Clubland

Clubland

Eine Spirituose, die per Definition geruchs- und geschmacklos ist, ergibt als Zutat für Cocktails wenig Sinn. So ist Wodka bei vielen Barkeepern nicht ohne Grund geradezu verpöhnt. Es gibt jedoch Drinks, in denen Wodka dennoch eine Daseinsberechtigung hat. Im Clubland Cocktail dient der Wodka einerseits dazu, die geschmackliche Intensität des Portweins etwas zu verdünnen. Andererseits dient er als alkoholische Basis des Drinks und verleiht so dem Port etwas Kick. Jede andere Spirituose würde aufgrund ihres Eigengeschmacks zu sehr als Gegenspieler zum Port agieren – Wodka hingegen verhält sich da schön neutral.

 

Adaptiert nach einer Rezeptur aus dem Café Royal Cocktail Book, 1937.

Zutaten:

  • 45 ml Weißer Port
  • 45 ml Wodka
  • 2 Dashes Aromatic Bitters

 

Zubereitung:

1. Alle Zutaten zusammen mit Eis im Rührglas ca. 30 Sekunden kalt rühren.

2. In ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

3. Mit einer Zitronenzeste garnieren.

 

 

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  • Aber ich denke dass Vodka genau aus dem Grund, weil er geschmacks- und geruchslos ist in so vielen Cocktails enthalten ist.

    Ich nehme an das er vielen Drinks den gewissen Kick geben soll und wie auch beim Clubland passen doch auch andere Spirituosen mit gewissen Geschmacksrichtungen einfach nicht zusammen passen. Und daher greift man eben auf Vodka zurück.AntwortenAbbrechen

  • Naja, es mag auch Leute geben, die einen Vodka-Martini mögen – besonders, wenn er gar keinen Wermut und erst recht keine Bitters enthält. Sozusagen das Erbe des Herrn Bond.

    Wodka ist natürlich nichts schlechtes – er wurde nur als Non-Plus-Ultra Spirituose in recht vielen Drinks verwendet. Sicher auch weil er so geschmacklos und damit austauschbar ist. Er bringt aber aufgrund seiner Geschmacklosigkeit auch wenig Komplexität in die Drinks und ist deshalb nicht mal eben als Ersatz für z.B. Gin oder Rum in Cocktails gut geeignet – wurde aber sehr oft so verwendet.

    Im Clubland kann man aber erkennen, dass es Cocktails mit Wodka gibt, die dennoch vielschichtig und komplex im Geschmack sind. Weil Wodka hier nicht die Ersatzrolle für eine andere Spirituose spielt.AntwortenAbbrechen

  • Go.

    Ein toller Drink und wunderbare Fotos. Sehr inspirierend.
    Dazu eine Frage: Wie macht man so schöne Korkenzieher-Zesten?
    LG, Go.AntwortenAbbrechen

  • Frank

    Die Zesten mache ich immer so:
    - Ich schäle mit einem Sparschäler (wichtig, damit möglichst wenig von der bitteren, weißen Schicht dabei ist) einen langen, breiten Streifen dünn von der Zitrusfrucht.
    - Dann trimme ich diese dünne Zeste mit dem Messer zu einem max. 0,5 cm breiten Streifen und begradige auch die Enden.
    - Zuletzt wickel ich die Zeste zur Spirale auf (Tip: um einen dünnen Rührstab oder Trinkhalm wickeln), reibe sie einmal um den Glasrand (fürs Geruchsaroma), ziehe sie über dem Drink einmal kurz breit und lasse sie in den Drink gleiten oder hänge sie an den Glasrand.AntwortenAbbrechen

  • Ein schönes Foto. Ist es allgemeine Übereinkunft, dass Vodka keinen Geschmack hat? Also ich meine, Vodka zu schmecken, aber vielleicht ist es auch nur der Alkohol, der mir auf der Zunge brizzelt.AntwortenAbbrechen

  • Vodka / Wodka ist zumindest vom Amerikanischen Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms seit 1949 unter anderem so definiert: “… without distinctive character, aroma, or taste.”

    Viele Hersteller prahlen auch geradezu mit X-fach destillierten – und damit “reinen” Produkten, die letztlich salopp gesagt nichts anderes sind als Ethanol mit Wasser vedünnt.

    Ich will Wodka auch gar nicht schlecht machen – Er hat seine Berechtigung (und manch einer schmeckt sogar).AntwortenAbbrechen

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