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Ich weiß es noch ganz genau: Das erste Mal fiel mir „Die Fette Kuh“ auf Facebook auf, als vor drei oder vier Jahren das erste Abbild eines mächtigen Burgers in meine Timeline flatterte.

Schon damals dachte ich mir: „Holla, dieser Burger sieht aber gut aus“. Von da an flatterten Köstlichkeiten zwischen zwei Bun-Hälften wöchentlich vorbei, und ich begann, mich mehr mit der Quelle auseinander zu setzen. Hinter den tollen Bildern und noch ansprechenderen Kreationen steckte ein Imbiss im Herzen Kölns, mit dem schönen Namen „Die Fette Kuh“.

Was 2011 als Burger-Laden begann, entwickelte sich seither zu einem Kult-Imbiss mit sagenhaftem Ruf, der schnell über die Kölner Stadtgrenzen hinaus schwappte. „Die Fette Kuh“ steht ganz vorne in der mittlerweile langen Reihe hipper Burger-Läden, steht ganz am Anfang einer beispiellosen Trend-Bewegung der letzten Jahre.

Doch den Machern der fetten Kuh reichte es nicht, „nur“ handwerklich perfekte Burger zu machen, sie versuchten stetig, sich zu entwickeln und einen Schritt nach dem nächsten zu gehen. So verwunderte es mich auch keineswegs, dass nach einiger Zeit zu verdammt guten Burgern ein eigenes Craft-Beer zum Angebot hinzukam und nun auch das erste eigene Buch erschien. Das ist nur konsequent, logisch, und in sich stimmig, definitiv aber unterstützenswert: Die Philosophie der fetten Kuh ist eine zutiefst regionale, nachhaltige, ökologische, an den Grundsätzen der Slow-Food-Bewegung ausgerichtete Marschroute, die nicht nur als schicker „me too“-Spruch auf einem Transparent vor sich hergetragen wird, sondern tief in den beteiligten Personen verwurzelt ist. Und nicht nur da: auch die sorgsam ausgesuchten Lieferanten folgen dem gemeinsamen Leitbild und werden so zum Fundament des Erfolges.

Gute Produkte brauchen Zeit, gute Zutaten und vor allem Hingabe. Leidenschaft. Überzeugung. Das haben Martin Block und Walter Schnerring definitiv, man spürt es an jeder Ecke. Ich hatte das Vergnügen, mit Martin das eine oder andere Mal gemeinsam am Herd zu stehen und habe diese Hingabe, diese pure Lust am Kochen selbst erleben können, den Qualitätsanspruch, das stetige Streben nach kulinarischer Perfektion.

Das nun veröffentlichte Buch ist ein tiefer Einblick in das Innenleben des Kult-Imbisses, die Autoren lassen die Leser in das Innerste vordringen, werden transparent, untermauern ihre große Leidenschaft mit einer schönen Mischung aus Bildband, Rezeptbuch und Dokumentation der letzten Jahre.

Das Buch liefert viele Rezepte von Buns zu Pattys, Toppings, Saucen und speziellen Kreationen abseits der Norm, ist aber mehr Baukasten als stringente Anleitung. Denn dafür ist die Fette Kuh bekannt, für ihre wöchentlich wechselnden hochgradig innovativen Burger. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Kreativität, vor dieser Kontinuität und dem stetigen Streben nach neuen Geschmackserlebnissen.

Auch wenn ich mich am Thema „Burger“ etwas satt gesehen und abgearbeitet habe, „Das Fette Buch“ ist ein sehr solides Buch für alle Burger-Fans. Wer auf Burger vom heimischen Grill steht und schon etwas Erfahrung bei der Zubereitung mitbringt, kann ohne Bedenken zugreifen und sich auf neue Inspiration freuen.

„Das Fette Buch – Burger, Bier & Fritten“
Erschienen in der Edition Fackelträger
ISBN 978-3-7716-44639-4

Die Fette Kuh (www.diefettekuh.de)
Bonner Str. 43
50677 Köln

"Das Fette Buch - Burger, Bier & Fritten"
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