Fränkische Bratwürste mit Gin-Sauerkraut

Bratwürste gehören, egal ob gegrillt, gebraten, geräuchert oder im Sud gezogen, zum Standard-Repertoire eines jeden Franken. Ich zeige Euch heute drei Sauerkraut-Variationen als Beilage dazu.

Zu den bekanntesten fränkischen Spezialitäten zählen die Nürnberger Bratwürste – genauer gesagt die Nürnberger Rostbratwürste. Als solche dürfen nur bezeichnet werden, die innerhalb der Nürnberger Stadtgrenzen nach einem penibel reglementierten Rezept hergestellt wurden, das 1313 erstmals vom Rat der Stadt Nürnberg festgeschrieben wurde.

Und so sind neben hochwertigstem Fleisch nur Schafsdärme, Salz, Pfeffer, Majoran und Gewürze nach Wahl des Erzeugers zu verwenden. Viele der in Nürnberg ansässigen, uralten Wirtshäuser haben Jahrhunderte alte Rezepturen, die sie hüten und weiter traditionsbewusst pflegen. Serviert werden die Würstchen dabei nach strengen Vorschriften: Sie dürfen nur auf dem Grill gebraten, auf einem Zinnteller serviert und mit Sauerkraut, Kartoffelsalat, Meerrettich oder Gebäck angeboten werden. Und niemals 2, 4, 5, 7 oder 9. Immer nur 6, 8, 10 oder 12 Stück. Oder 3 im Weggla. Oder 2 rohe als G’hägg-Weggla. Da ist der Franke eigen (Wie auch bei der Plural-Bildung. Die korrekte Mehrzahl von einem “Dellerla” (=Teller) ist natürlich völlig logisch viele “Dellerli”).

Fränkische Bratwürste sind größer als die kleinen “Nürnbergerle”, die Füllung ist zudem deutlich gröber. Serviert werden die Bratwürste auf einem Sauerkraut, das mit Gin und etwas Rahm verfeinert wurde. Der Gin gibt dem Kraut eine sehr warme Note, der zugefügte Rahm erzeugt ein wohlig-warmes Mundgefühl. Ein wenig Kümmel verhindert allzu heftige Nebenwirkungen der Verdauung.

Sauerkrautvariationen

Normalerweise wird das Sauerkraut in einem großen Topf zubereitet und dort mit ein paar Gewürzen wie Lorbeer, Wacholder, Kümmel oder Pfeffer aromatisiert. Ich finde es sehr spannend, bei der Zubereitung von Sauerkraut zu variieren und etwas Abwechslung auf den Teller zu bringen. Vor langer Zeit hatte ich die Bratwürste mit einem Sauerkraut-Mango-Fenchel-Salat serviert, was unglaublich gut miteinander harmoniert und mich wirklich überrascht hat.

Neben der eher extravaganten Variante mit Gin bereite ich mein Sauerkraut oft gebraten oder mit einer Senf-Mayonnaise zu.

Sauerkraut-Variationen

Gebratenes Sauerkraut

Dafür nehme ich das Sauerkraut aus dem Glas und presse es aus. Den Saft fange ich selbstverständlich auf, der wird zu einem späteren Zeitpunkt benötigt. Dann schäle und hacke ich eine Schalotte und schwitze diese in etwas Butterschmalz glasig an. Danach gebe ich das Sauerkraut zu und brate alles unter stetem Wenden, bis das Sauerkraut eine schöne braune Farbe angenommen hat. Mit Sauerkrautsaft ablöschen, etwas Butter zugeben und einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Sauerkraut mit Senf-Mayonnaise

Die Variante mit Senf-Mayonnaise ist reichhaltiger als die gebratene Variante, passt aber super zu regnerischen Tagen und einem guten Stück frischem Roggenbrot. Dafür mische ich 2 EL Mayonnaise mit 1 TL groben und 1 TL mittelscharfen Senf und schmecke die Mischung mit einem Spritzer Rotweinessig, Salz, Pfeffer und Zucker ab. Wer mag mischt ein wenig frisch gehackte Petersilie darunter. Mit dem warmen Sauerkraut vermengen, final abschmecken und servieren.

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten

Zutaten für die fränkischen Bratwürste mit Gin-Sauerkraut (Für 4 Personen):

  • 4 Paar fränkische Bratwürste
  • Etwas Butterschmalz
  • 800 g Bio-Sauerkraut
  • 100 ml Gin
  • 100 g Butter
  • 1-2 TL Kümmel
  • 200 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Das Sauerkraut mit dem Gin und dem Kümmel in einer Sauteuse erhitzen, dann bei mittlerer Temperatur etwa 30 Minuten köcheln lassen. Dann die Butter und die Sahne zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2 Die fränkischen Bratwürste in etwas Butterschmalz bei mittlerer Hitze langsam rundherum goldbraun braten. Tipp: Auch Würste dürfen rosa sein! Zum Braten eignet sich am besten eine schwere Eisenpfanne.

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Geschmortes Wildschweingulasch

Wenn ich sonntags gut essen aber wenig Arbeit haben möchte, so gibt es ein Schmorgericht. Die Vorbereitungszeit hält sich in Grenzen, den Hauptteil der Arbeit erledigt der Ofen ganz alleine. Praktisch, oder?

Nach dem Sauerbraten von den Kalbsbäckchen habe ich mit dem Wildschweingulasch das zweite Schmorgericht der Saison zubereitet. Dafür wird Wildschweinfleisch aus der Schulter verwendet, in Würfel geschnitten und für das Schmoren vorbereitet. Bei Gulasch verwende ich gerne eine fast identische Menge von Fleisch und Zwiebeln, was für Geschmack und Bindung in der Sauce sorgt.

Die Zwiebeln werden zunächst in etwas Schweineschmalz (Alternativ: Butterschmalz) angebraten. Danach wird das Fleisch portionsweise gebraten, um Röstaromen zu erzeugen. Danach erfolgt das Ablöschen und Reduzieren mit Rotwein, und schließlich folgt der Schmorprozess, der das Fleisch mürbe und zu einem echten Gaumenschmaus werden lässt. Mein nächstes Projekt aus der Reihe Gulasch wird eine belgische Variante, das „Carbonade flamande“, das für seinen süß-sauren Geschmack bekannt ist und diesen einem kräftigen Bier verdankt, das beim Schmorprozess zum Einsatz kommt.

Und übrigens: Das geschmorte Wildschweingulasch ist Teil eines eBooks rund um das Thema „Nordic Cooking“, das Ihr Euch hier kostenfrei herunterladen könnt. In dem Buch finden sich neben meinem Rezept auch Rezepte aus dem Restaurant „Noma” in Kopenhagen.

Rezept

Dauer: Ca. 45 Minuten Vorbereitungszeit, ca. 2,5 Stunden Schmorzeit

Zutaten für das Wildschweingulasch (Für 4 Personen):

  • 1,2 kg Wildschweinfleisch aus der Schulter
  • 1 kg Zwiebeln
  • Etwas Butter- oder Schweineschmalz
  • 500 ml Rinderfond
  • 500 ml Rotwein
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL Rosenpaprika
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Zwiebeln und zwei Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Zwiebeln in einem großen Schmortopf mit Butter- oder Schweineschmalz langsam dünsten, bis diese glasig und braun werden. Entnehmen.

2 Derweil das Wildschweinfleisch in etwa 2×2 cm große Würfel schneiden und anschließend in etwas Butter- oder Schweineschmalz portionsweise von allen Seiten anbraten. Bei der letzten Portion das gesamte Fleisch in den Schmortopf geben, Zwiebeln zugeben und mit ca. 1/3 des Rotweins ablöschen. Aufkochen und komplett reduzieren lassen. Vorgang einmal wiederholen, danach den restlichen Rotwein und den Rinderfond angießen. Langsam erhitzen.

3 Währenddessen den Backofen auf 140°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

4 Das Wildschweingulasch mit Rosenpaprika und Sojasauce würzen. Wacholderbeeren leicht quetschen und mit dem Lorbeerblatt zugeben. Mit geschlossenem Deckel etwa 2,5 Stunden schmoren.

5 Für die Gremolata die übrige Knoblauchzehe schälen und mit der Petersilie fein hacken. Die Schale der Zitrone abreiben und diese Zutaten miteinander vermischen.

6 Das Wildschweingulasch aus dem Ofen nehmen und ggf. abschmecken. Durch die Zugabe von Rinderfond und Sojasauce hat das Gulasch eine gute Würze, daher bitte erst probieren! Die Sauce ggf. mit einer Mischung aus 20 ml kaltem Wasser und 1 EL Mehl binden. Anrichten, die Gremolata darüber streuen und servieren.

Tipp: Als Beilage passen Kartoffel- oder Semmelknödel. Das Gulasch schmeckt wieder aufgewärmt am nächsten Tag aromatischer.

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Werbe-Hinweis: Im Artikel wird ein eBook beworben und die Webseite www.sonneundstrand.de verlinkt. Das Rezept wurde als Auftragsarbeit für das eBook erstellt. Auf den Inhalt des Artikels wurde kein Einfluss genommen.
  • Sebastian K.

    Ha! Carbonnade hatte ich am Samstag im Les Brassens in Brüssel. Göttlich!AntwortenAbbrechen

  • Sehr schön, nur frage ich mich, wo Du immer das Essen einlagerst. Das kannst du unmöglich alles alleine verzehren.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke, Steffen. Ich koche nicht für mich alleine, ich habe Familie und außerdem oft Gäste, und wenn tatsächlich etwas übrig bleibt, freuen sich die Kollegen sehr…AntwortenAbbrechen

      • Saskia

        Das Gulasch klingt so toll, dass ich mir direkt das ebook runterladen wollte.
        Aber leider wird die Datei nicht gefunden. :(
        Trotzdem- sieht unglaublich schmackhaft aus! Wie immer.
        LGAntwortenAbbrechen

"Auf die Hand" von Stevan Paul [Rezension]

Schwer kommt es daher, das neue Buch von Stevan Paul. Ein hochwertiger Einband, dickes Papier, 287 Seiten: Wer das Buch kauft, hat nicht nur etwas „Auf die Hand“, sondern auch etwas in der Hand.

Der hohe Qualitätsanspruch zieht sich nahtlos durch das gesamte Werk: Rezepte, Rezepttexte, die Fotografie, die Reportagen und das Register, alles hat Hand und Fuß. Einzig Bändchen vermisse ich, um Rezepte markieren zu können. Wahrscheinlich wurden diese aber bewusst weggelassen, denn selbst eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Bändchen hätte nicht ausgereicht: Zu markieren gibt es nämlich mehr als genug.

Stevan Paul schafft es für mich in seinen Werken immer wieder, das Simple, das schon oft Gesehene so ansprechend mit einem neuen Anstrich zu versehen, dass es spannend und nachahmenswert wird, und sogar inspiriert. „Deutschland vegetarisch“ inspirierte mich dazu, mich mehr mit der kulinarischen Geschichte der Heimat zu beschäftigen und die typische Küche Frankens besser verstehen zu versuchen. Einfache Gerichte wie Bratwürste mit Sauerkraut, Schäuferla oder fränkischer Ziebeleskäs gewannen für mich an Bedeutung. Ich liebe es, diese traditionsreichen Rezepte zu probieren und anschließend kreativ zu modernisieren oder an meine Küche anzupassen.

steak-baguette-portwein-zwiebeln

“Auf die Hand”löst bei mir etwas Ähnliches aus: Klassiker bekommen Relevanz und werden durch den Anspruch des Autors, viel selbst herzustellen, demystifiziert. Obwohl ich seit längerem die Welle des „selbst machens“ reite, bin ich bisher noch nicht auf die Idee gekommen, Leberkäse selbst herzustellen. Stevan Paul hat es mit „Auf die Hand“ geschafft, Streetfood ein Qualitätssiegel zu verpassen und das Image von schnell produziertem, fett- und kalorienhaltigem Junkfood zu hochqualitativen Kreationen zu verschieben. Er zeigt, wie lebendig Deutschlands Szene ist, wie viel Leidenschaft in den Food-Trucks, Delis und Imbißbuden der Republik existiert, wie passioniert alte Dinge neu interpretiert werden und die kulinarische Landschaft landauf landab bereichern. Denn „Auf die Hand“ ist mitnichten nur eine Sammlung toller Rezepte rund um Sandwiches, Burger, Toasts, Fingerfood und Abendbrot: Das Buch erzählt bunt die Geschichten einiger Imbißbuden-Betreiber und Food-Aficionados, die Stevan nicht nur textlich und mit Rezepten zum Leben erweckt, sondern denen bildlich durch die starke Fotografie von Daniela Haug Raum gegeben wird, die dem Leser das Gefühl gibt, durch das Buch direkt in der Schlange vor der Theke zu stehen.

„Ich finde, Kochbücher müssen heute mehr sein als reine Rezeptsammlungen. Ich liebe diese Dreifaltigkeit aus Rezepten, die funktionieren, menschlichen Geschichten und Hintergründen, die dazu erzählt werden können.“ sagt der Autor selbst in einem Video zum Buch – und das stimmt.

Natürlich profitiert das Buch vom Zeitgeist: „Auf die Hand“ erscheint zum perfekten Zeitpunkt für einen perfekten Markt. In den Metropolen der Republik erfreut sich Streetfood großer Beliebtheit, als Beispiele seien hierfür nur die mutmaßlich größte Food-Truck-Szene Deutschlands in Nürnberg oder der “Streetfood Thursday” in der Berliner Markthalle 9 genannt. „Auf die Hand“ ist das perfekte Produkt für einen perfekten Markt.

Die Rezepte

Dem Werk gelingt es vortrefflich, nicht trivial zu sein. Rezepte für strammen Max, Hot Dog oder Croque Madame finden sich in vielen Büchern. Stevan Paul verzichtet nicht auf diese Klassiker. Er schafft es, diesen vermeintlich einfachen, zigmal gesehenen Rezepten einen individuellen Twist in Form kreativer Abwandlung, kompletter Herstellung aller Komponenten oder narrativer Elemente beizumengen. Zudem finden sich im Buch mehrheitlich inspirierende, ungewöhnliche Rezepte wie der „Angry Beef Burger mit Kimchi“, die „Louisiana Lobster Roll“, der Burger „Shiso-Style“ (Boah!) oder das vietnamesische Cô Cô Bánh Mì.

Letzteres wird in Berlin Mitte in einem wunderschönen Deli authentisch wie im Herkunftsland Vietnam serviert: Baguette aus Weizen- und Reismehl wird mit Leberpastete, Grillfleisch, Gurken, Tomaten und einer vietnamesisch-fruchtig-scharfen Sauce belegt. Alles handgemacht, alles frei von Zusatzstoffen. Kein Wunder, dass bei meinem Besuch an einem Freitagmittag viel los und die Nachfrage groß war.

Cô Cô Bánh Mì Deli in Berlin-Mitte
Cô Cô Bánh Mì Deli in Berlin-Mitte
Cô Cô Bánh Mì Deli in Berlin-Mitte

Wer also einmal in Berlin ist, der sollte einen Besuch im Cô Cô Bánh Mì Deli in Berlin-Mitte einplanen.

Cô Cô Bánh Mì Deli
Rosenthaler Straße 2, 10119 Berlin

Neben dem Bàhn Mì in der Originalversion habe ich, wie Ihr im Laufe der letzten Woche sicher mitbekommen habt, drei Rezepte aus dem Buch probiert: Das Steak-Baguette mit Portwein-Zwiebeln und Dijonsenf-Mayonnaise, selbst gemachten Leberkäse und daraus fabrizierten strammen Max sowie Bagel mit Lachs und Honig-Senf-Sauce. Die Rezepte lassen sich problemlos nachkochen, die Angaben sind wie immer exakt. Auch bei vermeintlich schwierigeren Vorgängen wie dem eigenen Herstellen von Backwaren funktionieren die Anleitungen sehr gut und bringen schöne Ergebnisse. Das Buch eignet sich somit auch für Einsteiger.

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Fazit

„Auf die Hand“ gehört für mich neben „North“, „On Fire“, „In the Charcuterie“ und Giorgio Locatellis „Sizilien“ zu den Lieblings-Kochbüchern 2014. Die durchgängig hohe Qualität des Werkes und die inspirierenden Rezepte machen es für mich zu einem universellen Ratgeber und einer Inspirationsquelle für hochqualitative Snacks. Momentan gibt es in diesem Bereich keine bessere Rezepte-Sammlung. Wer also noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für kulinarisch interessierte Personen ist, dem kann ich „Auf die Hand“ wärmstens empfehlen.

„Auf die Hand“ von Stevan Paul
Christian Brandstätter Verlag, Wien
ISBN 978-3-85033-812-7

Hinweis: Alle Links zu Amazon sind Affiliate-Links.

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  • Klingt sehr vielversprechend. Ich finde es generell besser, wenn man bei einem guten Buch (auch bei einem Kochbuch) etwas Richtiges in der Hand hat und nicht nur ein “seelenloses” eBook vor sich hat. Auch die können natürlich sehr gut sein, aber ein richtiges Buch ist dann doch viel hochwertiger. Vielen Dank für diesen Buchtipp!

    Viele Grüße OliverAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Oliver, ja, da macht’s gleich wesentlich mehr Spaß, sich immer wieder mit dem Buch zu beschäftigen.AntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe, Du sprichst bzw. schreibst mir aus der Seele. Ich teile Deine Begeisterung auch für dieses Kochbuch uneingeschränkt und kann mir nun eine eigene Rezension sparen, denn so gut wie Du es auf den Punkt gebracht hast, bedarf es keiner weiteren Worte! Herzlichst, KathrinAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Liebe Kathrin, oh, das freut mich, dass Dir die Rezension gefällt! Stevan ist hier wirklich ein toller Wurf gelungen…AntwortenAbbrechen

  • Lieber Uwe,
    ich kann dir nur zustimmen, das Buch gehört auch zu meinen Highlights 2014!
    Ich hatte die Freude, vor ein paar Wochen Stevan Paul und “Auf die Hand” auf einer Buchvorstellung kennen zu lernen.
    Es gab ein paar Köstlichkeiten aus dem Buch konnte man probieren und es war durch die Bank weg sehr lecker! :-)
    Liebe Grüße
    NicoleAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Bei mir wird es sehr ähnlich laufen wie bei “Deutschland vegetarisch”: Ich werde daraus noch einiges nachkochen…AntwortenAbbrechen

  • Barbara

    Hallo Uwe, ja endlich mal wieder ein gutes Koch- und Bilder(!)buch!
    Probier mal die Burger-Buns von Alfredo Sironi aus!
    Habe sie jetzt 2mal gebacken, sie gelingen zuverlässig und es gibt endlich
    ein knuspriges und fluffiges Burger-u. Sandwich Bunny.
    Werde das ganze demnächst mal mit französischem Baguettemehl (T65)
    ausprobieren! Schönen Gruss BarbaraAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Danke für den Hinweis! Ich habe die Buns tatsächlich schon auf meiner Liste (Klar, als Burger-Nerd) und bin gespannt, wie diese Jungs im Vergleich zu den Brioche Burger Buns abschneiden…AntwortenAbbrechen

  • Moin,
    ah!
    Noch ein begeisterter!
    Wir haben uns auch in das Buch verliebt und erstmal den Bagel ausprobiert.
    Lohnt sich!

    http://immer-wieder-sonntag.blogspot.de/2014/11/liebe-auf-den-ersten-blick.html

    Gruß aus Oldenburg

    Petra und Michael (Michael)AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ja, das lohnt sich in der Tat! Ich hatte auch viel Freude mit den leckeren Bagels…AntwortenAbbrechen

lachs-bagel-mit-frischkaese-und-honig-senf-dressing

New York City in da house! Der Lachs-Bagel gehört zur Streetfood-Szene des Big Apple wie Pech zu Schwefel. Ernie zu Bert. Dick zu Doof. You get it.

Bagel. Bagel sind mitnichten eine US-Erfindung, sondern stammen wohl aus Europa. Jüdische Einwanderer aus Osteuropa brachten das Gebäck schließlich in die USA, wo es schnell zum Inventar einer jeden anständigen Küche avancierte.

Typisch für einen Bagel: Das Loch in der Mitte. Bagel werden vor dem Backen immer ganz kurz in Wasser gekocht und bestehen aus Hefeteig. Das Kochen sorgt dafür, dass das Gebäck beim Backen seine Form bewahrt und knuspriger wird. In New York werden Bagel mit allerlei Zutaten belegt an jeder Straßenecke angeboten und gerne zwischendurch genossen.

Die Kombination mit Lachs ist entgegen der europäischen Historie des Bagels eine rein amerikanische Schöpfung: Bagel and Lox gilt als typisch jüdische Frühstücksspezialität, die gerne Sonntags aufgetischt und verzehrt wurde.

Im Wesentlichen besteht dieser Snack aus dem Gebäck, sanft gegartem Lachs, etwas Frischkäse und einer aromatischen Honig-Senf-Sauce. Die wenigen Komponenten reichen aus, um dem Sandwich einen tollen Geschmack zu verleihen. Bei Fisch-Burgern bin ich sehr skeptisch, diese Variante überzeugt jedoch auf ganzer Linie. Hätte ich einen Food-Truck, würde diese Variante öfter auf der Karte stehen.

Rezept

Dauer: Ca. 20 Minuten (Wenn die Bagels nicht selbst gemacht werden)

Zutaten für die Bagels mit gegrilltem Lachs und Senf-Honig-Sauce (Für 4 Personen):

  • 400 g Lachsfilet ohne Haut
  • 4 Bagels
  • 80 g Frischkäse (Kann man wunderbar selbst machen!)
  • Salat
  • Etwas Butterschmalz
  • Salz

Für die Senf-Honig-Sauce:

  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 4 EL Honig (Am besten flüssiger Honig)
  • 4 EL grobkörniger Senf
  • Salz

Zubereitung:

1 Für die Sauce den Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden. Mit dem Honig und dem Senf vermischen.

2 Den Lachs in etwas Butterschmalz von jeder Seite bei mittlerer Hitze etwa 3-5 Minuten gar ziehen lassen. Mit zwei Gabeln auseinander ziehen und wenig salzen.

3 Die Bagels halbieren, mit Frischkäse bestreichen und mit Salat belegen. Lachs verteilen und mit der Honig-Senf-Sauce beträufeln. Deckel druff, fertig.

Quelle: „Auf die Hand“ von Stevan Paul

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  • Sehr lecker Uwe, der steht im clubzimmer auch auf der Nachkochliste! Eigentlich könnte ich gleich in die Küche gehen – oder findest Du 8:00 Uhr zu früh für einen Burger ….?AntwortenAbbrechen

  • Micha

    Hallo Uwe …

    Ich zitiere Dich mal: “… wenn man die Bagles nicht selber macht”. Ich bin mal so gemein und unterstelle Dir, daß Du ein unverschämt gutes Rezept für die Bagles hast, die mit dem hier von Dir vorgestellten Belag (klingt eigentlich viel zu schnöde…) harmoniert.

    In gespanntem Sabbern,
    MichaAntwortenAbbrechen

  • Das klingt wie immer wieder sehr lecker. Ich kann mir gut vorstellen, dass es mit selbst geräuchertem Lachs auch sehr gut schmeckt. Das Rezept für die Bagels würde mich auch sehr interessieren. Es wäre schön, wenn du es uns verraten würdest.

    Viele Grüße JessicaAntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hallo Jessica, das werde ich noch tun, das Rezept kommt auch in den nächsten Tagen…AntwortenAbbrechen

Strammer Max mit Leberkäse, gebratenem Sauerkraut und pochiertem Ei
Gestern gab’s den Leberkäse mit ausführlicher Bauanleitung, heute gibt’s den strammen Max. Allerdings nicht klassisch, sondern etwas uminterpretiert. Die Vorlage dafür lieferte Stevan Pauls Kochbuch „Auf die Hand“.

Gutes Brot, guter Schinken, ein Spiegelei – fertig. Eigentlich müsste am klassischen Rezept des strammen Max (die Etymologie des Begriffs „Strammer Max“ lasse ich aus nicht ganz jugendfreien Gründen einfach einmal unter den Tisch fallen…) nichts geändert werden. Geht schnell, schmeckt gut, macht satt. Eigentlich. Aber Rezepte neu interpretieren macht einfach viel zu viel Spaß und darf auch vor Klassikern nicht Halt machen.

Inspiriert von Stevan habe ich also Sauerkraut goldbraun angebraten, ein wenig mit Zwiebeln, Lorbeer, Salz und Zucker gewürzt, meinen Leberkäse von gestern aufgeschnitten, eine leckere Senf-Mayonnaise zusammengerührt und in reichlich Salzwasser Eier pochiert und alles auf frischen, knusprigem Roggenbrot zu einem hübschen Türmchen geschichtet (Das mache ich ja sowieso gerne, wie Ihr hier und hier sehen könnt…). Fertig. Besser.

Da kommt mir gerade eine Idee…hat eigentlich schon jemand einen „Strammen Max Burger“ ausprobiert…? Nein? Ich bin dann mal in der Küche…

Strammer Max mit Leberkäse, gebratenem Sauerkraut und pochiertem Ei

Rezept

Dauer: Ca. 20 Minuten

Zutaten für den strammen Max mit Leberkäse, gebratenem Sauerkraut und pochiertem Ei (Für 4 Personen):

  • 4 Scheiben Roggenbrot
  • 4 Scheiben Leberkäse, warm (Selbst gemacht nach diesem Rezept)
  • 250 g Sauerkraut
  • Etwas Butterschmalz
  • 20 g Butter
  • 1 Schalotte
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Eier
  • 2 EL Mayonnaise
  • 1 TL grober Senf
  • 1 TL feiner Senf
  • 1 EL Joghurt
  • 1 TL Rotweinessig
  • Etwas Zucker
  • Etwas Rosenpaprika
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Für das Sauerkraut die Schalotte schälen und fein hacken. Das Sauerkraut ausdrücken und den Saft auffangen. Die Zwiebeln in etwas Butterschmalz glasig anschwitzen. Sauerkraut zugeben und braten, bis es Farbe nimmt. Mit dem Sauerkrautsaft ablöschen, Lorbeerblatt und Butter zugeben und einkochen lassen. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

2 Für die Senf-Mayonnaise die Mayonnaise mit dem Senf, Joghurt und Rotweinessig vermischen. Mit Zucker und Salz abschmecken. Wer mag, kann etwas gehackte Petersilie untermischen.

3 Die Brotscheiben in einer Pfanne trocken anrösten. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, etwas Essig zugeben. Mit einem Kochlöffel einen Strudel bilden und ein Ei aufschlagen und in das Wasser kippen. Etwa 3 Minuten pochieren. Entnehmen. Mit den anderen Eiern genau so verfahren.

4 Sauerkraut gleichmäßig auf die Brotscheiben verteilen. Mit der Senf-Mayonnaise würzen. Leberkäse und pochiertes Ei darauf anrichten. Rosenpaprika darüber streuen und servieren.

Quelle: Inspiration aus „Auf die Hand“ von Stevan Paul

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  • Das sieht wirklich nach einer ganz hervorragenden Version vom strammen Max aus. Gerade bei solch simplen Sachen gibt es Qualitätsunterschiede wie Himmel und Hölle.
    Wollte schon die ganze Zeit mal einen Blick in das neue Buch von Stevan Paul werfen, es ist dringend nötig, wie ich merke.
    LG NeleAntwortenAbbrechen

  • […] mit Portwein-Zwiebeln und Dijonsenf-Mayonnaise, selbst gemachten Leberkäse und daraus fabrizierten strammen Max sowie Bagel mit Lachs und Honig-Senf-Sauce. Die Rezepte lassen sich problemlos nachkochen, die […]AntwortenAbbrechen