Pasta all

Beschäftigt man sich etwas ausführlicher mit Pasta-Klassikern, so kommt man früher oder später an der Pasta all’Alfredo nicht vorbei. Gut so.

Ja, zugegeben: Die Pasta eignet sich nicht für die gesunden Kategorien dieser Welt. Für die Sauce wird nämlich Fett mit Fett und anschließend zur Sicherheit noch einmal mit Fett kombiniert, abgeschmeckt und mit Fett bestreut. Da ist es auch schon egal, auf fettarme Varianten bei der Zugabe der Fette zu achten. Der Geschmack reiht sich hier allerdings nahtlos ein, und kann mit einem Wort sehr treffend beschrieben werden: Fett.

Aus Sahne, Butter und einer ordentlichen Portion Käse entsteht eine wunderbar sämige Sauce, die mit einem Hauch Salz und viel Parmesan jede Pasta-Sorte in ein Fest verwandelt. Fett und Kohlehydrate funktionieren eben immer. Die Pasta-Kreation geht zurück auf den Restaurantbesitzer Alfredo di Lelio, der 1914 ein uraltes Rezept aus dem 16. Jahrhundert adaptierte. Das Gericht war zunächst als „doppio burro“ bekannt, weil die Nudeln vor und nach dem Kochen mit Butter versetzt wurden. Alfredo machte daraus sogar eine noch reichhaltigere Version „triplo burro“, als seine schwangere Frau während der Schwangerschaft mit argen Gewichtsproblemen zu kämpfen hatte. Die Pasta fand den Weg auf die Speisekarte seines Restaurants und wurde alsbald als Pasta all’Alfredo weltbekannt.

Rezept

Dauer: Ca. 20 Minuten

Zutaten für die Pasta all’Alfredo (Für 4 Personen):

  • 600 g Pasta
  • 100 g Butter
  • 200 g Sahne
  • 50 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Die Nudeln al dente garen.

2 Währenddessen die Butter in einem Topf schmelzen und dann die Sahne und den geriebenen Parmesan zugeben und unterrühren. Einkochen, bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Abschmecken.

3 Mit den Nudeln vermischen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Quellen:

  • Rezept: „Alles über Pasta“ aus dem Christian Verlag
  • Hintergrundinformationen: Wikipedia

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Herbstliche Lamm-Bratwürste im Schweinenetz mit Pflaumen-Chutney

Wer gerne grillt, wird selbst gemachte Würste lieben. Selbst zu wursten wird dabei oft nicht in Betracht gezogen. Dabei braucht man weder Wurstfüllmaschine noch Fleischerlehre, um gute Ergebnisse zu erzielen. Eine Alternative.

Eine gute Wurst frisch vom Grill ist etwas Leckeres. Noch besser schmeckt die Wurst, wenn man genau weiß, was drin ist und wenn man Kreationen außerhalb der in jeder Fleischtheke erhältlichen Norm schafft. Die Kreativität muss nämlich nicht vor der Theke aufhören. Wurst selbst herzustellen ist leichter als man denkt und mit ein paar Tricks auch nicht zeitaufwändig. Teures Equipment ist nicht zwangsläufig von Nöten, auch mit einfachen Mitteln können leckere Würste für die nächste Grillparty (Ja! Auch im Herbst und Winter! Es ist immer Grillsaison!) geschaffen werden.

Um Würste selbst herzustellen, wird lediglich etwas Schweinenetz benötigt. Das Brät muss schließlich zusammen- und davon abgehalten werden, zu zerfallen, wenn es auf den Grill oder in die Pfanne gelegt wird. Das Schweinenetz stammt aus dem Bauchfell von Schweinen und umgibt dort die meisten inneren Organe. Der Vorteil: Hackfleischmassen können einfach per Hand in Schweinenetz eingewickelt werden. Das Schweinenetz verschwindet beim Garprozess fast völlig und stört den Geschmack in keinster Weise. Schweinenetze müssen beim Metzger vorbestellt werden, sind aber ohne Probleme zu bekommen. Gefroren halten sie sich mehrere Monate im Tiefkühler und können bei Bedarf in handwarmen Wasser aufgetaut und anschließend benutzt werden. Feine Sache.

Es gibt nun zwei einfache Wege zur eigenen Wurst mit Hilfe des Schweinenetzes:

  • Pimp my Wurst: Die wohl einfachste Möglichkeit ist die, bereits fertig gekaufte Würste „aufzumotzen“ und geschmacklich zu variieren. Dafür wird das Brät aus den Häuten geholt und mit zusätzlichen Zutaten vermischt. Besonders lecker ist zum Beispiel, fränkische Bratwürste mit etwas Püree von der Roten Bete zu mischen und anschließend wieder in ein Schweinenetz zu sperren.
  • Create my Wurst: Dafür lasse ich beim Metzger 1/4 Schweinebauch oder Speck und 3/4 Fleisch – z. B. aus der Hüfte oder auch Roastbeef – durch den Wolf drehen. Das erspart mir das aufwändige Wolfen zuhause. Pro Kilogramm Fleisch verwende ich etwa 20 – 22 g Salz und anschließend beliebige Gewürze, Obst, Pürees oder andere Zutaten, um die Wurst zu aromatisieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für das heutige Rezept habe ich Lammfleisch beim Metzger wolfen lassen, gesalzen und gepfeffert. Anschließend kamen fein geschnittene Äpfel, Petersilie sowie gemahlener Zimt dazu. Die Masse habe ich zu Würsten geformt und in Schweinenetz gewickelt, anschließend etwa 10 Minuten unter stetem Wenden bei mittlerer Hitze auf dem Grill gegart. Dazu gab’s herbstliches Pflaumen-Chutney, das ich bereits im Spätsommer zu Pancetta-Röllchen serviert hatte.

So einfach kann wursten sein.

Herbstliche Lamm-Bratwürste im Schweinenetz mit Pflaumen-Chutney

Rezept

Dauer: 30 Minuten Vorbereitungszeit, etwa 10 Minuten Grillzeit

Zutaten für die herbstlichen Lamm-Bratwürste im Schweinenetz mit Pflaumen-Chutney (Für 4 Personen):

  • 750 g Lammhackfleisch aus der Hüfte,
  • 250 g Speck, bereits beim Metzger durch den Wolf gedreht
  • 1 Apfel
  • 1-2 TL Zimt
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 22 g Salz
  • 1 TL Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Schweinenetz

Für das Pflaumen-Chutney:

  • 500 g Pflaumen
  • 2 rote Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Handvoll gehackte Petersilie
  • 1-2 EL Weißweinessig
  • 1 EL Zucker
  • Salz

Zubereitung:

1 Den Apfel entkernen und in feine Würfel hacken. Petersilie hacken. Fleisch mit Apfelwürfeln, Zimt, Petersilie, Salz und Pfeffer mischen und abschmecken. 8 Würste aus der Masse formen und in Schweinenetz wickeln.

2 Für das Pflaumen-Chutney die Pflaumen waschen, entsteinen und fein hacken. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und inklusive der Chili ebenfalls fein hacken. Alles vermischen (inkl. Petersilie) und mit Weißweinessig, Zucker und Salz abschmecken.

3 Würste auf dem vorgeheizten Grill (180°C) etwa 10 Minuten unter Wenden fertig braten. Mit dem Chutney servieren.

Quelle: Anregung für die „Gepimpten Würste“ aus dem Buch „BBQ & Grill“ von Stéphane Reynaud

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Kardamom-Birnen-Kuchen

Den heutigen Tag könnt Ihr getrost dick und fett mit rotem Stift im Kalender markieren: Ich habe gebacken! Damit ist mein Soll für dieses Jahr eigentlich erfüllt, wenn da nicht dieser unglaublich leckere Kuchen wäre…

Nürnberg, Deutschland. Ein hungriger Food-Blogger sitzt vor seinem Rechner und durchforstet das Food Wide Web nach Inspiration. Gesucht: Ein Rezept für einen Kuchen, leicht zu backen, kein großer Aufwand und dennoch etwas Ungewöhnliches. Fündig wird der Food-Blogger mal wieder bei Chef Hansen, einem passionierten Hobby-Patissier und berühmt-berüchtigten Macarons-Manufacturer.

Birne, im Ganzen in einem aromatischen Wein-Sirup mit vielen (winterlichen) Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Kardamom und Gewürznelke pochiert, dazu ein Eier-Teig mit viel Kardamom: Genug Information um meinen Entschluss zu fassen: Diesen Kuchen oder keinen! Verschwiegen wird an dieser Stelle geflissentlich, dass sich die Zubereitungszeit auf etwa 20 Minuten begrenzen und der Schüsselverbrauch auf eine reduzieren lässt.

Schon kurz nach dem Ansetzen des Weinsirups durchströmen köstliche Aromen die Wohnung, die das Backen alleine rechtfertigen. Später vermischen sich diese Gerüche mit dem angenehmen Kardamom-Aroma aus dem Backofen. Und der kleine Food-Blogger sitzt andächtig vor dem Ofen und schaut dem Teig dabei zu, wie er immer höher klettert…

Damit aber nicht genug: Der Clou an dem Kuchen kommt gleich in doppelter Ausführung: Einmal im Rahmen einer Glasur aus weißer Schokolade, die ich als Teenager tafelweise gegessen habe, und zum Zweiten gemäß des französischen Napfkuchen-Vorbilds „Baba au rhum“. Der Weinsirup, in dem die Birnen pochiert wurden, wird nämlich dazu genutzt, den Kuchen zu tränken. Und so gelangt ein saftig-aromatischer Birnen-Kardamom-Kuchen auf die Kaffee-Tafel, der so gar nichts mit gewöhnlichen trockenen Kuchen gemein hat. So kann ich mich an das Backen gewöhnen, gerne auch zweimal im Jahr.

Kardamom-Birnen-Kuchen

Rezept

Dauer: Vorbereitungszeit: 20 Minuten, Backzeit: 50 Minuten, Kochzeit: 30 Minuten

Zutaten für den Kardamom-Birnen-Kuchen:

  • 3 Birnen
  • 1 Flasche Weißwein (z. B. Riesling)
  • 250 g Zucker
  • 500 ml Wasser
  • 2 Zimtstangen
  • 8 Kardamom-Kapseln
  • 4 Gewürznelken
  • 3 Sternanis

Für den Kuchen:

  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 4 Eier
  • 2 TL Backpulver
  • 1 EL Kardamom (gemahlen)
  • 100 g weiße Schokolade

Zubereitung:

1 Weißwein, Wasser, Zucker und Gewürze aufkochen. Derweil die drei Birnen schälen, Stil-Ansatz bleibt unbedingt dran! Nun die Birnen in dem Weinsud etwa 30 bis 40 Minuten pochieren. Entnehmen und den Sud auf die Hälfte einkochen lassen.

2 Derweil die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und nach und nach die Eier zugeben. Dann das Mehl, Backpulver und den Kardamom untermischen und alles gut verrühren.

3 Eine 1,5 L große Kastenform mit Backpapier auslegen. Den Teig einfüllen und die Birnen einsetzen. Bei 170°C Umluft etwa 50 Minuten backen.

4 Die weiße Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und den Kuchen glasieren. Trocknen lassen. Aus der Form lösen und das Backpapier mit chirurgischer Präzision entfernen.

5 Den Kuchen mit dem Sirup tränken. Ich habe dafür eine Spritze benutzt und den Sirup – ebenfalls mit chirurgischer Präszision – injiziert.

Quelle: Yvette van Boven, “Home Made Winter” (Zur Rezension)

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  • Uwe – Du bist ein Held! Der Kuchen sieht köstlich aus und landet nun bei mir – Backmuffel und -anfänger – auf der Nachbackliste. Merci!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Na dann haben wir da ja etwas gemeinsam, ich bin ja auch eher ein Muffel….muss aber sagen, dass der Kuchen echt gut für die Muffel unter uns geeignet ist….AntwortenAbbrechen

  • Basler Dybli

    Ich sitze voller Begeister- und/oder Entzückung vor dem Bildschirm. Ein Kuchen – und das bei DIR :-) Und dann gleich noch solch eine “Nummer” ! Der kommt zwingend auf meine To-do-Liste.
    Dazu eine Frage, was empfielst du einem “Unter- und Oberhitze Backlaien” ? Danke für das Rezept und deine geschätzte Antwort.AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Hui, danke Dir für das Feedback, das freut mich! Was ich empfehle? Umluft! *g* Ich habe den Kuchen tatsächlich mit 170°C Umluft gebacken.AntwortenAbbrechen

      • Basler Dybli

        Danke für deine rasche Antwort. Ich hoffe auf dein Verständniss wenn ich es mit Unter-und Oberhitze versuchen werde. Die Anschaffung eines neuen Ofens auf die Schnelle, wegen deines Wunderkuchens ist (im Moment) doch etwas hochgegriffen ;-) AntwortenAbbrechen

  • Daniel

    Zu aller erst:
    Das Rezept zieht einem die Socken aus!
    Unglaublich wie saftig und würzig weihnachtlich dieses Stück Kuchen im Mund zergeht.
    Das Rezept ist nur zu empfehlen und ist genau das richtige zu dieser Jahreszeit.
    Kardamom in dieser Form kennt man ja eher vom Lebkuchen aber in dieser Form kann ich diesem Gewürz noch viel, viel mehr abgewinnen.

    Das Rezept an sich ist, wie vorher angesagt, sehr simpel und zügig vollzogen. Man behält die Küche sauber, dafür aber die Mäuler nicht zufrieden. Deswegen empfehle ich für genügend Nachschub zu sorgen oder ein wenig experimentierfreudig zu sein: Die Birnen ersetze ich ganz einfach mit Äpfeln (unbedingt Boskoop Äpfel benutzen!) und habe eine neue Geschmacksrichtung die ebenfalls perfekt zu dieser Jahreszeit passt.

    Einen eintigen Verbesserungsvorschlag habe ich jedoch.
    Bei mir sind die in den Teig eingesetzten Birnen immer umgefallen, verrutscht.
    Ich empehle das unterste Ende der Früchte mit einem geraden Schnitt abzutrennen. Dann werden sie ganz einfach aufrecht im Teig stehen bleiben und garantieren ein wirklich perfektes finish!

    lg und danke für diese Inspiration!AntwortenAbbrechen

Gnocchi alla Romana

Gnocchi werden nicht nur aus Kartoffeln hergestellt. Wie flexibel und wohlschmeckend die kleinen Nocken sein können, zeigt nicht nur das heutige Rezept. Der Abschluss einer Reise.

Typischerweise werden Gnocchi aus Kartoffeln hergestellt. Die Produktion ist schwierig und oft mit Frustration verbunden, weil der Kartoffelteig gerne klebt und das Formen der Nocken erschwert. Die Zugabe von zu viel Mehl wirkt sich nachhaltig auf den Geschmack aus, zu wenig Mehl macht die Verarbeitung zu einem Abenteuer.

Gnocchi müssen aber nicht nur aus Kartoffeln hergestellt werden. Vor zwei Wochen habe ich Euch eine Variante aus Kürbis vorgestellt, vor längerer Zeit zeigte ich Euch die französische Variante: Gnocchi à la Parisienne.

In dem damaligen Artikel listete ich die verschiedenen Varianten auf. Neben Pariser- und Kartoffel-Gnocchi nannte ich unter anderem die “Gnocchi alla Romana”, die ich bislang noch nicht selbst zubereitet und ausprobiert hatte. Diese Reise ist nun beendet, ich habe die Lücke geschlossen.

Gnocchi alla Romana werden aus Hartweizengrieß, Milch, Parmesan und etwas Muskat hergestellt. Das Procedere gleicht dem Vorgehen für die Herstellung einer Polenta, nur dass der Teig nicht cremig sondern sehr fest sein soll. Nachdem die Masse ausgekühlt ist und auf ein Brett gestrichen wurde, werden Formen ausgestochen oder Karos geschnitten. Diese können wahlweise im Backofen überbacken oder in einer Pfanne gebraten werden.

Typisch für Gnocchi alla Romana ist, dass sie mit einer einfachen Tomatensauce serviert werden. Ich habe die Sauce etwas verändert und eine klassische Sauce “Neapolitana” dazu serviert. Dafür werden Tomaten entkernt, gewürfelt und kurz mit Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl gedünstet. Nach dem erfolgreichen Abschmecken ist ein leckeres Gericht auf dem Teller, das nicht umsonst zu den Pasta-Klassikern Italiens zählt.

Gnocchi alla Romana

Rezept

Dauer: Ca. 2 Stunden

Zutaten für die Gnocchi alla Romana (Für 4 Personen):

Für die Gnocchi:

  • 500 ml Milch
  • 250 g Hartweizengrieß
  • 100 g Parmesan
  • 2 Eier
  • Etwas Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer

Für die Tomatensauce:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Tomaten
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1/2 TL Zucker
  • Etwas Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Parmesan reiben. Die Milch aufkochen, Hitze reduzieren. Den Grieß langsam einrühren und etwa 10 Minuten unter stetem Rühren quellen lassen. Dann die Eier und die Hälfte des Parmesan untermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

2 Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Grießteig darauf auskippen und etwa 1 cm hoch verstreichen. Auskühlen lassen.

3 Mit einer Ausstechform Gnocchi ausstechen. Mit Parmesan bestreuen und im Backofen bei 180°C Umluft etwa 10 Minuten backen.

4 Derweil für die Tomatensauce die Tomaten halbieren und entkernen. Hacken. Knoblauch und Zwiebeln schälen und fein würfeln. Petersilie hacken. Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Olivenöl langsam bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Tomaten zugeben und ein paar Minuten kochen, bis die Tomaten weich sind. Mit Petersilie, Salz, Pfeffer und einem Hauch Zucker abschmecken.

5 Die Gnocchi mit der Tomatensauce anrichten und servieren.

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  • Oh das hört sich super lecker an! Ich mag Gnocchi generell sehr gerne, habe aber bislang nur Kartoffel und Kürbisgnocchi getestet! Rezept ist vermerkt :) AntwortenAbbrechen

  • Die Herstellung von Kartoffelgnocchi ist wirklich nicht die leichteste. Diese Variante mit dem Grieß hört sich sehr lecker an und vor allem klingt es sehr einfach. Wird auf alle Fälle mal ausprobiert.AntwortenAbbrechen

  • Sie sind lecker! Habe sie vor ein paar Tagen in Rom gegessen.
    Aus dem Ofen gratiniert mit einer Gorgonzola Sauce.
    an denen werde ich mich mit Sichgerheit demnächst auch versuchen.AntwortenAbbrechen

Sülze vom geschmorten Ochsenschwanz

An Sülze habe ich typische Kindheitserinnerungen: Viel gläsernes Aspik, darin eingegraben schweben eine Bratwurst, ein Ei und mehrere Gurken. Eingelegte Paprika komplettieren die Gemüseparade.

Als Kind hat mich Sülze nicht wirklich angemacht. Mein Vater brachte sich ab und an am Wochenende eine Portion vom Metzger mit, und mehr als ein Stückchen Bratwurst habe ich selten gegessen. Ich erinnere mich daran, dass die Bratwurst meist sehr hart war und das Aspik außer nach Salz nach nicht viel schmeckte.

Sülzen spielten für mich also lange keine Rolle, bis ich vor einigen Monaten beim Besuch des Nürnberger Restaurants „Würzhaus“ im Rahmen einer Vorspeise eine Sülze serviert bekam. Diese war ganz anders als jegliche meiner Sülzen-Erinnerungen: Das Aspik war sehr aromatisch, eher weich und unglaublich wohlschmeckend, als Einlage gab es Ochsenschwanz, unglaublich zart und saftig. So wanderte der Gedanke einer Sülze vom geschmorten Ochsenschwanz langsam von meiner Zunge ins Gehirn und von da in mein Notizbuch, in dem ich meine Ideen sammle und organisiere. Dort lag es eine Weile.

Vor zwei Wochen habe ich die Idee dann endlich aufgegriffen und umgesetzt. Die Ochsenbacken wurden in Rotwein, Rinderfond und Zwiebeln geschmort. Aus weiterem Rinderfond, Tomaten und einem gehörigen Schluck Schmorsauce habe ich mit wenig Agar-Agar ein Gelee hergestellt, in dem Teile des Ochsenschwanzes mit Tomatenstücken und Basilikum versenkt wurden. Ich habe zwei Versuche gebraucht um herauszufinden, wie viel Agar-Agar welche Konsistenz bewirkt.

Etwa 6 g Agar-Agar binden in meinem Falle einen halben Liter Flüssigkeit recht hart, das will ich nicht. Ich will eine weiche, Gelee-artige Konsistenz, die sich schmeichelnd um die Zunge legt. Etwa 3 g Agar-Agar haben für mich in diesem Falle sehr gut funktioniert.

Rezept

Zutaten für die Sülze vom geschmorten Ochsenschwanz (Für 8 Personen als Vorspeise):

Für den geschmorten Ochsenschwanz:

  • 1 kg Ochsenschwanz
  • 400 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 ml Rotwein
  • 4 EL dunkle Sojasauce
  • 250 ml Rinderfond
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • Salz

Für die Sülze:

  • 250 ml Rinderfond
  • 150 ml Rotweinsauce (vom geschmorten Ochsenschwanz)
  • 8 Kirschtomaten
  • 3 g Agar-Agar
  • Kleine Basilikum-Blätter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1 Den Ochsenschwanz am Vortag mit dem Rotwein und den Pfefferkörnern marinieren und im Kühlschrank ziehen lassen.

2 Die Zwiebeln und den Knoblauch fein hacken und in etwas Butterschmalz langsam glasig dünsten, bis die Zwiebeln braun werden. Entnehmen. Den Ochsenschwanz portionsweise rundherum anbraten. Zwiebeln zugeben und mit Sojasauce ablöschen, einkochen lassen. Mit etwa 1/3 des Rotweins ablöschen, einkochen lassen. Vorgang zweimal wiederholen und dann den Rinderfond angießen. Aufkochen.

3 Backofen auf 140°C vorheizen.

4 Den Ochsenschwanz etwa 5-6 Stunden schmoren.

5 Für die Sülze den Ochsenschwanz aus dem Schmortopf nehmen und vom Knochen lösen. Mit einer Gabel zerteilen.

6 Die Sauce mit einem Stabmixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

7 Die Tomaten waschen und halbieren und mit dem Rinderfond und 150 ml der Sauce aufkochen.

8 Ochsenschwanz auf Gläser verteilen, in jedes Glas Tomaten aus dem Sulz-Ansatz geben. Agar-Agar in den Sulz-Ansatz geben und gut verrühren. Basilikum-Blätter auf die Gläser verteilen und mit dem Sulz-Ansatz auffüllen. Bei Raumtemperatur mit einem Küchentuch abgedeckt auskühlen lassen.

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  • Das Bild sieht wie immer sehr ansprechend aus. Diese Sülze hört sich sehr interessant an, ich glaube dass ich sie auch einmal ausprobieren werde.

    Viele Grüße JessicaAntwortenAbbrechen

  • Klasse Idee, gefällt mir! Und natürlich wunderbar vorzubereiten :-) AntwortenAbbrechen

    • Achja, oben steht mal Ochsenschwanz und im Einleitungstext Ochsenbacken (“Vor zwei Wochen habe ich die Idee dann endlich aufgegriffen und umgesetzt. Die Ochsenbacken wurden in Rotwein, Rinderfond und Zwiebeln geschmort.” Backen oder Schwanz? Wobei Backen ja doch noch einen Zacken zarter werden dürften.AntwortenAbbrechen

  • Sieht wirklich sehr köstlich aus, Ich finde, das Hantieren mit Agar-Agar braucht in der Tat (eigene) Erfahrungswerte – ist dir super gelungen!AntwortenAbbrechen

    • Uwe

      Ja, das habe ich auch festgestellt nachdem meine erste Sülze eher eine Gummischeibe war. Danke für Dein Feedback!AntwortenAbbrechen