Bulgur-Salat mit zweierlei Bohnen und Minze

Na, habt Ihr am Wochenende die Grillsaison eröffnet oder seid Ihr wie ich ein Ganzjahresgriller? Für die kommenden Grillabende habe ich heute einen leckeren Salat für Euch, der gut zu Würsten oder einem saftigen Steak passt.

Wenn ich im Sommer grille, dann bevorzuge ich leichte, frische Salate als Beilage. Natürlich ist ein guter Kartoffelsalat fast unschlagbar, dennoch fällt dieser für mich nicht in die Kategorien „leicht verträglich“ oder „ausgefallen“. Wer nach einem Rezept sucht, das sättigt, frisch ist und zudem nicht etwas Neues ist, dem sei der heutige Salat ans Herz gelegt.

Der Bulgur-Salat mit zweierlei Bohnen und Minze ist dabei nicht nur eine Beilage, sondern streng genommen eine wunderbare Mahlzeit, die definitiv keine (Fleisch-)Begleitung benötigt und für sich selbst genommen super funktioniert – und dabei auch noch vegan ist.

Ich habe zwei verschiedene Sorten Bohnen benutzt, klassische schwarze Bohnen, die eingeweicht und gekocht werden müssen. Wer gar keine Zeit hat, kann hier natürlich auch auf Bohnen aus der Dose zurückgreifen, ich mag allerdings eingeweichte und frisch gekochte Bohnen lieber. Die zweite Bohnensorte sind meine Lieblinge – die dicken Bohnen – die nun überall in den Bio-Läden zu haben sind. Zunächst müssen die Kerne aus der Schale gelöst und dann 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert werden, da sie in rohem Zustand giftig sind. Ich mag den kernigen, vollen Geschmack und liebe es, daraus Salate oder Beilagen zuzubereiten. Mein Favorit aus dem letzten Jahr passt hervorragend zur bevorstehenden Rhabarbersaison: In diesem Rezept werden Rhabarber und dicke Bohnen kombiniert, was außerordentlich gut schmeckt.

Den Bulgur bereite ich klassisch und ohne Schnick-Schnack zu: Ich gare ihn lediglich in leicht gesalzenem Wasser, lasse ihn abtropfen und auskühlen. Während die Bohnen sättigend sind, kommt die geschmackliche Raffinesse vom Einsatz frischer Kräuter. Koriander und Minze funktionieren nicht nur super zusammen und mit dem Bulgur, sondern vertragen sich auch toll mit den Bohnen. Die Zugabe von hauchdünn geschnittenen roten Zwiebeln und etwas Piment d’Espelette runden den Salat geschmacklich ab.

Tipp: Wem rohe rote Zwiebeln zu krude sind, der hat vier Möglichkeiten:

  • Keine roten Zwiebeln roh verwenden:D
  • Die roten Zwiebeln hauchdünn aufschneiden
  • Die roten Zwiebeln geschnitten etwa 10-20 Minuten in etwas Salz und Zucker einlegen
  • Die Roten Zwiebeln 1-2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren

Das Rezept lässt sich auch einfach adaptieren und verändern:

  • Wenn die Saison für die dicken Bohnen vorüber ist, können diese ohne Probleme durch normale Brechbohnen ersetzt werden
  • Wer keinen Koriander mag, kann diesen weglassen oder durch Petersilie oder Zitronenmelisse ersetzen
  • Wer es etwas fruchtiger wünscht, kann im Sommer kleine Cocktailtomaten beimengen
  • Bulgur kann durch Quinoa oder Couscous ersetzt werden
  • Auch die Zugabe bissfest gegarter roter Linsen anstelle einer Bohnensorte kann ich mir sehr gut vorstellen

Guten Appetit!

salat-von-zweierlei-bohnen-bulgur-2

Rezept

Zutaten für den Bulgur-Salat mit zweierlei Bohnen und Minze (Für 2-3 Personen):

  • 100 g Bulgur
  • 100 g grüne Bohnenkerne
  • 100 g schwarze Bohnen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 kleiner Radicchio
  • 1-2 Handvoll Minze, je nach Geschmack
  • 1 Handvoll Koriander
  • 1-2 TL Piment d’Espelette, je nach Geschmack
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 Zitrone
  • 1-2 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die schwarzen Bohnen am Vortag in kaltem Wasser einweichen und über Nacht quellen lassen. Die Bohnen abgießen und etwa 60 Minuten in Wasser kochen.

2 Den Bulgur etwa 20 Minuten in kochendem Wasser garen, bis er weich, aber immer noch bissfest ist.

3 Die grünen Bohnen 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren.

4 Die Zwiebel und den Radicchio in feine Streifen schneiden. Die Minze von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden, den Koriander waschen und abtropfen lassen.

5 Die Zitrone auspressen und mit dem Essig, dem Zucker sowie etwas Salz und Pfeffer vermischen. Zuletzt das Olivenöl zugeben und die Vinaigrette gut vermischen und final abschmecken.

6 Bohnen, Bulgur, Zwiebeln, Radicchio und Kräuter mit der Vinaigrette vermischen. Piment d’Espelette zugeben und alles final abschmecken. Der Salat darf frisch nach Zitrone und leicht scharf schmecken.

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  • Mhhhm, Bulgur ist sowas feines :) Da hab ich jetzt nach dem Lesen deines Blogbeitrag total Hunger bekommen!
    LG
    ElaAntwortenAbbrechen

  • cryptochrome

    Tolles Rezept! Kleiner Tip: Bulgur muss nicht gekocht werden. Einfach mit der 1-1,5 fachen Menge kochendem Wasser übergießen und abgedeckt etwa 10-20 Minuten ziehen lassen. Das Wasser verschwindet dabei komplett und der Bulgur ist hinterher schön bissfest gar.AntwortenAbbrechen

Butterschmalz, selbst gemacht

Butterschmalz ist aus Butter hergestelltes Reinfett und das nächste Kapitel in meiner kleinen Serie „Fertigprodukte selbstgemacht“. Die Herstellung ist einfach – man benötigt nur eine Zutat: Butter. Gute Butter.

Butter bekommt man in den Supermärkten zu hohen Kampfpreisen, zu denen das grundlegende Produkt – die Milch – nur schwerlich wirtschaftlich erzeugt werden kann. Hoher Kostendruck und ein fast defizitäres Geschäft auf Seiten der Bauern muss fast zwangsläufig zu geringerer Qualität führen – oder schlechteren Lebensbedingungen für die Tiere. Beides ist für mich nicht akzeptabel, weswegen ich schon darauf achten will, welche Grundprodukte benutzt werden.

Hinzu kommt, dass es einem die Industrie auch nicht leicht macht, gute, natürliche Produkte einfach von schlechter Ware zu unterscheiden. Wenn Kühe das ganze Jahr draußen auf Wiesen unterwegs sind und dort frische Gräser und Blumen fressen, so ist auf natürlichem Wege gewährleistet, dass die Butter ihre gelbe Farbe bekommt. Werden die Tiere dagegen mit Heu oder Kraftfutter ernährt werden, wie es in der industriellen Landwirtschaft (Was für ein furchtbarer Begriff!) nun einmal üblich ist, so ist die Butter eher weiß. Natürlich hat die Lebensmittelindustrie bemerkt, dass weiße Butter eher liegen bleibt, und reagiert auf diesen Missstand mit Farbstoffen, die dem Kuhfutter beigemischt werden. Und so gelangen auf Umwegen Zusatzstoffe in unsere Lebensmittel.

Da die meisten Menschen nicht in der glücklichen Lage sind, ihre Butter direkt von einer Sennerei oder dem befreundeten Bio-Bauern zu beziehen, sollte bei der Auswahl der Hersteller ein wenig recherchiert werden. Die Stiftung Warentest hatte 2009 viele Hersteller getestet und bewertet und liefert somit den einen oder anderen Anhaltspunkt.

Butter gibt es nun in vier unterschiedlichen Sorten:

  • Sauerrahmbutter: Gefertigt aus mikrobiell gesäuerter Milch. Durch Milchsäurebakterien entstehen Aromastoffe, durch die der charakteristische Geschmack entsteht.
  • Süßrahmbutter: Im Gegensatz zur Sauerrahmbutter wird hier auf den Einsatz von Milchsäurebakterien verzichtet, was in einem sahnigen, eher milden Geschmack resultiert.
  • Mildgesäuerte Butter: Die mildgesäuerte Butter ist eigentlich eine Süßrahmbutter, die noch mit Milchsäurebakterien versetzt wird.
  • Salzbutter: Als Salzbutter wird Butter bezeichnet, die nach Fertigstellung noch gesalzen wird.

Für mein Butterschmalz benutze ich zumeist mildgesäuerte Butter.

Butterschmalz, selbst gemacht

Wofür benötigt man Butterschmalz…und was ist das eigentlich?

Butterschmalz wird aus Butter hergestellt. Der Butter wird das Wasser, der Milchzucker und das Milcheiweiß entzogen und deshalb auch als geklärte oder geläuterte Butter bezeichnet. Durch den wesentlich geringeren Wassergehalt ist Butterschmalz viel länger haltbar als normale Butter.

Das Butterschmalz besitzt zudem einen höheren Rauchpunkt und kann dadurch insbesondere zum Backen, Braten und Frittieren benutzt werden. Als Rauchpunkt wird der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem Öle oder Fette bei Erhitzung zu rauchen beginnen. Man sollte tunlichst vermeiden, Öle oder Fette bis zu diesem Zeitpunkt zu erhitzen, da giftige Stoffe entstehen. Je höher der Rauchpunkt eines Öles oder eines Fettes ist, desto „belastbarer“ sind diese und können auch für Garmethoden mit vergleichsweise großer Hitze – wie zum Beispiel Frittieren – benutzt werden.

Der Rauchpunkt von Butterschmalz liegt bei etwa 205°C, umraffiniertes Sonnenblumenöl verträgt dagegen nur etwa 107°C, bis es zu rauchen beginnt. Diesen Umstand machen sich auch die Garküchen Asiens zunutze, indem sie zum Anbraten in den heißen Woks Ghee benutzen – eine Form von Butterschmalz.

Der Unterschied zu unserem Butterschmalz besteht darin, dass bei der Zubereitung die Butter stärker erhitzt wird, wodurch Ghee durch erneute Zugabe von Wasser nicht wieder in Butter zurückgeführt werden könnte – was mit unserem Butterschmalz durchaus möglich wäre. Aber natürlich gibt es bei der Zubereitung von Ghee große regionale Unterschiede und Besonderheiten, auf die ich in diesem Artikel aber nicht näher eingehen möchte.

Ich verwende Butterschmalz zum Anbraten von Fleisch und Gemüse, manchmal im Wok (Wenn ich kein Sesamöl benutzen möchte) und zum Frittieren oder Ausbacken.

Wie ich Butterschmalz herstelle

Butterschmalz ist bei hygienisch einwandfreier Zubereitung sehr, sehr lange haltbar. Ich stelle mich etwa zweimal im Jahr in die Küche und bereite aus etwa 2 kg Butter eine neue Ration Butterschmalz zu, fülle dieses in luftdicht abgeschlossene Weck-Gläser und lagere sie im Keller.

Für die Zubereitung erhitze ich die Butter sehr, sehr langsam bis sie flüssig ist. Mit der Zeit beginnt sich das Eiweiß am Boden abzusetzen und Schaum an der Oberfläche zu bilden. Den Schaum entferne ich mit einer Kelle. Das in der Butter enthaltene Wasser verdunstet nach und nach und gibt knackende Geräusche von sich. Sobald das Knacken weniger wird oder sogar aufhört, ist das meiste Wasser entwichen und die Butter kann durch ein Passiertuch geklärt und in Weck-Gläser gefüllt werden.

Nachdem das Butterschmalz abgekühlt ist, verschließe ich die Gläser und stelle sie zum Aushärten in den Kühlschrank. Fertig.

Wenn ich die Chance habe, benutze ich für mein Butterschmalz am liebsten Butter frisch von einer Sennerei. Da ich hin und wieder im Allgäu bin, nutze ich den Umstand und kehre mit 2-3 kg Almbutter nach Nürnberg zurück. Der Geschmack ist einfach unvergleichlich…

Butterschmalz, selbst gemacht

Rezept

Dauer: Ca. 30 Minuten

Zutaten für selbst gemachtes Butterschmalz:

  • 1,5 kg Butter
  • Passiertuch
  • Weck-Gläser für etwa 1,2 L

Zubereitung:

1 Die Butter in einem Topf langsam bei moderater Hitze erwärmen, bis sie flüssig ist. Die Butter darf nicht bräunen! Während des Vorgangs gerinnt das in der Butter enthaltene Eiweiß und setzt sich am Boden ab und bildet zudem Schaum an der Oberfläche. Diesen stetig abschöpfen.

2 Der Vorgang ist beendet, wenn alles Wasser in der Butter verdunstet ist. Dies ist der Fall, wenn die brodelnden Geräusche zunehmend verstummen. Dann die Butter durch ein Passiertuch klären. In Weck-Gläser füllen, vollständig abkühlen lassen und in den Kühlschrank zum Aushärten stellen.

Quellen:

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Eierlikörmousse im Möhrenkuchen mit Rhabarber-Eis und Rhabarber-Ingwer-Kompott [Gastartikel]

Heute habe ich die bezaubernde Kerstin von “my cooking love affair” zu Gast, die Euch ein wunderbares österliches Dessert mit vielen tollen Komponenten mitgebracht hat. Willkommen, Kerstin!

Kerstins Blog gehört zu meinen liebsten Inspirationsquellen, die ich gerne und regelmäßig besuche (Habt Ihr die Freunde-Linkliste in der rechten Spalte meines Blogs schon entdeckt?) um mir neue Anregungen und Ideen zu holen. Auf ihrem Blog schreibt Kerstin nicht nur über Rezepte, sondern auch über allerlei kulinarische Begegnungen. Dennoch haben es mir die abwechslungsreichen Rezepte besonders angetan, weil Kerstin es schafft, durch die Bank und ohne Einschränkungen kreativ und immer besonders zu kochen und die Gerichte dabei auch noch ansprechend anzurichten und zu fotografieren.

Umso schöner ist es, dass Kerstin zu einem Gastartikel “Ja” gesagt hat und heute für Euch kocht – viel Spaß dabei!

Ostern naht. Das wollte ich Euch nur mal mitteilen. Wenn Ihr so wie ich gerne ein Menü ausreichend im Voraus plant, dann habe ich hier schon einmal das Dessert für den kleinen Hoppelhasen. Warum ich Euch das hier erzähle und wo Uwe ist? Naja, heute ist er leider nicht da. Nur ich. Mein Name ist Kerstin und ich beschreibe den Blog „my cooking love affair“. Aus dem Häuschen war ich, als Uwe mich gebeten hat, einen süßen Gastbeitrag zu für ihn zu verfassen. HighFoodality war doch eines der ersten Food-Blogs, die ich regelmäßig gelesen habe. Mein Sport- und Jugendidol also;-)

Aber jetzt zu meinem Rezept, oder besser gesagt zu meinen Rezepten. Es ist eine Eierlikörmousse im saftigen Möhrenkuchen, sahniges Rhabarber-Eis und ein Rhabarber-Ingwer-Kompott, macht mächtig Eindruck und lässt sich herrlich schön vorbereiten, so wie ich es gerne mag.

Viel Spaß beim Nachmachen, lots of love, Kerstin.

Rezept

Möhrenkuchen

  • 300g Möhren
  • 300g Mandeln, gerieben
  • 4 Eier (M)
  • 120g Zucker
  • 60g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

1 Möhren schälen und fein reiben, Eier trennen und das Eiklar mit einer Prise Salz zu Schnee schlagen. Eigelb mit Zucker cremig-weiß schlagen, dann Mandeln, Mehl, Backpulver und Möhren untermischen. Zuletzt den Eischnee unterheben.

2 Eine 28er Springform (eine Kastenform geht natürlich auch) mit Backpapier auslegen, den Teig hinein geben und glatt streichen. Bei 180°C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Ofen für 45 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen, 2-3mm breite Streifen abschneiden und einen Servierring damit am Rand auslegen.

Eierlikörmousse

Zutaten:

  • 5 Blatt Gelatine
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Vanilleschote, Mark
  • 60g Zucker
  • 100 ml Eierlikör
  • 250g Sahne, geschlagen

Zubereitung:

1 Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eier, Vanillemark und Zucker mit dem Handrührgerät cremig-weiß aufschlagen. Eierlikör tröpfchenweise unterrühren. Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf auflösen. 6 EL von der Creme einrühren und gleich mit der restlichen Creme verrühren. Sobald die Creme zu gelieren beginnt, die geschlagene Sahne unterheben.

2 Mousse in die mit dem Möhrenkuchen ausgelegten Ringe füllen und glatt streichen und mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Eierlikör

Zutaten:

  • 8 Eigelb
  • 200 g Zucker
  • 250 g Sahne
  • 250 g Doppelkorn
  • 1 Vanilleschote, Mark

Zubereitung:

1 Eigelb, Vanillemark und Zucker cremig-weiß aufschlagen, dann nach und nach die Sahne und den Korn unterrühren. Jetzt die Masse über dem Wasserbad aufschlagen, bis der Eierlikör eine cremige, dickflüssige Konsistenz erreicht ist. Das Wasser darf aber auf keinen Fall kochen. Den Likör noch warm in Flaschen abfüllen.

Rhabarber-Ingwer-Kompott

Zutaten:

  • 400g Rhabarber
  • 10g Ingwerknolle
  • 1 Orange, Bio, Schale und Saft
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Orangensaft
  • 100g Himbeeren, tiefgekühlt
  • 2 EL brauner Zucker (z.B. Muscovado)

Zubereitung:

1 Rhabarber putzen und evtl. abziehen. Die Stangen in 2cm lange Stücke schneiden (ich hatte meinen Rhabarber bereits geputzt und klein geschnitten in der letzten Saison aus dem Garten tiefgekühlt).

2 Die Stückchen in eine feuerfeste Form geben und mit dem braunen Zucker bestreuen. Ingwer und Orangenschale darüber reiben. Zucker und Orangensaft ebenfalls zu dem Rhabarber geben. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze auf der untersten Schiene für 40 Minuten garen.

3 Die kalten Himbeeren auf den heißen Rhabarber geben, umrühren und gut durchziehen lassen.

Rhabarber-Eis

Zutaten:

  • 200g Schmand
  • 200g Sahne, geschlagen
  • 80g Zucker
  • 400g Rhabarber
  • 300g Erdbeeren
  • 1 Vanilleschote, Mark

Zubereitung:

1 Den Rhabarber putzen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden (ich hatte meinen Rhabarber bereits geputzt und klein geschnitten in der letzten Saison aus dem Garten tiefgekühlt). Die Stücke mit Zucker, Mark der Vanilleschote und den Erdbeeren zu Kompott kochen. Inzwischen den Schmand vorsichtig unter die geschlagene Sahne heben. Das Kompott vollständig abkühlen lassen, unter die Sahne-Schmand-Masse geben und einige Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Jetzt darf die Masse in die Eismaschine für ca. 60 Minuten unter Rühren gefrieren. Das Eis hat dann die Konsistenz von Soft-Eis. Ich habe das Eis in einen Spritzbeutel gefüllt und auf den Dessertteller dressiert.

Tipp: Wer das Eis gerne etwas fester mag, gibt es in eine gefriergeeignete Form und stellt das Eis für 2 Stunden ins Tiefkühlfach, so bekommt es die perfekte Konsistenz. Wichtig: vor dem Servieren das Eis für knapp 20 Minuten in den Kühlschrank stellen und etwas antauen lassen, denn dann lassen sich die Kugeln besser formen.

Du hast einen Blog und möchtest hier auch einen Gastartikel veröffentlichen? Gerne, das geht! Melde Dich doch einfach direkt bei mir mit Deiner Rezeptidee, ich freue mich: blog[at]highfoodality[dot]com!

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  • Uwe, was haben wir ein Glück, dass wir uns beim nächsten Event nicht ums Dessert kümmern müssen ;-) Ich mag alles an dem Teller hier, Rhabarber, Eierlikör, Karottenkuchen… Hach…AntwortenAbbrechen

  • Das sieht toll aus! Aber ich habe noch nicht verstanden: Wie kommt das Schaumige ins Fluffige? Oder anders: Wie müssen die 2–3 mm Streifchen in den Ring? Liebe Grüße, Mel.AntwortenAbbrechen

    • Mel. Du schneidest von dem Möhrenkuchen 2-3mm breite Streifen ab und gibst diesen Streifen als Rand in einen Servierring oder sonst etwas rundes. Du legst den Ring damit aus, so dass die Mousse eingefüllt und fest werden kann. Ich habe keine Länge angegeben, weil sicher jeder eine unterschiedlich große Form (Durchmesser) zuhause hat. LG.AntwortenAbbrechen

  • Chef Hansen und Chef Uwe, da hat Chefin Kerstin aber mal was sehr köstliches gezaubert! Gefällt mir sehr sehr gut.
    Diese Leichtigkeit, so fluffig, so schaumig. Fast wie Zauberei …….

    Hach* ich bin eh ein großer Fan von My Cooking Love Affair.

    KarinAntwortenAbbrechen

Bärlauchcrèmesuppe

Aufgemerkt, die Bärlauch-Saison ist schon gestartet! Durch den milden Winter sind die Wälder bereits voll mit kleinen Bärlauch-Wiesen, die nur darauf warten, abgeerntet zu werden.

Wenn Ihr selbst sammeln wollt, dann bietet sich ein Waldspaziergang an. Vorzugsweise wächst der Bärlauch dort an schattigen, leicht feuchten Plätzen. Wer sammelt, sollte die Pflanze aber eindeutig und zweifelsfrei identifizieren können: Die Blätter ähneln stark denen der hochgiftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen.

Update: Antje hat in den Kommentaren völlig zurecht darauf hingewiesen, dass “die Bärlauchflächen auf keinen Fall darauf warten, abgeerntet zu werden und immer nur so viel entnommen werden sollte, wie in der eigenen Küche haushaltsüblich verwendet werden kann”. Antje, vielen Dank für den Hinweis – Du hast natürlich völlig Recht! Wir wollen auch in Zukunft noch lange wilden Bärlauch in unseren Wäldern finden.

Am liebsten mache ich aus Bärlauch crèmige Suppen, die intensiv schmecken und nicht schüchtern um die natürliche Schärfe des Bärlauchs herumlavieren. Deshalb seid gewarnt: Dieses Suppen-Rezept ist recht intensiv. Wenn Ihr den Bärlauch-Geschmack lieber dezenter habt, so nehmt weniger Bärlauch-Sauerrahm, um die Suppe zu aromatisieren. Der Sauerrahm ist im Kühlschrank 2-3 Tage haltbar und eignet sich auch wunderbar als Brotaufstrich.

Was Ihr sonst noch so mit Bärlauch machen könnt:

  • Bärlauch kann gut konserviert und eingefroren werden
  • Bärlauch eignet sich hervorragend für die Herstellung von Pesto oder Dips
  • Besonders lecker: Bärlauch-Kräuterbutter. Ich vermische Butter mit Bärlauch-Püree und friere die Butterrollen ein. Die Grillsaison kann kommen!
  • Bärlauch-Ricotta: Fertigen Ricotta mit fein gehacktem Bärlauch vermischen
  • Auch lecker: Bärlauch-Öl. Dafür einfach gutes Rapsöl einige Wochen mit Bärlauchblättern aromatisieren

Die Bärlauchcrèmesuppe stammt von Johanna Maier aus ihrem gleichnamigen Kochbuch. Besonders gut an diesem Rezept gefällt mir die Basis: Die Mischung aus Geflügelfond, Weißwein und Noilly Prat passt einfach wunderbar zusammen und gibt der Suppe eine sehr aromatische Basis. Wer Alkoholgeschmack in Gerichten nicht so gerne mag, der wird sich mit dieser Suppe wohl nicht gut anfreunden. Die Suppe ist ein sehr kräftiges Geschmackserlebnis, weswegen ich dringend empfehle, ein Stück gutes, frisches Bauernbrot bereit zu halten, um die aufgeregten Geschmacksknospen ein wenig zu beruhigen.

Anstelle des Bärlauch-Sauerrahms kann zur Aromatisierung dieser Suppen-Basis natürlich eine Reihe anderer Kräuter-Pürees benutzt werden. Basilikum, Sauerampfer oder Kerbel funktionieren ebenfalls – am besten mit etwas reduzierter Beigabe von Noilly Prat.

So muss der Frühling schmecken!

Bärlauchcrèmesuppe

Rezept

Dauer: 30 Minuten

Zutaten für die Bärlauchcrèmesuppe (Für 3-4 Personen):

  • 3 Schalotten
  • 4 EL Butter
  • 120 ml Weißwein
  • 100 ml Noilly Prat
  • 600 ml Geflügelbrühe
  • 250 ml Sahne
  • 60 ml Milch
  • Etwas Zitronensaft
  • 1 kleine Handvoll Bärlauch
  • 1 kleine Handvoll Petersilie
  • 100 g Sauerrahm
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Schalotten schälen und fein hacken. In der Butter glasig dünsten und mit dem Weißwein und dem Noilly Prat ablöschen, aufkochen und um die Hälfte reduzieren lassen. Mit Geflügelbrühe aufgießen und aufkochen, etwas reduzieren lassen.

2 Derweil den Bärlauch, die Petersilie und den Sauerrahm in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer Paste verarbeiten. Kühlen.

3 Die Hitze der Suppe etwas reduzieren und die Sahne zugeben. Auf die gewünschte Konsistenz reduzieren lassen, Hitze reduzieren. Die Suppe darf nicht mehr kochen! Dann 2-3 Löffel des Bärlauch-Sauerrahms in die Suppe geben und alles mit einem Stabmixer aufschäumen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

4 Die Milch erhitzen und aufschäumen. Suppe in einem Teller anrichten und den Milchschaum unter die Suppe ziehen.

Quelle: Kochbuch Johanna Maier, Collection Rolf Heyne

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  • Und dass du ausquartiert worden bist unterschlägst du dem gemeinen Blogleser, oder was?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Öhm, das war keine Absicht. Hat nicht mehr in mein Textprogramm gepasst. Zeichen waren alle.AntwortenAbbrechen

  • Das mit dem Ausquartieren steht doch zwischen den Zeilen: “sehr kräftiges Geschmackserlebnis”, “aufgeregte Geschmacksknospen”… ;-)

    Ich habe die Bärlauchcremepaste am Freitag auch schon zubereitet, bin dann aber nicht mehr zur Suppe gekommen. Hole ich am Dienstag nach, aber ich werde SEHR sparsam mit der Paste umgehen, nicht dass ich auch rausfliege!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Cousinchen, die Paste ist wirklich derb stark. Vorsichtig! Ach ja: Ich habe immer ein Sofa frei :D AntwortenAbbrechen

  • g

    Hat vielleicht jemand einen Tipp, wo man in der Nähe von Nürnberg Bärlauch in der freien Natur finden kann? Danke im Voraus!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo g, ich habe keinen Platz rund um Nürnberg, tut mir leid. Die Chance ist aber groß, dass Du Bärlauch momentan an vielen Orten findest. Alternativ verkauft momentan jeder Marktstand auf dem Hauptmarkt Bärlauchsträußchen…AntwortenAbbrechen

  • Dein Rezept wartet darauf, sofort ausprobiert zu werden. Danke!
    Deine Hinweise zum Selbersammeln möchte ich allerdings so nicht stehen lassen: Die Bärlauchflächen warten auf keinen Fall darauf “abgeerntet” zu werden. Bitte immer nur so viel “entnehmen”, wie man in der eigenen(!) Küche verwenden kann – schließlich soll in den nächsten Jahren ja auch noch etwas wachsen.
    Und der Geruch als alleiniges Erkennungsmerkmal kann sehr trügerisch sein: Hängt der Bärlauchgeruch erstmal an den Händen, riecht alles(!) nach Bärlauch. Hätte ich neulich nur die Geruchsprobe zu Rate gezogen, hätte ich die sehr giftige Herbstzeitlose gepflückt (die ist noch giftiger als das Maiglöckchen).
    Eindeutig unterscheiden lassen sich die Pflanzen aber dennoch. Bärlauchblätter wachsen immer einzeln an einem Stiel. Bei Zweifeln lieber nochmal googeln…AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Antje, vielen lieben Dank für diese wertvollen Hinweise, Du hast natürlich völlig recht. Ich habe einen entsprechenden Absatz im Artikel eingefügt.AntwortenAbbrechen

    • g

      Ich möchte noch hinzufügen, dass die Blattunterseite beim Bärlauch matt ist, während sie bei den Maiglöckchen glänzt.AntwortenAbbrechen

  • Hi Uwe,

    die Suppe werde ich ausprobieren, denn ich liebe Bärlauch (mein Freund auch, also hier wird keiner ausquartiert). Ich hab in einem Wäldchen ganz in unserer Nähe einige Stellen entdeckt, an der wilder Bärlauch wächst. Von der Ähnlichkeit zu Maiglöckchen und sonstigem Kraut habe ich nichts gewusst und einfach mal gepflückt. Oje. Viell ist es auch wichtig zu wissen, dass man den Bärlauch ohne Wurzel ernten sollte, denn die sichert seinen Bestand auch über die nächsten Jahre hinweg!

    Liebe Grüße
    LenaAntwortenAbbrechen

  • Hallo,

    Bärlauch gibt es derzeit zum Glück auch im gut sortierten Fachhandel oder auf Märkten zu kaufen.

    Mir wäre das wild sammeln zu riskant, da man den Bärlauch sehr leicht mit Schneeglöcken (ähnliche Blattform) verwechseln kann.

    Allerdings sind die Blätter bei den Schneeglöckchen giftig. Die bringen einen zwar nicht um, aber Ubelkeit, Erberechen, Durchfall … sind dennoch möglich.

    Deswegen und wegem dem Naturschutz kaufe ich weiterhin meinen Bärlauch beim Händler meines Vertrauens.

    Noch eine weiterführende Info für Selberernter: http://www.baerlauch.net/naturschutz.html

    Schönen Gruß
    BerndAntwortenAbbrechen

  • […] Bär­lauch­creme­suppe (High Foo­da­lity) […]AntwortenAbbrechen

  • Morgen versuche ich mich an deinem Süppchen und freue mich schon total darauf. Ich habe heute extra ganz frischen Bärlauch gekauft, das erste Mal das ich ihn in einer Suppe verwende. :) AntwortenAbbrechen

  • Martina

    Ich lese mit absoluter Begeisterung still mit und habe schon viele Rezepte nachgekocht bzw. meinen Mann nachkochen lassen :)
    Eine Frage hätte ich allerdings noch, um welches der Kochbücher von Johanna Maier handelt es sich denn? Nach meiner Recherche gibt es da mehrere ;(AntwortenAbbrechen

  • Ich habe das Süppchen übrigens jetzt auch verbloggt (http://www.malteskitchen.de/baerlauchcremesuppe/) und sage auch hier nochmal Danke für das Rezept. Wenn ich meine Frau mal zitieren darf “Geil, so stelle ich mir Frühling auf dem Teller vor!”.

    Kann ich mich nur anschließen. Ich fand die Suppe total lecker und ich stehe sonst nicht so auf Suppen. Aber das Süppchen wird es häufiger geben, heute Abend zum Beispiel :) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Malte, danke für das Feedback und schön, wenn Euch die Suppe geschmeckt hat! Ich finde sie auch rundum gelungen :) AntwortenAbbrechen

Baked Beans, selbst gemacht

Der Wind heult und jagt kleine Strohballen durch die leeren Straßen, in der Ferne jault ein Kojote. Die Saloon-Türen schwingen mit einem metallischen Knarzen auf und ein Cowboy betritt die Schenke. Stille.

Der staubbesetzte Hut gibt die Augen frei, als der Cowboy seinen Kopf hebt und den Barkeeper mit starrem Blick fixiert. Der Barkeeper ist ein freundlich dreinblickender Mann, bekleidet mit einem weißen Hemd, gestärktem Kragen und einer schwarzen Fliege, die aus Zeiten der eigenen Konfirmation übrig geblieben immer noch ihren täglichen Dienst verrichtet. Der Blick des Barkeepers wandert zur Seite und bleibt auf der Etagere mit bunten Macarons hängen. Mit Schweißperlen auf der Stirn versucht der Barkeeper, die Etagere unauffällig unter dem Tresen verschwinden zu lassen. Der Barkeeper merkt, wie der Blick des Fremden an jeder seiner Bewegungen klebt. „H…heute sind in H…Hansens Saloon die v…vegetarischen Burger im Angebot…“ flüstert er vorsichtig in die Stille des Raumes. Der Fremde legt eine Hand auf den Griff seines Colts und sagt: „Eine große Portion Baked Beans bitte, schön würzig, und dazu etwas von Deinen Kartoffel-Toasties.“

Schnitt.

„Und weisst Du, Uwe“, sagt Chef Hansen zum Cowboy, der schmatzend über seiner dritten Portion Baked Beans sitzt, „das Rezept dazu stammt ursprünglich von den Indianern. Sie nehmen einfach weiße Bohnen, eine Menge Ahornsirup und etwas Bärenfett, packen das alles in ein Erdloch, das mit heißen Steinen oder heißer Asche gefüllt ist und garen das Gericht darin fertig. Wir Siedler haben einfach das Bärenfett durch Schweineschmalz und den Ahornsirup durch Zucker ersetzt und noch etwas Tomatensauce hinzugefügt. Und ich bereite die Baked Beans nicht mehr im Erdloch zu, sondern mache das indirekt über dem offenen Feuer in einem schönen Eisentopf. Ich habe das alles aufgeschrieben, wie ich ganz viele Rezepte aufgeschrieben habe. Ich habe dafür einen eigenen Block.“

Der Cowboy nickt anerkennend und schiebt sich einen weiteren Löffel Baked Beans in den Mund.

„Aber das Unglaublichste ist: In Portland wollen sie die Baked Beans nun in Dosen abgefüllt fix und fertig verkaufen. Das kann doch gar nicht schmecken, Baked Beans müssen immer frisch aus dem Topf direkt auf den Tellern landen!“

So oder so ähnlich könnte es sich zugetragen haben, wenn sich Chef Hansen und ich Mitte des 19. Jahrhunderts getroffen hätten. Tatsächlich handelt es sich bei den Baked Beans um eines der ältesten Fertigprodukte der Welt. 1867 wurden wohl die ersten Dosen in Maine verkauft und traten von da an ihren bis heute ungebrochenen Siegeszug an. Noch heute werden Baked Beans in den USA und Großbritannien in großen Mengen verkauft und gehören auf jeden Sonntagsfrühstückstisch. Nur leider sind die heutigen Produkte oftmals wesentlich süßer als die historischen Vorgänger und beinhalten ungleich mehr Zucker.

Baked Beans einmal selbst herzustellen ist nicht schwer, erfordert aber etwas Zeit. Und im Wesentlichen hat sich die Zubereitung seit dem 19. Jahrhundert auch nur marginal verändert. Ein Rezept von damals lautet:

„Nimm anderthalb Liter weiße Bohnen und stelle sie über Nacht in kaltes Wasser. Nimm sie am nächsten Morgen heraus, wasche und putze sie gut, dann schütte sie in einen Topf und koche sie, bis sie weich sind. Dann schütte sie in ein Gefäß aus Lehm. Schneide ein schönes Stück Schweinefleisch ab und lege es auf die Bohnen. Backe alles, bis es gut braun ist. Dieses ist ein gutes Gericht für einen Wintertag.“

In meinem Rezept benutze ich lediglich ein paar andere Zutaten, die Reihenfolge der Schritte ist jedoch gleich. Nachdem die Bohnen gewässert und gekocht sind, wird eine Tomatensauce zubereitet. Ich habe diese mit etwas Pimenton de la Vera gewürzt, einem geräucherten Paprikapulver. Das bringt einen eher kräftig-scharfen Geschmack an die Bohnen, den ich sehr mag. Zusätzlich wird die Tomatensauce noch mit etwas Essig leicht säuerlich gemacht, das vertragen die Bohnen nämlich auch sehr gut.

Zu Baked Beans passen wunderbar eine Scheibe gutes Schwarzbrot, Hansens Kartoffeltoasties, ein schön gebratenes Spiegelei oder ein paar Scheiben knuspriger Bacon.

Baked Beans, selbst gemacht

Rezept

Dauer: 12 Stunden Einweichzeit, 20 Minuten Vorbereitung, 90 Minuten Kochzeit

Zutaten für die Baked Beans (Für 2 hungrige Cowboys und Cowgirls):

  • 250 g Augenbohnen (Oder weiße Bohnen)
  • 400 ml Tomatensugo
  • 400 ml Wasser
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Aceto Balsamico di Modena
  • Etwas brauner Zucker
  • 1/2 TL Pimenton de la Vera
  • 4 Scheiben Speck (wer mag)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Augenbohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Dann 60 Minuten in frischem Wasser kochen und abgießen.

2 In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Schalotten und den Knoblauch in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Dann Tomatensugo, Wasser und Tomatenmark zugeben und gut verrühren. Essig, Pimenten de la Vera und braunen Zucker zugeben und alles etwa eine Stunde bei geschlossenem Deckel und moderater Hitze köcheln.

3 Den Backofen auf 160°C vorheizen.

4 Wer mag kann nun die Speckscheiben auf den Bohnen verteilen. Geschlossen in den Ofen geben und etwa 30 Minuten backen. Danach mit Salz und Pfeffer, ggf. auch mit Essig und braunem Zucker abschmecken. Eine Handvoll gehackte Petersilie macht sich nicht nur optisch gut, sondern schmeckt auch noch.

Quellen

  • Hintergrundinformationen: Wikipedia
  • Altes Rezept: Alice L. McLean: Cooking in America, 1840–1945. Greenwood Press, Westport CT u. a. 2006, ISBN 0-313-33574-5

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