Gläser behalten möchte ;)
    LGAntwortenAbbrechen

  • Wow, das klingt ja spannend :) Hier finde ich echt immer so viel, das ich nachkochen muss…
    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ela, das freut mich! Die Paprikamarmelade kann ich Dir auch nur wärmstens empfehlen, die lohnt sich!AntwortenAbbrechen

Ginger Beer

In den letzten Wochen habe ich erneut selbst gebraut und einen Klassiker hergestellt, der mit den Sommer sehr versüßt hat. Eiskalt genossen ist das Ginger Beer ein tolles Feierabend-Getränk, das nach untergehender Sonne und Balkon schreit.

Vor ein paar Wochen habe ich über meine ersten Versuche berichtet, mit Hilfe von Fermentation Softdrinks herzustellen. Erstes Ergebnis war das Redcurrant Ginger Beer, das mit Johannisbeersirup hergestellt wurde. Nun habe ich den Klassiker schlechthin für Euch, ein „pures“ Ginger Beer.

Zu dem Redcurrant Ginger Beer gab es von Euch sehr viel Feedback, was mich unglaublich gefreut hat. Die vielen tollen Hinweise aus der Cooketteria haben mir bei meinen weiteren Versuchen sehr weiter geholfen, so dass ich in der letzten Zeit das Ansetzen des „Ginger Bug“ – die Basis für die Herstellung von Ginger Beer – keine Probleme mehr hatte und auch bessere Ergebnisse in der Entwicklung von Kohlensäure erzielen konnte.

Der Prozess Ginger Beer herzustellen dauert mehrere Wochen. Zunächst muss die Basis, der sog. Ginger Bug, angesetzt werden. Dafür wird Ingwer klein geschnitten und mit Zucker und Wasser angesetzt. Der Ansatz wird täglich – ähnlich einem Sauerteig – mit Ingwer und Zucker gefüttert, bis er zu blubbern beginnt. Der blubbernde Bug wird dann mit einem Sirup – im heutigen Fall Ingwer-Sirup – versetzt und beginnt, dort zu arbeiten. Der Zucker wird durch Fermentation in Kohlensäure umgewandelt.

Aus der zweiten Versuchsreihe und den Hinweisen aus der Cooketteria habe ich gelernt:

  • Ob Bio-Ingwer oder nicht – aus beiden Grundprodukten kann ein guter Ginger Bug angesetzt werden, ich bevorzuge nach wie vor die Bio-Variante, weil ich dann die Schale guten Gewissens verwenden kann
  • Die Abdeckung des Glases mit einem Kaffeefilter hat besser funktioniert
  • Ich habe den Eindruck, dass das Ergebnis nachhaltig verbessert wird, wenn ich den Ingwer feiner hacke
  • Das Blubbern erschien mir intensiver, sobald ich Vollrohrzucker verwendet habe
  • Es muss nicht immer Ingwer sein: Es klappt auch mit frischem Kurkuma

Das Ginger Beer lässt sich wunderbar eisgekühlt mit einem Schuss Gin oder Wodka genießen.

Rezept

Dauer: Etwa 2-3 Wochen. Zubereitungszeit: 45 Minuten

Zutaten für das Ginger Beer (Ergibt etwa 4 Liter):

Für den Ginger Bug:

  • 250 ml Wasser
  • 2 EL Vollrohrzucker
  • 2 EL gehackter Bio-Ingwer

Für den Ingwer-Sirup:

  • 140 g Ingwer
  • 500 g Zucker
  • 3 L Wasser
  • 3 Zitronen

Zubereitung:

1 Für den Ginger Bug den Bio-Ingwer mit Schale fein hacken. Mit dem Zucker und dem Wasser in einem 1-L-Einmachflas vermischen. Das Glas mit einem Tuch oder Kaffeefiltern abdecken, so dass keine Fruchtfliegen an die Mischung gelangen. Nach zwei Tagen sollten sich zwischen den Ingwer-Stücken Blasen bilden und der Bug sollte beginnen, zu blubbern. Dann über etwa eine Woche jeden Tag 2 EL Zucker und gehackten Ingwer zufüttern.

2 Am Brautag den Ingwersirup zubereiten. Dafür den Ingwer fein reiben und mit dem Zucker und dem Saft der Zitronen etwa 30 Minuten leicht köcheln lassen. Durch ein Tuch filtern und vollständig abkühlen lassen.

3 Ingwersirup mit 1 L Wasser aufgießen. Den Ginger Bug abseihen und unterrühren. Die Flüssigkeit in sterilisierte Plastikflaschen (KEIN GLAS!) abfüllen, verschließen und bis zu 10 Tagen fermentieren lassen – am besten täglich probieren.

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  • Das klingt interessant, ich habe sowas noch nie selber gemacht, aber es verlockt doch… ;) Schöne Tipps und Anregungen. Danke schonmal im Voraus, weil ich es sicher mal testen werde.AntwortenAbbrechen