70
OK
Kaufen bei (Affiliate-Link):

Im Rahmen der Rubrik „Zwei Blogs, ein Buch“ haben Juliane und ich uns das Grillbuch „Weber’s Burger: Die besten Grillrezepte mit und ohne Fleisch“ zum Start der Sommersaison vorgenommen und für Dich getestet.

Vielleicht hast Du’s schon bemerkt, dass ich in den letzten Wochen regelmäßig Burger-Rezepte veröffentlicht habe: Ich liebe diese Kreationen vom Grill und werde Dich über das Jahr sicher noch mit dem einen oder anderen Rezept beehren. Da passt natürlich die Rezension des Kochbuchs „Weber’s Burger: Die besten Grillrezepte mit und ohne Fleisch“ von Jamie Purviance gut ins Bild – besonders zum Start der Grillsaison (wobei ich hier kritisch anmerken möchte, dass immer Grillsaison ist 😉 ).

Das Buch erschien als Zusammenarbeit zwischen Weber und GU im Verlag Gräfe & Unzer und stammt aus der Feder von Jamie Purviance, einem vor allem in den USA sehr bekannten Autor diverser Grillbücher. GU bewirbt das Buch mit der Bezeichnung „Das neue Standardwerk rund ums Thema Burger grillen“ – so weit würde ich nicht gehen. Im Rahmen eines Standardwerkes erwarte ich die Betrachtung aller wesentlichen Ebenen – was das Buch sicher nicht leistet. Zwar werden Grundlagen vermittelt und auch Anleitungen gegeben, wie Burger-Brötchen (Buns) hergestellt werden können, es finden sich aber beispielsweise kaum Anleitungen für die eigene Herstellung von Saucen wie Ketchup oder Mayonnaise. Ebenso sind mir für ein Standardwerk zu wenig vegetarische Burger inkludiert. Misst du das Buch nicht anhand des Begriffs „Standardwerk“, so bekommst du aber ein hochqualitatives Nachschlagewerk für den BBQ-Klassiker aus den USA.

Unsere ausprobierten Rezepte

Zur Vorbereitung der Rezension haben Juliane und ich in Summe vier Rezepte ausprobiert – wobei einer der Burger nicht dem vorgegebenen Rezept folgt und das Buch nur als Anregung diente. Wir haben folgende Burger nachgekocht:

In Summe finden sich 66 Burger-Rezepte im Buch, die die ganze Bandbreite abdecken: Klassiker wie Cheeseburger, Pulled Pork- oder Surf-and-Turf-Burger. Darüber hinaus beinhaltet das Kochbuch noch eine ganze Reihe von Rezepten mit Fisch, Schweinefleisch, Geflügel oder Lamm – und auch einige wenige vegetarische Varianten sind vertreten.

Das Buch beginnt mit der Erklärung der Grundlagen sowie des benötigten Grill-Equipments, was für Einsteiger eine tolle Hilfestellung ist. Im hinteren Teil finden sich zudem noch einige Sicherheitshinweise, die du beim Grillen unbedingt beachten solltest sowie Rezepte für Beilagen. Denn du musst nicht zwingend immer nur Cole Slaw und Fritten zu deinen Burgern servieren…

Die nachgekochten Rezepte haben mir alle geschmeckt – die Anleitungen in den Rezepten sind sehr verständlich geschrieben und umfassen sinnvolle Schritte und Anweisungen, so dass das Nachkochen problemlos möglich und auch für Einsteiger bestens geeignet ist. Die Mengenangaben haben bei meinen Tests auch gut funktioniert.

Aufmachung und Design

Zwei Blogs, ein Buch: Weber's Burger von Jamie Purviance [Rezension]

Im Gegensatz zur guten Rezept-Auswahl und den gut geschriebenen Rezepten steht die Gestaltung. Das Buch kommt eher spartanisch-amerikanisch daher, das Design würde ich als eher konservativ und ein wenig in die Jahre gekommen bezeichnen. Diesen Eindruck habe ich oft, wenn ich Bücher oder Webseiten aus den USA sehe – ich denke, dass die Amerikaner hier einfach einen anderen Stil pflegen. Leider sind nur für ein Drittel der Rezepte Fotos vorhanden, die zudem nicht die höchste Qualität besitzen.

Vergleiche ich das Buch mit „Home Made Winter“ von Yvette van Boven, so fehlt der eigene Stil komplett. Das Layout gleicht eher einer Auflistung verschiedener Rezepte ohne individuelle oder prägnant prägende Elemente. Das ist nicht schlimm, wird der Zweck doch erfüllt: Das Buch dient astrein als Quelle für Inspirationen und als Nachschlagewerk für Burger-Rezepte. „Form follows function“ lässt sich als Atrribut vortrefflich ansetzen. Die vorhandenen Fotos sind appetitlich umgesetzt.

Fazit

Jamie Purviance hat ein inhaltlich sehr gutes Nachschlagewerk herausgebracht, das viele Inspirationen und Anregungen bereit hält. Der Autor erklärt die Grundlagen der Burger-Herstellung und befähigt dadurch seine Leser, das Gericht vom Brötchen bis zum Fleisch komplett selbst herzustellen. Dadurch grenzen sich die Burger vom allgemein kolportierten Fast-Food-Image ab und beweisen, dass Attribute wie ungesund und fett bei der eigenen Herstellung kaum zutreffen. Grill-begeisterte und Einsteiger im Thema finden in „Weber’s Burger“ ein gutes Buch voller Anregungen und Ideen jenseits von Cheese- und Hamburgern. „Weber’s Burger“ ist in Deutschland bei GU erschienen und kostet 14,99€.

  • Aufmachung/Design: 2/5
  • Fotos: 2/5
  • Rezepte: 4/5
  • Nachkochbarkeit: 4/5
  • Kaufempfehlung: 4/5

Weitere Informationen:

Kaufen: Weber’s Burger bei Amazon

Weber Grills: www.weberstephen.de

Test bei Juliane: Hier entlang

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

Vielen Dank an Weber Stephen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

"Weber's Burger" von Jamie Purviance
70
OK
Kaufen bei (Affiliate-Link):