Hot Fizz

Apfel und Chili passen hervorragend zusammen. Im Hot Fizz harmoniert die herbe Säure des Apfelsafts mit der feurigen Schärfe der Chilischote. Ergänzt von frischem Limettensaft und etwas Zuckersirup entsteht mit sprudelndem Sodawasser ein spritziger und bissiger Drink, der bestens ohne Alkohol auskommt.

Mit frischer Chili in Getränken sollte man etwas vorsichtig sein. Je nach Schärfegrad der Chilischote kann der Drink mit der angegebenen Menge manchem Gaumen schnell zu scharf werden. Also lieber vorher probieren und vielleicht etwas weniger Chili nehmen.

Adaptiert nach einer Rezeptur von Sebastian Reaburn aus “Cocktails 2010″ vom Food & Wine Magazine.

Zutaten:

  • ein 2cm-Stück scharfe Chilischote, sowie eine ganze Chilischote für die Garnitur
  • 60 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 30 ml Limettensaft (frisch gepresst)
  • 15 ml Zuckersirup
  • 60 ml Sodawasser zum Auffüllen

 

Zubereitung:

1. Das Stück Chilischote im Unterteil des Shakers leicht muddeln.

2. Eis, Apfelsaft, Limettensaft und Zuckersirup zugeben und ca. 15 Sekunden kräftig schütteln.

3. Doppelt in ein mit Eis gefülltes Longdrinkglas abseihen.

4. Mit Sodawasser auffüllen, leicht umrühren und mit einer Chilischote garnieren.

 

Pfifferling-Risotto mit Waldpilzfond

Besonders unter Hobby-Köchen gibt es viele Wege, die technisch nach Rom führen. Ob diese handwerklich immer richtig sind, wage ich stark zu bezweifeln. Aber das ist auch nicht zwingend wichtig. Wichtig ist, dass selbst gekocht wird und dabei frische Zutaten verwendet werden. Abseits des Industrie-Einheitsbreis.

Pfifferling-Risotto war die Wahl der Stunde für die Mittagspause bei Spirit Link vorletzte Woche. Ich kaufte die Zutaten ein und bat Ralf, schon einmal mit der Zubereitung anzufangen, da ich noch fix die ein oder andere E-Mail beantworten musste.

Ralf und ich haben komplett unterschiedliche Herangehensweisen, wie ein Risotto zubereitet werden sollte. Das resultierte darin, dass Ralf den Kochlöffel an mich übergab, da wir uns nicht grün geworden wären. “Dein Gericht, Dein Topf.”

Ich schwitze den Risottoreis grundsätzlich farblos an. Dann lösche ich das Risotto immer mit Wein ab und gieße nur mit heißer Brühe, keinesfalls kalter, auf. Das Risotto wird ständig bei moderater Hitze gerührt. Käse gebe ich nicht per se hinzu – es muss schon zum Rest passen. Ich mag das Risotto eher al dente: Der Kern des Reiskorns darf noch kernig sein, während der äußere Bereich schön weich auf der Zunge zergeht.

Für dieses Risotto habe ich einen Waldpilzfond verwendet. Diesen habe ich nicht selbst hergestellt, sondern fertig gekauft (was manchmal auch vertretbar ist). Der Fond schmeckt leicht süßlich, daher sollte man mit der Zugabe von zusätzlichen Süßungsmitteln sehr vorsichtig sein.

Wie mögt Ihr Euer Risotto am liebsten?

Pfifferling-Risotto mit Waldpilzfond
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Zutaten für das Pfifferling-Risotto (für 4 Personen):

  • 500g Risotto-Reis
  • 500g Pfifferlinge
  • 200ml Weißwein
  • 1L Waldpilzfond
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Zwiebeln
  • 30g Butter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Pfifferlinge putzen und in die gewünschte Größe bringen (auf Deutsch: schneiden). Den Waldpilzfond in einem Topf aufkochen und bei niedriger Temperatur warm halten. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Zwiebeln schälen und fein hacken.

2 Die Zwiebeln in etwas Butter glasig dünsten. Den Reis zugeben und kurz farblos anschmoren. Mit dem Weißwein ablöschen und aufkochen lassen, Hitze etwas auf mittlere Temperaturen reduzieren. Sobald der Weißwein verschwunden ist, mit etwas Brühe aufgießen und dabei ständig umrühren. Die Prozedur wiederholen, bis der Risotto-Reis gar ist und anfängt, zu kleben. Ich mag Risotto eher al dente und nicht matschig. Die für mich perfekte Konsistenz ist meist nach 20-25 Minuten erreicht.

3 Nun die Butter unterrühren und schmelzen lassen. Die Petersilie und die Pfifferlinge untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  • vielköchin

    noch einen Tipp, den ich bei lebouquet.org gelernt habe: noch eine Prise Safran ans Risotto. Wohl bekommtsAntwortenAbbrechen

  • Pilzrisotto ist wirklich lecker. Wollte am Wochenende Kartoffelrollen mit Schinken und Steinpilzen machen und dazu gebratene Pfifferlinge. Nur leider bekam ich letztere in diversen Supermärkten nicht und dazu gabs dann halt “nur” Champignons.AntwortenAbbrechen

  • Gab’s bei mir gestern auch = Pfifferlingsrisotto gehört zu meinen Lieblingsrisottos!AntwortenAbbrechen

  • Uwe

    @vielköchin: Ui, danke für den Tipp! Safran hat ja auch eine recht eigene Note. Wird empfohlen, Safran immer zuzugeben?

    @Anne: Ja, regional geerntete Pfifferlinge sind auch hier selten geworden. Meist finde ich nur Ware aus Litauen oder Weißrussland, sogar auf den Märkten.

    @Eva: Ich muss das Risotto unbedingt nochmal machen, bevor die Pfifferling-Saison vorbei ist…AntwortenAbbrechen

  • Bene

    Wow! Sieht Hammer aus!
    Wo bekommst du den Waldpilzfond her?
    Stellst du den selber her?
    Ich verwende immer für Risotto Rinderbrühe…AntwortenAbbrechen

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Wir bleiben in Nordafrika und speziell in Marokko. Weil wir daher ja grade von einer leckeren Pasta Marrakesch kommen. Das machen wir auch deswegen, dass Ralf nicht vergisst, dass er im Oktober seine Tajine auspacken und anwerfen darf. Orient-Woche. Mit Kamelen. Und Sand. Du kommst da nicht drumrum, Herr Kollege!

Eigentlich handelt es sich bei diesem Gericht um einen stinknormalen Tomatensalat. Nur anstelle des obligatorischen Basilikums wird Minze verwendet. Und anstelle der obligatorischen Vinaigrette mit Aceto Balsamico di Modena kommen arabische Gewürze zum Tragen, Essig spielt da nur eine untergeordnete Rolle.

Der Tomaten-Minz-Salat war auch Teil von Ralfs zweitem Gericht im Rahmen unseres Grillwettbewerbs, mit dem er mich ja ganz schön vermöbelt hat. Das Ding war aber auch gut.

Wie bei jedem Tomatensalat ist es wichtig, frische, sonnengereifte Tomaten zu verwendet und auf Tomaten zu verzichten, die auch der vierte Aggregatszustand von Wasser sein könnten. Am Liebsten benutze ich die Sorte San Marzano – und wenn diese nicht greifbar ist, dann frische Tomaten aus dem Gewächshaus meines Vaters.

Die Vinaigrette lebt von einem speziellen Gewürz: dem tasmanischen Pfeffer, auch bekannt als Bergpfeffer. Dieser schmeckt zunächst eher süßlich, doch dann sehr scharf. Tasmanischer Pfeffer wird unter anderem auch zum Würzen von Wasabi verwendet.

 

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Zutaten für den Tomaten-Minz-Salat (für eine normalgroße Schüssel):

  • 6-8 reife Tomaten, am besten San Marzano
  • 1 Bund frische Minze
  • 1 TL tasmanischer Pfeffer (ganze Körner)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 EL Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 1-2 EL Zitronensaft, nach Geschmack
  • Salz

Zubereitung:

1 Die Tomaten waschen und in Schiffchen schneiden. In eine Schüssel geben. Die Minze waschen und fein hacken.

2 Den tasmanischen Pfeffer in einem Mörser fein stoßen. Mit dem Kreuzkümmel, dem braunen Zucker, dem Öl und dem Zitronensaft vermischen. Vinaigrette mit Salz (und ggf. den anderen Gewürzen) abschmecken und mit den Tomaten vermischen.

Pasta Marrakesch mit Zuckerschoten, Datteln und Kirschtomaten

Ich habe vor Kurzem über das Gasthaus “Zum Fegerer” in Aschaffenburg berichtet und auch über die Lammfilets auf Zuckerschoten-Tomaten-Dattel-Salat mit Koriander, was mich zu diesem Gericht inspirierte.

Mir ging die Kombination aus Zuckerschoten, Tomaten und Datteln nicht mehr aus dem Kopf. Auch die verwendeten Gewürze (soweit ich das noch beurteilen konnte) wie Fenchel, Koriandersamen, Anis oder Piment waren mir noch immer in der Nase. Und so musste die Erinnerung möglichst schnell in Teilen zu Teller gebracht werden.

Die Pasta bekommt durch die Datteln und die Kirschtomaten genug Süße, so dass von der Zugabe eines anderen Süßungsmittels gänzlich abgesehen werden kann.

Ich habe eine Gewürzmischung von Herbaria (“Tajine Marrakkesch”) benutzt, was mich daran erinnert, dass Ralf diesen Sommer unbedingt noch das ein oder andere Gericht mit seiner Tajine bei Spirit Link zubereiten wollte. Bislang ist da noch nix passiert. Ralf, mach hinne! Es gilt die kalendarische Sommerzeit, nur damit hier keine Ausrede nach dem Motto “dieses Jahr gab’s keinen Sommer” gezogen werden kann…

 

REZEPT

Zutaten für die Pasta Marrakesch mit Zuckerschoten, Datteln und Kirschtomaten (für 4 Personen):

  • 400g frische Pasta
  • 300g Zuckerschoten
  • 250g frische Datteln mit Stein
  • 400g Cherrytomaten
  • 2 Limetten
  • 400ml Tomatenpolpa
  • 200g Ricotta
  • Reichlich frischer Koriander
  • 1 Chili
  • 1 Schalotte
  • Gewürzmischung “Tajine Marrakesch” von Herbaria

Zubereitung:

1 Die Schalotte schälen und fein hacken. Die Chili ebenfalls fein schneiden. Die Zuckerschoten waschen und in dünne Streifen schneiden. Die Cherrytomaten waschen und halbieren. Die Schale einer Limette mit einem Zestenreisser abtrennen. Den Saft auspressen. Die Datteln in Ringe schneiden. Reichlich Wasser für die Nudeln aufsetzen.

2 Die Schalotten in etwas Öl glasig andünsten. Die Chili und die Zuckerschoten zugeben, kurz anschwitzen. Mit Limettensaft ablöschen und mit der Tomatenpolpa auffüllen. Aufkochen. Die Datteln, die halbierten Kirschtomaten und etwas von der Gewürzmischung zugeben. Abschmecken und bei kleiner Flamme ziehen lassen. Die Nudeln ins Wasser geben und al dente garen.

3 Die Nudeln mit der Pasta vermischen. Mit Koriander und Ricotta garnieren und servieren.

Avocado-Salsa

Bevor der Sommer komplett in den Winterurlaub geht, möchte ich Euch noch eine meiner Lieblingssaucen (Ihr müsst unbedingt die Cranberry-Salsa probieren!!) dieses Jahr mit auf den Weg geben: Die Avocado-Salsa. Soweit ist die auch gar nichts besonderes, außer dass neben Limettensaft und Knoblauch noch Paprika und Zwiebeln zugesetzt werden. Ich mag den Geschmack einfach sehr gerne.

Die Salsa passt gut zu Chicken Wings oder eher magerem Fleisch, z.B. zu Geflügel jeder Art oder einem Schweinerücken. Am Liebsten mag ich die Sauce gut gekühlt, mit einem frischen Stück (geröstetem) Brot.

 

REZEPT

Zutaten für die Avocado-Salsa (als Dip für 4-6 Personen):

  • 2 reife Avocados
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Limettensaft
  • 1 Prise Zucker
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Knoblauch mit einer Knoblauchpresse pressen. Die Paprika waschen, das Gehäuse entfernen und fein hacken.

2 Die Avocados halbieren und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel oder einem Pariser Messer entfernen. Das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Mit dem Limettensaft, dem Zucker und dem gepressten Knoblauch vermischen. Die Zwiebel und die Paprikastücke unterheben und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kühlen.

Quelle: Grillen, 01/2011

  • Und das soll wirklich in 20 Minuten fertig zubereitet sein? Kann ich ja kaum glauben. Ich werde es auf jeden Fall probieren, muss nur noch schnell Knoblauch kaufen gehen ;-)

    Ich berichte!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      :D Na da bin ich gespannt. Sollte eigentlich kein Problem sein. Außer Du kaufst unreife Avocados, dann brauchste 20 Minuten zum Zerdrücken ^^AntwortenAbbrechen