Ras el Hanout-Nüsse

Ras el Hanout-Nüsse

In letzter Zeit scheinen Bücher zum Thema “Geschenke aus der Küche” eine Renaissance zu erfahren. Ich hab’s mit 1-2 Werken versucht und nie einen Zugang gefunden, wurde mir in diesen Büchern doch zu viel gebastelt und Brimborium rund um das kulinarische Gut gemacht.

Aber manchmal brauche auch ich Ideen für Mitbringsel. Und da ich in solchen Dingen ein Meister der Prokrastination bin, müssen diese Mitbringsel schnell besorgt und zubereitet werden können. Letztens war ein solcher Fall. Champagner, Wein oder Schnaps fielen aus, Blumen – besonders gelbe – auch. Bleibt also nur die olle Pralinenschachtel oder etwas Selbstgemachtes.

Die Nüsse werden karamellisiert und mit Cayennepfeffer gewürzt. Im Ofen braun gebrannt, danach final mit Ras-el-Hanout und Salz abgeschmeckt. Wer auf Basteleien steht, kann das Rezept ausdrucken, zu einer Tüte formen und die Nüsschen einfüllen. Bestes Jahrmarktfeeling mit Nachmachanleitung – denn die Nüsse überleben nicht lange!

Rezept

Zutaten für die Ras-el-Hanout-Nüsse (Für zwei Personen oder EINE Mel an einem lauschigen Abend):

  • 20g Butter
  • 2 EL Honig
  • 1/2 TL Cayenne-Pfeffer
  • 1 TL Ras-el-Hanout
  • etwas Meersalz
  • 100g Macadmianusskerne
  • 100g Mandeln
  • 100g Cashewkerne

Zubereitung:

1 Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.

2 Den Honig mit der Butter in einem breiten Topf schmelzen, Cayenne-Pfeffer und etwas Salz zugeben. Die Nüsse unterrühren.

3 Die Nüsse auf einem Backblech verteilen und im Backofen goldbraun backen. Abkühlen lassen, salzen und Ras-el-Hanout darüber streuen.

 Tipps: Die Nüsse sind etwa 4 Wochen haltbar.

Quelle: Brigitte.de

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wirklich tolle und vermutlich leckere Idee. Mit dem Weckglas auch ein ansprechendes “Mitbringsel”!

Die Idee gefällt mir. Das werde ich ausprobieren :-)

Sieht lecker aus. Weckgläser verschenke ich nur nicht so gerne. Aber ich hab ja jede Menge gewaschener Olivengläser. :-) Für Pralinen nimm ich meistens leere Packungen von gekauften Pralinen, was auch kein Aufwand ist.

Liebe Grüße
Anna

Uwe

@Christian: Das ist kein Weckglas, sondern eine durchaus günstigere Kopie aus einem schwedischen Einrichtungshaus. Dadurch relativiert sich das ein wenig…

@Kochbuch für Max und Moritz: Viel Spaß dabei!

@Anna: Wie gesagt, ist kein Weck – den Schweden sei Dank geht’s auch günstiger. Aber Olivengläser sind eine gute Idee :)

Ohhh, das klingt ganz großartig! :) Mache ich beizeiten mal nach…

LG

Ela

Genau an solch simplen Ideen mangelt es mir manchmal. Merci für die coole Anregung mit der Rezept-Nusstüte. Bin demnächst eingeladen und kann da nicht schon wieder getrocknete Pilze, Pilzpulver, in Öl eingelegte Pilze, in Essig eingelegte Pilze etc. mitbringen. Die haben alles von mir schon in x-facher Ausführung bekommen. Diesmal werden es Nüsse mit Rezept!

Eine tolle Idee! Ich brauch einfach immer wieder was zum naschen. Und da eignen sich die Nüsse ja hervorragend!

Ich werde versuchen das heute

[...] [...]

Tolle Snack-Idee!!! :-)

Cookbook of Colors: Ab 07.02. zum Download!

13 Monate nach dem Start des Blog-Events Cookbook of Colors erfüllt es mich mit unglaublicher Freude, Dir verkünden zu dürfen, dass ich fertig bin – und dass das Cookbook of Colors ab dem 07.02.2013, 10 Uhr, zum Download bereit stehen wird.

Und damit Dir die Warterei bis dahin nicht zu lange wird, habe ich einige wenige Seiten als kleines Preview zusammengefasst und auf Issuu gepackt. Gefällt Dir, was Du siehst?

Banner gefällig?

Wenn Du möchtest kannst Du einen Banner mitnehmen und auf den Donnerstag hinweisen – was mich sehr freuen würde! Danke!

130×250:
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

<a href="http://www.highfoodality.com/cookbook-of-colors/?utm_source=referral&utm_medium=banner_130x250&utm_campaign=cookbook-of-colors-pre-launch" title=HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8464/8436826575_4b7d33b77c.jpg" width="130" height="250" alt="HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"></a>

400×89:
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

<a href="http://www.highfoodality.com/cookbook-of-colors/?utm_source=referral&utm_medium=banner_400x89&utm_campaign=cookbook-of-colors-pre-launch" title=HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8223/8437910974_06ccd5c6ae.jpg" width="400" height="89" alt="HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"></a>

500×112:
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

<a href="http://www.highfoodality.com/cookbook-of-colors/?utm_source=referral&utm_medium=banner_500x112&utm_campaign=cookbook-of-colors-pre-launch" title=HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8083/8437910942_bbd4982a02.jpg" width="500" height="112" alt="HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors"></a>

Wow, das sieht super aus. Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung, ich freue mich schon auf das gesamte Werk!
Viele Grüße,
Steffen

Sieht super edel aus! Freue mich sehr auf die vollständige Version… LG, Yushka

Uwe, das ist großartig…. schade, dass es bis Donnerstag noch sooooo lang ist!! ;-)
Tolles Blogevent, tolles Buch… all thumps up!

Gruss Kerstin

Juhuuu! Freu mich schon voll. Fand die Idee als solches schon unglaublich genial.
Liebe Grüße von der Luna

wow.. zu jedem rezept selbst noch ein paar worte geschrieben. ich verneige mich vor der redaktionellen leistung und freue mich auf den 7.!

Sarah

das sieht total klasse aus!!! Ich freu mich schon auf die komplette Ausgabe. Viele Grüße Sarah

Mein Kompliment, sehr schön geworden,
da kannst Du stolz drauf sein
Viele Grüße
Michael

Tolle Idee und grossartige Umsetzung!! Das Preview sieht super aus und ich bin sicher das Buch wird ein Knüller.

Ich bin gespannt… die Teaser sehen sehr vielversprechend aus.

Viele Grüße, Christian

Uwe

@Steffen: Danke :) Ich bin auch froh, dass dieser Arbeitsblock so langsam abgearbeitet ist ;)

@Sugarprincess: Danke!

@Kerstin: Du hast’s bald geschafft, morgen ist es soweit!

@Luna: Danke =) Schön, dass es Dir gefallen hat!

@chris: Na das ist doch das Mindeste, was ich für das Engagement tun kann…

@Sarah: Bin gespannt was Du morgen sagst…

@Michael: Danke! Dein Beitrag sieht auch im Buch lecker aus!

@Valerio: Ich bin schon ein wenig stolz…

@Christian: Danke :D

Ein Blick hinter die Fotografie-Kulissen: Mein Equipment

zorra hat den Food-o-Grafie Blog-Event wiederbelebt und dazu aufgerufen, einen Artikel über das eigene Foto-Equipment zu verfassen. Da sich in letzter Zeit die Anfragen häufen, mit welchem Equipment und wie ich meine Food-Fotos erstelle, komme ich der Aufforderung gerne nach.

Das Thema Food-Fotografie wird über die vielen Blogs ganz unterschiedlich behandelt und gewichtet: Die Fotografie ist neben der Kocherei und Sport das dritte wichtige Hobby für mich. Daher habe ich den Anspruch an mich, möglichst gute Bilder zu schießen. Dem opfere ich aber weder ein warmes Essen, noch das gemeinsame Mahl mit meiner Familie oder die möglichst natürliche Ästhetik. Wenn ich Gäste habe, verzichte ich oft auf das Fotografieren. Die Gerichte werden bei mir so abgelichtet, wie sie auch verzehrt werden können. Keine Tricks, kein doppelter Boden, kein Haarspray. Heute möchte ich Dir einen Einblick in mein Equipment geben, garniert mit ein paar Bildern abseits der Food-Fotografie.

Wer viel Geld in gutes Equipment investiert, kauft sich dadurch nicht automatisch gute Food-Bilder. Die Fotografie ist ein Handwerk, welches erlernt werden will. Und wie in jedem Handwerk muss der Umgang mit Werkzeugen trainiert und die Fähigkeit, die richtige Wahl des für die Aufgabe bestgeeignetsten Werkzeuges verbessert werden.

Wer jedoch plant, ernsthaft in die Food-Fotografie einzusteigen, wird um den Erwerb semiprofessionellen Equipments nicht umhin kommen. Zu oft beeinflussen schlechte Lichtverhältnisse den Grad der Ergebnisqualität. Nicht umsonst wünschen sich Fotografen „Gut Licht“ für anstehende Aufgaben.

Gutes Licht ist der Unterschied zwischen einem exzellenten und einem mittelmäßigen Bild. In 99% aller Fälle herrschen aber schlechte Lichtverhältnisse, die mit gutem Equipment kompensiert werden können. Und lichtstarkes Equipment ist teuer und meist den semiprofessionellen Spiegelreflexkameras (DSLR) vorbehalten.

Light Painting mit Feuerzeugen und "unendlicher" Verschlusszeit.

Zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Serie werde ich mich in einer Episode der Frage widmen, wie gut eine digitale Kompaktkamera an die Ergebnisqualität einer DSLR herankommt. Denn ein exzellenter Fotograf mit dem geschulten Auge für Motiv und Perspektive wird immer gute Bilder machen, egal mit welcher Kamera er fotografiert.

Es ist also immer das fotografische Können für ein gutes Bild entscheidend, ein gutes Equipment sorgt für technische Qualität.

Wenn sich jemand ernsthaft mit der Fotografie beschäftigen und mittelfristig die Qualität seiner Food-Bilder nachhaltig verbessern möchte, so empfehle ich den Erwerb einer digitalen Spiegelreflexkamera. Dabei ist es gleich ob ein Modell von Canon oder Nikon gewählt wird, beide Hersteller beherrschen ihr Fach und bieten in etwa gleiche Angebote. Ich bin vor Jahren mit einer Canon EOS 450d in die Fotografie eingestiegen und seither bei Canon geblieben – und voll zufrieden.

Während der "Blauen Nacht" wird die Nürnberger Burg durch Projektionen erhellt.

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 50D. Die Kamera rangiert am oberen Ende der semiprofessionellen Mittelklasse und war bis zum Erscheinen der Canon EOS 60D und Canon EOS 7D (die auch filmen können) die bestausgestattete Kamera mit APS-C-Sensor. Die Kamera besitzt ein für den Preis gutes Rauschverhalten mit ISO-Werten zwischen 100 und 3200. Das angenehm große Display ermöglicht eine gute Kontrolle der geschossenen Bilder.

Bei der Kamera handelt es sich um eine sogenannte “Crop-Kamera“. Durch den APS-C Sensor bringt die Kamera einen Zoom-Effekt um den Faktor 1,6 mit. Dies bedeutet, dass jede Brennweite, die man an der Kamera benutzt, eigentlich um den Wert 1,6 multipliziert werden muss. Ein 50mm-Objektiv ist an einer Crop also ein 80mm-Objektiv: Man ist näher am Objekt. Verwendet man die Objektive an einer Vollformat-Kamera, erhält man die “echten” 50mm – auf dem Bild ist also mehr zu sehen, die Aufnahme wird weitwinkliger.

Boston bei Sturm und mit Tele.

Nachdem ich viel experimentiert habe, verwende ich mittlerweile nur noch Canon-Objektive. Die sind zwar etwas teurer als die Produkte diverser Dritthersteller, dafür harmonieren sie aber auch optimal mit der Canon-Kamera. Ich handle nach der Maxime „An eine Canon kommt nur Canon“ und fahre seither sehr gut damit. Vorher hatte ich immer Probleme mit der Schärfe (Back-/Frontfokus, Unschärfen, verwaschene Bilder), was für mich nicht tragbar ist, wenn ich mehrere Hundert Euro für ein Objektiv ausgebe. Ich empfehle daher, immer Gläser des Kameraherstellers zu verwenden.

In meinem Objektivpark befinden sich momentan folgende Gläser:

  • Canon EF 24-70mm f/2.8L
  • Canon EF 70-200mm f/2.8L
  • Canon EF 85mm f/1.2L
  • Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro
  • Canon EF-S 10-22 f/3.5-6

Für die Food-Fotografie verwende ich meist das Canon EF 24-70 f/2.8L, das Canon EF 70-200mm f/2.8L und das Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro.

Und was bedeuten die ganzen Abkürzungen?

EF” bezeichnet bei Canon Objektive, die an Spiegelreflexkameras der EOS-Serie (APS-C und Vollformat) benutzt werden können. “EF-S“-Objektive dagegen können nur an den semiprofessionellen SLRs mit APS-C-Sensor  benutzt werden.

Venedig mit dem 24-70mm.

Die mm-Angabe beschreibt die Brennweite des Objektivs. Dabei unterscheidet man zwischen Zoom-Objektiven (wie z.B. das Canon EF 24-70mm) und Festbrennweiten (wie z.B. das Canon EF 85mm). Zoom-Objektive ermöglichen die Wahl der Brennweite. Hinein- und herauszoomen ist damit ihm Rahmen der Brennweite möglich. Bei einer Festbrennweite besteht diese Möglichkeit nicht. Festbrennweiten haben den Vorteil, dass sie meist eine höhere Lichtstärke haben und schärfere Bilder liefern.

Im Bereich der Zoom-Objektive unterscheidet man zudem noch in Standard-, Tele- und Weitwinkelzoom. Letztere kommen meist bei der Landschaftsfotografie oder in engen Räumen zum Einsatz. Das EF 24-70mm ist demnach ein Standard-Zoom, das EF 70-200mm ein Tele-Zoom und mein EF-S 10-22mm mein Weitwinkelzoom.

Schleiereule mit Telezoom.

Die Angabe “f/1.8” beschreibt die maximale Blende. Je kleiner der Wert, desto mehr Licht kann in die Kamera gelangen, desto höher ist die Lichtstärke. Dieser Wert ist etwas verwirrend, da gilt: Je kleiner der Wert, desto größer die Blende. Leider gilt auch: Je größer die Blende, desto teurer. Für Lichtstärke musst Du in der Regel viel Geld bezahlen – vor allem für Werte um f/2.8 oder darunter.

Das “L” steht für die Profi-Objektiv-Serie von Canon.

Wann verwende ich welches Objektiv?

Canon EF 24-70mm f/2.8L

Meistens kommt dieses Objektiv bei der Food-Fotografie zum Einsatz. Das Objektiv bringt solide Bildqualität, eine gute Schärfe und eine flexible Brennweite, die für meine kleine Küche gut geeignet ist. Objektive haben eine “Naheinstellgrenze”, d.h. sie benötigen einen minimalen Abstand zum Objekt, bis sie in der Lage sind, das Bild scharf zu stellen. Die Naheinstellgrenze ist bei diesem Objektiv einige wenige Zentimeter, was auch Detailaufnahmen zulässt. Die Schärfe bei Offenblende (= f/2.8) leidet leider, weshalb ich maximal mit f/3.5 fotografiere. 90% meiner Bilder werden mit diesem Objektiv geschossen.

Nüsschen mit Blitzlicht aufgehellt - Gegenlicht.

Vor und nach der Nachbearbeitung in Lightroom.

Canon EF 70-200mm f/2.8L

Ich liebe diese Linse. Ich liebe die unglaubliche Schärfe (die beim Nachfolgemodell noch unglaublicher ist, sogar bei Offenblende) und das wunderbare Bokeh (Unschärfe im Hintergrund). Leider ist meine Küche zu klein, sonst würde ich wohl nur mit dieser Linse knipsen. Sie hat eine Naheinstellgrenze von 1,5 Metern, was mir keinerlei gestalterischen Freiraum lässt. Deswegen setze ich die Linse nur ein, wenn ich an anderen Orten koche. Neben der Food-Fotografie nutze ich die Linse meist für Portraits oder auch im Wald:

Canon EF 85mm f/1.2L

Mein kleiner Star im Park, sozusagen der Lamborghini in der Garage. Die Lichtstärke des Objektivs ist unglaublich, selbst bei Offenblende macht die Linse rattenscharfe Bilder – besonders an einer Vollformat-Kamera. Leider ist die Linse für Food-Fotografie wegen der hohen Brennweite und meiner kleinen Küche nicht geeignet – ich bräuchte viel Platz, um Objekte damit gut in Szene zu setzen. Ich nutze die Linse ausschließlich für die Portrait-Fotografie.

Aus der Serie "Gesichter Nürnbergs", Available Light, Aufheller.

Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro

Eine Macro-Linse besitzt die Fähigkeit, durch eine praktisch nicht vorhandene Naheinstellgrenze Details zu erfassen. Durch die Festbrennweite ist die Schärfe des Objektivs auch gut, kommt nach meinem Dafürhalten nur nicht an die L-Serie heran.

Soweit die Materialschlacht. Zu Beginn des Artikels hatte ich es bereits erwähnt: Ich habe in letzter Zeit immer wieder Fragen zur Fotografie bekommen – und nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, Dich zu fragen: Was interessiert Dich am meisten? Folgende Themen kann ich Dir anbieten, in weiteren Artikel darüber zu schreiben:

  • Einblick in mein kleines Küchen-Fotostudio: Wie ich fotografiere, was ich verwende, was herauskommt
  • Eine kleine Demo, wie man auch mit Point-and-shoot Kameras gute Food-Fotos machen kann (Das muss ich erst probieren, aber ich habe da eine Idee)
  • Tipps für scharfe Fotos
  • Einführung in die Grundlagen: Verschlusszeit, Blende, ISO, Weißabgleich und Konsorten

Ich bin gespannt auf Deine Favoriten – oder Ergänzungen!

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)

Lieber Uwe,

danke für den schönen Beitrag. Und auch dass du die Objektive so genau beschrieben hast.

Ich würde gerne mal sehen, wie dein kleines Küchenstudio so aussieht.

VG Sarah

Hallo Uwe,

danke für den bereichernden Beitrag – ich bin leider bisher nicht dazu gekommen bei zorras Event mitzumachen.. vielleicht hole ich das am WE noch nach. Meine Ausrüstung ist (leider noch) nicht so umfangreich wie Deine, aber ich arbeite dran ;-)

beeindruckende Bilder – auch abseits der Food Fotografie. Besonders angetan hat es mir das Boston-Foto, nachdem ich ja im Oktober selbst dort war und die Stadt als Fotomotiv so liebgewonnen habe.

liebe Grüße
*annette

Lieben Dank für den schönen und informativen Artikel. Beim Lesen habe ich es wieder genau gespürt. Fotografieren und ich mappen einfach nicht. In mir gibt es einen komischen Widerstand der nichts über Brennweiten, Objektive und Abkürzungen lesen will :-) .

Und ich fürchte, das wird so bleiben. Deshalb bin ich auch so glücklich mit meiner Entscheidung, “brauchbare” Fotos reichen. Ich müßte mich so sehr quälen, um bessere Bilder zu machen und das würde mir so sehr den Spaß am Kochen und Bloggen verleiden und das kann doch auch keiner wollen.

Wie gesagt, Dein Beitrag war jetzt nochmal perfekt für mich, die Entscheidung auf den Prüfstand zu stellen.

Das ist ja echt mal ne Objektivsammlung zum neidisch werden.

Das Küchenstudio würde mich übrigens auch interessieren.

Lieber Uwe,

vielen Dank für den tollen Einblick!

Ich wäre auch vor allem neugierig auf dein Küchenstudio :-)

Viele Grüße,
Maja

Uwe

@Sarah: Gerne. Puh, dann muss ich wohl meine Küche einmal gehörig aufräumen für die Aktion…

@annette: Boston hat mir auch sehr gut gefallen. Ich war dort vor zwei Jahren im Mai und war wirklich begeistert von dieser Atmosphäre. Da will ich unbedingt nochmal hin…

@bushcook: Ich glaube ja dass jeder den Weg für sich finden muss, der am meisten Sinn macht. Ich halte nichts davon, per se einem perfiden Dekret “Wenn du einen Food-Blog betreibst, musst Du geile Bilder machen” zu folgen. Erstens ist es ein Hobby, das Spaß machen soll und zweitens ist es doch die Individualität, die ein jedes Format für sich einzigartig macht. Ich liebe die Fotografie, ich liebe das Kochen und ich liebe es, hier und da technisch an dem ein oder anderen Feature herumzuspielen. Mein Blog vereint nahezu alle meiner kreativen Interessen – das ist es, was mich an diesem Hobby motiviert und fesselt. Und ich beschäftige mich dann eben auch gerne mit Brennweiten, Foto-Technik und Beleuchtung. Gut, dass Du eine Meinung dazu hast und dem Weg folgst, der für Dich am meisten Sinn macht.

@Jens: Die Sammlung ist auch über die Jahre gewachsen…Küchenstudio. Aufräumen. Ach ja. ^^

@Maja: Gerne! Nochmal aufräumen. Ich seh’ schon….

Tolle Bilder, Uwe! Besonders das von der Burg bei der Blauen Nacht und die Schleiereule finde ich toll! Dieses Jahr müssen wir das mit einem Treffen hinbekommen :) .

Ich möchte auch das Küchenstudio sehen… war ja klar ;) .

Liebe Grüße

Uwe

@Lena: Danke Dir! Ein Treffen in diesem Jahr sollten wir wirklich hinbekommen – wann bist Du denn mal wieder im Lande?

Was für ein informativer, interessanter, wunderschöner Artikel, vielen Dank dafür!
Liebe Grüße
Christina

Vielen Dank, das ist alles sehr spannend – schön, dass du die Objektive so informativ vorgestellt hast!

Für mich steht beim Bloggen das Gericht im Vordergrund, dazu gehören auch Fotos, die appetitanregend sind und bei denen man erkennt, was auf dem Teller liegt – das war zu Beginn meiner “Karriere” vor knapp 9 Jahren nicht immer der Fall ;-) Ein Vorsatz ist, mich mehr mit der Kamera zu beschäftigen und auch mal andere Objekte abseits von Food zu fotografieren – da ist noch viiiel Raum nach oben, aber es macht Spaß!

Ich würde auch liebend gerne etwas über dein Küchenstudio lesen.

Was für ein äußerst informativer und schön anzusehender Artikel. Ich fühle mich auch noch relativ am Anfang der Fotografiererei und bin immer froh um Hintergrundinfos von Leuten, die tolle Bilder schießen ;) . Die Themen klingen alle sehr interessant, das Küchenstudio reizt mich aber doch auch am meisten.. ist immer wieder faszinierend, was man auch aus kleinen und dunklen Küchen herhausholen kann – vielleicht besteht ja noch Hoffnung für meine.
Für mich die das Fotografieren inzwischen auch zum “großen Hobby” geworden, da bin ich dem Bloggen doch sehr dankbar – ich weiß gar nicht, ob ich sonst darauf gekommen wäre.

Küchen-Foto-Studio bitte!! :) Und grundgütiger.. Ich wünschte ich hätte so viel Kohle für Kameraequipment übrig *g* Mein allerteuerstes Objektiv war ein Canon 50mm / 1.4, und das ging kaputt vor einiger Zeit. Ich vermisse es schmerzlich!!
Ansonsten – toll, mal bisschen mehr Hintergrundwissen zu deinen Bildern zu haben :)
Das Eulenbild ist ein Wahnsinn. Wirklich großartig. Aber auch die anderen – top.

LG
Ela

Hallo Uwe,

auch ich möchte gern dein “Küchenstudio” sehen :) und wir scheinen ja zeitgleich in die “DSLR Ära” eingestiegen zu sein, denn bei mir war’s auch die Canon 450D und Dank meines Freundes ist mir die 50D auch keine Unbekannte, wobei wir beide inzwischen zusätzlich mit Vollformat unterwegs sind. Über Crop und Vollformat hab ich mich mit Beispielbildern auch in meinem Beitrag zu Zorras Food-o-Grafie ausgelassen. Da wirst du dann auch merken, dass unsere Objektivschnittmenge dafür doch seeehr übersichtlich ist, obwohl ich Food auch fast nur mit Canon fotografier :)
Viele Grüße, Eva

Sind das MEINE Nüsschen?

Uwe

@Christina: Gern geschehen! :)

@Petra: Ich habe schon angefangen, die Küche aufzuräumen. Artikel über das Küchenstudio kommt! Was ich an der Fotografie so liebe ist die große Flexibilität. Es gibt immer noch so viel zu probieren, so viel zu entdecken.

@Kathi: Danke Dir! Kleine, dunkle Küche…also sowas, *schnaub* – Du hast ja recht. Meine Küche ist durch ein Nordfenster auf einen Balkon seeeehr dunkel. Deswegen brauche ich Blitz und gute Lichtstärke…

@Ela: Studio ist gebucht….Ich habe mir die Objektive nach und nach angeschafft. Und da ich sonst kein teures Hobby wie Auto-Schrauberei, Carbon-Rad-Fetischismus, Koi-Karpfen oder Herrenhandtaschen habe, geht das ganz gut. Ich glaube dir, dass du das 50mm 1.4 vermisst! Hat ja einen sauberen Bums, das Teil…

@Eva: Vollformat wird irgendwann kommen – meine Objektive sind ja bis auf das Weitwinkel schon darauf ausgelegt. Die 5D Mark III ist mir momentan noch einen Tick zu teuer – aber irgendwann werde ich auch schwach werden. Ich habe das 100mm Macro tatsächlich ausprobiert, komme damit in meiner engen Küche und an der Crop aber nicht gut zurecht. An der Vollformat sähe das wahrscheinlich anders aus. Das 50mm ist ne tolle Brennweite und wäre sicher auch für mich gut geeignet – obwohl ich dann wahrscheinlich eher zum 35mm greifen würde – das neue Sigma ist der Hammer, das hatte ich vor ein paar Wochen ausprobiert. Das Schöne ist doch, dass sich mit vielen Objektiven gute Bilder machen lassen :)

@Mel: Ehm, jaaaa? Auch wenn Imperfekt besser angebracht gewesen wäre…

Ich schließe mich mal an: Mal wieder absolut geniale Fotos!
Genau deswegen finde ich deine Idee, mal mit einer Standard-Kamera zu fotografieren, fast noch spannender, als dein Foto-Studio zu sehen. Also… natürlich will ich das auch sehen! :)
Aber gerade begeistert mich wirklich die Idee, von Menschen, die eben neben der Technik auch das Auge dafür haben, mal Fotos ohne die Technik zu sehen… Gerade weil ich denke, dass du auch damit richtig tolle Fotos hinbekommen wirst, und das wohl für viele ohne professionelle Ausstattung sicher motivierend und inspirierend wäre!

Und ansonsten merk ich mir deinen Post mal für die Zeit, wenn ich im Lotto gewonnen habe oder so, und mir all die tollen Objektive auch leisten kann… ;)

Liebe Grüße,
Ina

Uwe

@Ina: Najut. Weil Du’s bist. Und wenn ich die Küche schon mal aufgeräumt habe, dann kann ich auch gleich die Sache mit der Standard-Kamera testen. Alles gut in Freak City?

Nagut: Tun das meine Nüsschen gewesen sein?

Oh ja, das stimmt in der Tat: gute Bilder lassen sich mit vielen Objektiven machen! :-)

Uwe

@Mel: Ja, das waren DEINE Nüsschen. Nachschub?

@Eva: Zum Glück! :D

Ich sag´s mal so: Mein Essen hat noch nie so gut ausgesehen, wie auf deinen Bildern. Schärfer als die Realität und so ;-)

Uwe

@Andy: Danke, das freut mich! :)

@Alex: Hat auch großen Spaß gemacht, Dein Essen zu knipsen…und zu futtern :)

Puh, da hast du dir aber wirklich eine ansehnliche Sammlung zugelegt. Ich würde dir auch recht geben, dass eine teure Ausrüstung nicht automatisch für gute Fotos sorgt, aber wie du schreibst, die Qualität der Fotos nimmt doch zu.
Zwischen deiner Ausrüstung und der der meisten anderen Foodblogger/innen dürfte ja doch ein mittlerer vierstelliger Betrag liegen, das macht bestimmt was aus :)
Mit (ein klein wenig neidischen) Grüßen,
Steffen

Klar würde ich auch gerne dein Küchenstudio sehen!!

Als wenig technikbegeisterte und handyfotografierende Fotoanfängerin wäre ein Artikel zum Thema Point-and-shoot Kameras für mich aber wirklich richtig spannend.

Tolle Fotos haust du uns da übrigens um die Augen.. :)

tolle Fotos – ich mag deine Portraits!

Uwe

@Valeska: Danke – ich fotografiere Menschen sehr, sehr gerne. Leider komme ich viel zu selten dazu…

Superschöne Bilder!
… und vielen dank für die vielen Tipps.
Bei meinen Bildern bin ich immer noch ein wenig beim Experimentieren, aber es wird.

[...] Im Fokus: Nach­dem es etwas schlep­pend begon­nen hat, fol­gen nun immer mehr Food­blog­ger dem Auf­ruf vom Koch­topf zur Food-o-grafie. Bedeu­tet: Sie stel­len ihre jewei­lige Foto­aus­rüs­tung vor, mit der sie ihre Gerichte ablich­ten. Mit dabei sind Vege­ta­rian Dia­ries, Schö­ner Tag noch, die Man­go­seele, Chest­nut & Sage, Feed me up und High Foo­da­lity. Koch­topf (Ankün­di­gung), Vege­ta­rian Dia­ries, Schö­ner Tag noch, Man­go­seele, Chest­nut & Sage, Feed me up, High Foo­da­lity [...]

Af-fen-stark! Alles. Bilder. Text. Tipps. Jetzt noch das Küchenfotostudio und ich bin im Himmel.

Toller Bericht! Fotografieren war mal Teil meines Berufes, doch selten nehme ich mir die Zeit dazu. Für mich ist zur Zeit das kochen, backen und mit der Familie zu essen sehr viel wichtiger. Gerne wurde ich das Küchenstudio sehen ;-)
Liebs Grüessli
Irene

harry

Affenstark. Ein Arsch voll Kohle! (die Objektive mein ich)
Harry

Super informativer Beitrag. Danke dafür. Sag mal wie lange brauchst du für deine Foodfotos bzw. wieviel mal knippst du bis das richtige dabei ist?

Uwe

Danke! :)

Ich brauche für meine Fotos mittlerweile sehr wenig Zeit – wenn ich Standard-Fotos knipse. Dann ist das in 2-3 Minuten durch, meist knipse ich 6-10 Bilder, wobei ich immer doppelt auslöse (Reihenaufnahme), denn das zweite Foto ist meist schärfer (Keine Verwacklung durch das Drücken des Auslösers).

Wenn ich eine Aufnahme für das Kochbuch mache, brauche ich mehr Zeit, weil ich dann auch mehr Equipment benutze. Die Dauer variiert zwischen 20 bis 45 Minuten.

Sieben Gänge Allgäu-Style

Sieben Gänge Allgäu-Style

Wie mein weltbestes Wochenende aussieht? Auf diese Frage werde ich wohl etwas wie “Eine Mischung aus gutem Essen, entspannter Atmosphäre, liebe Freunde treffen, guter Musik, etwas sportlicher Aktivität oder Passivität und eine Menge zu lachen” antworten. Das Wochenende bei Melanie von pimpimella war verdammt nah dran.

Ich hatte mich sehr gefreut, zwei liebgewonnene Blogger-Kollegen – Melanie und Alexander – endlich auch persönlich kennenzulernen. Das geschah nun im Rahmen eines Koch-Wochenendes bei Melanie im Allgäu. Wir trafen uns Samstagmorgen in Kempten, um nach dem obligatorischen Kennenlern-Kaffee in der lokalen Markthalle die fehlenden Zutaten für unser abendliches Menü zu besorgen.

Die Kemptener Markthalle bietet nahezu alles, was das Herz begehrt: Frisches Obst und Gemüse, Kräuter, Salate, Nudel- und Wurstwaren, regionale Spezialitäten der umliegenden Sennereien sowie eine gute Auswahl an Fisch aus der Region. Die Nähe zu Italien ist spürbar: Überall finden sich Waren aus dem Norden des Mittelmeerstaates. Nachdem wir frischen Koriander, Rotkohl, Orangen, Clementinen, Lachs und Weißwürste besorgt hatten, fuhren wir zu Melanie, die malerisch gelegen auf einer kleinen Anhöhe mit wundervoller Aussicht auf das Winter-Wonderland Allgäu in der Nähe von Kempten residiert. Melanies Küche bietet nicht nur Platz für eine Brigade einige Köche, sondern lässt den kochenden Personen den ganzen Tag diese tolle Aussicht durch große Panoramafenster genießen. Ich habe selten in angenehmerer Atmosphäre gekocht!

Sonnenuntergang Allgäu

Vollmond im Allgäu

Im Vorfeld des Treffens hatten wir uns natürlich rechtzeitig abgesprochen, was wir kochen wollen und entsprechende Arbeitspakete verteilt. Am Ende der Planungen (ergo beim Verlassen der Markthalle) standen sieben Gänge fest.

Ein Kollege bei Spirit Link hatte mir ein Rezept des Nürnberger Zwei-Sterne-Kochs Andree Köthe aus dem Essigbrätlein mitgebracht: Ein Viererlei vom Rosenkohl. Ein Teil des Kohls wird dabei in einer Tonic-Essig-Lake 12 Stunden eingelegt und anschließend mit blanchierten Rosenkohlstreifen, gemischt mit sous-vide gegartem Ingwer und getrockneten Clementinen, gefüllt. Ein Teil der Rosenkohlherzen wird in Sahne gedämpft, der andere Teil sous-vide in etwas Sonnenblumenöl gekocht und anschließend in brauner Butter gebacken. Die spannendste Aufgabe erntete Melanie, die einige Röschen für die Sauce entsaften musste durfte.

Viererlei vom Rosenkohl

Nach dem Amuse Geulle servierte Chef Hansen eines meiner Highlights des Abends: Mit Entenfarce gefüllte Wan-Tan-Säckchen in einer Szechuan-Brühe nach Heston Blumenthal. Unglaublicher Geschmack, wunderbare Harmonie, tolle Aromen – und gut sah’s auch noch aus.

Entenfarce gefüllte Wan-Tan-Säckchen in einer Szechuan-Brühe

Entenfarce gefüllte Wan-Tan-Säckchen in einer Szechuan-Brühe

Ich hatte unter der Woche eine Pomelo – eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit – gekauft und morgens auf dem Markt noch einige Zutaten mehr für den Zwischengang besorgt. Die Pomelo, Orange und Mandarine werden geschält und filetiert, der austretende Saft aufgefangen. Die Zitrusfrüchte mischst Du anschließend mit hauchdünn geschnittenem Rotkohl und etwas Fenchel. Abgerundet wird der Geschmack durch eine (scharfe) rote Chili, etwas frischem Koriander und einer Prise Salz, Tellicherry-Pfeffer und Sojasauce. Auf dem Salat habe ich ein Sashimi vom Lachs angerichtet und mit Koriander garniert.

Rotkohl-Pomelo-Salat mit Sashimi vom Lachs

Der eigentliche Hammer des Abends war der vierte Streich: Alex garte einen glücklichen Schweinebauch über 12 Stunden sous-vide und liebkoste diesen mit einer wohlig-warmen Whiskey-Karamell-Sauce, begleitet von salzigem Schmarrn, der vorher in geriebene, frittierte Schweineschwarte getunkt wurde. Mein persönliches Highlight des Abends – und noch dazu von Alex selbst entwickelt. Chapeau!

Sous-vide gegarter Schweinebauch, Whiskey-Karamell, salziger Schmarren

Sous-vide gegarter Schweinebauch, Whiskey-Karamell, salziger Schmarren

Sous-vide gegarter Schweinebauch, Whiskey-Karamell, salziger Schmarren

Kurz vor dem eigentlichen Hauptgang stürzte Mel – also nicht selbst, sondern ihre Pilzterrine, überzog sie mit ein wenig Balsamico-Honig-Reduktion, die erst durch einen Zweig Thymian zu vollen Geltung gebracht wurde.

Pilzterrine

Angenehm gestärkt durch fünf fantastische Gänge konnten wir nun endlich Ernst machen und die weltbesten T-Bones in die Pfanne hauen – genau zwei Minuten, keine Sekunde länger. Danach stand eine Ruhezeit von 12 Minuten auf dem Programm, die Chef Hansen für die Zubereitung der Kräuter-Polenta nutzte, was er wirklich rührend tat. Zum T-Bone (ja, wir haben alle fünf gegessen) gab es neben der Polenta noch Spinat und eine fantastische Cognac-Butter sowie eine Salz-Zucker-Zweierlei-Pfeffer-Mischung – überragend!

T-Bones

Polenta rühren

T-Bones salzen

T-Bones

Obwohl ich nach dem sechsten Gang am liebsten nicht mehr aufgestanden und gleich ins Bett gegangen wäre, quälte ich mich an den Herd um die Orangen-Sabayon für das Dessert aufzuschlagen. Hansen hatte die Basis-Masse für ein Feigen-Eis bereits vorbereitet und die Eismaschine damit befüllt. Der Gâteau Victoire lag schon seit dem Nachmittag beschwipst durch einen Schuss Rum – und sicherheitshalber durch einen zweiten Schuss Whiskey (Hey, wozu muss man sich in der Küche bei Handgriffen abstimmen?) – in der Ecke. Feigen-Eis, Gâteau Victoire und Orangen-Sabayon auf die hübschen Goldrandteller zelebriert – ab die Post.

Feigen-Eis, Gâteau Victoire und Orangen-Sabayon

Selten habe ich stressfreier und harmonischer ein Sieben-Gang-Menü zubereitet: Mel, Alex, mit Euch zu kochen hat mir großen Spaß bereitet – ich stehe jederzeit wieder gerne zur Verfügung. Wenn Ihr mich noch reinlasst…

Die Rezepte gibt es die nächsten Tage über unsere Blogs verteilt – schaut immer mal wieder vorbei, es lohnt sich wirklich! Melanie, danke für Deine unglaubliche Gastfreundschaft, für mich waren die eineinhalb Tage wie ein kleiner Urlaub!

Bis zum 5. Gang war ich mehr als nervös wegen der Portionsgrößen. Aber ab dem 6. Gang habe ich mich entspannt zurückgelehnt :-) .

Sehr schönes Menü habt Ihr gekocht.

Thomas schäfer

was will man dazu sagen……hat alles gepasst ! ..freu mich auf die rezepte.

Hammer! Mir läuft bei jedem Gang das Wasser im Munde zusammen!
Nächstes Mal komm ich auch vorbei ;) .

wow das sieht wirklich klasse aus! Da läuft einem echt das Wasser im Mund zusammen! Von Bild zu Bild wird es immer besser!

Wenn wir Dich noch reinlassen? Ich werde Berge von Thymian besorgen um Dich damit anzulocken! Du wolltest noch das Rezept für den Schmarren, gell? Werde ihn am WE nochmal nachbauen, mit Zettel und Stift, einverstanden?

Ohlala, das sieht nach einem wunderbaren Wochenende ganz nach meinem Geschmack aus.

Das macht sogar Spaß beim Lesen. Das einzige was keinen Spaß macht, ist dass man nicht dabei war.

Grüße an euch Drei

Martin

Gang für Gang habe ich mit “geschmeckt” und freue mich schon auf die Rezepte dazu.

Hört sich nach einem rundum gelungenen Wochenende an! Klasse!Mich würde aber schon noch interessieren, wann du denn jetzt endlich den Veggie-Burger für/gegen Chef Hansen machst? Wäre doch die perfekte Gelegenheit gewesen ;-)

Liebe Grüße!

Ron

Schön, schön, schee, scheeen….

Das hat Spaß gemacht !!!

Unfassbar gut sieht das aus!

Ich glaub Dir bzw. Euch sofort, dass das ein phantastisches Wochenende war!! Einfach klasse! Und wo sind jetzt die Zebras? :D

Juliane, wir dachten, wir machen das mal bei uns zuhause und du machst dann auch mit!

Hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit euch zu kochen und vor allem mit der Familie zu speisen. Der Hammer wie die essen können ;-)

@Chef Hansen: Na, das ist ein Wort – geht klar, bin dabei! :)

Ich bin schwer beeindruckt. Erstens ein Foto schöner als das andere. Speziell die mit den Tan-Wan-Säckchen. Menümässig hätte ich natürlich mit dem 7. Gang begonnen, einschliesslich dem Zebrakuchen, den ich da vermisse. Auf das Rezept für das Orangen-Sabayon bin ich schon gespannt. Wahrscheinlich wäre ich dann auch schon satt. Wie ihr diese 7 Gänge geschafft habt, ist mir ein Rätsel. :-) Oder sind noch mehr Esser als ihr 3 dagewesen?

Liebe Grüße
Anna

…wir waren zu Neunt, und es wurden keine Gefangenen gemacht. Polenta ist übrig geblieben (war aber der Plan, für den nächsten Tag) sonst gaaaaaar nix. Alles ratzeputz weggegessen.

Uwe

@bushcook: Wir waren ja vorgewarnt und haben die Warnungen trotzdem ein wenig belächelt. Zum Glück gab’s T-Bones!

@Thomas: Es war einfach ein tolles Wochenende :)

@Lena: Danke! Gerne, komm rübba!

@Christin: Ich mag die Bilder auch sehr gerne. Das hat beim Bearbeiten richtig Spaß gemacht!

@Melanie: Berge von Thymian? Dann bringe ich auch wieder Nüsse mit!

@Wilde Henne: Ja, das hätte Dir bestimmt gefallen!

@Martin: Schön geschrieben =)

@Petra: Die Rezepte kommen bald! Einfach immer mal wieder reinschauen!

@Cousinchen: Pscht! Nicht dran erinnern!

@Ron: Jawoll!

@nata: Danke!

@Alice: Die grasen auf Youtube!

@Alex: Mir hat’s auch unglaublich getaugt. Schön, Dich kennengelernt zu haben! Und kochen mit dem Cousinchen ist ein super Plan…

@Cousinchen: Juhu!

@Anna: ZEBRAKUCHEN! Mel! Haste das gehört? Anna, die Sabayon-….gut, dass ich wie immer grammgenau aufgeschrieben habe. *gna*

@Melanie: Ich bin wirklich beeindruckt…..

Fan-tas-tisch. Bin ganz sprachlos: wunderbares Essen, wunderschöne Fotos :-)

Das sieht ja herrlich aus, das Essen, die Stimmung (draußen und drinnen), die Fotos… Und was für eine tolle Idee insgesamt! Sehr schön, dass ihr das gemacht habt und wir daran teilhaben dürfen. Und der salzige Schmarrn macht mich definitiv schwach, wie genial. Ich muss nur noch überlegen, wie ich den vegetarisiere und habe da schon eine Idee. Wird nachgekocht!

Uwe

@Petra: Das Kochen hat soooooo viel Spaß gemacht!

@Le bonheur goûteux: Die Aussicht war einfach wundervoll. Es ist toll, in solch Atmosphäre zu kochen. Oder schlafen. Oder wasauchimmern…

Mein Kommentar: Ganz Grosses Kino! Danke :-)
Liebe Grüsse aus Zürich,
Andy

[...] wird, bin ich in Beef Acht auf Mascarpone-Spinat-Knödel gestoßen. Auf der Fahrt ins Allgäu (Uwe und Melanie berichteten, ich werde nachlegen) habe ich die Knödel dann in Gedanken mehrfach [...]

[...] ist anstrengend: Bislang habe ich mich maximal an vier Gänge herangewagt, nur einmal gemeinsam mit Chef Hansen und Pimpimella waren es sieben. Umso mehr erfordern sechs Gänge eine gute Vorbereitung und Planung, damit am Menütag möglichst [...]

[...] gern auch an den von Melanie – denn im Zuge unserer Kochsession Ende Januar im Allgäu durfte ich Alexanders fantastische Brioches genießen – und bin seither ein [...]

[...] habe ich das Gericht als dritten Gang für die “7 Gänge Allgäu Style“, bei denen ich gemeinsam mit Mel und Chef Hansen im Januar mitwirken durfte. Sollte der [...]

Suppe von gelben Linsen, Paprika, Chorizo und pochiertem Ei

Suppe von gelben Linsen, Paprika, Chorizo und pochiertem Ei

Linsen, Chorizo und pochiertes Ei sind eine sichere Kombination. Die Suppe wärmt an grauen, kalten Tagen und ist ein wunderbares Mittel gegen den Winter-Blues.

Ich mag den Winter. Mir macht es wenig aus, dass es morgens, wenn ich aus dem Haus gehe, noch dunkel und schon wieder dunkel ist, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Zwischendrin ist es ja hell genug. Ich freue mich besonders, wenn das Land in eine weiße Decke getaucht ist – die Welt ist unweigerlich heller und freundlicher.

Momentan liegen in Nürnberg und Umgebung 10cm Schnee, was mich täglich daran erinnert, dass ich diese Saison noch keinen einzigen Skitag hinter mir habe – ein Zustand, der langsam unerträglich wird. Ich fahre Ski, seit ich 4 Jahre alt bin. Mein Vater stellte mich damals auf kleine “Rutscherchen” und verbrachte viele Stunden damit, mir das Skifahren beizubringen. Seine Leidenschaft für Berge, Natur und Tiefschnee ist nahtlos auf mich übergesprungen, weswegen es mich Anfang Dezember unweigerlich in den Keller zieht und die Skiausrüstung auf Vordermann bringen lässt.

Wenn ich dann den einen oder anderen Tag auf der Piste verbringe, freue ich mich auch auf das deftige Essen, das ich an Tagen intensiver körperlicher Ertüchtigung brauche. Linsensuppe gibt es nahezu in jeder Hütte, leider meist totgekocht, mit einem eher trivialen Würstchen und TK-Gemüseeinlage. Leider gibt es sie selten mit Chorizo, gegrillter Paprika, bissfesten Linsen und einem pochierten Ei. Wenn es so wäre, würde ich mich viel öfter von meinem Germknödel und der Männerportion Spaghetti ablenken lassen.

Rezept

Zutaten für die Suppe von gelben Linsen, Paprika, Chorizo und pochiertem Ei (Für 4 Personen):

  • 500g gelbe Linsen
  • 1 Chorizo
  • 2 rote Paprika
  • 4 Cherry-Rispentomaten
  • 4 Eier
  • frische Petersilie
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Karotte
  • 1 Chili
  • 1 Schuss Weißwein
  • etwas Butter
  • etwas Rosenpaprika
  • Salz, Pfeffer
  • Wasser
  • etwas Essig

Zubereitung:

1 Die Chorizo schälen und in dünne Rädchen schneiden. Die Paprika vierteln, entkernen und bei 200°C in den Backofen geben, bis die Haut dunkel wird und sich ablöst. Entnehmen und die Haut entfernen. In kleine Stücke schneiden. Die Cherry-Rispentomaten vierteln. Die Zwiebeln schälen und fein hacken. Die Karotte schälen und in Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen hacken. Die Chili hacken.

2 Die Zwiebeln, Tomaten, Karotte und den Knoblauch in etwas Butter glasig dünsten. Mit Weißwein ablöschen. Die Paprika zugeben und verrühren. Mit Wasser angießen und aufkochen. Die Linsen und die Chili zugeben und bei moderater Hitze ziehen lassen, bis die Linsen bissfest gar sind.

3 In der Zwischenzeit in einem hohen Topf Wasser aufkochen. Etwas Essig zugeben. Mit einem Kochlöffel einen Strudel bilden, ein Ei aufschlagen und in den Strudel gleiten lassen und pochieren. Entnehmen. Vorgang mit den anderen Eiern wiederholen.

4 Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika abschmecken. Die Petersilie hacken und mit der Chorizo unterrühren. Mit pochiertem Ei servieren.

Inspiration: La Tartine Gourmande

Tipp: Für eine vegetarische Variante entweder die Chorizo weglassen oder durch Krautflecken ersetzen.

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Das ist wirklich eine Suppe für diese kalten Tage, die ich in ihrer Schönheit so mag…also Tage und Suppe. Es sind alle Elemente drin, die glücklich machen und wärmen. Wird nachgekocht!

Linsen + Chorizo = große Liebe!
Am Eier pochieren habe ich mich noch nicht versucht. Könnte ich ja aber eigentlich auch mal machen…

Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane

Uwe

@Frau Kampi: Viel Spaß beim Nachkochen! Bei gemeldeten -12°C für morgen ist das sicher kein schlechtes Ansinnen.

@Cousinchen: Eier pochieren ist sehr simpel. Essig ins Wasser, strudeln und los….

Ich muss ja sagen, dass ich schon länger ein heimlicher Leser deiner fantastischen Gerichte bin und jedes mal bin ich aufs neue überrascht!! also Chapeau kann ich da nur sagen – wirklich ganz toll!!!
An pochiertem Ei habe ich mich bisher noch nicht versucht – mal schauen, da werden wahrscheinlich erstmal ein paar mehr Eier nötig sein – als Versuchsobjekte ;-)

Tolles Rezept, vor allem, da wir hier fast alle Linsenfreaks sind und ich bereits nach Varianten der schnöden Linsensuppe mit Speck und Wienerlen gesucht hatte. Und so ein pochiertes Ei lässt sich auch im Thermomix zubereiten…

Uwe

@Asian Food Fusion: Pochiertes Ei ist wirklich nicht schwer. Essig ins Wasser, ordentlich “strudeln”, und ab geht’s =) Schön, dass es Die hier so gut gefällt!

@Sugarprincess: Ich habe keinen Thermomix, da kannisch also nicht mitreden :)

[...] schnell das hässliche Essen vergessen und Augen auf für die schönen Dinge aus der Küche. Die Suppe von gelben Linsen, Paprika, Chorizo und pochiertem Ei aus dem Blog High Foodality ist eine richtige Wohltat für die Augen und wahrscheinlich auch für [...]

Und schwups ist meine Nachkoch-Liste noch länger geworden :)
die Suppe sieht wirklich sehr lecker aus!!!
Und ob man es glaubt oder nicht, ich habe noch nie pochiertes Ei gemacht oder gegessen^^
Lieben Gruß Christin