Geflügelbrühe

Sonntag – Tag der Ruhe und der Familie. Wobei das mit der Ruhe im Sinne einer Familie mit zwei kleinen Kindern definitiv ein Gerücht ist. Deswegen reicht’s heute nur für ein Basisrezept: die Geflügelbrühe.

Einen guten Fond im Gefrierfach zu haben ist sehr, sehr wichtig. Ist er doch Basis für viele Saucen, Gemüse oder Suppen. Geflügelbrühe bereite ich dabei deutlich weniger oft zu als eine echte Fleischbrühe, ich mag den kräftigen Geschmack der Fleischbrühe einfach einen Tick lieber. Aber gerade im Winter zur Erkältungszeit bin ich froh, wenn ich das ein oder andere Schüsselchen Hühnerbrühe eingefroren habe.

REZEPT

Zutaten für etwa 2 Liter Geflügelbrühe:

  • 1kg Hühnerkarkassen
  • 3l Wasser
  • 1 Karotte
  • 1/2 Lauch, das Weiße davon
  • 1/2 Sellerieknolle
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Tomate
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8 Pfefferkörner
  • 2 Nelken

Zubereitung:

1 Die Karotte, den Lauch und den Sellerie waschen und klein schneiden.

2 Das kalte Wasser mit den Hühnerkarkassen, dem Gemüse und den Gewürzen langsam erhitzen. Mit einer Schaumkelle den Schaum regelmäßig abschöpfen, so bleibt die Brühe klar. Dann zwei Stunden bei geringer Hitze köcheln.

 

Kürbis-Süßkartoffel-Curry nach Korma-Art
Ok, schwammiger konnte ich einen Rezepttitel wirklich nicht mehr formulieren. Ziel der Übung war die Herstellung eines Korma, ein nordindisches Curry-Gericht, in dem Joghurt, Mandeln, Koriander und eine spezielle Curry-Rezeptur eine große Rolle spielen. Typisch für Korma-Gerichte ist auch, dass diese meist langsam schmorend zubereitet werden und einen Fleischbestandteil haben – oft Hühnchen.

Bei meinem Rezept kann ich da an manchen Stellen einen Haken machen (Langsam schmoren: check, Koriander: check, Joghurt: check), bei manchen wiederum nicht. Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt ein Curry nach Korma-Art mit Kürbis, Süßkartoffeln und gelben Linsen – auch auf die Gefahr hin, von dem einen oder anderen Asia-Spezialisten eine virtuelle Kopfnuss zu bekommen.

Meine Interpretation zeichnet sich dadurch aus, dass die Zutaten durch die lange Garzeit zu einem fast nicht mehr differenzierbaren Brei verkochen und einen unglaublichen Geschmack annehmen. Eine gute Portion Butter sorgt für den natürlichen Geschmacksverstärker, gegen die Süße des Kürbis und der Süßkartoffeln wird die Schärfe der Curry-Mischung losgelassen.

Für den absoluten Kick zum Schluss sorgen Kreuzkümmel-Limetten-Joghurt, eine Prise Limettensaft und frisch geschnittener Koriander. Yummy. Als Beilage empfehle ich Naan – Reis funktioniert natürlich auch (auch wenn man dann Kohlehydrate zu Kohlehydrate und Kohlehydrate serviert).

Heute muss ich zu den Mengenangaben im Rezept einen kleinen Warnhinweis schreiben: Bei den Mengen handelt es sich um Schätzwerte, da ich Schnuffelchen meinen schlauen Zettel nach dem Kochen verlegt habe.
 

REZEPT

Zutaten für das Kürbis-Süßkartoffel-Curry nach Korma-Art (für 4 Personen):

  • 200g gelbe Linsen
  • 1 Butternut-Kürbis, nicht zu groß
  • 400g Süßkartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2-3EL gelbe Currypaste (je nach Schärfegeschmack. Und: Ich hatte keine Korma-Würzmischung.)
  • 100ml Kokosmilch
  • Wasser
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 2 Limetten
  • 200g Joghurt
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 4EL Butter

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln fein hacken. Die Süßkartoffeln schälen und fein würfeln. Den Kürbis schälen, entkernen und fein würfeln. Limetten auspressen.

2 Den Joghurt mit dem Kreuzkümmel und dem Saft einer halben Limette verrühren.

3 In einem großen Topf etwa 2 EL Butter erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Dann Kürbis und Süßkartoffeln zugeben, anrösten. Linsen zugeben, kurz mit anschwitzen und die Currypaste unterrühren. Mit Kokosmilch aufgießen und so viel Wasser angießen, dass die Kürbis- und Süßkartoffel-Würfel gerade so mit Flüssigkeit bedeckt sind. Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

4 Dann die restliche Butter untermischen und das Curry abschmecken (ggf. mehr Currypaste untermischen). Mit frischem Koriander garniert servieren. Kurz vor dem Verzehr noch etwas Limettensaft darüber gießen.

 

  • Das ist was für mich. Nur gute Sachen drin.
    Heute hab ich Michas Apfelmus weiterverbreitet, natürlich auch in Deinem Namen.
    GrußAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @sybille: Danke! Das Korma ist wirklich ein schönes, sämiges Curry. Tolles vegetarisches Essen in dieser Variante.AntwortenAbbrechen

  • Sara

    hmm, das sieht wirklich köstlich aus!AntwortenAbbrechen

  • Das klingt wirklich gut und sieht dabei auch noch so farbenfroh lecker aus! :) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Sara: War’s auch! :D
      @Sarah: Die Farbe war der Hammer. Dazu tragen natürlich Kurkuma im Curry und die Süßkartoffeln bei…AntwortenAbbrechen

  • Oli

    Tolles Rezept, sogar für Kürbismuffel! Nach dem Kochen hatte ich allerdings den Kreuzkümmel-Limettensaft-Joghurt quasi übrig, der wird nach dem Zusammenmischen irgendwie nicht weiter im Rezept erwähnt – ich gehe mal davon aus, dass der so als Topping oben drauf kommt? Jedenfalls hab ich das einfach mal so gemacht, und es war sehr lecker.AntwortenAbbrechen

  • Gabriele Eggers-Nanzig

    Ganz genau, ich bin zufällig hier gelandet. Das haut mich doch um, eine köstliche Alternative zu Chefkoch und anderen Community`s. Ich sehe auf einen Blick wunderschöne Foto´s deren Inhalt ich fast schmecken kann. Alles ist gut beschrieben, keine überflüssigen Handlungen erklärt, wie z.B. Kartoffeln waschen und schälen…, und es ist nicht überstrapaziert designt.
    Die Vorab Geschichte zum Gericht ist interessant zu lesen.
    Vielen Dank
    GabrieleAntwortenAbbrechen

Meine Top 5 der Food-Magazine [Update]
Im März dieses Jahres habe ich zum ersten Mal meine Top 3 der Food-Magazine vorgestellt. Damals schafften es die Zeitschriften „Lust auf Genuss“, Dish!“ und „Jamie“ in die Top 3. Ein dreiviertel Jahr später hat sich nicht nur mein Horizont erweitert, es hat sich auch die Topliste geändert. Und deswegen möchte ich Euch heute meine momentanen Top 5 vorstellen.
 

Mein Faible für Frauenzeitschriften

Vorher aber muss ich Euch noch von einem regelmäßig wiederkehrenden Erlebnis in Zeitschriftenläden berichten, was ich mittlerweile schon richtig genieße. Ich bin beruflich hin und wieder mit der Bahn unterwegs und schlage mir die Wartezeit auf diversen Bahnhöfen gerne mit dem Stöbern in den immer vorhandenen Bahnhofsbuchhandlungen um die Ohren. Dabei interessieren mich immer die gleichen Themen: Fotografie, Geschichte und Kochen. Die Koch-Zeitschriften finden sich dabei zu 90% bei den Frauenzeitschriften. Es ist immer wieder sensationell, welche Blicke man erntet, wenn man beherzt zwischen Bunte und Frau im Spiegel greift, nur um das neueste Exemplar der Lecker! herauszufischen. Mittlerweile mache ich mir schon einen Spaß daraus und bleibe extra lange zögernd stehen. Die Blicke würde ich wirklich gerne mit einer versteckten Kamera festhalten. Köstlich.
 

Mit der Effilee werde ich einfach nicht warm

Im letzten Artikel hatte ich Euch auch nach Euren Favoriten gefragt. Ich habe mir einige davon angesehen und manche seither auch gerne hin und wieder gekauft. Ein Kandidat hier ist die Food&Travel, da mich die Kombination aus Food und fotografischen Reiseberichten anspricht. Mit der Effilee kann ich auch weiterhin wenig anfangen – auch wenn ich die iPad-App für mich entdeckt habe.
 

Meine aktuellen Top 5 der Food-Magazine

 
Platz 5: Jamie
Die ersten beiden Jamie-Ausgaben fand ich richtig gut und habe daraus auch einiges nachgekocht, wie zum Beispiel die Causa Rellena mit Krabbenfleisch und Avocado oder das Brot auf katalanische Art. Die letzten Ausgaben haben meiner Meinung in der Rezepte-Qualität stark nachgelassen. Ich habe mir in der letzten Nummer beispielsweise gar kein Rezept in meine Nachkochliste kopiert, was wohl noch nie vorgekommen ist. Wenn die Qualität weiter abnimmt, werde ich mein Abonnement wohl nicht fortsetzen und ich sehe schwarz für eine weitere Platzierung des Magazins in meinem nächsten Update der Liste. Food&Travel wartet schon.
 
Platz 4: Dish! aus Neuseeland
Das Dish!-Magazin aus Neuseeland liefert unverändert gute Qualität. Es macht großen Spaß, die tollen Fotos zu betrachten und in die stark Fisch-lastige Küche abzutauchen. Da in Neuseeland momentan Sommer ist, passen die Gerichte natürlich nicht so gut in meinen saisonalen Ansatz. Aber auf die Nachkochliste passen die Rezepte immer. Dass Dish! zwei Plätze abgerutscht ist, hat schlicht mit der Qualität der beiden Neueinsteiger zu tun.
 
Platz 3: Marmite
Erster Neueinsteiger ist das Magazin Marmite aus der Schweiz. Mit einem Mix aus anspruchsvollen, toll in Szene gesetzten Rezepten und stark journalistischen Beiträgen differenziert sich das Blatt sowohl durch die visuelle Gestaltung als auch durch eine anziehende, spannende Schreibe. Aus der Marmite fanden die beiden Gerichte Kiopolo – Auberginensalat mit Büffelkäse und das gebratene Roastbeef mit Aprikosen-Schokoladensauce Eingang in den Blog.
 
Platz 2: Living at Home Spezial Gäste&Feste
Der zweite Neueinsteiger ist ein kleiner Sonderling. Während ich mit der Normalausgabe der Living at Home wenig anfangen kann (Deko und basteln ist nun doch nicht meins, dann eher die Frau im Spiegel), so halte ich große Stücke auf die regelmäßig erscheinenden Spezialausgaben „Gäste und Feste“, in denen die besten Rezepte aus dem normalen Magazin zu einem Thema zusammengefasst sind. Aus diesen habe ich sehr, sehr viel nachgekocht. Dort finden sich überdurchschnittlich viele Rezepte, die mich ansprechen und meiner Küche entsprechen. Die optische Qualität der Rezepte ist gewohnt hoch. Jedes Exemplar ist eigentlich ein eigenes Kochbuch.
 
Platz 1: Lust auf Genuss
An der Spitze prangt weiter die Lust auf Genuss und hat somit ihre Platzierung erfolgreich verteidigt. Ich mag die Art der Präsentation der Rezepte mit dem Fokus auf großflächige, hochqualitative Bilder. Die Bilder dienen mir als Vorbild – auch wenn ich merke, dass meine Schwäche im Styling der Gerichte liegt. Aber Ziele muss man ja bekanntlich haben. Aus der Lust auf Genuss habe ich bislang am meisten Rezepte nachgekocht. Und das kann gerne auch so bleiben.

 

Haben sich bei Euch die Vorlieben auch verändert? Oder habt Ihr gar einen Geheimtipp für mich? Dann freue ich mich über einen Kommentar.

  • Also Lust auf Genuss kaufe ich auch fast immer. (Außer wenn es um Süßkram geht) Ich freue mich sogar richtig, wenn eine neue Ausgabe an der Kasse liegt :) Und Food&Travel ist einfach großartig. Die Effilee finde ich etwas zu verkopft. Die scheinen sich nciht ganz entscheiden zu können, was sie sein wollen: Reportagemagazin, Rezepte-Heft, Tipp- und Empfehlungsgeber… Oder vielleicht müssen wir auch nur unsere Lesegewohnheiten ändern?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Weiß nicht. Ich kann nichtmal behaupten, dass es an der Unterschiedlichkeit der Artikel liegt. Ich mag die Abwechslung sogar. “Zu verkopft” hört sich gar nicht so schlecht an…AntwortenAbbrechen

  • Sag mal, Uwe, bitte ein paar Lieblingshefte von Lust auf Genuss (Nummer?)- vielleicht kann ich das dem Weihnachtsmann weiterleiten, damit er die mir nachbestellt ;) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Micha: Oh, das ist schwierig. Aber ich will’s mal versuchen:
      - Gäste & Feste, 12/2008
      - Perfekte Menüs, 12/2009
      - Kulinarisches Südtirol, 9/2011
      - Antipasti, Tapas & Co., 5/2010
      Bestimmt habe ich ein paar vergessen, aus diesen Ausgaben habe ich aber schon sehr viel gemacht.AntwortenAbbrechen

  • Ich gehe absolut konform mit dir. Lust auf Genuss ist wirklich eine klasse Kochzeitschrift. Die Effilee ist auch nicht so unbedingt meins…ich kann noch nicht mal sagen, warum. Jamie hab ich bis jetzt immer noch widerstanden. Ich hab einige Bücher von ihm, das muss reichen. Ich geb so schon viel zu viel Geld für Kochbücher und -Zeitschriften aus.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ich bin gespannt auf das nächste Jamie-Magazin, danach entscheide ich, ob ich die Zeitschrift behalte…AntwortenAbbrechen

  • ich kann weder mit Effilee noch mit Marmite was anfangen. Dafür bin ich nach wie vor ein Fan der britischen OLIVE, die ich im Abo habe; eine Weile habe ich die malaysische Flavours abonniert gehabt, da sie einen sehr interessanten Mix aus typisch regionaler Küche Malaysias und international anbot, leider wird das grad immer europäischer und promotionlastiger.

    Auf dem deutschsprachigen Markt sind meine Favoriten, die ich aber nur noch selten themenspezifisch kaufe, der Klassiker essen & trinken, und ab und zu die Lecker, weil die für so ein kleines Heftchen sehr gut und sehr alltagskompatibel gemacht ist.

    Auf dem englischsprachigen Markt ist noch ‘delicious’ eine Erwähnung wert und das Martha Stewart Everyday Food (das man als iPad-Leser auf ebendiesem kaufen kann, ich hatte mal drüber gebloggt).AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Foodfreak: Da sind wieder einige dabei, die ich noch nicht kenne. Die OLIVE fand ich nach kurzem googlen ansprechend!AntwortenAbbrechen

  • Schöne Auswahl,sehe ich wie Du, bis auf die Marmite und Dish die Heftl kenn’ ich nicht.
    Wenn Du die Möglichkeit hast besorge Dir die Delicious aus den Niederlanden, ganz tolles Fressheft.(lässt sich ohne Kenntnisse der holländischen Sprache prima lesen)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      “Ohne Kenntnisse in der holländischen Sprache” – das klingt spannend. Auf das Experiment würde ich mich sogar einlassen…AntwortenAbbrechen

Apfelmus aus dem Ofen

Heute gibt’s etwas ganz Einfaches. Ohne großes Brimborium. Ohne doppelten Boden. Und Spezialeffekte. Heute gibt’s schlicht das wohl leckerste Apfelmus der Welt. Und das ist untertrieben. Das Rezept habe ich bei Micha von grain de sel schamlos geklaut und nachgekocht. Nachgeschmort.

Dabei werden einige Äpfel von der Schale befreit, in Scheiben geschnippelt und dann einfach mit etwas Kreuzkümmel, Zimt und einer einsamen Nelke in eine feuerfeste Form gepackt, zugedeckt und fluffige 6-7 Stunden im Ofen weichgekocht.

Dabei fängt der Fruchtzucker an, zu karamellisieren und sorgt für die intensive Farbe des Apfelmus. Das beste: Das Apfelmus kommt ohne ein Gramm Zucker aus und schmeckt dabei süß genug. Toll. Hin und weg ich bin.

REZEPT

Zutaten für das Apfelmus aus dem Ofen:

  • 2,5kg Äpfel
  • 1 Zimtstange
  • 1 Nelke
  • 1TL Kreuzkümmel

Ich habe noch ein Sternanis hinzugefügt.

Zubereitung:

1 Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Mit der Zimtstange, dem Kreuzkümmel, der Nelke und dem Sternanis vermischen.

2 Bei 160°C Ober-/Unterhitze 6-7 Stunden schmoren. Je länger geschmort wird, desto dunkler wird die Farbe.

  • Dazu kann ich nur sagen: das Apfelmus sieht bei dir auch sensationell aus und wird genauso schmecken! Ganz klar: le Top du Top!AntwortenAbbrechen

  • das steht bei mir schon länger auf der Nachmachliste. Wenn du nun auch noch so begeistert bist und das Ergebnis sieht ja auch toll aus, dann sollte ich mich endlich auch mal dran begeben!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Eva: Es ist’s auf jeden Fall wert! Kann Dir nur empfehlen, das Rezept zu probieren!AntwortenAbbrechen

  • Muss ich probieren!AntwortenAbbrechen

  • Wenn ich mal wieder 6-7 Stunden den Ofen bewachen kann, dann wird das sofort ausprobiert! :D AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ach, so viel bewachen musst Du gar nicht. Die Äpfel schön zudecken und alles läuft von alleine.AntwortenAbbrechen

  • Das hab ich auch bei Salzkorn schon gesehen, und jetzt bei dir! Genial, wenn Zucker hier überflüssig wird. Größere Mengen zum Einwecken haben sich aber dann wohl erledigt, ohne Zucker, oder?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      @Ellja: Größere Mengen würde ich nicht riskieren. 2,5kg Äpfel ergeben ca. 800ml Apfelmus. Reicht ja auch mal ein Stück des Weges.AntwortenAbbrechen

  • Ok, ich gebe mich geschlagen. Jetzt koche ich es auch nach, zumal meine Boskoop im Keller nicht besser werden. Obwohl, vielleicht doch, sie sind sozusagen schon etwas dry-aged mit konzentrierten Aromen ;-) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Widerstand ist zwecklos. Und je aromatischer, desto besser, traue ich mir mal zu behaupten…AntwortenAbbrechen

  • @Elljia: das Apfelmus wecke ich ein – s.Post. Bei dem Aufwand will ich nicht riskieren, dass mir ein Glas kippt. Und so hält es mir dann unbegrenzt, also bis alle aufgegessen sind ;) AntwortenAbbrechen

  • Wunderbares Rezept, ich war auch sofort fasziniert. Meines habe ich dann im Marzipan-Bratapfel-Eis weiterverarbeitet. Ebenfalls sehr zu empfehlen. Aber die Hälfte habe ich wohl schon vorher im Stehen weggefuttert. ;)

    Mit Birnen habe ich es auch ausprobiert, da gab es als Zugabe Safran und eine halbe Vanillestange. Burner!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Mit Birnen…woah. Das probiere ich aus. Apfel-Quitte kann ich mir auch gut vorstellen.AntwortenAbbrechen

  • [...] arthurs tochter… kam die auch schon zum einsatz. vor ein paar tagen wurde das mus dann noch hier verbloggt und  macht sich jetzt auf die reise, die welt zu erobern. kleine abweichung vom [...]AntwortenAbbrechen

  • ulrike

    Richtig eingekocht in Twist-off Gläsern (wie ja auch Zwetschgenmus) wird das auch in großen Mengen nicht schlecht. Die Amis packen diese Variante vom Apfelmus aufs Brot und nennen es dann applebutter. Ich liebe es heiss und innig.AntwortenAbbrechen

  • Morrie

    Einen schönen Guten Abend,

    ich habe gestern Abend dieses unglaublich wunderbare Rezept probiert und bin hin und weg. Der Duft aus der Küche war einmalig. Und der Geschmack… leichte Säure, genau wie ich es mag!
    Allerdings die Menge war etwas wenig. Bei 2 kg Äpfeln hatte ich knapp 700 oder 800 g.
    Morgen wollte ich diesen Mus erneut zubereiten und unseren Gästen als Weihnachtsgeschenk geben. Ich würde gerne wissen, ob ich die Apfelmenge verdoppeln darf? Oder lieber zwei Mal, je 2 kg Äpfel, schmoren? Würde das Ergebnis das Gleiche sein, wenn die Menge verdoppelt wird? Die Garzeit vermutlich wird länger! Ich hatte 4 1/2 Std. den Römertopf im Backofen. Die Farbe war etwas heller als Ihre und noch mit leichtem Fruchtwasser.

    Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen ein frohes Fest, entspanntes und gesundes Fest!

    Herzlich und mit besten Grüssen,
    MorrieAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Guten Abend! Der Geschmack ist der Wahnsinn, oder? Hat mich auch begeistert. ich denke, dass es kein Problem ist die Menge zu verdoppeln. Je länger die Schmorzeit, desto dunkler wird das Mus. Ebenfalls ein frohes Fest!AntwortenAbbrechen

  • [...] Äpfel eignen sich natürlich wunderbar zur direkten Weiterverarbeitung, beispielsweise für das weltbeste Apfelmus (Sorry, Mel) oder den ein oder anderen [...]AntwortenAbbrechen

Blood And Sand

Es gibt Drinks, von denen man schon einmal etwas gehört hat – die sogar als Klassiker gelten – an die man sich aber irgendwie noch nicht herangetraut hat. Meist klingt die Rezeptur auf den ersten Blick nicht überzeugend, und man trinkt dann doch lieber einen “alten Bekannten”. Für mich ist der Blood and Sand genau so ein Drink – jahrelang geisterte er im Hintermopf herum, hatte aber gegen meine Vorurteile schlicht keine Chance. Die Originalrezeptur verlangt nach Scotch Whisky, Rotem Wermut, Cherry Brandy und Orangensaft – das Ganze zu gleichen Teilen gemixt. Klang bisher keineswegs nach “trink mich!” – bestenfalls interessant, wenngleich auch immer suspekt.

Wie so oft wird die Überwindung, mal etwas anderes zu probieren, durchaus belohnt: Denn der Blood and Sand hat das Zeug, sich fest als Winter-Drink in meinem Repertoire zu etablieren. Wie gut Whisky und roter Wermut zusammen passen, brauche ich nicht weiter erläutern. Dass jedoch der Cherry Brandy dem Drink eine angenehm süßlich-bittere Note verleiht und ausgerechnet der Orangensaft mit seiner dezenten Säure dem Drink erst den richtigen Kick verpasst, hat mich angenehm überrascht – hatte ich doch gerade bei dem Fruchtsaft so meine Zweifel.

Der Drink funktioniert wirklich bestens! Allerdings sollte man gegenüber dem Originalrezept ruhig den Whisky-Anteil erhöhen und die Menge des Orangensafts je nach Säuregehalt und persönlichem Geschmack variieren.

Zutaten:

  • 45 ml Scotch Whisky
  • 15 ml Orangensaft (frisch gepresst)
  • 15 ml Cherry Brandy
  • 15 ml Roter Wermut

 

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen mit Eis im Shaker ca. 10-15 Sekunden käftig schütteln.

2. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

3. Mit einer Orangenzeste aromatisieren.

  • Da gab es Zweifel? Das ist einer der schöneren Drinks, nicht nur im Winter.AntwortenAbbrechen

  • Frank

    Mich hat die Wermut-Saft-Kombination irgendwie verwundert. Einmal probiert finde ich den Drink phänomenal lecker. Wahrscheinlich nicht nur im Winter :-) AntwortenAbbrechen

  • I wish you a merry christmas and a happy new year !!!! Eine besinnliche Zeit, lecker Essen, Spaß und Freude und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2012 schickt dir mit Engelsflügeln Wolkenfee Anne AntwortenAbbrechen

  • Vor vielen Jahren sind wir mal zufällig in einer in Bar gelandet, die grade genug Platz für uns und den irischen Barmann hatte. Der mixte für uns, spielte Klavier und nebenbei Schach per SMS mit seinem Vater in Irland. Nachdem er mich nach meinen Vorlieben interviewt hatte gab´s einen Blood and Sand. Klasse Abend, klasse Drink. Hab ihn am Wochenende mal nachgemixt und bin fast nostalgisch geworden ;-) AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das klingt ziemlich nach Urlaub, Entspannung und einem ruhigen Abend. Jetzt werde ich nostalgisch ^^AntwortenAbbrechen

  • Das kann nur gut schmecken. Wobei ich Cherry Brandy noch nicht kenne. Werde ich ausprobieren. Morgen! Viele Grüße AlexAntwortenAbbrechen

  • Ich empfehle als Cherry Brandy den “Cherry Heering”. Der hat ein durchdringendes Aroma dunkler Kirschen und ist nicht so papp-süß wie manch anderer Cherry Brandy.AntwortenAbbrechen