Burger mit Radiccio, Scamorza und Mango-Chutney

Es gab hier schon viel zu lange keinen Burger mehr! Deswegen gibt’s heute eine fruchtig-würzige Variante mit geschmortem Radicchio, geräuchertem Scamorza und Mango-Chutney.

„Wie? Burger am Sonntag?“ werden vielleicht einige von Euch denken, denn streng genommen ist der Sonntag für Süßkram reserviert. Da Süßkram in dieser Woche aber schlicht nicht stattfand, habe ich heute einen Burger für Euch, und Burger sind eh der bessere Süßkram, da sind wir uns doch einig, oder?

Über die Buns erzähle ich Euch einfach gar nichts mehr, dazu ist alles gesagt. Wie für 98 % meiner Burger nutze ich die Brioche Burger Buns (das Rezept dafür ist nebenbei bemerkt immer noch der meist gelesene Artikel…), aufgeschnitten und kurz vor dem Belegen auf dem heißen Grill getoastet.

Das Patty besteht aus bestem Rinderhack mit ordentlichem Fettanteil (in diesem Fall habe ich 3/4 Rinderhack und 1/4 Speck gemischt), Zwiebeln, etwas Petersilie und einer Prise Salz. Da ich in den letzten Wochen auf diversen Blogs Diskussionen mitgelesen habe, die sich um Sinn und Unsinn des Würzens von Pattys drehten, möchte ich an dieser Stelle kurz anmerken: Ich habe beide Varianten probiert. Pures Hack, maximal ein wenig gesalzen, oder eben gewürzte Pattys. Mein Gaumen sagt mir eindeutig: Ich mag die gewürzten Varianten lieber. Aber auch hier gilt: Gut ist, was schmeckt. Die Pattys habe ich wie immer kurz von beiden Seiten auf dem Grill gebraten und dabei nur einmal gewendet.

Den Radicchio habe ich in einer Pfanne in etwas Öl langsam geschmort, das dauert bei mittlerer Temperatur etwa 10 Minuten. Das Mango-Chutney war noch vom Rezept der confierten Ente übrig und musste nur vom Glas auf den Burger. Zu diesen Zutaten passt ein würziger Käse sehr gut, weshalb ich mich für Scamorza entschied, einem italienischen Kuhmilchkäse, der wie Mozzarella zu den Brühkäsesorten gehört. Der frische Käsebruch wird mit heißem Wasser überbrüht und danach zu einem Teig verarbeitet. Scamorza entwickelt bei der Reifung eine harte, gelbliche Rinde. Manchmal sind im Käsefachhandel auf geräucherte Varianten erhältlich, die durch das rauchige Aroma intensiver schmecken. Einen solchen Scamorza affumicata habe ich für den Burger benutzt: Einfach in Scheiben schneiden und nach dem Wenden des Fleisches auf das Patty legen. Der Scamorza besitzt gute Schmelzeigenschaften und eignet sich daher vortrefflich als Käse für gute Burger.

Habt einen schönen Sonntag!

Rezept

Dauer: 30 Minuten; Entsprechend länger, wenn die Buns selbst gemacht werden.

Zutaten für die Burger mit Radicchio, Scamorza und Mango-Chutney (Für 4 Burger):

  • 4 Brioche Burger Buns
  • 4 EL Mango-Chutney
  • 1 kleiner Radicchio
  • 4 Salatblätter
  • Etwas Ketchup
  • 1 Scamorza
  • 500 g Rinderhack
  • 200 g Speck, gewolft
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Brioche Burger Buns und das Mango-Chutney nach den Rezepten zubereiten.

2 Für die Pattys die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Rinderhack, Speck, Zwiebeln und Knoblauch vermischen. Petersilie fein hacken und zufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4 Pattys à 170 g formen.

3 Den Radicchio in 4 Scheiben schneiden, den Strunk entfernen. Radicchio in einer Pfanne mit etwas Rapsöl langsam schmoren bis die äußeren Blätter leicht bräunlich werden, salzen.

4 Grill vorheizen, Scamorza in Scheiben schneiden und die Pattys pro Seite etwa 3 Minuten grillen. Einmal wenden, beim Wenden reichlich Scamorza auf das Fleisch legen.

5 Brioche Burger Buns aufschneiden und kurz auf der Schnittfläche auf dem Grill toasten. Etwas Ketchup auf die untere Hälfte der Buns streichen, Salatblatt und Patty darauf legen. Darauf Mango-Chutney und den Radicchio legen, abschließen und servieren.

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  • Mensch Uwe,

    ich hatte war grad schon nen Burger und bin pappsatt, aber ich glaub, wenn du mir das Gerät hinstellen würdest, würd ich den noch irgendwie reinquetschen und vermutlich noch einen zweiten ordern 😉

    Sieht wie immer perfekt aus.AntwortenAbbrechen

  • Man sieht der lecker aus. Kann man den auch bestellen? 😉

    Ich liebe Burger, vor allem selbst kreiert und der hier sieht echt gut ausAntwortenAbbrechen

Mandel-Schaumsuppe mit geröstetem Rosenkohl

Edle Suppen dürfen mir in den Wintermonaten gerne das Wochenende bereichern und auch sonntags den Esstisch zieren, selbstverständlich auch als Hauptspeise.

Im letzten Winter habe ich Rosenkohl fast nur auf eine Art genossen: Die äußeren Blätter fein säuberlich von den Röschen getrennt, kurz in der Pfanne geschwenkt und dann als Zutat für Suppen, Pasta oder Gemüse benutzt. Lecker. So kriegt man übrigens den größten Rosenkohlmuffel besänftigt, aber das nur am Rande.

In dieser Saison habe ich eine für mich neue Methode der Zubereitung von Rosenkohl ausprobiert: schmoren. Aufmerksam wurde ich darauf durch ein Rezept aus Yotam Ottolenghis neuem Kochbuch – „Vegetarische Köstlichkeiten“. Dort serviert er einen Rosenkohl-Pomelo-Salat, für den der Kohl zunächst geschmort und dann mit einer Vinaigrette gewürzt wird. Das ist nicht nur lecker, das ist sogar famos. Der Rosenkohl verliert viel von seiner bitteren Note und wird durch das Schmoren eher süßlich. So süß, dass ich tatsächlich darüber nachdenke, eine kohlige Version der Gemüsebleche „Blechi und Blechos“ von vor einigen Jahren auszuprobieren.

Mandel-Schaumsuppe mit geröstetem Rosenkohl

In der „Slowly Veggie“ (Ausgabe 1/2015) findet sich auf Seite 26 das Rezept für die Mandel-Schaumsuppe mit geröstetem Rosenkohl. Mandeln und Rosenkohl, das passt. Ich denke sogar, dass fast jede Nuss in geröstetem Zustand mit geschmortem Rosenkohl nahezu ein Homerun sein dürfte – das harmoniert einfach vortrefflich. Die Mandel-Schaumsuppe gab’s hier 2010 auch schon einmal, damals allerdings in Kombination mit Chorizo. Solltet Ihr also auf der Suche nach einer edlen Suppe sein, die auch am morgigen Sonntag mit gutem Gewissen auf die Tafel gestellt werden kann, so könnt Ihr die Suche getrost einstellen: probiert diese hier aus, sie wird Euch schmecken.

Wer von Euch experimentierfreudig ist, kann in die Schaumsuppe vor dem Aufschäumen ein wenig Bourbon geben. Auf die im Rezept angegebene Menge reichen 2-3 EL völlig aus, um einen angenehmen Geschmack zu erzielen. Für Sahnesaucen präferiere ich einen „Basil Hayden’s Bourbon“, der mit seinem milden Vanille-Aroma angenehm in den Hintergrund tritt und der Suppe dennoch einen gewissen Kick verleiht.

Ach ja: Der geschmorte Rosenkohl funktioniert so bestimmt auch wunderbar zu einem schönen Roastbeef. Wintergrillen, ich komme.

Mandel-Schaumsuppe mit geröstetem Rosenkohl

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten

Zutaten für die Mandel-Schaumsuppe mit geröstetem Rosenkohl (Für 4 Personen):

  • 200 g Mandel-Plättchen oder Stifte
  • 2 Schalotten
  • 4 EL Mandelmus
  • 50 ml Weißwein
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 30 g Butter
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Schmand
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer

Für den Rosenkohl:

  • 500 g Rosenkohl
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Rapsöl
  • 1/2 TL Zimt
  • 6 EL Mandelstifte
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Rosenkohl putzen und vierteln. Auf ein Blech legen und mit dem Honig, dem Rapsöl, dem Zimt, den Mandelstiften sowie Salz und Pfeffer vermischen. Etwa 25 Minuten schmoren, dabei immer wieder umrühren.

2 Die Schalotten schälen und fein hacken. Die Mandeln in einer Kasserolle trocken goldbraun rösten, entnehmen und abkühlen lassen. Derweil die Schalotten in der Butter anschwitzen. Die Mandeln in einem Mörser grob zerstoßen und zu den Schalotten geben. Kurz rösten, dann mit Weißwein ablöschen und aufkochen. Weißwein etwas reduzieren lassen. Gemüsebrühe angießen und aufkochen.

3 Anschließend das Mandelmus und das Nelkenpulver unterrühren und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Pürieren und durch ein feines Sieb passieren. Anschließend mit Schmand, Eigelb, Salz, Pfeffer und Zucker montieren und abschmecken. Aufschäumen. Suppe nicht mehr kochen lassen.

4 Rosenkohl aus dem Backofen nehmen und abschmecken. In Suppentellern anrichten und mit der Mandel-Schaumsuppe übergießen.

Quelle: „Slowly Veggie“, S. 26, Ausgabe 01/2015

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Skrei mit Graupen-Risotto, Algen und Curry-Schaum

Alle Jahre wieder nach dem Jahreswechsel ist Skreison – und das ist in diesem Jahr auch der einzige Wortwitz, den ich mir zu dem Thema erlaube. Bevor alle skreidebleich werden und den Blog sofort wieder verlassen.

Zum Fisch selbst ist ja auch alles gesagt – nur kurz zur Wiederholung: Dorsche wandern zu den Lofoten zum Laichen, und kehren von dort als Kabeljaus zurück. Die Norweger bezeichnen die wandernden Dorsche (und Kabeljaus) als „Skrei“, den „Skrei“ bedeutet nicht viel anderes als „Wanderer“.

Diesen Skrei verzehre ich sehr, sehr gerne, besitzt der Fisch doch ein sehr festes, aromatisches Fleisch, das sich mit sehr vielen anderen Zutaten kombinieren lässt. Zum Beispiel mit Graupen. Oder Noilly Prat. Oder Chimichurri. Oder Wakame. Wakame? Was klingt wie der Refrain eines Songs von Shakira ist nichts anderes als japanischer Seetang, der hierzulande leider nur getrocknet und nicht frisch erhältlich ist. Das ist schade, denn die Wasserpflanze ist eine echte Delikatesse, dazu noch gesund und eignet sich hervorragend für Salate und ist der Klassiker in Kombination mit einer Miso-Suppe.

Zu Alge und Fisch gibt’s Graupen und einen Curry-Schaum, der größtenteils aus roter Curry-Paste, etwas Sahne, Fischsauce und Limettensaft besteht. Der Stabmixer sorgt für luftige Momente, das Anrichten auf den Tellern entpuppt sich als Selbstläufer. Ich habe ein wenig vom Schaum in tiefen Tellern platziert und darauf mit zwei Esslöffeln mehr oder weniger lockere Nockenimitationen gesetzt. Der Skrei kam mit der Haut nach oben auf die Graupen, Wakame um die Graupen herum. Nicht zu viel, denn sie sollen weder optisch noch geschmacklich dominieren. Zum guten Schluss schöpfe ich mit einem Teelöffel noch etwas Schaum ab und träufle diesen vorsichtig über Fisch und Graupen. Der Skrei braucht noch ein paar Tropfen Limettensaft und eine halbe Umdrehung Salz auf der Haut, damit diese etwas glänzt.

Das Foto entstand abends, der Teller stand bereits auf dem Tisch. Da ich zu müde war, um mehr Licht und ein ganzes Fotosetup aufzubauen, ist die Qualität des Bildes nicht außerordentlich gut, Ihr mögt dies entschuldigen. Aber eine gehörige Portion Blitz und ein paar Minuten mehr Nachbearbeitung in Lightroom wirken Wunder…

Ich wünsche Euch eine famose Woche!

Rezept

Dauer: Ca. 60 Minuten

Zutaten für den Skrei mit Graupen-Risotto, Algen und Curry-Schaum (Für 4 Personen):

  • 800 g Loins vom Skrei, mit Haut
  • 400 g Graupen, mittlere Größe
  • 50 g Wakame
  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL rote Curry-Paste
  • 1-2 TL Fischsauce
  • 2 Schalotten
  • 2-3 cm Ingwer
  • 1 Limette
  • 1 EL Butter
  • Etwas Sesamöl
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Graupen in einem Sieb waschen und nach Anleitung in Salzwasser garen – das dauert etwa 25 Minuten. Die Schalotten und den Ingwer schälen und fein hacken. Die Schale der Limette dünn abschneiden und in Streifen schneiden. Saft auspressen. Die Wakame-Algen in handwarmen Wasser etwa 10 Minuten einweichen.

2 Die Schalotten in etwas Sesamöl glasig dünsten. Ingwer und Curry-Paste zugeben und kurz rösten. Hitze reduzieren und die Sahne und die Gemüsebrühe angießen, die Limettenschalen zugeben und ziehen lassen. Mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. etwas Zucker und Salz abschmecken. Die Sauce sollte aromatisch-pikant sein und eine angenehme Säure besitzen.

3 Die Wakame-Algen 6-8 Minuten in Salzwasser blanchieren.

4 Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Loins vom Skrei auf der Hautseite langsam ziehen lassen, bis die Haut knusprig braun ist. Kurz wenden und etwa 30 Sekunden liegen lassen, dann entnehmen.

5 Derweil die Curry-Sauce mit einem Stabmixer aufschäumen.

6 Die Graupen abgießen und die Butter unterrühren. Etwas Curry-Schaum in einem tiefen Teller anrichten, Graupen-Risotto darauf anrichten, die Wakame-Algen drumherum. Zuletzt mit etwas Schaum beträufeln.

Don’t skrei for me, Argentina!

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  • Mmmh… Ich liebe Gerstenrisotto! Danke fürs Rezept!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz.AntwortenAbbrechen

  • Du, Uwe, mal ganz offtopic: leierst du deine Blogevent-Idee tatsächlich irgendwann noch an, oder veröffentliche ich demnächst einen Post *in memorial* an die (gute 😉 Idee?AntwortenAbbrechen

  • sieht lecker aus, werde ich am wochenende mal probieren.AntwortenAbbrechen

  • Ich freu mich immer, wenn’s auf foodblogs auch was zu lachen gibt. Über Wakame in Verbindung mit Shakira musste ich sehr kichern. Das Essen sieht auch nicht schlecht aus…AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke Dir, Ilse, das war eine kurze Eingebung. Shakira hat sich seit der WM in Südafrika in mein Hirn gebrannt, nicht unbedingt positiv, muss ich sagen… *g*AntwortenAbbrechen

  • Peter

    Hallo Uwe,

    eine Frage: hast Du rohe Wakame benutzt oder bereits als Salat angemachte? Ich meine Sesam zu erkennen und habe daher heute vom Fischhändler den Salat mitgebracht – hat gut gepasst.

    eine Idee: Graupen waren aus – gelbe Linsen waren ein guter Ersatz.

    eine Anmerkung: das der Fisch als Kabeljau geht und als Dorsch zurück kommt ist nach meinem Wissen nicht korrekt. Soweit ich weiß, handelt es sich um eine regionale (Ost-/Nordsee) Unterscheidung.

    ein Fazit: lecker – vielen Dank!AntwortenAbbrechen

    • Peter

      O.K., da war ich wohl mit meiner Klugscheißerei etwas voreilig: in der Ostsee heißt der Fisch immer Dorsch – in der Nordsee nur bis zur Geschlechtsreife. Halbwissn und große Klappe, tse, tse, tseAntwortenAbbrechen

  • Eva

    Hallo Uwe,
    Wir haben das Rezept mit Wolfsbarschfilet gemacht und es war unglaublich lecker. Die Kombination Soße, Graupen und Algensalat war genial. Wie bekommst Du denn die Sosse so schaumig? Wir haben sie im Aerocino aufgeschäumt, aber sie schäumte nur ganz leicht. Vielen Dank für die ganzen tollen Rezepte!! Wir sind richtig Fans.
    Viele Grüße,
    EvaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Eva, das freut mich sehr! Danke für’s Feedback! Mit dem Schaum: Glückssache, da bin ich ganz ehrlich. In dem Fall habe ich einen Teil der Curry-Sauce in einen Milchaufschäumer gegeben, den ich normalerweise für meinen Cappuchino benutze…AntwortenAbbrechen

Confierte Ente mit Mango-Chutney

Zartes Entenfleisch, knusprige Haut, scharf-säuerliches Mango-Chutney. Die confierte Ente ist ein famoser Appetithappen, von dem man als Amuse serviert immer noch ein paar Extra-Löffel in der Küche haben sollte.

Eine Ente zu confieren ist wohl die beste Möglichkeit, um sowohl unglaublich zartes Fleisch als auch eine knusprige Haut zu bekommen. Die Zubereitung ist leider nicht ganz zeitsparend, lohnt sich aber. Ihr könnt nämlich einen ganzen Schwung davon kochen und anschließend mehrere Wochen einlagern und so zu verschiedensten Gelegenheiten zubereiten.

Das Confieren funktioniert wie folgt: Die Ente wird zusammen mit ein paar Kräutern über etwa 2 Stunden langsam bei 90°C im eigenen Fett gegart, also confiert. Dadurch steigern sich nicht nur die Aromen, das Fleisch bleibt auch wunderbar zart und saftig. Nach dem Confieren sollte das Fleisch vollständig mit Entenfett bedeckt etwa eine Woche ziehen, was den Geschmack einfach noch einmal betont. Wer es eilig hat, kann die Ente natürlich auch sofort verspeisen. Dafür ist nur noch ein Arbeitsschritt notwendig: Das Aufknuspern der Entenhaut. Das geschieht unter dem Grill des Backofens und ist bei 220°C nach 10 bis 15 Minuten erledigt. Et voilà: das Fleisch bleibt zart und saftig, die Haut ist knusprig. Ein echter Genuss.

Das heutige Rezept habe ich als Vorspeise, eher als kleinen Gruß aus der Küche im Rahmen eines Menüs serviert. Zugegeben: Nur für ein Amuse einen solchen Aufwand zu betreiben wäre schlicht übertrieben. Wenn ich mir die Arbeit mache, Entenkeulen zu confieren, so wandern immer mehrere Portionen in den Topf. Da die Keulen im eigenen Fett liegen, sind sie lange haltbar. Wenn ich also weiß, dass ich über 3-4 Wochen regelmäßig Gäste habe, wie es rund um Weihnachten der Fall war, so kann ich die Keulen zu verschiedensten Zwecken einsetzen. Mit einer Vorbereitungsschicht sind 2-3 Gänge für Menüs und 1-2 leckere Mahlzeiten für die Familie gesichert.

Das Mango-Chutney lässt sich übrigens auch sehr, sehr gut vorbereiten und lagern. So entsteht ein Gang, der 2-3 Wochen vor einem Menü zubereitet und komplett vorbereitet werden kann. Die Gäste freuen sich.

Rezept

Dauer: 1 Stunde Zubereitungszeit, 3 Stunden Garzeit, 1 Woche Zieh-Zeit 😀

Zutaten für die confierte Ente mit Mango-Chutney (Für 4 Personen als Vorspeise):

Hinweis: Von der confierten Ente bleibt etwas übrig. Es lohnt sich aber nicht, für diese Vorspeise nur eine Entenkeule zu confieren. Eine Rezeptidee für das übrige Entenfleisch findet Ihr hier oder hier.

Für die confierte Ente:

  • 3 Entenkeulen
  • 600 g Entenschmalz
  • 6 Zweige Thymian
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz

Für das Mango-Chutney:

  • 2 reife Mangos
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zitrone
  • 2 Schalotten
  • 100 ml Apfelessig
  • 100 g Zucker
  • 1/2 TL Cayenne-Pfeffer
  • Etwas Butterschmalz
  • Ggf. Salz

Zubereitung:

1 Für die confierten Entenkeulen die Keulen entbeinen. Das Entenfett langsam erhitzen. Die Haut der Keulen leicht salzen und die Keulen in eine kleine ofenfeste Form legen. Thymian und Lorbeerblätter zugeben und vollständig mit dem flüssigen Fett bedecken. Bei 90°C etwa 120 Minuten im Ofen confieren.

2 Die Entenkeulen entnehmen, in ein sterilisiertes Einmachglas geben und vollständig mit dem Fett bedecken. Nix darf aus dem Fett ragen! Etwa eine Woche stehen lassen. Die Keulen können auch direkt nach dem Confieren weiter verarbeitet werden. Mit etwas Zeit hebt sich der Geschmack aber nochmals…

3 Für das Mango-Chutney die Mangos schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Ingwer und die Schalotten schälen und fein hacken. Die Vanilleschote auskratzen.

4 Ingwer und Schalotten in etwas Butterschmalz anschwitzen. Mango, Vanillemark, Vanilleschoten, Zitronensaft, Apfelessig und den Zucker zugeben und bei sehr schwacher Hitze geschlossen etwa 60 Minuten ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Das Chutney sollte nach 60 Minuten eine Marmeladen-artige Konsistenz haben. Die Vanilleschoten entfernen, mit Cayenne-Pfeffer und ggf. etwas Salz abschmecken und in sterilisierte Gläser füllen und diese luftdicht verschließen.

5 Die Entenkeule am Tag der Zubereitung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Backofen bei 220°C etwa 15 Minuten unter den Grill legen.

6 Die Entenkeule dünn aufschneiden und mit Fingersalz bestreuen und zusammen mit dem Mango-Chutney auf Löffeln anrichten.

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  • Walther

    Servus Uwe.
    Das was Du hier bietest, ist wirklich „High End“.
    Toller Blog, tolle Rezepte und wunderschöne Fotos.
    Macht einfach Spass, bei Dir zu stöbern.
    Viele Grüße aus Bayern.
    WaltherAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Lieber Walther, danke Dir für das Lob, das freut mich wirklich sehr!AntwortenAbbrechen

  • Martina K.

    Das liest sich sooo lecker! Aber woher bekommst du das Entenfett?
    Liebe Grüße
    Martina K.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das gibt’s beim Metzger meines Vertrauens auf Vorbestellung. Soweit wie ich das sehe bietet nicht jeder Metzger diesen Service, es sollte aber generell kein Problem sein.AntwortenAbbrechen

  • Ey!
    (ich frag mich ja immer, was die Leute so denken sollen, die den Hintergrund zu unserem „Ey“ nicht kennen 😉 )
    Aber eine kleine Nachfrage habe ich auch: Eine ganze Ente nur 2 Stunden bei 90°C? Really? Mir erscheint das arg kurz. Eine NT-Ente lasse ich in der Regel ca. 3 – 3,5 Stunden im Ofen (weibliche Barbarie, also eh klein). Sind das nicht eher Garzeiten für die Keulen?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Astrid, net nur die Hälfte lesen, ey! 😀
      Im Rezept weiter unten stehen die Keulen. Ich merke mir aber: Stringenz. Nicht oben von Ente sprechen und unten die Keulen draus machen. Danke für den Hinweis!AntwortenAbbrechen

  • Wir hatten am Montag Ente mit Apfelchutney – Aber dein Mangochutney klingt fast noch leckerer!AntwortenAbbrechen

  • Peter

    Hallo Uwe,

    brav habe ich eine Woche gewartet und heute die confierten Keulen ihrer Bestimmung zugeführt. Unter dem Grill habe ich die Haut schön aufknuspern lassen, auf dem Teller war ich mit dem Ergebnis nicht so glücklich. Das Fleisch war für meinen Geschmack zu trocken. Grillzeit bzw. -temperatur varieren oder hast Du eine Idee, dass vielleicht schon beim confieren etwas schief gelaufen sein könnte?

    Besten Dank und viele Grüße!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Peter, oh, schade! Es ist schwer auf die Entfernung eine Diagnose zu stellen – ich war mit der Ergebnis wirklich happy. Hast Du das Fleisch nach dem confieren einmal probiert?AntwortenAbbrechen

      • Peter

        Nein, bislang noch nicht. Eine Keule ist noch da und Du hast natürlich Recht, dass ich mich damit der Lösung zumindest nähern kann. Für den Fall, dass ich hier nicht weiterkomme, hast Du ja netterweise schon eine alternative Verwendung für das Mangochutney gepostet und es sieht nach Grillwetter aus… 😉AntwortenAbbrechen

  • Ok… ich confiere viel zu selten Ente. Und frage mich immer wieder: Wieso mach ich das nur nicht öfter? So auch jetzt 😉
    Wird gemerkt und hoffentlich komme ich auch bald zum Nachkochen. Vor allem der Ingwer im Chutney reizt mich gerade sehr.
    Viele Grüße,
    YlvaAntwortenAbbrechen

Saftiger Orangen-Mandel-Kuchen [Gastartikel]

Ich stelle Euch heute wieder einmal eine liebe Blogger-Kollegin vor, die im Rahmen eines Gastartikels einen saftigen Orangen-Mandel-Kuchen mitgebracht hat.

Mara betreibt seit zwei Jahren ihren Blog www.lifeisfullofgoodies.com, auf dem sich vorwiegend süße Versuchungen finden. Das passt perfekt, denn wie Ihr ja alle wisst, sind Kuchen und Süßkram bei mir chronisch unterrepräsentiert. Ich habe Mara bei einem Event in Berlin kennen gelernt: Wir zogen gemeinsam durch die Streetfood-Szene und probierten die famosen vietnamesischen „Bánh Mì“-Sandwiches im Berliner „Cô Cô Bánh Mì“, das auch Stevan Paul in seinem Buch „Auf die Hand“ über alle Maßen lobt. Mara ist nicht nur eine bezaubernde Person, sondern auch eine exzellente Köchin: Sie gewann seinerzeit eine Folge des „Perfekten Dinner“ und stellte so beeindruckend unter Beweis, dass sie nicht nur backen kann. Ich kann Euch einen Besuch von Maras Blog also nur empfehlen. Danke für diesen tollen Kuchen, Mara!

Saftiger Orangen-Mandel-Kuchen [Gastartikel]

Hallihallo liebe HighFoodality-Leser!

Ich bin Mara und habe heute die Ehre, euch etwas Süßes kredenzen zu dürfen.

Die Tatsache, dass ich bei Uwe zu Gast sein darf, freut mich riesig! Zugegebenermaßen macht es mich in der Tat sogar ein bisschen stolz, zumindest am heutigen Tage somit ein Teil von Highfoodality sein zu dürfen. Uwes Blog kann man nämlich nur bewundern. Diese Bilder….!!! Keiner richtet Food so unglaublich ästhetisch an wie Uwe. Bei ihm würde wahrscheinlich sogar ein banaler und liebloser Klumpen Kartoffelbrei zu einem Kunstwerk werden. Aber nicht nur das. Offensichtlich hat der Mann nicht nur ein Auge dafür, er hat auch noch so richtig Ahnung davon! Vor allem dann, wenn es sich um ausgezeichnetes Fleisch dreht. Davon konnte ich mich überzeugen, als ich auf einem Event in Berlin mit Uwe zusammentraf. Meine Güte, was der Mann alles weiß…

:-)

Saftiger Orangen-Mandel-Kuchen [Gastartikel]

So, nun aber zu mir. Wer bin ich und was mache ich eigentlich. Meinen Namen erwähnte ich ja bereits, Mara. Seit 2013 blogge ich auf „Life Is Full Of Goodies“. Auf meinem Blog dreht sich´s hauptsächlich um die süßen Seiten des Lebens. Vor allem beim Essen. Ob Kuchen, Teilchen, Eis, in alles davon könnte ich mich reinlegen. Hin und wieder gibt´s aber auch mal was Herzhaftes zum Futtern. Oder was richtig Gesundes. Kann auch passieren. Und ab und an gibt es dann auch Rezepte von meiner Mom und von meinem Dad. Beide mischen beim Kochen und Backen nämlich fleißig mit. Insofern, schaut doch mal vorbei, es würde mich freuen!

Nun aber zu meinem Mitbringsel. Ich habe einen Orangen Mandelkuchen für euch im Gepäck. Suuuper saftig und suuuuuuuper lecker. Finde ich selbst zumindest. Euch schmeckt er hoffentlich auch. Geht ganz einfach, insofern schwingt doch einfach mal den Rührlöffel und gebt mir Bescheid, wie euch der Kuchen gefällt.

Saftiger Orangen-Mandel-Kuchen [Gastartikel]

Rezept

Zutaten für den Orangen-Mandel-Kuchen:

  • 250 g weiche Butter
  • 280 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 300 g gemahlene Mandeln
  • 250 g Mehl
  • 5 Eier
  • 2 Esslöffel abgeriebene Orangenschale (von ca. 2 Bio-Orangen)
  • 250 g frisches Orangenpüree (dazu ca. 2 frische Orangen schälen und das Fruchtfleisch gut durchpürieren)
  • 1 Päckchen Backpulver (entspricht einem gehäuften Teelöffel)

Zudem:

  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • Butter für die Gugelhupfform
  • ganze Mandeln zur Deko
  • Orangenscheiben zur Deko

Zubereitung:

1 Zunächst den Backofen auf 160 °C Umluft (180 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen.

2 Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Salz, gemahlene Mandeln, Mehl und Eier dazugeben. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Nun das Orangenpüree dazugeben und samt der Orangenschale gleichmäßig mit dem Teig vermischen.

3 Den Rührteig in eine gebutterte Gugelhupfform geben und ca. 55 – 60 Minuten backen.

4 Sobald der Kuchen abgekühlt ist die Zartbitterschokolade klein hacken und im Wasserbad oder in der Mikrowelle bei sehr geringer Wattzahl schmelzen. Auf den Kuchen gießen, verteilen und trocknen lassen. Wer möchte kann den Orangenkuchen nun noch mit ganzen Mandeln und Orangenscheiben dekorieren.

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