Sauerbraten vom Schweinefilet nach Vincent Klink

Manche Zufälle sind schon sehr lustig. Ich habe den SWR-Newsletter „Kochkunst mit Vincent Klink“ abonniert und in der Ausgabe der letzten Woche ein Rezept gefunden, welches mich ansprach und welches ich auch gerne nachkochen wollte: Ein Sauerbraten vom Schweinefilet.

Vincent Klink begegnet mir oft auf meinen kulinarischen Streifzügen, und oft begleitet diese Begegnungen der Nimbus unübertrefflicher Größe: Wann immer von Vincent Klink die Rede ist, so schwingt eine gehörige Portion Ansehen, Verehrung und Respekt mit. Und das fasziniert: Schon seit Längerem habe ich mir vorgenommen, mich intensiver mit diesem Herren und seinen Vorschusslorbeeren zu beschäftigen. Für ein Kochbuch hat’s noch nicht gereicht – ich beginne mit dem Sauerbraten vom Schweinefilet.

Ich köchelte Samstagmorgen vor mich hin und hatte mein iPad in der Küche zur Lektüre des Rezeptes in seiner Wandhalterung montiert. Klar, in den Pausen ist Facebook nicht weit, und dort entdeckte ich, dass zorra am selben Tag auch ein Rezept von Vincent Klink zubereitete. Sie möchte damit beim tollen Ganzjahres-Blogevent Foodfreak.de teilnehmen: „Koch den Vinz“ setzt zum Ziel, binnen Jahresfrist alle Gerichte aus dem Kochbuch „Meine Küche“ nachgekocht zu haben. Andere Blogger sind aufgerufen, ebenfalls zu partizipieren und entsprechende Beiträge des Meisters einzureichen. Da bin ich doch gerne dabei!

Lustig nur, dass mein gewähltes Rezept doppelt vorkommen wird. Nicht genug, dass zorra am selben Tag ein Vincent Klink Rezept kocht, nein, sie kocht auch noch genau dasselbe: Den Sauerbraten vom Schweinefilet. Es gibt schon irre Zufälle. Gleiches Gericht für den gleichen Event zur gleichen Zeit. Als hätten wir uns abgesprochen. Und da wir dann schon wussten, dass bald beide Rezepte auf den Blogs erscheinen würden, haben wir uns darauf geeinigt, auch noch zur selben Zeit zu veröffentlichen: Ihr findet also nun just in diesem Moment zorras Version des Sauerbratens auf ihrem Blog. Nette Geschichte, oder?

Ich liebe Sauerbraten. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als ich als kleiner Junge sonntags bei meiner Oma saß und nach der obligatorischen Klößchensuppe auf den Sauerbraten wartete, den sie wie keine Zweite zubereitete.

Vincents Rezept ist sehr lecker und auch einfach zuzubereiten. Im Nachhinein würde ich aber ein paar Dinge anders machen, als sie im Originalrezept standen:

  • Mir war der Braten nicht sauer genug. Das Ding heißt Sauerbraten und darf demnach ordentlich…sauer sein. Deswegen habe ich die Menge an Essig für die Beize verdoppelt – und hätte noch mehr zugeben sollen.
  • Nächstes Mal würde ich das Fleisch länger als „über Nacht“ einlegen, damit die Beize noch besser einziehen kann.
  • Die Mengenangaben im Originalrezept reichen NIE für vier Personen – insbesondere von den Spätzle werden knapp zwei Personen satt
  • Mir fehlt eine Gemüse-Komponente: Das nächste Mal gibt’s Rotkraut dazu.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Rezept war sehr gut, insbesondere die Sauce war der Hammer. Auch ein Sauerbraten vom Schwein funktioniert und schmeckt vorzüglich. Herr Klink, das war sicher nicht unsere letzte Begegnung!

Sauerbraten vom Schweinefilet nach Vincent Klink

REZEPT

Zutaten für den Sauerbraten vom Schweinefilet (für 2 Personen):

  • 1 Schweinefilet
  • 4 Wacholderbeeren
  • 3 Pimentkörner
  • 5 EL Aceto Balsamico di Modena (Menge nach Geschmack, ich mag’s sauer)
  • 250 ml Rotwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Schalotten
  • 1 Karotte
  • 150g Sellerie
  • etwas Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 EL Honig
  • 300 ml Kalbsfond
  • 2 EL Crème fraîche

Zubereitung:

1 Das Schweinefilet am Vortag marinieren. Dafür Pimentkörner und Wacholderbeeren andrücken und mit dem Rotwein und dem Aceto Balsamico di Modena vermischen. Das Lorbeerblatt zugeben. Das Schweinefilet in einer Schüssel mit der Beize begießen und abgedeckt mindestens 24 Stunden marinieren.

2 Am nächsten Tag das Schweinefilet aus der Marinade nehmen, diese durch ein feines Sieb passieren und das Fleisch gut trockentupfen. Schalotten, Karotten und Sellerie in kleine Würfel schneiden. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

3 Das Fleisch im Butterschmalz rundherum anbraten, danach das Gemüse anrösten. Fleisch dazugeben und mit der Hälfte der Marinade ablöschen, aufkochen. Etwas Kalbsfond angießen und für 30 Minuten in den Backofen geben. Immer wieder Kalbsfond nachgießen.

4 Die Spätzle nach Anleitung herstellen (Siehe Rezept #3 Spätzle-Teig).

5 Wenn das Fleisch gar ist, den Fond durch ein Sieb abgießen und mit der restlichen Marinade erhitzen und auf ein Drittel reduzieren. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken, Crème fraîche unterrühren und binden.

6 Das Schweinefilet aufschneiden und mit den Spätzle und der Sauce servieren.

Quelle: Kochkunst mit Vincent Klink, SWR

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  • Spätzle dazu gefallen mir besser, als Nudeln. Also ist der richtige Sauerbraten richtig sauer? Soll ich sowas mal riskieren?AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Er ist nicht zu sauer – kommt bestimmt auch auf den Essig an, den Du verwendest. Ich mag’s sauer – im Originalrezept werden 2 EL genommen.AntwortenAbbrechen

  • Das war wirlich lustig, man könnte es nicht besser planen! Hat Spass gemacht und wie ich vermutet habe sieht das Gericht bei dir edler aus. ;-)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Was ein Zufall, genau. Wenn wir es geplant hätten, hätten wir es nicht besser hinbekommen! Dein Schweinchen sieht aber auch verlockend aus. Gut auch: Die Saucen ähneln sich seeeeeehr!AntwortenAbbrechen

  • Wer da noch keinen Hunger hat, bekommt ihn ;o)
    Jetzt habe ich mir beide Rz angesehen, jedes für sich wunderbar, hier gefallen mir die Spätzle, die saugen so schön die Sauce auf, das mag Ich ganz besonders gerne .
    Sauerbraten mal vom Schwein eine willkommene Abwechslung die wir mal testen werden .

    Lg KerstinAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      :) – es braucht nicht zwingend Rind. Das Schweinchen hat auch sehr, sehr gut geschmeckt!AntwortenAbbrechen

  • Tolle Geschichte :) und tolles Rezept, macht mich auch total an, danke für’s mitmachen!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Gerne =) – Auch wenn Du nun ein Rezept doppelt hast…Toller Event übrigens! Bin schon sehr gespannt, was am Ende des Jahres alles zusammengekommen ist!AntwortenAbbrechen

  • Als ich die Überschrift gelesen habe dachte ich erst es geht hier um ein Krankenhaus-Kantinen-Essen der berühmten, mir allerdings nicht bekannten, Vincent Klinik ;)

    Sekunden später ist mir dann aber aufgefallen, dass wohl doch ein “i” fehlt und es sich um eine Person handeln muss. Ist halt noch früh.

    Phew – nochmal Glück gehabt.

    Klingt und schaut mal wieder fabelhaft aus übrigens.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Jens, ich kann dich so gut verstehen. Geht mir nicht anders morgens.AntwortenAbbrechen

  • ich hatte mir das gleich schon nach dem mail-eingang auf die nachkochliste gesetzt, weil es mich so angesprochen hat… also wird es das sicherlich mindestens 3 x geben ;-)AntwortenAbbrechen

  • Sieht sehr schön aus, Rezept liest sich lecker – aber ich würde wahrscheinlich die Sauerkomponente auch noch mehr erhöhen. Bin ebenfalls eher auf der sauren Seite.
    Gruss aus der Schweiz vom Wilden HuhnAntwortenAbbrechen

  • Das steht bei mir auch ganz oben auf der Liste. Gut, das ich noch gewartet habe, deine Verbesserungsvorschläge leuchten ein.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Das freut mich, dass sie plausibel erscheinen ^^
      Wenn’s dann auch noch schmeckt…AntwortenAbbrechen

  • Superschön fotografiert, Uwe. Und hört sich genauso lecker an wie bei Zorra ;-)AntwortenAbbrechen

  • Das sieht ja super aus! Sauerbraten hatte ich eeeewig nicht, das war immer Sache meiner Oma. Dann allerdings nie mit Schweinefilet! Vielleicht versuch ich mich auch mal daran, reizen würde es mich schon, bei den Bildern!AntwortenAbbrechen

  • Alrin

    @Jens: Hier in Karlsruhe gibt es tatsächlich das St. Vincentius-Klinikum… ;)

    Puh, ich liebe Sauerbraten, mal schauen, ob ich mich da rantraue.AntwortenAbbrechen

  • Auch ich habe deinen Sauerbraten vom Schwein ausprobiert. Ja du hast Recht etwas Gemüse fehlt. Ich habe Karotten-Kohlrabigemüse dazu gereicht. Aber die Sauce war der oberhammer.AntwortenAbbrechen

  • […] Sauerbraten vom Schweinefilet […]AntwortenAbbrechen

  • […] Sauerbraten vom Schweinefilet – bei Highfoodality […]AntwortenAbbrechen

  • Yoda_kocht

    Ich habe gestern das Saure Schweinefilet nachgekocht und bin auch sehr begeistert von dem Rezept! Ich fand’s von der Säure her gut, denke dass zu viel Säure den feinen Filetgeschmack zerstören könnte. Bei uns gab’s dazu ein gutes Rotkraut; das passt wie Uwe schon mutmaßte, sehr gut dazu! Momentan sieht es stark danach aus, dass wir das Filet zu Weihnachten wieder machen.AntwortenAbbrechen

  • Sebastian K.

    Großartiges Rezept. Hat es wieder ins Menü für den ersten Festtag geschafft (:AntwortenAbbrechen

Zimtparfait

Was ist denn mit mir los? Zwei Dessert-Rezepte in einer Woche? Seeeehr komisch. Na, das werde ich nicht einreißen lassen…

Heute brauche ich allerdings auch nur zwei Schüsseln – und das qualifiziert das Zimt-Parfait schon einmal dazu, dass ich es wirklich gerne zubereite. Endlich mal kein Schüsselwahnsinn beim Dessertzubereiten. Danke.

Solange ich noch keine Eismaschine besitze (das wird sich aber bald ändern, dann wird der Unhold Unold Einzug halten, mit Pauken und Trompeten), bereite ich Parfaits wirklich gerne zu. Da neben dem Zimt keinerlei andere Zutaten zugesetzt werden, kann man sich ganz auf dessen tollen Geschmack einlassen und hemmungslos genießen. Wer mag serviert sich selbst ganz im Stil der 80er Jahre eine Kelle Rumtopf oder Pflaumenkompott dazu – basta. Mehr brauche ich nicht.

Zimtparfait

REZEPT

Zutaten für das Zimt-Parfait (Für 4-6 Personen):

  • 3 Eigelb
  • 75g Zucker
  • 1 gehäufter EL Zimt
  • 250g Sahne

Zubereitung:

1 Das Eigelb mit dem Zucker sehr schaumig aufschlagen, bis sich der Zucker gelöst hat und die Masse eine hellgelbe Farbe erreicht hat. Dann einen gehäuften EL Zimt unterrühren (wer Zimt mag darf gerne mehr nehmen). Die Sahne schlagen und unter die Eigelb-Masse heben.

2 Eine Form mit kaltem Wasser ausspülen und mit Frischhaltefolie auslegen. Die Masse einfüllen und abgedeckt für mindestens 5 Stunden ins Gefrierfach stellen.

Zimtparfait

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  • Catrin

    Hallo Uwe,

    Überleg Dir das gut mit der Unold… Ich habe sie voller Begeisterung gekauft und bin ehr gefrustet. Aussen am Zylinder friert das Eis sehr schnell durch, der Rührer hört dann auf zu rühren und statt zartschmelzendem Eis gibts ehr ein Endergebnis, dass dem Eis ohne Eismaschine gleicht. Bisher konnte sie mich nicht überzeugen und war rausgeschmissenes Geld – denn günstig ist sie ja nicht… LG CatrinAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke für den Tipp! Hast Du Dir eine andere Eismaschine zugelegt?AntwortenAbbrechen

  • Hi Uwe,

    ich hab auch so einen Unold Unhold, bin aber voll zufrieden. Vielleicht liegt’s bei Catrin am Modell? Ich hab die 48806. Kritikpunkt ist nur, dass nicht wirklich 1,5l Eis bei rauskommen, sondern max. so 1,2l.Ein paar meiner Ergebnisse habe ich auch schon verbloggt, die sagen vielleicht mehr aus als ein ausführliches Produktreview ;)

    http://www.el-gusto.net/?tag=eis

    viele Grüße
    PhilippeAntwortenAbbrechen

  • Daniela

    Ich hab ein sehr ähnliches Rezept für Zimtparfait, mein absoluter Lieblingsnachtisch. Bei mir kommt aber immer noch ein Schuß Rum rein, finde das passt gut dazu :)AntwortenAbbrechen

  • Einfach, klar und so wie es bisher aussieht: auch sehr lecker! Steht gerade im Gefrierschrank und ist heute Abend Bestandteil des Silvester-Menü-Nachtischs! :)AntwortenAbbrechen

  • Dennis

    Unschlagbar für Eis ist der Pacojet. Nachteil: sehr teuer (gebraucht bei Ebay bereits 2000 Euro) und braucht 24h Gefrierzeit und ausreichend Platz im Eisschrank für die Becher (habe einen eigenen Eisschrank für ihn gekauft).

    Nur für Eis ist er aber zu schade. Mit ihm betritt man eine neue Welt der Espumas, Pürees und Mousse.AntwortenAbbrechen

  • […] Herstellung von Parfaits sträflich vernachlässigt. Dabei erinnere ich mich wirklich gerne an das Zimt-, Pistazien- und Lebkuchen-Parfait, das anno dazumal auf den Tisch kam und Gästen serviert wurde. […]AntwortenAbbrechen

Thai-Rindfleischsalat à la Jan

Heute gibt’s ein Rezept, welches mein Kollege Jan mittags des Öfteren bei Spirit Link zubereitet. Einen schnellen, scharfen und würzigen Thai-Rindfleischsalat.

Der Clou daran: Eine Handvoll Reis wird in einem Mörser gemahlen (welch undankbare Aufgabe), in einer Pfanne trocken gebräunt und zum Schluss unter den Salat gegeben. Das sorgt für knackige Stimmung im Mund und für ein tolles Duftaroma.

Thai-Rindfleischsalat à la Jan

Der Salat selbst besteht aus Rindfleisch, Lauchzwiebeln, roten Zwiebeln und etwas Knoblauch. Die Vinaigrette ist sehr schnell gemacht und benötigt nichts weiter als Erdnussöl, Fisch- und Sojasauce sowie frischen Limettensaft. Ein mutiger Haufen Chilis sowie massenweise frischer Koriander runden die Sache ab – großartig.

REZEPT

Zutaten für den Thai-Rindfleischsalat à la Jan (für 2 Personen):

  • 600g Rindfleisch – z.B. Roastbeef oder ein Rinderhalssteak, alternativ geht auch Hackfleisch
  • 4 Chilis (je nach Geschmack und Schärfeverträglichkeit bitte variieren!)
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 1 Handvoll Zuckerschoten
  • 1 EL Reis

Für die Vinaigrette:

  • 2 EL Limettensaft
  • 3 EL Fischsauce
  • 2 EL Erdnussöl
  • 3 EL Sojasauce

Zubereitung:

1 Das Rindfleisch in feine, millimeterdünne Streifen schneiden. Die rote Zwiebel häuten und in Ringe schneiden. Die Lauchzwiebeln waschen und schräg in Rauten schneiden. Die Zuckerschoten waschen und ebenfalls schräg in Rauten schneiden. Die Chilis fein schneiden. Den Knoblauch häuten und fein hacken. Den Reis in einem Mörser fein zerstoßen.

2 Für die Vinaigrette die Limettensaft mit Soja- und Fischsauce vermischen, 1 EL Erdnussöl dazugeben.

3 Den zerstoßenen Reis in einer Pfanne trocken bräunen. Beiseite stellen.

4 Das Fleisch mit den roten Zwiebeln mit 1EL Erdnussöl anbraten. Vinaigrette zugeben, kurz einkochen lassen. Lauchzwiebeln, Chilis, Zuckerschoten und Knoblauch zugeben, 1-2 Minuten garen. Vom Herd nehmen, etwas auskühlen lassen. Reis und frischen Koriander untermischen, final abschmecken (Evtl. mit etwas Salz und Palmzucker justieren oder nachschärfen. Der Salat soll eine knackige Schärfe haben).

Tipp: Dazu passt Reis als Beilage.

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  • Hallo zusammen,

    3 Den zerstoßenen Reis in einer Pfanne trocken bräunen. Beiseite stellen.

    Vielleicht bin ich schwer von Begriff aber die Reiskörner zerstossen oder den fertiggegarten Reis ?
    Reiskörner zerstoßen würde ja passen wohingegen fertig gekochter Reis eher zermatschen wäre. Aber Reiskörner sind ja nicht feucht wie also trockenbräunen ?

    Gruß
    BeaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Oh, da war ich wohl nicht genau genug. Den ungekochten Reis zerstoßen und bräunen.AntwortenAbbrechen

  • Genau nach meinem Geschmack!

    So einen Turm hätte ich auch gerne mal in der Mittagspause :(AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      :) Ja, ist ganz angenehm wenn man mittags ab und an einen solchen Salat serviert bekommt-…wenn da nicht das Reis mörsern vorher wäre…AntwortenAbbrechen

  • Jan (der Jan)

    Große Pfeffermühle her. Pfeffer raus. Reis rein. Los gehts. Und in 2 Minuten ist der Spuk vorbei :-).AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Und nicht so viel rumheulen, ja, ich weiss *g*. Da hat der Meister gesprochen. Guter Tipp….AntwortenAbbrechen

  • Ich röste den Reis bevor ich ihn mörsere und brauche dann auch nicht mehr als 2 Minuten dafür ;-)AntwortenAbbrechen

  • Laab a la Jan? :DAntwortenAbbrechen

  • […] Update 14.10.2013: Zu diesem Rezept ist eine neuere Version erschienen. Ich empfehle, den Anweisungen des neuen Rezeptes zu folgen: Thai-Rindfleischsalat. […]AntwortenAbbrechen

Little Big Country

Was auf den ersten Blick wie Orangensaft aussieht und auch dessen Geruch verströmt, ist ein extrem leckerer und gut ausbalancierter Drink mit gehörig Biss. Eigentlich ein recht zugänglicher Whiskey-Drink aus dem Sour-Lager – mit Ahornsirup als Süßungsmittel und ein klein wenig Maraschino – wird er doch erst vollkommen durch das gewisse Etwas. Das kommt in diesem Fall von frischer Chili.

Little Big Country

Ich möchte an dieser Stelle eines kurz sagen: Vorsicht! Man sollte bei Chili in Drinks unbedingt der Versuchung widerstehen, durch große Mengen einen großen Effekt zu erzielen. Der Effekt ist nämlich ganz schnell schlichte Untrinkbarkeit. Die Entfaltung der Schärfe hängt sehr von der Chili-Sorte und der Frische der Schoten ab. Also lieber erst einmal etwas weniger probieren und sich dann steigern, als einen Drink zu mixen, dessen “Genuss” schon Überwindung kostet.

No Joke – ich spreche da aus Erfahrung. Mein erster Little Big Country war vollkommen von der Schärfe der Chili (in dem Fall Habanero) dominiert – das war gut gegen die leichten Halsschmerzen, die ich mir dann eingeredet habe. Mit weniger Chili wäre der Drink allerdings deutlich angenehmer gewesen. Naja, beim zweiten Versuch hat’s dann besser geklappt.

Little Big Country

Rezept

Adaptiert nach einer Rezeptur von Elayne Werns, 2009 – gefunden im “PDT Cocktailbook”

Zutaten:

  • 60 ml Bourbon Whiskey
  • 25 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 15 ml Ahornsirup
  • 7,5 ml Maraschino
  • 1 kleines Stück (ca.0,5 cm) einer Chili-Schote
  • 1 Dash Aromatic Bitters
  • 1 Dash Orange Bitters

Zubereitung

1. Das Stück Chili zusammen mit dem Ahornsirup im Unterteil des Shakers muddeln.
2.
Restliche Zutaten zugeben und alles mit Eis ca. 15 Sekunden kräftig shaken.
3.
Doppelt in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen und mit einer Orangenzeste aromatisieren und garnieren.

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Gefüllter Schoko-Chili-Kuchen

Den gefüllten Schoko-Chili-Kuchen gab’s als Dessert zu Weihnachten. Bei der Zubereitung hatte ich eine reizende Assistentin – meine Schwester. Ihreszeichens fähig, alle Speisen, die sie berührt, mit einer lila Färbung zu versehen – so geschehen mit einer Schüssel bemitleidenswertem Chicorée-Salat.

Leute mit Arbeit versorgen kann ich gut. Erste Quellen datieren ein solches Ereignis auf 1982 – da war ich drei Jahre alt. Besonders gut kann ich auch Leute mit komischer Arbeit versorgen (z.B. Rosenkohlblätter abzupfen). Und so erbte meine Schwester die Zubereitungsverantwortung für das Dessert, natürlich versehen mit nützlichen, hilfreichen und stets unterstützenden Kommentaren.

Desserts. Unglaublich, wie viele Schüsseln man für einen Nachtisch braucht. Das stellt meine Küchenausstattung regelmäßig auf die Probe, denn nach zwei großen Rührschüsseln für meine Küchenmaschine ist Schluss. Für den gefüllten Schoko-Chili-Kuchen hat’s dann gerade noch gereicht – ganz im Gegensatz zur Zubereitung der Mandel-Mousse neulich.

Der Nachtisch ist alles andere als leicht und locker, schmeckt aber dafür (wie alle Schokobomben) einfach fantastisch. Die Zubereitung ist unproblematisch (Hey, sogar meine Schwester hat’s hingekriegt, auch wenn ich ihr beim Anschalten des Ofens geholfen habe) und geht sehr, sehr schnell (~20 Minuten plus 2 Stunden Kühlzeit für die Mascarpone-Crème). Zudem lassen sich die Kuchen gut vorbereiten und verursachen so wenig Stress.

Nun interessiert’s mich schon einmal….was ist Euer Schüssel-Rekord bei der Zubereitung von Nachtischen?

Gefüllter Schoko-Chili-Kuchen

REZEPT

Zutaten für den gefüllten Schoko-Chili-Kuchen (für 6 Törtchen):

  • 250g Mascarpone
  • 50g Zucker
  • 70g Zartbitter-Schokolade
  • 4 Eier
  • 70g Butter
  • 80g Puderzucker
  • 70g gemahlene Mandeln
  • ¼ TL Piment d’Espelette

Zubereitung:

1 Los geht’s mit der Schüsselparade. Die Mascarpone und den Zucker vermischen und 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen – gerne auch länger.

2 Die Zartbitter-Schokolade grob hacken und über heißem Wasser schmelzen. Die Eier trennen, dafür Schüsseln 2 und 3 verwenden. Dann Schüssel Nummer 4 hervorzaubern und die Butter mit 50g Puderzucker cremig schlagen. Danach die Eigelbe langsam unterrühren (ja, in derselben Schüssel!) und die Schokolade zugeben. Nun die gemahlenen Mandeln und das Piment d’Espelette untermischen.

3 Schüssel Nummer 5 mit einem überlegenen Lächeln auf die Arbeitsfläche stellen, süffisant grinsen und die Eiweiße zu Schnee schlagen, dann den übrigen Puderzucker zugeben. Den Eischnee aus Schüssel 5 mit der Masse in Schüssel 4 vermischen.

4 Sechs ofenfeste Förmchen mit Butter ausstreichen und Zucker einstreuen (siehe Bild mit der Hand meiner reizenden Assistentin). Die Masse aus Schüssel 4 gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Gefüllter Schoko-Chili-Kuchen

5 Kuchen 20 Minuten backen, entnehmen, auslösen, auskühlen lassen. Kuchen halbieren und Mascarpone-Masse aufstreichen und einen Burger bauen. Tipp: Das geht am besten, wenn man Anrichteringe in passender Größe auf den Törtchenboden setzt. Törtchen mit Kakaopulver und Schokoborken garnieren. Von der reizenden Assistentin servieren lassen.

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  • Naja, ich kann jetzt ja “schummeln” und Schokofondue erwähnen. Mit den verschiedenen im Wasserbad geschmolzenen Schokoladen, mit den Früchten, die in Schüsseln serviert werden… Da kommt viel zusammen.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Meine Theorie sagt ja: Jeder Nachtisch braucht mindestens 3 Schüsseln.AntwortenAbbrechen

  • Schüssel 1: Mascarpone
    Schüssel 2: Schokolade schmelzen
    Schüssel 3: Butter und Zucker aufschlagen, Eigelb direkt da hinein geben. Eiweiss in
    Schüssel 4: zu Schnee schlagen.

    Mannmann.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Uhm? Hab ich Dir zu viele Schüsseln gebraucht oder zu viel geschrieben? *g*
      Jaaaaaaaaaaa – ich neige zu vielen Worten…AntwortenAbbrechen

  • Nadja

    Mensch sieht der lecker aus und prompt gesehen, klebt er schon auf meinen Hüften ;-) – böse böse. Und das mit den Schüsseln kenn ich auch nur zu gut, hinzukommt dann meist, dass einem parallel mit den Schüsseln auch die Abstellfläche in der Küche immer weniger wird und dann schlussendlich die vielen Schüsseln doch auch alle nicht auf einen Satz in die Spülmaschine passen wollen :-) Jaja wir Küchenleut habens schon nicht einfach :-) LG NadjaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Uuuuuund: Das Zeug in den Schüsseln klebt meist fürchterlich und ist weniger gut zu reinigen. Ach ja, Dessert sind schon eine Belastung ^^…AntwortenAbbrechen

  • Oh mein Gott Uwe!
    Du bist ein wahrer Küchengott!
    Jedes Mal, wenn ich deinen Blog besuche, frage ich mich warum du das nicht hauptberuflich machst ;)
    VG SarahAntwortenAbbrechen