Black Tea Sour

Black Tea Sour

Viele alkoholfreie Cocktails können aufgrund einer simplen Tatsache nicht überzeugen: Sie sind viel zu süß. Oft werden sie als alkoholbefreite Varianten “richtiger” Drinks kreiert, bei denen man einfach die alkoholischen Zutaten weglässt und diese durch eine erhöhte Menge an Säften und Sirups ersetzt. Solche Drinks sind selten gut ausbalanciert und oft richtig pappsüß. Ihnen fehlt eben eine Zutat, die anstelle der entfallenen Spirituose dem Drink etwas Halt und Struktur gibt.

Mit ungesüßtem, gut gekühltem schwarzen Tee läßt sich aber ein hervorragender Sour zaubern. Die Tannine des Tees geben dem Black Tea Sour eine solide Basis, so daß sich der Drink geschmacklich mit alkoholischen Sour-Varianten durchaus messen kann. Bei der Wahl des schwarzen Tees sollte man besser bei Blatt-Tee aus Ceylon oder Assam bleiben. Mit bereits aromatisierten Teesorten ließe sich der Drink viel schwieriger balancieren.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Thad Vogler, Bar Agricole, San Francisco.

Zutaten:

  • 70 ml schwarzer Tee, gut gekühlt
  • 30 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 10 ml Grenadine
  • 5 ml Zuckersirup
  • 1 Eiweiß

 

Zubereitung:

1 Alle Zuaten im Shaker ohne Eis ca. 20 Sekunden schütteln.

2 Eiswürfel zugeben und nochmals 10-15 Sekunden kräftig schütteln.

3 Doppelt in eine vorgekühlte Cocktailschale abseihen.

 

 

  • Sonja

    Hurra! Mal wieder ein alkoholfreier Cocktail… Den werde ich mal versuchen – wenn wir denn alle Zutaten im Hause haben. Und: Wie immer ein tolles Foto!AntwortenAbbrechen

  • Frank

    Die Zutaten sollten eigentlich kein Problem sein. Tee, Zitronensaft und Eier sind sicher vorhanden. Zuckersirup und Grenadine sind in vielen Supermärkten erhältlich. Man kann die Sirups auch einfach selber herstellen – das lohnt sich durchaus.AntwortenAbbrechen

Gebratenes Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce

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Da denke ich, ich kenne die meisten Food-Magazine, die anspruchsvollere Rezepte hübsch und schick präsentieren – und werde immer wieder jäh überrascht. So geschehen mit “marmite“, einer Schweizer Zeitschrift für Ess- und Trinkkultur. Sechs Ausgaben erscheinen im Jahr. Die Zeitschrift kommt edel daher und verliert keine großen Worte sondern kommt gleich zur Sache. Interessante Themenartikel werden von passenden Rezepten begleitet, die mit sehr appetitanregenden Bildern garniert sind.

Besonders hübsch: Die Rezepte sind in Schwierigkeitsgrade kategorisiert. Und Speisen der schwierigeren Art finden sich durchaus oft in den Heften. Seitens der Themenauswahl erinnert mich “marmite” ein wenig an Effilee – nur dass mich die Aufmachung sowie die Themenauswahl anspricht (Mit Effilee bin ich bislang leider nicht warm geworden…).

Aus der Ausgabe “April/ Mai” habe ich nun ein Rezept getestet, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: Gebratenes Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce! Im Original wird statt des Roastbeefs Entenleber verwendet – aber da ich noch ein Stück Roastbeef im Kühlschrank hatte (Ich hatte neulich unbändigen Appetit auf Fleisch – VIEEEEL Fleisch – und kam mit eben jener Scheibe Roastbeef nach Hause, wo Überraschungsbesuch mit Überraschungsessen wartete…also musste das Roastbeef warten und anderweitig verbraucht werden), war das Rezept auch schnell abgeändert…

Ich mag Fleischgerichte mit Aprikosen sowieso sehr gerne. Aber die Kombination mit der Chili-Schokoladensauce sprang mir sofort ins Auge. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Säure der Aprikosen harmoniert super mit dem Amaretto, in dem die Früchtchen einige Zeit marinieren. Die Chilis sorgen dafür, dass die Schokolade nicht zu süß daherkommt und sind ein prima Ausgleich. Und rosa gebratenes Fleisch (Hgnaaa – mir ist’s ein wenig “zu durch” geraten, wie man auf dem Foto sieht) passt wunderbar dazu.

 

REZEPT

Zutaten für das gebratene Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce (für 2 süße Personen):

  • 10 Aprikosen
  • 6 EL Amaretto
  • 50g Zucker
  • 1-2 Chilischoten (je nach Gusto)
  • 3 EL gehackte Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakao)
  • 2 Roastbeef-Steaks à 200g
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Aprikosen achteln und in 4 EL Amaretto ca. 60 Minuten marinieren. Anschließend mit dem Zucker zu einer dicken Masse einkochen lassen. Dabei darauf achten, dass schwache Hitze benutzt wird.

2 Die Chilischoten entkernen und klein hacken. Mit dem restlichen Amaretto aufkochen lassen und dann die Zartbitterschokolade zugeben und verrühren. Warm halten.

3 Das Roastbeef parieren und salzen. Dann von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten. Auf den Aprikosen anrichten und mit der Chili-Schokoladensauce garnieren.

  • Das klingt nach einem Gericht, das sich sehr einfach und schnell zubereiten lässt – von Dir mal wieder wundervoll in Szene gesetzt.AntwortenAbbrechen

  • Das ist ja mal eine seltsame Zusammenstellung, das ich es gleich mal ausprobieren mussAntwortenAbbrechen

  • Michi

    Haben das Rezept heute gleich ausprobiert. Als Hauptspeise war es jedoch nicht geeignet, die Schokolade mit Beef war leider nicht unser Geschack. Als Zwischengang kann ich es mir allerdings gut vorstellen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Michi, ja, das kann ich verstehen. Die Sache ist dann doch eher gewöhnungsbedürftig…AntwortenAbbrechen

Rhabarber-Cranberry-Milchreis

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So Ihr Süßen – nun kommt was Schnelles und extrem Leckeres. Ich hatte Lust auf Süßes, genauer gesagt auf Reisbrei. Und da ich noch Rhabarber hatte war auch klar, welche Art Obst oder Kompott begleitend marschieren würde. Und da der letzte Rest Cranberrys vom marinierten Lachs auf Cranberry-Curry-Reis übrig war und nach Gesellschaft japste, wollte ich ihm diesen Wunsch nicht verwehren. Verwegene Kombination? Ach was. Beides schmeckt leicht säuerlich, wobei die Cranberrys etwas mehr Süße transportieren. Somit harmonieren die beiden Zutaten wirklich gut.

Zutaten für den Rhabarber-Cranberry-Milchreis (für 2 Personen):

  • 200g Milchreis
  • 750ml Milch, warm
  • 4 EL Zucker
  • 4 Stangen Rhabarber
  • etwas Wasser
  • 1 Handvoll Cranberrys
  • wer mag etwas Zimt

Zubereitung:

1 Ich bereite den Milchreis wie Risotto zu. Nur nehme ich anstelle Brühe Milch. Die Milch also erwärmen und unter ständigem Rühren unter den Reis heben, bis dieser weich und sämig ist. 2 EL Zucker untermischen.

2 Den Rhabarber waschen und in 2cm lange Stücke schneiden. Etwas Wasser zum Kochen bringen und die weiteren 2EL Zucker darin auflösen. Den Rhabarber zufügen und zerkochen lassen. Unter den Milchreis mischen. Die Cranberrys auf den Reis streuen und servieren.

  • Dr. Marion Dohm

    Wer bei so viel Versuchung auch noch gesund essen möchte, könnte den Zucker weglassen oder durch Vollrohrzucker ersetzen – dann reduziert sich auch die Menge auf nur 1 EL Zucker.
    AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    :) Guter Hinweis, auch wenn ich das Gericht noch nicht als ungesund einstufen würde… ;) AntwortenAbbrechen

Bramble

Bramble

Dieser erstaunlich fruchtige und erfrischende Gin Sour wurde in den 90er Jahren in England kreiert und gilt inzwischen als moderner Klassiker. Die Verwendung frischer saisonaler Zutaten geriet damals wieder deutlicher ins Bewußtsein der Barkeeper – ein begrüßenswerter Trend, der zum Glück nach wie vor anhält.

Wie bei jedem Sour, kommt es auf die geschickte Balance zwischen süß und sauer an. Es lohnt sich also, die angegebene Rezeptur nach eigenem Geschmack zu variieren.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Dick Bradsell, London

Zutaten für den Bramble:

  • 50 ml Dry Gin
  • 20 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 10 ml Zuckersirup
  • 2 BL Brombeerlikör

 

Zubereitung:

(1) Alle Zutaten außer dem Brombeerlikör in einem Tumber auf Crushed Ice geben und gut umrühren.

(2) Mit Crushed Ice auffüllen und den Brombeerlikör vorsichtig auf die Oberfläche gießen.

(3) Mit frischen Brombeeren garnieren.

 

 

Gefülltes Rinderfilet auf Orangen-Pfeffer-Chutney

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Sommer. Grillzeit. Yummy. Es muss nicht immer das eingelegte Schweinenackensteak sein, welchen auf den Grill geworfen wird. Es muss auch nicht immer das klassische Grillen sein: Fleisch und eine Menge Salate. Auf Grills können ganze Gerichte und Menüs zubereitet werden, mit denen man seine Gäste richtig verwöhnen kann.

So auch beim gefüllten Rinderfilet mit Orangen-Pfeffer-Chutney: Zur Zubereitung wird neben etwas Vorbereitungszeit und ein Grill (egal ob Holzkohle, Gas oder Elektro) sowie eine Aluschale benötigt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und bringt etwas Abwechslung auf den Grill. Das Rezept habe ich in einem Grillbuch von Johann Lafer gefunden.

Besonders gefallen hat mit die Füllung des Rinderfilets. Die Curry-Banane gibt dem Gericht eine besondere Note, die Kokosflocken als Panade passt wunderbar dazu. Die Säure des Orangen-Chutneys harmoniert gut mit der Süße der Banane – ein rundes Gericht.

 

REZEPT

Zutaten für das Gefüllte Rinderfilet auf Orangen-Pfeffer-Chutney (für 2 Personen):

  • 350g Rinderfilet
  • 1 Banane
  • 1 TL Currypulver
  • 2 EL Speisestärke
  • 1cm Ingwer
  • 30g Sahne
  • 1 Ei
  • Mehl
  • 50g Kokosflocken
  • 3 Orangen
  • 100ml Pflaumenwein
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL eingelegte grüne Pfefferkörner
  • 1 EL Rosa Pfeffer
  • frischer Koriander

Zubereitung:

1 Das Rinderfilet waschen, trocken tupfen und parieren. Dann in 3 gleich dicke Stücke schneiden. Die Stücke in der Mitte zu Schmetterlingsstücken aufschneiden. Mit etwas Sonnenblumenöl einreiben. Eine Plastikfolie auf die aufgeklappten Rinderfiletstücke legen und mit einem Plattiereisen (oder einer flachen Pfanne) flach klopfen. Den Ingwer schälen und fein reiben. Das Rinderfilet mit dem Ingwer einreiben. Etwa 10 Minuten ruhen lassen.

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2 Die Banane schälen und in Rädchen schneiden. In einer Schüssel mit dem Currypulver und 1 TL Speisestärke vermischen. In einem kleinen Topf 2-3 Minuten in etwas Sonnenblumenöl anbraten. Die Masse auf je eine Hälfte der drei Rinderfilets verteilen. Salzen und Pfeffern. Die Rinderfilets umklappen und an den Rändern andrücken.

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3 Das Ei verquirlen und mit der Sahne mischen. Nun die gefüllten Rinderfilets erst in Mehl, dann in der Eiermasse und zuletzt in Kokosflocken wenden.

4 Die Schale einer Orange abreiben und beiseitestellen. Die Orangen sauber schälen und filetieren. Den Orangensaft dabei auffangen. Den Orangensaft mit dem Pflaumenwein, den Orangenschalen und dem Zucker in einem Topf (wenn man grillt: in einer Alu-Schale) zum Kochen bringen und einkochen lassen, ggf. mit der restlichen Speisestärke binden.

5 Die gefüllten Rinderfilets von jeder Seite 5-7 Minuten anbraten oder grillen (indirekte Hitze, 120°C).

6 Nun kann der Orangen-Sud abgeschmeckt werden: Dazu die eingelegten Pfefferkörner zugeben und mit Salz und gemahlenem rosa Pfeffer abrunden. Die Orangenfilets zugeben.

7 Das Orangen-Chutney auf einem Teller anrichten und die gefüllten Rinderfilets darauf plazieren. Mit frischem Koriander garnieren und servieren.

  • Für mich gerne auch etwas kürzer gebraten.

    Ansonsten klingt das natürlich sehr gut. Auch wenn mir ein leckeres Rinderfilet wahrscheinlich zu schade wäre, um es mit irgendetwas zu füllen. Ich bin da eher Minimalist, werde aber die Füllung demnächst mal mit Schweinenacken ausprobieren.AntwortenAbbrechen

  • [...] Ich habe hier in der Vergangenheit auch schon einige Rezepte ausprobiert, wie zum Beispiel das gefüllte Rinderfilet auf Orangen-Pfeffer-Chutney, das gebratene Roastbeef mit Aprikosen und Chili-Schokoladensauce oder die [...]AntwortenAbbrechen