Silvestermenüs mit Botox, Wums und Schlagkraft

Botox, Wums und Schlagkraft? Oh Mann. Schlechtes Wortspiel – ich gestehe. In der Lektüre dieses literarisch wertvollen Beitrages wird sich Euch das Wortspiel noch erschließen – hoffe ich, für mich. Kaum hat man die Frage beantwortet, was es an Weihnachten zu essen geben soll, so steht schon die nächste Frage im Raum: Was soll es denn an Silvester sein?

Ich habe aus dem Archiv drei Silvestermenüs mit je drei Gängen zusammengestellt. Frank hat zu jedem Menü einen passenden Cocktail als Aperitif herausgesucht und eine Bowle für Euch zubereitet. Damit sollte Silvester kulinarisch im Kasten sein.
 

Silvestermenü „Stallone“

Aperitif: French 75

Ein Champagner-Cocktail, für den Gin mit Champagner kombiniert wird. Was zunächst wenig einleuchtend klingt, ergibt einen sehr erfrischenden Drink.

Vorspeise: Champagner-Senfsuppe mit Graved Lachs

Passend zum Aperitif geht es munter mit Champagner-Suppe weiter. Die Crème-Suppe harmoniert perfekt mit dem Graved Lachs und ist eine leichte, aber edle Vorspeise.

Hauptgang: Pochierter Tafelspitz & Süßkartoffelpolenta

Der Tafelspitz wird schonend in Wasser zartrosa pochiert und auf einer Süßkartoffel-Polenta mit etwas Zwiebel-Chutney serviert.

Dessert: Vanille-Nudeln mit Amaretto-Äpfeln

Den würdigen Abschluss des Silvestermenüs bilden die Vanille-Nudeln mit karamellisierten Amaretto-Äpfeln. Selbstgemachte Nudeln, selbstgemachte Vanillesauce, selbst aufgemachter Amaretto. Was will man mehr?
 

Silvestermenü „Rambo“

Aperitif: Geisha

Kick-Start in das Menü! Der frische Cocktail besteht aus Wermut, Gin und zweierlei Likören. Das Ergebnis ist ein fruchtig-frischer Aperitif.

Vorspeise: Vanille-Graupen mit Garnelen im Tomatensugo

Jede Teilkomponente für sich genommen schmeckt noch nicht spektakulär – lädt man aber Vanille-Graupen, Garnelen und Tomatensugo auf seinen Löffel, so erlebt man ein kleines Geschmacksfeuerwerk.

Hauptgang: Kassler mit Süßkartoffeln und dreierlei Marinaden

Das Kassler ist zart, saftig und hat durch das Räuchern eine besondere Geschmacksnote. Die drei Marinaden konkurrieren nicht, sondern ergänzen sich sehr gut. Das Rezept ist eines meiner Highlights dieses Jahr.

Dessert: Safran-Birnen mit Blaubeereis und Vanille-Sud

Mit Vanille hat alles begonnen, mit Vanille hört alles auf. Das Blaubeereis kann ohne Eismaschine hergestellt werden und sieht optisch fantastisch neben der knallorangen Birne aus. Ach ja, schmecken tut‘s auch gut.
 

Silvestermenü „Rocky“

Aperitif: Negroni

Der Negroni gilt mit seiner harmonischen Kombination von Wermut und Campari als der klassische Aperitif-Cocktail schlechthin. Zuviel davon verpasst einem einen Knock-Out erster Sahne.

Vorspeise: Glasierte Entenbrust auf lauwarmen Linsensalat

Zartrosa gebratene Entenbrust wird auf einem lauwarmen Linsensalat angerichtet, der mit Aceto Balsamico di Modena abgeschmeckt wurde. Passt wie die Faust auf’s Auge.

Hauptgang: Rinderfilet mit Ratatouille-Türmchen

Oh ja. Eine Menge Arbeit, die sich aber lohnt. Die selbstgemachten Ravioli, das ratatouille-Gemüse, die karamellisierten Perlzwiebeln. Beim Servieren bitte „Eye of the Tiger“ spielen.

Dessert: Grenadine-Birnen auf süßem Couscous

Opulenter Abschluss für ein schlagkräftiges Menü mit KO-Potential. Couscous süß angemacht, mit Pistazien, Himbeeren und pochierter Grenadine-Birne.
 

Sparring nach dem Silvestermenü: Spiced Vanilla Punch

Spiced Vanilla Punch

Eine Bowle mit dem richtigen Punch. Rockyg. Der Spiced Vanilla Punch ist dezent winterlich gewürzt und wird durch frisch zubereitetes Ingwer-Sirup sogar ein wenig bissig. Das Schöne an einem Punch ist, dass man den Geschmack wunderbar justieren kann – gelegentliches Probieren ist dabei unbedingt erforderlich. So kann man die Süß-Sauer-Balance  neben der Feurigkeit des Ingwers sehr gut den eigenen geschmacklichen Vorlieben anpassen.
 

Keinen Bock auf ein Silvestermenü?

Wer keine Lust auf großes Kochen verspürt, hat ja immer noch die Gelegenheit auf einen Klassiker auszuweichen, der fix zubereitet ist. Nein, ich werde an dieser Stelle kein Plädoyer für ein Raclette halten – sondern für ein echtes Schweizer Käsefondue. Und damit es auch wirklich schön authentisch wird, hat Ralf von Onlyfood auch das passende Rezept für Euch.

 

Erste Grafik von dryicons.com

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  • Hallo Uwe,

    da sind ja wieder tolle Ideen dabei. Besonders toll finde ich den Spiced Vanilla Punch. Den werde ich die tage mal ausprobieren ;-)
    Viele Grüße
    AmikaAntwortenAbbrechen

  • Datt wär sogar watt für Karneval…AntwortenAbbrechen

  • Mara

    jetzt hab ich fast die Hoffnung aufgegeben, bei dir ein Fonduerezept zu finden und was finde ich? Einen Link. Hurra! Hab mich noch nicht getraut zu klicken- jedenfalls vielen Dank. Lese seit ein paar Tagen erst bei dir mit- finde den Blog großartig und wuste heute genau, dass es Morgen etwas aus deiner Sammlung geben wird.
    Ganz herzlichen Dank für diese Inspirationen. (Der Küchenladen um die Ecke freut sich auch…, so viele kleine Helfer, die mir noch fehlen…)
    Mara, die einen guten Rutsch in ein unfallfreies kulinarisch-sportlich ausgewogenes Jahr wünscht!AntwortenAbbrechen

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